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Name:

Báthory, Elisabeth

("Die Blutgräfin") 

Anzahl Opfer:

mehrere Hundert 

Delikte/Tötungsarten:

brutale Morde (s. Bericht)  

Festnahme:

1611 

Urteil:

in ihrem Schlafgemacht, bei eingemauerten Fenstern, den Rest ihres Lebens zu verbringen (nach 3 Jahren starb sie)

Aufenthaltsort:

 - 

 

Bericht:

Im Jahre 1560 wurde Elisabeth in Ungarn, in einer der wohlhabendsten und mächtigsten Familien der damaligen Zeit geboren. Ihre Verwandten waren zum Teil sehr angesehene Bürger, ein Verwandter war Kardinal, ein anderer – Fürst Stephan von Siebenbürgen - wurde in späteren Jahren sogar zum König von Polen.

Inzest spielte ebenfalls eine Rolle in der Familie Báthory, da man nicht gerne seine Länderein und den Besitz an Fremde weiter gab, wurde eben innerhalb der Familie geheiratet, was wiederum genetische Folgen mit sich brachte. Elisabeth selbst litt an Epilepsie.   

Mit 11 Jahren wurde sie durch ihre Familie mit dem Sohn einer anderen angesehenen und ebenfalls vermögenden Adelsfamilie verlobt. 4 Jahre später heirateten die beiden. Ihr Mann, Ferencz Nádasdy - „der schwarze Ritter“ – war ein grausamer Krieger, der sich  besonders durch seine grausamen Folterungen an Gefangenen während den Feldzügen gegen die Türken, einen Namen machte. Nach ihrer Heirat zogen die beiden auf den Landsitz der Familie Nádasdy im Nordwesten Ungarns. Da der Landsitz weit abgelegen von der Zivilisation war, und ihr Ehemann oft wegen des Krieges weg musste, hatte Elisabeth ein eher langweiliges Leben. So kam es auch dazu, daß sie eine kurze Affäre mit einem jungen Mann begann, der aufgrund seiner sehr blassen Haut, für einen Vampir gehalten wurde. Sie brannten gemeinsam durch. Jedoch kurze Zeit später kehrte sie schon wieder auf den Landsitz zurück. Sie hatte eine neue Art der Beschäftigung gefunden und machte sich an junge Dienstmädchen heran. Sie dienten ihr sowohl als Gespielinnen, sowie später auch als Opfer, da sie von einer Amme und einem Diener in die schwarzen Künste eingeweiht wurde. Sie verübte diverse Rituale an ihren Bediensteten. Erst nach dem Tod ihres Gemahls, zu Beginn des Jahres 1600, verwirklichte sie dann auch ihre gewalttätigen, sexuellen Phantasien völlig ohne Scheu. 

Einige Beispiele:

-         Sie biß ihre Dienerinnen, um ihnen das Fleisch von den Knochen zu reißen.

-         Sie praktizierte diverse Foltermethoden, die sie wohl teilweise von ihrem Mann erlernt hatte. So bestückte sie ihre Dienerinnen mit Nadeln am ganzen Körper, legte ihnen glühende Gegenstände auf die Haut.

-         Sie ließ junge Frauen im Winter nackt in den Schnee werfen und übergoß sie mit kaltem Wasser, bis diese erfroren.

 

Die genaue Zahl ihrer Opfer ist nicht bekannt, jedoch müssen es wohl mehrere Hunderte gewesen sein – ausschließlich Frauen! Ihre Leichen wurden auf den umliegenden Feldern einfach verscharrt. Da die Leichen jedoch oftmals Blutleer waren, mehrte dies wiederum den Vampirmythos im Volksglaube. 

Lange Zeit blieben ihre Verbrechen ungesühnt. Niemand traute sich etwas gegen sie zu unternehmen, aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung. Und bei ihren Opfern handelte es sich sowieso „nur“ um Bauernmädchen. Erst als sie damit begann ihre Opfer unter den Adligen zu suchen wurde ihr 1611 der Prozeß gemacht. Ihre Komplizen landeten auf dem Scheiterhaufen und wurden bei lebendigem Leibe verbrannt. Sie selbst jedoch wurde nicht direkt zum Tode verurteilt, wie man es wohl erwartet hätte. Stattdessen wurde sie dazu verbannt in ihrem Schlafgemach, bei eingemauerten Fenstern den Rest ihres Lebens zu verbringen. Sie vegetierte noch 3 weitere Jahre in ihrem Gemach vor sich hin, bis sie im Alter von 54 Jahren starb. 

Zu dem Gerücht, daß sie im Blut von unschuldigen, jungen Frauen gebadet haben soll, kann ich nur soviel sagen, es handelt sich nur um ein Gerücht, es gibt keinerlei Beweise dafür. Nicht einmal in den damaligen Gerichtsakten gibt es einen Vermerk darüber. Nach all den zahlreichen Dingen die sie mit jungen Frauen angestellt hat, könnte es sowohl möglich gewesen sein, als auch nicht. Beweiße dafür gibt und wird es niemals geben. Jedoch verhalf dieses Gerücht , sowie die aufgefundenen blutleeren Leichen ihr zu dem Namen “Blutgräfin“. 

Das Gerücht:

Es heißt, Elisabeth habe eine Dienerin ins Gesicht geschlagen, nachdem diese sie etwas grob frisierte. Sie schlug so fest zu, dass dabei Blut aus der Nase der Dienerin auf ihre Handfläche spritzte. Als Elisabeth es angewidert wegwischte, bemerkte sie, dass die Haut darunter rosig aussah. In dem Glauben, ein „Rezept“ ewiger Jugend gefunden zu haben, soll sie daraufhin junge Frauen ermorden gelassen haben, um in deren Blut zu baden.