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Killer-Wespen
greifen an. Und wie sollte es im neuen Jahrtausend auch anders sein:
Sie greifen als kleine computergenerierte Insekten an. Was diese
Animationen in vielen preiswerten Produktionen auslösen, sollte
fast jeder schon mal mitbekommen haben. Und falls nicht, weiß er
es, wenn er die DVD eingelegt hat und die ersten 10 Sekunden von
„Black Swarm“ verstrichen sind. In der Anfangsszene bekommt man
nämlich direkt das erste Krabbelvieh präsentiert, wie es sich auf
einem Apfel kämpft. Mit Natürlichkeit hat das nichts zu tun. Aber
erwartet das jemand, der sich einen Tier-Horror-Film reinziehen
will? Wohl kaum.
Eingeführt wird man in das Treiben mittels einer kleinen
Geschichte, um die Rückkehr in die Heimat. Neben der Bio-Attacke
gibt es nämlich noch ein Drumherum. Eine Mischung aus Wiederfinden
der alten Liebe, Erinnerungen, Flucht und so weiter. Auch nicht
unbedingt etwas, was man noch nie in einem Streifen solcher Machart
gesehen hat. Aber der Beginn ist wenigstens unterhaltsam.
Zwischendrin kommt es dann immer wieder zu Wespen-Übergriffen. Und
das in den seltsamsten Varianten. Wespen lassen beispielsweise Glühbirne
und Frontscheibe zerplatzen. Wohlgemerkt durch ein einziges Insekt.
Da weiß der Trash-Fan: Hier geht’s ab.
Wenn man die gute Einleitung hinter sich gelassen und sich an die
Insekten gewöhnt hat, nimmt die Begeisterung allerdings ein wenig
ab. Man merkt, dass auch „Black Swarm“ nicht mehr als
Standardware ist. Mit Dialogen daherkommt, die keinen so recht
interessieren wollen, Charaktere bietet, die nur sehr schwach
durchleuchtet sind und Schauspieler hat, die diesen Namen nicht
unbedingt verdienen. Vor allem das kleine Mädchen und die
mitwirkende Biologin sind völlig überfordert. Bei der Kleinen kann
man das ja eventuell nachvollziehen und ein Auge zudrücken. Gerade
weil man sich in B-Movie Gefilden aufhält. Wer darstellerisch nicht
versagt ist good old Robert Englund. Der erfahrene Schauspieler
spielt seine Rolle locker runter. Er hat zwar damit zu kämpfen,
dass sie nicht sonderlich viel hergibt, Robert macht aber einen
astreinen Job und es macht Spaß ihm zuzugucken.
Regisseur David Winning, der zwar erfahren ist, sich aber meistens
mit TV-Serien beschäftigt, macht bei dieser TV-Produktion eine
solide Arbeit, kann aber kaum Spannung und noch weniger Atmosphäre
erzeugen. Er verlässt sich völlig auf das hanebüchene Drehbuch
und die Computereffekte. Zugegebenermaßen muss man Winning
attestierten, dass er sich wenigsten Mühe bei einigen, wenigen
Kamerafahrten gemacht hat, die ab und an das Geschehen auffrischen.
Was ebenfalls erfrischend ist, sind einige Dialoge. Neben
uninteressanten Gelaber gibt es auch Ausbrüche wie jenen hier:
„Lassen sie mich das machen. Sie haben nicht annähernd die
Immunität, die ich habe.“ Solche Sätze muss man sich auf der
Zunge zergehen lassen.
In Sachen Härte bietet „Black Swarm“ nicht viel. Es gibt einige
Schießereien, ekelige Masken und ein wenig Rumgewürge. Die Übergriffe
der Insekten sind nicht wirklich brutal. Splatter-Fans kommen also
nicht auf ihre Kosten. Wer gerne schmunzelt kann sich an einigen der
CGIs erfreuen.
Nach der Betrachtung muss man zum Schluss kommen, dass „Black
Swarm“ zwar kein schlechter, aber auch kein guter Film ist. Er
bietet unkomplizierte, fast solide Tier-Horror-Kost ohne viele
spannende Momente. Die Thematik wurde in ähnlicher Form schon oft
gesehen und es gab auch schon schlimmer Bedrohungen der animalischen
Art. Für zwischendurch taugt er aber durchaus. Und für
Tier-Horror-Fans allemal. |