School Of Fear

Informationen

OT:Horror 101

ca. 84 Minuten

USA 2000

Regie

  • James Glenn Dudelson
Darsteller

  • Brigitta Dau
  • Lisa Gordon
  • Josh Holland
  • Paityn James
  • u.a.

School Of Fear

Story

Acht Studenten setzen sich in einem Kriminalistik-Kurs seit einiger Zeit intensiv mit Verbrechen, Serienmördern und Gewalttaten auseinander und stehen nun kurz vor ihrem Abschluss. Da ihre Dozentin Miss Allison James (Bo Derek) allerdings Probleme hat, alle Referate noch während der eigentlichen Schulphase unter Dach und Fach zu bringen, muss sich die Gruppe noch ein letztes Mal nach Anbruch der Ferien in der Universität treffen, um dort dem Vortrag des nicht gerade beliebten Schlägers Brian (Justin Urich) zu lauschen. Dieser hat sich zu diesem Zweck nach eigenen Angaben etwas ganz Besonderes einfallen lassen und will den anderen mit seinem Vortrag ordentlich das Fürchten lehren. Nachdem die Kommilitonen am vereinbarten Zeitpunkt alle eingetroffen sind, geht es auch schon los mit den merkwürdigen Begebenheiten. Nicht nur, dass einer der Studenten seit Tagen vermisst wird, auch von Miss James fehlt plötzlich jede Spur. Als nach und nach noch mehr Menschen verschwinden, wird klar, dass hier irgend jemand ein perfides Spiel inszeniert, doch steckt wirklich Brian hinter den Vorgängen?

Kritik

Während der Teenie-Horror nach dem Erfolg von "Scream" eine regelrecht triumphale Phase durchschritt, ist dieser Erfolg mittlerweile weitestgehend wieder abgeklungen. So blieb auch den Produzenten und Regisseuren nicht unbemerkt, dass mit dem stark ausgelutschten Schema kaum Kohle mehr zu scheffeln ist, was die Verlagerung des Hauptaugenmerks innerhalb des Horrorfilms in der letzten Zeit auf andere Sub-Genres lenkte. "School of Fear" erscheint da im ersten Augenblick beinahe wie ein immens verspäteter Nachzügler, bis eine kleine Recherche ergibt, dass es sich hierbei um den bereits acht Jahre alten Streifen "Horror 101" handelt. Unter diesem Umstand ist dem Werk seine stark vorhersehbare und bisweilen ins Unendliche wiedergekaute Story selbstredend zu verzeihen. Auch, wenn man somit eine gewisse Nachsicht im Falle dieses Films walten lassen sollte, so rettet es ihn letztendlich leider nicht davor, haltlos in unterdurchschnittliche Regionen abzurutschen. "Horror 101", bzw. "School of Fear" dürfte wohl eines der eigenwilligsten Horror-Erzeugnisse sein, die jemals das Licht der Filmwelt erblickten. Die Freigabe ab 12 Jahren deutet bereits an, was dann nach anfänglichen Befürchtungen des Publikums zur grausigen Realität wird. Was wir hier haben, ist ein Horrorfilm, dem die wichtigsten Attribute dieser Filmgattung gänzlich abhanden gekommen sind. Eine Suche nach Spannung und handfesten Schockszenen ist daher ebenso zwecklos wie die Hoffnung auf Blut und sonstige Genre-Merkmale. Dies wird von Seiten der Verantwortlichen zwar andeutungsweise damit entschuldigt, dass dies in den Gesamtkontext des Filmes passen mag, letztendlich beweist es aber nichts weiter als die Unfähigkeit des Regisseurs, einen Film auf eine Zielgruppe auszurichten. Der Name der Person, die sich für dieses Werk verantwortlich zeichnet, dürfte derweil bei so manchem Cineasten und Horrorfreund schon für schlaflose Nächte sorgen – James Glenn Dudelson. Auf das Konto dieses Mannes gehen die vielfach zerrissenen Streifen "Creepshow 3" und "Day of the Dead: Contagium", sowie der katastrophale "Zombie Attack! – Museum of the Dead", der in der größten, deutschen Filmdatenbank als einer der schlechtesten Horrorfilme überhaupt sein berühmt-berüchtigtes Unwesen treibt. Mit einer solchen Vorgeschichte des Regisseurs sollten die Erwartungen an "Horror 101" also noch einmal deutlich heruntergeschraubt werden, doch im Großen und Ganzen ist es nicht einmal die Inszenierung, die dieses Machwerk ins Aus bugsiert. Der Erzählfluss und die Dramaturgie des Ganzen, man möge es nicht glauben, funktionieren ansatzweise durchaus annehmbar. Der Film hat inhaltlich absolut nichts zu bieten, lässt innerhalb seiner 84 Minuten aber kaum Langeweile aufkommen, was als seine größte Leistung angesehen werden darf. Obwohl der Streifen an und für sich überhaupt nichts Neues oder gar Sehenswertes zu bieten hat, verstrickt er altbekannte Schemen und Formen so geschickt miteinander, dass daraus doch noch ein halbwegs unterhaltsames Filmchen entsteht. Es handelt sich hierbei also um eine sehr zweischneidige Angelegenheit, bei der davon auszugehen ist, dass sie mit etwas mehr Konzentration auf das Eigentliche, den Horror, durchaus Potential gehabt hätte. Auf diese Weise ist "Horror 101", oder auch "School of Fear", so etwas wie das Best Of des Teenie-Horrors, der sich aber dieser Tatsache überhaupt nicht bewusst ist und die Fahrt in eine völlig andere Richtung lenkt. Für den Zuschauer grenzt es einerseits beinahe an einem Trauerspiel, die eigentlichen Bestandteile eines Horrorfilms konsequent vorenthalten zu bekommen, andererseits stört dies nach einer Weile fast überhaupt nicht mehr. Das Werk lebt somit einzig und allein von seiner ebenso dünnen wie ausreichenden Geschichte, deren Ausgang aber schon meilenweit im Voraus zu entschlüsseln ist. Schauspielertechnisch wird dabei sicherlich auch kein großes Tennis gespielt, doch zumindest fanden sich hierfür keine gänzlich unbekannten Akteure vor der Kamera an. Bo Derek dürfte durchaus dem einen oder anderen Filmfreak ein Begriff sein und auch Justin Urich ist aus "Monster Man" noch in guter Erinnerung. Ein Film, den die Welt nicht braucht – diese Aussage ist im Grunde beinahe nirgendwo angebrachter als hier. Obwohl sich das Werk eindeutig ins Horror-Genre einordnet, verweigert er sich diesem im Großen und Ganzen total und lässt sein Publikum vergebens auf die vorausgesetzten Morde oder Schockeffekte warten. "Horror 101" ist somit mehr eine Kuriosität, als ein ernstzunehmender Genre-Beitrag, rettet sich aber mit einem gewissen Unterhaltungswert vor dem vollständigen Exitus. Dies vermag jedoch nichts an der Tatsache zu ändern, dass man das Gesehene nach kurzer Zeit wieder vollständig aus der Erinnerung verbannt hat. "Horror 101" ist zwar als Pausenfüller in langweiligen Situationen ein netter Notanker, täuscht auf diese Weise aber nicht über seine absolute Belanglosigkeit hinweg.

Bewertung

Splatter 1.gif
Spannung 3.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 1_5.gif
Atmosphäre 2_5.gif
Gesamt 2_5.gif

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