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Name: |
De
Rais, Gilles
( „heiliges Ungeheuer“, „französischer Dracula“, „Ritter Blaubart“) |
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Anzahl Opfer: |
140 nachgewiesen, Dunkelziffer weit höher |
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Delikte/Tötungsarten: |
bestialische Morde (s. Bericht) |
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Festnahme: |
1440 |
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Urteil: |
Todesstrafe durch erhängen, seine Leiche wurde anschließend auf dem Scheiterhaufen verbrannt |
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Aufenthaltsort: |
- |
Bericht:
Gilles de Rais
wurde 1404 in Frankreich geboren. Seine Familie war vornehm und von bretonischem
Geschlecht. Im Alter von 11 Jahren verstarb sein Vater und er wurde somit von
seinem Großvater Jean de Craon erzogen. Durch die Heirat mit einer reichen,
wohlangesehenen Frau wurde Gilles zu einem der angesehensten und reichsten Männer
Frankreichs. Er bewährte sich in vielen Feldzügen und wurde sogar zum Leibwächter
von Jeanne d´Arc. 1429 wurde ihm von Karl VII. in Reimes der Rang eines
Marschalls anerkannt. 4 Jahre später zog er sich aus den Kämpfen zurück und
begann ein äußerst verschwenderisches Leben. In nur wenigen Jahren schaffte er
es sein komplettes Vermögen aus dem Fenster zu werfen und in seiner Not ging er
scheinbar einen Pakt mit dem Teufel ein. Er versuchte sich in alchemistischen
Praktiken um Gold zu erzeugen und versuchte sich in der Beschwörung von Dämonen.
Nichts gelang! Selbst als er ein Kind dem Teufel opferte zeigte sich kein
Erfolg. Einzig Gilles Lust am töten stellte sich ein.
Von
seinem ersten kindlichen Opfer hob Gilles Blut auf, um es für Beschwörungen zu
nutzen. Die Beschwörungen traten mit der Zeit immer mehr in den Hintergrund,
was Gilles eigentlich nur noch wollte war das Töten! Er hatte Gefallen daran
gefunden und es machte ihm großen Spaß seinen Opfern beim sterben zuzusehen.
Je grausamer sie starben desto mehr erregte ihn dieser Zustand. Getrunken soll
er jedoch kein Blut haben. Dennoch gefiel es ihm, sich im Blut zu suhlen.
Abgeschlagene Köpfe seiner Opfer zeigte er in seinem Freundeskreis herum und
fragte diese, wer davon der schönste Tote sei. Er war nekrophil, küsste die
abgeschlagenen, verwesenden Köpfe seiner Opfer. Er soll sogar sich an
ausgeweideten Schwangeren und deren Föten vergangen haben.
140
Opfer konnten ihm nachgewiesen werden, jedoch liegt die Dunkelziffer wohl weit höher.
Überwiegend Kinder zwischen 7 und 15 Jahren fielen ihm zum Opfer. Besonders
Knaben hatten es ihm angetan.
1440
wurde er schließlich vom Bischof von Nantes zum Tode verurteilt. Folgende
Anklagepunkte wurden gegen ihn erhoben:
„Ketzer,
Rückfälliger, Zauberer, Sodomist, Beschwörer böser Geister, Divinateur, Würger
Unschuldiger, Apostat, Götzendiener, vom Glauben abgewichen und diesem feind,
Wahrsager und Hexenmeister“.
„...und
daß diese Kinder von ihnen auf unmenschliche
Weise gewürgt, getötet, dann zerstückelt
und verbrannt
und im übrigen auf schändliche Weise
gequält worden
seien; daß besagter Angeklagter Gilles
de Rais die
Leichen dieser Kinder in
verdammenswerter Weise bösen
Geistern geopfert habe, und dass Gilles
mit besagten
Kindern, Knaben wie Mädchen, einmal während
sie noch
lebten, ein andermal nach ihrem Tode
und zuweilen
während sie starben, in grässlicher
und niedriger Weise
die Sünde der widernatürlichen
Unzucht getrieben habe,
wobei er bei den Mädchen die natürliche
Leibesöffnung
verschmähte..."
(Auszug
aus den Prozessakten)
Gilles wurde unter flehen, weinen und um sein Leben bettelnd erst gehängt und anschließend auf einem Scheiterhaufen verbrannt.