| Spacer |
| Story |
|
Eva
war nicht die erste Frau auf Erden. Sie war nur Ersatz für
Lilith, welche Gott Adam zur Seite stellte. Lilith jedoch
wollte sich Adam nicht unterordnen. Gott verbannte sie aus dem
Paradies, ihre Seele taumelt auf ewig durch die Welt, um alle
Nachfahren Adams zu töten. Angekommen im 21. Jahrhundert
terrorisiert sie die Einwohner Chicagos, unter ihnen der Sanitäter
Marcus. Seine unglückliche Ehefrau nimmt sich das Leben und
als grade ihre Seele aus dem Körper schwindet, verschafft
sich Lilith dieses wundervolle Stück menschlichen Fleisches.
Marcus ist überglücklich, glaubt er doch seine
Seelenverwandte zurückzuhaben. Bis er merkt, dass mit ihr so
einiges nicht stimmt… |
|
|
Lilith ist also der
große Bösewicht dieses Films. Und laut rabbinischer Bibelauslegung
soll es sie wirklich geben. Sie war die erste Frau Adams, die jedoch
rebellisch war, da der Lehm, aus dem sie geschaffen wurde, verflucht
war. Sie wurde aus dem Garten Eden verjagt und gebar nach Beischlaf
mit Mischwesen 1000 Kinder pro Tag. Sie aß niemals vom Baum der
Erkenntnis, dies hat ihr die Unsterblichkeit geschenkt. Und natürlich
auch die Macht, die Welt auch heute noch zu terrorisieren.
So viel zur gut
recherchierten Thematik, die im Film aber ruhig etwas mehr hätte
erklärt werden können. Denn stellenweise erscheint einem der Film
langwierig. Dies ist aber nicht schlimm, da die Spannung trotzdem
stets auf hohem Niveau ist.
Gerade auch durch
die Schauspieler werden hier Akzente gesetzt, die die Langeweile
vertreiben können. Die Story hakt zwar manchmal, aber trotzdem
schaffen es die Akteure, Zuschauer an den Bildschirm zu fesseln. Natürlich
auch ein Verdienst von Richard Dutcher („God´s Army“), der weiß,
wie er seine Schauspieler richtig in Szene setzt. Dies gelingt grade
bei Ving Rhames („Day Of The Dead“) gut. Hauptfigur Marcus,
gespielt von dem relativ unerprobten Kristopher Shepard, strahlt
grade aufgrund seiner Pechsträhne und seinem Wunsch nach Glück
eine charismatische Aura aus. Für seinen Debüt-Film sehr gut!
All dies ist sehr
gut, was den Film aber besonders auszeichnet, ist die Atmosphäre.
In der windy City Chicago schafft es die Filmcrew diesen Film derart
perfekt zu platzieren, dass er sich dem Zuschauer ins Gehirn
einbrennen wird. Hier wird ein Paradebeispiel der düsteren Atmosphäre
abgeliefert, das auf allen Strecken zu überzeugen weiß.
Einhergehend mit der packenden Story, den guten Schauspielern, und
der fast perfekten Story ein sehr sehenswerter Horrorfilm.
Als Fazit steht
dann ein unterhaltsamer Film da, der für eine 16er Version schon
sehr blutig ist. Grade Fans von Bibelhorror oder Übernatürlichem
werden hier sehr gut angesprochen. Ein Muss für alle, die dieses
Genre mögen. Für Leute geteilter Meinung ist dies auch ein schöner
Streifen, denn Schauspieler, Regie und Effekte erlauben sich kaum
Schwachpunkte. Die Geschichte um Lilith wurde zum Leben erweckt.
|
|
Der
einzige wirkliche Schwachpunkt dieser DVD ist das Zusatzmaterial,
das leider sehr, sehr überschaubar ist. Es gibt eine Slideshow und
den Originaltrailer des Films. Dies wird allerdings durch ein sehr
rockiges DVD-Menü ausgeglichen, das man sich auch mal ein Stündchen
lang reinziehen kann.
Sehr
schön zu beachten ist übrigens der Unterschied in der Aussprache
des Namens Lilith in Deutsch und Englisch. Das th scheint entweder
eine sehr große Hürde gewesen zu sein, oder der Name wurde einfach
mal ausgesprochen wie das altertümliche Original. Bild und Ton sind
standartgemäß gut.
|