School Of Fear

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 200
Laufzeit ca. 84 Minuten
Regie James Glenn Dudelson
Darsteller Brigitta Dau Lisa Gordon Josh Holland Paityn James u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
  • Deutsch
  • Deutsch für Hörgeschädigte
  • Englisch
  • Niederländisch
  • Französisch
LC 2
FSK 16
School Of Fear

Story

Acht Studenten setzen sich in einem Kriminalistik-Kurs seit einiger Zeit intensiv mit Verbrechen, Serienmördern und Gewalttaten auseinander und stehen nun kurz vor ihrem Abschluss. Da ihre Dozentin Miss Allison James (Bo Derek) allerdings Probleme hat, alle Referate noch während der eigentlichen Schulphase unter Dach und Fach zu bringen, muss sich die Gruppe noch ein letztes Mal nach Anbruch der Ferien in der Universität treffen, um dort dem Vortrag des nicht gerade beliebten Schlägers Brian (Justin Urich) zu lauschen. Dieser hat sich zu diesem Zweck nach eigenen Angaben etwas ganz Besonderes einfallen lassen und will den anderen mit seinem Vortrag ordentlich das Fürchten lehren. Nachdem die Kommilitonen am vereinbarten Zeitpunkt alle eingetroffen sind, geht es auch schon los mit den merkwürdigen Begebenheiten. Nicht nur, dass einer der Studenten seit Tagen vermisst wird, auch von Miss James fehlt plötzlich jede Spur. Als nach und nach noch mehr Menschen verschwinden, wird klar, dass hier irgend jemand ein perfides Spiel inszeniert, doch steckt wirklich Brian hinter den Vorgängen?

Kritik

Während der Teenie-Horror nach dem Erfolg von "Scream" eine regelrecht triumphale Phase durchschritt, ist dieser Erfolg mittlerweile weitestgehend wieder abgeklungen. So blieb auch den Produzenten und Regisseuren nicht unbemerkt, dass mit dem stark ausgelutschten Schema kaum Kohle mehr zu scheffeln ist, was die Verlagerung des Hauptaugenmerks innerhalb des Horrorfilms in der letzten Zeit auf andere Sub-Genres lenkte. "School of Fear" erscheint da im ersten Augenblick beinahe wie ein immens verspäteter Nachzügler, bis eine kleine Recherche ergibt, dass es sich hierbei um den bereits acht Jahre alten Streifen "Horror 101" handelt. Unter diesem Umstand ist dem Werk seine stark vorhersehbare und bisweilen ins Unendliche wiedergekaute Story selbstredend zu verzeihen. Auch, wenn man somit eine gewisse Nachsicht im Falle dieses Films walten lassen sollte, so rettet es ihn letztendlich leider nicht davor, haltlos in unterdurchschnittliche Regionen abzurutschen. "Horror 101", bzw. "School of Fear" dürfte wohl eines der eigenwilligsten Horror-Erzeugnisse sein, die jemals das Licht der Filmwelt erblickten. Die Freigabe ab 12 Jahren deutet bereits an, was dann nach anfänglichen Befürchtungen des Publikums zur grausigen Realität wird. Was wir hier haben, ist ein Horrorfilm, dem die wichtigsten Attribute dieser Filmgattung gänzlich abhanden gekommen sind. Eine Suche nach Spannung und handfesten Schockszenen ist daher ebenso zwecklos wie die Hoffnung auf Blut und sonstige Genre-Merkmale. Dies wird von Seiten der Verantwortlichen zwar andeutungsweise damit entschuldigt, dass dies in den Gesamtkontext des Filmes passen mag, letztendlich beweist es aber nichts weiter als die Unfähigkeit des Regisseurs, einen Film auf eine Zielgruppe auszurichten. Der Name der Person, die sich für dieses Werk verantwortlich zeichnet, dürfte derweil bei so manchem Cineasten und Horrorfreund schon für schlaflose Nächte sorgen – James Glenn Dudelson. Auf das Konto dieses Mannes gehen die vielfach zerrissenen Streifen "Creepshow 3" und "Day of the Dead: Contagium", sowie der katastrophale "Zombie Attack! – Museum of the Dead", der in der größten, deutschen Filmdatenbank als einer der schlechtesten Horrorfilme überhaupt sein berühmt-berüchtigtes Unwesen treibt. Mit einer solchen Vorgeschichte des Regisseurs sollten die Erwartungen an "Horror 101" also noch einmal deutlich heruntergeschraubt werden, doch im Großen und Ganzen ist es nicht einmal die Inszenierung, die dieses Machwerk ins Aus bugsiert. Der Erzählfluss und die Dramaturgie des Ganzen, man möge es nicht glauben, funktionieren ansatzweise durchaus annehmbar. Der Film hat inhaltlich absolut nichts zu bieten, lässt innerhalb seiner 84 Minuten aber kaum Langeweile aufkommen, was als seine größte Leistung angesehen werden darf. Obwohl der Streifen an und für sich überhaupt nichts Neues oder gar Sehenswertes zu bieten hat, verstrickt er altbekannte Schemen und Formen so geschickt miteinander, dass daraus doch noch ein halbwegs unterhaltsames Filmchen entsteht. Es handelt sich hierbei also um eine sehr zweischneidige Angelegenheit, bei der davon auszugehen ist, dass sie mit etwas mehr Konzentration auf das Eigentliche, den Horror, durchaus Potential gehabt hätte. Auf diese Weise ist "Horror 101", oder auch "School of Fear", so etwas wie das Best Of des Teenie-Horrors, der sich aber dieser Tatsache überhaupt nicht bewusst ist und die Fahrt in eine völlig andere Richtung lenkt. Für den Zuschauer grenzt es einerseits beinahe an einem Trauerspiel, die eigentlichen Bestandteile eines Horrorfilms konsequent vorenthalten zu bekommen, andererseits stört dies nach einer Weile fast überhaupt nicht mehr. Das Werk lebt somit einzig und allein von seiner ebenso dünnen wie ausreichenden Geschichte, deren Ausgang aber schon meilenweit im Voraus zu entschlüsseln ist. Schauspielertechnisch wird dabei sicherlich auch kein großes Tennis gespielt, doch zumindest fanden sich hierfür keine gänzlich unbekannten Akteure vor der Kamera an. Bo Derek dürfte durchaus dem einen oder anderen Filmfreak ein Begriff sein und auch Justin Urich ist aus "Monster Man" noch in guter Erinnerung. Ein Film, den die Welt nicht braucht – diese Aussage ist im Grunde beinahe nirgendwo angebrachter als hier. Obwohl sich das Werk eindeutig ins Horror-Genre einordnet, verweigert er sich diesem im Großen und Ganzen total und lässt sein Publikum vergebens auf die vorausgesetzten Morde oder Schockeffekte warten. "Horror 101" ist somit mehr eine Kuriosität, als ein ernstzunehmender Genre-Beitrag, rettet sich aber mit einem gewissen Unterhaltungswert vor dem vollständigen Exitus. Dies vermag jedoch nichts an der Tatsache zu ändern, dass man das Gesehene nach kurzer Zeit wieder vollständig aus der Erinnerung verbannt hat. "Horror 101" ist zwar als Pausenfüller in langweiligen Situationen ein netter Notanker, täuscht auf diese Weise aber nicht über seine absolute Belanglosigkeit hinweg.

DVD

"Horror 101" wird in Deutschland von e-m-s vertrieben und wurde von diesem Label schon im Jahr 2001 auf DVD herausgebracht. Nachdem der Streifen damals ungeschnitten mit einer FSK 12 gekennzeichnet war, entschieden sich die Verantwortlichen nun vor kurzem für eine Neuveröffentlichung und stellten den Film unter dem Alternativtitel "School of Fear" erneut in die Regale der Videotheken. Auffallend an diesem Release ist vor allem die Tatsache, dass der Film nun eine FSK 16 trägt, obwohl die Version mit der ursprünglichen identisch ist. Weiterhin wird auf dem Cover keinerlei Bezug zum eigentlichen Titel genommen, so dass man unwissentlich durchaus dem Irrglauben erliegen könnte, dass es sich hierbei um einen gänzlich anderen Film handelt. Ausstattungstechnisch hat sich zwischenzeitlich nicht viel getan. Die DVD bietet zwar den üblichen Standard an Extras, so etwa Trailer und Bildergalerien, kommt aber mit keinen nennenswerten Besonderheiten daher.

Bewertung

Splatter 2008_1.gif
Spannung 2008_3.gif
Story 2008_3.gif
Ekelfaktor 2008_1_5.gif
Atmosphäre 2008_2_5.gif
Tonqualität 2008_5.gif
Bildqualität 2008_5.gif
Zusatzmaterial 2008_2.gif
Gesamteindruck 2008_2_5.gif

Fear No Evil

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Informationen

Drehland Südkorea
Drehjahr 2000
Laufzeit ca. 93 Minuten
Regie Jong-seok Kim
Darsteller Seong-min Kang Eun-hye Park Jae-hwan Ahn u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Koreanisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 16
Fear No Evil

Story

Aufgrund seiner leichten Anfälligkeit für Allergien und seinen chronischen Hustenbeschwerden, ist ein junger Mann der Außenseiter in seiner Klasse und bekommt dies auch tagtäglich zu spüren. Eines Tages treiben es seine Mitschüler allerdings zu weit. Unter falschem Vorwand wird er von zwei hübschen Mädchen in ein abgelegenes Haus im Wald gelockt, wo drei seiner Klassenkameraden vorgeben, einen Snuff-Film mit ihm in der Hauptrolle zu drehen. Aus Spaß wird allerdings schnell tödlicher Ernst, als das Opfer bei dem Streich auf der Strecke bleibt. Panisch lassen seine Klassenkameraden seinen Leichnam, sowie ein Beweisvideo verschwinden, doch damit beginnt das Grauen erst. Kurz darauf erhalten die Jugendlichen allesamt mysteriöse Drohungen und alsbald stirbt einer nach dem anderen einen brutalen Tod. Wer steckt hinter der rätselhaften Mordserie?

03_2008_Fear_No_Evil_1.jpg03_2008_Fear_No_Evil_2.jpg

Kritik

Es ist sicherlich nicht das Subgenre des Slasher-Films, an das man sofort denkt, wenn man sich die kommerziell größte Stärke der Asiaten im Horrorfilm-Bereich zurück ins Gedächtnis ruft. In erster Linie waren es Streifen wie "The Grudge", The Ring" und dergleichen, die vor einigen Jahren aus dem fernen Osten auftauchten und auch in Europa und den USA große Erfolge verbuchen konnten. Natürlich ließen es sich die Amerikaner nicht nehmen, die nennenswertesten Beiträge zur asiatischen Geisterfilm-Welle mit westlich-angepassten Remakes zu bedenken, so dass die Welle irgendwann wieder verebbte, auch wenn heute noch immer vereinzelt Horrorfilme aus Japan, Korea und Co zu uns herüberschwappen, die an die Erfolge ihrer Vorbilder anzuknüpfen versuchen. Um so verwunderlicher erscheint da der südkoreanische Horrorthriller "Fear No Evil", der uns nicht, wie erwartet, eine weitere Geistergeschichte auftischt, sondern einen althergebrachten Teenslasher liefert, der ganz nach den gängigen US-Vorlagen funktioniert. Nun muss diesbezüglich allerdings hinzugefügt werden, dass "Fear No Evil" bereits im Jahr 2000 entstand und somit genau den Nerv der damaligen Zeit traf, als die Erfolgswelle von Filmen wie "Düstere Legenden" und "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast" einsetzte, denen von Wes Craven’s "Scream" erst der Weg geebnet wurde. Und gerade "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast" war es ganz offensichtlich, der es dem Filmemacher Jong-seok Kim angetan hatte, denn bis auf wenige Differenzen wirkt sein "Fear No Evil" wie eine Neuinterpretation des US-Vorbildes. Allerdings fällt ein direkter Vergleich schwer, da alleine schon die Budgets in gänzlich anderen Dimensionen angesiedelt waren und US-Unterhaltung ohnehin viel eher den Nerv des Mainstreams trifft, als dies abgefahrene Filme aus Asien jemals vollbringen könnten. Wer sich regelmäßig mit Filmen aus Fernost beschäftigt, der wird feststellen, dass diese oftmals ein gänzlich anderes Flair versprühen, als wir dies in unseren Breitenkreisen gewohnt sind. Filme aus Japan, Thailand, Korea usw. sind nicht selten abgedreht, unkonventionell und für viele eine gänzlich neue Erfahrung. "Fear No Evil" ist da etwas bodenständiger und versucht sich scheinbar auch in punkto Inszenierung mit dem US-Horror auf die selbe Stufe zu stellen. So geschieht die Einführung der Charaktere und der Aufbau der Story nach alten Mustern: Eine handvoll Schüler erlaubt sich einen fiesen Streich mit einem unliebsamen Außenseiter, der dabei unglücklicherweise stirbt. Nachdem dessen Leiche unter seltsamen Umständen verschwindet, beginnt plötzlich das große Sterben unter der Freundesclique. Hier hielt man sich streng an alte Motive, was aber dank neuer Gesichter und landestypischen Einflüssen gar nicht einmal so altbacken erscheint. Der Grundton des Films ist weit weniger ernst gehalten, als man das noch von den zahlreichen amerikanischen Teenslashern gewohnt ist. Zu Beginn werden die wichtigsten Personen auf durchaus amüsante Art und Weise eingeführt und erscheinen als typische jugendliche, denen man ihr Verhalten gerne abkauft. Erst ab der zweiten Hälfte schlägt "Fear No Evil" in eine ernstere Kerbe und lässt die zuvor eingeführten Personen nach dem 10-kleine-Negerlein-Prinzip dahinscheiden. Dabei setzt der Streifen weniger Wert auf Gore und Splatter, als vielmehr auf dezent eingestreute Verfolgungsjagden, die eine enorme Spannung erzeugen und stets in ebenso fiesen, wie sadistischen Mordsequenzen gipfeln. Blut wird dabei nur sehr sparsam eingesetzt, nichtsdestotrotz lässt "Fear No Evil" eine gewisse, kaltblütige Brutalität in diesen Momenten nicht vermissen. Die Morde sind allerdings nicht der einzige Hingucker in diesem Slasher nach alten Maßstäben, auch steht jederzeit die Frage im Raum, wer denn nun eigentlich für das Ableben der Teens verantwortlich ist – eine Frage, die der Zuschauer aber viel zu schnell beantworten kann. Keine Frage, oberflächlich ist das, was wir hier zu sehen bekommen, durchaus versiert und einigermaßen gekonnt in Szene gesetzt. Für einen asiatischen Genre-Vertreter erscheint der Ablauf der Ereignisse auch sehr berechenbar und nicht sonderlich überraschend, was ein weiterer Hinweis auf das strikte Vorhaben des Regisseurs sein dürfte, einen Film nach amerikanischen Konventionen abzuliefern. Optisch wirkt das Gesehene nicht billig und effekttechnisch bekommt das Publikum soliden Standard geboten, die Schwächen liegen demzufolge auf anderen Ebenen. Nach gefühlten 2 Stunden Laufzeit und nur 93 Minuten tatsächlicher Spieldauer hat man unweigerlich das Gefühl, das bei "Fear No Evil" viel zu vieles schamlos in die Länge gezogen wurde. Ein gutes Beispiel ist der Showdown, der einfach kein Ende zu nehmen scheint und irgendwann einfach nur noch ausgelutscht und überstrapaziert wirkt. So ergeht es "Fear No Evil" leider in vielen Sequenzen, die durch ihre kaugummiartige Zerrung Langeweile entstehen lassen, wo sie im Grunde nichts zu suchen hat. So ertappt man sich immer häufiger dabei, die bereits verstrichene Zeit zu überprüfen, nur um festzustellen, dass wieder nur 5 Minuten vergangen sind. Im Jahr 2000 war das alles wohl noch ein wenig neuartiger, aber mittlerweile hat sich der Großteil des Publikums bereits an derartigen Teenslashern sattgesehen, so dass nur für die Wenigsten überhaupt Motivation vorhanden sein dürfte, "Fear No Evil" eine Chance zu geben. Der Killer in seinem roten Anzug wirkt nicht sonderlich bedrohlich, die Spannungsmusik setzt in den nervenaufreibendsten Sequenzen plötzlich aus, die aufgrund dilettantisch gesetzter Schnitte immer wieder plötzlich zu uninteressanten Ereignissen wechseln. Dies geschieht während des Streifens des öfteren und lässt ihn im Nachhinein auch nicht unbedingt besser dastehen. Dafür machen allerdings wenigstens die Schauspieler ihre Sache überraschend passabel. Der koreanische Cast wurde durchweg passend besetzt und geht in seinen Rollen teilweise voll auf, das hat man definitiv schon alles schlechter gesehen. "Fear No Evil" bemüht sich inständig, seinem Publikum solide Slasher-Unterhaltung zu bieten und im Grunde gelingt ihm dies auch überraschend gut. Für eine südkoreanische Produktion bewegt sich das Gesehene auf angenehm solidem Niveau und spricht durch seine starke Fixierung auf typische US-Slasher auch ein Publikum an, das asiatischen Filmen ansonsten eher vorsichtig gegenübersteht. Letztendlich sind es aber die kleinen Schwächen, die den Gesamteindruck von "Fear No Evil" deutlich schmälern und ihm so seiner durchaus gegebenen Möglichkeiten berauben. Starke Spannungsmomente stehen so beispielsweise einer permanenten Langatmigkeit gegenüber und können über diese nur schwer hinwegtäuschen. Wer sich auch heute noch für Teenslasher begeistern kann, darf "Fear No Evil" eine Chance geben, alle anderen müssen ihn nicht gesehen haben.

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DVD

Hierzulande wird "Fear No Evil" am 29. Februar im Vertrieb des Labels Splendid auf den Markt gebracht. Mit einer Freigabe ab 16 Jahren befindet sich die ungeschnittene Fassung des Films auf der DVD, allerdings wird diese Tatsache etwas durch die Qualität des Releases getrübt. Der Übergang von NTSC nach PAL hat leider einige kleine Fehler im Bild hinterlassen, die aber nur bei genauerer Betrachtung auffallen. Dafür gibt es an dem 5.1-Sound, der in Deutsch und Koreanisch vorliegt, nichts auszusetzen. Bonustechnisch wird man letztendlich mit einem 15-minütigen Making Of, sowie einigen Trailer versorgt.

Bewertung

Splatter 2008_2.gif
Spannung 2008_3.gif
Story 2008_4.gif
Ekelfaktor 2008_2.gif
Atmosphäre 2008_3.gif
Tonqualität 2008_5.gif
Bildqualität 2008_4.gif
Zusatzmaterial 2008_3.gif
Gesamteindruck 2008_2_5.gif

Ähnlicher Film:

Nude Fear

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Informationen

Darsteller
  • Kathy Chow
  • Tse Kwan Ho
  • Cheung Tat-Ming
Regie Alan Mak
Tonformat
  • Deutsch Dolby Digital 5.1
  • Cantonesisch Dolby Digital 2.0
Bildformat 1.85:1 (4:3)
Sprachen
  • Deutsch
  • Koreanisch
Untertitel Deutsch
FSK Verkaufsversion FSK 16 (ungekürzt) Verleihversion FSK 18 (Trailer?)
Ländercode 2
Drehland Hongkong
Jahr 1998
Filmlänge ca. 89 Minuten
Verleih MC ONE
Originaltitel Chui hung 20 nin
 Nude Fear

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Der Film kann hier bestellt werden

Story

Als junges Mädchen musste die engagierte Polizistin Joyce Chan Wing-yee mit ansehen, wie ihre Mutter bestialisch ermordet wurde. Sie fand sie gefesselt und stark blutend in ihrer gemeinsamen Wohnung und konnte erst nicht realisieren, was überhaupt geschehen ist.

Dieses Ereignis ist höchstwahrscheinlich der Grund ihrer späteren Berufswahl. Und wie es kommen muss, macht sie als junge Polizistin eine Erfahrung, die den prägenden Erlebnissen aus ihrer Jugend ähnelt. Der Tatort ist ähnlich rituell hergerichtet, wie damals bei ihrer Mutter, was Joyce, die ohnehin ihre ganze Energie in ihre Arbeit legt, dazu veranlasst, sich von diesem Fall nicht mal mehr ansatzweise abzuwenden.

Doch der Fall ist alles andere als leicht zu lösen: Es wird ein Tatverdächtiger gefasst, der zwar für den aktuellen, nicht aber für den Fall aus der Vergangenheit in Frage kommt. Komischerweise weiß der Verdächtige aber bestens über Joyces Mutter Bescheid. Doch bevor Joyce näheres erfahren kann, bringt sich der mögliche Mörder grausam um. Zudem taucht ein Mädchen mit merkwürdiger Vergangenheit auf: 12 Jahre war sie verschwunden und, wie sich rausstellt, von dem Mörder Joyces Mutter entführt und von der Außenwelt abgekapselt gehalten. Das ganze Geschehen wird immer komplizierter, doch Joyce ist von dem Gedanken besessen, den Mörder zu stellen…

Kritik

Als ultimativer Psycho-Thriller, dem Klassiker "Sieben" ähnlich, wird "Nude Fear" angepriesen und es ist nicht schwer zu erraten, dass der Beitrag aus Hongkong mit dem Vorbild nicht wirklich Schritt halten kann. Aber dennoch ist "Nude Fear" alles andere als eine Enttäuschung. Er präsentiert sich als äußerst unterhaltsamer Film, der eigentlich über die gesamte Spielzeit überzeugen und erstklassig unterhalten kann. Besonders der Anfang weiß zu gefallen, in dem eine dunkle, verstörende Stimmung aufgebaut wird, die analog zur auftauchenden Spannung und dem Erzählten, dem Betrachter sicherlich nicht mal den Hauch eines Gedanken in sich aufkommen lässt, den Rest des Films nicht weiterzugucken.

Der Zuschauer wird in den Bann des Films gerissen, dessen Umklammerung sich aber sukzessive löst. Sicherlich ohne auf ein schlechtes Niveau zu fallen, doch der Ende des Streifens kann mit dem Anfang nicht ganz mithalten.

Erzählt wird die Geschichte eines jungen Mädchens, das den Tod ihrer Mutter miterlebt und sich im Laufe der nächsten Jahre zu einer nahezu besessenen Polizistin entwickelt, die nur für ihren Job zu leben scheint.

Und was wäre da angebrachter, als sie mit ihren bösen Erinnerungen aus ihrer Jugend zu konfrontieren? Logisch ist das zwar nicht unbedingt, hilft der Geschichte aber in Schwung zu kommen und die Protagonistin, die solide von Kathy Chow verkörpert wird, in einem bedauerlichen Licht zu stehen, was unweigerlich filmisches Mitleid auslöst. Im Laufe der Geschichte verdichtet sich das Netz der Verdächtigen, bis die junge Polizistin ihrem Gegenpart gegenüber steht und versucht, ihm den Garaus zu machen.

Wie gesagt, verflachen die Ereignisse etwas während des Duells von Gut gegen Böse. Die Rätsel vor der Zusammenkunft sind zwar gut und logisch in die Geschichte integriert, doch es gibt keine Ereignisse, die an Filme wie zum Beispiel "Sieben" erinnern. Die Ereignisse sind weniger spektakulär und intelligent eingebettet worden. Harte Einlagen gibt es nicht, mal abgesehen von einigen blutreichen Aufnahmen. Dafür ist die Rolle des Bösewichts aber so richtig schön böse, wie man sich das wünscht. Und… bis aufgedeckt ist, bei wem es sich um den Bösewicht handelt, kann der Zuschauer lustig mitraten, ohne jedoch eine gute Chance zu besitzen, richtig zu tippen.

Wer von "Nude Fear" erwartet, dass er besonders innovativ ist und auf eine Analogie zu "Sieben" erwartet, der ist auf dem Holzweg. Wer allerdings ohne diese Erwartungen an den Film rangeht, der wird bestens unterhalten und wird sich den Filmtitel positiv in Erinnerung halten.

DVD

Bildergalerie; Trailer

Leider gibt es nicht allzu viele Extras auf

der Silberscheibe. Lediglich einen Trailer

und eine eine Bildergalerie, die man ruck

zuck angeguckt hat.

Bewertung

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Story 4.gif
Spannung 5.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 5.gif
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