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Ist
die Welt voller Angst? Eine Frage, die nicht nur diesen Film bewegt.
Womöglich beschäftigt selbige die ganze Welt, zumindest jeden
Menschen, der einigermaßen des Denkens befähigt ist. Jedem, der
Interesse an der Alltagsphilosophie hat, sei dieser Film wärmstens
empfohlen. Denn dies ist nicht nur ein Horrorfilm, es ist ein
Meisterwerk Japanischer Filmkunst. Versüßt mit grandiosen Effekten
und einem erstklassigen Soundtrack, um neben dem Gehirn auch
die Sinne zu betören. Filmpoesie vom Feinsten!
Trotz
all dieser Schönheiten des Films, schafft er es, furchterregend zu
sein und den Zuschauer in Spannung zu versetzen. Leider gibt es
zwischendurch aber ein paar langweilige Szenen, die sich zu sehr in
die Länge ziehen. Allerdings fällt dies kaum auf, da die wirklich
wichtigen Momente sehr packend sind und diese paar negativen Minuten
schnellstens und fast komplett in Vergessenheit geraten
lassen.
Der Nightmare Detective glänzt in seiner Rolle. Und das nicht, weil
sie leicht zu spielen scheint. Nein – eher im Gegenteil. Eine
solche Rolle so gekonnt auszufüllen zeugt von viel Talent. Ryuhei
Matsuda, du hast's drauf! Die Melancholie, die Selbstzweifel, der
Umgang mit einer schwerlastenden Gabe und, und, und, … – die
innerlichen Probleme eines Menschen darzustellen, ist nicht immer
leicht – trotzdem versuchen sich Viele darin und scheitern kläglich.
Gerade auch deutsche Möchtegern-Schauspieler sollten sich hier mal
ein wenig umschauen und lernen, bevor sie uns mit Telenovelas das
Leben versalzen. Die anderen Darsteller machen ihre Sache auch
nicht schlecht, allerdings haben sie keine Chance aus dem Schatten
des Nightmare Detectives zu gelangen.
Alles
in allem hat Regisseur Shinya Tsukamoto ("Tatsuo, Tatsuo 2")
wieder einmal bewiesen, was er so kann. Dieser Mann schafft es in
Zeiten, in denen sich andere nur auf tolle Effekte verlassen um möglichst
viel Geld mit möglichst wenig Anspruch in die Kinokassen zu
bringen, eine Harmonie aus Leidenschaft und Nervenkitzel auf die
Leinwände und Bildschirme zu zaubern.
Allerdings
ist der Film dann auch weniger etwas für einen lockeren DVD-Abend.
Man sollte ihn sich lieber in Ruhe und ohne Bier anschauen, sonst
wird es schwer werden zu folgen.
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