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Wieder einmal ein
Film, dessen Bösewichte sich auf Sagen, Mythologie und Prophezeiung
berufen. Oft gab’s das schon, aber nicht immer war es so geil wie
bei „Sieben“. An jenen Film reicht „Horsemen“ auf keinen
Fall ran, aber es ist auf jeden Fall ein solider Film, der Spannung
verspricht, in den man sich aber nicht verlieben kann. Bis zum Ende
weiß man nicht, wer denn nun der Weiße Reiter, der Anführer der
Horsemen, ist, den Exegeten entweder als Jesus Christus oder eher
den Antichrist erwarten. So viel sei gesagt: Diese Auslegung hält
sich eher an letztere Annahme. Und die Enthüllung der Identität
birgt auch eine Überraschung, die allerdings ein klein wenig
absehbar ist. Aber macht euch selbst ein Bild!
Hauptdarsteller
Dennis Quaid überzeugt als überarbeiteter Polizist, der keine Zeit
für seine beiden Söhne hat und als trauriger Witwer, der sich nach
seiner Seelenpartnerin sehnt, er tut einem in beiden Rollen einfach
nur Leid. Allerdings ist er auch derjenige, der dazu bestimmt ist,
den Fall aufzuklären und sammelt somit noch mehr Charismapunkte bei
seinen Zuschauern. Clifton Collins Junior, Dennis Quaids Partner, glänzt
als lässige Nebenrolle. Doch die Hauptattraktion von
Schauspielerischer Leistung dieses Films geht an Lou Taylor Pucci,
der im Gegensatz zu seinem Nachnamen seine Rolle als großer Bruder
und ermahnender Sohn ziemlich cool spielt. Zhang Ziyi spielt, als wäre
sie der Teufel, ziemlich übertrieben, oder einfach nur bekloppt.
Aber hätte man
doch bloß ein wenig mehr passende, düstere, mystische Musik
eingebaut! Dann wäre die Atmosphäre des Films ihrer Perfektion
nahe und dann würde nicht nur die Story fesseln. Leider, leider,
leider aber hat man das vergessen.
Der Schwede Jonas
Akerlund, der auch schon mal eine Doku mit Madonna gemacht
und auch schon mit Mickey Rohre zusammen gearbeitet hat,
liefert hier gute Arbeit ab und verdient großes Lob für seinen
ersten Thriller, der aufgrund seiner wenigen Blutspritzereien leider
nicht die volle Punktzahl kriegt, allerdings für seine ekligen, in
Tüten eingepackten Dinge, die hier nicht näher beschrieben werden
möchten, in Sachen Ekelfaktor einiges Wett macht. |