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Nach den 70er und 80er Jahren wurde es
nach der Jahrtausendwende wieder interessant für Filmemacher auf
Zombies zurückzugreifen. Doch die Stilmittel änderten sich
drastisch. Zombies wurden schlauer, wurden schneller, wurden immer
moderner. Bei vielen neuzeitlichen Werken ging dabei die beklemmende
Atmosphäre, wie sie die Fulcis, die Argentos, die Romeros und ihre
damaligen Weggefährten schufen, verloren.
Bei dem 2010 erschienenen „The Dead“ versucht man die alten
Brauchtümer wieder aufzugreifen und eine Bedrohung zu schaffen, wie
sie damals geschaffen wurde. Spielort hierfür ist Afrika. Es gibt
keine Großstadt in der Nähe, keine Menschenmassen. Dies ist durchaus
positiv zu betrachten, da man mal etwas anderes vor die Augen
bekommt. Es werden atmosphärische Aufnahmen geschaffen und das
Regie-Brüder-Duett Ford hat hohen Wert auf das Vorhandensein von
blutigen Spezialeffekten gelegt. Ein Splatter-Einschub jagt den
nächsten. Alle sehr gut gemacht. Auch das Makeup der Zombies ist
passend.
Dies sind wirklich gute Grundlagen für das Gelingen eines
Zombie-Films. Doch die Macher haben bei „The Dead“ nicht alles
richtig gemacht. Es wird beispielsweise sehr wenig gesprochen. Bei
vielen Filmen, mit wenig finanziellen Mitteln, wird ja oft zu Recht
angemeckert, dass viel zu viel gequatscht wird. Aber hier wird kaum
einmal ein Wort gesprochen. Großes Schweigen ist angesagt. Zudem
spielen auch gar nicht so viele Leute mit, wie man es aus
klassischen Produktionen kennt, was die Bandbreite reduziert und
Platz für Leerlauf lässt.
Diesen gibt es einige Male. Es ist nicht immer interessant, die
Geschehen zu folgen. Interessant wird es immer dann, wenn es zur
Sache geht. Und dies tut es ja, wie bereits angedeutet, des Öfteren.
Der Bodycount ist sehr hoch und die technische Umsetzung der
blutigen Szenen sehr gelungen. Das rote FSK 18 Siegel schmückt zu
Recht die Frontseite der DVD.
Unterm Strich ist „The Dead“ zwar ein Zombie-Film, der versucht an
die guten, alten Zeiten zu erinnern, durch seine Inhaltslosigkeit
und durch seine Stille schafft er es aber nicht, länger bleibend im
Gedächtnis des Zuschauers zu bleiben. Der Gewaltgehalt ist zwar gut
dosiert und schön anzusehen, insgesamt ist das aber zu wenig. Somit
ist es nur ein Streifen, der seinen Platz im Mittelmaß einnimmt.
Zusammen mit zahlreichen mittelklassigen Zombie-Streifen, die man
nach einer Betrachtung als Sammelstück ins Regal stellt und von dort
nie wieder rauskramt. |
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Sowohl Bild- als
auch Tonqualität haben kleinere technische Einschränkungen, die das
Guck- als auch Sehvergnügen minimal mindern. Bonusmaterialien sind
kaum vorhanden. Es gibt lediglich den Trailer zum Film und noch acht
weitere zu anderen Filmen, Das war es dann auch schon.
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