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Familie
Carter ist auf dem Weg von Cleveland nach Kalifornien. Dabei
durchqueren sie mit ihrem Auto und dem dahinterhängenden
Wohnmobil die Wüste. Als sie in der Einöde tanken, sind sie
noch frohen Mutes. Denn sie wissen nicht, dass sie wenig später
einen Unfall haben sollen, der ihnen die Weiterfahrt unmöglich
macht.
Das Dumme dabei ist, dass sie nicht nur mitten im sandigen
Nirgendwo gestrandet sind, sondern das dieses Gebiet auch vom
Militär als Atomversuchsgelände genutzt wird. Zudem hören
sie seltsame Stimmen über Funk und etwas scheint in den Hügeln,
der unmittelbaren Umgebung, vor sich zu gehen. Etwas Todbringendes... |
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Fünf
Jahre nachdem Meister-Regisseur Wes Craven (u.a. „Nightmare - Mörderische
Träume“, „Scream - Schrei!“) die Zuschauer mit seinem „Last
House On The Left“ schockierte, wagte er sich an einen ganz
besonderen Stoff. Mit Wüste, Rednecks, komischen Außerirdischen
und ebenfalls einer gehörigen Portion Terror. „Der Hügel der
blutigen Augen“, der im Jahre 2006 vom Franzosen Alexandre Aja neu
aufgelegt wurde („The Hills Have Eyes“), stellte im
Produktionsjahr 1977 schon etwas Besonderes dar. Die Zuschauer
durften in die Kinos kommen, um sich außergewöhnlich terrorisieren
zu lassen.
Der Film hat natürlich mehr zu bieten, als blanken Terror. Gleich
von Anfang an wird eine bedrohliche Atmosphäre aufgebaut. Die karge
Wüstenlandschaft ist nicht gerade einladend. Die tollen
Felsansammlungen sind sicherlich der Traum eines jeden Geologen,
aber trotzdem will man da natürlich nicht tot über dem Zaun hängen.
Auch die Tankstelle, die von den Reisenden betreten wird, ist alles
andere als ein schöner und sicherer Aufenthaltsort. Doch dann kommt
es bei den Reisenden zum Schlimmsten: Sie verunglücken mit ihrem
Wagen. Lustigerweise wegen Terror von oben und einem niedlichen Häschen
von unten. Oben jagend Militärflugzeuge über ihre Köpfe, was den
Fahrer zur Weißglut bringt. Dies ist schön in Szene gesetzt. Und
da der Auto-Pilot nicht ganz bei der Sache ist, wird er von einem
friedlich wirkenden Hasen von der Fahrbahn, direkt in einem Busch,
getrieben.
Und dann geht es auch schon wenig später los mit dem Terror.
Finsteren Gestalten wollen den sechs Gestrandeten an den Pelz. Wer,
wie, warum und wieso wird im Verlauf aufgeklärt. Zumindest fast.
Sicher ist aber, dass es nicht besonders gut um die Familie steht.
Einer nach dem anderen muss um sein Leben fürchten. Auf Effekte der
splattrigen Art wird dabei nicht unbedingt gesetzt. Es gibt zwar
hier und da etwas zu sehen, so blutrünstig wie das Remake ist „Hügel
der blutigen Augen“ aber lange nicht. Nette Effekte gibt es auch für
die Ohren. Die musikalischen Einlagen sind alles andere als handelsüblich.
Es gibt unterschiedlich frequentierte Töne, die immer wieder
monoton aus den Boxen strömen. Monoton aber passend. Wie die
bekannte Faust aufs Auge.
Leider kommt es während der verschiedenen Terror-Szenen immer
wieder zu Passagen, die etwas an Tempo verlieren. Das Geschehen
zieht sich leicht in die Länge. Die Grundspannung bleibt zwar
durchaus vorhanden, es passiert weniger als erhofft. Zwischendrin
hat man es auch immer mal wieder mit unseren außerirdischen
Rednecks zu tun. Warum außerirdisch und warum Rednecks wird hier
aus spannungstechnischen Gründen verschwiegen. Es sein nur soviel
gesagt: Es gibt zwei deutsche Synchronisationen zu dem Film. Die
originale hat erstaunliches mit den Charakteren gemacht... Aber
kommen wir zurück zu den außerirdischen Rednecks. Hier sticht natürlich
Charakterkopf Michael Berryman („Cut And Run“, „Im Todestal
der Wölfe“ uva.) hervor. Er spielt hier seine Paraderolle. Nicht
weil er das so gut macht, sondern weil er perfekt reinpasst. Richtig
gut spielt auch niemand der übrigen Crew. Allerdings gibt es auch
kaum Ausschläge nach unten. Die wenig durchleuchteten Charaktere
kommen den Darstellern da natürlich zugute.
Wenn man bedenkt, dass der Film im Jahre 1977 gerade mal 230.000
US-Dollar an Produktionskosten angehäuft hat, ist es schon
erstaunlich, wie gut er funktioniert. Die paar Längen, die
aufkommen, verzeiht man ihm. Somit ist es auch kein Wunder, dass
sich Alexandre Aja des Stoffes angenommen hat und ein ebenbürtiges,
da blutigeres, Remake gezaubert hat. Und das, ohne die Story großartig
zu verändern. Wer das Remake mochte, wird sicherlich auch das
Original mögen. Und umgekehrt. |
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Die
DVD, aus dem Hause CMV-Laservision, kann sich wirklich sehen lassen.
Optisch wie auch inhaltlich. Nachdem es schon eine „Retro
Edition“ gab, gibt es nun eine Auflage mit drei verschiedenen
Covern. Jede ist auf 500 Stück limitiert, durchnummeriert und
befindet sich in einer kleinen Hartbox. Die Bildqualität ist äußerst
gelungen. Zwar merkt man dem Film sein Alter an, aber das Bild ist
schon sehr gut. Auch der Ton kann sich hören lassen. Beide deutsche
Tonspuren und auch der Audiokommentar von Wes Craven und Peter
Locke.
Die Extras sind üppig und sehr sehenswert. Sie
beginnen mit der Dokumentation „Looking Back On The Hills Have
Eyes“ (54:36 Minuten). Dann
folgt eine weitere Doku mit dem Titel „The Films Of Wes Craven”
(58:39 Minuten). Beides natürlich deutsch untertitelt. Dann gibt es
noch ein alternatives Ende (09:52 Minuten), TV-Spots (01:47
Minuten), eine Bildergalerie (05:01 Minuten) sowie den deutschen und
den Original-Trailer.
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