In 3 Tagen bist Du tot

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Informationen

OT:In 3 Tagen bist Du tot

ca.98 Minuten

Österreich 2006

Regie

  • Andreas Prochaska
Darsteller

  • Sabrina Reiter
  • Julia Rosa Stöckl
  • Michael Steinocher
  • Laurence Rupp
  • u.a.

In 3 Tagen bist Du tot

Story

Einige Schüler des österreichischen Dorfes Ebensee haben einen Meilenstein passiert. Sie haben das Matura in der Tasche, was natürlich ausgedehnte Feierlichkeiten nach sich ziehen soll. Auch eine SMS, die einige Schüler erreicht, kann die Stimmung, trotz des brisanten Inhaltes, nicht vermiesen. In der Textnachricht bekommen einige die Mitteilung, dass sie in drei Tagen tot sind, doch die Botschaften werden von jedem einzelnen als schlechter Scherz bewertet.

Dies ändert sich allerdings, als es auf der großen Abschluss-Party zu einem Zwischenfall kommt. Einer der Schüler, die eine SMS empfangen haben, verschwindet spurlos. Die eingeschaltete Polizei kann nicht helfen, da der Vermisste noch keine 24 Stunden unauffindbar ist. Die Schüler sind verwundert, als sie das Handy des Verschwundenen finden, dass ebenso eine Nachricht in seinem Speicher hat, wie ihre Mobilfunkgeräte. Sie wissen aber noch nicht, ob die Todesdrohungen echt, oder nur ein übler Spaß sind.

Als eine Gruppe am nächsten Tag am hiesigen See ist, werden die schlimmsten Befürchtungen allerdings Gewissheit. Die Leiche des Verschollenen taucht plötzlich vor ihren Augen auf und läutet einen unerbittlichen Überlebenskampf ein…

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Kritik

Horror-Produktionen aus Österreich sind nicht gerade regelmäßige Phänomene und da freut es den geneigten Fan des Genres doch, wenn er mal etwas alpenländisches in die Finger, respektive den DVD-Player bekommt. „In 3 Tagen bist Du tot“ ist genau so ein Beitrag.

Im Jahre 2006 von dem, meist durch TV-Serien bekannt gewordenen, Regisseur Andreas Prochaska in den Kasten gebracht, wird er auf die Weltbevölkerung losgelassen um alle zu schocken und um zu zeigen, dass ein guter Slasher nicht unbedingt aus den USA kommen muss. Doch ob „In 3 Tagen bist Du tot“ wirklich eine nennenswerte und nachhaltig im Gedächtnis bleibende Erweiterung des Subgenre ist, darf bezweifelt werden.

Denn anstatt innovativ zu sein, setzt Andreas Prochaska lieber auf Altbewährtes. Mit allen positiven und negativen Elementen, die der Slasher-Film so mit sich bringt. Daher braucht man gar nicht erst auf eine gute Story, ohne Logiklücken, zu warten. Man bekommt das zu Gesicht, was man schon unzählige Male auf der Glotze betrachten durfte, vorausgesetzt natürlich, man ist kein blutjunger Anfänger in Sachen Slasher.

Anders an „In 3 Tagen bist Du tot“ ist, dass die Optik stimmt. Die Idylle der hohen Berge und klaren Seen weiß schon zu überzeugen. Im Gegensatz dazu das Grauen zu platzieren ist mit Sicherheit nicht die schlechteste Idee. Ebenfalls positiv ist die Tatsache, dass für den Film unbekannte, frische Gesichter gecastet wurden, die im Großen und Ganzen einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. Gerade weil genrebedingt hier und da mal etwas mehr Haut gezeigt werden muss und die Jugendlichen in diesen Szenen alles andere als gehemmt wirken. Auch gut ist der interessante Soundtrack, der zwar sicherlich Geschmackssache ist, aber anders als in anderen Produktionen. Dies gilt natürlich auch für die Sprache an sich, die als deutsche und als österreichische Tonspur auf der DVD zu finden ist. Der Originalton ist für das deutsche Publikum wohl nicht immer 100%ig verständlich, klingt aber sehr interessant.

Aber was bringt einem das, wenn der Rest des Films nur nach kopierter Massenware aussieht. Sicherlich ist „In 3 Tagen bist Du tot“ ein unterhaltsamer Horror-Film, der auf einem technisch hohen Niveau gedreht wurde. Aber auch einer, der sich bestenfalls in wenigen Szenen von Filmen wie „I Know What You Did Last Summer" absetzt. Um mit solchen Hintergründen ein filmischer und kommerzieller Erfolg zu werden, bedarf es schon ein wenig mehr. Zum Beispiel eine dichte Horror-Atmosphäre, über die „In 3 Tagen bist Du tot“ nur in sehr wenigen Momentan verfügt. Oder intelligente Momente zur Spannungserzeugung. Sicherlich gibt es einige Szenen, bei denen man sich erschreckt, allerdings sind das viel gesehene 0815 Elemente, auf die Andreas Prochaska zurückgreift.

In Sachen Spezialeffekte und Härte gibt es auch nur Durchschnittliches zu sehen, beides steht auch nicht im Mittelpunkt der Umsetzung. Eine Szene kann sich aber wirklich sehen lassen, auf die soll an dieser Stelle aber nicht näher eingegangen werden.

Zum Schluss bleibt der Eindruck, dass Andreas Prochaska das Slasher-Genre mit „In 3 Tagen bist Du tot“ nicht neu erfindet und auch keinen Beitrag abgeliefert hat, der sich im Gedächtnis der Fans dieses Subgenre festsetzen wird. Es ist zwar ein hochprofessioneller Film, an dem es technisch nichts auszusetzen gibt, dennoch erzählt er nicht mehr als es neumodische Filme wie „I Know What You Did Last Summer" es schon getan haben. Für Leute die sich einfach nur bei einem DVD-Abend unterhalten und erschrecken lassen wollen, ist er sicherlich bestens geeignet. Fans von Slasher-Filmen dürfen aber nicht zuviel erwarten.

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Bewertung

Splatter 3.gif
Spannung 3.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Ich weiß
  • was Du letzten Sommer getan hast

The Box – Du bist das Experiment

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2009
Laufzeit ca. 111 Minuten
Regie Richard Kelly
Darsteller Frank Langella James Marsden Cameron Diaz James Rebhorn u.a.
Bild
  • 2
  • 35:1 (anamorph/16:9)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 16
The Box - Du bist das Experiment

Story

Für das junge Ehepaar Norma und Arthur Lewis könnte es durchaus besser laufen. Der aufstrebende NASA-Wissenschaftler hat gerade vom Aus seines viel versprechenden Mars-Projekts durch die Regierung erfahren. Der attraktiven Lehrerin macht ihre Beinbehinderung zu schaffen, zudem ist auch ihr Job in Gefahr. Eines Tages erhalten sie die Chance ihres Lebens. Ein Paket liegt vor der Haustür. Der Inhalt: Eine unscheinbare schwarze Box mit einem roten Knopf. Kurz darauf der Besuch: Ein mysteriöser Fremder mit grausam entstellten Gesicht macht ihnen ein unmoralisches Angebot der tödlichen Art: Eine Millionen Dollar, wenn Norma und Lewis den Knopf drücken. Dafür stirbt irgendwo in der Welt ein Mensch, den sie nicht kennen. Ihnen bleiben 24 Stunden, sich zu entscheiden…

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Kritik

Bei Knopfdruck Mord… Ein Sprichwort sagt: „Jeder Mensch ist käuflich, es ist nur eine Frage des Preises.“ Wie hoch dieser ist, und wie leicht die moralische Grenze zum unmoralischen Tun überschritten ist, damit befasste sich Richard Matheson, eine der Ikonen der Science-Fiction- und Horrorliteratur („I am Legend“, „The Shrinking Man“) in seiner Kurzgeschichte „Button, Button“. 1970 im amerikanischen Playboy veröffentlicht, erfuhr die Story erstmals 1986 eine filmische Umsetzung. Für die Kurzfilm-Episode im Rahmen der TV-Serie „Twilight Zone“ wurde seinerzeit Matheson’s Vorlage um einige dramaturgische Elemente geändert. Offensichtlich schien der Autor davon wenig begeistert gewesen zu sein und zog es vor, seine Beteiligung als Drehbuchautor unter seinem Pseudonym Logan Swanson auszuweisen. Knapp 40 Jahre nach Erstveröffentlichung von Matheson’s Kurzgeschichte, nahm sich nun Regisseur Richard Kelly der Story an, um sie erstmals als abendfüllenden Spielfilm zu präsentieren und bietet mit „The Box“ eine solide Vorstellung, derer sich auch Richard Matheson sicherlich nicht schämen braucht, die allerdings auch einige Schwächen besitzt.„The Box“ beginnt stark, lässt dann eher nach, um schließlich zum großen Finale anzusetzen. Für seine Version der Story hat Richard Kelly einen Kreis illustrer Schauspieler um sich scharen können.

Als prominentes Zugpferd wendet sich Cameron Diaz („Verrückt nach Mary“, „Gangs of New York“) erstmals von den von ihr sonst eher bekleideten Rollen ab und gibt statt Powerfrau oder Vamp die biedere, zudem körperbehinderte Hausfrau und Mutter. Ein Part, den sie sehr gut und glaubhaft verkörpert. Als Film-Ehemann steht ihr der ebenfalls gut aufgelegte James Marsden („X-Men“, „Dich kriegen wir auch noch“) zur Seite.

Frank Langella („Dracula’79“, „Brainssan“) brilliert einmal mehr in der Rolle des mysteriösen Fremden, der ein unheimliches Geheimnis verbirgt. Als Arlington Steward, durch einen Blitzschlag grausam im Gesicht entstellt, sorgt allein schon seine Anwesenheit für Unwohlsein. Seine ruhige aber gebieterische Stimme trägt ihr Übriges zu diesem Eindruck bei. Die schauspielerische Leistung steht also außer Frage. Vielmehr sind es dramaturgische Mängel, die den Film statt zum Top-Thriller zum gehobenen Mittelmaß machen.

Um die 110 Minuten auszufüllen hat Regisseur Kelly, der sich durch seinen außergewöhnlichen „Donny Darko“ (2001) nicht nur bei Insidern einen Namen gemacht hat, die Vorlage der Kurzgeschichte um eigene Handlungsstränge erweitert. Insbesondere stand er dabei vor der Aufgabe, den Hauptpersonen der Handlung, die in der Kurzgeschichte lediglich skizziert waren, charakterliche Tiefe zu verleihen. Kurzerhand verquickte er daher Film mit Realität, nämlich dem realen Leben seiner Eltern, einem NASA-Wissenschaftler als Vater und einer Lehrerin als Mutter. Schließlich verlagerte er noch die Handlung in die 70er Jahre. Vor wirklich schönen Seventies-Kulissen, inklusive bewusstseinserweiternder Mustertapeten sind es dann letztendlich aber genau diese „Füll-Szenen“, die dem Film teilweise die Spannung und den Fluss rauben. So Kelly verliert sich zu sehr in Details, Gefühle und Dialoge. Doch das ist nicht das einzige Manko, das der Film besitzt. Zwar schafft es Kelly in den ersten Minuten des Films eine großartige Spannung aufzubauen, die ohne Zweifel aus dem Mysterium um die Box und den geheimnisvollen Fremden sowie dessen noch geheimnisvolleren Angebot hervorgeht. Je mehr die Geheimnisse im Laufe des Films aufgedeckt werden, umso mehr verliert der Film an Intensität und Spannung und driftet schließlich in kitschige Fantasy ab. Das gelungene Finale entschädigt hierfür dann wieder.

Ein Sprichwort sagt: „Weniger ist oft mehr“. „The Box“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass dies auch auf Verfilmungen von Kurzgeschichten durchaus zutrifft. Dennoch bietet „The Box“ solide Unterhaltung. Fans von Richard Matheson, Richard Kelly oder Cameron Diaz können den Knopf (der Fernbedienung selbstverständlich!) ohnehin bedenkenlos drücken…

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DVD

Bei Knopfdruck Extras… Die DVD von Constantin-Film (im Vertrieb von Highlight) kommt mit deutschem und englischem Ton. Optional lassen sich deutsche Untertitel einblenden. Als Bonus zum Hauptfilm gibt es, neben einer Kurzdokumentation über die Spezialeffekte, unter anderem insgesamt über 40 Minuten Interviews mit beteiligten Personen. Während die Statements der Darsteller und Verantwortlichen, bis auf einige Ausnahmen, nur wenig ergiebig sind und meist nicht über eine Zusammenfassung des Filminhaltes in eigenen Worten oder Komplimente über die Kollegen und den Regisseur hinausgehen. Interessanter ist da schon, wenn Regisseur Richard Kelly über die Entstehung von „The Box“ berichtet. Als wirklich sehr gelungenes Feature sei allerdings das Interview mit Richard Matheson persönlich zu nennen. Sehr sympathisch und mit trockenem Humor erzählt der Schriftsteller Anekdoten aus seinem Leben und gibt dabei augenzwinkernd zu, die Idee zu „The Box“ eigentlich von seiner Frau geklaut zu haben. Leider ist das Interview schon nach etwa 5 Minuten vorbei. Dennoch: Großes Kino! Wer hier NICHT den Knopf drückt, ist selbst schuld…

Bewertung

Splatter 2010_2.gif
Spannung 2010_4.gif
Story 2010_4.gif
Ekelfaktor 2010_2.gif
Atmosphäre 2010_4.gif
Tonqualität 2010_5.gif
Bildqualität 2010_5.gif
Zusatzmaterial 2010_3.gif
Gesamteindruck 2010_4.gif

Ähnlicher Film:

  • The Game
  • Donnie Darko

Shadowplay – Bist du bereit zu töten?

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 87 Minuten
Regie Derek Osedach
Darsteller Elly Jaresko A.J. Castro Brian Allen Kimberly Alexander u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
Shadowplay - Bist du bereit zu töten?

Story

Drei Personen, zwei Männer und eine Frau, finden sich plötzlich in einem abgedunkeltem Raum wieder. Ohne zu wissen wer der jeweils andere ist und was sie gemeinsam hier machen. Im Raum gibt es keine Fenster. Keine Türen oder sonstige Ausstiegsmöglichkeiten. Innen gibt es nur ganz wenige Utensilien. Eins davon ist eine Metallkiste, die mit Buchstaben bedruckt ist, welche sich merkwürdig verhalten.

Den Dreien ist klar, dass ihr Aufenthalt und ihr eventuelles Verschwinden aus dem Raum mit der Kiste zu tun hat. Es gibt also ein Rätsel zu lösen. Zu dem Rätsel gehören offenbar Erinnerungen. Erinnerungen die nach und nach wieder kommen und sich Stück für Stück in die vorbestimmte Ablaufkette eingliedern. Allerdings sorgen die Informationen nicht gerade dafür, dass es untereinander harmonischer wird. Je höher das Wissen der Gefangenen ist, umso unwahrscheinlicher scheint eine unversehrte Flucht…

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Kritik

Was macht man, wenn man die Ausgaben für einen Film so klein wie nötig halten will/muss? Klar: Man schnappt sich ein paar Schauspieler, sperrt sie in einen kleinen Raum und entwickelt dann eine Geschichte drum herum. So ähnlich hat das damals ja auch schon beim Film „Cube“ funktioniert. „Schadow Play“ greift dieses Prinzip auf, minimalisiert es und versucht das Spiel der ahnungslosen Kandidaten so interessant wie möglich zu gestallten, ohne dabei über Mittel zu verfügen, die Interessantes schaffen können.

Prinzipiell kann so etwas nicht funktionieren. Sollte man zumindest meinen. „Cube“ und seine Ableger sind längst bekannt und in Filmen wie „Saw“ hat man auch schon eingesperrte Menschen gesehen, die größere Probleme lösen mussten. Daher erstaunt es eigentlich, dass „Shadowplay“ durchaus unterhaltsam über den Bildschirm flimmert. Zumindest wenn man bereits vor der Betrachtung gewisse Abstriche bezüglich der oben erwähnten Filme macht, die auch auf dem Cover des Films angepriesen werden: .Ein Mystery-Thriller in der Tradition von CUBE und SAW“.

Der sehr sterile Hauptspielplatz und die unbekannten, aber dennoch solide agierenden Darsteller versetzten den Zuschauer in den Bann, dass erfahren zu wollen, was im Unklaren ist. Dies funktioniert auch eine ganze Zeit lang, ohne das qualitativ hochwertige Informationen zu Tage gefördert werden. Man beobachtet die leidgeplagten Protagonisten einfach bei dem was sie tun und harrt der Dinge, die da noch kommen werden. Die deutsche Synchronisation stört zwar etwas, da sie nicht als durch und durch gelungen betrachtet werden kann, dem Unterhaltungswert schadet dies aber nur wenig. Interessant gestaltet wird das Geheimnis und eine mysteriöse Kiste. Hier wird mit minimalsten Mitteln über einen recht langen Zeitraum Spannung erzeugt. Was auch gut rüberkommt sind die Szenen, in denen sich die Hauptdarsteller an ihr Leben vor dem Raum erinnern. Allerdings kann man auch nicht totschweigen, dass das Gezeigte mit zunehmender Spieldauer nicht mehr so zu überzeugen weiß. Auf Dauer wird es einfach zu monoton.

Auf Spezialeffekte jedweder Form hat man verzichtet. Es gibt weder Effekte noch blutige Szenen. Hier und da wird es zwar mal etwas ruppig, insgesamt muss man sich aber fragen, warum der Film die KJ-Einstufung bekommen hat. Die wahrscheinlichste Antwort hierfür wäre wohl, dass er gar nicht zur Prüfung angetreten ist.

Was man sich des weiteren Fragen muss ist warum der Film 87 Minuten dauert. Nach knapp 72 Minuten ist alles vorbei. Schluss. Wer in der Schule in Mathe einigermaßen aufgepasst hat, wird feststellen das da ziemlich genau eine Viertelstunde fehlt. Weil den Machern wahrscheinlich auch das Geld dafür gefehlt hat, die knapp 90 Minuten Filmmaterial zu füllen, hat man einfach einen Zeitlupen-Abspann hinten drangehangen, der sage und schreibe 15 Minuten dauert. Zwar ist die Musik, die mitläuft, nett, dennoch muss man den Verantwortlichen Etikettenschwindel vorwerfen. Dem Filmfan kann das an sich egal sein. Denn 15 Minuten mehr Story hätten den Film sicherlich mit einigen Längen aufgebläht. Nur muss man beim Betrachten klug genug sein, um nicht zu meinen das da nach oder im Nachspann eventuell noch etwas kommen kann.

Es wird sicherlich niemanden wundern, dass „Shadowplay“ mit seinen offensichtlichen Vorbildern „Cube“ und „Saw“ nicht mal im Ansatz mithalten kann. Es ist halt ein sehr minimalistischer Film, der dem nicht gefallen wird, der nichts mit B-Movies anfangen kann. Wer dies allerdings kann, für den wird „Shadowplay“ zu einem netten, klaustrophobischen Zeitvertreib.

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DVD

An Extra gibt es auf der DVD einen Audiokommentar (Wohl nur auf der Verkaufsversion) und Trailer. Das ist nicht viel, aber immerhin etwas. Das Bild und der Ton sind durchwachsen. Nicht von bester Qualität, was an sich aber keine Rolle spielt, da sich der Film nicht so auf das Optische konzentriert und kaum Soundeffekte beinhaltet.

Bewertung

Splatter 2009_1.gif
Spannung 2009_3_5.gif
Story 2009_3.gif
Ekelfaktor 2009_1.gif
Atmosphäre 2009_3.gif
Tonqualität 2009_5.gif
Bildqualität 2009_5.gif
Zusatzmaterial 2009_2.gif
Gesamteindruck 2009_3.gif

Ähnlicher Film:

In 3 Tagen bist Du tot

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Informationen

og_title OT: In 3 Tagen bist Du tot
origin_date
  • Österreich
  • 2006
duration ca. 98 Minuten
Regie Andreas Prochaska
Darsteller Sabrina Reiter Julia Rosa Stöckl Michael Steinocher Laurence Rupp
Bildformat 16:9
Tonformat Deutsch Dolby Digital 5.1 Deutsch Dolby Digital 5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Deutsch
Untertitel
Ländercode code_2.jpg
Freigabe fsk_16.gif
In 3 Tagen bist Du tot

Story

Einige Schüler des österreichischen Dorfes Ebensee haben einen Meilenstein passiert. Sie haben das Matura in der Tasche, was natürlich ausgedehnte Feierlichkeiten nach sich ziehen soll. Auch eine SMS, die einige Schüler erreicht, kann die Stimmung, trotz des brisanten Inhaltes, nicht vermiesen. In der Textnachricht bekommen einige die Mitteilung, dass sie in drei Tagen tot sind, doch die Botschaften werden von jedem einzelnen als schlechter Scherz bewertet. Dies ändert sich allerdings, als es auf der großen Abschluss-Party zu einem Zwischenfall kommt. Einer der Schüler, die eine SMS empfangen haben, verschwindet spurlos. Die eingeschaltete Polizei kann nicht helfen, da der Vermisste noch keine 24 Stunden unauffindbar ist. Die Schüler sind verwundert, als sie das Handy des Verschwundenen finden, dass ebenso eine Nachricht in seinem Speicher hat, wie ihre Mobilfunkgeräte. Sie wissen aber noch nicht, ob die Todesdrohungen echt, oder nur ein übler Spaß sind.

Als eine Gruppe am nächsten Tag am hiesigen See ist, werden die schlimmsten Befürchtungen allerdings Gewissheit. Die Leiche des Verschollenen taucht plötzlich vor ihren Augen auf und läutet einen unerbittlichen Überlebenskampf ein…

07_2007_In_3_Tagen_bist_Du_tot_1.jpg07_2007_In_3_Tagen_bist_Du_tot_2.jpg

Kritik

Horror-Produktionen aus Österreich sind nicht gerade regelmäßige Phänomene und da freut es den geneigten Fan des Genres doch, wenn er mal etwas alpenländisches in die Finger, respektive den DVD-Player bekommt. „In 3 Tagen bist Du tot“ ist genau so ein Beitrag. Im Jahre 2006 von dem, meist durch TV-Serien bekannt gewordenen, Regisseur Andreas Prochaska in den Kasten gebracht, wird er auf die Weltbevölkerung losgelassen um alle zu schocken und um zu zeigen, dass ein guter Slasher nicht unbedingt aus den USA kommen muss. Doch ob „In 3 Tagen bist Du tot“ wirklich eine nennenswerte und nachhaltig im Gedächtnis bleibende Erweiterung des Subgenre ist, darf bezweifelt werden. Denn anstatt innovativ zu sein, setzt Andreas Prochaska lieber auf Altbewährtes. Mit allen positiven und negativen Elementen, die der Slasher-Film so mit sich bringt. Daher braucht man gar nicht erst auf eine gute Story, ohne Logiklücken, zu warten. Man bekommt das zu Gesicht, was man schon unzählige Male auf der Glotze betrachten durfte, vorrausgesetzt natürlich, man ist kein blutjunger Anfänger in Sachen Slasher. Anders an „In 3 Tagen bist Du tot“ ist, dass die Optik stimmt. Die Idylle der hohen Berge und klaren Seen weiß schon zu überzeugen. Im Gegensatz dazu das Grauen zu platzieren ist mit Sicherheit nicht die schlechteste Idee. Ebenfalls positiv ist die Tatsache, dass für den Film unbekannte, frische Gesichter gecastet wurden, die im Großen und Ganzen einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. Gerade weil genrebedingt hier und da mal etwas mehr Haut gezeigt werden muss und die Jugendlichen in diesen Szenen alles andere als gehemmt wirken. Auch gut ist der interessante Soundtrack, der zwar sicherlich Geschmackssache ist, aber anders als in anderen Produktionen. Dies gilt natürlich auch für die Sprache an sich, die als deutsche und als österreichische Tonspur auf der DVD zu finden ist. Der Originalton ist für das deutsche Publikum wohl nicht immer 100%ig verständlich, klingt aber sehr interessant. Aber was bringt einem das, wenn der Rest des Films nur nach kopierter Massenware aussieht. Sicherlich ist „In 3 Tagen bist Du tot“ ein unterhaltsamer Horror-Film, der auf einem technisch hohen Niveau gedreht wurde. Aber auch einer, der sich bestenfalls in wenigen Szenen von Filmen wie „I Know What You Did Last Summer" absetzt. Um mit solchen Hintergründen ein filmischer und kommerzieller Erfolg zu werden, bedarf es schon ein wenig mehr. Zum Beispiel eine dichte Horror-Atmosphäre, über die „In 3 Tagen bist Du tot“ nur in sehr wenigen Momentan verfügt. Oder intelligente Momente zur Spannungserzeugung. Sicherlich gibt es einige Szenen, bei denen man sich erschreckt, allerdings sind das viel gesehene 0815 Elemente, auf die Andreas Prochaska zurückgreift. In Sachen Spezialeffekte und Härte gibt es auch nur Durchschnittliches zu sehen, beides steht auch nicht im Mittelpunkt der Umsetzung. Eine Szene kann sich aber wirklich sehen lassen, auf die soll an dieser Stelle aber nicht näher eingegangen werden. Zum Schluss bleibt der Eindruck, dass Andreas Prochaska das Slasher-Genre mit „In 3 Tagen bist Du tot“ nicht neu erfindet und auch keinen Beitrag abgeliefert hat, der sich im Gedächtnis der Fans dieses Subgenre festsetzen wird. Es ist zwar ein hochprofessioneller Film, an dem es technisch nichts auszusetzen gibt, dennoch erzählt er nicht mehr als es neumodische Filme wie „I Know What You Did Last Summer" es schon getan haben. Für Leute die sich einfach nur bei einem DVD-Abend unterhalten und erschrecken lassen wollen, ist er sicherlich bestens geeignet. Fans von Slasher-Filmen dürfen aber nicht zuviel erwarten.

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DVD

Als Extras wurden auf diese technisch hochwertige DVD folgende Beiträge gespielt: Deleted Scenes, Making Of, Premierenspecial sowie der deutsche Trailer und der deutsche Kinoteaser. Das 24minütige Making Of bildet den Hauptkern der Specials und ist wirklich sehr interessant zu verfolgen. Hier bekommt man von A-Z alles geboten, was man über den Film wissen möchte. Im sehr schick animierten DVD-Menü hat man noch die Chance, einen Audiokommentar von Andreas Prochaska oder einen Audiokommentar von den Hauptdarstellern einzuschalten. Aufgrund der sehr guten Bild- und Tonqualität der DVD kann an dieser Silberscheibe technisch überhaupt gar nichts bemängelt werden.

Bewertung

Splatter 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Spannung 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Story 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ekelfaktor 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Atmosphäre 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ton 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif
Bild 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif
Extras 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Gesamt 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif