Der Dämon – Im Bann des Goblin

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Informationen

OT:Goblin

ca.85 Minuten

Kanada 2010

Regie

  • Jeffery Scott Lando
Darsteller

  • Gil Bellows
  • Tracy Spiridakos
  • Emmanuelle Vaugier
  • Donnelly Rhodes
  • u.a.

Der Dämon - Im Bann des Goblin

Story

Vor knapp 200 Jahren soll das entstellte Baby einer jungen Frau auf den Scheiterhaufen geworfen werden, um die Geister zu besänftigen. Die Mutter wehrt sich natürlich vehement, kann die Tat aber schlussendlich nicht verhindern. Daraufhin verflucht die Mutter des getöteten Kindes das kleine Örtchen Hallowglen und alle seine Bewohner. Seitdem verschwinden in den kommenden Jahren immer wieder Säuglinge an Halloween…

Viele Jahre später, in der Gegenwart, hat Familie Perkins ein Haus in Hallowglen gekauft. Die Familie, inklusive Säugling scheint sich sicher, dass ihr Leben von nun an etwas ruhiger verläuft. Doch an Halloween sollen die Zugezogenen den jahrhundertealten Fluch von Hallowglen am eigenen Leibe zu spüren bekommen…

Kritik

Mit „Der Dämon – Im Bann des Goblin“ kommt eine preisgünstige, aber durchaus sehenswerte Produktion auf DVD. Der Mittelklasse Horror-Film lehnt sich an typische Halloween-Filme an, kommt allerdings ohne große Maskerade aus.

Nach einer Einführung aus der Vergangenheit, in der die Rahmenbedingungen grob abgesteckt werden, wird das gegenwärtige Geschehen geschildert, in dem man eine grobe Beschreibung der involvierten Personen geboten bekommt. Es gibt verschiedene Probleme in der Familie, die im Nachhinein aber von den Ereignissen überschattet werden. Diese werden vom namengebenden Goblin ausgelöst. Einem Riesen-Dämon, mit schön scheußlich animiertem Gesicht.

Dass ziemlich viele Effekte einem Computer entstammen, ist leicht festzustellen. Die meisten von ihnen sind durchaus gelungen. Einige Ausnahmen bestätigen aber die Regel. Was ganz gut gelungen ist, sind einige Splatter- und Goreeffekte. Es gibt nichts Übertriebenes, was bei der Betrachtung des blauen FSK Siegel auf der DVD nicht verwunderlich ist, aber auch ganz deftige Sachen. Diese werden zu 90% aber nur angedeutet. Es geht also ab, dann passiert etwas im Off und schließlich bekommt man das blutige Resultat zu sehen.

Die darstellerischen Leistungen sind solide. Man bekommt das geboten, was man in einem Streifen dieser Art erwarten darf. Keine Höchstleistungen und nur ganz wenig Ausfälle. Ähnliches gilt für die vorhandenen Rollen. Es sind klischheebeladene Personen, die genau das machen, was man vorher schon von ihnen erwartet. Vom hiesigen Sheriff bis hin zum Trunkenbold. Hier und da werden immer wieder unbedeutende Rollen hinzugefügt um, wen wundert es, den Bodycount zu erhöhen.

Auf richtige Spannung und auf eine Horror-Atmosphäre muss man größtenteils verzichten. Das Geschehen wirkt etwas steril, was aber bei TV-Produktionen durchaus der Normalfall ist. Da wundert es auch nicht, dass man seitens der Kamera auch nur Standardkost geboten bekommt.

Zusammengefasst ist „Der Dämon – Im Bann des Goblin“ ein netter Zeitvertreib, von dem man nicht zu viel erwarten darf. Mit Slasher- sowie Gruseleinlagen bekommt man einen fast trashfreien B-Movie zu Gesicht, den man nach der Betrachtung wahrscheinlich schnell wieder aus dem Gedächtnis verliert, der einem während des Guckens aber bei der Stange hält.

Bewertung

Splatter 3.gif
Spannung 3_5.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

Dämon des Grauens

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Informationen

OT:Craze

ca.93 Minuten

GB 1973

Regie

  • Freddie Francis
Darsteller

  • Jack Palance
  • Diana Dors
  • Julie Ege
  • u.a.

Dämon des Grauens

Story

Der Londoner Antiquitätenhändler Neil Mottram verkauft nicht nur seltsame Sachen, er hat auch ein Götzenbild in seinem Keller, dass er anbetet. Die Statue mit Namen „Chuku“ erfüllt Mottram jeden Wunsch, so glaubt er zumindest, der Händler muss „Chuku“ allerdings Opfer bringen, damit dieser gnädig ist. So finden nach und nach einige Frauen den Tod und „Chuku“ zeigt sich gnädig, in dem er seinem holden Diener gute Geschäfte machen lässt. Mottrams „Opferbereitschaft“ wird durch seine Gier dermaßen erhöht, dass ihm bald die Polizei auf den Fersen ist. Doch der Geschäftsmann verschafft sich immer wieder hieb- und stichfeste Alibis, wodurch die Polizei machtlos ist. Sie beobachten ihn zwar auf Schritt und Tritt, aber nur ein junger Polizist glaubt den Täter überführen zu können. Mottram glaubt sich aber sicher, da er die Morde gut vorbereitet und weiß, dass „Chuku“ ihn niemals im Stich lassen wird, solange er nur genug Opfer herbeischafft.

Kritik

„Dämon des Grauens“, der auch unter dem Titel „Craze – Dämon des Grauens“ vertrieben wurde, ist ein Englischer Filmbeitrag aus dem Jahre 1973, der sich mit dem Okkultismus befasst und eine Mischung aus Horrorfilm und Krimi ist. Zu Begin merkt man von der Mischung allerdings nichts, denn dort ist es ein astreiner Horrorfilm, der einiges erwarten lässt. Man bekommt gleich die erste Opferszene zu Gesicht, in der sich eine schwarze Schönheit nackt vor dem Götzenbild rekelt und sich anschließend den Bauch aufschneidet… Im Anschluss werden ein paar Details aus dem Leben des Protagonisten gezeigt und es geht munter weiter mit der Opferbeschaffung. Irgendwann nimmt der Streifen dann aber eine Wende und es geht eher darum ein gutes Alibi zu beschaffen, sodass die, mittlerweile ermittelnde, Polizei nichts machen kann. Von nun an ist der Film mehr Krimi als Horrorfilm, was eigentlich nicht mal so schlecht ist, aber durch die massive Zunahme von Dialogen wird dem Ganzen doch viel an Fahrt genommen. Durch den guten Spannungsaufbau des Anfangs, bleibt die Geschichte bis zum Ende hin interessant. Man hat schon ein gewisses Interesse daran, zu erfahren was es mit dem komischen Dämon und seinen Kräften auf sich hat. Zudem kann man den Protagonisten gut zusehen, da sie ihre Sache wirklich gut machen. Zu bemängeln gibt es lediglich, dass die Synchronisation in einigen Szenen etwas plump geworden ist, da Kraftausdrücke benutzt werden, die so wohl kaum im Original vorgekommen sind. Des weiteren stört es ein wenig, dass die Splattereffekte nicht sonderlich gut sind. Aber das war wohl der Grund dafür, dass der Verleih den Film damals nicht schneiden musste und man ihn heute ungeschnitten betrachten darf. Gut Anzusehen ist dahingegen das Ambiente, zumindest das im Haus des Protagonisten. Es gibt da eine Menge Kunstgegenstände, die für eine gewisse Atmosphäre sorgen, die dann noch verstärkt wird, wenn es in den Keller und somit zu „Chuku“ geht. Die Kellerszenen sind wirklich gut und ohne Frage das Aushängeschild von „Dämon des Grauens“. „Dämon des Grauens“ ist ein wirklich guter Film, mit dieser typisch Englischen Kriminalfilm-Atmosphäre. Sein Vorteil ist, dass er sehr abwechslungsreich, zu Beginn sehr spannend und mit einer guten Atmosphäre ausgestattet ist.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 3_5.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 4.gif

Schach mit dem Dämon

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Informationen

Verlag: Lübbe

ca. 58 Minuten

Deutschland 2000

RegieOliver Döring
Sprecher

  • Frank Glaubrecht
  • Joachim Kerzel
  • Martin May
  • Franziska Pigulla
  • u.a.
Schach mit dem Dämon

Story

Sonntag, 22:48 – Auf dem Anwesen der Conolly´s Als die Türklingel auf dem Anwesen der Conolly’s zu später Stunde läutet, versetzt das Bill und seine Frau Sheila nicht in Verwunderung, da sie mit der Ankunft eines Paketes rechnen. Und in der Tat ist es der Antiquitätenhändler Octavio, der Bill eine ganz besondere Rarität liefert: Ein sehr seltenes Schachspiel aus dem 16. Jahrhundert, das der Reporter seinem Freund John Sinclair am kommenden Tag zum Geburtstag schenken möchte. Doch, so umwerfend die Verarbeitung des Brettes und der Figuren auch erscheint, so wirkt es doch, als würde eine seltsam-bedrohliche Präsenz von dem Schachspiel ausgehen. Des Nachts hat Bill schreckliche Albträume von riesigen, zum Leben erweckten Schachfiguren, die seine Frau und ihn brutal ermorden. Montag, 08:15 Im Apartment von Oberinspector John Sinclair Der große Tag steht an und für John Sinclair laufen die Vorbereitungen auf seinen Geburtstag bereits auf Hochtouren. Da ereilt ihn unvermittelt ein höchst beunruhigender Anruf, der sich wie ein finsterer Schatten über die Laune des Geisterjägers legt. Eine seltsame Stimme droht ihm, dass er noch an diesem Tag sterben werde. Dieser Anruf verfolgt John noch den ganzen Tag über, doch seine Freunde bringen ihn auf seiner Geburtstagsparty schnell auf andere Gedanken. Doch zu einer harmonischen Feier unter Freunden soll es nicht kommen: Als sich John nur schnell ins Bad begibt, vernimmt er plötzlich die Schreie seiner Freunde, nur um seine Wohnung anschließend absolut verlassen vorzufinden. Wieder meldet sich der unheimliche Anrufer bei John, der ihm zu verstehen gibt, dass sich Johns Freunde in seiner Gewalt befinden und inzwischen in einer bösartigen Parallelwelt um ihr nacktes Überleben kämpfen. Wenn John seine Freunde retten will, muss er sich auf ein diabolisches Schachspiel mit dem Entführer einlassen, der sich als Antiquitätenhändler Octavio entpuppt. Der Clou: Bei den Spielfiguren handelt es sich um Johns Freunde. Tätigt der Geisterjäger auch nur einen falschen Zug, besiegelt er damit deren Schicksal…

Kritik

Bereits in der fünften Folge der John Sinclair Edition 2000, "Der Mörder mit dem Januskopf", versetzte ein Dämon den Geisterjäger und etliche andere Menschen erstmals in eine andere Dimension. Wo dies in dem Hörspiel allerdings nur das Finale bestimmte, nimmt ein derartiger Handlungsstrang in der Folge "Schach mit dem Dämon" einen weitaus wichtigeren Part ein. Erstmals nimmt die Hörspielreihe eine stark Fantasy-beeinflußte Form an, was später beim "Kino des Schreckens" noch auf den Höhepunkt getrieben werden soll. Nun muss sicherlich jeder für sich selbst entscheiden, inwiefern er mit derartigen Inhalten symphatisieren kann, im Grunde bilden sie aber eine interessante Abwechslung zu den sonstigen Storys. Wenn man "Schach mit dem Dämon" eines nicht vorwerfen kann, dann, dass hier zu irgendeinem Zeitpunkt kein spannender Erzählfluss zugange wäre. Mit 58 Minuten Laufzeit liegt die Folge bereits über Sinclair-Durchschnitt, dennoch wirkt das Hörspiel deutlich kurzweiliger als beispielsweise "Damona, Dienerin des Satans" oder "Der Mörder mit dem Januskopf". Die vertonte Geschichte ist abwechslungsreich und spannend und schafft es so, die Zeit wie im Flug vergehen zu lassen. Auch weiß die Tatsache zu gefallen, dass die Bedrohung nicht bereits zu Beginn vorhanden ist, sondern sich immer mehr steigert. Bereits die Anfangsszene in dem Anwesen der Conolly’s leistet in dieser Hinsicht großartige Arbeit, wenn das Paar urplötzlich von Rittern und anderen, lebendigen Schachfiguren angegriffen wird. Hier können Oliver Doring und sein Team wieder einmal großartige Schockeffekte für sich verbuchen und ihre Hörer regelrecht einem Herzinfarkt nahe bringen. Schnell wird klar, dass etwas Böses von dem Schachbrett ausgeht. Natürlich hat ein Dämon seine Finger im Spiel, der Johns Freunde sogar in eine andere Dimension entführt. Und hier kommt man bereits zum größten Manko dieser Folge: Der Logik. Sinclairs Freunde werden in eine paralelle Welt entführt, um letzten Endes ein Druckmittel gegen den Geisterjäger in den Händen zu haben und ihn zu einem Schachspiel auf Leben und Tod erpressen zu können. Das Seltsame ist, dass Johns Freunde in der fremdartigen Dimension sofort von einer riesigen Spinne angegriffen und beinahe getötet werden, was somit den kompletten Plan Octavio’s ruiniert hätte. So geht es munter weiter. Obwohl dem Dämon alles an einem Schachspiel gegen den Geisterjäger liegt, erweist er sich letztendlich als miserabler Spieler. Natürlich darf man bei einer Vertonung eines Groschenromanes nicht auf all zu viel Logik hoffen und lässt man diesen Faktor beiseite, wird man von "Schach mit dem Dämon" gewohnt erstklassig unterhalten. Wieder einmal bekam Udo Schenk den Part des Bösen, allerdings erschafft er einen völlig neuen Charakter, der in keinster Weise mit dem Gangsterboss Alex Terras oder dem Totengräber Lionel Hampton zu vergleichen wäre. Sehr kratzig, alt und eher still spricht Schenk den Dämon Octavio und macht ihn damit zu einem durchaus interessanten Gegenspieler. Auf das Stamm-Ensemble hinter den Mikrofonen muss indessen beinahe nicht mehr eingegangen werden. Glaubrecht, Kerzel, Pigulla, Bierstedt und May haben sich mittlerweile voll und ganz in der Edition 2000 beheimatet und scheinen sich in ihren Rollen absolut wohl zu fühlen. Die erstklassigen Sprecher bieten dem Hörer wieder einmal Kino für die Ohren, bei dem auch gelegentliche Gags oder humorvolle Oneliner nicht fehlen dürfen ("Ich wurde noch nie von einem Bauern gedeckt"). "Schach mit dem Dämon" unterhält seine Käufer bestens, gehört dennoch nicht an die Spitze einer Edition 2000 Rangliste. Die Handlung geht stellenweise viel zu schnell vonstatten und scheint sich in ihren Ereignissen beinahe schon zu überschlagen. Dies garantiert zwar ein hohes Tempo, sorgt aber auch dafür, dass man sich kaum in die verschiedenen Szenen einleben kann, da sie stets sehr schnell wieder einem neuen Szenario weichen müssen. Davon mal abgesehen, macht sich stellenweise das Ausbleiben jedweder Logik bemerkbar, was dem Ganzen einen etwas unfertigen Nachgeschmack verleiht. Der Fantasy-Gehalt der Folge steht indessen nicht zur Kritik, da hier jeder für sich entscheiden muss, ob er sich mit derartigen Inhalten anfreunden kann oder nicht. Die Vertonung der bösartigen Dimension und dem Angriff der Riesenameise kann aus technischer Sicht allerdings voll überzeugen. Letztendlich ein durchaus bedingungslos zu empfehlendes Hörspiel, wenn auch nicht ganz so großartig wie manche seiner Vorgänger und Nachfolger. Review by Crapkeeper Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

Übersicht

Bewertung

Sprecher books_6.gif
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Spannung books_5.gif
Story books_5.gif
Horrorfaktor books_5.gif
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Dämon

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Informationen

Drehland Japan
Drehjahr 1978
Laufzeit ca. 105 Minuten
Regie Yoshitaro Nomura
Darsteller Ken Ogata Shima Iwashita Mayumi Ogawa Hiroki Iwase u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (16:9)
Ton DD2.0
Sprachen Japanisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 12
Dämon

Story

Sokichi und seine Frau Oume betreiben zusammen eine kleine Druckerei. Ihre Gerätschaften sind nicht mehr die allerneusten und das Geld will bei den Selbstständigen auch nicht so recht fließen. Es läuft also nicht sonderlich gut. Dann, eines Tages, verschlimmert sich die Lage der beiden Eheleute. Die Geliebte von Sokichi stattet der Familie einen Besuch ab. Zusammen mit ihren drei Kindern, die sie von ihm hat. Oume ist natürlich empört, da sie von all dem nichts wusste.

Nach einem Streit und einer Übernachtung verschwindet die Mutter der Kinder. Allerdings ohne ihre Zöglinge mitzunehmen. Sokichi und seine erboste Frau dürfen sich nun mit ihnen rumschlagen. Sokichi versucht daraufhin, seine ehemalige Geliebte ausfindig zu machen, allerdings ohne Erfolg. Sokichi und Oume bleibt scheinbar keine andere Wahl, als einen teuflischen Plan auszuhecken…

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Kritik

Für einen Horror-Film braucht man nicht zwangläufig schleimige Monster, blutsaugende Vampire oder mordende Psychopathen. Es reicht schon, sich mit dem Mensch an sich zu beschäftigen. So kann man es in Yoshitaro Nomuras „Dämon“ betrachten. Der Film, der im Original den Titel „Kichiku“ trägt, beschäftigt sich mit Ottonormalbürgern, die plötzlich von einem „Dämon“ heimgesucht werden.

Und dieser „Dämon“ diktiert den erwachsenen Protagonisten quasi, die frisch erworbenen Kinder wieder loszuwerden. Unter finanziellem Druck stehend, meinen die Eheleute die drei unehelichen Schreihälse nicht großziehen zu können. Der 1978 gedrehte Film beschäftigt sich ausschließlich mit dieser Thematik. Ohne auch nur einen Moment zu langweilen. Und das, obwohl er mit 105 Minuten durchaus lang geraten ist.

Dass „Dämon“ so gut unterhält, hat er verschiedenen Faktoren zu verdanken. Beispielsweise den brillanten Darstellern. Allen voran Ken Ogata als leidgeprüftem Vater Sokichi und Shima Iwashita als dessen Frau Oume. Hier werden verschiedenste Gefühlwallungen sehr glaubhaft wiedergegeben. Aber auch die jungen Kinder tragen zum guten Gelingen bei. Des weiteren führt Regisseur Yoshitaro Nomura die Kamera derartig gut, dass dem Betrachter atemberaubende Bilder präsentiert werden. Es gibt mal tolle Aufnahmen in der Druckerei, wunderbare Einstellungen in anderen Gebäuden und atemberaubende Außenbilder.

„Dämon“ ist nicht ohne Grund Träger von zahlreichen Preisen. Und um die grauenhaften Absichten darzustellen, braucht es nicht mal blutige Szenen. Der Film ist auch ohne rote Farbe hart genug – Zumindest wenn man etwas für kleine Menschen, in all ihrer Abhängigkeit, übrig hat.

Der Film liegt durchaus schwer im Magen. Gerade weil er durchaus realistisch angelegt ist. Zudem gibt es die ungewöhnliche Konstellation, dass der männliche Protagonist alles andere als ein Held ist. Das Gegenteilige ist hier der Fall. Sokichi ist schwach und ohne Rückgrat ausgestattet. Er hat das zu tun, was seine Frau im sagt. Ist immer voller Furcht und oftmals in einer demütigenden Haltung. Auch sein Gesichtsausdruck spricht Bände. Mit Identifikation ist bei dieser Rolle als nichts zu machen.

All das macht „Dämon“ zu einem sehr sehenswerten Film. Dank der fehlenden deutschen Tonspur ist man gezwungen, den Film mit voller Konzentration zu gucken, was man im Anschluss daran nicht bereut. Man ist vielmehr froh, diesem intensiven Filmerlebnis beigewohnt haben zu dürfen.

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DVD

Als aller erstes muss man lobend erwähnen, dass das Label Polyfilm diesen Film überhaupt auf den deutschen Markt gebracht hat. Mit einem, dem Alter entsprechend, sehr ordentlichem Bild und guten Ton. Dieser kommt ohne modernen Raumklang aus und liegt nur in der Originalsprache vor. Wenn man des japanischen nicht mächtig ist, muss man also die deutschen Untertitel beischalten. Dies stellt aber keinerlei Problem dar und fördert zudem das originale Guckerlebnis. Auf Extras wurde komplett verzichtet, was verkraftbar aber schon etwas schade ist. Dafür wurde der Silberscheibe aber ein Booklet beigelegt, welches sich mit den Japanischen Meisterregisseuren beschäftigt. Die DVD kommt zudem im Pappschuber daher und ist die Nummer 5 der „Japanische Meisterregisseure“ Reihe.

Bewertung

Splatter 2010_1.gif
Spannung 2010_5.gif
Story 2010_5.gif
Ekelfaktor 2010_2.gif
Atmosphäre 2010_5.gif
Tonqualität 2010_5.gif
Bildqualität 2010_5.gif
Zusatzmaterial 2010_1.gif
Gesamteindruck 2010_5.gif

Ähnlicher Film:

The Unholy – Dämon der Finsternis

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 1988
Laufzeit ca. 98 Minuten
Regie Camilo Vila
Darsteller Ruben Rabasa Nicole Fortier Peter Frechette Phil Becker u.a.
Bild 16:9
Ton DD2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 18
The Unholy - Dämon der Finsternis

Story

Ein neuer Priester ist in der Stadt. Seine beiden Vorgänger starben jedoch jeweils am Ostersonntag, daher hat der Priester ein schweres Erbe. Als Detektiv ermittelt er, als Priester bekämpft er. Jedoch kennt er zu Beginn des Films die materielle Existenz des Bösen nicht an. Ein großer Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen dem Göttlichen und dem Teuflischen bahnt sich an. Kann Father Michael gegen die Heerscharen des Bösen bestehen?

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Kritik

Applaus, Applaus zu diesem gelungenen Horrordebüt von Regisseur Camilo Vila, der sich zu diesem Zeitpunkt (1988) zuvor nur an einem Abenteuerfilm ("Reise nach Tarzania") probiert hat. Er inszeniert hier ein schauriges Horrorspektakel, in dem er göttliche Macht und satanischen Hass gekonnt gegenüberstellt. Das Ergebnis: Father Michael als Sympathisant, Luke, der Satan des Geldes wegen anhängt, erscheint als Hassfigur. Das liegt aber bekanntlich nicht nur am Regisseur, sondern auch an den Schauspielern. Besonders hervorheben sollte man Ben Cross ("Star Trek ‘09", "Der Assisi Untergrund", "Der 1. Ritter", "20000 Meilen unter dem Meer ‘97") als Father Michael und William Russ ("American History X") als Luke. Die beiden Gegenspieler arbeiten gekonnt an ihrer Rivalität, Father Michael als Diener Gottes, der den Gelegenheits-Satanisten Luke für die dämonische Bedrohung der Kirche verantwortlich macht. Dementsprechend ist auch die Spannung recht hoch. Schritt für Schritt werden immer mehr Puzzelteile zusammengefügt. Während man am Anfang noch etwas verwirrt da steht, freut man sich am Ende über Erleuchtung, in diesem Fall sogar doppelte. Das Set erscheint sehr gut. Eine perfekt dargestellte katholische Kirche, die mit passender Musik untermalt wird, dazu noch geteilte Meinung über die Existenz des Bösen unter den Pastoren und Bischöfen und zuletzt auch noch der Satanistenclub, der, na ja, sehr, sehr komisch aussieht. Wie eben auch Luke. Aber so scheinen Satanisten in den späten Achtzigern halt ausgesehen haben. Eklig wird’s gegen Ende, als das Böse dann fleischlich in der Kirche vor Father Michael erscheint. Schöne Maskerade, Lob an die Künstler, die solch prächtige Geschöpfe erschufen. "The Unholy" ist ein guter Film. Besonders die Atmosphäre ist sehr gut, die Story ergibt erst gegen Ende immer mehr Sinn. Hervorzuheben sind die beiden Hauptdarsteller. Ein wirkliches Splatterspektakel ist dieser Film nicht, aber trotzdem sehr sehenswert! Ein wahres Twilight Classic!

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DVD

Wie es bei den „Twilight Classics“ so üblich ist, gibt es viele Trailer. Das war es dann auch schon. Dafür sind Bild und Ton gut. Mehr braucht man hier nicht erzählen.

Bewertung

Splatter 2010_2.gif
Spannung 2010_5.gif
Story 2010_5.gif
Ekelfaktor 2010_4.gif
Atmosphäre 2010_5.gif
Tonqualität 2010_4.gif
Bildqualität 2010_4.gif
Zusatzmaterial 2010_3.gif
Gesamteindruck 2010_4_5.gif

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