Shadowplay – Bist du bereit zu töten?

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 87 Minuten
Regie Derek Osedach
Darsteller Elly Jaresko A.J. Castro Brian Allen Kimberly Alexander u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
Shadowplay - Bist du bereit zu töten?

Story

Drei Personen, zwei Männer und eine Frau, finden sich plötzlich in einem abgedunkeltem Raum wieder. Ohne zu wissen wer der jeweils andere ist und was sie gemeinsam hier machen. Im Raum gibt es keine Fenster. Keine Türen oder sonstige Ausstiegsmöglichkeiten. Innen gibt es nur ganz wenige Utensilien. Eins davon ist eine Metallkiste, die mit Buchstaben bedruckt ist, welche sich merkwürdig verhalten.

Den Dreien ist klar, dass ihr Aufenthalt und ihr eventuelles Verschwinden aus dem Raum mit der Kiste zu tun hat. Es gibt also ein Rätsel zu lösen. Zu dem Rätsel gehören offenbar Erinnerungen. Erinnerungen die nach und nach wieder kommen und sich Stück für Stück in die vorbestimmte Ablaufkette eingliedern. Allerdings sorgen die Informationen nicht gerade dafür, dass es untereinander harmonischer wird. Je höher das Wissen der Gefangenen ist, umso unwahrscheinlicher scheint eine unversehrte Flucht…

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Kritik

Was macht man, wenn man die Ausgaben für einen Film so klein wie nötig halten will/muss? Klar: Man schnappt sich ein paar Schauspieler, sperrt sie in einen kleinen Raum und entwickelt dann eine Geschichte drum herum. So ähnlich hat das damals ja auch schon beim Film „Cube“ funktioniert. „Schadow Play“ greift dieses Prinzip auf, minimalisiert es und versucht das Spiel der ahnungslosen Kandidaten so interessant wie möglich zu gestallten, ohne dabei über Mittel zu verfügen, die Interessantes schaffen können.

Prinzipiell kann so etwas nicht funktionieren. Sollte man zumindest meinen. „Cube“ und seine Ableger sind längst bekannt und in Filmen wie „Saw“ hat man auch schon eingesperrte Menschen gesehen, die größere Probleme lösen mussten. Daher erstaunt es eigentlich, dass „Shadowplay“ durchaus unterhaltsam über den Bildschirm flimmert. Zumindest wenn man bereits vor der Betrachtung gewisse Abstriche bezüglich der oben erwähnten Filme macht, die auch auf dem Cover des Films angepriesen werden: .Ein Mystery-Thriller in der Tradition von CUBE und SAW“.

Der sehr sterile Hauptspielplatz und die unbekannten, aber dennoch solide agierenden Darsteller versetzten den Zuschauer in den Bann, dass erfahren zu wollen, was im Unklaren ist. Dies funktioniert auch eine ganze Zeit lang, ohne das qualitativ hochwertige Informationen zu Tage gefördert werden. Man beobachtet die leidgeplagten Protagonisten einfach bei dem was sie tun und harrt der Dinge, die da noch kommen werden. Die deutsche Synchronisation stört zwar etwas, da sie nicht als durch und durch gelungen betrachtet werden kann, dem Unterhaltungswert schadet dies aber nur wenig. Interessant gestaltet wird das Geheimnis und eine mysteriöse Kiste. Hier wird mit minimalsten Mitteln über einen recht langen Zeitraum Spannung erzeugt. Was auch gut rüberkommt sind die Szenen, in denen sich die Hauptdarsteller an ihr Leben vor dem Raum erinnern. Allerdings kann man auch nicht totschweigen, dass das Gezeigte mit zunehmender Spieldauer nicht mehr so zu überzeugen weiß. Auf Dauer wird es einfach zu monoton.

Auf Spezialeffekte jedweder Form hat man verzichtet. Es gibt weder Effekte noch blutige Szenen. Hier und da wird es zwar mal etwas ruppig, insgesamt muss man sich aber fragen, warum der Film die KJ-Einstufung bekommen hat. Die wahrscheinlichste Antwort hierfür wäre wohl, dass er gar nicht zur Prüfung angetreten ist.

Was man sich des weiteren Fragen muss ist warum der Film 87 Minuten dauert. Nach knapp 72 Minuten ist alles vorbei. Schluss. Wer in der Schule in Mathe einigermaßen aufgepasst hat, wird feststellen das da ziemlich genau eine Viertelstunde fehlt. Weil den Machern wahrscheinlich auch das Geld dafür gefehlt hat, die knapp 90 Minuten Filmmaterial zu füllen, hat man einfach einen Zeitlupen-Abspann hinten drangehangen, der sage und schreibe 15 Minuten dauert. Zwar ist die Musik, die mitläuft, nett, dennoch muss man den Verantwortlichen Etikettenschwindel vorwerfen. Dem Filmfan kann das an sich egal sein. Denn 15 Minuten mehr Story hätten den Film sicherlich mit einigen Längen aufgebläht. Nur muss man beim Betrachten klug genug sein, um nicht zu meinen das da nach oder im Nachspann eventuell noch etwas kommen kann.

Es wird sicherlich niemanden wundern, dass „Shadowplay“ mit seinen offensichtlichen Vorbildern „Cube“ und „Saw“ nicht mal im Ansatz mithalten kann. Es ist halt ein sehr minimalistischer Film, der dem nicht gefallen wird, der nichts mit B-Movies anfangen kann. Wer dies allerdings kann, für den wird „Shadowplay“ zu einem netten, klaustrophobischen Zeitvertreib.

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DVD

An Extra gibt es auf der DVD einen Audiokommentar (Wohl nur auf der Verkaufsversion) und Trailer. Das ist nicht viel, aber immerhin etwas. Das Bild und der Ton sind durchwachsen. Nicht von bester Qualität, was an sich aber keine Rolle spielt, da sich der Film nicht so auf das Optische konzentriert und kaum Soundeffekte beinhaltet.

Bewertung

Splatter 2009_1.gif
Spannung 2009_3_5.gif
Story 2009_3.gif
Ekelfaktor 2009_1.gif
Atmosphäre 2009_3.gif
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