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Fans
des Horror-Genre sind immer wieder verzückt, wenn sie etwas Neues
geboten bekommen. Eine Vielzahl der Filme, die man sich als
geneigter Fan zu Gemüte führt, kauen oft nur das nach, was andere
bereits verdaut haben. Und nun kommt „Pontypool“. Ein Film, der
wirklich anders ist als andere Filme.
Und dabei ist die Grundthematik schon in allen Facetten beleuchtet
worden: Zombies. Beziehungsweise irgendwelche Menschen, die von
einem Virus befallen wurden und sich verändert haben. Aus diesem
Stoff etwas Neues zu machen, gelingt nicht vielen.
Der Film beginnt recht komisch. Eine Stimme erzählt irgendein Zeug.
Zeug, welches man nicht verstehen kann und wohl auch nicht verstehen
will. Hier merkt man bereits, dass es sich bei „Pontypool“ um
etwas Besonderes handelt. Wenig später bekommt man dann den
Radio-Alltag der Protagonisten mit. Moderator Grant spielt sich mit
seiner basslastigen Stimme und seiner coolen Art in den Vordergrund.
Er ist es, der normalerweise Lappalien über den Äther des kleinen
Kaffs „Pontypool“ bringt. Nichts wirklich Interessantes. Bis
dann der Tag der Tage kommt. Der Film verlässt das Studio nur
extrem selten. Fast alles spielt sich in dem kleinen, beengten
Studio ab. Man ahnt nur, was draußen vor sich geht.
Und das ist es halt: Die etwas andere Sichtweise. Quasi die
Kehrseite der Medaille. Wo andere Filme sich damit beschäftigen, möglichst
viele fleischfressende Zombies und deren Jäger auf den Bildschirm
zu bringen, lässt Regisseur Bruce McDonald das blutige Geschehen
vor der Tür. Er lässt es in den Köpfen der Zuschauer abspielen.
Allerdings holt er sich auch jemanden ins Haus, um das, was auf der
Straße abgeht, etwas zu verdeutlichen. Aber der überwiegende Teil
der Apokalypse findet tatsächlich im Off statt.
Ob dies nun ein geniales Stilmittel ist, lassen wir mal
dahingestellt. Fakt ist aber, dass es über weite Strecken
funktioniert. Leider haben die Macher des Films aber noch etwas
eingebaut, das gar nicht gefallen will. Nicht nur die Sache mit der
Sendestation, die ja quasi die Kommunikationsmittel nach draußen
ist, es gibt auch die Kommunikation als Bösewicht. An dieser Stelle
soll jetzt nicht zuviel verraten werden, es sei aber gesagt: Es wird
sehr seltsam.
Auf Gewalt wird in „Pontypool“ verzichtet. Es gibt keine Kopfschüsse,
kein Geknabbere an Menschenteilen und auch kein Wühlen in Gedärmen.
Das stört aber keineswegs, da der Film halt grundlegend anderes
angelegt ist. Immerhin gibt es eine „Blutkotz-Szene“, die den
Ekelfaktor noch oben dreht.
Summa summarum hat man es bei „Pontypool“ mit einem Film zu tun,
in dem viel geredet und wenig gezeigt wird. Das soll ihm aber nicht
zur Last gelegt werden, da er mit seiner besonderen Thematik
frischen Wind in ein betagtes Subgenre bringt. Allerdings hat der
Film auch ein großes Problem. Nämlich das er mit zu vielen
Wortspielereien daherkommt und im Schlussdrittel rapide an Fahrt
verliert. Somit ist er zwar immer noch etwas Besonderes, man braucht
aber sicherlich auch den besonderen Filmgeschmack, um hier nicht
enttäuscht zu werden. Also lautet das Fazit: Innovativ aber
komisch. |
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Als
Extras gibt es auf der DVD aus dem Hause MIG ein paar Trailer und
eine Bildergalerie. Nichts wirklich besonderes aber immerhin etwas.
Die Bildqualität ist ziemlich gut. Schön scharf. So wie es sein
soll. Auch beim Ton, der im dolby digitalen Format 5.1 vorhanden
ist, gibt es prinzipiell nichts zu kritisieren.
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