School Of Fear

0

Informationen

OT:Horror 101

ca. 84 Minuten

USA 2000

Regie

  • James Glenn Dudelson
Darsteller

  • Brigitta Dau
  • Lisa Gordon
  • Josh Holland
  • Paityn James
  • u.a.

School Of Fear

Story

Acht Studenten setzen sich in einem Kriminalistik-Kurs seit einiger Zeit intensiv mit Verbrechen, Serienmördern und Gewalttaten auseinander und stehen nun kurz vor ihrem Abschluss. Da ihre Dozentin Miss Allison James (Bo Derek) allerdings Probleme hat, alle Referate noch während der eigentlichen Schulphase unter Dach und Fach zu bringen, muss sich die Gruppe noch ein letztes Mal nach Anbruch der Ferien in der Universität treffen, um dort dem Vortrag des nicht gerade beliebten Schlägers Brian (Justin Urich) zu lauschen. Dieser hat sich zu diesem Zweck nach eigenen Angaben etwas ganz Besonderes einfallen lassen und will den anderen mit seinem Vortrag ordentlich das Fürchten lehren. Nachdem die Kommilitonen am vereinbarten Zeitpunkt alle eingetroffen sind, geht es auch schon los mit den merkwürdigen Begebenheiten. Nicht nur, dass einer der Studenten seit Tagen vermisst wird, auch von Miss James fehlt plötzlich jede Spur. Als nach und nach noch mehr Menschen verschwinden, wird klar, dass hier irgend jemand ein perfides Spiel inszeniert, doch steckt wirklich Brian hinter den Vorgängen?

Kritik

Während der Teenie-Horror nach dem Erfolg von "Scream" eine regelrecht triumphale Phase durchschritt, ist dieser Erfolg mittlerweile weitestgehend wieder abgeklungen. So blieb auch den Produzenten und Regisseuren nicht unbemerkt, dass mit dem stark ausgelutschten Schema kaum Kohle mehr zu scheffeln ist, was die Verlagerung des Hauptaugenmerks innerhalb des Horrorfilms in der letzten Zeit auf andere Sub-Genres lenkte. "School of Fear" erscheint da im ersten Augenblick beinahe wie ein immens verspäteter Nachzügler, bis eine kleine Recherche ergibt, dass es sich hierbei um den bereits acht Jahre alten Streifen "Horror 101" handelt. Unter diesem Umstand ist dem Werk seine stark vorhersehbare und bisweilen ins Unendliche wiedergekaute Story selbstredend zu verzeihen. Auch, wenn man somit eine gewisse Nachsicht im Falle dieses Films walten lassen sollte, so rettet es ihn letztendlich leider nicht davor, haltlos in unterdurchschnittliche Regionen abzurutschen. "Horror 101", bzw. "School of Fear" dürfte wohl eines der eigenwilligsten Horror-Erzeugnisse sein, die jemals das Licht der Filmwelt erblickten. Die Freigabe ab 12 Jahren deutet bereits an, was dann nach anfänglichen Befürchtungen des Publikums zur grausigen Realität wird. Was wir hier haben, ist ein Horrorfilm, dem die wichtigsten Attribute dieser Filmgattung gänzlich abhanden gekommen sind. Eine Suche nach Spannung und handfesten Schockszenen ist daher ebenso zwecklos wie die Hoffnung auf Blut und sonstige Genre-Merkmale. Dies wird von Seiten der Verantwortlichen zwar andeutungsweise damit entschuldigt, dass dies in den Gesamtkontext des Filmes passen mag, letztendlich beweist es aber nichts weiter als die Unfähigkeit des Regisseurs, einen Film auf eine Zielgruppe auszurichten. Der Name der Person, die sich für dieses Werk verantwortlich zeichnet, dürfte derweil bei so manchem Cineasten und Horrorfreund schon für schlaflose Nächte sorgen – James Glenn Dudelson. Auf das Konto dieses Mannes gehen die vielfach zerrissenen Streifen "Creepshow 3" und "Day of the Dead: Contagium", sowie der katastrophale "Zombie Attack! – Museum of the Dead", der in der größten, deutschen Filmdatenbank als einer der schlechtesten Horrorfilme überhaupt sein berühmt-berüchtigtes Unwesen treibt. Mit einer solchen Vorgeschichte des Regisseurs sollten die Erwartungen an "Horror 101" also noch einmal deutlich heruntergeschraubt werden, doch im Großen und Ganzen ist es nicht einmal die Inszenierung, die dieses Machwerk ins Aus bugsiert. Der Erzählfluss und die Dramaturgie des Ganzen, man möge es nicht glauben, funktionieren ansatzweise durchaus annehmbar. Der Film hat inhaltlich absolut nichts zu bieten, lässt innerhalb seiner 84 Minuten aber kaum Langeweile aufkommen, was als seine größte Leistung angesehen werden darf. Obwohl der Streifen an und für sich überhaupt nichts Neues oder gar Sehenswertes zu bieten hat, verstrickt er altbekannte Schemen und Formen so geschickt miteinander, dass daraus doch noch ein halbwegs unterhaltsames Filmchen entsteht. Es handelt sich hierbei also um eine sehr zweischneidige Angelegenheit, bei der davon auszugehen ist, dass sie mit etwas mehr Konzentration auf das Eigentliche, den Horror, durchaus Potential gehabt hätte. Auf diese Weise ist "Horror 101", oder auch "School of Fear", so etwas wie das Best Of des Teenie-Horrors, der sich aber dieser Tatsache überhaupt nicht bewusst ist und die Fahrt in eine völlig andere Richtung lenkt. Für den Zuschauer grenzt es einerseits beinahe an einem Trauerspiel, die eigentlichen Bestandteile eines Horrorfilms konsequent vorenthalten zu bekommen, andererseits stört dies nach einer Weile fast überhaupt nicht mehr. Das Werk lebt somit einzig und allein von seiner ebenso dünnen wie ausreichenden Geschichte, deren Ausgang aber schon meilenweit im Voraus zu entschlüsseln ist. Schauspielertechnisch wird dabei sicherlich auch kein großes Tennis gespielt, doch zumindest fanden sich hierfür keine gänzlich unbekannten Akteure vor der Kamera an. Bo Derek dürfte durchaus dem einen oder anderen Filmfreak ein Begriff sein und auch Justin Urich ist aus "Monster Man" noch in guter Erinnerung. Ein Film, den die Welt nicht braucht – diese Aussage ist im Grunde beinahe nirgendwo angebrachter als hier. Obwohl sich das Werk eindeutig ins Horror-Genre einordnet, verweigert er sich diesem im Großen und Ganzen total und lässt sein Publikum vergebens auf die vorausgesetzten Morde oder Schockeffekte warten. "Horror 101" ist somit mehr eine Kuriosität, als ein ernstzunehmender Genre-Beitrag, rettet sich aber mit einem gewissen Unterhaltungswert vor dem vollständigen Exitus. Dies vermag jedoch nichts an der Tatsache zu ändern, dass man das Gesehene nach kurzer Zeit wieder vollständig aus der Erinnerung verbannt hat. "Horror 101" ist zwar als Pausenfüller in langweiligen Situationen ein netter Notanker, täuscht auf diese Weise aber nicht über seine absolute Belanglosigkeit hinweg.

Bewertung

Splatter 1.gif
Spannung 3.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 1_5.gif
Atmosphäre 2_5.gif
Gesamt 2_5.gif

Ähnlicher Film:

Nude Fear – Nackte Angst

0

Informationen

OT:Chui hung 20 nin

ca.89 Minuten

Hongkong 1998

Regie

  • Alan Mak
Darsteller

  • Kathy Chow
  • Tse Kwan Ho
  • Cheung Tat-Ming
  • u.a.

Nude Fear - Nackte Angst

Story

Als junges Mädchen musste die engagierte Polizistin Joyce Chan Wing-yee mit ansehen, wie ihre Mutter bestialisch ermordet wurde. Sie fand sie gefesselt und stark blutend in ihrer gemeinsamen Wohnung und konnte erst nicht realisieren, was überhaupt geschehen ist. Dieses Ereignis ist höchstwahrscheinlich der Grund ihrer späteren Berufswahl. Und wie es kommen muss, macht sie als junge Polizistin eine Erfahrung, die den prägenden Erlebnissen aus ihrer Jugend ähnelt. Der Tatort ist ähnlich rituell hergerichtet, wie damals bei ihrer Mutter, was Joyce, die ohnehin ihre ganze Energie in ihre Arbeit legt, dazu veranlasst, sich von diesem Fall nicht mal mehr ansatzweise abzuwenden.

Doch der Fall ist alles andere als leicht zu lösen: Es wird ein Tatverdächtiger gefasst, der zwar für den aktuellen, nicht aber für den Fall aus der Vergangenheit in Frage kommt. Komischerweise weiß der Verdächtige aber bestens über Joyces Mutter Bescheid. Doch bevor Joyce näheres erfahren kann, bringt sich der mögliche Mörder grausam um. Zudem taucht ein Mädchen mit merkwürdiger Vergangenheit auf: 12 Jahre war sie verschwunden und, wie sich rausstellt, von dem Mörder Joyces Mutter entführt und von der Außenwelt abgekapselt gehalten. Das ganze Geschehen wird immer komplizierter, doch Joyce ist von dem Gedanken besessen, den Mörder zu stellen…

Kritik

Als ultimativer Psycho-Thriller, dem Klassiker "Sieben" ähnlich, wird "Nude Fear" angepriesen und es ist nicht schwer zu erraten, dass der Beitrag aus Hongkong mit dem Vorbild nicht wirklich Schritt halten kann. Aber dennoch ist "Nude Fear" alles andere als eine Enttäuschung. Er präsentiert sich als äußerst unterhaltsamer Film, der eigentlich über die gesamte Spielzeit überzeugen und erstklassig unterhalten kann. Besonders der Anfang weiß zu gefallen, in dem eine dunkle, verstörende Stimmung aufgebaut wird, die analog zur auftauchenden Spannung und dem Erzählten, dem Betrachter sicherlich nicht mal den Hauch eines Gedanken in sich aufkommen lässt, den Rest des Films nicht weiterzugucken. Der Zuschauer wird in den Bann des Films gerissen, dessen Umklammerung sich aber sukzessive löst. Sicherlich ohne auf ein schlechtes Niveau zu fallen, doch der Ende des Streifens kann mit dem Anfang nicht ganz mithalten.

Erzählt wird die Geschichte eines jungen Mädchens, das den Tod ihrer Mutter miterlebt und sich im Laufe der nächsten Jahre zu einer nahezu besessenen Polizistin entwickelt, die nur für ihren Job zu leben scheint.

Und was wäre da angebrachter, als sie mit ihren bösen Erinnerungen aus ihrer Jugend zu konfrontieren? Logisch ist das zwar nicht unbedingt, hilft der Geschichte aber in Schwung zu kommen und die Protagonistin, die solide von Kathy Chow verkörpert wird, in einem bedauerlichen Licht zu stehen, was unweigerlich filmisches Mitleid auslöst. Im Laufe der Geschichte verdichtet sich das Netz der Verdächtigen, bis die junge Polizistin ihrem Gegenpart gegenüber steht und versucht, ihm den Garaus zu machen.

Wie gesagt, verflachen die Ereignisse etwas während des Duells von Gut gegen Böse. Die Rätsel vor der Zusammenkunft sind zwar gut und logisch in die Geschichte integriert, doch es gibt keine Ereignisse, die an Filme wie zum Beispiel "Sieben" erinnern. Die Ereignisse sind weniger spektakulär und intelligent eingebettet worden. Harte Einlagen gibt es nicht, mal abgesehen von einigen blutreichen Aufnahmen. Dafür ist die Rolle des Bösewichts aber so richtig schön böse, wie man sich das wünscht. Und… bis aufgedeckt ist, bei wem es sich um den Bösewicht handelt, kann der Zuschauer lustig mitraten, ohne jedoch eine gute Chance zu besitzen, richtig zu tippen.

Wer von "Nude Fear" erwartet, dass er besonders innovativ ist und auf eine Analogie zu "Sieben" erwartet, der ist auf dem Holzweg. Wer allerdings ohne diese Erwartungen an den Film rangeht, der wird bestens unterhalten und wird sich den Filmtitel positiv in Erinnerung halten.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 4_5.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 4_5.gif
Gesamt 4_5.gif

Ähnlicher Film:

Naked Fear 2

0

Informationen

OT:Match.Dead

ca.83 Minuten

USA 2009

Regie

  • Jon Bonnell
Darsteller

  • James Ray
  • Kathleen Benner
  • Michael Harrelson
  • Ashley Francis
  • u.a.

Naked Fear 2

Story

Ridley Thompson ist ein verabscheuenswerter, sadistischer Mistkerl, dessen Hobby es ist, Menschen zu töten. Er wohnt im Süden der USA und hat sich in die hübsche Valora verliebt, die er im Internet auf einer MySpace-ähnlichen Plattform bemerkte. Er entführt sie und will viel Zeit mit ihr verbringen. Die gefesselte und körperliche misshandelte Valora hat allerdings einiges dagegen einzuwenden. Die gründliche Überlebensausbildung durch ihren Großvater kommt ihr da gelegen. Kann sie sich aus den Griffen des bösen Ridley befreien?

naked_fear_2_1.jpgnaked_fear_2_2.jpg

Kritik

Angelehnt an den Film „Naked Fear“(2007) befasst sich auch dieser in New Mexico spielende Film mit einem Frauenmörder. Aber ein richtige Sequel ist er nun auch wieder nicht, denn kein einziger Schauspieler dieses ersten Films ist hier mit an Bord. Ein Blick auf die beiden möglichen englischen Originaltitel „Match.Dead“ und „The Abductor“ zeigt uns, dass es diesen zweiten Teil wohl nur im Kopf des Übersetzers gab. Also tut „Naked Fear“ hier nicht viel zur Sache, folgend kann man sich diesen Film auch gucken, ohne je „Naked Fear (1)“ vor die Linsen bekommen zu haben.

Zu unser aller Glück geht es zwischendurch rein optisch ganz schön zur Sache: abgekniffene oder abgeschossene Zeigefinger, deutlich gebrochene Nasen und viele Kopfschüsse, bei denen an Blut nicht gespart wurde. Definitiv eine der Lichtseiten dieses Films. Aber auch eine der wenigen.

Ein weiterer wäre Regisseur Jon Bonnell. Kaum Erfahrung (lediglich „Star Quest: The Odyssey“), kaum Geld zur Verfügung (Wie das bei Low Budget Produktionen ja nun mal so ist) und trotzdem ein für diese Verhältnisse sehenswerter Film.Allerdings fällt dieser Unerfahrenheit auch sämtliche Spannung zum Opfer. Ab und zu flammt sie zwar auf, aber wirklich gefesselt wird man nicht, obwohl der Protagonist ein begnadeter Fessler ist.

Selbiger füllt den Film übrigens gut. Falls es die Absicht von James Ray („Star Quest: The Odyssey“, …) war, möglichst misanthropisch rüberzukommen und gehasst zu werden, macht er alles richtig. Man würde stellenweise am liebsten selbst in den Fernseher steigen und diesem verachtenden Kerl gehörig eins auf die Kauleiste geben! Die anderen Schauspieler machen ihre Aufgabe gut, fallen nicht weiter durch Gutes oder Schlechtes auf.

Wer sich also hier auf einen Kauf einlässt, der sollte nicht zu viel erwarten. Allerdings sollte man auch nicht glauben, dass dieser Film gar nichts zu bieten hat. Er bereitet eine durchaus neue Situation, aus der sich die Hauptdarstellerin in einem ziemlich komischen Ende befreit. Außerdem weiß er auf seine eigene Art zu unterhalten und er ist bestimmt auch dazu in der Lage, die Langeweile zu erschießen.

naked_fear_2_3.jpgnaked_fear_2_4.jpg

Bewertung

Splatter 4.gif
Spannung 1.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 2_5.gif

Ähnlicher Film:

Naked Fear

0

Informationen

OT:Naked Fear

ca. 103 Minuten

USA 2007

Regie

  • Thom Eberhardt
Darsteller

  • Danielle De Luca
  • Evan Adrian
  • Lisa Bonanno
  • Kalila Ceccarelli
  • u.a.

Naked Fear

Story

Eine Frau erwacht mutterseelenallein und vollkommen nackt in der Wildnis. Benommen und verwirrt schreit sie um Hilfe, weiß nicht, was geschehen ist. Plötzlich fällt ein Schuss, der die Frau zu Boden streckt und schwer verwundet. In Panik versucht sie, sich wieder aufzurappeln, als plötzlich ein Mann hinter ihr steht und sie mit einem Kopfschuss hinrichtet. So hätte sich die junge und durchaus attraktive Diane (Danielle De Luca) den versprochenen, neuen Job, für den sie sogar bereit war, in eine Kleinstadt irgendwo am Ende der Welt zu ziehen, sicherlich nicht vorgestellt: Zwar wurde ihr eine Arbeit als Tänzerin zugesagt, doch dass es sich dabei um eine Anstellung als Stripperin handelt, wurde Diane natürlich verschwiegen. Finanziell im Notstand, nimmt sie die Arbeit allerdings notgedrungen an und räkelt sich fortan für eine Horde sabbernder Männer an der Stange. Da ihre Kolleginnen ihr zudem den Schritt zur Prostitution nahe legen und Diane keine andere Möglichkeit mehr sieht, das Geld für eine neue Existenz zusammen zu bekommen, lässt sie sich auch darauf ein. Blöderweise ist ihr erster Freier ein schwer gestörter Psychopath, der sie betäubt und vollkommen entkleidet in der freien Natur aussetzt. Mit den verschiedensten Waffen geht der Fremde auf die Jagd nach Diane, doch die weiß sich zu wehren…

Kritik

Na, was ist das denn? Neuzeit-Exploitation? Die Story des Films "Naked Fear" neigt in jedem Fall durchaus dazu, diesen Schluss sehr schnell entstehen zu lassen. Frauen werden entführt und müssen anschließend fernab der Zivilisation unbekleidet um ihr Überleben kämpfen. Zugegeben, da hat auch das B-Movie-Genre schon mit Tiefsinnigerem aufgewartet, doch gerade männliche Konsumenten sollten bei derartiger Unterhaltung, so meint man, eigentlich voll auf ihre Kosten kommen. Was kann ein Regisseur mit einer solchen Story schon großartig falsch machen, so lange die Inszenierung zumindest halbwegs passabel erscheint? Und da hapert es dann leider gewaltig, denn Thom Eberhardt’s "Naked Fear" wartet mit einer Optik auf, die diversen deutschen Nachmittagssoaps Konkurrenz zu machen scheint. Als Hollywoodgröße ging Eberhardt zwar noch nie durch, doch zumindest durfte er in seiner Karriere bereits einige, zumindest halbwegs bekannte Filme inszenieren. Neben "Eine verrückte Reise durch die Nacht" mit Keanu Reeves in der Hauptrolle, brachte der Regisseur auch "Genie und Schnauze" mit Ben Kingsley und Michael Cain in den Kasten. Irgendwann erfolgte dann allerdings der Abstieg und seitdem dreht Thom Eberhardt nur noch belanglose und austauschbare Kost, die es zum großen Teil nicht einmal nach Deutschland geschafft hat. Dass gerade "Naked Fear" diese "Ehre" zuteil wurde, ist kritisch beäugt schon verwunderlich, handelt es sich hierbei doch auch nur wieder um einen unterdurchschnittliches B-Movie, das sich einzig durch seine nackten Hauptdarstellerin über Wasser zu halten versucht. Spannende Filme zur hier dargebotenen Survival-Thematik gibt es einige und somit war für den Filmemacher und sein Team durchaus die Möglichkeit gegeben, sich an zahlreichen Vorbildern zu orientieren. Dies scheint allerdings nur unzureichend genutzt worden zu sein, da "Naked Fear" über weite Strecken keine Ahnung hat, was er mit seiner Laufzeit anfangen soll. Ja, 106 Minuten sind für ein derartiges Werk schon über dem Durchschnitt und in diesem Fall wieder einmal der lebende Beweis dafür, dass der strikten Zeitsetzung vieler derartiger Filme auch eine Berechtigung zu Grunde liegt. Es vergehen beinahe 40 Minuten, bis die Handlung des Streifens in Gange kommt. Bis auf das Intro, das die brutale Hinrichtung einer nackten Frau zeigt, glaubt man schon, dass der Verleiher vielleicht einen falschen Film in die DVD-Hülle gelegt hat, denn bis zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht viel von einem Thriller zu sehen. Blöderweise soll sich dies auch in der restlichen Laufzeit nicht ändern. Ab dem Zeitpunkt, wenn Diane entführt wird und um ihr Überleben kämpfen darf, wird das Ganze zwar recht unterhaltsam, doch entschädigt dies nicht für das Fehlen jedweder Charakteristik. Die handelnden Personen sind alle absolut austauschbar und ohne Charakterzeichnung eingeführt, was einem auch nach 40 Minuten noch unmöglich macht, einzuschätzen, wer jetzt aus welcher Motivation handelt. Auch in Sachen Dialog, Kamera und restlicher Inszenierung ist "Naked Fear" kurz gesagt eine Katastrophe. Nichts gegen Filme aus dem B-Bereich, doch wenn das Ganze dann derart billig und dilettantisch wie hier gezeigt wird, dann hat es selbst der Trash-Liebhaber schwer. Die Vergleiche zu seichter Nachmittagsunterhaltung à la "GZSZ" liegen hier wirklich nicht all zu weit. Scheiß Charaktere, eine miese Inszenierung und ein träger Storyverlauf erfordern schon einiges an Toleranz, um "Naked Fear" bis zum Wendepunkt durchzuhalten. Sobald dieser dann eintritt, wird das Ganze zumindest noch zum halbwegs spannenden Überlebenskampf, der der Bezeichnung Thriller nicht gerecht wird, gegen das Vorherige aber beinahe schon oscarverdächtig erscheint. Vor einem reizenden Naturschauplatz wird die nackte Diane von einem einem geisteskranken Jäger unerbittlich verfolgt, was stellenweise in blutigen Szenen gipfelt, die einer Freigabe ab 18 Jahren allerdings nicht gerecht werden. Sex und Violence sind hierbei durchaus auf 16er Niveau. Auch, wenn die Akteurin die meiste Zeit unbekleidet durchs Bild flüchtet, so wird das Ganze nie zu explizit, auch die Morde werden Gewaltfetischisten nicht zufrieden stellen. Dennoch erwischt "Naked Fear" die Kurve ab einem gewissen Punkt noch haarscharf und rettet sich vor dem Totalreinfall. Für einen geselligen Abend unter Freunden ist der Streifen ungeeignet, doch B-Movie-Nerds ohne sonderliche Ansprüche werden dem Gezeigten im Nachhinnein sicherlich nicht komplett abgeneigt gegenüberstehen. Dass alle anderen hiervon die Finger lassen sollten, ist selbsterklärend. Nicht, weil das Gezeigte zu obszön, explizit oder fragwürdig wäre, sondern weil anhand der miesen Inszenierung nur hartgesottene Allesseher den Streifen überhaupt bis zum Ende durchhalten werden. Objektiv betrachtet gibt es wirklich nicht viel Positives an diesem Werk. Die Schauspieler sind für ihre Rollen ausreichend, werden aber niemals in Hollywood Fuß fassen – und das ist auch gut so.

Was soll man zu einem Film wie "Naked Fear" noch großartig sagen? Letztendlich sind die, die sich so etwas ausleihen, selbst Schuld. Zugegeben: Diverse B-Movie-Dauerkonsumenten, zu denen auch ich mich zähle, können hierbei noch ganz passable Unterhaltung finden, doch für alle anderen bleibt nur die dringende Warnung, bei dem Streifen auf Distanz zu gehen. Würde "Naked Fear" zumindest ein richtiges Brett an sinnlosen Sex- und Gewaltszenen bieten, könnte man das Werk wenigstens noch als sinnentleerte Exploitation deklarieren, doch so bleibt im Endeffekt ein Film, der storytechnisch und inszenatorisch absolut nichts zu bieten hat und auch sonst hinter den Erwartungen zurückbleibt. Muss man nicht gesehen haben.

Bewertung

Splatter 1.gif
Spannung 2_5.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 2_5.gif
Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

Fear Dot Com

0

Informationen

OT:Fear Dot Com

ca.100 Minuten

USA 2002

Regie

  • William Malone
Darsteller

  • Stephen Dorff
  • Udo Kier
  • Stephen Rea
  • Natasha McElhone
  • Jeffrey Combs
  • u.a.

Fear Dot Com

Story

Einige sehr seltsam aussehende Leichen werden gefunden, die alle eines gemeinsam haben – ihre Augen haben vor ihrem Tode geblutet. Der junge Polizist Mike Reilly erhält schließlich Unterstützung von einer Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes – Terry Huston, da zunächst der Verdacht auf die Krankheit Ebola fällt. Jedoch schnell verläuft dieser Verdacht im Winde, da keinerlei Krankheitserreger im Blut der Leichen gefunden werden. Nur eines scheinen alle Personen gleich zu haben, denn sie starben alle exakt 48 Stunden nachdem sie eine bestimmte Website im Internet besucht haben.

Mike ist zunächst nicht sonderlich von dem Fall angetan, da er gerade erst einen Fall, den er nicht lösen konnte an das FBI verloren hat. Der sogenannte „Doktor“- ein Serienkiller, der seine Opfer live über das Internet brutal foltert und schließlich ermordet. Dieser Doktor hatte ihn als seinen „Brieffreund“ auserkoren und Mike gelang es einfach nicht ihn zu fassen.

Während alle noch mit den mysteriösen Leichen beschäftigt sind, sucht sich der Doktor bereits sein nächstes Opfer und beginnt erneut vor laufenden Webcams seine Folterung an der jungen Frau, die so lange von ihm bestialisch mit Skalpellen und sonstigen chirurgischen Instrumenten gequält wird, bis sie schließlich nach Tagen um ihren Tod betteln wird. Den Zuschauerzähler hat er dabei stets vor Augen und je brutaler er die junge Frau anfasst, desto mehr Zuschauer erhält er.

Unsere beiden Ermittler Mike und Terry schließen schließlich darauf, dass alles irgendwie mit dieser mysteriösen Website feardotcom.com zusammen hängt und Mike beauftragt seine Mitarbeiterin Denise mit der Recherche darüber. Nachdem sich Denise auf dieser Seite eingeloggt hat, beginnt ihr Computer eine Art Eigenleben zu führen, er schaltet sich wie von selbst an und eine Frau stellt ihr ein paar Fragen, die sie alle aus Neugier mit „ja“ beantwortet. Nach dem ersten einloggen quälen sie plötzlich ihre größten Ängste und genau 48 Stunden später ist sie tot. Aus Neugier loggt sich nun natürlich auch Mike auf der Seite ein und er bricht wenig später zusammen und wird in ein Krankenhaus eingeliefert, so dass es schließlich bei Terry bleibt, das Geheimnis der Website zu lösen und somit das „Spiel“ mitzuspielen, für dessen Lösung sie nur 48 Stunden Zeit hat, und das sie immer mehr in Zusammenhang mit dem Doktor bringt, denn die mysteriöse Dame auf dem Bildschirm, ist keine andere als das erste Opfer des Doktors, das er 48 Stunden lang quälte, ehe er sie brutal ermordete und deren Leiche nie gefunden wurde.

Kritik

Ich fand bereits den Trailer zu diesem Film sehr vielversprechend und nun ist es mir auch endlich geglückt mir diesen Film anzusehen. Ich muss jedoch gleich eines vorweg nehmen, der Trailer versprach mehr als der Film selbst. Zwar ist der Film schon recht gut, allerdings erinnert er einfach zu sehr an „The Ring“, mit dem einzigen Unterschied, dass es sich hierbei um keine Videokassette, sondern um eine Website handelt und dass man keine 7 Tage sondern nur 48 Stunden Zeit hat, um das Rätsel zu lösen. Geht man halt von Anfang an mit dem Vorwissen aus „The Ring“ an diesen Film heran, so wird man auch eine leichte Enttäuschung davon tragen. Leute, die „The Ring“ nicht kennen, werden mit diesem Film hier gewiss weit mehr anfangen können.

Die Atmosphäre des Filmes ist genial gelungen, alles ist sehr düster gehalten und besonders die Website, um die es geht, ist sehr gelungen! Das meiste läuft nachts ab oder an düsteren Orten, wie z.B. einer alten Eisenwarenfabrik und vermittelt so beim Betrachter von vornherein eine finstere Grundstimmung. Auch die ein oder anderen Schockeffekte erwarten einen gezielt.

Gesplattert wird leider nicht, obwohl es sich schon bei den Folterszenen des Doktors gut gemacht hätte. Jedoch wäre der Film dann wohl eher nicht im Kino gelaufen – zumindest nicht in einem normalen.

Die Darsteller, wie so oft mir wieder unbekannt, allerdings machen sie ihre Arbeit ganz gut und man kauft ihnen die Rollen ab.

Die Story ist ja der von „The Ring“ sehr ähnlich und weißt auch ein paar kleine Logiklücken auf, z.B. warum wenn man mit dem Auto nicht gesehen werden will, lässt man den Motor und das Licht an, wenn man den Wagen verlässt? Und wieso findet Terry die Leiche im Abwasser auf direktem Wege und vor allem, wie lange kann diese Frau denn die Luft anhalten??? Und das noch, obwohl sie sich so erschreckt. Von der Art sind einige kleinere Patzer drin. Am unwahrscheinlichsten fand ich jedoch eine andere Szene…

ACHTUNG, nur lesen, wen es nicht stört, dass er Details die das Ende betreffen, erfährt!!!

Als die Leiche vom 1. Opfers des Doktors gefunden und obduziert wird, wird in ihrem Bauch ein Lippenstiftetui mit einem kleinen Zettel darin gefunden. Auf diesem Zettel steht die Anschrift ihres Killers und der Vermerk, dass alle Schuldigen sterben müssen. Hallo??? Die junge Dame wurde Tagelang gefoltert und zwar in gefesseltem Zustand, wie also kann sie es geschafft haben, kurz vor ihrem Tode noch diesen Zettel zu verfassen und ihn unterzuschlucken? Ich finde dies irgendwie etwas unlogisch und seltsam, aber nun gut.

Den Trailer, Bilder usw. findet ihr übrigens auf:

http://www.feardotcom-der-film.de/

^v^ FAZIT: ^v^

Ich weiß noch immer nicht so recht, wie ich den Film einschätzen soll, er ist einerseits schon gut, allerdings besitzt er auch zugleich einige Schwachstellen, überwiegend durch die Ähnlichkeit mit „The Ring“ ausgelöst, so dass ich ihn wohl im Mittelbereich ansiedeln werde. Es kommt halt einfach zu wenig neues darin vor und man hätte durchaus noch mehr daraus machen können. Eine Empfehlung spreche ich aus, um sich den Film einmal anzuschauen und am besten eher den Leuten, die „The Ring“ noch nicht kennen.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 4.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

Fear City – Das Buch einer Bestie

0

Informationen

OT:Fear City

ca.91 Minuten

USA 1984

Regie

  • Abel Ferrara
Darsteller

  • Tom Berenger
  • Billy Dee Williams
  • Melanie Griffith
  • Rae Dawn Chong
  • u.a.

Fear City - Das Buch einer Bestie

Story

Nicky und Matt verdienen ihren Lebensunterhalt damit, dass sie junge Mädchen als Stripperinnen an hiesige Lokale vermieten. Das Geschäft läuft gut und es gibt keinerlei Gründe, sich Sorgen zu machen.Aber plötzlich taucht in der New Yorker Unterwelt ein Killer auf, der systematisch Stripperinnen heimsucht, um sie dann zu überfallen. Er verstümmelt und tötet die jungen Mädchen und bald glaubt sich keine Frau mehr in Sicherheit. Erst denken Nicky und Matt das der Killer von der Konkurrenz kommt, doch als auch ein Mädchen aus dem anderen Lager ermordet wird, müssen die Kontrahenten zusammenarbeiten. Aber der Serienmörder ist nicht leicht zu fassen, was sämtliche Beteiligten bald feststellen müssen…

Kritik

„Fear City“ ist ein typischer Vertreter der 80er Jahre Thriller und lebt vor allen von seiner Dichten Atmosphäre und der guten Darstellungsart des New Yorker Kultregisseurs Abel Ferrara, der es sich in seinen Werken zur Aufgabe macht, New York nicht so darzustellen, wie es so häufig gezeigt wird. Anstatt einer blühenden Stadt sieht der Betrachter ausschliesslich das Rotlichtmilieu und zwar in einer leicht deprimierenden Darstellung. Neben Ferrara sind Tom „Sniper“ Berenger, Billy Dee Williams, Melanie Griffith und Rae Dawn Chong („Alienkiller“) als etwas bekanntere Schauspieler mit von der Partie, was dem Film sichtbar gut tut. Schauspielerisch gibt es nicht das Geringste zu bemängeln, man kann sich sogar an einigen erotischen Szenen zwischen Melanie Griffith und Rae Dawn Chong erfreuen, die sich recht freizügig der lesbischen Liebe hingeben. Allerdings gibt es neben diesen Szenen und zahlreichen Tanzeinlagen nackter Frauen nicht wirklich viel zu betrachten. Die Geschichte ist zwar ganz nett und hat auch relativ spannende Momente, haut aber wohl keinen vom Hocker. Man sieht halt einen, durch und durch, genretypischen Beitrag, der nicht mehr zeigt als man ohnehin schon gesehen hat. Zudem ist die Geschichte mit dem Serienmörder nicht gut ausgeschmückt und man erfährt so gut wie gar nichts über ihn; nur halt das er ein Problem mit leichten Mädchen hat und sie aus reinem Hass um die Ecke bringt. Zudem erfährt man noch, dass er ein Buch namens „Fear City“ schreibt, was dann ja auch der Namensgeber für den Streifen ist, allerdings erfährt man nicht wirklich, was er dort hineinschreibt. Es gibt zwar eine gute, düstere Atmosphäre und gute Schauspieler, dass war es dann aber auch schon, was es Positives von „Fear City“ erzählen kann. Freunde des Thrillers und Fans der 80er Jahre könnten zwar durchaus ihre Freude mit dem Streifen haben, für Serienmörder-Interessierte ist der Streifen allerdings nichts. Auch Splatterfans bekommen nicht wirklich etwas geboten, da die meisten Morde im Off begangen werden und wenn man dann mal was sieht, sieht es nicht wirklich blutig aus…

Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 1_5.gif
Story 1_5.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 2_5.gif
Gesamt 1_5.gif

Ähnlicher Film:

Cradle Of Fear

0

Informationen

OT:Cradle Of Fear

ca. 120 Minuten

GB 2000

Regie

  • Alex Chandon
Darsteller

  • Dani Filth
  • Edmund Dehn
  • David McEwen
  • u.a.

Cradle Of Fear

Story

Der Film geht zwei Stunden, ist in vier Episoden aufgeteilt und zwischen den einzelnen Episoden gibt es auch noch eine Hauptgeschichte, die alles verknüpft und dem Film einen Sinn gibt. Ich werde jetzt nach einer kurzen Einleitung einfach alle Episoden wieder geben. Ein verrückter sitzt wegen Kannibalismus und anderen sehr brutalen Morde in der Irrenanstalt. Der Mann heißt Kemper und hat die Fähigkeit andere zu hypnotisieren. Deshalb müssen die Ärzte bei ihm immer besonders aufpassen. Aber er ist ja hinter Schloss und Riegel und somit keine Gefahr für die Öffentlichkeit, oder doch? So jetzt beginnt der Film; und zwar damit, wie ein Kommissar mit seinen Hilfssheriffs in einem Hotelzimmer zwei brutal ermordete Frauen findet. Einer der Frauen ist der Bauch aufgeplatzt und es sind alle Eingeweide rausgequollen. Um diese Frau geht es in der ersten Episode und es gibt einen Rückblick. Episode 1 Zwei junge (leicht) drogenabhängige Frauen sind am Abend in einer Disco unterwegs. Eine der Frauen (die mit den Eingeweiden) findet einen Mann und verbringt mit ihm zusammen die Nacht. Pech für sie, dass gerade „der Mann“ (gespielt von Dani Filth), kein Mensch ist. Am nächsten Tag als die Frau auf die Straße geht sieht sie in allen Leuten Dämonen. Voller Panik rennt sie zu ihrer Freundin. Die gibt ihr eine Schlaftablette. Nach einem Alptraum erwacht die Frau und fühlt, wie sich in ihrem Bauch etwas bewegt. Sie bekommt eine höllische Panik. Episode 2 Zwei junge Frauen (aber andere als in der ersten Episode) laufen durch die Stadt. Beide sind knapp bei Kasse und brechen deshalb bei einem alten Mann ein. Sie haben alles einigermaßen geplant und denken er ist weg. In dem Haus entdeckt eine der beiden unter dem Bett im Schlafzimmer eine Dose, in der sehr viel bares Geld drinnen ist. Beide freuen sich. Plötzlich steht der alte Mann aus dem Bett auf. In voller Panik nimmt eine der Frauen einen Kerzenständer und erschlägt ihn. Beide bleiben die Nacht über in dem Haus und waschen sich das Blut ab. Eine der Frauen wird aber hysterisch und bekommt Panik. Daraufhin wird die hysterische Frau auch noch von ihrer Freundin umgebracht. Die vertuscht alles und verschwindet mit dem Geld in ihre Wohnung. Jetzt sag ich nur noch eins, Sie hat was böses Gemacht und nun kommt die Strafe! Episode 3 Ein Mann und eine Frau fahren zusammen mit einem Auto rasend durch die Stadt. Weil der Mann gerade nicht aufpasst kommt es zu einem Unfall. Und zwar überfahren sie einen Mann. Aber statt nach dem Verletzten zu sehen, schaut der Mann nur nach ob kein Kratzer an seinem Auto ist. Als beide daheim ankommen wollen sie miteinander schlafen. Dabei erfahren wir, dass der Mann nur noch einen Fuß hat. Es heißt aber, dass wenn er irgendwie einen Fuß bekommt, man den dann wieder annähen kann. Also geht der Mann zu einem alten Bekannten bringt ihn um und schneidet ihm den Fuß ab. Als der Fuß angenäht ist, freuen sich beide und er lernt wieder richtig laufen. Aber für diese tat, die er getan hat kommt auch wieder die Strafe! Episode 4 Diesmal haben wir es mit dem Sohn des Kommissars vom Anfang zu tun. Und zwar arbeitet der Sohn bei einer Art Zeitungsfirma. Er soll einen Bericht über Snuff Filme schreiben. Dem Begriff Snuff Film will ich kurz erläutern! Ein Snuff Film ist ein Film, bei dem ein Mensch vor laufender Kamera grausam getötet wird nur dass sich ein paar perverse dran aufgeilen können. Kein Witz! Gibt es bedauerlicherweise wirklich. Auf jedenfall macht der Sohn viel im Internet herum um an Informationen für seinem Bericht zu kommen. Durch Zufall trifft er auf eine Seite, die sich „The Sick Room“ nennt. Es ist eine Snuff Seite. Hier kann derjenige der sie besucht einen Killer dirigieren, wie der ein Opfer von laufender Kamera ermordet. Zum Beispiel mit welcher Waffe oder auf welche Körperteil. Da die Seite total illegal ist ändert sie immer ihre Adresse. Der Sohn findet bedauerlicherweise Gefallen am Killerspielen. Deshalb verschleudert er sein ganzes Geld und seine Wohnung im Sick Room. Erst zuhause, dann im Internet Cafe. Eines Tages bekommt er eine Mail, wo er den Sick Room im wirklichen leben findet. Er macht sich sofort auf den Weg. Und wieder kommt die Strafe!

Kritik

Also ich muss gleich sagen, der Film ist wirklich super genial!! Ich hätte ihn ehrlich gesagt nicht so gut erwartet! Das mit den einzelnen Episoden fand ich echt eine sehr gute Idee. Alle Episoden sind sehr spannend und gorig. Wie ihr sicher bemerkt habt enden alle Episodenberichte, bis auf den ersten, mit dem Satz „Er oder Sie bekommt die Strafe“. Das trifft aber auch wirklich immer zu. Dazu sag ich aber gar nicht mehr, weil ich sonst die Spannung rauben würde. Ich sag einfach nur der Film hat eine super Story die wirklich sehr gut durchdacht ist und am Ende des Films auch alle Fragen aufdeckt. Dadurch bleibt der Film auch noch nachher interessant, so dass es auch nichts ausmacht den Film ein zweites mal anzuschauen. Der Film baut auch eine sehr gute, dichte Atmosphäre auf. Der zweite wichtige Punkt sind wohl die Splatterszenen! Also die sind wirklich ziemlich häufig und auch sehr gut gelungen und außerdem ultrabrutal. Aber das ist auch gut so! Hier kommt der Splatterfan voll auf seine Kosten! Ich will einfach mal ein paar beschreiben, wie ich es üblicherweise sonst auch mache. 1) Der Film beginnt mit zwei sehr brutalen Splatterszenen! Und zwar können wir mit ansehen wie einem Mann die Kehle aufgerissen wird und sämtliche Adern rausgerissen werden. Dem anderen Mann wird der Kopf zerrissen, auf den Boden geworfen und draufgetreten, dass der Rest zerplatzt. 2) Einer Frau platzt der Bauch auf und man kann alles sehr lange und in Großaufnahme sehen. 3) Man kann in Großaufnahme mit ansehen, wie einem Mann der Fuß abgeschnitten wird. Dabei sieht man richtig den Knochen und Fleisch raushängen. Ich denke das sind genug Beispiele. Aber glaubt mir, es gibt noch viel viel mehr. Ich denke diese drei Punkte reichen aus um sich ein Bild von dem Film zu machen. Ich hab auch schon auf einer Internetseite als Kritik zu „Cradle of fear“ gelesen „Übermäßig brutale Schlachtplatte“. Ich denke dieser Film ist deshalb wirklich nur was für Splatterfans und sonst für niemanden! Ich rate allen bevor sie sich den Film ansehen zuerst die beiden Film Trailer reinzuziehen. Wenn man danch noch Lust hat, dann wird man den Film sicher lieben, genau wie ich!!! Trotz des ganzen Splatters ist der Film aber wieder ziemlich spannend geworden und alle Episoden sind einfach super. In jeder Episode wird eine gute Spannung aufgebaut und endet meist mit einem ultrablutigen Effekt. Die Effekte sind übrigens von den Machern, die auch Hellraiser gemacht haben. Die Hintergrundgeschichte zwischen den Episoden ist auch sehr Spannend gemacht, so dass der Film nie langweilig wirkt. Wenn man ihn sich das erste mal ansieht wird man anfangs noch gar nicht so richtig kapieren um was es geht, aber mit der Zeit bekommt dann doch alles seinen Sinn! Von den Schauspielern sind mir leider alle unbekannt. Ich kann aber ein paar Worte zu dem „The Man“ sagen. Er wird gespielt von Dani Filth. Ihn könnt ihr euch ungefähr so wie „The Crow“ vorstellen. Er ist auch ein Rockmusiker, wenn ich das richtig aufgeschnappt habe und auch die Filmmusik ist von ihm. Wo wir schon bei der Filmmusik sind! Die ist echt super gelungen und passt richtig in den Film rein. Also ein dickes Lob an Dani Filth! Die anderen Schauspieler wirken alle ganz überzeugend. Der Film ist leider gar nicht erst in deutsch übersetzt worden und daher nur als englische DVD erhältlich. Aber das macht nichts, man versteht sehr gut was die reden. Und außerdem kommt es hier eh in erster Linie auf Splatter an. Die DVD enthält übrigens zwei Trailer zu „Cradle of fear“, eine Gallery mit vielen Bilden aus dem Film und einen Kurzfilm „Behind the Scenes Featurette. Hier wird gezeigt, wie manche Effekte gemacht worden sind. Ist eine ganz interessante Sache. Wie schon oben gesagt, für Splatterfans wie mich ist der Film sehr zu empfehlen. Für alle anderen aber überhaupt nicht! Ich finde den Film auf jeden Fall super und werde ihn mir demnächst noch mal anschauen!

Bewertung

Splatter 6.gif
Spannung 5.gif
Story 5_5.gif
Ekelfaktor 5_5.gif
Atmosphäre 5_5.gif
Gesamt 5_5.gif

Ähnlicher Film:

Cradle Of Fear

0

Informationen

OT:Cradle Of Fear

ca. 120 Minuten

GB 2000

Regie

  • Alex Chandon
Darsteller

  • Dani Filth
  • Edmund Dehn
  • David McEwen
  • u.a.

Cradle Of Fear

Story

[Der Film ist in 4 Episoden aufgeteilt, die jedoch alle miteinander verknüpft sind.]

Serienkiller Kemper sitzt seine Strafe in einer Irrenanstalt ab. Äußerst brutale Kindermorde und Kannibalismus brachten ihn hier her. Er ist ein großer Meister der schwarzen Magie und Hypnose. Die Polizei ist erleichtert, ihn endlich hinter Gittern zu sehen und wiegt sich im sicheren. Ein Fehler! Denn Kemper hat mit einer außen stehenden Person Kontakt und erteilt dieser auf geschickte Art und Weise seine „Todeskandidaten“ mit.

Szenenwechsel: Wir befinden uns in einer dunklen Gasse und Detective Neilson ist gerade dabei den Puls eines Opfers zu kontrollieren. Es folgt ein Rückblick…

Episode 1:

Es ist Nacht, Mel und Nikki, 2 junge Gothicgirls sind in einer Disco auf der Suche nach männlichen Wesen für die Nacht. Mel´s Blick fällt dabei auf einen großen, gut aussehenden Goth („Dani Filth“) und die beiden landen natürlich im Bett. Es wird zum Alptraum für Mel. Als sie am nächsten Morgen erwacht, kann sie sich nur wage an die Vorkommnisse der letzten Nacht erinnern. Sie weiß lediglich, dass dieser Goth auf keinen Fall ein Mensch gewesen sein kann. Sie macht sich schließlich auf den Weg zu ihrer Freundin Nikki. In der Stadt bekommt sie plötzlich Horrorvisionen. Halb wahnsinnig kommt sie bei ihrer Freundin an und sie beschließt die Nacht dort zu verbringen. Mitten in der Nacht wacht sie jedoch auf und spürt, dass sich etwas in ihrem Bauch bewegt…

Episode 2:

Und wieder haben wir es mit 2 jungen Frauen zu tun. Diese sind gerade dabei in das Haus eines alten Mannes einzubrechen. Sie glauben ein leichtes Spiel zu haben, da dieser für gewöhnlich um diese Zeit nicht zu Hause ist. In der Wohnung beginnen sie sogleich ihre Suche nach Wertsachen und werden fündig. Jedoch taucht auch der alte Mann unerwartet unter seiner Bettdecke hervor und die Mädels geraten in Panik. Sie killen den Kerl! Danach baden sie in dieser Wohnung noch, um sich von dem Blut abzuwaschen. Sophie misstraut jedoch ihrer Freundin Emma und so killt sie diese eben auch noch, um dadurch immerhin noch mehr Geld für sich zu haben. Sie beseitigt noch rasch ein paar Spuren im Haus und verschwindet dann in ihre Wohnung, wo sie wenig später Besuch erhält…

Episode 3:

Ein gutgelauntes Ehepaar rast zugedröhnt mit Drogen in ihrem Auto über die Straßen. Natürlich kommt es auch zu einem Unfall. Sie überfahren einen Mann, halten kurz an um sich zu vergewissern, dass keine Kratzer an ihrer Stoßstange sind und fahren weiter. In ihrem Haus ( man merkt gleich dass sie Geld zu genüge haben), versuchen die beiden miteinander zu schlafen, was jedoch an dem Mann scheitert, der bei einem Unfall sein Bein verloren hat und darüber nicht hinweg kommt. Ein Arzt macht ihm schließlich Hoffnungen, indem er ihm erklärt, dass er nur einen „Spender“ finden müsse, damit er ihm ein neues Bein wieder annähen könnte. Kurzerhand stattet der Ehemann einem alten Bekannten, der ihm noch Geld schuldet einen Besuch ab und trennt diesem einfach sein Bein ab. Die Transplantation gelingt! Monate später befindet sich unser Pärchen wieder rasend durch die Innenstadt wieder, doch etwas ist anders…

Episode 4:

Detective Neilsons Sohn soll für seinen Job einen Artikel über Snufffilme schreiben und recherchiert dafür viel im Internet. Dabei findet er immer mehr Gefallen an perversen, möglichst harten „Spielchen“. Eines Tages entdeckt er eine Webside, genannt „Sick Room“. Im „Sick Room“ kann man eine Art reales Videospiel spielen. Man spielt Mörder und darf Leute dirigieren, wie sie jemand anderes töten, verstümmeln oder vergewaltigen sollen. Um jedoch mitspielen zu können, bedarf es eines „Einsatzes“. Man muß zuerst selbst eine Person den Betreibern des „Sick Room“ überlassen. Kurzerhand nimmt er dafür seine Freundin, die wenig später von der Bildfläche verschwindet. Er wird immer süchtiger nach diesem „Spiel“. Er verliert schließlich seinen Job. Da die Webside ständig ihre Adresse wechselt, verbring er all seine Zeit im Internet und verschuldet sich immer mehr. Auch seine Wohnung geht flöten. Sein Tagesablauf sieht inzwischen so aus, dass er vor einem Internetcafee schläft und tagsüber dort seine Zeit verbringt. Eines Tages bekommt er einen Hinweis geschickt, wo er den Sick Room real finden kann…

Zwischen all diesen Episoden treffen wir immer wieder auf Detective Neilson, der ratlos vor den Opfern steht. Bei allen Opfern findet er Spuren, die auf den inhaftierten Kemper schließen lassen, doch wie kann das möglich sein? Nach dem Tod seines Sohnes begibt er sich schließlich zu Kemper in die Irrenanstalt und auch Kempers Helfer ist auf dem Weg dorthin…

Kritik

So, ich hoffe ich konnte Euch Appetit auf diesen Film machen! Ich fand ihn klasse!!! Es fließt eine Menge Blut und auch die Splattereffekte sind genial! Alex Chandon, der Regisseur, hat mit diesem Film gewiß einen großen Schritt in die Splatterszene gesetzt und ich denke, man darf gespannt sein, was Alex in Zukunft noch so alles fabrizieren wird! Geübt hatte er bereits zuvor mit einigen kürzeren Filmen („Drill Bit“, „Night Pastor“, „Scumfuck“, „Bad Karma“…), die sich allerdings ebenfalls in der Splatterszene sehen lassen können ( Alex war auf dem Festival anwesend und hatte auch noch einige Kurzfilme und Trailer mit im Gepäck ).

Als einzigstes Manko an diesem Film, muß ich Euch jedoch warnen: Der Film ist noch nicht synchronisiert und daher bisher nur im englischen Original zu bewundern. Jedoch auch für Leute mit wenigen Englischkenntnissen oder keinen, ist der Film durchaus verständlich! Es kommt hier eh weniger auf die Dialoge an. Die Handlung reicht vollkommen aus!

Was mir als weibliche Person auch nicht so ganz klar ist, warum gibt es in solchen Filmen eigentlich ständig nackte Frauen zu sehen??? Gibt es denn wirklich außer mir auf der ganzen Welt keine anderen weiblichen Splatterfans??? Wo bleibt denn hierbei die Gleichberechtigung. Aber gut, ich will ja nicht meckern, wenigstens hat es keins dieser Mädels im Film überlebt!

Die Atmosphäre ist düster und in etwa vergleichbar mit Filmen wie „The Crow“ oder „Sieben“. Fast alles Wesentliche spielt sich in dunklen Gassen und Häusern ab. Dazu kommen düstere Metalklänge. Grandios… Leute mit schwachen Nerven sollten sich diesen Film besser nicht ansehen!

Die Schauspieler waren abgesehen von Dani Filth alle unbekannt, jedoch dennoch ganz gut besetzt. Dani war die absolute Idealbesetzung für diese Rolle und ich muß gestehen, ich kann nicht verstehen, dass er nicht schon in anderen Horrorfilmen mitgespielt hat! Er ist brilliant und besitzt eine Ausstrahlung die einem durchaus einen Schauder über den Rücken jagt. Er war übrigens diesmal nicht so geschminkt wie sonst auf der Bühne. Nur eben leicht Gothicmäßig gebleicht, sein Auftreten ließ mich übrigens auch wieder leicht an „The Crow“ denken.

Der Film ist übrigens ein Low- Budget Film, was man jedoch wenn man es nicht weiß, auch nicht so schnell bemerkt! Die Effekte sind wirklich top!!! Besonders gut, gefiel mir dabei die „Schädelwegballerszene“ am Ende des Films. Ich will Euch nicht zu viel verraten, daher gebe ich Euch auch nicht alle Angaben so wie sonst vor.

Erhältlich ist der Film übrigens unter www.cradleoffear.com oder bei einigen gutbestückten Splatterfilmhändlern. Leider zählt der Film zu denen, die die FSK- Stelle am liebsten niemals auf dem Markt bringen würde und daher wird der Film wohl auch niemals in einem normalen Laden zum Verkauf stehen…schade!!!

^v^FAZIT: ^v^

Ich empfehle den Film allen Fans dieses Genre und Cradlefans. Allen anderen rate ich jedoch von dem Streifen ab, da er definitiv nichts für Leute mit schwachen Nerven ist oder Leute die gewaltverherrlichende Filme ablehnen! Es fließt eine Menge Blut und es gibt viele sehr brutale Szenen! Leute wie meine Wenigkeit dagegen werden ihn lieben!

Bewertung

Splatter 5.gif
Spannung 5.gif
Story 6.gif
Ekelfaktor 6.gif
Atmosphäre 5.gif
Gesamt 5_5.gif

Ähnlicher Film:

Cradle Of Fear

0

Informationen

OT:Cradle Of Fear

ca. 120 Minuten

GB 2000

Regie

  • Alex Chandon
Darsteller

  • Dani Filth
  • Edmund Dehn
  • David McEwen
  • u.a.

Cradle Of Fear

Story

Der Film ist in vier Episoden unterteilt, die allerdings alle einen gewissen Zusammenhang haben. Vor, zwischen und nach den vier integrieren Filmchen gibt es eine (Neben)-Handlung, in der es um einen inhaftierten Killer namens Kemper geht. Kemper scheint sich einer übermenschlichen Macht bedienen zu können, mit der er eine Person steuern kann, die draußen für ihn mordet. Um wen es sich bei der Person handelt und in welcher Beziehung sie zu Kemper steht, sollen wir später erfahren …

Polizist Neilson versucht herauszufinden was Kemper für ein Spiel spielt und wird mit zunehmender Zeit immer weiter in den Fall hineingezogen.

Erste Geschichte :

In einer Szenedisko reißt die junge Mel einen gutaussehenden Typen auf, um mit ihm eine Nacht zu verbringen. Sowohl das Mädchen, als auch der Mann sind eindeutig Freunde der mystischen Unterwelt, was ihnen anzusehen ist und was sie sich gegenseitig sympathisch macht. Die beiden verschwinden zusammen und erledigen das, worauf sie es abgesehen hatten. Doch die Paarung verläuft aus Mel´s Sicht nicht so, wie sie sich es vorgestellt hatte. Der Akt läuft für sie wie ein Alptraum ab und ist alles andere als amüsant für die junge Frau. Am nächsten Morgen wacht sie auf und kann sich an keine Details mehr erinnern. Sie fühlt sich sehr unwohl und macht sich auf den Weg zu ihrer Freundin. Bevor sie dort ankommt muss sie die Stadt durchqueren und sieht in anscheinenden Visionen lauter Dämonen, die ihr erzählen das sie jetzt eine von ihnen ist. Völlig erschöpft und verängstig kommt sie schließlich bei ihrer Freundin an, doch dort muss sie bemerken das sich durch die verbrachte Liebesnacht mehr verändert hat, als sie es zu glauben gewagt hätte …

Zweite Geschichte :

Zwei junge Damen haben sich vorgenommen bei einem etwas älteren Herren einzubrechen. Sie haben zwar nicht die beste Vorbereitung für den Bruch, aber sie sind sich sicher das nichts schief gehen kann, da der Alte nicht zu hause ist. So brechen sie ein und erfreuen sich der Wertsachen, die sie ergattern können.

Als sie aber im Schlafzimmer des Eigentümers angekommen sind, staunen sie nicht schlecht als der sich plötzlich unter der Decke seines Bettes erhebt. Geschockt schlägt eine der jungen Frauen auf ihn ein, was ihn blutüberströmt zu Boden sinken lässt. Geschockt stehen die beiden vor der geglaubten Leiche, als die sich wieder bewegt und eine der beiden Frauen angreift. Mit weiteren Schlägen wird der Alte traktiert, was ich schlussendlich über den Jordan befördert. Blutverschmiert verbringen die beiden noch eine Weile in der Wohnung um sich zu reinigen, damit sie nicht zuviel Aufsehen erregen. Da kommt der einen die Idee das der Raub für einen alleine mehr Profit abwerfen würde und so bringt sie auch ihre Komplizin um. Glücklich über den neuen Reichtum macht sie sich von dannen, sie soll aber wenig später einen unerwarteten Besuch bekommen …

Dritte Geschichte :

Den Rausch der Geschwindigkeit suchend, rast ein Pärchen mit weit überhöhter Geschwindigkeit durch die City. Sie lachen und scherzen und übersehen dabei einen Landstreicher, der sich auf der Fahrbahn nach seiner Bierdose bückt. Erst im letzten Moment wird er gesichtet, doch dann ist es schon zu spät. Der Mann wird überfahren und als das Auto einige Meter später zum stehen kommt, sind die beiden verliebten etwas geschockt. Der Mann entschließt sich auszusteigen, doch anstatt dem Überfahrenen zu helfen, mustert er nur seine Stossstange und ist froh das diese nicht beschädigt ist. Ohne dem Opfer einen Blick zu würdigen steigt er wieder ein und die Fahrt geht weiter.

Als sie die Fahrt beendet haben, soll es zum Höhepunkt des Tages kommen und zwar im Bett. Doch das klappt nicht so, wie sich die beiden das vorstellen, da der Mann unter der Amputation eines seiner Unterschenkel leidet. Um diese Problem endlich zu beseitigen beschließt er, sich ein neuen Unterschenkel zu „organisieren“. Er besucht einen heruntergekommenen Bekannten, der sehr überrascht über die Forderung ist, aber letztlich keine Chance hat. Mit dem abgesägten Bein im Koffer macht sich der Mann zu einem Arzt auf, den er zwingt es ihm anzunähen, was so auch geschieht.

Nachdem die Wunden einigermaßen verheilt sind, machen sich die Verliebten zu einer erneuten Spritztour auf, die aber schneller als gedacht vorüber ist …

Vierte Geschichte :

Der Sohn, des mit dem Serienkillerfall beauftragen Neilson, soll für Zeitungsartikel Informationen über das Phänomen der Snuff-Filme besorgen. Technologisch auf dem neusten Stand, macht er eine Internetrecherche und wird schnell fündig. Auf einer Seite, die sich „Sick Room“ nennt, gibt es ein besonderes Angebot zur Thematik. In diesem kranken Raum kann man sich gegen Bezahlung aussuchen, wie Menschen umgebracht werden sollen, was dann live zu verfolgen ist.

Trotz der Perversität wird der junge Journalist in den Bann der Homepage gezogen. Er wird zusehends süchtig und der Umstand, das die Homepage häufig den Server wechselt und so wieder mühselig gesucht werden muss, verändert sein Leben. Er verliert Job und Wohnung und ist bald hoch verschuldet, da er immer wieder Tötungen in Auftrag gibt und sich dabei krankhaft – köstlich amüsiert.

Eines Tages erhält er eine Email, die ihm verrät wo sich der „Sick Room“ befindet. Er macht sich auf die Suche und entdeckt etwas, was er nie sehen wollte …

Nachdem Polizist Neilson von dem Verschwinden seines Sohnes erfährt, macht er sich auf um dem Serienkiller Kemper einen Besuch in dessen Zelle abzustatten …

Kritik

Nachdem ich vor kurzem Bekanntschaft, in Form eines Videoclips, mit der Band „Cradle of Filth“ gemacht habe, konnte ich es kaum abwarten mir endlich den berühmten Splatterstreifen, den der Sänger Dani Filth mit zu verantworten hat, anzugucken. Doch was ich sehen sollte, übertraf meine Erwartungen um einiges. Die zahlreichen Splatterszenen sind größtenteils sehr sehenswert und die ungewöhnliche Story lässt die zwei Stunden Spielzeit sehr kurzweilig werden.

Das der Film nur im englischen Original zu bekommen ist, ist sicherlich nicht dienlich sich den Streifen zu besorgen, allerdings stellt es beim Gucken kein Problem dar, denn Regisseur Alex Chandon hat mehr Wert auf vielsagende Bilder denn ausgefeilte Dialoge gelegt. Diese Tatsache sollte es jedem ermöglichen, der über etwas Englischkenntnisse verfügt, den Film und seine Handlung verfolgen zu können.

Die im Mittelpunkt stehenden Splatterszenen sind bis auf einige, wenige Ausnahmen wirklich gut gelungen und sie sind wohl auch der Grund, warum der Film bis dato noch nicht in Deutschland erschienen ist. Würde man alles herausschneiden, was in unserem Land im Normalfall herausgeschnitten wird, bliebe wohl nur wenig übrig und zudem wäre die Handlung nicht mehr nachzuvollziehen. Wenn man bedenkt wie gut und außergewöhnlich die Story ist, dann möchte ich den Film auch gar nicht in einer anderen Version sehen. „Cradle of Fear“ hat wirklich eine Handlung, die seinesgleichen sucht. Die vier verschiedenen Episoden sind allesamt sehr sehenswert, spannend und mit einer erstaunlichen Atmosphäre ausgestattet, die selbstverständlich mit harter Musik und dunklen Kulissen untermauert wird. Besonders der erste Teil hat mir sehr gut gefallen, wobei ich den dritten etwas weniger interessant fand. Aber eins haben alle Teile gemeinsam : Es wird gesplattert, bis der Arzt kommt!

Die verschiedenen Storys sind mit vielen verschiedenen Schauspielern besetzt, die mich allesamt verwundert haben. Für eine Billigproduktion spielen sie sehr professionell, was man ja nicht von allen Akteuren behaupten kann, die in solchen Filmchen mitspielen. Sicherlich gehören die Protagonisten nicht zur Spitzenklasse ihrer Branche aber authentisch wirken sie alle, was den Film natürlich umso sehenswerter macht.

Insgesamt ist „Cradle of Fear“ ein Film, den jeder Freund des Splatterfilms gesehen haben sollte! Er bietet eine tolle Story, die mit Blut nicht spart, was ja selten genug in diesem Subgenre vorkommt.

Bewertung

Splatter 5.gif
Spannung 5.gif
Story 6.gif
Ekelfaktor 5_5.gif
Atmosphäre 6.gif
Gesamt 6.gif

Ähnlicher Film:

Naked Fear 2

0

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2009
Laufzeit ca. 83 Minuten
Regie Jon Bonnell
Darsteller James Ray Kathleen Benner Michael Harrelson Ashley Francis u.a.
Bild
  • 2
  • 35:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 18
Naked Fear 2

Story

Ridley Thompson ist ein verabscheuenswerter, sadistischer Mistkerl, dessen Hobby es ist, Menschen zu töten. Er wohnt im Süden der USA und hat sich in die hübsche Valora verliebt, die er im Internet auf einer MySpace-ähnlichen Plattform bemerkte. Er entführt sie und will viel Zeit mit ihr verbringen. Die gefesselte und körperliche misshandelte Valora hat allerdings einiges dagegen einzuwenden. Die gründliche Überlebensausbildung durch ihren Großvater kommt ihr da gelegen. Kann sie sich aus den Griffen des bösen Ridley befreien?

07_2010_naked_fear_2_1.jpg07_2010_naked_fear_2_2.jpg

Kritik

Angelehnt an den Film „Naked Fear“(2007) befasst sich auch dieser in New Mexico spielende Film mit einem Frauenmörder. Aber ein richtige Sequel ist er nun auch wieder nicht, denn kein einziger Schauspieler dieses ersten Films ist hier mit an Bord. Ein Blick auf die beiden möglichen englischen Originaltitel „Match.Dead“ und „The Abductor“ zeigt uns, dass es diesen zweiten Teil wohl nur im Kopf des Übersetzers gab. Also tut „Naked Fear“ hier nicht viel zur Sache, folgend kann man sich diesen Film auch gucken, ohne je „Naked Fear (1)“ vor die Linsen bekommen zu haben.

Zu unser aller Glück geht es zwischendurch rein optisch ganz schön zur Sache: abgekniffene oder abgeschossene Zeigefinger, deutlich gebrochene Nasen und viele Kopfschüsse, bei denen an Blut nicht gespart wurde. Definitiv eine der Lichtseiten dieses Films. Aber auch eine der wenigen.

Ein weiterer wäre Regisseur Jon Bonnell. Kaum Erfahrung (lediglich „Star Quest: The Odyssey“), kaum Geld zur Verfügung (Wie das bei Low Budget Produktionen ja nun mal so ist) und trotzdem ein für diese Verhältnisse sehenswerter Film.Allerdings fällt dieser Unerfahrenheit auch sämtliche Spannung zum Opfer. Ab und zu flammt sie zwar auf, aber wirklich gefesselt wird man nicht, obwohl der Protagonist ein begnadeter Fessler ist.

Selbiger füllt den Film übrigens gut. Falls es die Absicht von James Ray („Star Quest: The Odyssey“, …) war, möglichst misanthropisch rüberzukommen und gehasst zu werden, macht er alles richtig. Man würde stellenweise am liebsten selbst in den Fernseher steigen und diesem verachtenden Kerl gehörig eins auf die Kauleiste geben! Die anderen Schauspieler machen ihre Aufgabe gut, fallen nicht weiter durch Gutes oder Schlechtes auf.

Wer sich also hier auf einen Kauf einlässt, der sollte nicht zu viel erwarten. Allerdings sollte man auch nicht glauben, dass dieser Film gar nichts zu bieten hat. Er bereitet eine durchaus neue Situation, aus der sich die Hauptdarstellerin in einem ziemlich komischen Ende befreit. Außerdem weiß er auf seine eigene Art zu unterhalten und er ist bestimmt auch dazu in der Lage, die Langeweile zu erschießen.

07_2010_naked_fear_2_3.jpg07_2010_naked_fear_2_4.jpg

DVD

Es begrüßt uns schon zu Beginn ein einfallsreich gestaltetes Menü. Das Zusatzmaterial ist auf den Standard beschränkt, beeindruckt nicht allzu sehr. Bild- und Tonqualität sind in Ordnung, allerdings eher dem Low-Budget-Standard entsprechend. Dementsprechend sind die Synchronsprecher nicht immer überzeugend.

Bewertung

Splatter 2010_4.gif
Spannung 2010_1.gif
Story 2010_3.gif
Ekelfaktor 2010_2.gif
Atmosphäre 2010_3.gif
Tonqualität 2010_4.gif
Bildqualität 2010_4.gif
Zusatzmaterial 2010_2.gif
Gesamteindruck 2010_2_5.gif