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„Waxwork“,
der seiner Zeit in Deutschland unter dem Titel „Reise zurück in
der Zeit“ vertrieben wurde, ist ein Horror-Streifen der Ende der
Achtziger Jahre rauskam und den Kennern des Genre durchaus ein
Begriff sein sollte. Er ist nämlich eine Hommage an den
Horror-Film. Regisseur Anthony Hickox („Hellraiser III - Hell on
Earth“, „Sundown - Der Rückzug der Vampire“) hat hier eine
Reise durch den Horror-Film kreiert, die für viel Abwechslung sorgt
und bekannte Horror-Elemente auf den Bildschirm zaubert. Ob der alte
Count
Dracula, ein Werwolf, Marquis de Sade oder Zombies, fast alles, was
in dieser Zeit Rang und Namen hatte, ist mit von der Partie.
Durch seine umfangreiche Thematik ist auf jeden Fall für viel
Abwechslung gesorgt. Man meint sich manches Mal in den „Amazing
Stories“ oder den „Geschichten aus der Gruft“, da der Film
quasi in mehrere Abschnitte unterteilt ist. Es gibt zum einen eine dünne
Haupthandlung und dann verschiedene Geschichten von Leuten, die in
eine bestimmte Wachsfiguren-Kulisse eintreten, die zum Leben erweckt
wird.
Neben dem Abwechslungsreichtum wird es auch immer mal wieder lustig.
Der Film ist total überdreht und nimmt sich zu keinem Zeitpunkt
ernst. Ohne jedoch reihenweise Schenkelklopfer zu produzieren. Das
Geschehen ist aber heiter und flüssig zu betrachten. Und das,
obwohl der Film eindeutig im Bereich der B-Movies einsortiert werden
muss. Die Kulissen sind alles andere als liebevoll und detailgetreu
ausgestattet. Die Wachsfiguren sind nicht echt und zittern oder
zwinkern schon mal. Und die Darsteller, durchaus auch halbwegs
bekannte Vertreter wie David Warner („Die Zeit der Wölfe“
uva.) oder Mihaly 'Michu' Meszaros („Alf“ himself), overacten wo
es nur geht. Aber das passt meist auch. Schließlich hat der Film
eine witzige Note.
Aber er ist natürlich ein Horror-Film. Und dieser Grund reichte
damals sicherlich schon aus, um die Vestron
VHS-Kasette ab 18 freizugeben und sie dann auch noch gewaltig
an Filmmaterial zu erleichtern. Heutzutage muss man sich da natürlich
an die Stirn fassen. Denn die Neuauflage aus dem Hause EPIX ist
nicht nur ungeschnitten, sondern auch noch mit einer Freigabe ab 16
Jahren versehen. Nun ja... die Zeiten ändern sich eben. Was die
blutigen Spezialeffekte betrifft, braucht sich kein Freund von
Splatter und Gore Hoffnung machen, hier einen richtig herben Film zu
Gesicht zu bekommen. Es gibt lediglich ein paar Szenen die blutig
sind und eine, die etwas brutaler ist, zu sehen. Letztere ist aber
mit soviel Gummi und Knetmasse gemacht, dass der Ernst auf der
Strecke bleibt. Aber auch das passt natürlich zum trashigen
Gesamteindruck.
Zusammengefasst kann man sagen, dass „Waxwork“, ein fröhlicher
(end) 80er Jahre Teenie-Horror ist, der fast ausschließlich Spaß
macht. Hier und da gibt es immer mal wieder kleine Passagen, die
nicht so prall sind und mit neueren Produktionen kann er es natürlich
nicht aufnehmen, die Geschichten sind aber schön abwechslungsreich.
Ein netter Horror-Film, den man sich bedenkenlos zu Gemüte führen
kann. |
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Bild
und Ton haben doch im Laufe der Zeit etwas gelitten. Die Qualitätsverluste
sind unübersehbar. Aber wenn man sich einen Schinken aus der Zeit
reinzieht, kommt das leicht unscharfe Bild auch mal ganz gut an. Man
wird quasi in die Zeit zurückversetzt, wo der Videorekorder noch
High-End war. Bild und Ton passen also.
Die Extras sind leider etwas spärlich ausgefallen. Neben dem
Original Trailer gibt es noch eine Trailerschow, die insgesamt neun
Einspieler umfasst.
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