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Es
braucht nicht viel Erfahrung um herauszufinden, dass „Paranormal
Investigations“ ein günstig produzierter Film ist. Ein Film, der
eine Geistergeschichte erzählt und dabei ohne viel Drumherum
auskommt. Er braucht lediglich ein paar Darsteller, ein paar
technische Geräte, ein Geisterhaus und natürlich auch einen Geist.
Letzterer ist es dann auch, der die Würze in diese Film-Suppe gibt.
Das Treiben der Darsteller zu beobachten ist nur bedingt
interessant. Es gibt nach einer netten Einführung ziemlich viele
Dialoge. Diese sind ebenso bedingt interessant. Zudem ist die
Synchronisation nicht die allerbeste. Was allerdings ganz gut
gemacht ist, ist die Stimme aus dem Off. Wenn sie erklingt, kann man
ruhig die Augen zumachen. Denn von ihr wird alles kleingenau
beschrieben. Man meint sich in einem Hörbuch.
Was
einem trotz vielfach mangelndem Interesse bei der Stange hält ist
zum einen, wie bereits erwähnt, der Geist. Lange weiß man nicht
was vor sich geht, was natürlich Spannung erzeugt. Diese nimmt im
Verlauf zu und findet ihren Höhepunkt am Ende des Films. Zum
anderen gibt es da auch noch eine Menge unfreiwilligen Humor. Der
Film ist bierernst angelegt. Wenn man aber Dialoge wie
beispielsweise: Er: „Ich brauche jetzt eine Zigarette.“ Sie:
„Ja, aber draußen ist es dunkel...“ (???) oder auch: „Sie
sieht nicht besonders gesund aus. Das muss an ihrer Periode
liegen.“ hört, kommt man um einen Schmunzler nicht drum herum.
Auch witzig ist die Szene, als jemanden „In den Koffer gepisst“
wird. Herrlich und ekelig zugleich.
Nicht ganz so herrlich agieren die Darsteller. Die unbekannte Crew
spielt OK, mit einigen Ausschlägen nach unten. Mehr darf man in der
Regel von solch einer Produktion auch nicht erwarten. Das die
wiedergegeben Rollen nicht so schlimm rüberkommen, liegt sicherlich
auch an der Charakterisierung. Denn die ist so gut wie nicht
vorhanden. Regisseur Sean Tretta („The Great American Snuff
Film“) gibt sich zwar alle Mühe, wenigstens visuell etwas
anzubieten, was ihm auch stellenweise gelingt, er kann den Kampf
gegen die Tristesse des Drehbuchs aber nicht gewinnen. Und dabei
gaukeln uns die Herren Verantwortlichen doch vor, es handele sich um
eine wahre Begebenheit... wer’s glaubt...
Der Film hat in Deutschland zwar ein FSK 18 bekommen, kommt aber
nicht mit harten Spezialeffekten daher. Hier und da gibt es mal eine
Andeutung. Daher hätte es eine Einstufung ab 16 sicherlich auch
getan. Vom Gefallen her muss man ihn noch weiter abstufen. Zwar
nicht ganz unten, aber auch nicht viel vom Boden entfernt. Aber „Paranormal
Investigations“ will wahrscheinlich auch gar nicht viel mehr sein.
Zum Nebenbeischauen loht er sich allemal. Schon wegen dem
interessanten Ende. Und wenn man etwas für die Thematik übrig hat
oder wissen will, wie die „wahre“ Geschichte ausgeht, kann man
ruhig zuschlagen. Dies dann aber bitte schön ohne viele
Erwartungen. |
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Die
Produktion der DVD ist wohl ebenso kostengünstig gewesen, wie der
Film auf ihr. Sollte ja eigentlich auch niemand verwundern. Extras
gibt es auf jeden Fall nicht. Nicht mal einen klitzekleinen Trailer.
Bild und Ton können auch nicht wirklich überzeugen. Das Bild ist
grobkörnig und stellenweise unscharf. Dies hat einige Male aber
auch etwas mit dem künstlerischen Stilmittel des Regisseurs zu tun.
Der Ton dringt im DD2.0 aus den Boxen. Und bietet an und für sich
nichts besonderes. Für Leute, die etwas gegen das rote FSK Siegel
haben, gibt es noch ein Wendecover ohne FSK-Logo.
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