William Winckler’s Frankenstein vs. The Creature From Blood Cove

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OT:William Winckler’s Frankenstein vs. The Creature From Blood Cove

ca.90 Minuten

USA 2005

Regie

  • William Winckler
Darsteller

  • G. Larry Butler
  • Alison Lees-Taylor
  • Gary Canavello
  • Tera Cooley
  • u.a.

William Winckler

Story

Drei fanatische Wissenschaftler basteln in Kalifornien an der Lösung im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Sie erschaffen auf biogenetischem Weg ein Mutantenwesen halb Mensch, halb Fisch. Zudem buddeln sie noch Frankensteins Monster aus. Das dynamische Duo soll sämtlichen Bombenbastlern und Hobby-Schurken der Welt das Fürchten lehren. Dummerweise läuft aber bei der Gehirnwäsche der beiden Kreaturen etwas schief. Der Kiemenmann büxt aus und macht sich auf den Weg zum Strand. Dort hält gerade ein Fotografen-Team eine prickelnde Nacktfoto-Session. Da Gehirnwaschen anscheinend hungrig macht, verleibt sich der Froschmann direkt erstmal das leckere Model ein.

Die restlichen Crewmitglieder können fliehen. Mit letzter Not retten sie sich auf das Anwesen der verrückten Wissenschaftler. Diese sind natürlich wenig erbaut darüber, dass die Kameraleute ihren geheimen Forschungen entdeckt haben, und nehmen sie als Geisel. Draußen tobt der Krötenmann, im Haus wütet Frankenstein. Verzweifelt versuchen die Überlebenden zu fliehen. Sie müssen die Welt da draußen warnen…

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Kritik

William Winckler entführt den Zuschauer in die guten alten Zeiten der ganz großen Horrorfilme. In die 30er bis 60er Jahre, in denen die berühmten Produktionsfirmen Universal, AIP und Hammer die Welt mit unzähligen Horrorfilmen beglückten. In die Zeiten, in denen Jack Arnold seinen Schrecken vom Amazonas auf das Kinopublikum losließ, in denen Vincent Price das "Pendel des Todes" anstieß, Boris Karloff als Frankensteins Monster durch die Gegend streifte, Lon Chaney unter seinem Fellkostüm schwitzte. Eben in die Zeiten, als der Horror-Film noch ehrliches Handwerk war. Wo die Special-Effects und Kostüme noch liebevoll in den Hexenküchen der Maskenbildner entstanden und nicht etwa am Computer. Wo die Schauspieler noch hingebungsvoll in ihren Charakterrollen aufblühten und sich ganz ihrem Spiel hingaben.

"William Winckler’s Frankenstein vs. the Creature from Blood Cove" hätte ohne weiteres auch in den 50er Jahren im Special zusammen mit Jack Arnolds Amazonas-Filmen im Autokino das Publikum schocken können. Winckler übernahm nicht nur Regie und Produktion. Er schrieb auch das Drehbuch und spielt sogar eine der Hauptrollen im Film. Während das Mainstream-Hollywood sich mit Leichenfledderei in fast schon regelmäßigen Abständen erdreistet, die alten Klassiker durch indiskutable Neuverfilmungen zu verhunzen, geht Winckler einen anderen, ehrlichen Weg: Der bekennende Horror-Fan (Vincent Price ist übrigens sein Lieblingsschauspieler!!) hat eine liebevolle Hommage an seine Lieblingsfilme gedreht. Dabei ist es dem Multitalent gelungen, mit einer eigenständigen Story den ganzen Charme der alten Filmklassiker vergangener Zeiten in die Gegenwart zu transportieren. Zwar dürfte der Film bei CGI- und Splatter-verwöhnten Horror-Kids der jüngeren Generation vielleicht nicht unbedingt zum neuen Kultfilm avancieren. Fans von trashigem Monster-Horror, insbesondere des 50er – Jahre Kinos, werden William Winckler am liebsten um den Hals fallen.

Schwarz-Weiß-Bild, bombastischer B-Movie-Soundtrack inkl. Kirchenorgel, billige Latexkostüme, blubbernde Labor-Reagenzgläser, Helden in Hawaii-Hemden und Scream-Queens, die wahrlich Queens sind. Zwischendurch ein paar nette Doku-Bilder von Quallen und ähnlichem Wasser-Getier, die die ganze Atmosphäre weiter auflockern. Jack Arnold hätte seine helle Freude an diesem Film!!

Der Soundtrack stammt übrigens von Mel Lewis, der sich seine Sporen bei Roger Corman verdiente. Ein Mann, der also sein Handwerk versteht. Er kreierte er eine stimmige musikalische Untermalung, wobei er sich unter anderem auch bei Tschaikowsky‘ s Schwanensee bediente. Die Musik wirkt anfangs sehr schön und gefällig, erscheint im Verlaufe des Films aufgrund häufiger Wiederholungen allerdings auf Dauer etwas nervig. In einem Extra der DVD kann man den Komponisten bei seiner Arbeit beobachten.

Zahlreiche Cameo-Auftritte illustrer B-Movie-Persönlichkeiten wie Russ-Meyer-Starlett Raven De la Croix, Porno-Diva Selen Silver oder "Troma’s" Lloyd Kaufman machen den Film für den Fan zu einem spannenden "Such-den-Promi"-Spiel.

Ein kleines Manko hat der Film leider: Er ist einfach zu lang. Das Drehbuch hätte gut und gerne Stoff für 50 oder 60 Minuten geliefert. Bei einer Laufzeit von 90 Minuten kommt somit leider zwischendurch ein bisschen Langeweile angesichts einiger Wiederholungen oder aus Dramaturgiegründen endlos in die Länge gezogener Passagen auf. Insbesondere die Kampfszenen zwischen Monster und Fischmann sind ein bisschen arg lang.

Nichtsdestotrotz kann "William Winckler’s Frankenstein vs. the Creature from Blood Cove" überzeugen. Sowohl als ernst gemeinter Horrorfilm für den Nostalgiker, als auch als Partyfilm für den Trash-Fan.

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Bewertung

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Spannung 4.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 3.gif
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Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

  • Der Schrecken vom Amazonas
  • Frankenstein
  • Die Rache des Ungeheuers

Voodoo Blood

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OT:Voodoo Dawn

ca. 80 Minuten

USA 1990

Regie

  • Steven Fierberg
Darsteller

  • J. Grant Albrecht
  • Kirk Baily
  • Tony Todd
  • Billy ‚Sly‘ Williams
  • u.a.

Voodoo Blood

Story

Die beiden Freunde Kevin (Kirk Baily) und Miles (Billy ´Sly´ Williams) haben genug vom Prüfungsstress an der Uni und wollen deshalb ihren Kollegen Tony (J. Grant Albrecht) im ländlichen South Carolina besuchen, um dort auf andere Gedanken zu kommen. Was die Beiden jedoch nicht ahnen, ist, dass sich in dem Gebiet etwas äußerst Unheimliches zusammenbraut. Der untote Voodoo-Priester Makouté (Tony Todd) tötet zahlreiche Menschen und entwedet deren Leichenteile, um auf diese Weise einen Körper zusammenzustellen, wobei ihm auch Tony zum Opfer fällt. Kurz nach ihrer Ankunft treffen Kevin und Miles auf die exotische Erntehelferin Tina (Gina Gershon), der sie zunächst eine Mitfahrgelegenheit geben. Bald darauf tauchen wie aus dem Nichts lebende Tote auf, die die Drei in einen Strudel aus Entsetzen und Gewalt ziehen…

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Kritik

"Voodoo Blood" ist ein bereits etwas älterer, beinahe schon vergessener Horrorfilm aus dem Jahr 1990, der sich, wie der Titel schon verrät, mit der Thematik des Voodoo auseinandersetzt, was in diesem Genre schon immer wieder gerne Mal aufgegriffen wurde. Dieses Werk versucht sich daran, diesen Stoff mit Zombie-Ansätzen zu kombinieren, was nicht weiter verwundert, wenn man mal einen Blick auf die Namen der Verantwortlichen wirft. Als Drehbuchautor fungierte unter anderem kein anderer als John A. Russo, der diese Aufgabe auch schon bei dem Klassiker "Die Nacht der lebenden Toten" von George A. Romero erfüllte. "Voodoo Blood" erinnert des weiteren über weite Teile ohnehin an den berühmtesten aller Zombiefilme, da auch hier auf ein eher langsames Tempo gesetzt wurde und Blut und Gekröse die zweite Geige spielen. Wenn der Genre-Fan dann noch erfährt, dass kein geringerer als "Candyman" Tony Todd den Bad Guy mimt, dann könnte er beinahe schon auf einen richtig guten Film hoffen, doch diese Erwartung kann "Voodoo Blood" leider nicht erfüllen. Im Ansatz birgt dieses Werk zwar alle Zutaten eines brauchbaren Okkult-Mysteryhorrorfilms in sich, doch an der Umsetzung des Regie-Debütanten Steven Fierberg hapert es dann gewaltig. So wundert es auch nur wenig, dass der Gute nach diesem Werk nie wieder Regie führte, sondern sich stattdessen als Kameramann sein Geld verdiente. "Voodoo Blood", oder "Voodoo Dawn", so der Originaltitel, ist das Paradebeispiel für einen inhaltlich und inszenatorisch grundsoliden Film, der aber aufgrund eines fehlenden Tempos vollkommen aus der Rolle fällt und deshalb kaum unterhält. Beim Betrachten des Films wird dennoch schnell ersichtlich, dass sich das Gezeigte klar von einem gängigen B-Movie abhebt, denn sowohl Kameraführung, als auch Musikuntermalung wissen zu überzeugen und lassen vor den weiten Feld- und Naturkulissen South Carolina’s eine annehmbare Atmosphäre entstehen. Unter den weiteren Aspekten fällt "Voodoo Blood" dann aber sehr schnell ab, denn wirklichen Horror sucht der Fan dieses Genres in diesem Werk vergebens. In Ansätzen wird zwar eine überzeugende, mystische Atmosphäre aufgebaut, doch leidet diese immer wieder unter plötzlich eingestreuten Mordszenen, auf die man dank ihrer Belanglosigkeit gut hätte verzichten können. Wieso "Voodoo Blood" auch heute noch eine Freigabe ab 18 Jahren trägt, ist deshalb unverständlich, da der Streifen in seinen Gewaltszenen vergleichsweise harmlos daherkommt. Was den Gesamteindruck weiterhin trübt, ist die überaus gehetzt und unschlüssig scheinende Story, die nur mit Mühe vorankommt und sich nur selten aufs Wesentliche zu konzentrieren weiß. So sind die Hauptcharaktere ebenso flach wie austauschbar und stolpern von einer zufälligen Situation in die nächste, wobei von einem natürlichen Spannungsaufbau jede Spur fehlt. Die Ereignisse in "Voodoo Blood" wirken unspektakulär und konstruiert, lediglich das Finale macht in dieser Hinsicht alles richtig und erinnert erstmals an einen Horrorfilm, bei dem die Macher mit Liebe bei der Sache waren. Selbst Tony Todd ist dabei keine große Bereicherung für das Gesamtwerk. Wortkarg und immer mit dem gleichen Gesichtsausdruck stapft er, mit einer Machete bewaffnet, durch die Szenen und lässt dabei jede Bedrohlichkeit vermissen, die eigentlich von seiner Rolle ausgehen sollte. Genau so verschenkt wie der Bad Guy wirken außerdem die Zombies, deren Ursprung zwar interessant erklärt wird, die aber in ihrer Umsetzung eher an geistig behinderte Schlümpfe erinnern. Da sie sich zudem vergleichsweise friedlich verhalten, hätte man ihre Parts gleich streichen können, statt dem Publikum dann derartige Pseudo-Untote zuzumuten. "Voodoo Blood" wäre gleich ein wesentlich besserer Film, wenn er eine klarer strukturierte Handlung mit vernünftigen und sympathischen Hauptprotagonisten und einem wirklich gefährlichen Bösen zu bieten hätte, doch so erinnert das Ganze leider nur an eine gelangweilte Schnitzeljagd durch die Pampa mit etwas Voodoo-Begleitmusik und vereinzelt auftretenden Schlumpf-Zombies. "Voodoo Blood" ist ein ansatzweise atmosphärisch geratener Horrorfilm aus der frühen Ära der 90er, der jedoch weit hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Was ein grundsolider "Die Schlange im Regenbogen"-Klon hätte werden können, entpuppt sich letztendlich nur als belangloses Versatzstück altbekannter Muster, das sich dabei irgendwo zwischen Voodoo- und Zombiefilm einreiht und in keiner Hinsicht gänzlich überzeugt. Horror und Spannung sucht man bei der über weite Strecken nur träge vor sich hinschlurfenden Story vergebens, lediglich ein paar kleine Szenen offerieren einen ungefähren Eindruck dessen, was mit etwas mehr Eifer möglich gewesen wäre. Allesseher könnten von dem Werk vielleicht noch zufriedengestellt werden, doch alles in allem hat es sich kaum gelohnt, "Voodoo Blood" wieder aus der Versenkung zu holen.

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Bewertung

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Spannung 2_5.gif
Story 3.gif
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Atmosphäre 4.gif
Gesamt 2_5.gif

Ähnlicher Film:

Die Schlange im Regenbogen

True Blood – Staffel 1

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Informationen

OT:True Blood

ca.660 Minuten

USA 2008

Regie

  • Alan Ball
Darsteller

  • Anna Paquin
  • Stephen Moyer
  • Alexander Skarsgård
  • Ryan Kwanten
  • u.a.

True Blood - Staffel 1

Story

Vor etwa 2 Jahren kam es zu einem Ereignis, welches das Weltbild aller Menschen drastisch verändern sollte, denn eines Nachts traten weltweit Vampire an die Öffentlichkeit um diese von ihrer Existenz zu überzeugen. Ihr Streben nach Anerkennung und Grundrechten in der Gesellschaft der Lebenden. Möglich machte dies ein synthetischer Blutersatz namens Tru Blood, den japanische Wissenschaftler zuvor entwickelten um den Blutdurst der Vampire zu stillen und somit ein gemeinsames Miteinander von Vampiren und Menschen zu ermöglichen. Doch nach wie vor haben viele Vampire mit Vorurteilen, Diskriminierungen und zahlreicher anderer Probleme zu kämpfen… In der Kleinstadt Bon Temps im US-Bundesstaat Louisiana lebt die junge Kellnerin Sookie Stackhouse zusammen mit ihrem Bruder Jason und ihrer Großmutter. Ihre Eltern sind früh gestorben, Sookie und Jason wurden somit von ihrer Großmutter großgezogen. Während Jason ein Herzensbrecher ist und eine Frauenbekanntschaft nach der nächsten macht, hat Sookie dagegen größere Probleme einen Freund zu finden, denn Sookie hat eine „Behinderung“ wie sie es gerne ausdrückt, sie kann nämlich die Gedanken aller Menschen hören und ist somit vielen Leuten auch unheimlich, da sie häufig Dinge weiß, die eigentlich niemand wissen dürfte. Ihre engsten Freunde sehen das Ganze eher als eine Art Gabe an, durch viel Übung hat sich Sookie im Laufe der Jahre antrainiert ihre Gabe auch „abzuschalten“, um möglichst wenig der Gedanken anderer zu hören, doch dies gelingt ihr leider nicht immer. Eines Tages geschieht schließlich ein Mord in der kleinen Stadt und kurze Zeit später zieht auch noch der erste Vampir nach Bon Temps, wodurch das Schicksal schließlich seinen Lauf nimmt… EPISODEN: 1. Strange Love

2. Blut geleckt

3. Sie gehört zu mir

4. Flucht aus dem drachenhaus

5. Funkenflug

6. Kalte erde

7. Brennende Leidenschaft

8. Der vierte Mann im Feuer

9. Plaisir d´Amour

10. Gefährliches Spiel

11. Begräbnis aus Liebe

12. Du wirst mein Tod sein

CHARAKTERE: Sookie Stackhouse: 25-jährige Kellnerin aus Bon Temps, die seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Großmutter lebt. Sie kann die Gedanken ihrer Mitmenschen lesen und empfindet dies als wahren Fluch! Vielen Bewohnern der Kleinstadt ist sie daher auch unheimlich. Lediglich die Gedanken von Vampiren kann sie nicht lesen, was sie als wahren Segen empfindet. Als sie auf Bill Compton trifft verliebt sie sich daher auch sogleich in ihn, da sie seine Gedanken nicht lesen kann und sie somit bei ihm auch einfach nur abschalten kann. Jason Stackhouse: Sookies Bruder ist ein Frauenheld wie er im Buche steht. Außerdem sind ihm auch Drogen kein Fremdwort und somit probiert er eines Tages auch die neue Droge V (Vampirblut) aus, was ihn in nur noch mehr Probleme stürzt. Dabei steht er Vampiren nicht gerade freundlich gegenüber und heißt besonders die Beziehung seiner Schwester zu Bill nicht gerade für gut. Bill Compton: Bill ist bereits seit den Bürgerkriegszeiten Vampir und stammt aus Bon Temps, durch die Verabschiedung eines neuen Gesetzes und den Tod seines letzten Nachkommen, erhebt er nun Anspruch auf sein altes Anwesen und möchte von nun an dort leben. Zufällig liegt sein Haus auch gleich neben dem von Sookie, lediglich ein alter Friedhof trennt die beiden Grundstücke voneinander. Eric Northman: Er ist der Sheriff von Bezirk 5, dem auch Bill unterstellt ist und außerdem gehört ihm auch die Bar Fangtasia. Eric war einst ein Wikinger, was man seiner stattlichen Erscheinung selbst als Vampir noch deutlich ansieht. Er genießt sehr viel Respekt und Macht. Lediglich der Königin von Louisiana zollt er Respekt, ansonsten ist er sich selbst stets am wichtigsten und versucht aus allen Dingen immer erst seinen eigenen Vorteil zu nutzen. Sam Merlotte: Sam gehört die Bar Merlottes und er ist somit Sookie´s Chef und auch ein guter Freund von ihr. Er hegt seit jeher Gefühle für Sookie, doch als er dies selbst bemerkt ist es bereits zu spät und sie hat sich in Bill verliebt. Dennoch steht Sam stets hinter Sookie und hilft er wo immer er nur kann. Außerdem trägt er selbst ein kleines Geheimnis in sich. Erstausstrahlung 7. September 2008 auf HBO Deutschsprachige Erstausstrahlung 11. Mai 2009 auf 13th Street

Kritik

Als ich im vergangen Jahr zum ersten Mal von dieser Serie erfuhr war ich bereits neugierig darauf, umso gespannter erwartete ich schließlich den Start der Serie und geriet bereits mit dem ersten Teil in eine Art Rausch, der bis dato ungebremst blieb! 2 Staffeln und 7 Bücher später fiebere ich noch immer den kommenden Staffeln und Büchern entgegen! Die Story klingt evtl. auf den ersten Blick etwas plump, eine Art Blutersatz, den alle Vampire brav vor sich hin schlürfen und eine Gedanken lesende Kellnerin, doch in der Serie steckt sehr viel mehr! Da wäre zum einen die Frage „Was wäre wenn“ Legenden plötzlich in die Realität von uns eintauchen würden, mit welchen Problemen auf beiden Seiten wäre zu rechnen? So wie es bei Menschen unterschiedliche Charaktere gibt, so gibt es auch in dieser Serie unterschiedliche Vampire, manche sind böse, andere wiederum gut, sie leben in einer eigenen Hirarchie, haben ihre eigenen Gesetze, denen sie sich unterwerfen müssen und versuchen sich gleichzeitig auch an die menschlichen Gesetze anzupassen, was nicht immer ganz problemlos verläuft, denn sie stoßen hierbei nicht selten auf Rassismus und Ablehnung. Als Sookie und Bill sich ineinander verlieben, bekommen sie von beiden Seiten die Vorurteile zu spüren. Noch dazu wird die Staffel von einer Serie von äußerst brutalen Morden begleitet, die es aufzuklären gilt. Spannung ist garantiert!!! „True Blood“ basiert auf den Büchern der Autorin Charlaine Harris, die im dtv-Verlag erschienen sind. Während die Bücher eher aus Sicht von Sookie geschrieben wurden, beinhalten die Staffeln noch mehr Details zu der Rahmenhandlung und weiten diese auch etwas aus. Sehr gelungen finde ich dabei, wie viele Details des Buches auch in den Staffeln wieder auftauchen und wie genau sich die Staffeln an die Romanvorlagen doch halten. Zumindest bei den ersten beiden Staffeln war dies bisher der Fall und ich hoffe auch, dass dieser Stil bei den künftigen Staffeln beibehalten werden wird. Die Darsteller überzeugen in ihren Rollen ebenfalls, auch wenn ich persönlich Ryan Kwanten/Jason Stackhouse mit einem etwas ansehnlicheren Darsteller besetzt hätte. Den Frauenhelden nimmt man ihm nicht wirklich ab, dafür kommt Anna Paquin als Sookie Stackhouse umso natürlicher rüber und erhielt auch nicht umsonst den Scream Award + Golden Globe 2009 als beste Serien Hauptdarstellerin. Aber auch die „Vampire“ Stephen Moyer/Bill Compton und Alexander Skarsgård/Eric Northman spielen ihre Rollen perfekt, besonders Eric´s Ausstrahlung als Sheriff ist einfach brillant und dürfte so manches Frauenherz höher schlagen lassen, auch wenn er im Grunde eher auf den ersten Blick einen Bösewicht darstellt. Wer übrigens kein Blut sehen kann, sollte einen großen Bogen um die Serie machen, denn teils recht blutige Effekte und für eine TV-Serie auch recht häufige Sexszenen gehören hierbei nun mal dazu!

Bewertung

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Spannung 5_5.gif
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Ekelfaktor 3_5.gif
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Ähnlicher Film:

  • True Blood – Staffel 2

Run For Blood

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Informationen

OT:Automaton Transfusion

ca.75 Minuten

USA 2006

Regie

  • Steven C. Miller
Darsteller

  • Joel Hebner
  • Garrett Jones
  • Juliet Reeves
  • Rowan Bousaid
  • u.a.

Run For Blood

Story

Grover City ist eine kleine Stadt, in der es eher ruhiger zugeht. Doch die Dinge sollen sich von einem auf den anderen Tag dramatisch verändern. Das Städtchen wird von untoten Kreaturen heimgesucht. Zombies, die nach Blut gieren. Viele der Bewohner überleben den ersten Kontakt mit der hungrigen Meute nicht. Nur einer Gruppe Jungendlicher gelingt es, sich relativ sicher zu verschanzen. Doch es muss ein Weg aus der von Zombies überfüllten und belagerten Stadt gefunden werden, da hier ein längeres Überleben unmöglich scheint…

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Kritik

Zombies sind ein gern verfilmtes Thema im Horror-Film. Regelmäßig kommen neue Beiträge zum Subgenre auf den Markt und versprechen das Blaue vom Himmel. So auch ein neuer Beitrag namens „Run For Blood“, im Original „Automaton Transfusion“, dessen Vorderseite der DVD-Hülle der kernige Spruch: “One of the best zombie films in decades“ schmückt. Da denkt man sich vor dem Gucken schon, dass das wahrscheinlich nichts wird, mit einem anständigen Film. Aber geirrt: „Run For Blood“ ist ein besserer Zombie-Film, als das man das vermuten darf.

Denn die Voraussetzungen sind nicht gut. Viel Budget haben die Macher offensichtlich nicht zur Verfügung gehabt und eine richtige Idee hatten sie wohl auch nicht. Die Story ist dünn. Sehr dünn. Bei Zombie-Filmen sollte das prinzipiell nicht verwundern.

Warum in „Run For Blood“ plötzlich Zombies rumrennen, erfährt man erst gegen Ende. Zumindest dann, wenn man die Geschichte, die hinter dem Streifen steckt, nicht schon auf der Rückseite der DVD-Verpackung abgelesen hat. Den Text da abzudrucken war mit Sicherheit nicht die allerschlauste Idee. Aber da kann der Film an sich ja nicht für. Auf jeden Fall muss lange warten, wenn man Antworten auf Fragen bekommen möchte.

Glücklicherweise versteht es der Film aber, auch ohne eine richtige Geschichte zu unterhalten. Gleich zu Beginn geht es ordentlich zur Sache und während der gesamten Spielzeit gibt es nur wenige Atempausen. Action wird groß geschrieben. Ebenso die Spezialeffekte, die überaus blutig daherkommen. Es gibt jede Menge Splatter, der von der Kettensäge, über den Splitter im Kopf bis hin zur Schrotflinte geht. Bäuche werden geöffnet, Unterkiefer abgerissen und, und, und… Die Effekte sind dabei recht professionell geraten. Nicht immer 100%ig glaubwürdig und beispielsweise in der „Baby-Szene“ auch ziemlich dumm installiert, aber sie sind technisch okay.

Nicht viel mehr als okay sind auch die Zombie-Masken. Hier hat offensichtlich auch der geringe Geldfluss dafür gesorgt, dass nicht genug Schminke gekauft werden konnte. Bei den Unmengen Zombies dürfte das aber auch niemanden verwundern. Diesen Unmengen laufen im Film dann auch ziemlich fix. Dies sollte aber sicherlich nicht als Verwunderungs- sondern als Stilmittel eingesetzt werden. Denn seitens der Macher hat man versucht die Optik von „28 Days Later“ umzusetzen. Sprich: Wackelkamera, großkörnige Filter und unkonventionelle Aufnahmen. Dies wird auch vor dem Film angekündigt, sodass sich niemand extra erschrecken muss.

Darstellerisch wird meist Mittelmaß geboten. Mit einigen kleinen Ausschlägen nach unten und oben. Es stört etwas, dass sich niemand der angegriffenen Darsteller so richtig Mühe macht, sein Leben zu erhalten. Da hat man schon ganz andere Dinge im Film gesehen. Diese Aktionen sind aber wahrscheinlich unter Anweisung passiert. Diese Anweisungen dürfte wohl Zombie-Fan Steven C. Miller gegeben haben. Es ist Millers erster Film und unter diesem Hintergrund muss man ihn schon loben. Er hat wichtige Elemente in seinen Film eingebaut, die gut funktionieren und „Run For Blood“ zu einem kurzweiligen Horror-Spaß machen.

Denn unterm Strich ist dieser Film gut. Man muss natürlich wissen, dass es sich um einen B-Movie handelt. Allerdings setzt er sich qualitativ von vielen seiner Budget-Kollegen ab. Man merkt es nicht die ganze Zeit, dass hier wenig Geld vorhanden war. Nur halt in einigen Szenen. Da bereits angekündigt wurde, dass es noch einen zweiten und dritten Teil von „Run For Blood“ geben soll, werden vielleicht ein paar Geldgeber hellhörig und unterstützten die talentierte Crew, die für den Film verantwortlich ist. Und wenn man sich vorstellen würde, was mit mehr Geld möglich wäre, könnte man nicht nur einen weiteren Highschool-Zombie-Film erwarten, sondern einen großen Wurf, der etwas mehr an George A. Romero erinnert.

Für Freunde des Zombie-Films ist „Run For Blood“ auf jeden Fall sehenswert. Er ist mit seinen knapp 75 Minuten sehr kurzweilig, sehr blutig und bietet solide Spannung und eine ebenso solide Atmosphäre. Es gibt zudem einen netten Soundtrack, der Leuten mit etwas härterem Musik-Geschmack gefallen dürfte.

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Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 3.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 4_5.gif
Atmosphäre 3.gif
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Ähnlicher Film:

28 Days Later

Rise: Blood Hunter

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Informationen

OT:Rise: Blood Hunter

ca.94 Minuten

USA 2007

Regie

  • Sebastian Gutierrez
Darsteller

  • Lucy Liu
  • James D’Arcy
  • Marilyn Manson
  • Cameron Richardson
  • u.a.

Rise: Blood Hunter

Story

Die Reporterin Sadie Blake (Lucy Liu) ist einer Sekte auf der Spur, die im Gothic-Gefilde ihr Unwesen treibt und der scheinbar immer wieder junge Leute zum Opfer fallen. Als erneut zwei tote Mädchen gefunden werden, kommt sie den gefährlichen Leuten aber einen Schritt zu nahe und wird alsbald von deren Anführer Bishop (James D’Arcy) aufgesucht, der sich als Vampir erweist. Dieser vergewaltigt Sadie, saugt sie aus und lässt die Reporterin scheinbar tot zurück. Doch dieser Zustand währt nicht lange, denn kurz darauf erwacht die Frau in einem Leichenschauhaus wieder zum Leben. Wie sie sehr schnell feststellen muss, ist sie fortan nicht mehr die selbe, sondern verdammt dazu, ihr weiteres Dasein als Vampir zu fristen und sich mit dem Blut der Menschen am Leben zu erhalten.

Nach einem unglücklichen Selbstmordversuch gerät Sadie unter die Obhut des undurchsichtigen Arturo (Julio Oscar Mechoso), der sie in die elementaren Geheimnisse des Vampirdaseins einweiht und sie trainiert. Sadie’s einziger Drang, diese Existenz weiterzuleben, ist der Gedanke an Rache. Mit einer Armbrust im Anschlag begibt sich die junge Frau auf einen unbarmherzigen Feldzug gegen Bishop und seine Handlanger und erhält dabei unerwartete Unterstützung von dem Cop Clyde Rawlins (Michael Chiklis), Vater eines der getöteten Mädchen.

Kritik

Ohne Vampire wäre der Horrorfilm undenkbar, das wissen wir spätestens seit Bela Lugosi, Max Schreck und Christopher Lee. Die untoten Blutsauger bilden einen essentiellen Grundstein des Genres, was wohl für viele Filmemacher Grund genug ist, den Schreckgestalten mit den langen Eckzähnen einfach keine Kreativpause gönnen zu wollen, sondern sie immer wieder aufs Neue in irgendwelchen Horrorflicks zu verwursten. Erinnern wir uns, erst vor kurzem durften die Kreaturen der Nacht in "30 Days of Night" eine Kleinstadt unsicher machen, nachdem sie durch Mimen wie Wesley Snipes in "Blade" und Kate Beckinsale in "Underworld" lange Zeit nichts mehr zu lachen hatten. Da sich derzeit beide von der Jagd erholen, schickt sich nun eine neue, kampferprobte und in enges Leder gezwängte Vampirkillerin an, unter den Blutsaugern für Angst und Schrecken zu sorgen. Niemand geringeres als Lucy Liu ist es, die in dem B-Movie "Rise: Blood Hunter" die Armbrust spannen und damit für 94 äußerst kurzweilige Horror-Minuten sorgen darf.

Der Quasi-Taufpate für dieses Projekt ist zudem kein anderer als Horror-Urgestein Sam Raimi, der nach seinen "Spider-Man"-Erfolgen endlich mal wieder etwas Blut und Eingeweide auf die Leinwand bringen wollte und deshalb zusammen mit seinem Regie-Kollegen Rob Tapert die Horror-Produktionsschmiede Ghosthouse Pictures auf die Beine stellte, die junge Filmemacher bei ihren Projekten finanziell unterstützt. Entstanden sind dabei unter anderem schon Werke wie der Hollywood-Einstand der namenhaften Pang-Brothers, "The Messengers", der eher durchschnittliche Teen-Grusel "Boogeyman", der bereits erwähnte "30 Days of Night" und noch einige mehr. "Rise: Blood Hunter" passt ausgezeichnet ins Konzept von Ghosthouse, zudem zählt der Vampirstreifen zu den besten Outputs des Labels.

Trotz seiner Qualitäten wird "Rise: Blood Hunter" die Fanbase der Horror-Gemeinde in zwei Lager spalten. So lange man mit den richtigen Erwartungen an den Film herangeht, kann man nicht viel falsch machen. Sebastian Gutierrez, der bereits "Todesengel aus der Tiefe" inszenierte und für Werke wie "Snakes on a Plane" und "Gothika" das Drehbuch schrieb, schuf hiermit einen Film, der eine Vielzahl an Defiziten mit einem adäquaten Unterhaltungswert wieder ausgleichen kann. So ist beispielsweise die Handlung ganz offensichtlich von "Blade" abgekupfert, ohne auch nur annähernd dessen Tiefe zu erreichen. Viele Elemente von "Rise: Blood Hunter" wirken undurchdacht und nur der Fortführung der Geschichte wegen lieblos hingeklatscht. Im Kern wird die Story in zwei Ebenen erzählt, eine Chronologie entsteht erst dann, wenn sich die Handlungsfäden etwa in der Mitte des Films kreuzen. Zuvor lernt der Zuschauer den Racheengel Sadie Blake kennen und sieht sie darauf in einem Rückblick als Journalistin. Diese Zeitsprünge können anfangs etwas verwirrend sein, wobei man sich jedoch schnell gewöhnt.

Was weniger positiv auffällt, sind die oftmals unzureichenden Charakterzeichnungen und immer wieder anzutreffende, bruchstückhaft scheinende, Storyfragmente. So erfahren wir beispielsweise kaum etwas über Sadie’s Mentor Arturo, der plötzlich einfach da ist und ebenso schnell wieder verschwindet. Seine Figur ist eine Schein-Erklärung dafür, wie aus einer friedliebenden Reporterin ein brutaler Racheengel werden kann. Sadie’s Transformation ist in wenigen Minuten vollzogen und wirkt dadurch unglaubhaft und weit hergeholt. Viel überzeugender ist da schon die innere Zerrissenheit der Vampirin, die mit ihrem Schicksal hadert. Ein ergreifender Moment ist der, in dem Sadie ihre Mutter anruft und ihr mitteilen möchte, dass sie immer noch am Leben ist, dann aber kein Wort über die Lippen bringt – sie hat sich einfach zu sehr verändert, als dass es in der Welt der Lebenden einen Platz für sie geben könnte.

Sadie Blake geht ihrem Trieb des Weiteren ungehemmt nach, ganz anders als Blade, der mit Hilfe eines Serums sicherstellt, dass er nicht zur Gefahr für die Menschen wird. Sadie hingegen bringt durchaus mal einen Anhalter um, um ihren Blutdurst stillen zu können. Auch ihr Vorgehen ist im Allgemeinen sehr rabiat und brutal, hier überzeugt Lucy Liu durchaus, da sie die Gefühlskälte der Figur glaubhaft wiedergibt. Fans der schönen Asiatin dürfen sich zudem auf einen gewissen Erotikfaktor einstellen, sogar für einige Nacktaufnahmen war sich die aus "3 Engel für Charlie" und "Kill Bill" bekannte Mimin nicht zu schade. An ihrer Seite sind ein solide spielender Michael Chiklis zu sehen, den man noch als Das Ding aus "Fantastic Four" in Erinnerung hat, sowie ein James D’Arcy, der als Obervampir aber viel zu blass wirkt. Ihm fehlt die furchteinflößende Präsenz, um von dem Charakter eine allgegenwärtige Bedrohung ausgehen zu lassen. Dafür finden sich aber im restlichen Cast noch weitere positive Überraschungen. Schockrocker Marilyn Manson hat einen Cameo-Auftritt als Barkeeper, in dem er sich ungeschminkt und von einer sehr ungewohnten Seite zeigt, während die japanische Schauspiellegende Mako hier seinen letzten Auftritt zum Besten gibt.

Eine durchaus überraschende Prominenz dafür, dass es sich bei "Rise: Blood Hunter" im Grunde um nichts weiter als ein B-Movie handelt. Der Film ist weit, sehr weit, davon entfernt, kostengünstig zu wirken, allerdings fehlen ihm auch gewisse Aspekte eines Werkes, das für die große Leinwand geeignet wäre. Zudem muss erwähnt werden, dass es sich hierbei nicht um einen typischen Vampirfilm handelt. "Rise: Blood Hunter" geht auf viele Markenzeichen der Untoten erst gar nicht ein, so dass die Gegenspieler hier vielmehr wie bluttrinkende Aristokraten wirken. Das schadet aber nicht, will "Rise: Blood Hunter" doch vielmehr ein gefühlskaltes Rache-Movie sein, als ein Vampirstreifen nach altbekanntem Schema. Brutal und ohne viel Action mordet sich Sadie mit ihrer Armbrust durch die Anhänger Bishop’s. Für Gorehounds wird dabei zu wenig Splatter geboten, ein gewisser Härtgrad ist aber schon gegeben, wenn Kehlen aufgerissen und Venen langsam geöffnet werden.

Was sich vordergründig als "Blade"-Verschnitt gibt, ist hintergründig vielmehr eine brutale Rachegeschichte, der die typischen Vampir-Elemente zwar abhanden gekommen sind, die aber dennoch kurzweilige Unterhaltung bieten kann. Ein B-Movie aufgeschlossenes Publikum wird hierbei seinen Spaß haben können, auch wenn "Rise: Blood Hunter" konstant spüren lässt, dass hierbei im Grunde mehr möglich gewesen wäre. Viele Storyelemente wirken unfertig und undurchdacht, die Charaktere bleiben weitgehend blass. Für eine sich nackt machende Lucy Liu und einen ungeschminkten Marilyn Manson sieht man allerdings gerne über so manches Defizit hinweg, so dass man "Rise: Blood Hunter" durchaus in die überdurchschnittliche Klasse einordnen kann.

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 3_5.gif
Story 3.gif
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Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Demon Hunter Blade

Naked Blood

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Informationen

OT:Akuma No yorokobi

ca.77 Minuten

Japan 1995

Regie

  • Hisayasu Sato
Darsteller

  • Misa Aika
  • Mika Kirihara
  • u.a.

Naked Blood

Story

Hier könnte ich einen langen Text schreiben, oder aber nur eine kurze aber wesentliche Zusammenfassung. Ich entscheide mich für letzteres, da ich hier ja niemanden zu Tode langweilen, bzw. keine Überraschungen nehmen will.

Im Mittelpunkt steht ein 17 jähriger Junge, der schon ein eifriger Wissenschaftler ist. Jedenfalls hat dieser Junge ein neues Mittel erfunden, dass er My Son nennt und die Welt revolutionieren soll. Dieses Mittel wandelt nämlich den Schmerz in ein angenehmes Glücksgefühl um. Um so größer der Schmerz ist, um so stärker ist dieses Glücksgefühl.

“We can now spend the day with a feeling of blue skies and spring!”

Voller Stolz will er das Mittel testen, weiß aber nicht wie er jemanden finden könnte. Zufällig führt zur selben Zeit seine Mutter, die ebenfalls Wissenschaftlerin ist, ein Experiment mit drei jungen Frauen durch. Diese Chance nutzt der Junge um Heimlich sein Wundermittel, My Son, den drei Frauen zu verabreichen und diese danach dann zu beobachten, um zu sehen was passiert. Nur ist das Ergebnis alles andere als erfreulich und es kommt so wie es sich der Junge nie hätte vorgestellt. Nachdem die Frauen nämlich merken, dass sie statt Schmerz ein gutes Gefühl verspüren, wollen sie das immer mehr und mehr steigern. Es endet schließlich damit, dass sich diese auf übelste Art und Weise selbst verstümmeln. Nur bei einer dieser drei Frauen scheint das Mittel nicht zu wirken, oder besser gesagt, anders zu wirken.

“I wanted to make a drug for eternal happiness!”

Kritik

Ich bin sicher, dass einige Splatterfans nach dem Lesen des Berichtes sich gleich auf die Suche machen werden, da die Story eigentlich schon auf Splatter hinausläuft. Jedenfalls war es bei mir so. Nachdem ich mich bei ofdb über den Film erkundigt habe, habe ich ihn mir sofort und ohne zu zögern gekauft.

Die Geschichte des Film hat mich jedenfalls sofort an „Guinea Pig 3 – He never dies“ erinnert, in dem ein Mann sich umbringen will, aber merkt das er unsterblich ist und sich nun mit allen möglichen Mitteln das Leben nehmen will. Während „Guinea Pig 3“ aber eher mit einem Augenzwinkern daher kommt finden wir in „Naked Blood“ nicht die kleinste Spur von Humor. Ob das gut oder schlecht ist muss jeder für sich entscheiden. Ich jedenfalls mag beides. Mal lustig mal ernst, ich mag beide Arten von Filmen.

Die Haupthandlung ist jedenfalls jetzt bekannt, ich kann aber gleich sagen das es nicht nur dabei bleibt. Es wird nämlich alles viel komplizierter als Anfangs angenommen und wenn dann die letzten 15 Minuten kommen fragt man sich als Zuschauer schon manchmal „Wie jetzt?“, oder „Was soll denn das bitte schön?“. Ich will jetzt nicht zuviel verraten, aber die letzten 15 Minuten unterscheiden sich doch gewaltig vom Film davor und lassen den Zuschauer beinahe etwas wie einen Trip erleben, da man einfach am Laufenden Band wirre Bilder zu sehen bekommt. Ist sicherlich Geschmackssache, aber bei mir ist das jetzt eher positiv angekommen, da man (ich will jetzt nicht zuviel verraten) am Ende praktisch miterlebt was die Beiden Hauptpersonen fühlen. Das Ende bleibt dann offen, so dass jeder gezwungen wird selber daraus zu interpretieren was das jetzt bedeuten soll. Ich jedenfalls mag Filme dieser Art.

Die Stunde davor hingegen bleibt bis auf ein paar kleine Ausnahmen aber immer schön überschaubar, obwohl es auch schon hier ein paar komische Andeutungen gibt. Hierbei denke ich jetzt besonders an die Szenen mit dem Vater des Jungen (Namen habe ich leider vergessen und ich bin jetzt auch zu faul die DVD extra in den Player zu werfen *gg*), oder die Sache mit dem Kaktus.

Am Anfang braucht der Film aber etwas um in fahrt zu kommen und ich kann mir gut vorstellen, dass bei dem ein oder anderen Langeweile aufkommt. Bei mir war das aber glücklicherweise nicht der Fall, ich habe den Film wirklich von Anfang bis Ende mit großem Interesse angeschaut, da ich auch die ganze Handlung einfach sehr interessant fand und der Bilderrausch am Ende irgendwie einfach perfekt in den Film passt. Vielleicht soll es ja das zeigen was die Leute fühlen, wenn sie das Medikament zu sich genommen haben und statt Schmerz das angenehme Gefühl spüren. Kann ich nicht sagen, diesbezüglich bleibt der Zuschauer im dunkeln.

Nun aber zu eigentlichen, den Gore und Splatterszenen. Ja, der Film ist wirklich Hammerkrass was die Splatterszenen angeht. Jemand der aber eine Non Splatter Orgie erwartet wird aber enttäuscht sein und sollte sich dann doch lieber ein Film wie „Guinea Pig 2 – Flowers of flesh and blood“ holen. Der Splatter in „Naked Blood“ ist nämlich schon etwas sparsamer gesetzt, zumindest im bezug darauf, wenn man so manche Kritiken im Internet liest, die ihn als Goregranate hinstellt. Die erste blutige Szene kommt beispielsweise erst nach ca. 25 Minuten, die es dann aber auch in sich hat. Es ist schon krass mit anzusehen wie eine der Frauen ihre Hand in kochendes Öl taucht bis diese durchfrittiert ist um danach ihren Finger zu essen. Nach ungefähr 45 Minuten kommt aber eine Szene die wirklich Beyond the Limits *gggg* ist und mit zu dem krassesten zählt was ich jemals auf dem Bildschirm gesehen habe und wogegen ein offener Bauch mit Blick auf die Eingeweide am Ende dagegen wie Sandmännchen wirkt.

Und zwar werden wir dort zeuge wie eine der Frauen (Die Selbe übrigens wie mit dem kochenden Öl) sich erst die Schamlippen abschneidet und isst, dann ihre Nippel mit dem Messer schön bearbeitet und ebenfalls isst und sich letztendlich auch noch das Auge mit Messer und Gabel rausholt um auch das genüsslich zu verspeisen. Das alles wirkt erst recht krass, weil die Frau dabei stöhnt als hätte sie gerade Sex. Alles natürlich schön in Großaufnahme und superrealistisch gemacht. Ich habe ja schon einiges gesehen aber dort (vor allem das mit dem Auge) habe ich wirklich mein Gesicht zusammengezogen, denn hier wird wirklich jedes kleine Detail super ausführlich gezeigt *AUA, wenn ich nur daran denke*.

Splattertechnisch gesehen kann man diesen Film jedenfalls schon zu den härtesten Filmen zählen die es gibt, auch wenn es nicht so viele Szene davon gibt. Dafür aber Qualität wie man es besser gar nicht machen könnte. Das dieser Film in Deutschland niemals erschienen ist, sollte somit auf der Hand liegen. Jeder der jedenfalls glaubt, dass Splattertechnisch nichts mehr ihn/Sie beeindrucken kann, soll sich mal „Naked Blood“ besorgen. Leute mit schwachem Magen hingegen, sollten in einer Hand schon einmal die Kotztüte bereit halten *lol* (Kleiner Scherz am Rande).

Das der Film aber deutlich mehr zu bieten hat als Make Up Effekte zeigt aber schon die Story, auf die man echt erst einmal kommen muss. Aber auch die Atmosphäre ist die ganze Zeit über irgendwie ziemlich bedrückend und gegen später wird diese auch etwas mysteriös. Spannung und Schocks gibt es aber keine, was den Film deshalb auch nicht als einen richtigen Horrorfilm erscheinen lässt. Genauer gesagt kann man den Film nur sehr schwer zuordnen. So spontan würde ich mal sagen, es ist ein blutiges Psycho-Drama.

Die Schauspielerische Leistung ist eigentlich auch ganz gut, auch wenn ich wiedermahl keinen der Darsteller kenne. Zwar hätte man für die Rollen eigentlich auch jeden X Beliebigen Schauspieler nehmen können, da hier wirklich nur die Atmosphäre, das Blut und die Handlung zählt, aber so wie es ist kann sich der Film echt sehen lassen. Hauptdarsteller gibt es zwei, den Jungen und die Frau bei der das Mittel nicht richtig wirkt. Vom Regisseur Toshiyasu Sato habe ich ebenfalls noch nie etwas gehört, aber der Mann weiß was er macht, soviel ist schon mal sicher. Ich habe jedenfalls nur einen Splatterfilm erwartet, bekam aber noch mehr zu sehen. Um es mal vorsichtig zu sagen, einen intelligenten Splatterfilm, der streng gesehen sogar gar kein Splatterfilm ist und das obwohl die Effekte sehr selbstzweckhaft gezeigt werden.

Meine Meinung basiert auf der ungeschnittenen niederländischen DVD von dem Label Japan Shock, die ich jedem interessierten nur empfehlen kann. Die Scheibe hat mich Neu und OVP 11 Euro gekostet, 11 Euro die jeden Cent wert sind. Die Bild und Tonqualität ist für ein Film dieser Sorte hervorragend und lässt keine Wünsche übrig. Der Film ist zwar nur in japanisch mit englischen Untertiteln, aber das macht bei diesem Film überhaupt nichts. Ich selber habe wirklich nur mittelmäßige Englischkenntnisse und komme bei manchen Filmen manchmal schon etwas ins Grübeln, aber bei „Naked Blood“ habe ich wirklich jeden einzelnen Satz problemlos verstanden. Abgesehen davon wird sowieso nicht übermäßig viel geredet, da der Film hauptsächlich von seinen Bildern lebt. Extras gibt es leider bis auf eine Bildergalerie keine, aber das kann man verschmerzen. Ansonsten gibt es über die Scheibe eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Ich bin jedenfalls froh, dass der Film überhaupt in einem westlichen Land erschienen ist. Lustig finde ich, dass der Film in Holland ab 16 freigegeben ist und hierzulande nicht einmal erschienen ist. Armes Deutschland!!!

Ansonsten ist mir nur noch das Tape vom selbigen Label bekannt. Eine deutsche Veröffentlichung wird es wahrscheinlich niemals geben, da es kein deutsches Label mit unserem Jugendschutz (oder besser gesagt Erwachsenenschutz) wagen würde den Film hier zu veröffentlichen und Astro ist ja inzwischen Marketting und bringt leider keine solche Filme mehr raus. Das einzige was man hoffen kann ist eine österreichische oder schweizerische Veröffentlichung, was ich persönlich aber auch nicht glaube. Immerhin hat der Film ja bald schon 10 Jahre auf dem Buckel und wäre sonst ja schon lange veröffentlicht worden. Ist mir aber auch egal, die NL DVD reicht mir vollkommen.

Jeder der auf abgedrehte asiatische Filme steht und auch nichts gegen ein paar hammerblutige Szenen hat, sollte diesen Film so schnell wie möglich sehen. Alle anderen bitte einen großen Bogen drum machen. Ich vergebe eine 8 von 10( laut ofdb Wertung). Für die Höchstwertung reicht es dann doch nicht ganz. Vielleicht bekommt er die ja, wenn ich den Streifen ein zweites mal gesehen habe (ähnlich wie bei „Audition“). Ich bin jedenfalls begeistert von dem Film!

Bewertung

Splatter 6.gif
Spannung 4_5.gif
Story 5_5.gif
Ekelfaktor 6.gif
Atmosphäre 5.gif
Gesamt 5_5.gif

Ähnlicher Film:

Color Me Blood Red

0

Informationen

OT:Color Me Blood Red

ca. 79 Minuten

USA 1965

Regie

  • Herschell Gordon Lewis
Darsteller

  • Gordon Oas-Heim
  • Candi Conder
  • Elyn Warner
  • Pat Lee
  • u.a.

Color Me Blood Red

Story

Der Künstler Adam Sorg (Gordon Oas-Heim) ist leider ebenso exzentrisch wie erfolglos. Er stellt seine Werke regelmäßig in den Farnsworth Galleries aus, erntet dort aber nur Missachtung und Kritik. Als Adam’s Freundin Gigi (Elyn Warner) eines Tages versehentlich Blut aus einer frischen Wunde auf eines von Adam’s Werken tropft, glaubt dieser, eine Marktlücke entdeckt zu haben und beschmiert sein Bild mit dem Blut seiner Freundin. Adam und sogar die Kritiker sind vollkommen begeistert von dem, was er da geschaffen hat, weshalb der exzentrische Künstler schon bald mehr Blut von Gigi fordert. Diese hält ihn jedoch für verrückt und weigert sich selbstverständlich, ihren Freund mit weiterem Blut zu versorgen, weshalb Adam zu drastischeren Maßnahmen greift. Mit einem Rasiermesser schneidet er sich in die Finger, um frische Farbe für seine Kunstwerke zu gewinnen. Als dies auch nicht mehr genügt, tötet er Gigi, um sein neuestes Gemälde fertig stellen zu können. Adam nähert sich mittlerweile immer mehr dem Wahnsinn, was natürlich auch den Kritikern aus den Farnsworth Galleries nicht verborgen bleibt. Das Malen mit Blut wird für Adam zu einer Art Sucht, die er von nun an nicht mehr unterdrücken kann. Als einige Teenager in der Nähe seines Strandhauses ihre Zelte aufschlagen, sieht Adam darin die ideale Chance, an neues Blut zu kommen…

Kritik

"Color Me Blood Red" ist, wenn man so will, eines von Lewis‘ Gore-Frühwerken und ging zusammen mit seinen zwei anderen Filmen "2000 Maniacs" und "Blood Feast" als sogenannte "Blood Trilogy" in die Blutspritzgeschichte ein. Obwohl "Color Me Blood Red" nie die Bekanntheit der eben genannten Streifen erlangen konnte, würde ich ihn dennoch als sehr interessantes Experiment bezeichnen, da es im Jahre 1965 mit dem Splatterfilm bekanntlich noch lange nicht so rosig aussah, wie es heute der Fall ist. Damals war dies ein noch recht unerforschtes Terrain und Herschell Gordon Lewis quasi dessen offizieller Entdecker. Offiziell deshalb, weil es sicherlich noch andere Regisseure vor Lewis gab, die mit Blutgebrauch in ihren Filmen experimentierten, er jedoch derjenige ist, der dadurch zuerst Bekanntheit erlangte. Alle seine Filme haben eines gemeinsam und zwar, dass sie aus heutiger Sicht gänzlich harmlos wirken und allesamt mehr als purer Trash, denn als menschenverachtende Machwerke der puren Brutalität durchgehen. Lewis‘ Filme sind eigentlich stets nur die Versuche, was man mit Gore alles inszenieren kann und sind noch meilenweit von Perfektion in diesem Bereich entfernt. So ist dann auch "Color Me Blood Red" alles andere als ein Horror- oder Splatterfilm aus heutiger Sicht der Dinge. Nein, was Lewis hiermit schuf, ist billiger Nonsens, der jedoch auch nach mittlerweile 41 Jahren immer noch Spaß macht. Wie ich kürzlich in einem Review erwähnte, gibt es zwei Arten von schlechten Filmen. Die wirklich Miesen nämlich und dann noch die, die gerade dadurch bestens unterhalten. "Color Me Blood Red" ist wie viele andere von Lewis‘ Filmen ein wunderbares Beispiel, das perfekt in die letztgenannte Abteilung passt. Zwar ist dem Streifen optisch jederzeit sein geringes Budget anzusehen, da alles wie aus einer Episode der Lindenstraße aussieht, doch stören tut dies überhaupt nicht. Nein, im Gegenteil, gerade dadurch versprüht das Machwerk einen tollen Charme, der das knuddelige Flair der 60er harmonisch mit der Atmosphäre eines Trashfilms vermischt. Die Aufmachung des Films ist bizarr, was jedoch kein ungewünschtes Nebenprodukt sondern bewusste Absicht des Herrn Regisseurs war. Das Ganze geschehen ist von einer hektischen, irgendwie vollkommen deplazierten Musik unterlegt, die einem bei zu laut aufgedrehtem Sound schon sehr schnell die Ohren bluten lässt. Die Story wird aus zwei parallel laufenden Plots (Adam Sorg, sowie die Erlebnisse der Teenager) zu einem Ganzen zusammengefügt. Hinzu kommt, dass Lewis es sich nicht nehmen ließ, "Color Me Blood Red" mit Humor zu würzen und dem Zuschauer so einige Lacher aufzuzwingen. Einige der Gespräche sind sehr amüsant geraten, auch wenn Lewis sie nie selbstzweckhaft entarten lässt, sondern sie immer im Rahmen des Geschehens hält. Die Effekte letztendlich sind von schlecht bis mittelmäßig inszeniert und halten sich eher zurück. Von Splattereffekten darf hier ohnehin nicht gesprochen werden, da sich Lewis geschickt vor der Aufgabe drückt, Effekte als solche zu zeigen. Vielmehr lässt er eine Person angreifen, setzt einen Schnitt, um in der nächsten Szene mit der Kamera in Nahaufnahme auf die rot beschmierte, zuvor angegriffene Person draufzuhalten. Aus heutiger Sicht ist auch die Bezeichnung Gore nicht mehr verdient, da ich mich nur an eine einzige, derartige Sequenz erinnern kann. In dieser quetscht Adam Sorg das Blut aus den Gedärmen seiner zuvor getöteten Freundin und lässt dieses in ein kleines Schälchen Tropfen. Dies ist der einzige wirkliche Effekt des Films und sieht, betrachtet man das Alter, auch ganz nett aus. Ansonsten ist "Color Me Blood Red" aber nicht für Gorehounds geeignet, auch wenn es vermutlich jedem Freund der härteren Filmkunst ein Lächeln entlocken dürfte, zuzusehen, wie ein abgetrennter Kopf als Pinsel missbraucht wird, um nur mal ein Beispiel der amüsanten Seite des Films zu nennen.

Spannung wird nur sehr geringfügig aufgebaut, doch dies relativiert sich durch die Laufzeit glücklicherweise wieder. Mit nur 79 Minuten ist "Color Me Blood Red" nicht gerade sehr lang und erstickt jeden Anflug von Langeweile schon sehr früh. Aus der Riege an Schauspielern kann nur Gordon Oas-Heim voll und ganz überzeugen, der den Psychopathen unglaublich gut rüberbringt. Der Künstler Adam Sorg ist zwar ein selbstverliebter Exzentriker, strahlt aber dennoch etwas natürliches aus und wirkt so nur um so wahnsinniger. Das überdrehte Spiel von Gordon Oas-Heim ist dabei stets sehr interessant zu beobachten, der Akteur strahlt zu jedem Zeitpunkt eine starke Präsenz aus. Da ist es schade, dass die anderen Schauspieler irgendwie lustlos und unmotiviert wirken und einem so nicht lange in Erinnerung bleiben.

"Color Me Blood Red" liefert Freunden von billigen Trashmovies ein befriedigendes Erlebnis, das zwar nicht lang in Erinnerung bleibt, für 79 Minuten aber auf jeden Fall Spaß macht. Auch, wer wissen will, wie ein Splatterfilm vor guten 40 Jahren aussah, ist hier richtig aufgehoben und darf sich auf eine amüsante Zeitreise zurück in die Sixties freuen. Herschell Gorden Lewis ist nun einmal der unangefochtene King, wenn es um schmuddelige, billige C-Movies geht und stellt dies hier wieder einmal gekonnt unter Beweis.

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 3.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

  • Guinea Pig: Mermaid in a Manhole

Bordello Of Blood

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Informationen

OT:Bordello Of Blood

ca. 83 Minuten

USA 1996

Regie

  • Gilbert Adler
Darsteller

  • John Kassir
  • Dennis Miller
  • Erika Eleniak
  • Angie Everhart
  • u.a.

Bordello Of Blood

Story

Ein Expeditionstrupp ist auf der Suche nach einem Schatz und wird in einer Höhle fündig. Allerdings finden die Forschenden nicht das, was sie sich erhofft haben. Der kleinwüchsige Anführer Vincent war nämlich nicht auf der Suche nach Gold oder Edelsteinen, wie vermutet, sondern nach der Leiche von Lilith. Lilith ist ein Vampir. Ein mächtiger, der nach seiner Wiedererwachung erst mal allen den Garaus macht. Nur Vincent nicht, denn dieser besitzt einen magischen Schlüssel, um die hübsche Lilith zu kontrollieren. Später ist Lilith dann eine Puffmutter in einem Bordell, das als Bestattungsunternehmen getarnt ist. Die Geschäfte laufen gut und sie, als auch ihre blutrünstigen Angestellten, haben eine Menge Arbeit zu verrichten. Die Devise des Bordells lautet nämlich: Nichts zahlen. Wovon die Männer natürlich erfreut sind. Das die Freier das Haus aber nicht mehr verlassen werden, steht nirgends. Als eines Tages der Bruder von Kathrin Verdoux verschwindet, beauftragt sie einen Privatdetektiv um ihn zu suchen. Der etwas runtergekommene Guttman nimmt sich des Falls an, und findet heraus, dass Kathrins Bruder Caleb zu letzt gesehen wurde, als er mit einem Kumpel in ein Bordell wollte. Guttman begibt sich voller Freude ins Freudenhaus, um dort eine schreckliche Erfahrung zu machen…

Kritik

Nach „Ritter der Dämonen“ ist „Bordello Of Blood“ die zweite Spielfilmproduktion der bekannten „Geschichten aus der Gruft“ Reihe. Und ebenso wie sein Vorgänger weiß er durchaus zu gefallen. Die Story ist für einen Horror-Streifen relativ komplex und einfallsreich geraten. Mit Logik muss man an einen Streifen natürlich nicht rangehen, über die kleinen Schwächen im Drehbuch kann man aber auch getrost hinwegsehen. Gleich zu Beginn wird man auf das vorbereitet, was einem im weiteren Verlauf erleben soll: Einen stimmungsreichen Gruselfilm mit deftigen Splattereinlagen. In einer atmosphärischen Höhle erweckt ein kleinwüchsiger Möchtegernforscher einen attraktiven weiblichen Vampir und opfert erst mal seine schwer schuftende Crew. Dann kommt kurz der Cryptkeeper zu einem lustigen Einsatz und kurz darauf geht es dann mit der eigentlichen Geschichte los. Die interessante und vielschichtige Story wird eigentlich nie richtig langweilig und weiß stets zu unterhalten. Einige sinnlose Dummdialoge tauchen zwar hier und da immer mal wieder auf, stören aber nicht weiter. Es gibt immer wieder nette Ideen im Film und auch einige lustige Szenen, die mal wieder zeigen, dass sich die gesamte „Geschichten aus der Gruft“ Reihe nicht ernst nimmt. Im Zentrum des Geschehens stehen sicherlich die zahlreichen Spezialeffekte, die blutreich und zumeist sehr gelungen sind. Todd Masters hat eine sehr gute Arbeit abgeliefert. In Sachen Effekte kann es „Bordello Of Blood“ sicherlich mit den großen Blutorgien des Horror-Films wie zum Beispiel „From Dusk Till Dawn“ aufnehmen. Schauspieltechnisch wird einem nicht sonderlich viel geboten, was aber auch nicht stört. Corey Feldman hat eine anspruchslose Rolle, Dennis Miller versucht sich als Detektiv tapfer zu schlagen und weswegen Baywatch-Schönheit Erika Elaniak und das Super-Model Angie Everhart mit von der Partie sind, kann man sicherlich leicht erraten… Und weibliche Rundungen sind sicherlich immer wieder ein gutes Mittel zum Zweck, denn bekanntermaßen sellt Sex ja… Insgesamt betrachtet ist „Bordello Of Blood“ ein überdurchschnittlich guter Genrebeitrag für Fans der „Geschichten aus der Gruft“ und für Freunde des amüsanten Splatterfilms. Einige kleine Schwächen gibt es zwar, diese zerstören das Guckvergnügen aber in keinem Fall.

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 2_5.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 4_5.gif

Ähnlicher Film:

Blood Waves

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Informationen

OT:Trespassers

ca. 83 Minuten

Mexiko, USA 2006

Regie

  • Ian McCrudden
Darsteller

  • Michelle Borth
  • Joleigh Fioreavanti
  • Alex Feldman
  • Kaiwi Lyman
  • u.a.

Blood Waves

Story

Ein malerischer, verlassener Strand irgendwo in Mexiko. Hierhin verschlägt es den Surfer Tyler und seine Freunde, die die Gelegenheit nutzen, um zu feiern und sich in die Fluten zu stürzen. Tyler ruft sogleich seinen Bruder Colin (Kaiwi Lyman) an, um ihm diese Entdeckung mitzuteilen. Dieser lässt sich nicht zweimal bitten, trommelt seine Freunde Javier (Jon Ada), Rose (Joleigh Fioreavanti), Ashley (Michelle Borth) und Lucky (Alex Feldman) zusammen und macht sich auf zu seinem Bruder, um in geselliger und feuchtfröhlicher Runde Spaß zu haben. Als Colin und seine Freunde nach einer langen und stressigen Autofahrt an dem Stand ankommen, sehen sie, dass Tyler nicht gelogen hat.

Der abgeschiedene Strand und die meterhohen Wellen versprechen eine unterhaltsame Zeit, doch blöderweise fehlt von Tyler und seinen Freunden jede Spur. Zuerst machen sich Colin und die anderen darüber noch keine großen Gedanken und machen erst einmal das Beste aus den ihnen gebotenen Gelegenheiten. Als sie aber die zurückgelassenen Autos von Colin’s Bruder und seinen Freunden finden, wird ihnen klar, dass irgend etwas passiert sein muss. Zu spät erfahren die jungen Leute kurz darauf von einem Einheimischen, dass der Strand mit einem schrecklichen Fluch belegt sein soll. Es dauert nicht lange, bis dieser gnadenlos seine Opfer fordert…

Kritik

Bei aller Freundlichkeit zum B-Movie Sektor kann man von den heutigen Low-Budget Filmern, die es sich in regelmäßigen Abständen zur Aufgabe machen, das Horrorgenre um einen lebenswichtigen Beitrag erweitern zu wollen, sicherlich nicht behaupten, dass sie sich derzeit auf einem innovativen Höhepunkt befinden. Wirft man einen Blick auf die derzeitigen Produktionen aus der Billigfilmecke, verliert man anhand so vieler Einfallslosigkeit und den immer gleichen Storys schnell die Übersicht. Auch "Blood Waves" macht kein Geheimnis daraus, dass er sich aus den üblichen Zutaten zusammensetzt. Eine Gruppe junger Leute fährt an einen abgelegenen Ort und zieht dort das Böse auf sich, was darin endet, dass sie nun nach und nach dezimiert werden. Wer sich auch nach dem zwanzigsten Film dieser Machart noch über eine flache Handlung aufregt, der sollte seinen Erwartungshorizont lieber etwas verändern und stattdessen auf einen annehmbaren Unterhaltungswert hoffen, da man den Film, bei der Hoffnung auf eine neuartige Handlung, ansonsten sehr schnell resignierend wieder aus dem Player nehmen würde.

Ian McCrudden, der ansonsten schon Streifen wie "Anita O’Day: The Life of a Jazz Singer", "Mr. Smith Gets a Hustler" oder "Trailer: The Movie" inszenierte, war bei "Blood Waves" nicht nur für die Regie, sondern auch für das Drehbuch, den Schnitt, die Kamera und das Casting verantwortlich. Daran sieht man sehr gut, was eine einzelne Person alles falsch machen kann, was schon bei der Story beginnt. Diese sollte an dieser Stelle aber nicht mehr kritisiert werden als nötig, da das Genre letztens im Allgemeinen auch nicht gerade mit frischen Ideen glänzte, seien es nun B-Movies oder Hollywoodschocker. Etwas dürftig ist es dennoch, was einem hier aufgetischt wird. Eine Konstellation aus fünf stereotypen Jugendlichen fährt an einen abgeschiedenen Strand, tut das, was Film-Teenies immer tun, bemerken das etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und werden schlussendlich gekillt. Nothing more to see here. Wirklich interessant ist aber die Tatsache, dass es McCrudden bis zu einem gewissen Zeitpunkt tatsächlich geschafft hat, dieses Nichts einer Handlung halbwegs spannend in Szene zu setzen.

Das Obskure und wirre an der Sache ist aber, dass "Blood Waves", bzw. "Trespassers" immer nur dann für ein wohliges Unwohlsein sorgen kann, wenn gar nichts passiert. Über die ersten 45 Minuten wird man Zeuge des typischen Balzverhaltens junger Hollywoodjugendlicher, es wird geflirtet, eingecremt, sich hin und wieder mal nackig gemacht und jede Menge Scheiß geredet. Sprich, man bekommt all das zu sehen, was eigentlich nicht in einen Horrorfilm gehört, sich aber irgendwann mal in das Genre geschlichen hat und nun fest darin verankert ist. Noch wartet man sehnsüchtig darauf, dass endlich jemand den Löffel abgeben darf und das große Sterben endlich beginnt, unwissend, dass man bereits jetzt am Highlight des Films angelangt ist. Beinahe punktgenau nach einer Dreiviertelstunde lässt Ian McCrudden endlich zombieartige Wesen auf die Jugendlichen los und hier offenbart sich dann leider auch das absolute Unvermögen des Regisseurs, einen guten B-Horror in Szene zu setzen.

Die Hintergrundgeschichte, die einem dazu geliefert wird, ist noch recht annehmbar und atmosphärisch. Angeblich soll ein gewisser Sektenführer namens El Gringo seine Anhänger vor einigen Jahren an diesen Strand geführt haben, um dort fernab der Zivilisation ein neues Leben aufzubauen. Als das Essen allerdings knapp wurde, entführte der Gute kurzerhand ein paar Kinder und servierte sie seinen Getreuen zum Frühstück. Als diese davon Wind bekamen, waren sie allerdings ganz und gar nicht erfreut, rissen ihrem Anführer die Augenlider heraus und vergruben ihn bis zum Kopf am Strand, in Richtung zur Sonne, wo er dann elendig zu Grunde ging. Der Rückblick auf diese Geschehnisse ist, obwohl natürlich billig inszeniert, das Einzig atmosphärische in diesem Werk, der Angriff der Zombiewesen auf die Jugendlichen ist dann erschreckender weise noch langweiliger als die schleppenden, ersten 45 Minuten. Das nicht nur, weil das Set kaum ausgeleuchtet war und sich das Geschehen beinahe in völliger Dunkelheit abspielt, in der man nicht mehr all zu viel erkennen kann, sondern auch, weil einem hier wohl die zahmsten ´Zombies‘ seit langem geboten werden. Blutig wird es nie wirklich, wenn jemand stirbt dann immer sehr unspektakulär. Eine halbe Stunde lang dauert die Flucht der Jugendlichen vor den Untoten und irgendwann wünscht man sich sogar wieder in die erste Hälfte des Films zurück. Der Schluss ist nämlich in jedweder Hinsicht einfach nur dilettantisch. Die seltsamen Wesen sehen wie schlecht geschminkte Billiglohnschauspieler aus, auf Blut darf man lange warten und durch die Dunkelheit hat man Probleme, überhaupt etwas erkennen zu können. Hin und wieder gibt es mal einen Kampf, dann dürfen die Teens wieder flüchten und ganz selten beißt auch mal jemand ins Gras. Und als hätten wir es nicht alle kommen sehen, überleben ausgerechnet diejenigen, auf die man schon von Anfang an getippt hätte.

Nein, viel gibt es wirklich nicht, was an "Blood Waves" positiv auffällt. Wenn eine viel zu lange Einleitung, in der man 45 Minuten lang Zeuge der typischen Teenieklischees wird, plötzlich interessanter als der eigentliche Horrorpart ist, dann stimmt irgendetwas ganz und gar nicht. In der ersten Hälfte wurde wenigstens noch versucht, durch gelegentliche Schauermomente so etwas wie Suspense aufzubauen, doch sobald dann die billigen Untoten losgelassen werden, fällt alles in sich zusammen und "Blood Waves" wird zu einem peinlichen, überflüssigen Pseudo-Horrorstreifen, der seinem Publikum einfach überhaupt nichts bieten kann. Dabei fallen wenigstens die Schauspieler nicht negativer als unbedingt notwendig auf, denn obwohl sie die altbekannten Charaktere spielen müssen, offenbaren sie zumindest noch so etwas wie ein Fünkchen Talent. Leider kann aber auch das "Blood Waves" nicht mehr in höhere Bewertungsebenen hieven.

"Blood Waves" dürfte wohl selbst für die hartgesottensten B-Movie Liebhaber, die sich sonst alles ansehen, nicht mehr interessant sein, da einem hier einfach nichts geboten wird. Nach 45 einführenden Minuten, die auf einen halbwegs annehmbaren Horrorfilm schließen lassen, präsentiert Ian McCrudden seinem Publikum den wohl langweiligsten B-Horrorfilm seit langem, der vor allem durch mangelnde Ausleuchtung, fehlende Splattereffekte und absolut keine Highlights auf sich aufmerksam macht. Die Schauspieler überzeugen durchaus in ihren Parts und gravierende Einschlafgefahr herrscht hier dank vielen sexuellen Anzüglichkeiten auch nie, das muss man "Blood Waves" zugestehen, dennoch darf man dieses Werk von seiner Must See Liste streichen. Die Einzigen, die wohl wirklich Spaß mit dem Werk haben werden, zumindest 2-3 Minuten lang, sind Surffans, die von ein paar wenigen, dafür aber schönen Surfszenen bei Laune gehalten werden.

Bewertung

Splatter 1.gif
Spannung 2.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 2.gif
Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

Blood Surf

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Informationen

OT:Blood Surf

ca. 87 Minuten

USA 2000

Regie

  • James D.R. Hickox
Darsteller

  • Duncan Regehr
  • Dax Miller
  • Kate Fischer
  • u.a.

Blood Surf

Story

Eine Gruppe junger Amerikaner hat eine recht seltsame Idee. Sie reisen in die Südsee und wollen eine Dokumentation über eine besondere Extremsportart drehen. Dabei handelt es sich um einen Surftrip in eine Region in der es vor blutrünstigen Haien nur so wimmelt. Um die ganze Sache spannender zu machen schmeißen sie blutige Köder ins Wasser um die Fische anzulocken und bevor es aufs Brett geht wird sich der Fuß aufgeschnitten damit die zahlreichen Haie auch noch Appetit auf Menschen bekommen.

Die Kamera ist immer zugegen und es scheint als hätte die Gruppe die Fische unter Kontrolle doch dann taucht plötzlich ein Tier auf, dass keiner eingeplant hatte. Ein 12 Meter langes Krokodil, das die Fähigkeit besitzt im Salzwasser leben zu können. Bald wird der Filmgruppe klar das es das Krokodil auf sie abgesehen hat und von nun an Jagd auf sie macht.

Aufgrund der Größe des Meerbewohners ist die Gruppe nicht mal auf ihrem großen Boot sicher und als die ersten Opfer zu beklagen sind wird klar, dass ein ungleicher Kampf auf Leben und Tod beginnt, der recht aussichtslos scheint…

Kritik

Als erstes muss ich mich fragen warum immer und immer wieder neue Tierhorrorfilme gedreht werden, die höchstwahrscheinlich kein Mensch sehen will. Ich war vor einige Zeit schon sehr überrascht als mit „They Nest“ ein Käferstreifen rauskam, der mir sogar gefallen hat. Für „Blood Surf“ trifft dies aber weniger zu.

Schlechte Schauspieler, schlechte Spezialeffekte, grausame Dialoge und ein merkwürdiges Drehbuch sind mit Sicherheit ausschlaggebend, dass dieser Film nicht unbedingt einer von denen wird, die man in ein paar Jahren noch kennen wird. Es gibt zwar einige recht gelungene Splatterszenen, zum Beispiel als einer der Bootbesatzung halb vom Alligator gefressen wird und dann ohne Unterleib an der Decke hängt, aber das reißt den Film nicht raus.

Eine Szene ist mir besonders in Erinnerung geblieben und zwar als ein Prollsurfer einem einheimischen Mädchen etwas über das Surfen erzählt und sie dann meint das er doch sehr intelligent wäre, da er gut erklären könne?? Da fragt man sich doch echt was der Drehbuchautor uns mit solchen Dialogen sagen will.

Man kann wohl kurz zusammenfassen das es sich bei „Blood Surf“ um absoluten Trash handelt, der wohl nur denen gefällt, die auf Filme wie Killeralligator oder ähnliche stehen.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 1.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 2.gif
Gesamt 2_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Killer Alligator