Autumn Of The Living Dead

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Informationen

Drehland Kanada
Drehjahr 2009
Laufzeit ca. 105 Minuten
Regie Steven Rumbelow
Darsteller Dexter Fletcher Dickon Tolson Lana Kamenov David Carradine u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 16
Autumn Of The Living Dead

Story

Ohne Vorwarnung rafft ein tödliches Virus große Teile der Bevölkerung dahin. Der Tod kommt schnell und schmerzhaft, ist aber nicht das Ende für den Infizierten. Er muss als verrottender Untoter weiter durch die Welt ziehen. Michael, Emma und Carl sind unter den wenigen Überlebenden und versuchen vor den Untoten-Horden zu flüchten. Die Zweckgemeinschaft zieht sich in eine abgelegene Hütte zurück. Dort merken sie mit der Zeit, dass die Toten sich offenbar weiterentwickeln. Je länger sie tot sind, desto lebendiger werden sie…

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Kritik

Der kanadische Filmbeitrag „Autumn Of The Living Dead“ läutet eine neue Ära ein. Eine, wo Zombies keine Zombies mehr sind. Die Billigproduktion wartet zwar mit einem Titel (zumindest in Deutschland) auf, der auf einen Romero-Verschnitt hoffen lässt, die Hoffnung wird beim Gucken aber recht fix im Keim erstickt. Das große Problem des Films ist, dass von den Zombies so gut wie keine Gefahr ausgeht. Was natürlich blöd ist. Die Überlebenden haben kein Problem damit, mal durch eine Zombie-Ansammlung zu gehen. Es reicht, die faulenden Kollegen einfach zur Seite zu schubsen. Dies hat natürlich zur Folge, dass weder die Lebenden noch die Toten ernsthaft angegriffen werden müssen und der Zombie-Fan somit um alles das beraubt wird, warum er das Subgenre mag.

Kein Gore, kein Splatter, keine Kopfschüsse, keine abgerissenen Körperteile, keine Gedärme…. Diese Liste könnte man um all das vervollständigen, was man in einschlägigen Filmen bereits zu Gesicht bekommen hat. Somit kann „Autumn Of The Living Dead“ durchaus von sich behaupten, anders zu sein. Vielleicht will der Streifen auch gar kein Zombiefilm sein, da die Nennung „Zombie“ im Film auch gar nicht vorkommt. Vielmehr versucht er sich, die zwischenmenschlichen Beziehungen unserer Gruppe zu durchleuchten. Die ist leider durchaus einschläfernd, da nichts interessantes passieren will. Dies liegt sicherlich auch am Plot, der ebenso aussagelose ist. Die Seuche kommt, die Gruppe flieht. Vielmehr passiert nicht. Zwischendrin gibt es noch einen kleinen Abstecher, wo Mr. Kung-Fu alias David Carradine („Frankensteins Todes-Rennen“, „Kill Bill: Vol. 1“ u.v.a.) mitspielt. Diese Szene lockert das Geschehen zwar etwas auf, reist aber natürlich auch nichts mehr raus.

Noch problematischer wird es allerdings bei der Inszenierung. Hierfür könnte Prinz Valium verantwortlich gewesen sein. Klar: Der Film entstammt einen Buchvorlage und kommt dieser nahe. Aber dennoch muss man sich für das guckende Publikum etwas überlegen, damit es nicht in den Fernsehsesseln einschläft. Möglicherweise ist die Charakterdarstellung im Buch interessanter und die Dialoge besser zu verfolgen. Auf dem Bildschirm kann das aber niemanden vom Hocker hauen.

Auch in Sachen Spannung und Atmosphäre kann man nicht viel berichten. Für einen Endzeit-Film ist die Atmosphäre nicht dicht und nicht verstörerisch genug. Es werden zwar ein paar nette, kalte Bilder eingefangen, für einen guten Gesamteindruck ist das aber viel zu wenig. Zudem sind die Kulissen nicht überzeugend. In anderen Filmen mit ähnlicher Thematik hat man da schon viel bessere Sachen gesehen. Ganz nett anzusehen sind allerdings die Masken der verrottenden Virusverseuchten.

Die ausgelöste Apokalypse löst keine Überlebensangst aus. Vielmehr wird der Verlust der Lebenden betrauert. Denn das die Protagonisten überleben scheint sicher. Die umherlaufenden Toten werden nämlich nicht durch ihre Fleischeslust angetrieben, sondern nur durch laute Geräusche. Warum auch immer. Von Momenten der spannenden Art bleibt man somit verschont. Was die Haltekraft der Augenlider nicht wirklich unterstützt.

Die unbekannte, aber recht solide agierende Schauspielcrew sorgt auch für keine Aufreger. David Carradines Auftritt kann, wie bereits erwähnt, zwar für etwas Abwechslung sorgen, die dann aber auch schnell wieder in der Ereignislosigkeit auflöst.

Dem geneigten Betrachter sollte klar sein, dass die Verfilmung von „Herbst“ alles andere ist als ein Zombie-Film in bekannter Manier. Diese Untoten schonen ihr Gebiss und haben nur Bock auf laute Geräusche. Das ist zwar durchaus mal etwas anderes, da die Inszenierung aber auch nicht zu gefallen weiß und Spannung sowie Atmosphäre zu wenig ausgeprägt sind, ist „Autumn Of The Living Dead“ ein Film, den man eventuell doch lieber im DVD-Regal stehen lassen sollte. Zumal er mit 105 Minuten auch recht lang geworden ist. Es sei denn, man fand das Buch zum Film gut und möchte sich ein Bild von der Verfilmung machen.

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DVD

Die DVD von Savoy (im Vertrieb von Sunfilm) lässt im DVD-Menü, dank der apokalyptischen Musikeinlage, noch auf einen zünftigen Zombie-Reisser hoffen. Die Extras sind spärlich. Lediglich acht Trailer wurden als Zusatz auf die Scheibe gepresst. Bild und Ton sind gut. Da gibt es für eine Low-Budget-Produktion absolut nichts zu meckern.

Bewertung

Splatter 2009_1_5.gif
Spannung 2009_2.gif
Story 2009_2.gif
Ekelfaktor 2009_2.gif
Atmosphäre 2009_2.gif
Tonqualität 2009_5.gif
Bildqualität 2009_5.gif
Zusatzmaterial 2009_2.gif
Gesamteindruck 2009_2.gif

Train Of The Dead

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Informationen

OT:Redeu-ai

ca.95 Minuten

Südkorea 2005

Regie

  • Kim Dong-bin
Darsteller

  • Jang Shin-yeong
  • Song Il-guk
  • Kwak Ji-min
  • Lee Dong-kyu
  • u.a.

Train Of The Dead

Story

Oh Mi-sun tritt ihren neuen Job an, bei dem sie als Begleitung im Nachtzug nach Seoul fungiert. Vor vielen Jahren hat die junge Frau ihren Vater auf eben dieser Strecke verloren. Er war der Zugführer und einer der über 250 Menschen, die ihr Leben an diesem Tag verloren. Bei Nacht und regennassem Wetter startet der letzte Zug des Tages pünktlich und alles sieht so aus, als würde die Fahrt ihren normalen Weg gehen.

Dann aber kommt es zu einem unerwarteten Stopp. Der Zugführer sieht etwas auf den Gleisen und macht eine unsanfte Notbremsung. Nach langen zehn Minuten, die der Zug scheinbar grundlos gestanden hat, geht es dann weiter. Doch nichts ist mehr wie es zuvor war. Mi-sun, das Personal und die Fahrgäste scheinen in eine andere Zeit versetzt worden zu sein. Alles sieht aus wie vor 20 Jahren. Auf einer Zeitung entdeckt Mi-sun das Datum vom 16. Juli 1988 und kann die neue Situation nicht wirklich einschätzen. Ist alles nur ein Traum? Oder ist in den 10 Minuten des Haltens etwas passiert, dass sie in eine andere Zeit versetzt hat und merkwürdige Dinge geschehen lässt?

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Kritik

Grusel aus Asien, ein Subgenre das in den letzten Jahren sehr ausgelutscht wurde. Dennoch gibt es immer mal wieder neuere Produktionen, die sich diesem Thema widmen. So auch der koreanische Beitrag "Train Of The Dead", der zwar mit einer neuen Umgebung, aber nicht mit neuen Mitteln der Darstellung des Grusels daherkommt. In Asien gibt es offensichtlich noch Bedarf für neue Geisterstreifen, dem geneigten Genre-Fan aus unseren Landen dürfte das Thema aber mittlerweile zum Halse raushängen. Getreu dem Motto: Kennst die „Ring“, Ju-On“, The Eye“ und Konsorten – Kennst Du alle. Was dann kommt ist nur noch Durchschnittsware, geeignet für eine kurzfristige Unterhaltung. Und genau da gliedert sich "Train Of The Dead" ein.

Aufgrund der neuen Umgebung, der interessanten Geschichte und soliden Art, wie er in den Kasten gebracht wurde, ist er sehenswert. Es gibt einige positive Aspekte und nette Ideen, die für eine gute Stimmung sorgen. Langweilig wird es nur an manchen Stellen, meistens dann, wenn es dialoglastig wird. Allerdings sorgt die solide Machart nur für wenig Stimmung. Nicht alles wirkt glaubhaft wenn es in die Vergangenheit geht und eine Gruselstimmung will nur allzuselten auftauchen. Zudem kommen die Schock-Elemente wesentlich zu kurz. Vieles wird nur angedeutet und auch vor langen schwarzen Haaren hat nicht jeder mehr Angst.

Die Charaktere sind nicht sehr durchleuchtet, was aufgrund der Anzahl an verschiedenen Personen aber auch nicht verwundert. Oh Mi-sun wird gut vorgestellt und erweckt Sympathien, was für den Verlauf des Films sinnvoll ist. Problematisch ist das Mitwirken der verschiedensten Personen. Es gibt nämlich einige kleine Handlungsstränge, die so recht keinen Sinn ergeben wollen. Es wird etwas Spektakuläres gezeigt, man denkt sich das es sicher wichtig ist und im Verlauf wird nicht wieder auf das Thema eingegangen. Das sorgt natürlich für die eine oder andere Verwirrung.

Mit Spezialeffekten hält sich der Film ebenso zurück, wie mit den angesprochenen Schock-Momenten. Und nicht alles ist gut anzusehen. Einiges kommt offensichtlich aus dem Computer und wirkt nicht echt. Das hat natürlich zum Nachteil das die Stimmung und somit auch die Atmosphäre nicht glaubhaft respektive sonderlich dicht ist. Dies gilt zum Glück aber nicht für alle Spezialeffekte, sondern nur einen überschaubaren Teil. Insgesamt sind dir Trickeffekte gelungen, wenn auch etwas zu unblutig. Das ausgesprochene FSK 16 ist auf jeden Fall sehr hoch angesetzt. Allerdings macht es sich auch nicht sonderlich gut, wenn auf einem Gruselstreifen das grüne Symbol mit der 12 haftet. Die Zielgruppe dürfte eine solche Freigabe mit dem Nichtkauf bestrafen, denn man will sich ja schließlich ordentlich gruseln.

An den Schauspielern gibt es prinzipiell nichts aussetzen. Die unverbrauchten und unbekannten Gesichter bringen einen frischen Schwung in die Geschichte und meist wirken die darstellerischen Leistungen glaubhaft. Natürlich gilt das nicht für alle Beteiligten, die Tendenz ist aber eher positiv als negativ. Etwas misslungen scheint in einigen Momenten, bei einigen Charakteren die Synchronisation, die nicht so recht passen will. Dafür kann der Film an sich aber natürlich nichts.

"Train Of The Dead" ist ein Mittelklasse-Gruselfilm, mit einem neuen Outfit aber altbekannten Inhalten. Für einen nachhaltigen Verbleib im Gedächtnis nicht zwingend geeignet, für eine kurzweilige, nicht so gruselige Unterhaltung allerdings sehr wohl.

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Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • The Eye

Space Of The Living Dead

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Informationen

OT:Plaguers

ca.82 Minuten

USA 2008

Regie

  • Brad Sykes
Darsteller

  • Steve Railsback
  • Alexis Zibolis
  • Bobby James
  • Noelle Perris
  • u.a.

Space Of The Living Dead

Story

Logbucheintrag Nummer 1, Sternzeit 2241 nach Christus: Das Raumschiff Pandora empfängt einen Notruf und beschließt, diesem zu folgen. Dort angekommen rettet die Crew der Pandora 4 sexy Weltraumschlampen in heißen Minirockuniformen, die sich im Nachhinein als Piratinnen entpuppen. Was die Mädels auch noch mitbringen, ist ein Virus, der alle Menschen, mit denen er in Kontakt kommt, in zombieartige Wesen verwandelt. Wie kann man dieses Virus nur aufhalten?

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Kritik

Zombies im Weltall. So sieht’s aus, machen wir uns nichts vor. Das ist die grausame Realität. Grausam allerdings nur, weil es an der Umsetzung des Drehbuches hapert. Überwiegend schlechte Schauspieler, die, kombiniert mit ihrer deutschen Stimme, dem Film alle Spannung rauben. Eine schlechte Story, die einem jeden Spaß nehmen kann. Als einzig bekanntes Gesicht ist Steve Railsback, in der Rolle des Tarver, zu sehen. Railsback gab schon Charles Manson in dem 1976 gedrehten „Helter Skelter“ wieder. Ebenfalls war er im Kultfilm „Insel der Verdammten“ zu sehen. „Lifeforce – Die tödliche Bedrohung“, „Ed Gein: The Wisconsin Serial Killer“ oder „TDR – The Devil’s Rejects“ sind einige, weitere Stationen seines schauspielerischen Schaffens. In „Space Of The Living Dead“ hält er sich allerdings dezent mit seinem Können zurück. Immerhin gibt’s hübsche Frauen, die allerdings auch nicht schauspielern können, aber wenigstens was fürs Auge sind. Was fürs Auge sind außerdem die Zombies, die schon fast zu schön für diesen Film sind. Da allerdings die Story viel zu knapp ist, verlieren auch diese hübschen hirnfressenden Untoten an Charme. Von einem Regisseur wie Brad Sykes, der schon bei so vielen Filmen Regie führte (Mutation, Camp Blood, Goth, Death Factory) sollte man eigentlich mehr erwarten. Wenn man ihn allerdings näher kennt, weiß man, dass er meist doch mehr Trash produziert als ein siebenköpfiger Haushalt, ab und zu aber ein nahezu gutes Werk dabei rumkommt, mehr halt nicht. Filme, in denen einer nach dem anderen abgeschlachtet wird, sind ja für weilen eigentlich ein probates Mittel. Es stellt sich stets die Frage, wer der nächste sein mag, dem auf liebenswürdige Weise das Hirn ausgelutscht wird. Allerdings sollte man sich dann nicht nur auf die furchterregenden Zombies verlassen, sondern auch die Story ausbauen. Von daher geht die Spannung hier stellenweise gegen Null. Aber vielleicht war man ja von „Alien“ inspiriert und ist zu der Erkenntnis gekommen, dass nur Zombies noch cooler sind als schleimige Außerirdische. Dann allerdings sollte man auch was Schönes auf den Flimmerschirm schicken. Auch noch zu erwähnen ist die pornöse Pornosynchronisation in unserer Deutschen Muttersprache, die einem beim Schauen den letzten Nerv raubt. Wer allerdings auf Trashiges steht, dem sei dieses „Werk“ nur empfohlen.

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Bewertung

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Story 2.gif
Ekelfaktor 5.gif
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Ähnlicher Film:

Shaun Of The Dead

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Informationen

OT:Shaun Of The Dead

ca.96 Minuten

GB 2004

Regie

  • Edgar Wright
Darsteller

  • Simon Pegg
  • Nick Frost
  • Kate Ashfield
  • u.a.

Shaun Of The Dead

Story

Shaun scheint momentan nicht den besten Lebensabschnitt zu genießen. Seine Freundin Liz will sich von ihm trennen, da sie es satt hat, mit einem ziellos durchs Leben ziehenden Mann zusammen zu sein, der ewig in der gleichen Kneipe, namens „Winchester“, rumhängt. Einer seiner WG-Kumpanen macht Stress, da das Zusammenleben nicht mehr so klappen will, und in seinem Job scheint er nicht gerade der Erfolgreichste zu sein.

Shaun sieht das Ganze aber ein wenig undramatischer, als seine Umwelt. Er ist mit seinem Job, als Elektroverkäufer, zufrieden, feiert gerne mit seinem anderen WG-Kumpel Ed und geht gerne ins „Winchester“, um mit seinen Freunden und seiner Freundin ein Bier zu trinken. Ist doch eigentlich alles normal, oder? – Ist es nicht!

Die kommende Trennung macht ihm schwer zu schaffen, da er Liz über alles liebt. Nach einer durchzechten Nacht im „Winchester“ hat Shaun sich fest vorgenommen, an sich zu arbeiten. Allerdings ist dies nicht der beste Augenblick dafür, denn die Stadt ist mittlerweile voller Zombies, was sowohl Shaun als auch Ed erst gar nicht checken. Ihre benebelte Wahrnehmung entschleiert sich aber, als im Garten plötzlich zwei Kreaturen auftauchen, die sie nur mit blanker Gewalt daran hindern können, schlimmeres anzurichten.

Als die beiden wieder auf der Höhe sind, fällt Shaun ein, dass seine Freundin in Gefahr ist, und will ihr zu Hilfe eilen. Er hat auch schon einen Schlachtplan: Erst Liz retten, dann seine Mutter von seinem zombifizierten Stiefvater befreien und anschließend dahin, wo es am sichersten ist: Ins „Winchester“!

Kritik

Die schwarze Zombie-Komödie "Shaun Of The Dead" ist vom Lach- und Spaßfaktor her das Beste, was in dieser Kombination die letzten Jahre auf den Markt geschmissen wurde und hat schon jetzt Kultfilm-Status erreicht. Die Engländer Edgar Wright (Regisseur ) Simon Pegg (Hauptdarsteller und Co-Autor) haben einen außergewöhnlichen Film herausgebracht, der sicherlich viel mehr Leuten gefallen wird als nur denen, die sich für das Horror-Genre interessieren.

Die Macher haben zum Glück darauf geachtet, dass Zombie-Genre nicht durch den Dreck zu ziehen. Sie haben vielmehr eine liebevolle Hommage gedreht, die mit Witzen nicht geizt und einiges an Spezialeffekten zu bieten hat. Und da sind wir direkt auch beim ersten nennenswerten Kritikpunkt angelangt: Spezialeffekte. Allerdings nicht deren technische Realisierung oder optischen Anbringung im Film, sondern die Beurteilung durch den staatlichen Jugendschutz. Der Streifen ist sensationeller Weise mit einer FSK 16 versehen, was blanker Hohn ist. An dieser Stelle sollen jetzt keine einzelnen Szenen aufgelistet und mit anderen Filmen, die dem Gewaltdarstellungsparagrafen 131 StGB zum Opfer gefallen sind, verglichen werden, da Interessierte eh Bescheid wissen. Aber es ist schon deprimierend zu betrachten, wie der Jugendschutz, respektive die Filme kleiner Label, mit Füßen getreten wird (werden) – und das wohl nur für Geld. Aber zurück zum Film.

"Shaun Of The Dead" macht einfach Spaß. Die lustigen Shaun (Simon Pegg )und Ed (Nick Frost ) wären eigentlich alleine einen Film wert, der dann gar nicht mit Zombies gespickt sein müsste. Sie sind zwei coole Typen, die vor lauter Saufen und Kiffen gar keine Zeit haben, sich Gedanken um morgen zu machen. Gespielt werden die beiden Anti-Helden recht authentisch. Es ist sicherlich schwierig zwei so schräge Vögel darzustellen, es sei den man ist selbst einer. Und das nimmt man den beiden Darstellern durchaus ab. Auch die weiteren Rollen sind nicht zu verachten. Da wäre zum Beispiel Shauns Mutter, die eigentlich in jeder Szene für einen Lacher gut ist. Auch ihr neuer Mann, Shauns Stiefvater ist ein Brüller. Für den, mehr oder weniger, romantischen Part des Films ist Liz (Kate Ashfield ) zuständig, die mal in den Mittelpunkt gezogen wird und von dort ebenso schnell wieder verschwindet. Gags gibt es eigentlich am laufenden Band. Lediglich zum Ende hin wird es ein bisschen ernster und es kommt auch zu kleineren Längen, die man sich aber ohne Probleme kürzer trinken kann. Ein, zwei oder drei Bierchen sind beim Gucken unbedingt zu empfehlen. Nicht der Betäubung wegen, man kann so besser mit den Protagonisten mitfühlen, und der Hauptschauplatz, das „Winchester“ macht einem sowieso den Mund wässrig. Genanntes Lokal ist einer der "running gags", die massenweise vertreten sind.

Und, man sollte es kaum glauben, trotz der lustigen Stimmung kommt dennoch eine apokalyptische Horror-Atmosphäre auf, wenn die Zombies auf der Jagd nach Menschenfleisch durch die Straßen wuseln und dazu atmosphärische Musik aus den Boxen dringt. Oben angesprochene Spezialeffekte, die wirklich hart sind, tragen natürlich auch nicht unwesentlich dazu bei. Wer Fan der Zerreiß-Szenen aus Romeros „Day Of The Dead“ ist, weil diese so schön böse sind, wird sicherlich auch Fan von „Shaun Of The Dead“.

"Shaun Of The Dead" ist ein wirklich ungewöhnlicher Streifen, der jetzt schon Kult ist – Und das völlig zurecht. Die Zombie-Persiflage ist perfekt gedreht und mischt die Genre auf seine ganz eigene Art und Weise. Filme wie „Undead“, "Scary Movie" und Konsorten können von solch einer guten Qualität nur träumen. Ein Vergleich mit den frühen Jackson-Filmen kann nicht unbedingt gemacht werden, da diese ja eher Slapstick-Komödien sind, ohne glaubhaften Hintergrund.

Extrem empfehlenswert!

Bewertung

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Atmosphäre 4_5.gif
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Ähnlicher Film:

Shatter Dead

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Informationen

OT:Shatter Dead

ca.82 Minuten

USA 1994

Regie

  • Scooter McCrae
Darsteller

  • Stark Raven
  • Flora Fauna
  • Larry Johnson
  • Marina del Rey
  • u.a.

Shatter Dead

Story

In der Hölle ist mal wieder kein Platz:

Die Welt ist überschwemmt mit Zombies, die Zivilisation, wie wir sie kennen, liegt in Trümmern, der Ausnahmezustand ist verhängt. Offensichtlich sind aber wohl die fetten Jahre der Zombies gezählt: Die Menschen haben sich inzwischen mehr oder weniger mit der Plage abgefunden, so dass beide Gruppen in einer Art Koexistenz miteinander leben. Argwohn und Misstrauen gegenüber den andersartigen Kreaturen haben die Furcht vor ihnen verdrängt.

Erzählt wird ein Tag im Leben der jungen Susan. Auf dem Heimweg vom Einkauf wird sie zunächst von ein paar Zombies, später von einem fanatischen Prediger, der die Zombies um sich schart, belästigt. Bei Einbruch der Dunkelheit findet sie Zuflucht in einer Wohngemeinschaft, macht die Bekanntschaft einer Zombie-Frau, übersteht eine „Zombie-Säuberungsaktion“, um bei ihrer Heimkehr nach Hause zu erkennen, dass sich ihr Freund umgebracht hat. Er hat beschlossen, ein Dasein als Untoter zu fristen und möchte auch Susan mit allen Mitteln dazu bekehren…

Kritik

Das Cover verheißt: „SHATTER DEAD, der einfallsreichste Zombiefilm seit Romero.“ Nicht selten erweisen sich derartige Versprechen als maßlose Übertreibung seitens des Filmvertriebs. In Falle von „SHATTER DEAD“ liegt der Verleih mit dieser Behauptung jedoch durchaus nicht sehr falsch…

Der thematische Ansatz des Versuch einer „Domestizierung“ der Zombies, den George A. Romero in dem letzten Teil seiner Zombie-Trilogie aufgegriffen hat, wird in „Shatter Dead“ auf interessante und teilweise humorvolle Art und Weise weitergesponnen. Die Zombies sind inzwischen ein Teil der Gesellschaft geworden zu sein, von den Menschen zwar nicht akzeptiert, aber man hat gelernt, mit ihnen zu leben. Eine direkte, schleichende Gefahr als blutgierige ewig hungrige Fressmaschinen, wie z.B. in „Dawn of the Dead“ stellen sie offenbar nicht mehr dar, ja sie sind teilweise ohne weiteres nicht einmal auf den ersten Blick von den Normalsterblichen zu unterscheiden. Die Menschen haben sich auf gewisse Art und Weise mit ihnen arrangiert, scheuen eben nur den Kontakt mit diesen andersartigen Kreaturen. Die Zombies scheinen gewissermaßen die neuen Unterprivilegierten der Gesellschaft darzustellen, die von den Almosen der Menschen existieren. Sehr amüsant beispielsweise die Anfangsszenerie, in der Susan mit Einkaufstasche und Maschinenpistole durch die leeren Straßen spaziert und rechts und links am Straßenrand bettelnde Zombies herumlungern. Auf einem Pappschild beschreibt ein Bettel-Zombie dann auch seine Situation wie folgt: „Poor! Dead! Sold my left arm for medical research! What next?” Kein Wunder, dass die Untoten laut Radiobericht inzwischen sogar eine Gewerkschaft (!!) gegründet haben!! 😉

Als Susan aufgrund der Ausgangssperre gezwungen ist, in einer Wohngemeinschaft für die Nacht Unterschlupf zu suchen, entpuppt sich ihre Zimmergenossin Mary bei der gemeinsamen Dusche (bei der Susan selbstverständlich Pistole und Schulterhalfter trägt, sicher ist sicher…) als relativ tot. Zunächst erschrocken will sie sich ihrer neuen Bekanntschaft entledigen, doch diese überzeugt sie davon, dass sie niemandem etwas tun will, sondern einfach nur „leben“. Die beiden Damen kommen ins Gespräch. Dabei erfährt der Zuschauer unter anderem von den alltäglichen Problemen einer eitlen Toten: Da gilt es, unschöne Totenflecken zu kaschieren oder morgens mit ein paar Minuten Handstand eine gesunde Gesichtsfarbe zu bekommen. Besondere Probleme bereiten auch der etwas strenge Körpergeruch oder die ekligen Geräusche, wenn sich Blutansammlungen in bestimmten Körperregionen nach längerem Verweilen in ein und derselben Körperhaltung lösen und das Blut zurück in die Beine schießt… Demgegenüber stehen laut Mary die Vorteile des „Lebens“ eines Untoten: Ewige Jugend bzw. Schönheit, kein Schlafbedarf, allmählich nachlassender Hunger. Nicht zu vergessen der gesellschaftliche Aspekt: Tote konsumieren nicht, schädigen somit auch nicht den Sozialstaat!! (na ja, eine Theorie, die sicherlich jeden BWL-Studenten zu heftigen Kopfschütteln bewegen dürfte…)

Derartig originelle Dialoge, das innovative Ausgangsszenario und die teilweise schrägen Charaktere machen den Film äußerst unterhaltsam, wenngleich gegen Ende die Dialogpassagen ein wenig überhand nehmen..

Trotz Low-Budget-Produktion kann der Film von der Atmosphäre und den hervorragenden Leistungen der Darsteller (die sich offensichtlich seltsamerweise hinter Pseudonymen verbergen) doch ohne weiteres mit aufwändigeren B-Movies mithalten. Die Special-Effects sind zwar nicht gerade das Non-Plus-Ultra, verfehlen aber in ihrer Direktheit ihre Wirkung nicht (so z.B. eine „Man-Eater“-hafte Fötus-Szene…). Auf vordergründige Dauer-Blutrausch-Goreeinlagen im Stile mancher (v.a. italienischer) Vertreter des Zombie-Genres verzichtet „Shatter Dead“ allerdings wohltuend. Vielmehr betrachtet er gerade gegen Ende die eher philosophische Sichtweise von Leben/Tod/Untod. Hartgesottene Zombie-Gorehounds könnten daher bei erstmaligem Anschauen etwas enttäuscht sein. Fans der etwas schrägeren Zombie-Unterhaltung, die sich schon für Michele Soavis ähnlich philosophisches Meisterwerk „Dellamorte Dellamore“ begeistern, werden sich garantiert auch mit „Shatter Dead“ anfreunden können.

Fazit: Schräg, innovativ und allemal einen Blick wert!! Der etwas „andere“ Zombiefilm!! Low-Budget-Produktion der gehobenen Art!!!

Bewertung

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Atmosphäre 4_5.gif
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Ähnlicher Film:

  • Leif Jonker’s Darkness
  • Near Dark

Screaming Dead

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Informationen

OT:Screaming Dead

ca.90 Minuten

USA 2003

Regie

  • Brett Piper
Darsteller

  • Erin Brown
  • Sylvianne Chebance
  • Joseph Farrell
  • Marc Gettis
  • u.a.

Screaming Dead

Story

Der exzentrische Fotograf Roger Neale (Joseph Farrell) hat es durch seine Bondage-Bilder, die Frauen in erniedrigenden Posen zeigen, zu einem gewissen Bekanntheitsgrad geschafft und sucht gerade drei schöne, junge Frauen für sein nächstes Fotoshooting. Seine Anforderung ist, dass sich seine Modelle ihm voll und ganz unterwerfen und blind seinem Willen folgen. Für sein neues Projekt möchte Neale die Angst studieren und bezieht mit seinen den drei Fotomodellen ein altes, leerstehendes Haus, von dem man sich sagt, dass es einst von einem Geisteskranken bewohnt wurde, der dort in einem versteckten Folterkeller mehrere hundert Menschen gepeinigt und ermordet haben soll. Begleitet wird Neale dabei noch von seiner weiblichen Assistentin Maura (Rachael Robbins), sowie Sam (Rob Monkiewicz), dem Repräsentanten der Immobilienfirma, die die Rechte an dem unheimlichen Haus besitzt.

Schon kurz nach der Ankunft in dem Haus macht sich schlechte Stimmung breit, da Neale’s menschenverachtende Arbeitsmoral und seine abstoßende Art bei den anderen nicht gerade auf Anklang stößt. Insbesondere Sam zeigt seine Abneigung gegen den S/M Fotografen bereits nach kurzer Zeit offen, so dass es immer öfter zu Streitereien kommt, während die Methoden Neale’s immer abschreckender werden. Nicht nur, dass er die Frauen unter der Dusche beobachtet und sie zwingt, miteinander zu schlafen, er kettet sie auch ans Bett. Als Neale zufällig die versteckte Folterkammer des Hauses findet, beschließt er, seine Fotos dort zu machen. Blöd nur, dass sich der Geist des geisteskranken Killers, der hier einst sein Unwesen trieb, noch immer in dem Gemäuer aufhält und sein Werk kurz darauf fortführt…

Kritik

Den meisten deutsprachigen Filmfans ist Seduction Cinema, wenn überhaupt, wohl nur durch die zahlreichen Erotikparodien bekannter Hollywoodfilme ein Begriff, zu denen etwa "Lord of the G-Strings", "Spiderbabe", "Sexy Adventures of Van Helsing" und "Kinky Kong" gehören, um ein paar Beispiele zu nennen. In den USA hingegen werden die Softcore Filmchen der Produktionsfirma immer wieder mal spätabends ausgestrahlt, vergleichbar mit dem Nachtprogramm von Vox oder Kabel 1. Irgendwann aber, sei es nun, um den Bitten der Fans nachzugeben, oder um mehr Gewinne einzustreichen, entschied man sich dazu, nicht nur auf nacktes Fleisch, sondern fortan auch auf Horror zu setzen und rief Shock-O-Rama ins Leben. Mittlerweile hat das Unterlabel von ei Independent Cinema bereits mehr als 30 Horrorfilme veröffentlicht, die alle eines gemeinsam haben. Sie wurden möglichst billig produziert und heben sich deshalb nicht großartig von den Softsexfilmchen ab, die man mit Seduction Cinema in Verbindung bringt. Neben Blut ist der hauptsächliche Bestandteil der Billigfilme nämlich immer noch Sex. Nachdem ich mit "Screaming Dead" nun meinen ersten Beitrag aus dem Hause Shock-O-Rama gesehen habe, tun sich mir jedoch erhebliche Zweifel auf, ob man sich mit der Entscheidung, Horrorfilme zu drehen, einen großen Gefallen getan hat.

Sicherlich muss beachtet werden, dass es sich hierbei um einen der ersten Auswürfe Shock-O-Rama’s handelt, mit etwas Gnade kann man das Ganze deshalb noch als Startschwierigkeit abtun und den noch folgenden Produktionen mehr zutrauen. Was hier allerdings abgeliefert wurde, verdient weder die Bezeichnung Horror noch Trash, sondern ist wirklich jenseits von Gut und Böse und nur noch für die hartgesottensten Seduction Cinema Fans ertragbar. Man muss schon Nerven aus Drahtseil und eine fanatische Vorliebe für die bisherigen Werke des Labels haben, um "Screaming Dead" noch etwas abgewinnen zu können. Wer hingegen sonst nur in Mainstream-Kreisen verkehrt und durch Zufall an diesen Film gerät, wird wohl seinen Augen nicht trauen und den Streifen schon nach weniger als 5 Minuten vernichten. Brett Piper, der Anfang der 80er noch den Science-Fiction Film "Mysterious Planet" inszenierte und irgendwann seinen Weg in die Erotikecke fand, musste anscheinend mit einem Minimum eines Budgets auskommen, gegen das selbst die Geldmittel von Troma wie die Budgets von Hollywoodblockbustern wirken, anders kann man sich diese billige Aufmachung nicht erklären.

Das fängt schon mit dem Haus an, welches uns als altes und verlassenes Gemäuer verkauft wird, in dem vor mehr als 70 Jahren ein Geisteskranker sein Unwesen getrieben haben soll. Um sich das mitten in einer Stadt stehende Reihenhaus mit dem sauberen Vorgarten als solches vorstellen zu können, benötigt es aber einiges an Fantasie. Das Innere des Hauses ist fein aufgeräumt und in keinster Weise dekoriert, sprich, man will uns ein komplett leeres und kahles Haus als Wohnstätte eines Massenmörders verkaufen, dass ich nicht lache. Hier und da stehen Möbel und Betten rum, das war es dann aber, so kommt keinerlei Atmosphäre auf. Dennoch kann man ja wenigstens darauf hoffen, dass man dafür mit einer Vielzahl an annehmbaren Effekten bei Laune gehalten wird, doch auch hier: Fehlanzeige. Ab und an sorgt eine plötzliche Geistererscheinung für Angst und Schrecken, doch das sieht dann meist so aus, als hätte Brett Piper seinen fünfjährigen Neffen die Arbeit übernehmen lassen, denn was uns hier als gruselige Geistererscheinung verkauft wird, grenzt wirklich schon an Zuschauerbeleidigung. Auch die "Splatterszenen" sorgen da leider nicht für positive Abwechslung. In einer Szene wird eines der Mädchen an ein Kreuz gebunden und uns soll anschließend suggeriert werden, wie es von einem Geist mehr und mehr zerschnitten wird. Schnittwunden sieht man keine, dafür wurde der Schauspielerin einfach etwas Kunstblut über den nackten Körper gekippt, das durch seine Konsistenz und die viel zu helle Farbe aber bereits in der ersten Sekunde als unecht zu erkennen ist.

Was dem Film auch nicht gerade gut tut ist die Länge von knapp 90 Minuten, obwohl man sagen muss, dass der Film zwischenzeitlich trotz seiner schrecklich billigen Inszenierung so etwas wie Unterhaltung erzeugen kann. Die Charakterkonstellation ist nämlich nicht gänzlich uninteressant, mit der Figur des Roger Neale hat man ein herrlich fieses Arschloch erschaffen, einen frauenverachtenden Widerling, der andere Menschen als sein Eigentum erachtet und sie wie Dreck behandelt. Die sich immer mehr zuspitzende Situation ist dabei gar nicht so uninteressant, zwingt Neale die Mädchen doch beispielsweise, zu dritt in einem viel zu kleinen Bett zu schlafen, in der Hoffnung, dass diese sich so näherkommen. Auch, wenn man auf Sexszenen meist vergeblich wartet, bietet "Screaming Dead" durchaus Anleihen an das Exploitationkino, die Frauen laufen des öfteren mal nackt durchs Bild und werden gegen Ende auch mit allerlei Folterutensilien konfrontiert, so dass "Screaming Dead" durchaus "seine Momente" hat.

Dennoch ist das, was einem da geboten wird, klar zu wenig und als Horrorfilm ohnehin in keinster Weise ernst zunehmen. Eine permanente Einschlafgefahr herrscht hier zwar nicht, dennoch sucht man Spannung oder ein Horrorfeeling vergebens, stattdessen lebt "Screaming Dead" einzig und allein von der unsympathischen Figur des Roger Neale, mit dem sich die Konflikte immer mehr zuspitzen. Dennoch muss man schon jemand sein, der sich allgemein jeden Scheiß ansieht, um diesem Film noch etwas abgewinnen zu können, da hier zwar von allem etwas geboten wird, allerdings von keinem genug. Trash, Horror, Erotik, nichts wird ausreichend geliefert, so dass man letztendlich mehr einen filmischen Gehversuch, als ein wirklich ernstzunehmendes Werk vor sich hat. Die Effekte sind peinlich, die Dialoge stümperhaft und die Kulissen langweilig und unglaubwürdig. Lediglich manch einer von den Darstellern verfügt noch über ein Fünkchen Talent, so zum Beispiel Joseph Farrell als exzentrischer Künstler oder Erin Brown als eines der Modells. Brown, früher als Misty Mundae bekannt, bis ihr Vertrag mit Seduction Cinema ablief und sie sich deshalb auch nicht mehr so nennen durfte, bietet wenigstens noch etwas fürs Auge und agiert gewohnt annehmbar.

"Screaming Dead" ist kein absoluter Griff ins Klo, dennoch sollte man über eine der ersten Shock-O-Rama Produktionen lieber den Mantel des Schweigens hüllen. Ob sich alle Auswürfe des ei Independent Cinema Unterlabels auf einem derartigen Niveau befinden, kann ich erst sagen, nachdem ich mich noch an weiteren Streifen des Labels versucht habe, mit "Screaming Dead" hat man jedenfalls einen durchaus peinlichen Einstand ins Horrorgenre hingelegt. Zum Fürchten sind hier bestenfalls die miserablen Effekte, die einfallslose Story und die Kulissen, auch wenn Fans von derartigen Müllmovies tatsächlich noch den einen oder anderen unterhaltsamen Moment finden werden. Für mich persönlich keiner der "worst movies ever", aber dennoch ein Titel, den man ohne schlechtes Gewissen überspringen kann.

Bewertung

Splatter 1_5.gif
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Ähnlicher Film:

  • Chainsaw Sally

Revenge Of The Living Dead

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Informationen

OT:La Revanche des mortes vivantes

ca.78 Minuten

Frankreich 1987

Regie

  • Christopher Ried
Darsteller

  • Veronique Catanzaro
  • Kathryn Charly
  • Sylvie Novak
  • u.a.

Revenge Of The Living Dead

Story

Viele Menschen arbeiten bei dem einzigen Industriebetrieb ihres kleinen Örtchens, einer Chemiefabrik, da sie keine große Auswahlmöglichkeit haben. Die Fabrik hat schon seit einiger Zeit Probleme mit anonymen Erpressern, die Geld erpressen wollen, worauf die Firmenführung aber nicht eingeht. Die Unbekannten drohen immer wieder, etwas schreckliches zu unternehmen, die Chefetage bleibt aber hart und erachtet diesen Fall als nicht sonderlich bedrohlich.

Eines Tages kommt es dann zu den angedrohten Maßnahmen, der Erpresser, was zur Folge hat, dass drei junge Frauen vergiftet werden. Sie kamen mit verseuchter Milch in Kontakt, die ihren letztlich das Leben nahm. Doch das Gift scheint die jungen Frauen nicht nur getötet zu haben, es lässt sie des Nachts auch wieder aus ihren Gräbern steigen, allerdings sind sie völlig anders als noch wenige Stunden zuvor.

Sie sind zu hungrigen Zombies mutiert, die nur eins im Sinn haben: Menschenfleisch. Die Polizei ist machtlos und ahnt anfangs gar nicht, dass es sich bei den gefundenen Leichen um Opfer von Zombies handelt. Alle sind ratlos und so müssen sie tatenlos zusehen, wie einer nach dem anderen zu Zombiefutter wird…

Kritik

„Revenge of the living Dead“ der auch unter dem Namen „Die Rückkehr der lebenden Toten“ in Deutschland vertrieben wurde (von Carrera in einer Cut-Fassung), ist ohne Zweifel im Trashbereich des Zombiefilms einzuordnen. Das Subgenre des Horrorfilms hat zwar wirklich viel Schund auf den Markt gebracht, aber dieser französische Beitrag von 1987 ist ohne Frage einer der schlechtesten. Es gibt zwar einen hohen Blutgehalt, der mit einigen ekelhaften und einigen richtig miesen (Stöckelschuh im Auge, eine Schwangere, die ihr Kind verliert…) Goreszenen unterstrichen wird, dass war es dann aber auch schon, was man an positivem aus diesem Film herausholen kann.

Der Rest ist einfach nur schlecht und ist weit entfernt von Horrorklassikern wie „Dawn of the Dead“ oder auch „Day of the Dead“. Im Gegensatz zu den Romerofilmen verfügt der Streifen nämlich über keine wirkliche Story. Es wurde lediglich ein Thema ausgewählt, dass der Auslöser der Fleischfresserei, der Rest wurde leider vernachlässigt. Die Zombies watscheln nur dumm durch die Gegend und versuchen ihren Hunger zu stillen. An eine Handlung oder einen Protagonisten ist dabei gar nicht zu denken, dafür gibt es aber unlogische Aneinanderreihungen, die allerdings auch ihren Reitz haben, falls man auf C-Movies steht.

Wirkliche Schauspieler werden ebenso vermisst, wie Spannung oder eine Atmosphäre. Zwar wirkt alles etwas kalt und leblos, aber irgendwie ist es den Machern nicht gelungen das ganze so in den Kasten zu bringen wie es sich gehört. Dafür haben sie aber einige weibliche Filmlaien überreden können, sich so vor der Kamera zu präsentieren wie Gott, oder wer auch immer, sie schuf, aber ein wirkliche Ablenker vor der aufkommenden Langeweile sind diese Szenen gewiss nicht!

Und dann wäre da noch das Ende, dass für einen Zombiestreifen äußerst ungewöhnlich ist, an dieser Stelle soll aber nicht zuviel verraten werden, denn es gibt ja doch immer wieder Leute, die sich so einen Schund freiwillig antun…

Insgesamt gesehen ist „Revenge of the living Dead“ also ein Zombiestreifen, den man sich nun wirklich nicht kaufen muss, es sei denn man steht auf ultraharte Spezialeffekte und auf Filme, die mit einem Minibudget auskommen. Die Astro DVD ist im übrigen nicht ungeschnitten, wie es der Spruch auf dem Cover und die aufgedruckte Spielzeit von 83 Minuten vermuten lassen, allerdings fehlen nur einige Handlungsszenen, die nichts zur Sache tun sollen. Gore- und Splattertechnisch ist er also uncut.

Bewertung

Splatter 4.gif
Spannung 1_5.gif
Story 1_5.gif
Ekelfaktor 4_5.gif
Atmosphäre 2_5.gif
Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

  • Zombies geschändete Frauen

Return Of The Living Dead 2

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Informationen

OT:The Return Of The Living Dead Part II

ca.86 Minuten

USA 1988

Regie

  • Ken Wiederhorn
Darsteller

  • James Karen
  • Thom Matthews
  • Dana Ashbrook
  • u.a.

Return Of The Living Dead 2

Story

"Toll treiben es die wilden Zombies" ist die witzigste Parodie, die man zu diesem Thema finden kann. Ihr Lebenselixier, eine frische Brise Giftgas, lässt die Zombieherzen wieder höher schlagen. Eben noch friedvoll und ruhig, gleicht der Friedhof plötzlich einer Zombiegala. Die neue Jagdsaison, unter dem Motto: Besser frisches Hirn als gar keins, hat begonnen.

Kritik

Folgt in Kürze

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 2.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 2_5.gif
Atmosphäre 2_5.gif
Gesamt 2_5.gif

Ähnlicher Film:

Return Of The Living Dead 3

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Informationen

OT:The Return Of The Living Dead Part III

ca.93 Minuten

USA 1993

Regie

  • Brian Yuzna
Darsteller

  • Trevor Edmund
  • Mindy Clarke
  • u.a.

Return Of The Living Dead 3

Story

Julie und Curt brechen in ein geheimes Armeeversuchsgelände ein, in dem Curts Vater ominösen Experimenten mit dem Ziel, Tote ins Leben zurückzurufen, nachgeht. Als Julie kurze Zeit später bei einem folgenschweren Motorradunfall ums Leben kommt, sieht Curt nur einen einzigen Ausweg: er reanimiert die Leiche im Labor seines Vaters…

Kritik

Dies ist wohl neben Dawn of the Dead der Beste Zombiefilm. Ich habe die ungekürzte Fassung auf DVD von dem Verleger " Laser Paradiese ". Nach dem Tod der Hübschen Julie geht’s voll zur Sache. Spitzen Splattereffekte die wir sonst nur aus Braindead (Dead alive) kennen. Ein unbedingtes Muss für alle Zombie Fans!!

Bewertung

Splatter 5.gif
Spannung 4.gif
Story 4_5.gif
Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 4_5.gif
Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

Return Of The Living Dead

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Informationen

OT:The Return Of The Living Dead

ca.91 Minuten

USA 1985

Regie

  • Dan O’Bannon
Darsteller

  • Clu Gulager
  • James Karen
  • Don Calfa
  • u.a.

Return Of The Living Dead

Story

Freddy ist ein junger Punk und geht ausnahmsweise mal einem Job nach. Er hat eine Anstellung im hiesigen Depot für medizinische Güter erhalten und lässt sich von seinem Vorgesetzten, Frank, einarbeiten. Frank führt ich durch die Hallen des Lagers, in denen sich allerhand Zeug befindet, was irgendwann mal gelebt hat.

Am Ende der Führung zeigt Frank stolz das absolute Highlight des Depots vor, dass laut seinen Aussagen die Filmwelt revolutioniert hat. Im Keller befinden sich nämlich Behälter in denen Zombies untergebracht sind. Die Zombies sollen damals die Vorlage für den Film „Night of the living Dead“ gewesen sein, bevor sie vom Militär in diese Fässer verbannt wurden. Frank will seine Aussage mit einem Schlag auf ein solches Fass untermauern, was sich allerdings als nicht sonderlich klug rausstellt. Irgendwie scheint das Fass einen Defekt erlitten zu haben, denn nun strömt ein Gas aus ihm, dass Freddy und Frank direkt zu einer Ohnmacht zwingt.

Als die beiden Lagerhüter wieder erwachen, müssen sie feststellen das der Zombie, der eben noch im Fass steckte, verschwunden ist. Auch als die Jungs eine Etage weiter oben sind, um den Untoten zu suchen, merken sie, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Eine Hundekörperhälfte – ein Ausstellungsstück – ist seltsamerweise wieder zum Leben erwacht und auch aus dem Leichenkühlhaus dringen recht lebhafte Geräusche…

Nach einer unfreiwilligen Begegnung mit einem Zombie, der das Treffen nicht komplett überstehen soll, wissen die beiden was vorgefallen ist. Nun müssen sie zusehen, dass sie die zerstückelten Überreste des Zombies loswerden und beschließen zum Krematorium zu fahren, um die Teile dort verbrennen zu lassen. Sie können den Wächter der Anstallt vom Flammentod der Überreste überzeugen und freuen sich wenige Minuten später, als der Brenner alles in Asche auflöst hat. Sie denken, dass die Zombieplage nun vorbei ist, haben aber nicht daran gedacht das die Asche des Untoten auch Schaden anrichten kann. Denn diese fällt, nachdem sie den Kamin durchquert hat, auf eine wartende Punkermenge, die auf dem örtlichen Friedhof ausharrt. Die Gruppe beklagt sich über Hautbrennen, als sie mit der Asche in Kontakt kommt und muss wenig später mit ansehen, was die Asche mit den vergrabenen Toten anrichtet…

Kritik

„Verdammt die Zombies kommen“ lautet der Titel der deutschen Veröffentlichung von „The Return of the living Dead“ und er verrät dem Betrachter bereits vorab, was auf ihn zukommt. „The Return of the living Dead“ ist zwar zweifelsfrei als Kultfilm des Zombiesubgenres einzuordnen, er setzt sich aber durch seine gewollte Komik von anderen Genreklassikern ab. Auch die Art und Weise, wie sich die Zombies verhalten, erinnert nicht unbedingt an „Night of the living Dead“ oder „Dawn of the Dead“, da die Untoten alles andere als schwerfällig sind und die lustige Eigenschaft besitzen, kommunizieren zu können…

Alleine diese Tatsache lässt „The Return of the living Dead“ schon zu einem Kultfilm avancieren, denn in keinem anderen Film wird das Wort „Gehirn“ respektive „Brain“ so lustig ausgesprochen. Die Zombiemeute befindet sich nämlich auf einem großen Fresszug, nachdem sie durch die undankbaren Umstände zum Leben erweckt wurden. Storytechnisch wird dies einwandfrei auf den Bildschirm gebracht und man ist von Anfang an bei der Sache. Bereits kurz vor dem Auftreten des ersten Untoten gibt es sehr unterhaltsame Szenen, in denen totes Material zum Leben erweckt wird.

Auch die erste Begegnung mit einem Zombie lässt sich sehen, vorausgesetzt man betrachtet die ungeschnittenen Version, die entweder als Original oder als Bootleg vorliegen sollte. Ansonsten verpasst man eine der wenigen Splatterszenen, in welcher der Zombie dann artgerecht in seine Einzelteile zerlegt wird. Gewalt kommt nicht sonderlich häufig vor, allerdings sind die wenigen Trickeffekte durchaus ansehnlich und wirken nicht gekünzelt. Aber die Effekte sind natürlich nur Nebensache, denn im Vordergrund stehen ganz klar die lustigen Einlagen, die zuhauf vorhanden sind.

Sei es ein halbes Hündchen, ein angeketteter Halbzombie (der das Hirn richt aber nicht verputzen darf), die lustigen Charaktere oder die zahlreichen Dialoge, zu Lachen gibt es eine Menge Material. Da ist es natürlich logisch, dass die Spannung und die Atmosphäre etwas schwächer ausfallen, aber das ist ebenfalls nicht negativ zu bewerten. Etwas schlecht kommen eventuell die Darsteller rüber, man muss aber bedenken das die meisten Rollen nicht unbedingt leicht zu meistern waren. Die beiden Protagonisten machen ihre Sache auf jeden Fall ganz ordentlich und gaukeln eine glaubhafte Zombieverwandlung vor, die ebenfalls zu den lustigeren Szenen zu zählen ist. Eine herausragende Rolle spielt der Leichenbeschauer, dessen Part zwar völlig übertrieben dargestellt wird, was aber auch zur allgemeinen Erheiterung beiträgt.

„The Return of the living Dead“ ist alles andere als ein normaler Horror- / Zombiefilm, macht aber eine Menge Spaß und das ist ja nicht gerade unwichtig. Es gibt haufenweise lustige Einlagen, Splatter und herumrennende Zombies, die immer wieder nach Gehirnen lechzen und dies auch offen kundtun. Eine Bessere Unterhaltung kann es für Freunde des Genres gar nicht geben…

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 3_5.gif
Story 4_5.gif
Ekelfaktor 5.gif
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Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film: