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Christine
Brown ist Sachbearbeiterin in einer Bank und hat
ausgezeichnete Aufstiegschancen. Sie und ihr neuer Kollege
streben an, stellvertretender Filialleiter zu werden. Das
einzige, was ihr Chef an ihr momentan kritisiert ist die
Tatsache, dass sie etwas mutiger werden muss.
Da kommt ihr der Umstand gelegen, dass eine alte Zigeunerin um
eine Kreditverlängerung bittet. Diesen lehnt sie mit dem
Einverständnis ihres Vorgesetzten ab. Einerseits ist sie
froh, mal hart durchgegriffen zu haben, auf der anderen Seite
tut ihr die alte Frau auch leid. Als diese aber plötzlich zur
Furie wird und ihr verbal Sachen an den Kopf schmeißt, denkt
sie das Richtige gemacht zu haben.
Doch dieser Gedanke ist falsch. Denn die alte Dame hat
Christine mit einem fürchterlichen Fluch belegt. Sachen
geschehen, die normalerweise nicht geschehen können. Nach
einem Besuch bei einem Hellseher, erhält sie Gewissheit: In
drei Tagen wird sie in die Hölle geholt... |
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Anfang
der 80er Jahre wurde ein neues Horror-Juwel geboren. „Tanz der
Teufel“ war der anmutende Titel und Sam Raimi der Erschaffer. 10
Jahre später zeigte Raimi, dass er auch mit anderem Stoff umgehen
kann und schuf den Film „Darkman“, der bei der Fan-Gemeinde
ebenfalls bestens ankam. Nach einigen Folgefilmen zog es ihn zu höheren
Aufgaben nach Hollywood. Er machte die „Spider-Man“ Filme populär,
opferte dafür allerdings seinen Kultstatus bei seinen Fans. Doch
nun, im Jahre 2009, geht Raimi einen Schritt rückwärts. Ein
Schritt, der ihn horrortechnisch wieder in seinen alten Fußstapfen
zurückbringt.
Denn mit „Drag Me To Hell“ hat einen Film erschaffen, der ganz
klar an seine Anfangszeit erinnert. Mit einer recht schlichten Story
wird der Betrachter in das Geschehen, in Zeiten der
Wirtschaftskrise, eingeführt. Eine Frau braucht einen
Kreditaufschub, was von den bösen Bankern abgelehnt wird. Sie wird
so ihr Haus verlieren. Dies ist natürlich nicht unbedingt der
Stoff, aus dem Horror-Filme sind. Glücklicherweise handelt es sich
bei der Kreditverweigerten aber um eine alte Zigeunerin, die des
Fluchens mächtig ist. Und so kommt es, wie es kommen muss. Die
Bankangestellte Christine gerät in ernsthafte Schwierigkeiten und für
den Horror-Fan geht die Party los.
Was bei „Drag Me To Hell“ heraussticht ist der Spannungsaufbau.
Es geht immer wieder gut ab und man darf sich an einigen Stellen
erschrecken lassen. Zudem gibt es gute Effekte. Diese sind zwar
meist völlig überdreht, wer aber an „Darkman“ und „Tanz der
Teufel“ zurückdenkt, wird sich an Ähnliches erinnern. Dadurch
das einige Szenen wirklich wie aus einem Comic rüberkommen, wird
die mittelmäßig vorhandene Härte natürlich etwas entschärft. Über
die Splatterszenen hinaus hat Raimi dafür gesorgt, dass selbst der
hartgesockenste Horror-Fan versucht ist, bei einigen Szenen den
Blick vom Geschehen abzuwenden. Es gibt nämlich zahlreiche
Ekelszenen, die so ekelig sind, dass man sie eigentlich gar nicht
sehen will.
Man bleibt aber natürlich am Ball, da man den Rest der Geschichte
sehen will. Das Ganze ist sehr gut arrangiert und kameratechnisch
gibt es interessante Blickwinkel zu betrachten. Das Tempo passt, der
Spannungsbogen ist auf Zug, die Atmosphäre ist meistens schön
horrormäßig und das Gezeigte immer interessant. Mit zunehmender
Laufzeit wird es um unsere Protagonistin immer dunkler. Sie weiß
irgendwann, dass sie mit einem Fluch belegt ist und kämpft gegen
einen übergroßen und nicht immer sichtbaren Feind. Und dieser unglückliche
Zustand der Christine ist für den Zuschauer sehr fesselnd. Raimi
beweist, dass er die Mischung aus Horror und tiefschwarzen Humor so
anrichten kann, wie kaum ein zweiter Filmemacher. Na ja... Peter
Jackson kam da früher auch ran.
Zur guten Unterhaltung tragen auch die Darsteller bei, die über große
Strecken das unglaubliche Geschehen glaubhaft auf die Leinwand
zaubern können. Alison Lohmann („Die Legende von Beowulf“) als
Verfluchte und
Justin Long („Jeepers Creepers“) als ihr leitgeplagter
Freund machen einen grundsoliden Job.
Unterm Strich ist „Drag Me To Hell“ ein schön überladener Old
School Horror-Flick der mit seiner Mischung aus gruseliger Atmosphäre
und schwarzem Humor Spaß macht. Mr. Raimi ist es nach fast 10jähriger
Abstinenz gelungen, bravourös ins Horror-Geschäft zurückzukehren.
Für Horror-Fans ist das ein Rückschritt nach vorne. Hoffentlich
legt der Meister da noch einen nach. |
| Informationen |
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| Drehland |
USA |
| Drehjahr |
2009 |
| Laufzeit |
ca. 95 Minuten |
| Regie |
Sam Raimi |
| Darsteller |
Alison Lohman
Justin Long
Lorna Raver
Dileep Rao
u.a. |
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| Bild |
2,35:1
(anamorph/16:9) |
| Ton |
DD5.1 |
| Sprachen |
Deutsch, Englisch,
Spanisch |
| Untertitel |
Deutsch, Englisch,
Spanisch |
| LC |
2 |
| FSK |
16 |
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| Bewertung |
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| Splatter |
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| Spannung |
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| Story |
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| Ekelfaktor |
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| Atmosphäre |
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| Tonqualität |
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| Bildqualität |
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| Zusatzmaterial |
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| Gesamteindruck |
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