Alien Transformations

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Informationen

OT:Transformations

ca. 77 Minuten

USA 1987

Regie

  • Jay Kamen
Darsteller

  • Donald Hodson
  • Ann Margaret Hughes
  • Lisa Langlois
  • u.a.

Alien Transformations

Story

Kapitän Shadduck ist der einzige Mensch auf seinem Raumschiff, das Frachtgüter an entlegene Ziele des Universums bringt. Der Flug läuft nach Plan, bis das Schiff plötzlich auf eine Anomalie trifft, die das Leben des Kapitän nachhaltig verändern soll. Er bekommt schlimme Alpträume, und der Raumkreuzer wird so sehr beschädigt, dass Shadduck eine Notlandung programmieren muss, bevor er bewusstlos zusammenbricht.

Er wacht Stunden später in der medizinischen Station eines Gefangenenplaneten auf, wo er von einer hübschen Medizinerin behandelt wird, in die er sich gleich verguckt. Allerdings weiß Shadduck nicht, dass sich in seinem Inneren ein dämonischer Außerirdischer festgesetzt hat, der sich alsbald in Form von ekelhaften Haut- und Körpertransformationen, sowie einer geistigen Fehlsteuerung bemerkbar macht.

Shadduck wird somit zur unmittelbaren Gefahr für seine Umgebung. Vom Planeten kann keiner fliehen, da es beim Arbeitsbetrieb unmöglich, ist ein Raumschiff zu steuern…

Kritik

Dieser Mix aus Science-Fiction- und Horrorschocker ist wohl nur etwas für hartgesottene Trash-Liebhaber. Gleich zu Beginn merkt man, wo der Hase lang läuft: Kaum hat man den Vorspann hinter sich gelassen, geht es gleich zur Sache. Eine wilde Sexszene, mit einer großbrüstigen Frau, die eigentlich nicht auf dem Raumschiff sein dürfte, da der Chef alleiniger Fluggast ist. Das macht dem Mann aber nichts aus und so wird erst mal ein bisschen mit der Fremden gepoppt. Hätte er dabei ab und zu mal ein Auge aufgemacht, hätte er mitbekommen, wie sich die Optik der Dame verändert. Denn sie bekommt wilde Pusteln im Gesicht, welches dann auch noch dämonische Formen annimmt.

Nach der Nummer darf sich Shadduck dann eigentlich nicht wundern, dass es ihm schlecht geht, aber er schiebt alles auf die radioaktive Anomalie, die er durchflogen hat. Genau so unlogisch nimmt der Plot dann seinen Lauf, allerdings muss man zugeben, dass der Film einen recht guten Unterhaltungswert hat, was bei den Bodensatz-Filmen des Science-Fiction- und Horrorgenres ja nicht immer der Fall ist.

Auch die Optik wurde schon schlechter dargestellt. Die Umgebungen sind recht glaubhaft installiert und die Spezialeffekte wissen durchweg zu gefallen. An Schleim wird nicht gespart, an Blut allerdings schon – zumindest in der deutschen Fassung. Es sind einige, ganz offensichtliche Schnitte zu erkennen, die nur vermuten lassen, was die Macher für ein Können an den Tag gelegt haben. Bei Filmen des VHS-Label EMPIRE ist es aber nichts besonderes, auf geschnittene Filme zu treffen, und Kenner der Szene wissen dies auch vor dem Betrachten.

Die Darsteller sind alles andere als talentiert und somit dürfte es auch keinen verwundern, dass keiner richtig bekannt ist. Lediglich Lisa Langolis („Die Klasse von 1984“, „Night Eyes“) könnte einigen bekannt sein, sie hält sich mit ihrem Können aber ebenso wie ihre Kollegen zurück.

Insgesamt gesehen ist „Alien Transformations“ nicht unbedingt ein MUST SEE MOVIE, und auch Trash-Fans werden das filmische Erlebnis bald vergessen, da einem nichts Besonderes geboten wird. Der Streifen ist zwar relativ unterhaltsam, zumindest im Bezug auf ähnliche Schmuddelstreifen, bietet aber nichts, was andere Filme nicht bieten würden. Somit kann man das Tape beruhigt im Schrank verstauben lassen, es sei denn die Langeweile treibt einen in einen unterdurchschnittlichen Video-Abend…

Bewertung

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Story 1.gif
Ekelfaktor 4.gif
Atmosphäre 2_5.gif
Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

  • Alien Seed Dark Breed

Alien Invasion USA

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 87 Minuten
Regie Dustin Rikert
Darsteller Dan Southworth Avery Clyde Sam McConkey James McBride u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1 (anamorph/16:9)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 18
Alien Invasion USA

Story

In Arizona landet ein UFO, was von der US-Regierung registriert wird. Es macht sich daraufhin ein Trupp auf, um den Absturzort um das Geschehen zu untersuchen. Zeitgleich können die Insassen eines Gefangenentransports mitsamt ihres Gefängnis-Wagen entfliehen. Ihr versehentliches Ziel ist ein Ort um einen Minenschacht, wo die Schwerverbrecher bald auf die dezimierte Militär-Einheit und die außerirdischen Besucher treffen…

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Kritik

„Alien Invasion USA“ ist das eigentlich ein gut klingender Titel, oder? Zumindest wenn das Geschehen im Film mit einer richtigen Invasion von Alien in den vereinigten Staaten zu tun hätte. Denn dies ist nicht unbedingt der Hauptbestandteil vom dem Low-Cost-Streifen.

Dass „Alien Invasion USA“ ein Billig-Film ist, wird dem geschulten Auge bereits nach einigen Momenten klar. Schlechtes Settin, schlechtes Drehbuch, schlechte Darsteller, schlechte Dialoge, schlechte Tricks und keinerlei Ideen, den Film richtig interessant zu gestallten und ihm Tempo einzuimpfen. Einigermaßen interessant ist die Vorstellung der verschiedenen Charaktere, die im Gefangenentransport sitzen. Klischeeüberladen werden die Figuren vorgestellt, wobei ein mieses Verhältnis untereinander (beispielsweise Nazi und Schwarzer) in den Vordergrund gestellt wird. Auf ein Warum, ein Wieso oder auch ein Weswegen wird kaum eingegangen. Daher macht es auch nicht sonderlich spaß, dem Geschehen über einen längeren Zeitraum zu folgen.

Auch der zweite Plot, der mit dem Militär und den außerirdischen Besuchern, ist alles andere als sehenswert. Hier werden ebenfalls irgendwelche Sachen gezeigt ohne das auf die Fragen im Hintergrund eingegangen wird. Belanglos kann man den verschiedenen Szenen folgen und braucht keine Hoffnung zu vergeuden, dass im Verlauf irgendwann mal alles etwas besser oder sogar gut wird. Schade ist, dass weder Trash noch Humor im Repertoire der Film-Macher vorkommt. Es gibt keine einzige Szene, in der sich „Alien Invasion USA“ selbst auf die Schippe nimmt oder man mal mit unglaublich lächerlichen Szenen konfrontiert wird.

Als lächerlich dürfte lediglich und das im wahrsten Sinne des Wortes, die deutsche Synchronisation eingestuft werden. Die Stimmen passen vorne und hinten nicht. Zudem werden einige Lacher von verschiedenen Leuten eingespielt, die dermaßen bescheuert klingen, dass man entweder lachen oder weinen muss…

Was dem Film nach dem aushaltbare Start auszeichnet ist das Aufbauen von Spannung. Denn als Betrachter wartet man natürlich auf den Auftritt von den Alien. Dies wird ja schließlich im Titel des Films vermittelt. Man muss wirklich lange auf den Auftritt der extraterrestrischen Besucher warten. Und was man dann zu sehen bekommt, dürfte wohl nur Freunde von Taucheranzügen erfreuen… Tricktechnisch bekommt man auf jeden Fall nichts Besonderes geboten.

Dies gilt auch für die Tricktechnik der Splatterszenen. Immerhin ist die deutsche DVD mit einem FSK 18 versehen worden, was vermuten lässt, dass es zu einigen Szenen der blutigen Art kommt. Diese sind aber sehr spärlich gesät. Es gibt ein paar abgetrennte Extremitäten, die aber nicht in grauenhaften oder ekeligen Szenen enden. Vielmehr sind die Darstellung dermaßen lächerlich, dass eine Freigabe ab 12 Jahren wohl auch in Ordnung gewesen wäre.

Regisseur Dustin Rikert, der bis Dato noch keinen interessanten oder guten Film-Beitrag abgeliefert hat, scheint mit dem oberflächlichen und inhaltslosen Drehbuch derartig überfordert, dass er auch kein Gespür für schöne Bilder, spektakuläre Kamerafahrten oder sonst was Zeit hat, das einen Film dieser Machart aufwertet. Die Darsteller sind ebenso unbekannt wie ihr Kollege auf dem Regiestuhl. Allerdings macht ein Großteil von ihnen einen vernünftigen Eindruck. Zumindest für B-Movie Verhältnisse…

Somit bleibt das einzig Positive, was man nach der Betrachtung mitnimmt, dass es noch einige Filme gibt die schlechter sind als dieses billige Alien-Filmchen. Die ersten Minuten gehen in Ordnung und das Ende ist so dämlich, dass man noch mal von der Schlaftrunkenheit befreit wird. Der Mittelteil ist allerdings zum Vergessen…

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DVD

Die DVD aus dem Hause Movie Power glänzt, in Sachen Optik, nicht gerade mit viel Schärfe. Ob sie das bei einem Filmchen dieser Art muss oder sollte ist eine andere Frage. Der Ton ist ebenfalls in der Qualität etwas gemindert, verfügt aber über einige Effekte und eine klare Verständlichkeit. Wer Extras auf der Scheibe sucht, wird keine finden. Es gibt lediglich eine Trailer-Show mit immerhin 10 Titeln.

Bewertung

Splatter 2011_2.gif
Spannung 2011_2.gif
Story 2011_2.gif
Ekelfaktor 2011_1_5.gif
Atmosphäre 2011_3.gif
Tonqualität 2011_4_5.gif
Bildqualität 2011_4_5.gif
Zusatzmaterial 2011_1_5.gif
Gesamteindruck 2011_2.gif

Alien Seed

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Informationen

OT:Alien Seed

ca. 88 Minuten

USA 1989

Regie

  • Bob James
Darsteller

  • Eric Estrada
  • Heidi Paine
  • Steven Blade
  • u.a.

Alien Seed

Story

Die junge Sportlerin Martha geht an einem sonnigen Aprilmorgen ihrer Lieblingsbeschäftigung nach. Sie joggt durch die schöne Umgebung ihrer Heimat, doch dann muss sie plötzlich stoppen. Irgendeine fremde Kraft drückt sie zu Boden und alsbald wird die junge Frau ohnmächtig.

Später wird sie dann wieder wach und kann sich an nichts mehr erinnern. Doch dieses Ereignis hat in Martha etwas ausgelöst, denn nach und nach bekommt sie Visionen, Angstzustände und den begründeten Verdacht, dass sie von Außerirdischen entführt wurde. In ihrer Verzweifelung will ihr niemand so richtig glauben, nicht mal ihre ältere Schwester Lisa glaubt das sie von Außerirdischen entführt wurde. Martha ist nach einer Unterredung mit Lisa so aufgeregt, dass sie meint eine Runde joggen zu müssen. Doch von diesem Sportausflug soll Martha nicht wieder zurückkehren, da sie von fremden Männern erschossen wird.

Vor ihrem Tod hatte Martha noch versucht zu einem Schriftsteller Kontakt aufzunehmen, einem Mann der sich mit übernatürlichen Ereignissen beschäftigt und behauptet das Hunderte Alien mitten unter uns leben. Mark hatte leider keine Gelegenheit mit ihr selbst zu sprechen, doch nach dem er von dem Anruf erfahren hat, macht er sich auf um Martha zu besuchen. Da nun aber keine Möglichkeit besteht mit Martha zu reden, sucht er ihre Schwester auf, die davon allerdings nicht sonderlich begeistert ist. Als Mark Lisa eines abends besucht, scheint diese sehr verwirrt zu sein und nicht mehr in der Lage, die Zeit einzuschätzen. Wie sich später herausstellt wurde nun auch Lisa von Außerirdischen gekidnappt und ist nun komischerweise schwanger. Mark scheint sich mit der Situation auszukennen und bietet Lisa Hilfe an. Diese ist auch dringend notwendig, da es eine Organisation gibt, die MJ-12, die von Alien geschwängerte Frauen aufspürt und eliminiert. Die beiden müssen nun fliehen und all ihren Mut zusammen nehmen, das sie gegen den übermächtigen Gegner bestehen können.

Kritik

Zugegebenermaßen klingt die Story gar nicht mal so schlecht, die Umsetzung lässt aber leider etwas zu wünschen übrig. Das sollte aber nicht verwundern, da wir es hier mit einem astreinen B-Movie zu tun haben, bei dem offensichtlich an allen Ecken und Kanten gespart wurde. Es gibt keine vernünftigen Alien, keine Trickeffekte und auch bei der Darstellerauswahl und dem Erstellen des Skriptes hätte man ruhig ein paar mehr Dollar berappen können.

Gleich zu Begin merkt man, dass es etwas seltsam losgeht, da man einige Bildwechsel miterleben muss, die wohl ausdrücken sollen was die eben entführte Frau empfindet. Es gibt Bilder aus der Realität, die mit fiktiven (oder vielleicht Erinnerungen… das weis man aber nicht) gemischt werden, was ein unüberblickbares Potpourri an Eindrücken hinterlässt, welches kaum durchschaubar ist. Noch unüberschaubarer wird die Sache, wenn man zuvor den Covertext des deutschen Videos studiert hat, da dieser hinten und vorne nicht stimmt. In ihm wird berichtet das Martha die Protagonistin sei, diese glänzt aber nach wenigen Minuten durch ihr Ableben, was im übrigen die einzige Szene ist, die ein FSK 18 rechtfertigen würde. So richtig übel nehmen kann man es dem Erstellter des Covertextes nicht, dass er sich den Film offensichtlich nicht bis zum Ende angesehen hat, denn nach der Anfangssequenz wird es doch etwas langweilig…

Zwar lernen wir hier die beiden Hauptdarsteller kennen, der Film verliert aber einiges an Fahrt, da es viele, nicht aussagekräftige Dialoge gibt und an Informationen gespart wird. Hier und da kommt es zwar mal zu einigen Schiessereien und Autoverfolgungsfahrten, eine richtige Spannung will aber nicht aufkommen und in Stimmung kommt der Betrachter auch nicht gerade. Man quält sich daher, bis es dem Ende entgegen geht, da man Ausgang der Geschichte durchaus interessiert sein könnte. Hier und da gibt es nämlich immer wieder Hinweise auf die Identität des ungeborenen Kindes in Lisas Bauch, die auf einen guten Schluss der Geschichte hoffen lassen.

Während es dem Film etwas an Spannung fehlt, wird stellenweise eine recht gute Atmosphäre aufgebaut. Allerdings gibt es nicht sonderlich viele Horrormomente in dem Streifen, sodass düstere Augenblicke leider etwas Mangelware sind. Die meiste Zeit ist „Alien Seed“ eher im Action- denn im Horrorgenre einzuordnen, was die Sache für den Freund des Horrorfilms natürlich nicht gerade versüßt. Auf Effekte muss man eh verzichten, da, wie erwähnt, die schlimmste Szene ein Kopfschuss ist, der heute in vielen FSK 16 Filmen zu finden ist.

„Alien Seed“ preist auf dem Videocover zwar an, dass Eric Estrada mit von der Partie ist, der ja schon in einigen bekannteren Produktionen wie „Loaded Weapon 1“ oder „Party Animals …Wilder geht’s nicht!“ mitgewirkt hat, ein wirkliches Schauspielen kann man aber keinem der Beteiligten attestieren. Viele wirken überdreht und die Tatsache, dass es ne Menge Dummdialoge gibt, macht die Darsteller nicht unbedingt glaubhafter.

Alles in allem ist „Alien Seed“ nicht gerade eine gute B-Produktion. Der Film verfügt zwar durchaus über genügend Potential, welches aber nicht mal ansatzweise ausgeschöpft wurde. Der Anfang und die Geschichte an sich sind zwar ganz nett, dass war es dann aber auch schon. Somit sollte „Alien Seed“ nur etwas für Sammler und Extremgucker sein…

Bewertung

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Spannung 2.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 2_5.gif
Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

Alien 4 – Die Wiedergeburt

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Informationen

OT:Alien: Resurrection

ca. 104 Minuten

USA 1997

Regie

  • Jean-Pierre Jeunet
Darsteller

  • Sigourney Weaver
  • Winona Ryder
  • Dominique Pinon
  • Ron Perlman
  • u.a.

Alien 4 - Die Wiedergeburt

Story

Ungefähr 200 Jahre nach Ripley`s (Sigourney Weaver) tragischem Selbstmord auf dem Gefängnisplaneten Fiorina 161 wird die schwarzhaarige Kämpfernatur von einigen skrupellosen Wissenschaftlern, mitsamt dem Alien, das sich damals in ihrer Brust befand, geklont. Dieses wird erfolgreich aus Ripley herausgeschnitten, sie wiederum wird ebenfalls am Leben erhalten, da sich die Gene des Aliens mittlerweile mit den ihren verbunden haben. Sowohl das Alien, als auch Ripley erweisen sich als überaus lernfähig. Insbesondere Ripley macht schnell erstaunliche Fortschritte: Nicht nur, dass sie schon bald ihr Erinnerungsvermögen wieder zurück hat, auch ihre Kräfte haben dank der Alien DNA erstaunlich zugenommen. Kurz darauf lassen sich die Wissenschaftler von einer handvoll Weltraumpiraten unter der Führung des zwielichtigen Johner (Ron Perlman) einige mehr oder weniger freiwillige Versuchspersonen einfliegen, in die sie neu gewonnene Alien Embryos einnisten. Wie vorauszusehen ist, gehen diese Experimente nicht sehr lange gut. Mithilfe ihrer Säure gelingt den Aliens die Flucht aus ihren Käfigen. Nun muss sich Ripley mit Johner und seinen Leuten zusammentun, um den schleimigen Biestern ein für allemal den Garaus zu machen. Blöd nur, dass sie mittlerweile so etwas wie einen Mutterinstinkt für die mörderischen Kreaturen entwickelt hat…

Kritik

Nach dem von vielen Kritikern zerrissenen "Alien 3" dauerte es gerade einmal 5 Jahre, bis eine weitere Fortsetzung in den Startlöchern stand. Eigentlich war Danny Boyle für den Part des Regiesseurs vorgesehen, doch nachdem dieser ablehnte, entschied man sich für Jean-Pierre Jeunet, der zum Zeitpunkt der Dreharbeiten beinahe kein Wort Englisch sprach. Dass der Franzose allerdings schon einiges an Erfahrung in Sachen Film vorweisen kann, wird anhand seiner früheren Arbeiten "Delicatessen" und "Die Stadt der verlorenen Kinder" deutlich. Dass Jeunet im Horrorgenre allerdings nicht gerade heimisch ist, merkt man dem Endresultat nur all zu deutlich an. Das Disaster ist zwar nun nicht derart gigantisch, dass aus der Wiedergeburt eine Totgeburt wurde, doch den Vorgängern wird das Werk einfach nicht gerecht, welches an allen Ecken & Enden auf die Unterhaltung eines Mainstreampublikums abgerichtet ist. "Alien – Die Wiedergeburt" bezieht diese Unterhaltung dabei einzig und allein aus seinen Effekten, die natürlich weitaus größer angelegt sind, als es noch bei den Vorgängern der Fall war. Alleine schon die Gage für Sigourney Weaver verschlang dabei mehr, als das gesamte Budget des ersten Films. Etwa 70 Millionen Dollar standen Jean-Pierre Jeunet zur Realisierung des vierten Alien Streifens zur Verfügung, und die wurden leider zumeist in optisches Design und gute FX gesteckt, so dass man völlig die anderen, für einen derartigen Film ebenfalls wichtigen Aspekte aus den Augen verlor. Sehr missfallen hat mir dabei die Tatsache, dass "Alien – Die Wiedergeburt" bis auf die geniale Unterwasserszene, sowie den Endkampf, jegliche Spannung vermissen lässt. Zwar besteht durchaus der Wunsch, zu wissen, wie die Geschichte endet, doch ein mitfiebern wollte sich zumindest bei mir nicht einstellen. Vielleicht sind daran auch die Charaktere schuld, die, wie bereits im dritten Teil, meistens sehr oberflächlich angepackt wurden und somit kaum Grund zur Sympathie geben. Selbst Sigourney Weaver wurde nun engültig zur Enttäuschung, indem sie als innerlich zerrissener Zwitter aus Mensch & Alien durch die Szenen stakst. Dies noch garniert mit einer dicken Prise Coolnes, sowie einigen neuen, körperlichen Fähigkeiten und fertig ist die angeblich so toughe Hauptdarstellerin, die in Wahrheit aber schon längst zum Nebendarsteller verkommen ist und mit der man sich leider rein gar nicht mehr identifizieren kann. Auch Weaver’s Schauspielerische Anstrengungen hielten sich hierbei sehr in Grenzen, was man bis auf wenige Ausnahmen von allen Darstellern sagen kann. Einzig und allein Winona Ryder und der durch sein nicht gerade alltägliches äußeres hervorstechende Ron Perlman wissen zu gefallen. Mit 104 Minuten wurde die Spielzeit sehr zurückgeschraubt, doch es ist immerhin noch genug, um ein großes, inhaltloses Actionfeuerwerk zu entfachen, dem es aber absolut an Story fehlt. Die Idee mit der geklonten Ripley, die nun Alien-Gene in sich trägt, ist derart einfallslos und langweilig, dass es fast schon schmerzt. Zur absoluten Witzparade wird das Ganze aber erst dann, wenn wir Ripley’s neues, außerirdisches Pendant sehen, eine Art Alien mit der Schädelstruktur eines Menschen, mit dem Ripley sogar einige Zärtlichkeiten austauschen darf. Wo ist da die simple, aber dennoch effektive Geschichte eines "Aliens", der bei der wir noch alle bereit waren, uns bedingungslos auf sie einzulassen? Selbiges ist hier leider nicht so einfach möglich. Nunja, positiv bleibt zu erwähnen, dass "Alien – Die Wiedergeburt" durchaus den einen oder anderen unterhaltsamen Moment hat, und mit der Unterwasserszene sogar ein richtiges Highlight bieten kann. An den Effekten gibt es ebenso nichts auszusetzen, sowohl splattertechnisch, als auch an der Inszenierung der Aliens. Wieder einmal geht es sehr blutig und schleimig zur Sache, das Auge des Zuschauers wird mit hübschen, toll ausgearbeiteten Bildern verwöhnt. Hier und da mal ein Spannungsmoment, ab und an mal etwas Blut, sowie mehr als nur akzeptabel aussehende Aliens, sehr viel mehr verbirgt sich allerdings nicht hinter dem großen Namen "Alien – Die Wiedergeburt". Jean-Pierre Jeunet hätte aus dem vorerst letzten Teil der Reihe einfach mehr machen müssen, denn was wir hier im Endeffekt haben, ist typisches Popcornkino, dass bei weitem nicht mehr an seine Vorgänger heranreicht. Zwar habe ich den 104 Minuten nicht unbedingt nachgetrauert, doch wenn man an die Qualität der Vorgänger zurückdenkt, ist der Absturz nicht zu übersehen, selbst "Alien 3" hatte da dank einer tollen Atmosphäre noch mehr zu bieten.

Bewertung

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Story 3_5.gif
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Atmosphäre 4.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Alien 1-3

Alien 3

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Informationen

OT:Alien³

ca. 110 Minuten

USA 1992

Regie

  • David Fincher
Darsteller

  • Sigourney Weaver
  • Charles S. Dutton
  • Charles Dance
  • Paul McGann
  • u.a.

Alien 3

Story

Nach den grausamen Ereignissen auf der Kolonie LV-426 fliegen die Überlebenden Ellen Ripley (Sigourney Weaver), Hicks, Newt, sowie der Androide Bishop im Kälteschlaf durchs All. Als auf dem Transportschiff aus unbekannten Gründen ein Feuer ausbricht, wird die Kapsel mit den Kälteschlafkammern abgesprengt und erleidet infolge dessen eine üble Bruchlandung auf dem Planeten Fiorina 161. Bis auf Ripley, die aus ihrer Kapsel geborgen werden kann, überlebt keiner den Absturz, was für sie natürlich ein großer Schlag darstellt. Nachdem sie sich wieder einigermaßen erholt hat, wird sie von einigen Männern darüber aufgeklärt, dass Fiorina 161 einst ein ehemaliges Hochsicherheitsgefängnis war, in dem heute allerdings nur noch wenige Häftlinge gefangen gehalten werden. Die Schwerverbrecher, Kinderschänder und Mörder leben quasi friedlich mit den Wärtern und Aufsehern zusammen, ein jeder hier fristet sein eigenes, trostloses, bekümmertes Dasein. Waffen oder sonstige moderne Technologie gibt es auf diesem Planeten nicht, alles ist am Rande des Zerfalls. Trotz den relativ friedlichen Umständen hat Ripley nicht das einfachste Los, so ist sie nämlich die einzige Frau auf dem Planeten und dem Gefängnisleiter Andrews (Brian Glover) somit ein Dorn im Auge. Dieser befürchtet ein unkontrolliertes Verhalten seiner Häftlinge, die alle schon seit Jahren keine Frau mehr gesehen haben. Als ob das noch nicht problematisch genug wäre, muss Ripley auch noch entsetzt feststellen, dass anscheinend ein Alien mit an Bord ihrer Kapsel war, dass sich nun irgendwo in dem großen Komplex niedergelassen hat und auf seine Beute lauert. In dem Arzt Clemens (Charles Dance) findet Ripley einen Vertrauten, doch die Geschichte mit den fleischfressenden Bestien will auch er ihr nicht abkaufen. Erst als Andrews vor den Augen aller von der blutrünstigen Kreatur zerfleischt wird, schenkt man Ripley Glauben. Schnell bricht eine Panik aus, denn auf dem Planeten befinden sich keinerlei Waffen, mit denen man sich zur Wehr setzen könnte. Einer nach dem anderen fällt der Kreatur zum Opfer, nur Ripley wird immer wieder von dem Monster verschont. Entsetzt muss sie feststellen, dass sich ein todbringendes Alien-Embryo in ihr eingenistet hat…

Kritik

Obgleich ich mir vor dem Konsum von "Alien 3" darüber im Klaren war, dass dieses Werk von etlichen Kritikern als schlechtester Teil der Reihe zerrissen wurde, war ich dennoch sehr guter Dinge, was insbesondere am Regisseur des Ganzen liegen dürfe. David Fincher, so sein Name, war damals noch ein eher unbeschriebenes Blatt und bis dato nur in der Musikvideo-Branche tätig. Seinen ganz großen Durchbruch hatte er erst 1995 mit dem Thriller "Sieben", worauf dann noch derart fantastische Filme wie "The Game", "Fight Club" und zuletzt "Panic Room" folgen sollten, welche ich allesamt gesehen habe und von jedem einzelnen begeistert war. Fincher hat einfach einen ganz eigenen, unverkennbar düsteren Stil, den man in allen seinen Filmen sofort wiedererkennen kann und so hielten sich meine Sorgen, dass "Alien 3" nicht die Klasse von Fincher’s anderen Werken erreichen könnte, sehr in Grenzen.

Gemein wie ich bin, nehme ich euch schon jetzt die Spannung und verrate offenherzig, dass "Alien 3" in der Tat nicht der schlechte Film war, als der er des öfteren beschrieben wird. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass ich meinen Spaß mit dem Streifen hatte, gut unterhalten wurde und Fincher für die fein ausgearbeiteten Kulissen und die dichte Atmosphäre loben muss. ABER! Problematischerweise handelt es sich hierbei um die Fortsetzung zweier absoluter Klassiker und da ist es einfach unmöglich, einen direkten Vergleich auszuschlagen. Und, so leid es mir irgendwie tut, diesen kann Fincher einfach nur verlieren. "Alien 3" ist mit Sicherheit noch immer ein Science-Fiction Thriller, der sehr wohl noch über dem Durchschnitt liegt, doch viele kleine Aspekte sorgen dafür, dass ihm bei einem Wettlauf mit den beiden Vorgängern schnell die Puste ausgeht. Nachdem Cameron 1986 ein gigantisches Actionfeuerwerk entbrennen ließ, geht Fincher die Sache zuerst etwas langsamer an und beschränkt sich, wie im ersten Teil, auf nur ein Alien, dass einer kleinen Gruppe von Menschen sprichwörtlich Feuer unter dem Arsch macht. Dies jedoch ist noch nicht einmal mein Hauptkritikpunkt, dieser verlagert sich vielmehr auf die enttäuschende Einführung der verschiedenen Charaktere. Wo "Aliens – Die Rückkehr" da keinen Grund zur Beschwerde bot, haben wir hier ein Ärgernis nach dem anderen. Abgesehen von Ripley und Clemens wirken die Figuren wie aus dem Handbuch für 08/15 Klischees entnommen, die es so schon tausende Male zu begutachten gab. Das hierdurch resultierende Problem ist, dass man kaum mit den Charakteren mitfiebert, da können leider auch die passablen Schauspielerleistungen nicht mehr viel retten. Ebenso enttäuschend sind die Effekte, insbesondere auf das Alien bezogen. Ich hätte es niemals für möglich gehalten, muss aber leider sagen, dass "Alien 3" unter dem Gesichtspunkt der Special Effects um einiges älter als der 6 Jahre zuvor erschienene "Aliens" aussieht. Vielleicht hätte man die Kreatur einfach nicht so häufig zeigen dürfen, das hat beim ersten "Alien" schließlich auch geklappt und war sogar hauptverantwortlich für ordentlich viel Gänsehaut und Atmosphäre. Nun aber wird dieses Gefühl der Hilflosigkeit angesichts einer bösartigen, durch das Dunkel huschenden Kreatur, deren Äußeres man beinahe nur erahnen kann, von einem schlecht animierten Computereffekt ersetzt. Sonderbar hierbei ist die Tatsache, dass die Brauchbarkeit der Alien-Animierungen quasi von Szene zu Szene schwanken, einmal wirken sie sehr billig, in der nächsten Sequenz erreichen sie hingegen locker wieder die Qualität eines "Aliens". Kommen wir nun aber zu den positiven Punkten, die hier natürlich ebenso zu finden sind. Insbesondere fällt da David Finchers typischer Stil ins Gewicht, der hier an allen Ecken und Enden durchschimmert. Fiorina 161 ist ein trostloser, verkümmerter Planet, dessen wenige Bewohner sich verzweifelt an die Religion klammern, um überhaupt noch einen Lebenssinn sehen zu können. Dem angepasst sind auch die Kulissen, die zwar überaus imposant und einem Science-Fiction Film entsprechend ausgearbeitet sind, gleichzeitig aber auch sehr viel Kälte und Abweisung ausstrahlen. Genau dieses im Grunde genommen düstere, deprimierende Merkmal mag ich so an Finchers Filmen und es hat mich sehr gefreut, es auch hier wieder bestaunen zu können. Es lässt sich zudem auch definitiv sagen, dass "Alien 3" der bis dato typischste Vertreter eines Unterhaltungsfilmes innerhalb der Reihe war. Hier setzte man vollends auf Action, sowie eine saubere Optik und ließ den Anspruch etwas außen vor. Ob man dies als positiv oder negativ erachtet, kommt wohl auf jeden selbst an, ich jedenfalls kann eine gewisse Weiterentwicklung gegenüber den Vorgängern gutheißen, auch wenn dies leider nicht nur positives mit sich bringt. An Blut hat man übrigens nicht gespart, dieses sollte wohl die kaum vorhandene Spannung wett machen. Der Film dümpelt oftmals nur so vor sich hin, um dann das Alien hin und wieder mal einen Gefängnisinsassen fressen zu lassen. Freunde von drastischer Gewalt werden sich anhand der brutalen Bilder zwar freuen, doch wem nach Nervenkitzel und Spannung ist, dem sei eher zu "Aliens – Die Rückkehr" geraten. Zu den Schauspielern möchte ich nicht viele Worte verlieren. Einziges Highlight ist meiner Meinung nach Sigourney Weaver, die mit ihrem neuen Look, nämlich einer Glatze, bedeutend besser als in den vorherigen Filmen aussieht. Zudem gibt sie sich alle Mühe, gegen das eher schwache Drehbuch anzukämpfen und kommt somit durchaus überzeugend rüber. Dies kann man auch von Charles Dance behaupten, der dem Charakter Clemens sehr viel Präsenz verleiht. Ansonsten sind allerdings leider nur typische und keine weiter erwähnenswerten Darsteller mit von der Partie.

Im dritten Teil der Reihe verschlägt es Ripley auf einen Gefängnisplaneten, wo sie sich nicht nur eine Glatze schneiden lässt, sondern sich auch gegen allerhand menschlichen Abschaum und ein fieses Alien behaupten muss. Was hier letztendlich zurückbleibt, ist ein sehr zwiespältiges Gefühl. David Finchers unverkennbar düsterer Stil rettet zwar die Atmosphäre des Films, doch vielleicht hätte man sich weniger auf die perfekte Optik und die grandiosen Kulissen, sondern vielmehr auf gut ausgearbeitete Charaktere, ordentliche Effekte und eine gehörige Dosis Spannung konzentrieren sollen. An und für sich ist "Alien 3" immer noch durchaus brauchbarer Science-Fiction Horror, doch verglichen mit den Vorgängern ist hier leider ein klarer Qualitätsverlust zu erkennen.

Bewertung

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Spannung 4.gif
Story 4_5.gif
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Atmosphäre 4.gif
Gesamt 4_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Pitch Black
  • Alien 1-4

Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt

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Informationen

OT:Alien

ca. 112 Minuten

GB, USA 1979

Regie

  • Ridley Scott
Darsteller

  • Tom Skerritt
  • Sigourney Weaver
  • Veronica Cartwright
  • Harry Dean Stanton
  • John Hurt
  • Ian Holm
  • u.a.

Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt

Story

Der Raumkreuzer Nostromo ist auf dem Rückflug zur Erde. An Bord befinden sich sieben Astronauten, die im Kälte-Tiefschlaf verweilen. Eines Tages hält es der Computer namens „MUTTER“ unverhofft für nötig, die Crew zu wecken, da „SIE“ einen eigenartigen Notruf empfangen hat. Laut der bestehenden Gesetzte ist die Crew verpflichtet einem Notrufsignal zu folgen. Die Besatzungsmitglieder sind nicht sehr erfreut, als sie geweckt werden. Die Stimmung soll sich aber noch um ein Vielfaches verschlechtern, als die Quelle des Signals lokalisiert wird. Denn der Notruf kommt aus einem unbekannten Raumschiff, dass von einer unbekannten Spezies geführt wurde. Niemand hat überlebt. Als sich einer der menschlichen Astronauten umschaut, saugt sich ein anderes Wesen durch seinen Helm am Gesicht fest. Der Mann wird fast getötet und wäre beinahe gar nicht erst zurück auf das Schiff gekommen, da sich der Zweite Offizier, Rippley, weigert, die Forte zu öffnen. Nun versucht der Wissenschaftsoffizier alles, um das fremde Wesen vom Gesicht seines Kameraden zu entfernen, was allerdings nicht gelingt. Das Wesen drückt in bester Anakonda-Manier die Luftröhre zu und hat zudem Blut in Form von Säure, welches nach Austritt, ganze Decks durchdringt und großen Schaden anrichtet. Später ist das Alien dann vom Gesicht des bewusstlosen Patienten verschwunden. Als es leblos aufgefunden wird, scheint das Problem gelöst. Doch da irrt die Crew. Der parasitäre Gast ist nicht verendet, sondern hat sich in einer weiterentwickelten Form in den Körper des mittlerweile gesundeten Crewmitgliedes eingenistet. Als es in einer blutigen Aktion aus dem Bauch nach draußen kommt, weiß die Crew, dass es hier ums blanke Überleben geht…

Kritik

Bei „Alien“ kann man zweifelsfrei von einem Klassiker des Horrorgenres sprechen. Der Streifen fasziniert schon seit Dekaden und wird in vielen Jahren sicherlich auch noch heiß gehandelt. Genau so berühmt, wie das schleimige Etwas, ist Sigourney Weaver durch „Alien“ geworden. Sie ist zwar nicht unbedingt die beste Schauspielerin der Welt ist, aber zur Jägerin Nr.1 des Alien aufgestiegen und somit zur heldenhaften Menschheitsretterin. Die Story, die in „Alien“ erzählt wird, ist nicht sonderlich komplex. Ein Raumschiff, eine Crew und natürlich das Alien sind die Protagonisten und präsentieren einen heiklen Überlebenskampf. Selbst Ende der 70er Jahre hätte man mit einer solch dünnen Story keinen Innovationspreis einheimsen können. Doch die Art und Weise, wie diese Geschichte umgesetzt wurde ist das, was „Alien“ zu Recht zu einem Kultfilm gemacht hat. Die Optik ist klasse. Ob nun das Raumschiff oder Szenen auf dem unbekannten Planeten, alles ist schön dunkel gehalten und versprüht eine beängstigende Atmosphäre. Regisseur Ridley Scott hat ganze Arbeit geleistet, um eine beklemmende Grundstimmung zu inszenieren. Aber auch das Alien und die mit ihm verbundenen Spezialeffekte können sich sehen lassen. Der Schweizer Künstler H.R.Giger, der mit bürgerlichem Namen Hans Rudolf Giger heißt, hat sich seinen Oscar (Best Achievement for Visual Effects) zu Recht verdient. Denn das Alien hat alles getopt, was es damals gab. Kaum eine andere extraterrestrische Figur hat es geschafft, den Menschen im Kino mehr Angst und Ekel einzujagen. Der Spannungsbogen hält über die gesamte Spielzeit und es gibt nur wenige Momente, wo der Zuschauer beruhigt durchatmen kann. Allerdings kann man sich auch nie wirklich sicher sein, denn im nächsten Moment kann schon wieder einer der zahlreichen Schockeffekte aus dem Nichts auftauchen. Splattertechnisch gibt es eigentlich nur eine wirklich interessante Szene, die ebenso berühmt wie der Film geworden ist. Das scheinbar verstorbene Alien dringt durch den Bauch des Wirts zurück auf die Leinwand. Das ist nicht nur großes Kino, sondern einer der besten Momente in der Filmgeschichte. Heute kann man mit so einem Effekt zwar niemanden mehr vom Hocker hauen, damals war es aber eine ekelige Sensation. Heute denken noch viele als erstes an diese Szene, wenn „Alien“ zum Gesprächsthema wird. Falls es wirklich noch jemanden da draußen geben sollte, der diesen Meilenstein des modernen Kinofilms noch nicht gesehen hat (er kam ja immerhin schon einige Male im Free-TV), dann sollte er/sie das möglichst schnell nachholen. „Alien“ muss man einfach gesehen haben, da er der Start von etwas ganz besonderen war. Sigourney Weaver ist im ersten Teil zwar etwas gewöhnungsbedürftig, doch wer den Rest der Saga sehen möchte wird sie schnell ihn sein Herz schließen. Zu der solide agierenden Crew zählen unter anderem noch Tom Skerritt, der in „Nachts, wenn die Leichen schreien“ (1975) und „Dead Zone – Der Attentäter“ (1983) zu sehen war. Als weiteres bekanntes Gesicht war Ian Holm „Naked Lunch“ (1991) noch mit von der Partie. Wie gesagt, sie legen eine solide Arbeit ab, man sieht aber keinen der Künstler, der sich stark in den Vordergrund spielt. „Alien“ ist wirklich ein MustSee-Movie. Auch das Sequel von Regisseur James Cameron kann empfohlen werden, dass zwar anders, aber noch einen Tick besser in den Kasten gebracht wurde als das Original. Das soll den filmischen Wert von „Alien“ keinesfalls schmälern. Er ist atmosphärisch auf höchstem Niveau und weiß auch sonst sehr gut zu gefallen.

Bewertung

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Atmosphäre
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Ähnlicher Film:

  • Alien 2

Alien Invasion USA

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Informationen

OT:The Salena Incident

ca.87 Minuten

USA 2007

Regie

  • Dustin Rikert
Darsteller

  • Dan Southworth
  • Avery Clyde
  • Sam McConkey
  • James McBride
  • u.a.

Alien Invasion USA

Story

In Arizona landet ein UFO, was von der US-Regierung registriert wird. Es macht sich daraufhin ein Trupp auf, um den Absturzort um das Geschehen zu untersuchen. Zeitgleich können die Insassen eines Gefangenentransports mitsamt ihres Gefängnis-Wagen entfliehen. Ihr versehentliches Ziel ist ein Ort um einen Minenschacht, wo die Schwerverbrecher bald auf die dezimierte Militär-Einheit und die außerirdischen Besucher treffen…

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Kritik

„Alien Invasion USA“ ist das eigentlich ein gut klingender Titel, oder? Zumindest wenn das Geschehen im Film mit einer richtigen Invasion von Alien in den vereinigten Staaten zu tun hätte. Denn dies ist nicht unbedingt der Hauptbestandteil vom dem Low-Cost-Streifen.

Dass „Alien Invasion USA“ ein Billig-Film ist, wird dem geschulten Auge bereits nach einigen Momenten klar. Schlechtes Settin, schlechtes Drehbuch, schlechte Darsteller, schlechte Dialoge, schlechte Tricks und keinerlei Ideen, den Film richtig interessant zu gestallten und ihm Tempo einzuimpfen. Einigermaßen interessant ist die Vorstellung der verschiedenen Charaktere, die im Gefangenentransport sitzen. Klischeeüberladen werden die Figuren vorgestellt, wobei ein mieses Verhältnis untereinander (beispielsweise Nazi und Schwarzer) in den Vordergrund gestellt wird. Auf ein Warum, ein Wieso oder auch ein Weswegen wird kaum eingegangen. Daher macht es auch nicht sonderlich spaß, dem Geschehen über einen längeren Zeitraum zu folgen.

Auch der zweite Plot, der mit dem Militär und den außerirdischen Besuchern, ist alles andere als sehenswert. Hier werden ebenfalls irgendwelche Sachen gezeigt ohne das auf die Fragen im Hintergrund eingegangen wird. Belanglos kann man den verschiedenen Szenen folgen und braucht keine Hoffnung zu vergeuden, dass im Verlauf irgendwann mal alles etwas besser oder sogar gut wird. Schade ist, dass weder Trash noch Humor im Repertoire der Film-Macher vorkommt. Es gibt keine einzige Szene, in der sich „Alien Invasion USA“ selbst auf die Schippe nimmt oder man mal mit unglaublich lächerlichen Szenen konfrontiert wird.

Als lächerlich dürfte lediglich und das im wahrsten Sinne des Wortes, die deutsche Synchronisation eingestuft werden. Die Stimmen passen vorne und hinten nicht. Zudem werden einige Lacher von verschiedenen Leuten eingespielt, die dermaßen bescheuert klingen, dass man entweder lachen oder weinen muss…

Was dem Film nach dem aushaltbare Start auszeichnet ist das Aufbauen von Spannung. Denn als Betrachter wartet man natürlich auf den Auftritt von den Alien. Dies wird ja schließlich im Titel des Films vermittelt. Man muss wirklich lange auf den Auftritt der extraterrestrischen Besucher warten. Und was man dann zu sehen bekommt, dürfte wohl nur Freunde von Taucheranzügen erfreuen… Tricktechnisch bekommt man auf jeden Fall nichts Besonderes geboten.

Dies gilt auch für die Tricktechnik der Splatterszenen. Immerhin ist die deutsche DVD mit einem FSK 18 versehen worden, was vermuten lässt, dass es zu einigen Szenen der blutigen Art kommt. Diese sind aber sehr spärlich gesät. Es gibt ein paar abgetrennte Extremitäten, die aber nicht in grauenhaften oder ekeligen Szenen enden. Vielmehr sind die Darstellung dermaßen lächerlich, dass eine Freigabe ab 12 Jahren wohl auch in Ordnung gewesen wäre.

Regisseur Dustin Rikert, der bis Dato noch keinen interessanten oder guten Film-Beitrag abgeliefert hat, scheint mit dem oberflächlichen und inhaltslosen Drehbuch derartig überfordert, dass er auch kein Gespür für schöne Bilder, spektakuläre Kamerafahrten oder sonst was Zeit hat, das einen Film dieser Machart aufwertet. Die Darsteller sind ebenso unbekannt wie ihr Kollege auf dem Regiestuhl. Allerdings macht ein Großteil von ihnen einen vernünftigen Eindruck. Zumindest für B-Movie Verhältnisse…

Somit bleibt das einzig Positive, was man nach der Betrachtung mitnimmt, dass es noch einige Filme gibt die schlechter sind als dieses billige Alien-Filmchen. Die ersten Minuten gehen in Ordnung und das Ende ist so dämlich, dass man noch mal von der Schlaftrunkenheit befreit wird. Der Mittelteil ist allerdings zum Vergessen…

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Bewertung

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Spannung 2.gif
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