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| Story |
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Molly
Hartley ist ein ebenso hübsches wie seltsames Mädchen. Sie
hat, nach Aussage der Fachärzteschaft, eine Psychose, die sie
Stimmen hören und seltsame Sachen sehen lässt. Dies führt
natürlich dazu, dass Molly eher ein auffällige Schülerin
ist und ihre Mitschüler sie deswegen immer gut beobachten.
Nach einer Operation hofft sie auf eine Verbesserung ihres
Zustandes, doch die Halluzinationen sind auch weiterhin ein
Teil ihres Lebens. Die Wahnvorstellungen werden sogar
schlimmer, je näher ihr 18. Geburtstag rückt. Ein Tag, an
dem das geschehen soll, was geschehen muss... |
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Mickey
Liddell hat sich für sein Debüt auf dem Regiestuhl einen
Okkult-Horror-Streifen zur Brust genommen, an dem man prinzipiell
nicht viel falsch machen kann. Das Drehbuch bietet eine Geschichte
dar, die zwar für den Betrachter einige Tücken mit sich bringt,
ansonsten aber einfach und schlicht gestrickt ist.
Im Film „Molly Hartley – Pakt mit dem Bösen“ geht es um eben
jene Molly, die wahnsinnige Probleme quälen. Probleme mit sich
selbst. Sie hört Sachen, die andere nicht hören können. Sieht
Dinge, die außer ihr sonst niemand sieht. Da steht man natürlich
recht einsam da. Gerade wenn es sich beim Nebenschauplatz um ein
Highschool handelt, an der ja bekanntermaßen immer irgendwelche Grüppchen
gebildet und Freaks ausgesondert werden. Doch so hart trifft es die
Protagonistin nicht. Sie spaltet eher, als dass sie gänzlich
ausgegrenzt wird.
Diese Wiedergabe lässt erahnen, was im Mittelpunkt des Films steht.
Die Ereignisse rund um die Schule werden immer mal wieder von
kleineren Horror-Einlagen aufgefrischt. Es gibt beispielsweise
einige Schockmomente, die einen aufschrecken lassen. Die Visionen
werden mit fortlaufender Zeit zunehmend intensiver. Und je näher
der Tag der Volljährigkeit der Protagonistin rückt, desto mehr
will man wissen, was einen erwartet.
Wäre nicht die Erwartung auf das Unerwartete, würde „Molly
Hartley – Pakt mit dem Bösen“ allerdings fast durchfallen. Der
Film ist nicht sonderlich intensiv und nach der guten, aber
ereignislosen Einstimmung wünscht man sich etwas mehr. Was auch
immer. Gebündelt werden die spannenden Szenen (abgesehen von den
Erwarteten) auf wenige Momente und es baut sich keinerlei
Horror-Atmosphäre auf. Vielleicht braucht es die auch nicht, da es
sich hier ja nicht um einen astreinen Horror-Flick handelt,
geschadet hätte sie aber auf keinen Fall.
Die Darsteller, insbesondere Haley Bennett als Molly, sind ein
weiterer Grund warum man trotz der Ereignislosigkeit, die doch des
Öfteren aufkeimt, nicht abschaltet. Haley Bennett, bekannt aus „The
Hole“, macht einen frischen, freundlichen und energiegeladenen
Eindruck. Ihr ist es anzusehen, dass ihr das Spielen Spaß macht.
Daher fällt es einem nicht sonderlich schwer, für die Rolle
Sympathien zu entwickeln, was dem Film natürlich ein ganzes Stück
weiterbringt. Auch der Rest der Crew weiß größtenteils zu überzeugen.
Und das die Darsteller in einem Teenager-Film zu gefallen wissen,
ist ja nicht unbedingt die Regel.
Auf Effekte der blutigen und auch der unblutigen Art wurde in
„Molly Hartley – Pakt mit dem Bösen“ fast gänzlich
verzichtet. Von daher ist dies sicherlich kein Film für den
Splatter-Freund. Es sei denn, er hat am Abend seine Freundin zu
hause und will sich mal von seiner weichen, seiner sanften Seite präsentieren.
Dann könnte „Molly Hartley – Pakt mit dem Bösen“ sicherlich
der richtige Film sein. Ein Pärchenfilm anstatt, wie sonst so oft
im Horror-Genre, ein Partyfilm. Und unterm Strich schwermütiger,
okkulter Durchschnitt. |