Two Evil Eyes

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Informationen

OT:Due occhi diabolici

ca.115 Minuten

Italien, USA 1990

Regie

  • George A. Romero
  • Dario Argento
Darsteller

  • Harvey Keitel
  • Madeleine Potter
  • John Amos
  • u.a.

Two Evil Eyes

Story

Story 1:

Jessica ist eine Frau, die es ohne Frage geschafft hat. Einst war sie nur eine gut aussehende Flugbegleiterin, doch heute ist sie die Frau eines schwerreichen Mannes. Zu seinem Bedauern ist Ernest aber nicht nur schwerreich, sondern auch schwerkrank. Sein Tod ist absehbar. Eigentlich hat der Sterbende nicht vor, Jessica sein Vermögen zu vererben, doch die habgierige Frau hat schon vorgesorgt und ihren Geliebten mit in das Haus der beiden gebracht.

Der Liebhaber hat das Talent andere unter Hypnose zu setzten, was er natürlich bei Ernest anwendet, damit der die nötigen Papiere unterschreibt. Leider stirbt Ernest noch bevor die letzten Betrügereien abgeschlossen sind und da niemand von seinem Tod erfahren darf, beschließt das Liebespärchen den Verstorbenen in der, im Keller stehenden, Kühltruhe zu aufzubewahren.

Das dies ein schrecklicher Fehler war, sollen die beiden bald erfahren …

Story 2:

Rod ist professioneller Photograph und hat die Vorliebe, Opfer eines Verbrechens zu knipsen. Alles was übel zugerichtet ist kommt vor seine Linse, was sich nach und nach aber auf die Beziehung mit seiner Verlobten auswirkt. Er wird von Tag zu Tag gereizter und fühlt sich besonders von der Katze seiner Verlobten bedroht, die ihm immer wieder auf den Wecker geht.

Er fühlt sich in die Ecke gedrängt und sieht keinen anderen Ausweg als das Tier zu töten. Da er die perverse Neigung hat, gerne übel zugerichtete Sachen zu fotografieren, tötet er die Katze nicht einfach so, sondern er quält sie vor seiner Kamera zu Tode. Dies scheint den offensichtlich verrückt gewordenen allerdings nicht zu reichen, denn kurz nach diesem Mord bringt er auch seine Verlobte um.

Trotz das die beiden das Zeitliche gesegnet haben, war es nicht das letzte mal, dass sie Rod über den Weg laufen sollen …

Kritik

Was wird wohl dabei rumkommen wenn sich zwei Altmeister des Horrorfilms zusammen tun um einen mehr oder weniger gemeinsamen Film zu drehen? Bei „Zombie – Dawn of the dead“ haben Romero (der Regie führt ) und Argento (Der den Film produziert ) ja bereits bewiesen das sie zusammen abreiten können und auch in “Two evil eyes” haben sie nicht enttäuscht. Bemerkenswert ist es, dass die Vorlagen der beiden Kurzgeschichten Werke von Edgar Allen Poe sind und sicherlich nicht einfach zu verfilmen waren.

Romero war für die erste der beiden, etwa eine Stunde dauernden Kurzgeschichten zuständig. Die Geschichte wird ohne viel Schnörkel erzählt und erinnert ein wenig an die kleinen Episodenfilme a la „Geschichten aus der Schattenwelt“. Glücklicherweise macht die Geschichte gegen Ende aber eine Kehrtwendung und wir sehen Romeros eigentliche Stärke, die sich, wie sollte es auch anders sein, in Form eines Zombies auf der Matscheibe präsentiert. Es gibt ein paar nette Splattereffekte aber dafür ehr wenig Spannung und anfänglich nur einen mittelmäßigen Unterhaltungswert.

Nach der ersten knappen Stunde wird der „Film“ dann aber besser, denn Dario Argento ist am Zug. Er erzählt in gewohnter Manier eine Geschichte, die leicht verworren wirkt. Besonders auffällig sind seine bekannt spektakulären Kamerafahrten, auf die man auch in dieser Kurzgeschichte nicht verzichten muss. Gleich zu Begin wird man Zeuge einer wirklich gelungenen Szene, inklusive Kameraeinstellung. Der Fotograph wird an einem Tatort gerufen, an dem sich eine durch einen Riesenpendel geteilte Leiche befindet. Als das Mordwerkzeug zur Rekonstruktion des Falls erneut gestartet wird, begibt man sich optisch auf einen Flug, der aus der Sicht des Pendels stattfindet. Man schwebt sozusagen durch das Opfer durch, was mit eine der besten Szenen ist, die ich jemals in diesem Genre sehen durfte. Auch der Rest der Geschichte ist gelungen, da sie wirklich spannend ist, wesendlich mehr Spezialeffekte hat wie ihr Vorgänger und nicht unbedingt wie eine Billigproduktion wirkt.

Insgesamt ist das Gemeinschaftswerk der beiden Genregrößen also geglückt und Dank des „Director´s Cut“ von Screen Power, auch in der ungekürzten Version zu bestaunen. Man muss zwar leichte Abstriche machen, die Spezialeffekte und Argento´s Kamerafahrten sind es aber allemal wert, sich den Streifen zu Gemüte zu führen, soweit man Fan dieser Regisseure beziehungsweise des Genres ist.

Bewertung

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Spannung 3_5.gif
Story 3_5.gif
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Atmosphäre 4.gif
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Ähnlicher Film:

  • Geschichten aus der Schattenwelt

Surviving Evil

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OT:Surviving Evil

ca.90 Minuten

GB, Südafrika 2008

Regie

  • Terence Daw
Darsteller

  • Billy Zane
  • Christina Cole
  • Joel Torre
  • Colin Moss
  • u.a.

Surviving Evil

Story

Eine einsame philippinische Insel ist das Ziel eines Fernseh-Teams, das dort eine Reportage über das Überleben im Dschungel drehen will. Das TV-Team versucht sich einzuleben, merkt aber bald, dass etwas Seltsames auf dem abgelegenen Eiland vorgeht. Erst sind es nur komische Stimmen, die mit dem Mikrofon eingefangen werden. Dann raschelt es im Busch. Zudem erzählen einheimische Helfer von den Aswangs. Einer vampirähnlichen Spezies, vor der man nie sicher sein kann. Besonders nicht als schwangere Frau. Als dann raus kommt, dass eben so eine unter den Filmemachern ist, bricht leichte Panik aus. Und das nicht mal unbegründet…

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Kritik

Es gibt Sachen, die funktionieren im Horror-Film einfach. Beispielsweise wenn es in den Dschungel geht. Da kann selbst die Lopez auf Schlangensuche sein, die grüne Optik lässt einen schwärmen. Monster sind auch immer gerne gesehen. Zwar gibt es auch nicht wenige Monster-Filme, die verhunzt wurden, aber prinzipiell kann man sich erst mal freuen, wenn man es mit irgendwelchen merkwürdigen Kreaturen zu tun bekommt.

„Surviving Evil“ kann mit beiden aufwarten. Monster und Dschungel. Da wäre es doch gelacht, wenn der Film nicht funktionieren würde, oder? Gleich zu Beginn bekommt man eine tolle Kulisse zu sehen. Viel Meer, viel Strand und natürlich auch Urwald. Man erfährt dies und das. Dann merkt man irgendwann, dass der Film nicht so recht voran kommt. Es wird zwar ein spannender Hintergrund aufgebaut und gut verdeutlicht, dass es den Protagonisten wohl an den Kragen geht, der Film tappt aber irgendwie auf der Stelle. Nicht das es nicht interessant wäre, dem Geschehen zu folgen, aber für einen Horror-Film geht es doch deutlich zu ruhig ab. Die Handlung ist viel zu dünn und dafür mit zwischenmenschlichen Sachen, die den Film nicht weiterbringen, vollgepumpt.

Die ersten zwei Drittel vergehen recht verhalten. Regisseur und Drehbuchautor Terence Daw nimmt sich für seinen ersten Spielfilm viel Zeit, um das abschließende Horror-Szenario vorzubereiten. Wer genug Geduld aufbringt, wird dann auch letztlich belohnt. Neben einen goldigen Nebenplot kommen auch die Horror-Kreaturen zum Zug. Und zwar in einer erfrischenden Vielzahl. Die Aswangs sind ein optischer Hingucker und verstehen es gut, Angst sowie Spannung zu erzeugen. Der Aswang ist ein vampirähnliches Wesen. Quasi der Vampir der philippinischen Einwohner. Da er als Formwandler unterwegs sein kann, ist er ein Feind, der nur schwer greifbar ist, was in diesem Film gut verdeutlicht wird. Der, in Horror-Filmen recht selten vorkommende, Vampir ernährt sich von Kleinkindern und Neugeborenen, was ihm nicht gerade viel Sympathie einbringt. Splattertechnisch hat man sich hier und auch bei den anderen Opfern zurückgehalten. Effekte gibt es trotz der FSK16 Einstufung kaum zu sehen.

Die Darstellerriege spielt professionell, aber nicht höchstmotiviert. Billy Zane („Critters – Sie sind da!“, „Ritter der Dämonen“, „BloodRayne“ uva.) scheint als bekanntester Schauspieler nicht nur leicht unterfordert, sondern auch etwas gelangweilt. Der Rest der Crew passt sich ihm an. Die klischeebeladenen Rollen bieten allerdings auch nicht gerade den größten Entfaltungsspielraum.

„Surviving Evil“ ist ein handwerklich solider Streifen, der etwas braucht bis er Fahrt aufnehmen kann. Eine Sichtung lohnt durchaus, auch wenn es sich nur um einen von vielen Horror-Filmen handelt. Die Horror-Atmosphäre und vor allem die Spannung sind konzentriert. Allerdings so, dass man nach der Betrachtung positiv an das Gesehene zurückdenkt.

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Bewertung

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Spannung 3_5.gif
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Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

Aswang

Resident Evil

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OT:Resident Evil

ca.93 Minuten

USA 2002

Regie

  • Paul Anderson
Darsteller

  • Milla Jovovich
  • Michelle Rodriguez
  • Eric Mabius
  • James Purefoy
  • Martin Crewes
  • Colin Salmon
  • Heike Makatsch
  • u.a.

Resident Evil

Story

Wir befinden uns in Mitten eines riesigen, geheimen Forschungslabors tief unter der Erde. Der Megakonzern Umbrella ist der Betreiber dieses Labors. Die Sicherheitsbestimmungen sind sehr hoch und werden von einem Computer mit enormer künstlicher Intelligenz, auch Red Queen genannt, gesteuert. Alles scheint hier seinen gewohnten Gang zu gehen, doch plötzlich riegelt Red Queen das Forschungslabor hermetisch ab. Sprenkleranlagen gehen an und eine Panik bricht aus. Niemand kann das unterirdische Labor verlassen.

Szenenwechsel: Eine junge Frau – Alice – erwacht im Badezimmer einer Villa und weiß weder wer sie ist, noch was passiert ist. Plötzlich stürmt ein Spezialtrupp des Konzerns Umbrella die Villa und nimmt sie und einen jungen Mann fest. Die beiden werden von dem Trupp mitgenommen und wenig später befinden sie sich unter der Villa in einem Zug und sind auf dem Weg zu dem Hive (so der Name des Forschungslabors). Die beiden Gefangenen erfahren schließlich, dass sie beide zu Sicherheitskräften von Umbrella gehören und dass Red Queen auch in der Villa ein Nervengas versprüht hat, um mögliche Einbrecher lahm zu legen. Da der Spezialtrupp noch keine Ahnung davon hat, was hier vorgefallen ist, gehören auch Alice und ihr Begleiter zu dem Kreis der Verdächtigen.

Im Hive angekommen, sehen sie erst einmal, wie gigantisch dieser Komplex wirklich ist. Er fungiert fast als kleine Unterirdische Stadt. Das Ziel des Trupps ist es nun, den Hauptrechner Red Queen lahm zu legen, und um nach Überlebenden zu suchen.

Bereits auf dem Weg zum Hauptrechner wird der Trupp jedoch stark dezimiert. Denn Schutzmechanismen gibt es viele hier im innern des Hive. Schließlich gelangen sie tatsächlich zum Hauptrechner und erfahren von diesem bruchstückhaft, was geschehen ist. Jemand versuchte nämlich das T-Virus zu stehlen, wobei dieses freigesetzt wurde. Red Queen machte nun das, wozu sie geschaffen wurde und riegelte alles ab. Auf Menschenleben nahm sie dabei keine Rücksicht. Der Trupp schaltet Red Queen schließlich ab. Alle von ihr abgeriegelten Türen gehen auf…

Und hier geht der Film nun erst richtig los! Denn mit dem öffnen aller Türen bekommt unser Team nun Besuch. Genetische Experimente erzeugten das T- Virus, das eine besondere Wirkung auf Menschen und Tiere hat. Alice beginnt sich langsam wieder an alles zu erinnern. Bruchstückhaft schwimmen die Erinnerungen an die Vorgänge in diesem Forschungslabor an ihr vorbei.

Im Essenssaal des Hives steht plötzlich ein vermeintlich Überlebender vor dem Team. Ein Fehler – die Gestalt ist schon längst tot und lässt sich auch nur sehr schwierig töten. Nur ein Kopfschuss oder eine Enthauptung kann sie töten. Weitere Zombies tauchen von allen Seiten her auf und nur allzu bald schon befindet sich der immer stärker schrumpfende Trupp von ihnen umzingelt. Dazu kommt noch der Zeitdruck! Ihnen bleibt nur eine Stunde Zeit im Innern des Komplexes, dann wird erneut abgeriegelt.

Die Zombies dagegen haben nur ein Ziel vor Augen: Fressen! Sie beißen sich gnadenlos durch und der Trupp muss besonders acht geben, nicht gebissen zu werden. Denn dann würden sie sich ebenfalls in solche Gestalten verwandeln.

Das Gemetzel kann beginnen!

Kritik

Mal wieder entgegen vieler anderer Meinungen, ich finde diesen Film klasse! Zwar hätte ich im Punkto Splattereffekte schon so das ein oder andere anders gemacht, aber der Rest des Films in wirklich gut! Die Story stammt von dem gleichnamigen Computerspiel, da ich dieses jedoch bisher noch nicht gespielt habe, kann ich nicht sagen in wie weit man sich mit der Story daran gehalten hat.

Die Atmosphäre war genial! Alles spielt in einer schön düsteren Atmosphäre, die nur von den gelegentlichen helleren Rückblenden von Alice´ s Erinnerungen überdeckt werden. Der Regisseur schafft es durchaus eine gezielt beklemmende Atmosphäre zu schaffen, die den Zuschauer an den Bildschirm fesselt.

Die Schauspieler waren soweit auch recht gut gewählt, auch wenn ich weniger ein Fan von Milla Jovovich („Alice“) bin (warum hat das Weib eigentlich in jedem Streifen einen Nacktauftritt?). Heike Makatsch dagegen zum Zombie mutieren zu sehen – lustig! Passt doch irgendwie! Außerdem wurden uns längere Konversationen dieses nervigen etwas erspart! Gegen den Rest der Schauspielerischen Brigade habe ich nichts auszusetzen. Waren mir sowieso ansonsten alle unbekannt.

Effekte: Hier nun so mein Nörgelpunkt! Ein paar ganz schöne Sachen waren ja dabei, man nehme z.B. die Laserfalle und die Hälfte des Trupps, die dieser zum Opfer fiel, aber dies soll doch ein Horrorfilm sein! Also wo bleiben die von der FSK- Stelle so gerne zensierten Szenen??? Für einen Zombiefilm hätte ich mir da doch schon etwas mehr erhofft! Ein paar der Zombies sahen auch recht manierlich aus. Hätte der Regisseur hier doch nur Olaf Ittenbach (in der Splatterszene ein Genie!) an die Effekte rangelassen oder sich Ideen in dessen Filmen geholt, dann wäre ein erstklassiger Splatter daraus geworden! Nun gut, ich will nicht meckern! Dann hätte es vermutlich ein anderes Publikum für diesen Film gegeben und der Film wäre nicht im Kino gelaufen.

Ansonsten hatte ich ab und zu mal so den Gedanken, dass der Regisseur sich so ein ganz kleines bisschen, Szenen aus anderen Filmen abgeguckt hat. Oder wie würde man sich sonst die Matrixartige Szene vorstellen, in der Alice die Wand hoch rennt, um dann dem Zombiehund den Kopf wegzutreten? Ein paar Stellen waren auch recht vorhersehbar, zumindest für Kenner dieses Genre. Andere „normale“ Menschen schreckten natürlich auf. Aber das ist ja auch ganz spaßig anzusehen.

Empfehlenswert halte ich den Film auf jeden Fall! Ich ziehe lediglich einen Stern ab, wegen der unzureichenden Effekte im Zombiebereich. Der Rest gefiel mir schließlich sehr gut! Schreckhafte Personen sollten den Film jedoch besser meiden! Horrorfilm- und Actionfreaks sind jedoch recht gut aufgehoben!

Bewertung

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Spannung 4.gif
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Atmosphäre 4.gif
Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

  • Resident Evil: Extinction

Evil Nightmare

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OT:Death By Dialogue

ca. 90 Minuten

USA 1988

Regie

  • Tom Dewier
Darsteller

  • Ken Sagoes
  • Laura Albert
  • Jude Gerard
  • u.a.

Evil Nightmare

Story

Folgt in Kürze

Kritik

Folgt in Kürze

Bewertung

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Story 1_5.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 1_5.gif
Gesamt 1.gif

Ähnlicher Film:

Evil Dead Trap

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Informationen

OT:Shiryo No Wana

ca. 100 Minuten

Japan 1988

Regie

  • Toshihara Ikeda
Darsteller

  • Miyuki Ono
  • Fumi Katsuragi
  • u.a.

Evil Dead Trap

Story

Nami, Moderatorin einer Late-Night-Show, erhält per Post ein mysteriöses, anonymes Videotape. Das auf dem Band Dargestellte stößt sie einerseits ab, fasziniert sie jedoch gleichermaßen auf eine unerklärliche Art und Weise: In ekelhaftester Direktheit wird die Folter und Ermordung einer jungen Frau gezeigt, das ganze offensichtlich aus der Sicht des Täters. Mit Schrecken und Verwirrung stellt sie darüber hinaus auch noch fest, dass der Hersteller des Machwerks im Anschluss an den grausamen Film eine Sequenz aus einer von Nami’s Late-Shows eingefügt hat, die ihr Gesicht in Großaufnahme zeigt. Da dem Videotape eine Wegbeschreibung zum angeblichen Drehort, einem verlassenen Kasernengelände, beigefügt ist, überflügelt ihr journalistischer Ergeiz die Vernunft. Mit ihrem Reporterteam macht sie sich auf, der Sache auf den Grund zu gehen. Es kommt, wie es kommen muss: Ein Team-Mitglied nach dem anderen wird bestialisch abgeschlachtet. Nami, als einzige Überlebende trifft auf einen geheimnisvollen Fremden, der behauptet, sein geistesgestörter Bruder Hideki stecke hinter den Gräueltaten. Gemeinsam wollen sie sich auf die Suche nach ihm machen und ihm das Handwerk legen. Doch Hideki ist näher, als Nami zu glauben wagt…

Kritik

EVIL DEAD TRAP ist wohl einer der bekanntesten Vertreter des modernen japanischen Horror- (Splatter-) Kinos. Die Story selbst kann man nun ja nicht gerade als sehr innovativ bezeichnen, bildet sie doch gewissermaßen lediglich eine Verquickung verschiedener Motive bereits einschlägig bekannter Filmklassiker. Zu nennen wäre da z.B. New York Ripper / Maniac (Splatterszenen), Psycho (Schizophrenie-Motiv) oder Basket Case (Latex-Happening am Ende des Films). Auch besitzt der Film zum Ende hin ein paar Längen, die verbunden mit ein paar kleineren Ungereimtheiten im Drehbuch den Filmgenuss ein wenig trüben. Dass der Film den Betrachter dennoch in seinen Bann zieht und im Gedächtnis bleibt, liegt allerdings in den expliziten Gewaltdarstellungen und seiner streckenweise sehr eindringlichen Atmosphäre, die nicht zuletzt durch ungewöhnliche Kameraeinstellungen kreiert wird. Besonders gelungen sind dabei vor allem die Szenen, in denen fast minutenlang das Stakkato-Blitzlicht der Kamera eines Reporters als einzige Lichtquelle die Dunkelheit erhellt, wodurch sich das Geschehen wie in Zeitraffer abzuspielen scheint. Die Splatter-Szenen haben es wirklich in sich und lassen die Erinnerung an die Blütezeit des (italienischen) Splatter-Kinos aufleben, das ganze jedoch qualitativ auf wesentlich höherem Niveau. So wird u.a. die Zerstechung eines Augapfels dermaßen effektvoll in Szene gesetzt, dass selbst dem New York Ripper das Quaken im Halse stecken bleibt. Es erübrigt sich wohl zu sagen, dass der Film dem Otto-Normal-Filmkonsument stellenweise einen starken Magen abverlangen dürfte… Einen gewissen Italo-Flair erhält das ganze letztendlich auch durch den dezenten Soundtrack, der durchaus auch einem Argento-Film entliehen sein könnte. Im Gegensatz zu einer Vielzahl ähnlicher Vertreter des asiatischen Kinos verzichtet EVIL DEAD TRAP glücklicherweise auf jeglichen (oftmals ohnehin fehlplatzierten, da überriebenen) humoristischen Unterton, sodass er als grimmiger, düsterer Genre-Beitrag trotz oben genannter Mängel durchaus überzeugen kann. Fazit: Kein bahnbrechender, dafür aber umso deftiger japanischer Splatter-Film mit Motiven moderner Horror-Klassiker. Ein räudiger Mix aus Blairwitch Projekt, New York Ripper, Psycho und Basket Case!!!

Bewertung

Splatter 6.gif
Spannung 4_5.gif
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Ekelfaktor 6.gif
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Ähnlicher Film:

Evil Clutch

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OT:Il Bosco

ca. 85 Minuten

Italien 1988

Regie

  • Andreas Marfori
Darsteller

  • Coralina Cataldi Tassoni
  • Diego Ribon
  • Luciano Crovato
  • Elena Cantarone
  • u.a.

Evil Clutch

Story

Eigentlich hätte es nur eine ruhige und entspannte Reise durch Italien für das junge Paar Tony (Diego Ribon) und Cindy (Coralina Cataldi Tassoni) werden sollen. Als sie jedoch auf ihrer Durchfahrt in einem kleinen, abgelegenen Bergdorf halt machen, bemerken sie schnell, dass hier irgend etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Zuerst werden sie von einer Frau angehalten, die sie um Hilfe bittet, da sie scheinbar etwas angegriffen hätte. Des weiteren begegnen sie einem Mann, der sich als Schriftsteller ausgibt und die Beiden ausdrücklich warnt: Das Böse lauere in den umliegenden Wäldern, deshalb wäre es das Klügste, schnell das Weite zu suchen.

Tony und Cindy lassen sich von dieser Geschichte jedoch nicht beeindrucken, ganz im Gegenteil. Sie begeben sich sogar tief in die idyllischen Wälder, um dort endlich mal etwas Zeit für sich zu haben. Wie aus dem nichts taucht dort wieder die Frau auf, die ihnen schon bei ihrer Ankunft in dem Dorf begegnet ist und lädt das Paar in ein nahe gelegenes Haus ein, wo sie es sich für die nächsten Tage gemütlich machen können. Cindy und Tony nehmen das Angebot an, müssen aber schon bald feststellen, dass an den Erzählungen des verrückten Schriftstellers doch etwas wahres dran ist. Als Tony nämlich mit einer seltsamen Substanz in Berührung kommt, erwachen die Dämonen des Waldes und auch er macht unheimliche Veränderungen durch. Für Cindy beginnt nun ein unbarmherziger Kampf ums Überleben…

Kritik

Mit Troma habe ich bislang als Trashfan eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Von der legendären "Toxic Avenger" Reihe, über die Teenieslasher-Parodie "Schrei Lauter!!!", bis hin zum von Troma vertriebenen Matt Stone & Trey Parker Film "Cannibal – The Musical" hat mich noch alles erstaunlich gut unterhalten. Was sich Lloyd Kaufman aber dabei gedacht hat, einen grottenschlechten Müll wie "Evil Clutch" unter seinem Namen zu vertreiben, will sich mir nicht so recht erschließen und ist wohl eine Frage, die nur er selbst beantworten kann. Der Italiener Andreas Marfori bewies hier zwar Horrorfilmkenntnis, brachte diese aber so zum Ausdruck, dass er fleißig bei anderen abschaute. Insbesondere Sam Raimi traf es da schwer, dessen Klassiker "Tanz der Teufel" an allen Ecken und Enden als Vorlage herhalten musste. Alleine schon die Story von "Evil Clutch" ist keinen einzigen Penny Wert und wurde von den Verantwortlichen vermutlich innerhalb weniger Tage verfasst. Die Idee von dem verliebten Pärchen, dass nach Italien fährt, um dort etwas Urlaubsluft zu schnuppern und dann in den Wäldern mit dem Bösen konfrontiert wird, wirkt derart abgedroschen, dass es letzten Endes nur noch langweilt. Während sich die Geschichte immer weiter vorwärts bewegt, werden natürlich noch alle Klischees wiedergegeben, die das Horrorgenre zu bieten hat. Die seltsamen Dorfbewohner, die die Fremden warnen, die den Warnungen aber trotzen und so in ihr Verderben fahren kennt man so schon und muss man in der Form auch irgendwann nicht mehr sehen. Ein allerdings noch gravierenderer Fehler ist der, dass Andreas Marfori seinen Streifen zu ernsthaft geraten ließ. Wenn ich an Troma denke, fallen mir spontan Trash-Vehikel à la "Cannibal – The Musical" ein und davon ist "Evil Clutch" sehr weit entfernt. Marfori versucht krampfhaft, so etwas wie eine unheilvolle Stimmung und sogar Spannung zu erzeugen, was jedoch zu keinem Zeitpunkt so richtig funktionieren will. Dafür ist der Gute einfach zu unbegnadet und verheizt Chance nach Chance. Lediglich die Kamerafahrten durch die Natur sind ein optischer Hingucker, wurden aber billig von "Tanz der Teufel" abgeschaut. Von einer eigenen Idee darf hier also nicht gesprochen werden, erst recht nicht in Hinsicht darauf, wie oft Marfori die Kamerafahrten während des Films anwendet. Splattermäßig betrachtet hat "Evil Clutch" zwar schon etwas zu bieten, versagt dann aber wieder voll und ganz, wenn es um die Qualität der FX geht. Ein bisschen Gore-Gematsche da, ein 30-Sekunden Zoom auf einen blutspritzenden Kopf hier und fertig ist das "Splatterfeuerwerk", wie "Evil Clutch" in so manchem Review schon tituliert wurde. Dem kann ich allerdings nicht so ganz beipflichten. Denn selbst der blutrünstigste Splatterfanatiker hat keine Freude daran, wenn die Effekte dilettantisch hingerotzt wirken und das ist hier leider des öfteren der Fall. Lediglich zwei Sequenzen blieben mir in Erinnerung, die überraschend gut aussahen und das ist dann doch etwas wenig. Die Schauspieler sind zwar allesamt kein Totalausfall, sprich, sie spielen besser, als es ein Film wie "Evil Clutch" eigentlich verdienen würde, aber einen Oscaranwärter findet man im Cast deshalb noch lange nicht. Neben Coralina Cataldi Tassoni als Cindy, die ihre Sache noch am passabelsten macht, wirkt manch einer sogar fast schon lächerlich und deplaziert, doch alles in allem sollte man sich einfach in regelmäßigen Abständen selbst daran erinnern, dass man sich gerade ein billiges C-Movie ansieht, dann übersteht man die Schauspielerleistungen schon. Was dem Film leider schlussendlich noch die Füße wegzieht, ist das fehlen jedweder Spannung. Trotz einer meist dunklen Location und vielen gar nicht mal so schlecht aussehenden Dämonen will einfach keine Atmosphäre aufkommen, die letzte halbe Stunde ist dann sogar übersäht von einer dicken Schicht Langeweile. Schade eigentlich, denn wenn man die meist miesen Effekte in den Vordergrund stellt, dann kann einfach nichts richtiges `draus werden. Wäre nicht Troma auf diesen Film aufmerksam geworden und hätte ihn unter seine Fittiche genommen, dann wäre "Evil Clutch" vermutlich schnell in Vergessenheit geraten. Schade, dass dies nicht geschehen ist. Was wir hier haben wirkt wie eine miese und langweilige Billigkopie des Klassikers "Tanz der Teufel", die jedoch in keinster Weise funktioniert. Unspannend und uninteressant plätschert das Geschehen so vor sich hin, bis man plötzlich den Abspann erblickt und sich fragt, ob das denn schon alles war. Da können nicht einmal mehr die Effekte etwas retten, die zwar nicht immer schlecht aussehen, aber meist schon noch einer Überarbeitung bedarf hätten. Zugegeben, mir kamen in der letzten Zeit schon schlechtere Filme in den Player, doch irgendwo muss man einfach mal objektiv bleiben und so bleibt mir nur zu sagen, dass "Evil Clutch" der Inbegriff für einen durch und durch unnötigen Film ist.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Evil Breed: The Legend Of Samhain

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OT:Evil Breed: The Legend Of Samhain

ca. 81 Minuten

Kanada 2003

Regie

  • Christian Viel
Darsteller

  • Bobbie Phillips
  • Howard Rosenstein
  • Ginger Lynn Allen
  • Chasey Lain
  • Taylor Hayes
  • Jenna Jameson
  • u.a.

Evil Breed: The Legend Of Samhain

Story

Der Ursprung des weltweit bekannten und beliebten Halloween-Festes ist das irische "Samhain", das Fest der Toten. Um diesen Wurzeln nachzugehen, reisen fünf amerikanische Studenten gemeinsam mit ihrer Lehrerin Karen (Bobbie Phillips) nach Irland. Natürlich sind die Schüler weniger an der irischen Kultur und Geschichte, sondern vielmehr an Erforschungen des anderen Geschlechts und an viel Spaß interessiert. Dieser wird jedoch erstmals getrübt, als der Einheimische Gary (Simon Peacock) auftaucht, der die jungen Leute von einer in der Gegend hausenden Kannibalenfamilie warnt und ihnen dringend rät, schnell wieder das Weite zu suchen. Natürlich tun die Studenten diese Warnungen als Spinnereien ab, doch das soll sich sehr schnell als Fehler herausstellen. Wie schnell zur blutigen Gewissheit wird, ist mehr an den Gerüchten um eine, sich in diesem Gebiet seit Jahrhunderten durch Inzest vermehrende, Kannibalensippe dran, als den jungen Leuten lieb ist und schnell wird einer nach dem anderen brutal von den degenerierten Hinterwäldlern gemeuchelt..

Kritik

Es geschieht immer wieder mal, dass Filme bereits vor ihrem Erscheinen für einen kleineren oder größeren Wirbel sorgen. Ähnlich verhielt es sich auch im Fall von "Evil Breed – The Legend of Samhain", der zwar schon 2002 gedreht wurde, über die Jahre aber starke Probleme hatte, einen Verleiher zu finden. Gegenüber der an Sex und Gewalt reicheren Rohschnittfassung soll die, sich derzeit im Umlauf befindliche, Uncutfassung etwas gekürzt sein. Dennoch wurde "Evil Breed", bzw. "Samhain", wie der Streifen 2002 noch hieß, in letzter Zeit in zahlreichen Foren immer wieder aufgrund seines Brutalitätsfaktors positiv erwähnt. Etwas Derartiges kommt einem Streifen natürlich nur zu Gute, sorgt aber auch dafür, dass man mit eventuell zu hohen Erwartungen an einen Film herangeht, die dann um so anfälliger für Enttäuschungen sind. Regisseur des Ganzen ist im Übrigen ein gewisser Christian Viel, der sich neben "Evil Breed" noch für einige Independentfilme verantwortlich zeichnete, die aber alle nicht gerade mit guten Kritiken wegkamen und auch nicht weiter bekannt sind.

Sympathische Charaktere, Spannung, eine überragende Inszenierung, über all das verfügt "Evil Breed – The Legend of Samhain" leider nicht. Dabei ist es sicher nicht so, dass Christian Viel die groß angekündigten Versprechen nicht hält und einen umsonst für Blut und nackte Haut ausharren lässt. Blöd nur, wenn ein Regisseur absolut keine Ahnung hat, wie man einen Unterhaltungsfaden kontinuierlich und abwechslungsreich durch einen Film ziehen kann. Nach 5 Minuten, in denen erst mal ein junges Paar, welches zuvor noch "Jason Goes to Hell" like Sex in einem Zelt hatte, gekillt wird, und der Torso des männlichen Opfers danach an einem Spieß über einem Feuer brät, sind die Hoffnungen noch weit oben angesiedelt. Alles lässt auf 81 höchst spaßige Minuten schließen, doch je weiter das Geschehen im folgenden Verlauf voranschreitet, desto verdutzter wird man angesichts der Tatsache, dass man außer dümmlichen Dialogen und stereotypen Charakteren scheinbar nichts geboten bekommt.

Viel entschied sich dazu, den Zuschauer erst einmal in die Handlung einzuführen und Atmosphäre entstehen zu lassen, bevor es dann im letzten Drittel splattermäßig erst so richtig losgeht. Das Problem dabei ist nur, dass die Grundvoraussetzung bei einem derartigen Vorhaben die ist, dass man auch eine richtige Handlung zu Grunde liegen hat und in der Lage ist, Atmosphäre aufzubauen. Beides ist hier jedoch nicht der Fall. Die Story erinnert an jeden beliebigen anderen Slasher und unterscheidet sich in keinster Weise von seinen Genrekollegen, weder durch Innovation, noch durch sonstige Ideen, die das Ganze aufpeppen könnten. Vielmehr schüttelt man hier das gesamte Repertoire an Teenieklischees aus dem Ärmel, die es so auch schon viele Male zu sehen gab und über die man nur noch den Kopf schütteln kann. Das Verhalten der angeblichen Studenten ist unglaublich dämlich, die Dialoge sogar noch schlimmer. Christian Viel lässt seine Darsteller allerlei Horrorfilme zitieren und will damit wohl die Fangemeinde ansprechen, schafft es aber nicht, auch nur einen vernünftigen Dialog in das Geschehen einzubauen.

Die Handlung hält sich strikt an die Genrekonventionen und lässt aufgrund ihrer Vorhersehbarkeit kaum Spannung zu. Die Charaktere kommen in einem bewaldeten Gebiet Irlands an, erfahren dort schnell von dem Kult um Samhain und von der Legende einer Kannibalensippe (unter diesem Aspekt beruht "Evil Breed" dann auch zum Teil auf wahren Begebenheiten", denn eine solche Familie, die durch Inzucht 46 Kinder und Enkel zur Welt gebracht haben soll und angeblich bis zu 1000 Menschen tötete und deren Fleisch aß, soll es in Schottland im 15. Jahrhundert gegeben haben). Der einzig atmosphärische Teil ist der in schwarzweiß gehaltene Rückblick auf die Taten des kannibalistischen Clans, alles andere ist klischeehaft und über weite Strecken langweilig. Sobald dann aber das erste Blut exzessiv verspritzt wird, gelingt "Evil Breed" noch eine spontane Wendung, wird er doch von da an tatsächlich zu dem angekündigten Splatterfilm, der halten kann, was im Voraus versprochen wurde. Besonders zwei, drei harte Szenen bleiben einem noch länger in Erinnerung. Zwar kann es nicht besonders ernstgenommen werden, wenn einem Opfer die Gedärme aus dem Arsch herausgerissen werden und dieses daraufhin noch damit stranguliert wird, doch technisch ist alles zumindest auf annehmbaren Niveau dargestellt. Ein weiteres Highlight ist der Mord an Jenna Jameson, die in einer expliziten Sequenz, die stark an die alten Kannibalenfilme der 80er erinnert, zuerst ausgeweidet und anschließend zu Teilen noch verspeist wird, wobei der degenerierte Hinterwäldler ausgerechnet das Brustimplantat der Blondine erwischt und verwundert darauf herumkaut. "Evil Breed" mag also durchaus brutal und im letzten Drittel für Splatterfans zufriedenstellend sein, allerdings hätten die Effekte besser über den gesamten Streifen verteilt werden können.

Was dem Werk zudem noch ein eher negatives Antlitz verleiht sind die peinlichen Schauspielversuche des Casts. Der eine oder andere bringt seine Rolle zwar glaubhaft rüber, doch ein Großteil der Crew wirkt einfach fehlbesetzt. Die Tatsache, dass nicht weniger als vier Pornodarsteller hierbei mit von der Partie sind sorgte zwar im Voraus für etwas Aufmerksamkeit, allerdings stellt sich die Ernüchterung schnell ein. Jenna Jameson, Chasey Lain, Ginger Lynn Allen und Taylor Hayes machen ihre Sache allesamt nicht sonderlich überzeugend, insbesondere bei den drei erstgenannten merkt man, dass sie nur ihres bekannten Namens wegen in den Cast aufgenommen wurden. Für eine weitere Enttäuschung sorgt des weiteren, dass "Evil Breed" längst nicht mit dem T & A Level aufwartet, mit dem man anhand der HC Darstellerinnen hätte rechnen dürfen, auch wenn man, was nackte Haut angeht, natürlich nicht gänzlich leer ausgeht.

Groß angekündigt ist "Evil Breed – The Legend of Samhain" leider nicht viel mehr als ein vorhersehbares Massenprodukt, wie es sie im B-Movie zuhauf gibt. Dafür, dass hier tatsächlich ein gewisses Budget zu Grunde lag, ist die Inszenierung zu billig ausgefallen, das jedoch ist nicht die einzige Schwäche des Films. Die Story ist absolut austauschbar, vorhersehbar und kaum spannend, die blutigen Sequenzen wurden alle in das letzte Drittel des Films gepresst, wodurch sich vor allem anfangs und im Mittelteil des öfteren mal Langeweile breit macht. Die Dialoge sowie das Verhalten der Charaktere fallen äußerst negativ auf, Lorbeeren können sich auch die Schauspieler nicht verdienen, was insbesondere für die Pornodarstellerinnen gilt. Splatterfans können mal einen Blick auf "Evil Breed" werfen, mehr als ein paar wenige gute Effekte kann der Film aber nicht bieten.

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 2.gif
Story 2_5.gif
Ekelfaktor 3.gif
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Ähnlicher Film:

Evil Bong

0

Informationen

OT:Evil Bong

ca.82 Minuten

USA 2006

Regie

  • Charles Band
Darsteller

  • Tommy Chong
  • Bill Moseley
  • Kristen Caldwell
  • Tim Thomerson
  • u.a.

Evil Bong

Story

Eine Schar zusammenlebender Studenten erwirbt eine Bong für 40 Dollar, nachdem sie von selbiger in einer Zeitungsannonce erfahren haben. Wenige Tage später kommt sie an und niemand erwartet, was sie so anrichten wird. Was keiner weiß ist, dass die Bong verflucht ist. Wer ihren Inhalt inhaliert, wird müde, im darauffolgenden Schlaf wird dann die Seele in die Bong eingezogen. In der Bong selbst fühlt man sich dann erst in Sicherheit, dann wird man abgeschlachtet. Es ist die Pflicht des WG-Strebers, seine Mitbewohner zu retten!

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Kritik

Ein Kifferhorrorfilm soll es also sein. Doch der Horror bleibt irgendwie auf der Spur, genauso wie Splatter, Gore und sonstiges Blutgespritze. Vielmehr ist dieser Film eine einigermaßen gelungene Komödie, die ohne viel Aufwand hergestellt wurde. Denn eigentlich findet der ganze Film nur in der WG der Jungs sowie in der Bongwelt statt, die auch nicht allzu kostenaufwändig gewesen sein wird. Aber lustig ist er allemal! Leider entsteht dabei nur echt wenig Spannung, denn wirklich furchterregend ist nicht einmal die böse Bong, auch nicht die „grausame“ Welt in ihr. Bei all den bisherigen Eindrücken stechen jedoch die Schauspieler einigermaßen heraus. So ist zum Beispiel Brian Lloyd als Supercooler Brett oder aber auch David Weidoff als Superstreber Alistair ziemlich gut umgesetzt. Hübsche Frauen gibt es auch en masse. Aber wen wundert das auch? Schließlich will ja jeder mal berühmt werden und hübsche Frauen haben da ja doch meist Vorteile, sich eine billige Filmrolle zu angeln. Einen Stargast hat Charles Band engagiert, bei dem allen Zuschauern das Wasser im Mund zusammenlaufen wird: Der Gingerdeadman. Alles in allem haben wir hier einen typischen Charles Band. Einfache Kulisse, Puppen oder Spielzeuge, die für „Schrecken“ sorgt und dazu passend ein paar hübsche, leichtbekleidete Mädels und einigermaßen gute, aber auf keinen Fall schlechte Schauspieler die durchaus an ihre Grenzen gehen, um eine sehenswerte Leistung abzuliefern. Zur Synchronisation, die in B-Movies an Qualität ja eher mangelt, bleibt hier nichts zu sagen, die eine amerikanische Originalfassung vorlag. Die Atmosphäre die bei den Originalstimmen entsteht, sollte aber in jedem Fall gehört werden. Achja: Tommy Chong kommt auch kurz vor – mehr sollte man dazu nicht sagen.

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Bewertung

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Ekelfaktor 1.gif
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Ähnlicher Film:

Evil Bong II

Evil Bong

0

Informationen

OT:Evil Bong

ca.82 Minuten

USA 2006

Regie

  • Charles Band
Darsteller

  • Tommy Chong
  • Bill Moseley
  • Kristen Caldwell
  • Tim Thomerson
  • u.a.

Evil Bong

Story

Alister ist Student und recht verwundert, als er bei ein paar coolen Jungs unterkommt. Er hatte sicherlich nicht damit gerechnet, einen Schlafplatz in der WG mit den Sportlern, Weiberhelden und Kiffer zu bekommen, da er völlig anders ist. Ali ist nämlich ein Streber. Ein Streber wie er im Buche steht. Da er aber über ausreichend Bargeld verfügt und nicht gerade aufmüpfig erscheint, bekommt er die Gelegenheit, am Leben der anderen teilzunehmen. Und das soll sehr spannend werden. Denn einer seiner neuen Mitbewohner hat sich eine neue Wasserpfeife bestellt, die auch sogleich eingeweiht werden soll.

Was die Kiffer vor dem ersten Gebrauch nicht wissen, ist die Tatsache das die Bong verhext ist. Respektive ein Eigenleben führt, dass dem Verkoster nicht gerade wohl gesonnen ist. Der weibliche Geist lotst die Qualmer nach und nach in ein bizarres Reich, welches zwar mit barbusigen Damen dekoriert ist, aber aus dem es keine Rückkehr gibt. Ali merkt fix was hier vor sich geht und nimmt den Kampf mit der Horror-Bong auf…

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Kritik

„Evil Bong“ ist ein sehr eigenartiger Film, der sich als Horror-Film und Komödie versucht, beide Genre aber nicht befriedigend bedienen kann. Der Film, der wohl nur für eine übersichtliche Fangemeinde bestimmt ist, kommt mit einigen Problemen daher, die durch nichts kompensiert werden können.

Zum einen hat er keine Story. Es gibt nur Leute die rumsitzen, ein bisschen Blödsinn erzählen und Probleme mit dem Kiffen haben. Oder besser gesagt Probleme nach dem Kiffen haben. Mehr gibt es prinzipiell nicht. Dialoge tragen diesen Film. Dumm ist dabei, dass die Gespräche zusammengeschustert wirken. Nach dem Motto: Wir brauchen noch was, damit wir die Spielzeit voll kriegen. Dadurch kommt kein Schwung auf. Spannung und Atmosphäre können dadurch auch nicht erzeugt werden. Stellenweise gibt es zwar ein paar gut platzierte Witze, diese reichen aber nicht aus, um die aufkeimende Langeweile im Zaum zu halten.

Horror kommt in „Evil Bong“ nicht viel vor. Es gibt zwar diese ominöse andere Dimension, in die unsere Kiffer getrieben werden, diese wirkt aber alles andere als bedrohlich: Barbusige Mädchen räkeln sich an Stangen. In einer Kneipe. Da gibt es andere Film-Orte, die wesentlich mehr Gefahr ausstrahlen. Diese Szenen bieten allerdings die Höhepunkte in einem höhepunktarmen Streifen. Neben den Szenen in der „Bar des Todes“ gibt es lediglich Aufnahmen in dem Studentenzimmer. Dieses Zimmer wird nach Ablauf von ungefähr einer Stunde wenigstens mit einer echten Legende gefüllt. Tommy Chong (die eine Hälfte des Cheech und Chong-Duos) will den verschollenen Studenten zur Hilfe eilen und den Bong mit einer Kettensäge bekämpfen…

Blutige Spezialeffekte gibt es dabei und auch sonst nicht. Auf Splatter- oder Gore-Szenen wurde komplett verzichtet. Es gibt zwar hier und da etwas Blut, Effekte werden aber relativ geschickt umgangen. Einige Effekte gibt es dafür auf der optischen Seite. Wenn es beispielsweise in die andere Welt geht oder wenn sich die Horror-Pfeife im Laufe der Zeit verändert. Dies ist eigentlich recht witzig zu beobachten, da bei der Bong eine gewisse Ähnlichkeit mit dem sinistren Zwilling aus „Basket Case“ vorhanden ist.

Darstellerisch gibt es durchaus solide Kost zu sehen. Tommy Chong neigt natürlich zum Overacting, aber wenn er das nicht machen würde, wäre er in diesem Streifen auch völlig deplaziert. Die übrigen schauspielerischen Leistungen gehen mit einem zugedrückten Auge in Ordnung. Dies gilt natürlich nur für die bekleideten Personen.

Dieser offensichtlich extrem günstig Produzierte C-Movie ist sicherlich nur einer kleinen Fangemeinde zu empfehlen. Der erfahrene Regisseur Charles Band (beispielsweise „Draculas Todesrennen“ (1977), „The Gingerdead Man“ (2005) oder auch „Dead Man’s Hand – Casino der Verdammten“ (2007)) serviert hier einen Film, der nicht gut ist und über den sicherlich auch nicht alle lachen können. Vielleicht muss man auch nur richtig vollgedröhnt sein um den Film verstehen und genießen zu können. Die Macher dieses Streifens waren es sicherlich. Die haben beim Schreiben des Drehbuchs wohl auch einen über den Hunger geraucht. Das einzig gute, was von dem höchstwahrscheinlichen Hanf-Meeting übrig geblieben ist, ist die chillige Musik des Films, die durchgehend zu gefallen weiß.

Nüchtern ist er auf jeden Fall nur schwer genießbar. Er ist filmtechnisch schwach, nicht unterhaltsam und ihm fehlt es an Atmosphäre sowie Spannung.

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Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 2.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 2.gif
Gesamt 1_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Evil Bong II

Evil Below

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Informationen

OT:Evil Below

ca. 90 Minuten

USA 1989

Regie

  • Jean-Claude Dubois
Darsteller

  • Wayne Crawford
  • June Chadwick
  • u.a.

Evil Below

Story

Mitten in der Karibik, auf der Insel San Sebastian, kommt es in letzter Zeit vermehr zu tragischen Unfällen. Viele Taucher versuchen in der Umgebung der weißen Strände, Schätze zu finden, da die Insel damals ein Piratennest war. Doch viele, ja sogar sehr viele von ihnen kommen nach ihren Tauchausflügen nicht mehr zurück. Schätze wurden noch nicht gefunden, doch es gibt die Sage von einem versunkenen Schiff namens „El Diablo“, dass randvoll damit sein soll.

Die einen reden von einer toten Seele, die das Boot bewacht, die anderen sprechen von monströsen Haien. Sarah ist das allerdings egal. Sie ist seit neustem Hobbyschatzsucherin und hat eine Landkarte erhascht, auf der man erkennen kann, wo die „El Diablo“ untergegangen ist. Ihr einziges Problem ist es, ein Schiff zu mieten, da die hiesigen Anbieter plötzlich alle kein Schiff zur Verfügung haben. Da bleibt nur noch der raue Max übrig, der allerdings nur zusagt, da er in Geldnöten steckt.

Während die beiden dann aber nach dem Wrack tauchen, kommt es in der Stadt zu mysteriösen Zwischenfällen. Es sieht ganz so aus, als ob alle streben müssten, die irgendetwas mit dem versunkenen Schiff zu tun haben, beziehungsweise von ihm wissen. Auch Max und Sarah sind in Gefahr, aber das werden sie noch früh genug bemerken…

Kritik

Also sonderlich viel hatte ich von dem Streifen nicht erwartet, als ich ihn in der Hand hielt und eigentlich traf auch das ein, was man vermuten konnte. Eine Billigproduktion, die nach einem einfachen Strickmuster abläuft: Zwei grundverschiedene Leute kommen durch Zufall zusammen, um dann gemeinsam nach einem Schatz zu suchen. Dabei entsteht eine abenteuerliche Liebe und der Zusammenhalt gegen das Unbekannte. Neben den Einblendungen der Protagonisten gibt es dann immer wieder mal einen Schwenk aufs Festland, wo der ein oder andere abgemurkst wird.

Aber leider sind sowohl die Story als auch die Spezialeffekte weniger unterhaltsam, denn die Geschichte wird im Verlauf wirklich langweilig und die FX wirkt alles andere als echt. Es wird zwar hier und da mal ein abgetrenntes Körperteil präsentiert aber so richtig Schockierendes gibt es nicht zu betrachten. Zum negativen Eindruck kommen dann noch die Dialoge dazu, die meist hirnlos und schlecht synchronisiert sind. Doch Gott sei Dank handelt der Film zu einem nicht geringen Teil im Wasser und da ist die Kommunikation ja auf Handzeichen reduziert, sodass man akustisch nicht weiter belästigt wird.

Die Unterwasseraufnahmen sind eigentlich das einzige, was mich vorm Einschlafen oder Abschalten (OK… bei den ganzen schlechten Filmen, die ich gesehen habe glaubt mir das eh keiner) abgehalten hat. Die Aufnahmen sind aufgrund der minderwertigen Kamera zwar nicht gerade scharf und spiegeln die Farben nicht ausreichend wider, aber sie lenken mit der hinreißenden Unterwasserwelt der Karibik wenigstens ab.

Schauspieltechnisch gibt es mit Wayne Crawford (Die Stunde des Headhunter) und June Chadwick (Jumpin´ Jack flash) zwar einigermaßen bekannte Darsteller, doch die können den Film nicht retten, auch wenn sie ihre Rollen relativ authentisch rüberbringen (Die Dialoge lasse ich jetzt mal außer acht). So kann man dann zusammenfassen, dass der Film nicht sonderlich gut ist und die DVD, auf der er präsentiert wird, ebenfalls zu wünschen übrig lässt. Für Horrorsammelfreaks ist er sicherlich was, der Rest sollte das Böse aber am Meeresgrund schlummern lassen…

Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 1_5.gif
Story 1_5.gif
Ekelfaktor 2.gif
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Ähnlicher Film: