| |
| Isle Of
The Damned |
| Isle
Of The Damned |
|
Spacer |
|
|
| Spacer |
| Story |
|
Eine
handvoll Leute hat von einem Schatz gehört, den damals Marco
Polo irgendwo auf einer Insel vor dem südamerikanischen
Kontinent verbuddelt haben soll. Sie machen sich also auf, um
auf die abgelegene Insel zu schippern. Dort angekommen treffen
sie auf einen Kannibalenstamm, der ihnen nicht sehr wohl
gesonnen scheint. Vielmehr haben es die Einheimischen auf sie
abgesehen, was die Schatzsuche natürlich nicht gerade
erleichtert.
Wie der Trupp herausfindet, lebt auf der Insel der Einsiedler
Alexis Kincaid, der bei einem Treffen zugibt, den Schatz
bereits gesehen zu haben. Er hat auch einige Kannibalen
domestiziert, ist den Suchenden aber, wie sich rausstellen
soll, nicht unbedingt eine große Hilfe um den sagenhaften
Reichtum zu erlangen... |
|
| Spacer |
|
|
| Alle
Bilder sind Eigentum des jeweiligen Studios |
| Spacer |
| Kritik |
|
Eins
vorab: „Isle Of The Damned“ ist alles andere als ein gewöhnlicher
Filmbeitrag. Zudem in mehr Ländern verboten, als es auf diesem
Planeten gibt. Es ist ein Film, der einem vorgaukelt wieder in der
guten, alten Zeit zu sein. Da wo Kannibalen-Filme noch die Regel und
nicht die absolute Ausnahme waren. Da wo die Lenzis, die Deodatos,
die Francos, die Mantinos, die D’Amatos und wie sie alle heißen,
noch ordentlich für unordentliche Unterhaltung sorgen durften.
Waren das Zeiten...
Aber die sind ja bekanntlich vorbei. Lange vorbei. Aber im Jahr 2008
haben sich ein paar wahnwitzige Amerikaner daran gemacht, so etwas
wie eine Hommage zu kreieren. Zumindest hofft das der geneigte
Betrachter und der Kannibalen-Fan. Denn, wie bereits erwähnt, mit
einem gewöhnlichen Film hat man es hier nicht zu tun.
Die erkennt man bereits in den ersten Sekunden. Beispielsweise
daran, dass alle Beteiligten Perücken aufhaben. Schlecht sitzende
und unpassende. Einige der männlichen Personen tragen dazu falsche
Schnauzbärte. Die noch weniger sitzen und gar nicht passen. Auch
bei der Einleitung, die wohl an „Nackt und zerfleischt“ erinnern
soll, merkt man, dass hier etwas nicht stimmen kann. Es wird einem
weißgemacht, dass es sich um altes Filmmaterial handelt, welches
irgend weswegen wieder aufgetaucht ist. Das Bild ist auch tatsächlich
auf alt getrimmt. Aber mit einem billigen Computereffekt, der
bereits nach 1,5 Sekunden enttarnt werden kann.
Mit kruden Rollen geht es dann munter in das Geschehen, das auch
nicht selten an die alten Kannibalen-Streifen erinnert. Halt nur auf
seine eigne Art. Man sie Szenen, die aus den bekannten
Subgenre-Filmen nachgestellt werden: Pillemann ab, Pfahl durch den
Allerwertesten, Wühlen in Gedärmen und so weiter und so fort.
„Isle Of The Damned“ versucht dabei gar nicht hart rüberzukommen.
Die Effekte sind billig und nicht besonders glaubhaft. Ähnliches
gilt für die zahlreichen Ekel-Szenen, die natürlich auch mit von
der Partie sein müssen. Aber ob Leguansperma oder Kannibalenkot
gegessen wird, richtiger Ekel kommt zum Glück nicht auf.
Der große Vorteil von „Isle Of The Damned“ ist, dass die
trashige Note von der ersten bis zur letzten Minute durchgezogen
wird. Ohne Wenn und Aber. Da ist Unterhaltung garantiert. Und obwohl
die Handlung eigentlich nicht sonderlich viel hergibt, wird man,
zumindest als Fan von Trash-Filmen, rundum gut unterhalten. Die
Darsteller spielen volle Kanne übertrieben, die Synchronisation
dringt entsprechend aus den Boxen. Bei dem Typen mit der Propeller-Mütze
ist das sogar stellenweise etwas nervig. Dazu gibt es dann Geräusche
aus dem Synthesizer, die ein wenig an Goblin erinnern und von der
Gruppe „Kobold“ stammen. Da weiß man doch direkt Bescheid...
Die Umgebung auf der Insel ist nett anzusehen. Es sieht zwar nicht
wirklich wie im südamerikanischen Dschungel aus, dafür haben die
Macher aber einige Gegenstände eingefügt, welche die Echtheit
unterstreichen sollen. Plastikspinnen, Piranha-Attrappen oder auch
riesige fleischfressende Pflanzen, die ebenfalls unübersehbar aus
irgendeinem künstlichen Material hergestellt sind.
Insgesamt gibt es also einiges zum Schmunzeln. Ein paar wenige
Szenen gehen auch darüber hinaus. Allerdings taugt das Ganze nicht
für eine perfekte Unterhaltung. Die Story ist etwas zu dünn, es
wird etwas zuviel gelabert, Spannung ist nur wenig vorhanden und
Atmosphäre fast Fehlanzeige. Dennoch funktioniert „Isle Of The
Damned“ ganz gut. Vorausgesetzt natürlich, man kann etwas mit
Kannibalen-Parodien und Edel-Trash-Filmen anfangen. |
|
Spacer |
|
|
| Alle
Bilder sind Eigentum des jeweiligen Studios |
| Spacer |
| DVD |
|
Was bei der DVD
besonders auffällig ist, ist die Verpackung. Die sogenannte Limited
2-Disc Pop-Up Edition kommt mit einem wunderschönen Pappschuber
daher. Das ist aber noch lange nicht alles. Klappt man die
innenliegende Papphülle auf, kommt einem etwas entgegen (Foto).
Neben der Verpackung sind auch die Extras als extrem gelungen zu
bezeichnen. Es gibt eine zusätzliche CD mit dem Soundtrack, der 18
Songs beinhaltet. Des weiteren ist auf der DVD eine kleine Einführung,
bevor man in das schmucke DVD-Menü gelangt. Dort findet man dann
unter „Extras“ einen Audiokommentar, eine kleine Dokumentation
welche den Regisseur vor dem Start des Films im Kino zeigt (04:34
Minuten), Publikumsreaktionen während der Vorführung (01:10
Minuten), eine Doku über „Self-Promotion“ (06:38 Minuten), ein
Interview mit dem Pseudo-Regisseur (05:05 Minuten) und abschließend
die „The World Of Weird Monster Show“ (06:48 Minuten).
Das Bild ist auf alt gemacht. Daher gibt es natürlich Qualitätsverluste,
auch wenn diese gewollt sind, um die nicht vorhandenen Authentizität
zu unterstreichen. Zudem wurde wohl nicht das allerbeste
Aufnahmematerial verwendet. Den Ton gibt es in deutsch und englisch
im DD2.0 Format. Zudem gibt es eine 5.1 Tonspur in deutsch, die
allerdings ohne die „großen“ Effekte auskommt.
Die DVD ist dem Label „ILLUSIONS UNLTD.
Films“ auf jeden Fall rundum gelungen und ein Pflichtkauf für
Fans des Trashs und optisch außergewöhnlicher DVDs.
|
| Spacer |
|
| Informationen |
| Spacer |
|
| Drehland |
USA |
| Drehjahr |
2008 |
| Laufzeit |
ca. 90 Minuten |
| Regie |
Mark Colegrove |
| Darsteller |
Chris Brenza
Peter Crates
Aimee Cummings
Dustin Edwards
u.a. |
| Spacer |
|
| Bild |
1,78:1
(anamorph/16:9) |
| Ton |
DD5.1, 2.0 |
| Sprachen |
Deutsch, Englisch |
| Untertitel |
Deutsch |
| LC |
2 |
| FSK |
KJ |
|
| Bewertung |
| Spacer |
|
| Splatter |
|
| Spannung |
|
| Story |
|
| Ekelfaktor |
|
| Atmosphäre |
|
| Tonqualität |
|
| Bildqualität |
|
| Zusatzmaterial |
|
| Spacer |
|
| Gesamteindruck |
|
|
|
| Spacer |
|
Label:
|
|
|
|
© 2010 www.horror-page.de |
| Spacer |
|
Zurück
zur DVD-Übersicht |
|
Zurück
zur Horror-Page
|
|