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Willkommen zum Slasher Nummer
1.554.332 (Dieser Wert ist natürlich nur geschätzt). Einem
Genrevertreter, der genau das erzählt, was alle seine Vorgänger
auch schon erzählt haben. Junge Leute gehen in den Wald, um nie
wieder zurückzukommen. Zumindest nicht ohne Messer im Rücken.
Genau diese Geschichte erzählt auch der US-Amerikanische Beitrag
„Weekend Of Blood“, der im Original mit dem netten Titel „Murder
Loves Killers Too“ daherkommt und überraschenderweise doch etwas
hat, was viele seiner Kollegen nicht haben.
Er ist nämlich ein durch und durch schnörkelloser Film, der nicht
um den heißen Brei herumredet. Es geht zur Sache. Fast immer. Und
wenn es mal nicht zur Sache geht, bekommt der Betrachter das
Drumherum zu sehen, was solche Filme ausmacht. Eine nette Kulisse im
Wald und im Haus, gutaussehende Menschen, die weiblicherseits natürlich
auch blank ziehen, Leute beim Saufen und beim Feiern. Dazu gibt es
eine gute akustische Untermalung der verschiedenen Szenen, die sehr
breitbandig ist.
Trotz des vorhersehbaren Plots kommt an ziemlich vielen Stellen
Spannung auf. Wenn der Killer umgeht kommt es zu einigen
Verfolgungs-Szenen. Die Opfer kämpfen um ihr Überleben. Wer der
Killer ist, bekommt der Betrachter recht schnell mit. Hier darf also
nicht mitgeraten werden. Man darf aber eine ganze Zeit lang raten,
warum er das tut was er tut. Der Killer ist hier mal etwas anders
dargestellt als in anderen Slashern. Es soll an dieser Stelle nicht
zuviel verraten werden. Aber wer „Machine“ in „8mm“ mochte,
wird diesen Kerl hier auch mögen.
Leider ist die Rolle des Killer die einzige, die nicht so doll rübergebracht
wird. Die völlig unbekannte Schauspiel-Crew macht ihren Job
ansonsten überraschend gut. Selbst die blonde, sehr attraktive
Blankzieherin liefert eine gute Leistung ab. Unglaublich aber wahr.
In Sachen Splatter gibt es solide Kost geboten. Man darf natürlich
nicht vergessen, dass es sich bei „Weekend Of Blood“ um einen
Low-Budegt-Film handelt und bei den Spezialeffekten wird einem das
wohl am besten verdeutlicht. Soll nicht heißen, dass die Effekte
schlecht sind. Sie gehen halt bloß nicht so in Detail. Aber die
Freigabe ab 18 geht auf jeden Fall in Ordnung, da es einiges an
Kunstblut verschüttet wird.
Auch wenn „Weekend Of Blood“ kein richtig herausragender Film
ist, ist er doch eine positive Überraschung. Er kämpft mit üblichen
Problemen seines Subgenres und den überschaubaren Finanzen. Eine
Story ist quasi nicht vorhanden und die Bilder wirken nicht immer
hochprofessionell. Aber trotzdem versteht der Film es gut zu
unterhalten. Besser als einige seiner bekannteren Kollegen. |
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Der Ton der DVD ist
ein bisschen leise und das Bild hat nicht immer die letzte Schärfe.
Manchmal ist es sogar grobkörnig, was entweder ein Stilmittel ist
oder aufgrund der beschränkten finanziellen Mittel auf verschiedene
Kameras zurückzuführen ist. Die kleinen Mängel stören den
Filmgenuss aber in keiner Weise.
Im nicht animierten, dafür aber mit nettem Sound hinterlegtem
DVD-Menü gibt es eine Trailershow mit neun Filmvorschauen. Zudem
gibt es im Extras-Menü einiges zu sehen. Zum einen wäre da ein
Making Of in Originalsprache (17:27 Minuten), ein Interview (8:55
Minuten) mit dem Regisseur des Films, drei kleine Specials zum Film
(über 30 Minuten) und zu guter letzt noch den Original-Trailer. Das
ist mal ein reichhaltiges Angebot für eine kleine Produktion.
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