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Zwei
Familien verbringen die freien Tage zwischen Weihnachten und
Sylvester in einem abgeschiedenen Landhaus. Alles scheint
perfekt: Es ist harmonisch, draußen liegt Schnee und die
Stimmung ist ausgesprochen gut. Die kleinen Kinder amüsieren
sich gut, zumindest bis eine Krankheit die Runde macht. Den
Kleinen wird nach und nach übel. Aber es sind nicht nur körperliche
Veränderungen, welche die Kinder durchmachen. Sie scheinen
sich auch geistig zu verändern. Es sieht so aus, als ob sie böse
werden.
So ist zumindest die Theorie von Teenager Casey. Die Eltern
wollen das Husten und die Übelkeit als normale Grippe sehen.
Doch das soll sich ändern, als es den ersten blutigen Unfall
gibt... |
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Wieder
mal die Engländer. Die Herren und Damen von der Insel haben es uns
ja in den letzten Monaten schon gezeigt, dass sie bestrebt sind
Europas Filmmacht zu werden respektive bleiben. Gerade im
Horror-Bereich. Mit ganz neuen Beiträgen wie „Eden Lake“, „Book
Of Blood“ oder beispielsweise auch „Severance - Ein blutiger
Betriebsausflug“.
Und die Engländer zeigen uns, dass guter Horror nicht zwingend aufwändig
sein muss. Wie in dem hier besprochenen Film: „The Children“.
Man nehme eine handvoll Kinder, ebenso ein paar Erwachsene und eine
Person, die sich alterstechnisch irgendwo dazwischen befindet. Diese
Menschen packt man in eine abgelegene Hütte im verschneiten Wald
und schon hat man alles, was man braucht. Regisseur Tom Shankland,
der zuvor den Horror-Streifen „WΔZ“ drehte, hat mit diesem
minimal Aufwand einen soliden Horror-Streifen gedreht, dessen
Sichtung sich ohne Frage lohnt. Der Horror entsteht dabei nicht mit
dem Dampfhammer, sondern wird in subtiler Art und Weise hinzugefügt.
Erst mag man gar nicht glauben, dass das Grauen von den kleinen
Kindern ausgehen soll. Denn diese sind niedlich zu betrachten und
anfangs alles andere als angsteinflößend. Doch schleichend, wie
ein Virus-Infekt, keimt das Böse aus.
Getragen wird der Film unter anderem von den guten Darstellern.
Gerade bei Kindern ist das ja immer so eine Sache. Aber hier gibt es
wirklich kaum etwas zu bemängeln. Auch bei den Erwachsenen ist
alles im Lot. Es spielt sich zwar keiner mit absolutem Können in
den Vordergrund, die dargebotenen Leistungen reichen aber, damit
sich der Betrachter wohlfühlen kann. Was auch zum Gelingen des
Films beiträgt sind die schönen Kameraaufnahmen. Schnee ist immer
gut. Und mit Blut vermischter Schnee sieht dazu auch noch gut aus.
Die Macher haben sich beim Einfangen der Bilder durchaus Mühe
gegeben. Mit einigen Schmankerln wie Bilder aus der Vogelperspektive
oder gute Weitwinkelaufnahmen kann man eine atmosphärische Stimmung
erzeugen.
Die Atmosphäre ist in solchen Momenten stark spürbar. Gerade in
den Szenen mit der malerischen Winterlandschaft oder im warmen Haus.
Da macht das Zugucken echt Spaß. Atmosphäre und Spannung verhalten
sich ein Wenig entgegengesetzt. Je mehr Spannung aufkommt, desto
mehr Atmosphäre entweicht. Was prinzipiell natürlich nicht schlimm
ist.
Splatter gibt es auch. Und das bei dem Tabuthema „Kind im
Horror-Film“. Es wird sich hier nicht nur die Frage gestellt, ob
man seinem eigenen Kind etwas antun könnte, sondern auch
nachgefragt wie viel jemand von seinem Kind ertragen kann. Die
Splatterszenen sind gut dosiert und durchaus als hart zu bezeichnen.
Kopf, Schienbein, Auge, Därme.... Kaum ein Körperteil wird hier
nicht in Mitleidenschaft gezogen.
Aber bei „The Children“ ist auch nicht alles Gold was glänzt.
Das Kindergeschrei kann einem sicherlich auf die Nerven gehen. Dann
gibt es das Problem, dass die bösen Kinder irgendwie nicht wirklich
böse rüberkommen wollen. Ihrem Handeln ist zwar die böse Absicht
zu entnehmen, ihr Verhalten ist aber nicht zwingend horrorfilmreif.
Hierbei handelt es sich ja schließlich nicht um einen schlechten
Zombie-Film. Was zudem nicht sonderlich gut gelungen ist, ist das
Gefälle des Films. Von ruhig nach unruhig. Im letzten Drittel des
Films überschlägt sich alles. Die Schnitte wirken dabei manchmal
zerfahren.
Somit bleibt unterm Strich ein nicht ganz positiver Eindruck zurück.
Der Film ist zwar gut, aber keiner der seinen Höhepunkt am Ende
erreicht. Hätte man ein wenig mehr erzählt, wäre es ein
Spitzen-Film geworden. Und Gelegenheiten dafür gab es genug. |
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Bild
und Ton der DVD gehen in Ordnung. Es gibt optisch nicht die
allerletzte Schärfe, man kann das Geschehen aber gut beobachten.
Die Akustik ist stimmig. In Sachen Extras gibt es auf der herkömmlichen
DVD nicht viel zu sehen. Lediglich ein paar Trailer. Für Freunde
des Bonusmaterials gibt es aber noch eine 2-Disc Special Edition,
die mit Interviews, Killing Kids - Making Of, Featurettes und
Filmtrailer daherkommt. Da sollten dann keinerlei Wünsche offen
bleiben.
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