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„Blood
– The Last Vampire“ ist die Real-Verfilmung des Anime-Streifens
gleichen namens aus dem Jahre 2000. Damit sollte klar sein, dass man
es hier nicht mit einem „normalen“ Vampir-Film zu tun hat. Das
Geschehen und die damit verbundenen Story kommen einem beim
Betrachten tatsächlich so vor, als entstammen sie einem Cartoon.
Was ja nicht zwingend schlecht ist.
Die Geschichte um die Protagonistin und ihr untotes Umfeld ist nicht
sonderlich kompliziert gestrickt. Es geht eigentlich nur um Gut
gegen Böse. Mit einem marginalen Hintergrundgeschehen. Von daher
braucht man, als geneigter Betrachter, erst gar nicht auf
irgendwelche Innovationen warten. Derjenige, der die gezeichnete
Vorlage zu diesem Film bereits betrachten durfte, geht in dieser
Hinsicht eh leer aus.
Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Macher um
Regisseur Chris
Nahon („Das Imperium der Wölfe“, „Kiss Of The Dragon“) viel
Mühe mit den Effekten gegeben haben. Davon gibt es wirklich
zahlreiche. Die meisten recht gelungen, einige der computerkreierten
Figuren schaffen es aber auch, einen zum Lachen zu animieren. Fast
alles ist im Computer entstanden. Zudem gibt es auch eine Menge
Blut. Man hat sich allerdings dazu entschieden, dass Blut im Film
ein wenig künstlich aussehen zu lassen. Dies geht optisch in
Ordnung. Man hat es ja mit einer Comic-Adaption zu tun und hätte
man auf echtes Blut gesetzt, wären den deutschen Betrachtern dieses
Films mit Sicherheit einige Szenen „erspart“ geblieben. Denn
splattertechnisch geht es gut zur Sache. In den zahlreichen
Schwertkampfszenen wird so ziemlich alles durch- und abgeschlagen,
was man sich vorstellen kann.
Wenn das Filmgeschehen dann mal vom Kampffeld in andere Gefilde
schwenkt, wird es sofort ruhiger. Die Szenen sind zwar nicht
unbedingt als langweilig zu bewerten, sie hauen aber auch niemanden
vom Hocker. Wie bereits erwähnt, gibt die Geschichte nicht allzu
viel her und so taugen einige Szenen eher als Füllmaterial mit
unterdurchschnittlichen Unterhaltungswert und wenig informativen
Dialogen. Kenner der Szene dürfte dies nicht überraschen, da die
Vorlage ja lediglich eine Laufzeit von 48 Minuten hat und die
Real-Verfilmung dahingegen satte 84 Minuten dauert.
Zu den Action-Szenen gehören natürlich auch Kampfeinlagen. Diese
sind wirklich gut anzusehen und von einem hervorragenden Tempo. Hier
hat man sich ebenfalls eine Menge Mühe gegeben. Weniger Mühe wurde
offensichtlich in die Charakterisierung der Personen gesteckt.
Selbst die Charaktere der Hauptdarsteller wirken flach und steril.
Auch an guten darstellerischen Leistungen hapert es. Sicherlich ist
es schwierig, in einem total überdrehten Film ernsthaft zu agieren,
so richtig weiß aber niemand der relativ unbekannten Darsteller zu
überzeugen.
Alles in allem hat man es bei „Blood – The Last
Vampire“ mit einem mittelprächtigem Film zu tun, der nicht
verneint, dass er einem Comic entspringt. Freunde der Vorlage oder
von Fantasy-Prügelorgien
kommen sicherlich auf ihre Kosten, da der Film flott verfilmt wurde.
Vampir-Fans dürfte dieser Streifen dagegen eher weniger ansprechen,
da der Vampirismus hier minimal gehalten wird. |
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Der
Horror-Page lag zur Rezension eine Presse-DVD, mit eingeschränkter
Bild- und Tonqualität, vor. Deswegen ist eine Bewertung des Medium,
welches am 19.
November 2009 in den Verkauf geht, nicht möglich. Laut Label werden
folgende Extras auf der Silberscheibe präsentiert: Ein Making Of
(ca. 35 Minuten), ein Video-Clip (ca. 2 Minuten) und
Darsteller-Informationen. Man darf gespannt sein.
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