Angel Of Death

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Informationen

OT:Der Todesengel

ca. 161 Minuten

Deutschland 1998

Regie

  • Andreas Bethmann
Darsteller

  • Manila May
  • Timo Rose
  • Lady Kora
  • u.a.

Angel Of Death

Story

Angelo und Mike sind zwei von diesen Typen, denen man lieber nicht begegnen möchte. Sie sind von Beruf Zuhälter und ständig auf der Suche nach „Frischfleisch“, dass sie einfach auf der Strasse einsammeln. Das sie dabei äußerst brutal vorgehen ist logisch. Die erste Frau, die sich ihnen entgegenstellt und nicht für die beiden Verbrecher arbeiten will, wird mit einer Schrotflinte von ihrem hübschen Kopf befreit.

Eines Tages treffen die beiden auf ein Fotomodell namens Manila. Manila hat eine Autopanne und befindet sich ziemlich hilflos auf einem Waldweg. Das Fotomodell freut sich das sie nun nicht mehr allein mit ihrem Problem ist doch sie weiß ganz schnell das die beiden nicht gekommen sind um ihr zu helfen. Die beiden vergewaltigen sie und lassen sie links liegen als sie ohnmächtig wird, da sie in den Augen der Zuhälter nicht für den Job als Prostituierte geeignet ist.

Manila schleppt sich mit letzter Kraft nach hause und hat von nun an schreckliche Alpträume aufgrund der grausamen Sachen die sie erlebt hat. Als sie einen jungen Mann kennerlernt und mit ihm intim wird, greift sie sich plötzlich ein Messer und zerstückelt ihren Liebhaber während des Aktes. Sie verspürt irgendwie einen abgrundtiefen Hass gegen Männer und sucht sich für ihr nächstes Liebesspiel eine Frau aus. Doch als diese einen abgetrennten Kopf im Kühlschrank findet muss auch sie dran glauben …

Manila fährt in den Wald, um dort die Leichenteile ihrer ehemaligen Bekanntschaft zu entsorgen und wird dabei von einem Liebespärchen beobachtet. Das ist Pech für die beiden, denn wenige Minuten später sind auch sie tot. Als die Polizei an den schrecklichen Tatort im Wald angekommen ist, befindet sich Manila längst wieder auf der Suche nach neuen Opfern. Sie ist im Rotlichtviertel und trifft dort durch Zufall auf ihre Peiniger Angelo und Mike.

Sie bewaffnet sich und macht es sich zur Aufgabe die beiden Vergewaltiger zu töten …

Kritik

Oh man… Ich habe schon soviel Schund durch meine Leidenschaft zum Horrorfilm sehen dürfen, aber dieser Film setzt allem die Krone auf. Der erste deutsche „Sexploitation-Horror-Movie“ schimpft sich das Werk von dem umstrittenen deutschen Amateurhorrorfilmer Andreas Bethmann und ich bin nicht sicher ob es irgendjemand auf dieser verrückten Welt gibt, der diesen Streifen sehen will. Der Zusatztitel zum Film „Fuck Or Die“ sagt schon so ziemlich alles über dieses kranke Werk aus. 161 Minuten in denen es nur um „Fuck“ and „Die“ geht.

Sonst gibt es nicht viel in den knapp drei Stunden zu betrachten. Ich denke das man die Handlungsszenen auf etwa 20 Minuten zusammenschneiden könnte, wenn es überhaupt. Der Rest sind irgendwelche unsinnige Grossaufnahmen von Frauenkörpern oder intensive Beobachtungen eines Liebesspiel. Bethmann versucht wahrscheinlich der deutsche D´Amato zu werden. Der italienische Regisseur hat nämlich wie kein anderer versucht das Horror- und Erotik- ( Porno ) Genre zu vermischen.

Die Schauspieler sind völlig zurecht unbekannt und kommen meist, laut Aussagen, aus dem Pornogeschäft. Das sieht man natürlich auch bei ihren Aktionen. Vor der Kamera können sie sich einigermaßen gut rekeln aber dann hört es abrupt auf! Witzig fand ich einige Szenen, in denen die männlichen Protagonisten versucht haben Eindruck zu schinden. „Tarantino-like“ wurden die Waffen auf die Opfer gerichtet, was aber absolut lächerlich aussieht… Vielleicht sollten sich die Herren die Aufnahme mal ansehen und sie dann mit den Gangsterszenen aus „Pulp Fiction“ vergleichen. Wenn euch dann nichts auffällt tut ihr mir echt leid! Genauso dämlich wie die Schauspieler sind die gekünzelten Dialoge, vorrausgesetzt es wird nicht gestöhnt…

Splattertechnisch wird einiges geboten, aber bis auf ein, zwei Szenen sind die Spezialeffekte nicht sonderlich gelungen. Bis zum Realismus ist es noch ein weiter Weg für Herrn Bethmann und ich denke das er es gar nicht erst versuchen sollte. Er sollte nicht das Horrorgenre blamieren, sondern besser Pornofilme drehen, weil dort die Kritiker stumm sind …

Dieser Film ist der hinterletzte Schrott!!

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • Bethmann Filme…

Aileen – Life And Death Of A Serial Killer

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OT:Aileen: Life And Death Of A Serial Killer

ca. 90 Minuten

GB, USA 2003

Regie

  • Nick Broomfield
  • Joan Churchill
Darsteller

  • Nick Broomfield
  • Aileen Wuornos
  • u.a.

Aileen - Life And Death Of A Serial Killer

Story

“Aileen: Life And Death Of A Serial Killer” ist eine Dokumentation über die Serienmörderin Aileen Wuornos, deren Leben die Vorlage des Oscar-nominierten Films „Monster“ war. Dokumentar- und Spielfilmregisseur Nick Broomfield startete 1992 den ersten Versuch eine Dokumentation über „Die erste weibliche Serienmörderin“ zu drehen, (The Selling Of A Serial Killer) was ihm auch mit gutem Erfolg gelang. Im Jahre 2003 folgte dann diese Dokumentation, die es wirklich in sich hat.

Kritik

Bloomfield zeigt ganz unverblümt das wahre Leben der Serienmörderin, soweit es menschenmöglich ist, da die verstörte Frau sicherlich einen großen Teil der Wahrheit mit in ihr Grab genommen hat. In exklusiven Interviews kann man den Sinneswandel der Frau und auch ihren Hass auf die Gesellschaft und die Polizei beobachten. Der Sinneswandel ist mit Sicherheit das Schockierenste, was man in realen Dokumentationen erleben kann, denn erst geht die Frau mit der Überzeugung in die Gerichtsverhandlungen, dass sie ein Opfer durch Vergewaltigungen geworden ist und am Ende sieht sie sich als einen kaltblütigen Mörder, der sich mit Gott arrangiert hat und auf jeden Fall umgebracht werden muss. Der Regisseur bleibt derweil stets sachlich und versucht sein gutes Verhältnis zu der Frau aufrechtzuerhalten, was im Verlauf immer schwieriger wird. Besonders bizarr ist eine Szene, in der Aileen denkt die Kamera sei ausgeschaltet. In der vorherigen Aufnahme erzählte sie von den absichtlichen Morden, im Anschluss aber wieder von den Vergewaltigungen. Auch ein Interview mit der leiblichen Mutter der Mörderin bringt keine Klarheiten ans Licht. Aileen Wuornos behauptet sogar das ihre leibliche Mutter nicht mehr leben würde, was aber natürlich nicht der Fall ist. Ihr schizophrener Zustand hätte Aileen eigentlich das Leben retten müssen, da vor der Hinrichtung eines Menschen eine Untersuchung stattfindet, aber Gouverneur Jep Bush (Bruder des „Idiot Son Of An Asshole“ (Ein Lied der Gruppe NOFX)) passte dies nicht in seine Wahlvorbereitungen, da er mit ihrer Liquidierung, einen Monat vor der Wahl, seine harte Hand unter Beweis stellen konnte. Szenen wie diese treiben einem beim Betrachten einen dicken Klos in den Hals, auch wenn man natürlich nur wenig Mitleid mit der Mörderin haben kann. Sie war sicherlich ein Mensch, den man auf der Strasse nicht begegnen will, da schon ein Blick in ihre Augen große Angst auslöst. Den bösen Blick legt sie einige Male während der Interviews auf und gepaart mit ihrem Verfolgungswahn und dem draus resultierendem Hass wird einem mehrfach Angst und Bange. “Aileen: Life And Death Of A Serial Killer” ist eine wirklich beeindruckende Dokumentation, die man Serienmörder-Interessierten und Leuten, die den Film “Monster” bereits gesehen haben nur wärmstens empfehlen kann, da er viel tiefer als die Hollywood-Produktion geht. Natürlich wird man auch hier nicht die ganze Wahrheit über das Leben der Aileen Wuornos erfahren, da die Protagonistin sie mit ins Grab genommen hat… Aber man kann wenigstens sehen was die Medien aus der Geschichte gemacht haben und wie ein kaputtes Leben dafür genutzt wurde, sich politische Vorteile zu verschaffen. Zur DVD von E-M-S: Bildformat: Vollbild 4:3

Tonformate: deutsch DD 2.0, englisch DD 2.0

Untertitel: deutsch

Ländercode: 2

Extras:

Trailer von dem Film "Monster"

Filmo- und Biografie von Nick Broomfield Bild und Ton sind entsprechend einer Dokumentation nicht zu vergleichen mit einer Filmproduktion – dass erwartet aber auch niemand. Das DVD-Menü ist mit einem netten Song hinterlegt, der nach der Betrachtung des Films zum traurigen Ohrwurm wird.

Bewertung

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999 – Final Destination Death

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OT:999-9999

ca. 103 Minuten

Thailand 2002

Regie

  • Peter Manus
Darsteller

  • Jul. Jakrapong,
  • Sririta Jensen,
  • Paula Taylor
  • u.a.

999 - Final Destination Death

Story

In der Schule von Phuket in Thailand wird heftig diskutiert: Im nahe gelegenen Lehrinstitut kam es zu einem mysteriösen Todesfall. Ein Mädchen wurde in großer Höhe auf einem Fahnenmast aufgespießt. Keiner weiß wie, warum oder wieso. Nur die hübsche Rainbow, die gerade von der besagten Schule auf diese gewechselt ist, scheint etwas zu wissen. Alles soll im Zusammenhang mit einer gewissen Telefonnummer stehen: 999-9999. Sun und der Rest der Klicke wollen das allerdings nicht glauben. Doch da alle männlichen Mitglieder auf die hübsche Rainbow abfahren, erhält ihr Wort Gewicht. Sie erzählt von 999 und davon, dass der Teilnehmer am anderen Ende jeden Wunsch erfüllt. Wenn das andere Ende denn zu erreichen ist. Allerdings gibt es da mehrere Haken: Vor 12 ist niemand am Höher, nur der Anrufer kann die Stimme des Gegenübers hören und nachdem ein Wunsch erfüllt wurde, zahlt der Wünschende einen hohen Preis dafür…

Kritik

Die Zutaten, die diese thailändische Horror-Suppe zu einer kleinen, fernöstlichen Gaumenfreude machen, sind für das geschulte Auge des Horror-Fans leicht auszumachen. Eine Priese „The Ring“, dazu etwas „Final Destination“ sowie eine Portion „Wishmaster“ und zum Abrunden des Geschmacks noch ein wenig „Scream“. Das ist vielleicht nicht sonderlich kreativ, hat aber beste Aussichten, weit über den asiatischen Markt hinaus zu schmecken. Und in der Tat: „999“ ist ein unterhaltsamer, völlig überdrehter Film, in dem Regisseur Peter Manus viel experimentelle Elemente eingebaut hat. Schnelle Musik, grelle Farben und schräge Kameraeinstellungen lenken den Betrachter schnell von den offensichtlichen Parallelen zu den bereits genannten Genregrößen ab und lassen ihn zu einem recht eigenständigen Film werden. Immer wieder versuchen die Jugendlichen, aus verschiedenen Beweggründen, den Inhaber der mysteriösen Telefonnummer zu erreichen. Und das klappt meist auch. Wünsche werden erfüllt und im Anschluss das Leben genommen. Die Morde bzw. Unfälle sind dabei recht gut in Szene gesetzt und meist sehr blutig. Nur einen SFX-Effekt hätte man sich sparen müssen. Offensichtlich waren die Computer-Grafiker nicht mal ansatzweise auf einem technischen Niveau, dass es erlauben würde derart rumzutricksen. Der gezeigte Effekt ist auf jeden Fall mit das schlechteste, was man auf diesem Gebiet jemals zu Gesicht bekommen hat und passt irgendwie überhaupt nicht zu den anderen dargebotenen Spezialeffekten. Aber jeder kann ja mal einen Fehler machen… … wie halt die Personen im Film indem sie ihrer Schwäche nachgehen und an den Telefonhörer greifen. Diese werden im Übrigen von einer mittelmäßig bis schlechten Crew gemimt. Ausschläge gibt es reichlich. Bei einigen Darstellern ist kein und bei anderen wenigstens etwas Können zu erkennen. Und derjenige, der mit Abstande am schlechtesten schauspielert hat auch noch eine total verhunzte Synchronstimme bekommen. Glücklicherweise muss der Schauspiellaie aber als erstes ins Gras beißen und nervt so nicht mehr als ertragbar wäre. Glaubwürdig ist der Film nicht. Muss er aber auch nicht sein. Auf seine überdrehte Art weiß er zu gefallen, nimmt sich zu keiner Minute ernst und kommt mit einigen lustigen Einlagen daher. Nur die charakterlosen Rollen nerven ein wenig. Gegen Ende wird es dann leider etwas langweiliger, was „999“ einen weiteren Minuspunkt beschert. Alles in allem überwiegt aber das Positive und die frische Art, mit der „999“ über den Bildschirm gerauscht kommt. Dass er überdeutlich an andere Genrebeiträge erinnert stört nicht weiter. Er ist schnell, blutig, modern, hart, asiatisch und lustig. Eine gelungene Mischung also – in jeder Hinsicht.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Must Love Death

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OT:Must Love Death

ca.89 Minuten

Deutschland 2009

Regie

  • Andreas Schaap
Darsteller

  • Sami Loris
  • Manon Kahle
  • Jeff Burrell
  • Ben Posener
  • u.a.

Must Love Death

Story

Das Schicksal meint es nicht gut mit Norman. Sein Traum von einer Musiker-Karriere ist geplatzt, seine Freundin hat ihm den Laufpass gegeben. Und wie das Leben so spielt, entpuppt sich auch der neue hoffnungsvolle Flirt mit Jennifer durch ein dummes Missverständnis scheinbar als Enttäuschung. Norman sieht nur einen Ausweg aus dem Elend: Selbstmord. Er verabredet sich mit Gleichgesinnten, die er im Internet kennen gelernt hat. In einer einsamen Hütte im Wald will man gemeinsam aus dem Leben scheiden. Doch am Treffpunkt angekommen, muss Norman erkennen, dass er in die Falle grausamer Sadisten geraten ist, die ihn für ihre eigene Snuff-Show zu Tode foltern wollen. Aus Normans Todessehnsucht wird ein Kampf ums Überleben…

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Kritik

Dass Liebe grausam sein, ist hinlänglich bekannt. Im Film bietet es sich daher nahezu an, Romantik und Terror miteinander zu verknüpfen. Nur konsequent also, dass mit „Must Love Death“ nun die erste selbsternannte „romantische Folterhorrorkomödie“ die Dinge rund um Herz und Schmerz, um Liebe und Hiebe auf den Punkt bringt.

Das erste abendfüllende Werk von Regisseur Andreas Schaap vermengt tragikomische Dramatik mit einer romantischen Lovestory und watet schließlich knöcheltief im Blut grimmig-grotesker Foltereien.

Die Story um den depressiven, vom Leben enttäuschten Musiker Norman, der bei seiner Verabredung zum gemeinschaftlichen Selbstmord in die Fänge grausamer Sadisten gerät, nimmt zunächst nur langsam Fahrt auf.

Danach überschlagen sich jedoch die Ereignisse, so dass für beste Unterhaltung gesorgt ist. – Vorausgesetzt man besitzt einen stabilen Magen. Denn was als seichte Liebesschnulze beginnt, mutiert schon bald zur Tour de Force, die in bester „Hostel“- oder „Saw“ – Manier mit Sadismen, Sarkasmus und literweise Kunstblut aufwartet.

Der Humor dabei ist tiefschwarz, etwa wenn die beiden Sadisten, Hinterwäldler mit einem gehörigen Dachschaden, ihre Foltershow „Foltern oder Nichtfoltern“ mit zynischen Bemerkungen kommentieren. Generell trägt das dynamische Drangsalier-Duo wesentlich zur Unterhaltung bei, gleiches gilt auch für die Gastauftritte von Tim Sander und Matthias Schweighöfer als Science-Fiction-Nerds und Tobias Schenke, der als Folteropfer herhalten darf. Auch Kult-Regisseur Jörg Buttgereit („Nekromantik“) ließ es sich nicht nehmen, dem blutigen Treiben beizuwohnen.

Schauspielerisch kann „Must love Death“ also durchaus überzeugen. Gleiches gilt auch für die technische und dramaturgische Umsetzung.

Regisseur Andreas Schaap, der bisweilen durch Kurzfilme und Musikvideos auf sich aufmerksam gemacht hat, zeigt, dass er sein Handwerk versteht. Davon zeugen die interessanten Kamerafahrten und – einstellungen aber auch der geschickte Einsatz von Rückblenden als Stilmittel, um die Charaktere vorzustellen. Ein Pluspunkt ist ebenfalls, dass Schaap beim Plottwist von der Tragikomödie hin zum Terrorfilm auf einen jähen, abrupten Schnitt in der Handlung verzichtet, der dem Film sicherlich nicht gut getan hätte. Durch Rückblenden und Handlungswechsel vollzieht sich der Wandel dezent, so dass bei allem Ekel und Sadismus, den die Folterszenen per se bieten, die Spannung, der Humor und die Romantik in einem guten ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.

Apropos Romantik: Diese kommt in „Must love Death“ relativ unpeinlich rüber. Auch hartgesottene Horrorfans brauchen somit keine Angst haben…

Dass Andreas Schaap mit seinem Genremix den Nerv des Publikums trifft, zeigen zahlreiche Auszeichnungen, die der deutsche Film auf internationalen Filmfestivals einheimsen konnte. Keine Frage, dass „Must love Death“ auch bei den heimischen Fans Gefallen finden dürfte…

Fazit: Unterhaltsamer, teils drastischer Mix aus tiefschwarzer Komödie, blutigem Terrorfilm und unpeinlicher Romanze.

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Bewertung

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Spannung 4.gif
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Ähnlicher Film:

  • Saw
  • Hostel
  • Frontiers
  • Broken
  • Funny Games

House Of The Creeping Death

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Informationen

OT:House Of The Creeping Death

ca. 103 Minuten

USA 1984

Regie

  • George A. Romero
Darsteller

  • Rod McCary
  • Mabel King
  • Allen Garfield
  • Vernon Washington
  • u.a.

House Of The Creeping Death

Story

Der Film besteht aus fünf voneinander unabhängigen Kurzfilmen. Sie lehnen an die TV – Serie Tales from the Darkside an.

Film 1 : Der Fluch der Tempeljungfrau

Der Anfangsfilm handelt von einem englischem Sammler alter ägyptischer Statuen. Ganz neu in seiner Sammlung ist die Mumie, die in ihrem Leben Königin der Käfer war. Als ein Ägypter auftaucht und ihn warnt, den Schmuck aus der Mumie zu entfernen hört er nicht drauf und bekommt wenig später Visionen. Er sieht überall hässlich Käfer. Der Ägypter kommt ein zweites mal vorbei doch der Engländer schlägt erneut seinen Rat aus. Er schneidet die Mumie auf und findet weiteren Schmuck. Voller Freude über seinen neu erreichten Reichtum trinkt er eine Flasche Whisky. Dabei bemerkt er nicht das sich der Sarg der Mumie öffnet und Hunderte Käfer den Körper der Mumie verlassen. Sich machen sich über ihn her bis er schließlich am nächsten Morgen tot aufgefunden wird. – Filmende —

Film 2 : Das Dreizehnerdutzend

Bei der Beschreibung zur zweiten Geschichte möchte ich mich kurz halten. Da die Geschichte kompletter Quatsch war. Eine schwarze Bäckerin hat Voodookräfte mit denen sie Plätzchen backt. Diese Plätzchen stellen andere Personen dar. Zerstört man den Leckerbissen erleidet diese Person Höllenqualen bis sie schließlich stirbt.

Ein Werbefachmann versucht der schwarzen Frau ein Angebot zu machen um ihren Laden aufzumöbeln. Sie will erst nicht geht dann aber auf das Angebot ein. Als die Bäckerei expandiert nutzt der Werbemann die Plätzchen um erfolgreicher zu werden, bis seine eifersüchtige Frau hinter den Trick kommt und ihn anhand eines Plätzchen tötet. Der Bäckerin ergeht es nicht viel besser. Sie verwandelt ihren versoffenen Mann in eine Ratte. Als er verwandelt ist frisst er ein Plätzchen, sodass die schwarze Frau stirbt.

Was der Titel mit der Geschichte gemeinsam hat kann ich euch leider nicht sagen da ich es selber nicht verstanden habe. – Filmende —

Film 3 : Mookie und Pookie

Mookie und Pookie sind Zwillinge. Mookie, der Junge, ist körperlich behindert und hat nur seinen Computer um sich mit der Außenwelt zu verständigen. Pookie hasst Computer aber ihr Bruder sagt ihr eines Tages das sie sein Werk vollenden muss. Sie versteht dies nicht. Wenig später ist Mookie tot. Nach der Beerdigung macht sich Pookie an den Computer ran und programmiert fleißig, weil sie weiß das ihr Bruder sich in ihm befindet. Jetzt muss sie nur noch schnell genug das Programm fertig schreiben damit ihr Bruder sich über den Computer bemerkbar machen kann, denn der Vater glaubt ihr nicht und will den Computer verkaufen.

In letzter Sekunde schafft Pookie das Programm Fertigzustellen, der Vater glaubt ihr und alle sind glücklich – Filmende –

Film 4 : Der Teufel in Hollywood

Ein junger nicht erfolgreicher Drehbuchautor hadert mit sich selbst. Außer Absagen bekommt er nichts, bis auf einmal ein Freund von ihm vorbei kommt und ihm sagt das er gute Beziehungen habe und ihm seine Hilfe anbietet. Er willigt ein und am nächsten Tag ist er ein gefragter Mann in diesem Business. Er ist erfolgreich aber immer noch nicht glücklich. Er erzählt seinem Freund das er doch gerne Produzent wäre und der Freund sagt ihm das dies machbar wäre. Sein Freund outet sich als Teufel und bietet ihm einen Deal an. Er müsse ihm nur seine Seele verkaufen und alles wäre in Butter.

Der Deal kommt zustande. Wenig später kommt der Produzent aber zurück zum Teufel und meint das er nicht glücklich sei und alles wieder rückgängig machen wolle. Der Teufel gibt ihm als Bedingung für die Auflösung des Vertrages an, dass er ihm eine andere Seele besorgen muss.

Er überredet eine Schauspielerin, die eine Rolle spielen soll wo es so aussieht als ob sie ihre Seele dem Teufel verkaufen möchte. Sie übertreibt aber ein wenig und sagt dem Teufel das sie ihre Seele gegen Rache verkaufen möchte, Rache an ihrem Geliebten den Produzenten! Der Teufel willigt ein und der Mann verschwindet in einer Rauchwolke – Filmende —

Film 5 : Die Augen der Medusa

Ein Einbrecher dringt in ein Geschäft ein. Auf der Suche nach einer Beute bleibt er bei einer Schaufensterpuppe stehen und blickt ihr in die Augen. Plötzlich erstarrt er zu einer Puppe und die eben noch leblose verwandelt sich in einer Frau. Sie rüstet sich mit einer Sonnenbrille aus und geht bei Nacht hinaus aus dem Geschäft. In einer U-Bahnstation trifft sie einen Saxophonspieler und erklärt diesem das sie ich an nicht erinnern kann. Beide versuchen ihren Namen heraus zu bekommen und plötzlich fällt ihr ein das sie „May Dusa“ heißt. Sie kann sich auf einmal wieder erinnern, dass sie viele Leute getötet hat indem sie ihnen in die Augen geguckt hat.

Die beiden verlieben sich und küssen sich so heftig das May ihre Sonnenbrille verliert. May Dusa guckt ihrem neuen geliebten in die Augen und nichts passiert. Sie denkt das sie geheilt sei aber es stellt sich heraus das der Saxophonspieler blind ist. Jetzt gehen die beiden in das Geschäft zurück aus dem May gekommen ist weil sie sich eine neue Sonnenbrille besorgen will. Doch plötzlich als sie an einem Spiegel vorbei geht, blickt sie versehentlich tief rein und erstarrt wieder zur Puppe.

Der Einbrecher, der die ganze Zeit als Puppe da rumstand verwandelt sich während dessen wieder zu einem Mensch und erschießt vor Angst den blinden Mann, bevor er flüchtet und der Film endlich endet. –Film und DVD Ende ( Zum Glück ) —

Kritik

Kurz und knapp gesagt ist der Film, beziehungsweise die Filme, sehr schlecht. Warum dieser Film mit FSK 16 belegt ist kann ich nicht sagen. Es sind außer einem Mord mit einem Revolver keine brutalen Szenen zu sehen, sodass der Film hätte ab 12 freigegeben werden müssen.

Auch die Tatsache das George A. Romero hier Regie geführt hat ( Was ich auch nicht ganz verstehe da am Ende der Filme immer ein anderer Regisseur steht ) kann hier keine Kohlen aus dem Feuer holen. Wer bedenkt das uns Romero, wie ich oben schon sagte, Filme wie zum Beispiel Zombie – Dawn of the Dead beschert hat, dem läuft es kalt den Rücken runter.

Die Filme sind einfach nur langweilig und ich musste mich echt zusammenreißen, nicht früher abzuschalten, damit ich diese Warnung noch schreiben konnte.

Mein Fazit lautet also logischer Weise : Lasst einfach die Finger von diesem Film! Er ist nicht mal die knapp 15 DM wert die ich dafür ausgegeben habe.

Bewertung

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Death Knows Your Name – Der Tod lebt in dir

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OT:Death Knows Your Name

ca.88 Minuten

Argentinien 2005

Regie

  • Daniel de la Vega
Darsteller

  • Rodrigo Aragón
  • Kevin Schiele
  • Hugo Halbrich
  • Mimi Rivera
  • u.a.

Death Knows Your Name - Der Tod lebt in dir

Story

Der junge Arzt Bruce wird seit einiger Zeit von seltsamen Träumen geplagt. Seiner schwangeren Freundin geht es zudem psychisch nicht sehr gut und ein Patient, aus dem psychiatrischen Krankenhaus, bereitet ihm Probleme. Richard, der Patient, hat ähnliche Träume und Visionen wie Bruce und leidet zusehends an einem Selbstzerstörungstrieb.

In einem stillgelegten Trakt im Krankenhaus wird in dieser Zeit ein Schädel gefunden, der für viel Aufregung sorgen soll. Zudem scheint eine Gelbfieber-Epidemie auszubrechen. So eine, wie sie schon vor vielen Jahren, an genau dem gleichen Ort, viele Menschenleben gekostet hat. Es scheint, als würde das Böse ans Tageslicht rücken wollen. Und Bruce spürt, dass er irgendetwas damit zu tun hat…

Kritik

Das Horror-Genre bietet viele Facetten. Es gibt Monster, Kannibalen, Zombies, Kettensägen, Horror-Tiere und so ziemlich alles, was Angst herbeiführt. Immer wieder gibt es auch Mysterie-Streifen, die versuchen tiefsinnig zu sein und aufgrund ihrer Machart dabei eher müdes Gähnen als aufgeregtes Fingernägelkauen erzeugen. Einer dieses Beiträge ist „Death Knows Your Name“. Ein Film, der zwar mit einem ordentlichen Budget gedreht wurde, so hat es zumindest den Anschein, dem es aber nicht gelingt, einen Zündfunke überspringen zu lassen.

Dabei liest sich die Thematik alles andere als einschläfernd. Irgendein Horror, der im Krankenhaus entsteht und viele Menschen in seinen bösen Bann zieht. Zu Beginn sieht auch noch alles okay aus. Gerade weil die Bilder, wie bereits angesprochen, alles andere als im Billig-Look rüberkommen. Wenn aber einige Zeit ins Land gezogen ist, merkt man, dass etwas fehlt. Beispielsweise ein Roter Faden. Denn die Geschehnisse sind nicht einfach zu überschauen und die einzelnen Handlungsstränge ziehen sich etwas. Früh keimt Langeweile auf, die zwar ab und an durch interessante Sachen verdrängt wird, aber nie ganz verschwinden will.

Regisseur Daniel de la Vega („Jennifer’s Shadow – Tödlicher Fluch“) versteht es nicht so recht, das Geschehen filmgerecht zusammenzufassen, Atmosphäre und Spannung sowie das nötige Tempo zu erzeugen. Der Film plätschert zwar durchaus schön, aber er plätschert uninteressant dahin. Spannungsvolle Einlagen sind Mangelware. Ab und an wird dann mal ein Effekt eingeblendet, mitunter durchaus blutig, diese wissen aber auch nicht zu überzeugen. Hier hat man offensichtlich etwas an Geld gespart. Besonders deutlich wird dies in einer Szene, als ein Mensch mit blutiger Haut im Scheinwerferlicht steht. Hier ist deutlich zu erkennen, dass der blutige Leib nur ein alter Schlafanzug oder ähnliches ist, der in rote Farbe getunkt wurde und unnatürliche Falten wirft.

Darstellerisch bekommt man auch nicht gerade großes Kino geboten. Die Schauspieler scheinen zwar Profis zu sein, kommen aber über ein solides „GZSZ“-Niveau meist nicht hinaus. Besonders der Protagonist zieht manchmal ein Gesicht auf, das nicht so recht in den Film passen will.

„Death Knows Your Name“ ist also alles andere als ein filmischer Genuss. Selbst Vielgucker dürften von der Spannungslosigkeit und dem schleppende Erzähltempo überrascht werden. Somit kann der argentinische Beitrag auch nicht wirklich empfohlen werden. Denn die einzigen positiven Aspekte sind die kurze Spieldauer, eine gute Kamera und die Tatsache, dass am Ende einige Fäden zusammenlaufen und das Geschehen somit nicht kompletter Humbug ist.

Bewertung

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Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

Death Game – Das Spiel mit dem Tod

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Informationen

OT:Deathrow Gameshow

ca.77 Minuten

USA 1987

Regie

  • Mark Pirro
Darsteller

  • John McCafferty
  • Robyn Blythe
  • Beano
  • Darwyn Carson
  • u.a.

Death Game - Das Spiel mit dem Tod

Story

Chuck Toedan (John McCafferty) ist der Moderator der unglaublich populären Gameshow "Live or Die", in der zum Tode verurteilte Verbrecher die Chance auf einen Hinrichtungsaufschub erhalten. Die einzige Bedingung ist allerdings, dass sie die sadistischen und brutalen Spiele überleben. Aufgrund des kontroversen Inhalts der Show hat "Live or Die" natürlich nicht nur eine Vielzahl begeisterter Fans und Anhänger, sondern mindestens genau so viele Gegner. Chuck Todean ist daran gewöhnt, ständig von irgendwelchen Moralisten und Verrückten bedroht und belästigt zu werden, so nimmt er auch seine Diskussionsgegnerin bei einem Talkshowauftritt, Gloria Sternvirgin (Robyn Blythe), nicht weiter ernst, die "Leb oder Stirb" aufgrund der darin gezeigten Brutalität für äußerst verachtenswert hält.

Zwar sind Drohungen nichts neues für Chuck, doch ein Mordversuch ist auch für ihn eine neue Erfahrung. Als er nach seinem Talkshowauftritt von zwei maskierten Männern angegriffen wird, schafft er es gerade noch, Gloria in seinen Wagen zu zerren und das Weite zu suchen. Dies schätzt Chuck als einen von der Mafia geplanten Auftragsmord ein, da der Pate Don Guido Spumoni in "Live or Die" vor einigen Monaten einen äußerst makaberen Tod fand. Chuck’s Befürchtungen sollen sich bestätigen, als plötzlich ein zweiter Killer auf der Türschwelle seines Büros steht. Luigi Pappalardo (Beano), so der Name des Hitmans, erklärt sich aber bereit, den Moderator am Leben zu lassen, wenn dieser Mama Pappalardo (Mark Lasky) einen Auftritt in der Show "Make a Big Deal" verschafft. Als die Mutter des Killers durch eine reihe unglücklicher Missverständnisse allerdings bei "Leb oder Stirb" landet und für eine Kandidatin gehalten wird, artet die Situation aus…

Kritik

Es passiert immer wieder mal, dass mich ein Film aufgrund seiner unvergleichlichen Art noch überraschen kann und ich anschließend überzeugt behaupten kann, so etwas zuvor noch nie gesehen zu haben. Und obwohl hier der Vergleich mit einer bekannten, amerikanischen Trash-Schmiede nahe liegen würde, war dies bei "Death Game" der Fall. Der Film glänzt sicher nicht durch seinen Status als filmhistorisches Meisterwerk, sondern einfach dadurch, dass man so etwas nicht alle Tage zu Gesicht bekommt. Sicher, schon Arnold Schwarzenegger war für "Running Man" schon zu Gast in einer äußerst brutalen Gameshow, doch was Mark Pirro mit "Death Game" geschaffen hat, lässt sich nur schwerlich mit dem Klassiker von Paul Michael Glaser vergleichen. Denn während dort noch die Action im Vordergrund stand, ist es hier die bloße Freude am Nonsens.

Das Prinzip der brutalen Gameshow, um welches sich der Film herum aufbaut, ist ebenso simpel wie vielversprechend. Wenn zum Tode verurteilte Sträflinge das menschenverachtende, sowie unterhaltsame Spiel überleben, winkt ihnen ein Hinrichtungsaufschub, wenn nicht, dann spart das dem Staat schon mal die Hinrichtungskosten. Wie man sich denken kann, überleben die wenigsten Kandidaten die sadistischen Spielchen, doch wer nun mit einer Menge Blut und Splatter rechnet, hat sich zu früh gefreut. Mir persönlich blieb kein sichtbarer Tropfen Blut in Erinnerung, was die Frage aufwirft, wieso "Death Game" nicht ab 16 freigegeben wurde? Doch sei’s drum, denn was dem Streifen an Effekten fehlt, das macht er mit seinem Humor sehr gut wieder wett. So möchte ich hier beispielsweise eine Szene anführen, in der das Genital eines Kandidaten mit Bewegungsmeldern ausgestattet wird, während vor dem Mann eine Stripperin ihre heiße Show abzieht. Blöd nur, dass der Kandidat von einigen tausend Volt gebraten wird, sollte sich bei ihm etwas rühren.

Eine Kritik an derartigen Showkonzepten und dem sensationsgeilen Publikum sollte man bestmöglich nicht erwarten, da sich "Death Game" weitgehend auf einem sehr trashigen Pfad bewegt und gar nicht erst mit so etwas wie einem Hintergedanken protzen will. Der Film nimmt dabei stellenweise derart kuriose und schlicht und einfach alberne Züge an, dass Freunde von Trash-Kost à la Troma hier auf jeden Fall ihren Spaß haben werden. Der Film ist darauf ausgelegt, sich in keinster Weise ernst zu nehmen, verkommt aber dennoch glücklicherweise nicht zu einer absoluten Blödelshow, wie man es von manchen Machwerken der eben genannten Produktionsfirma kennt.

Wer "Death Game" gesehen hat, ganz egal ob letztendlich davon begeistert oder enttäuscht, darf sich auf einige Szenen gefasst machen, die man nicht mehr so schnell vergisst. Es gibt zwar nicht ständig etwas zu lachen, aber der Humorgehalt bewegt sich erfreulicherweise in oberen Bereichen. Langweilig wird das Ganze definitiv nie, was auch auf die kurze Spielzeit von knapp 77 Minuten zurückzuführen sein könnte. Der Plot hangelt sich im Übrigen nicht von einer abgedrehten Todesart zur anderen, sondern konzentriert sich mehr auf die Beziehung zwischen Chuck und Glorie, sowie auf den abgedrehten Mafiosi Luigi Pappalardo und seine Mutter. Dabei ist der Streifen stets abwechslungsreich, bietet neben einer gehörigen Portion verrückter Ideen auch einige Geschmacklosigkeiten, sowie etwas nackte Haut. Grund zur Beschwerde habe ich sogar absolut nicht gefunden, auch wenn dies absolut subjektiv ist, für trash-ungeprüfte Filmkonsumenten dürfte "Death Game" absolut nicht geeignet sein.

Die Schauspieler können ihre Rollen allesamt überzeugend rüberbringen, insbesondere John McCafferty als schleimiger und arroganter Gameshow-Master. Die Figur scheint ihm wie auf den Leib geschneidert, während auch Robyn Blythe als Gloria eine gute Figur abgibt. Einige Figuren sind zwar etwas überzogen, wie etwa die Mutter von Luigi Pappalardo, die tatsächlich von einem verkleideten Mann gespielt wurde, doch derartiges verzeiht man dem Film gerne.

Im Fall von "Death Game" sollte man sich nicht von der Freigabe und der augenscheinlich brutalen Thematik täuschen lassen, der Film ist ein ganz und gar gewollt lustiges Trash-Erlebnis der ausgefalleneren Art. Wer einfach mal wieder 77 Minuten Spaß mit einem hirnlos-unterhaltsamen Machwerk haben möchte, das ganz in der Tradition von Troma daherkommt, der ist hier richtig. Blut- und Splatterfreaks allerdings sollten ihr Geld für andere Filme ausgeben, auch wenn "Death Game" in einigen Szenen mit einer gehörigen Portion Sadismus und Sarkasmus nicht geizt.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • Running Man

The Book Of Death

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Informationen

OT:Tales From The Darkside

ca. 103 Minuten

USA 1986

Regie

  • Jeffrey Wolf
  • David Odell
  • und andere
Darsteller

  • Robert Forster
  • Seymour Cassel
  • und viele andere

The Book Of Death

Story

Auf der DVD befinden sich fünf Kurzgeschichten, die absolut gar nichts miteinander zu tun haben.

Geschichte 1: In dem Haus von Jack Polo geschehen seltsame Dinge. Bilder fallen von der Wand, Bücher aus den Regalen und selbst Risse tauchen in den Wänden auf. Als Jacks Tochter zu Besuch ist bemerkt sie die komischen Zwischenfälle, doch Jack spielt alles, in einer lässigen Art, herunter. Bald wird den beiden bewusst das es sich um eine übersinnliche Kraft, einen Dämonen handelt, dessen Auftrag es ist Jack umzubringen. Jack scheint auch eigentlich keine Chance zu haben aber der Boss des Dämons hat seinem Untertan einige Spielregeln aufgetragen …

Geschichte 2: Seit einigen Tagen zieht der Milchmann in einem kleinen Städtchen seine Runden. Dies scheint nicht sonderlich ungewöhnlich zu sein doch dieser Lieferant erfüllt sämtliche Wünsche seiner Kunden. Egal was sie auf einen Zettel schreiben, der Nachts an die Milchkanne geheftet wird, am nächsten Morgen befindet sich das Gewünschte vor der Tür der Milchkäufer. Egal ob Schmuck, Autos, Uhren oder auch Bargeld, jeder Wunsch wird erfüllt. Als sich ein Mann allerdings ein Kind wünscht, da seine Frau unfruchtbar ist, geschieht etwas merkwürdiges …

Geschichte 3: Es gibt keine Wette, die Thomy nicht annimmt. Das hat ihn in seinem Beruf als Buchmacher sehr bekannt gemacht. Doch eines Tages kommt ein Mann zu ihm und wettet einen sehr hohen Betrag auf eine recht außergewöhnliche Wette. Als er gewinnt entschließt sich der Fremde die gewonnene Wette wieder auf ein spektakuläres Ereignis zu wetten und auch das gelingt ihm erfolgreich. Eine hohe Summe steht im Raum als der Fremde Thomy ein Wettangebot der besonderen Sorte macht. Er setzt all sein Geld darauf das Thomy am nächsten morgen tot ist. Natürlich muss er auf natürlichem Weg sterben …

Geschichte 4: Ein junges Paar erwirbt in einem orientalischen Laden eine Lampe um damit ihre neue New Yorker Wohnung zu dekorieren. Es ist zwar schon seltsam genug das der Laden vor ihren Augen verschwindet als sie ihn verlassen aber noch mysteriöser wird es als aus der Lampe plötzlich Rauch kommt und eine Stimme zu den beiden spricht. Wie es sich gehört haben sie die Lampe natürlich auch vorher gerieben… Der Geist aus der Lampe kann aber nicht aus ihr befreit werden und anstelle dessen, dass er dem jungen Paar Wünsche erfüllt, zerstört er ihre neue Wohnung, ganz langsam, auf verschiedene Arten. Doch nachdem der Mann in eine Irrenanstalt eingeliefert wird passiert etwas sehr, sehr merkwürdiges …

Geschichte 5: Sybille liegt im Sterben. Geschwächt, auf dem Bett liegend erzählt sie ihrer Mutter das sie einen Pakt mit dem Bösen eingegangen ist und somit nach ihrem Tod ihre Seele verliert. Sie bittet ihre Mutter das diese nach ihrem Sterben die Seele einfängt, die den leblosen Körper verlassen will. Gesagt getan fängt die Mutter ein mottenähnliches Insekt aus ihrem Mund und hebt es in einem Einmachglas auf. Doch bald schon erhebt sich der leblose Körper Sybilles und macht sich daran ihre Seele zurückzuholen, was die Mutter aber verhindern will …

Kritik

Ich will gar nicht groß um den heißen Brei rumreden, weil diese DVD das mit Abstand schlechteste ist was ich bisher im Horrorgenre sehen durfte. Die fünf Geschichten sind dermaßen albern, dass ich mir schwerlich vorstellen kann wie man sich beim Betrachten überhaupt gruseln kann. Die Schauspieler und ihre Fähigkeiten sind ein Witz für die Filmindustrie und wenn ich an die absolut bescheuerten Dialoge zurückdenke …

Was an diesem Film aber wirklich schlimm ist das er mit dem Namen des Erfolgsregisseurs George A. Romero werben darf, da er als Produzent tätig war und auch mit dem des Hellraiser Erfinder, Clive Barker, der die erste Geschichte laut Angaben geschrieben hat. Ich weiß das Barker sehr gute Geschichten schreibt und kann damit davon ausgehen das die Umsetzung nicht im geringsten gelungen ist.

Warum so ein Müll auf DVD gepresst wurde ist mir schleierhaft. Den Herausgebern muss doch klar sein das es wohl kaum einen Betrachter gibt, der sich gut über den Film auslässt und somit wohl nur wenig Leute nach dem Lesen einer Rezension in Betracht ziehen den Film auf diesem Medium zu kaufen.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Destination Death

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Informationen

Drehland Italien
Drehjahr 2009
Laufzeit ca. 80 Minuten
Regie Francesco Gasperoni
Darsteller Armand Assante Harriet MacMasters-Green Antonio Cupo Manuela Zanier u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 18
Destination Death

Story

Eine Gruppe Studenten befindet sich auf einer Reise durch Marokko. Als sie mit einem Bus auf der Straße unterwegs sind, kommt es zu einem kleinen Unfall, der aber große Folgen haben soll. Nachdem sich zwei Autos tuschiert haben, rennt eine Frau mit einem eingepackten Baby weinend auf die Straße. Eine der Studentinnen will ihr helfen, dabei wird ihr unbemerkt ihre Foto-Kamera entwendet.

Als die Helferin den Verlust bemerkt, besorgt sie sich in einem Geschäft ein neues Aufnahmegerät. Sie bekommt eine alte Polaroid-Kamera, mit hohem Wert, fast geschenkt. Doch die Sofortbildkamera trägt ein mörderisches Geheimnis in sich, welches die Studenten bald am eigenen Leib erfahren sollen…

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Kritik

Beim Hören des Titels „Destination Death" könnten Gelüste geweckt werden, die der Film nicht ganz bedienen kann. Das Cover der deutschen DVD spricht von einer Mischung aus „Final Destination“ und „Freitag dem 13.“. Irgendwie mag das ja auch stimmen. Aber nur irgendwie. Der Streifen, der im Original den sinnigeren Titel „Smile“ trägt, besitzt einiges an Selbständigkeit und hat es eigentlich gar nicht nötig mit den Genre-Klassikern verglichen zu werden. Die Verkaufszahlen werden aber wohl nicht unter der Dampfhammer-Analogie leiden…

Kommen wir zum Film: Man merkt relativ schnell, dass man keine Million-Produktion vor den Augen hat. Debüt-Regisseur Francesco Gasperoni muss sparsam am Set umgehen, was man gleich an den Protagonisten feststellen muss. Nicht weil diese übelst schlecht sind, sondern weil sie etwas zu alt sind um die Studentengruppe glaubhaft in den Kasten zu bekommen. Für gute junge Akteure war offensichtlich kein Geld da. Da man es aber trotzdem mit guten Darstellern zu tun hat, die ihre Rollen durchaus authentisch spielen, kann man dies verkraften.

Die italienische Produktion kommt einerseits mit der bereits angesprochen Eigenständigkeit daher, allerdings sind Parallelen zu anderen Filmen nicht zu leugnen. Dies darf natürlich erwartet werden, da ein Film dieser Güte sicherlich nicht das Horror-Genre neu erfindet. Die Geschichte kann man auf jeden Fall nett verfolgen. Und da man lange nicht so recht weiß, was Sache ist, bleibt die Spannung beim Betrachter auf einem soliden Niveau.

Die Geschichte kommt ohne die großen Spannungsmomente aus und geschockt wird auch nur selten. Die Atmosphäre ist okay. Dialoge stehen oft im Vordergrund, allerdings ohne die Ohren des geneigten Horror-Fans zu langweilen. Trotz dass in der ersten Hälfte nicht allzu viel passiert, ist eine gewisse Kurzweiligkeit zu spüren.

Oft kennt man dieses Gefühl aus Slashern, wo man sich von einer Schlacht-Szene zur nächsten hangelt. Ganz so ist das hier nicht. Natürlich geht es im Großen und Ganzen auch darum, die Gruppe zu dezimieren, die Gewalt steht hier aber nicht an erster Stelle. Die richtig fiesen Szenen bleiben einem erspart. Es wird quasi mehr im Off getötet als im On. Das, was man zu sehen bekommt ist aber nett anzusehen.

Was unterm Strich übrig bleibt ist ein netter Horror-Film für zwischendurch, der irgendwo im Mittelmaß seinen Platz sucht und findet. Seine italienischen Wurzeln sieht man ihm nicht an. Für einen Party-Film mit Freunden taugt er sicherlich nicht so sehr, wie für eine kurzweilige Betrachtung zwischendurch.

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DVD

Die DVD aus dem Hause Sunfilm kommt in einer soliden Bild- und Tonqualität daher. Die Schärfe des Bildes reicht nicht bis ins kleinste Detail, für einen Film dieser Gattung ist das aber mehr als okay. Bei Sound gibt es prinzipiell nichts zu beklagen. Bei den Extras wurde etwas gespart, was nicht verwunderlich ist. Es gibt zwei Trailer zum Film und sieben weitere vom Label.

Bewertung

Splatter 2011_1_5.gif
Spannung 2011_3.gif
Story 2011_3_5.gif
Ekelfaktor 2011_2_5.gif
Atmosphäre 2011_3.gif
Tonqualität 2011_5.gif
Bildqualität 2011_5.gif
Zusatzmaterial 2011_2.gif
Gesamteindruck 2011_3.gif

Ähnlicher Film:

Death Knows Your Name

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Informationen

Drehland Argentinien
Drehjahr 2005
Laufzeit ca. 88 Minuten
Regie Daniel de la Vega
Darsteller Rodrigo Aragón Kevin Schiele Hugo Halbrich Mimi Rivera u.a.
Bild 16:9
Ton DD5.1
Sprachen Deutsch
Untertitel
LC 2
FSK 16
Death Knows Your Name

Story

Der junge Arzt Bruce wird seit einiger Zeit von seltsamen Träumen geplagt. Seiner schwangeren Freundin geht es zudem psychisch nicht sehr gut und ein Patient, aus dem psychiatrischen Krankenhaus, bereitet ihm Probleme. Richard, der Patient, hat ähnliche Träume und Visionen wie Bruce und leidet zusehends an einem Selbstzerstörungstrieb.

In einem stillgelegten Trakt im Krankenhaus wird in dieser Zeit ein Schädel gefunden, der für viel Aufregung sorgen soll. Zudem scheint eine Gelbfieber-Epidemie auszubrechen. So eine, wie sie schon vor vielen Jahren, an genau dem gleichen Ort, viele Menschenleben gekostet hat. Es scheint, als würde das Böse ans Tageslicht rücken wollen. Und Bruce spürt, dass er irgendetwas damit zu tun hat…

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Kritik

Das Horror-Genre bietet viele Facetten. Es gibt Monster, Kannibalen, Zombies, Kettensägen, Horror-Tiere und so ziemlich alles, was Angst herbeiführt. Immer wieder gibt es auch Mysterie-Streifen, die versuchen tiefsinnig zu sein und aufgrund ihrer Machart dabei eher müdes Gähnen als aufgeregtes Fingernägelkauen erzeugen. Einer dieses Beiträge ist „Death Knows Your Name“. Ein Film, der zwar mit einem ordentlichen Budget gedreht wurde, so hat es zumindest den Anschein, dem es aber nicht gelingt, einen Zündfunke überspringen zu lassen.

Dabei liest sich die Thematik alles andere als einschläfernd. Irgendein Horror, der im Krankenhaus entsteht und viele Menschen in seinen bösen Bann zieht. Zu Beginn sieht auch noch alles okay aus. Gerade weil die Bilder, wie bereits angesprochen, alles andere als im Billig-Look rüberkommen. Wenn aber einige Zeit ins Land gezogen ist, merkt man, dass etwas fehlt. Beispielsweise ein Roter Faden. Denn die Geschehnisse sind nicht einfach zu überschauen und die einzelnen Handlungsstränge ziehen sich etwas. Früh keimt Langeweile auf, die zwar ab und an durch interessante Sachen verdrängt wird, aber nie ganz verschwinden will.

Regisseur Daniel de la Vega („Jennifer’s Shadow – Tödlicher Fluch“) versteht es nicht so recht, das Geschehen filmgerecht zusammenzufassen, Atmosphäre und Spannung sowie das nötige Tempo zu erzeugen. Der Film plätschert zwar durchaus schön, aber er plätschert uninteressant dahin. Spannungsvolle Einlagen sind Mangelware. Ab und an wird dann mal ein Effekt eingeblendet, mitunter durchaus blutig, diese wissen aber auch nicht zu überzeugen. Hier hat man offensichtlich etwas an Geld gespart. Besonders deutlich wird dies in einer Szene, als ein Mensch mit blutiger Haut im Scheinwerferlicht steht. Hier ist deutlich zu erkennen, dass der blutige Leib nur ein alter Schlafanzug oder ähnliches ist, der in rote Farbe getunkt wurde und unnatürliche Falten wirft.

Darstellerisch bekommt man auch nicht gerade großes Kino geboten. Die Schauspieler scheinen zwar Profis zu sein, kommen aber über ein solides „GZSZ“-Niveau meist nicht hinaus. Besonders der Protagonist zieht manchmal ein Gesicht auf, das nicht so recht in den Film passen will.

„Death Knows Your Name“ ist also alles andere als ein filmischer Genuss. Selbst Vielgucker dürften von der Spannungslosigkeit und dem schleppende Erzähltempo überrascht werden. Somit kann der argentinische Beitrag auch nicht wirklich empfohlen werden. Denn die einzigen positiven Aspekte sind die kurze Spieldauer, eine gute Kamera und die Tatsache, dass am Ende einige Fäden zusammenlaufen und das Geschehen somit nicht kompletter Humbug ist.

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DVD

Der Film findet sich auf der Filmansammlung „Halloween Box “ aus dem Hause Schröder Media wieder. Er kommt in solider Bild und Tonqualität daher, die im Gegensatz zum Inhalt nicht kritisiert werden müssen. Als „Extras“ gibt es auf der Doppel-DVD noch drei weitere Filme. Deren Titel lauten: „Yeti – Der Schneemensch“, „Jack Brooks Monster Slayer“ und „Dark Place“.

Als Einzel-DVD gibt es dem Film vom Label MIG. Auf der Silberscheibe gibt es eine Trailershow als Bonus.

Bewertung

Splatter 2010_1_5.gif
Spannung 2010_2.gif
Story 2010_2.gif
Ekelfaktor 2010_2.gif
Atmosphäre 2010_2_5.gif
Tonqualität 2010_4.gif
Bildqualität 2010_4.gif
Zusatzmaterial 2010_4.gif
Gesamteindruck 2010_2.gif