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Nachdem
die Geschichte um das Horror-Haus im Jahre 1979 einen recht großen
Erfolg feierte und das Sequel 1982 auch noch ganz passabel lief,
entschied man sich, auch im Jahre 1983 einen Teil der
Amityville-Serie in den Kasten zu bringen. Später sollten noch fünf
Teile folgen, ein Remake gedreht werden und etliche Dokumentationen
mit dem Phänomen auf den Markt kommen. Doch in diesem Bericht soll
es um Teil 3 gehen. Teil 3 in der ungeschnittenen 3D-Version.
Das die eigentliche Story nicht viel Neues bietet, muss dem
Betrachter vor dem Gucken klar sein. Die Geschichte bildet an sich
ja auch ein eigenes Subgenre. Allerdings haben die Macher um
Regisseur Richard Fleischer (u.a. „Der Frauenmörder
von Boston“, „John Christie, der Frauenwürger von London“,
„Conan - Der Zerstörer“) ein wenig an dem ein Jahr vorher
erschienen „Poltergeist“ orientiert. Wahrscheinlich um neue
Elemente einzufügen und am Zahn der Zeit zu sein. Aber trotz das es
nicht allzu viel Neues gibt, kann man das Geschehen interessiert
verfolgen. Der Film ist handwerklich gut umgesetzt und verfügt über
einige Elemente, die Grusel-Filme gruselig machen.
Man
darf aber auch nicht verschweigen, dass die Geschichte nicht über
die komplette Spielzeit gut zu überzeugen weiß. „Amityville 3“
ist sehr dialoglastig und die Geschichte verfügt über die ein oder
andere Logikschwäche. Zudem ist die Anzahl der Höhepunkte nicht
sehr hoch.
Dies führt zwangsweise dazu, dass sich die Spannung in Grenzen hält.
„Amityville 3“ ist
sicher kein Langweiler, dennoch gibt es spannendere Filme mit
vergleichbarer Story. Die Atmosphäre macht allerdings einige Schwächen
im lockeren Spannungsbogen wett. Hier wurde gute Arbeit geleistet.
Mit düsteren Szenen, der guten Hauskulisse und einigen „Old-School-Effekten“
wird hier für schaurige Stimmung gesorgt. Die Effekte sind zwar
„nur“ auf dem Niveau der 80er Jahre, der Filmfreund erfreut sich
im Zeitalter von CGI & Co an einem Feuer, was auch wirklich
brennt und Masken sowie Effekte, die noch mit Liebe modelliert
wurden.
In Sachen blutiger Effekte bekommt der geneigte Betrachter nicht
allzu viel auf dem Bildschirm präsentiert. Der Film ist zwar
erstmals uncut auf dem deutschen DVD-Markt, bietet aber keinerlei
Grundlage für ein blutiges Gemetzel. Auch in Sachen 3D-Effekte
herrscht eher Sparflamme. Es gibt zwar einige räumliche Effekte,
man bekommt aber nicht viel mehr zu sehen, als in ähnlichen
Produktionen wie beispielsweise „Und wieder ist Freitag der
13.“, „Der weisse Hai“ oder auch der 2006 produzierte „Night
Of The Living Dead“.
Im Bezug auf die Darstellerriege bekommt man dahingegen durchaus
sehenswertes zu sehen. Nicht bei Hauptdarsteller Tony Roberts („Skinner
...lebend gehäutet“) der seine recht leblose Rolle anagiert in
den Kasten bringt. Und auch nicht bei den anderen Darsteller, mit
Ausnahme der jungen Meg Ryan, welche die Rolle der jungen Lisa übernommen
hat. Ryan spielt zwar auch nicht sonderlich auffällig und passt
sich wie die Masse der soliden Darstellung an, die mittlerweile berühmte
Hollywood-Darstellerin hat von der deutschen Synchronisation einen
ganz besondere Stimme bekommen. Reibeisenmäßig könnte man sie
beschreiben. Hört sich echt spannend an.
Unterm Strich ist „Amityville
3“ ein solide gemachter Film, der nicht als Kracher, nicht als
Blutgemetzel und nicht als Effektfeuerwerk über den Bildschirm
flackert. Den man aber bedenkenlos gucken kann, wenn man bock auf
einen Haunted-House-Horror-Film hat. |
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Im netten DVD-Menü,
welches einen schön auf einen 80er Jahre Film einstimmt, gibt es
neben einer Trailershow einen weitern Trailer und die 3D Fassung.
Aufgrund des Datenaufkommens können die Extras somit als üppig
bezeichnet werden. Eine 3D-Brille gibt es obendrein.
Das Bild geht für einen Film dieses Alters in Ordnung. Viel mehr
als gute Video-Qualität darf ein verwöhnter DVD-Betrachter aber
nicht erwarten. Der Ton ist auch okay. Wenn an einigen Stellen auch
etwas unglücklich abgemischt. Der Übergang von leisen und lauten
Abschnitten will nicht immer passen.
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