| Spacer |
| Story |
|
Im
Jahre 1936: Eine deutsche Auswanderfamilie wird in den USA von
Richard Wirth besucht. Wirth ist auf der Suche nach okkulten
Gegenständen, die er für die heimischen Nationalsozialisten
auffinden soll. Die Nazis wollen mit solchen Gegenständen die
Weltherrschaft erobern.
In der Gegenwart: Evens verschollener Bruder Victor taucht plötzlich
und absolut unerwartet auf. Victor ist außer sich vor Wut. Er
hat Wut auf das, was ihm in den letzten Monaten wiederfahren
ist. Er überredet Even mit an den Ort zu gehen, wo er
gefangen war. Um dort Rache für die viele Folter zu üben,
die er durchlebt hat. Auf der Farm angekommen, stehen die Brüder
bald einen ganz, ganz alten Bekannten gegenüber... |
|
|
Vor
der Sichtung von „Blood Creek“ darf man sich freuen. Kein
geringerer als Joel
Schumacher ist für die Regie verantwortlich. Schumacher hat mit
Filmen wie „The Lost Boys“, „Flatliners“, „Falling Down“
und beispielsweise auch „8MM“ bewiesen, dass er es drauf hat.
Und die Story liest sich ja auch alles andere als gewöhnlich.
Und es fängt auch gar nicht so schlecht an. Nach der Reise in die
Vergangenheit, die nett zu verfolgen ist, bekommen wir es mit den
beiden Brüdern zu tun, wovon sich einer ja rächen will. An wem
oder was bleibt eine zeitlang unklar. Für Spannung ist gesorgt.
Auch die Optik weiß zu gefallen und Schumacher kreiert eine dichte
Atmosphäre. Der Film ist bis dahin nachvollziehbar und man freut
sich der Dinge, die da noch kommen sollen.
Doch dann, wenn es gruselig wird, hört der Film auf einen Schlag
auf interessant zu sein. Man guckt sich die Dinge an, die auf dem
Hof geschehen, auf dem das Brüderpaar eigentlich Vergeltung
erreichen wollte. Komische Sachen passieren. Sehr komische. Die
Atmosphäre verdichtet sich zwar noch mal, dass war es aber auch
schon. Die Story wird unsinnig und ist mystisch total überladen.
Die Hofbewohner müssen sich gegen einen Dämonen wehren. Dazu
dienen Runen an den Fenster des Hauses, das der Dämon deswegen
nicht betreten kann. Irgendwelche Steine geben irgendwelche Kräfte,
Dinge werden mit Menschenblut wieder zum Leben erweckt, es
gibt ein mystisches Buch, ne Zeitschleife, irgendein drittes Auge
soll wachsen (was natürlich nur bei einer Mondfinsternis entstehen
kann) und so weiter und so fort. Zusammenfassend könnte man sagen:
Grober Unfug.
Dies sollte den geneigten Horror-Fan aber nicht zwingend stören.
Wenn man sich erst mal damit abgefunden hat, dass „Blood Creek“
kein außergewöhnlicher Schumacher-Film
sondern höchstens trivialer Horror ist, kann man das Geschehen über
sich ergehen lassen. Der Plot ist zwar leicht verwirrend, aber so ähnlich
hat man es schon in vielen Dämonen-Streifen gesehen.
Bluttechnisch hält man sich etwas zurück. Es gibt zwar einigen
Szenen um den roten Lebenssaft, aber nichts von besonderer Härte.
Auffällig sind die zahlreichen CGIs, die sonst auch in einer
ungewohnten Fülle vorkommen (Es gibt beispielsweise ein komplett
animiertes Teufels-Pferd). Die Effekte sind nicht auf allerbestem
Niveau.
Bei den Darstellern gibt es zwar das ein oder andere bekannte
Gesicht, die Schauspieler und ihrer Rollen geraten aber irgendwie in
den Hintergrund. Man nimmt sie nicht immer wirklich war. Dies hat
allerdings auch den Vorteil, dass niemand schlecht auffällt. Die
bekannten Gesichter sind unter anderem Michael Fassbender („Eden
Lake“) und beispielsweise Dominic Purcell („Blade: Trinity“).
Unterm Strich ist „Blood Creek“ nicht viel mehr als ein 0815
Horror-Streifen, an dem man leider mit viel zu vielen Erwartungen
rangeht. Der dämonisierte Super-Nazi und die Geschichte um diese
Figur haut niemanden vom Hocker. Da war sogar der mäßige „Dead
Snow“ in Sachen Nazi-Zombies interessanter. Daher sollten sich
auch nur eingefleischte Fans des Genre an den Film wagen. |