William Winckler’s Frankenstein vs. The Creature From Blood Cove

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OT:William Winckler’s Frankenstein vs. The Creature From Blood Cove

ca.90 Minuten

USA 2005

Regie

  • William Winckler
Darsteller

  • G. Larry Butler
  • Alison Lees-Taylor
  • Gary Canavello
  • Tera Cooley
  • u.a.

William Winckler

Story

Drei fanatische Wissenschaftler basteln in Kalifornien an der Lösung im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Sie erschaffen auf biogenetischem Weg ein Mutantenwesen halb Mensch, halb Fisch. Zudem buddeln sie noch Frankensteins Monster aus. Das dynamische Duo soll sämtlichen Bombenbastlern und Hobby-Schurken der Welt das Fürchten lehren. Dummerweise läuft aber bei der Gehirnwäsche der beiden Kreaturen etwas schief. Der Kiemenmann büxt aus und macht sich auf den Weg zum Strand. Dort hält gerade ein Fotografen-Team eine prickelnde Nacktfoto-Session. Da Gehirnwaschen anscheinend hungrig macht, verleibt sich der Froschmann direkt erstmal das leckere Model ein.

Die restlichen Crewmitglieder können fliehen. Mit letzter Not retten sie sich auf das Anwesen der verrückten Wissenschaftler. Diese sind natürlich wenig erbaut darüber, dass die Kameraleute ihren geheimen Forschungen entdeckt haben, und nehmen sie als Geisel. Draußen tobt der Krötenmann, im Haus wütet Frankenstein. Verzweifelt versuchen die Überlebenden zu fliehen. Sie müssen die Welt da draußen warnen…

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Kritik

William Winckler entführt den Zuschauer in die guten alten Zeiten der ganz großen Horrorfilme. In die 30er bis 60er Jahre, in denen die berühmten Produktionsfirmen Universal, AIP und Hammer die Welt mit unzähligen Horrorfilmen beglückten. In die Zeiten, in denen Jack Arnold seinen Schrecken vom Amazonas auf das Kinopublikum losließ, in denen Vincent Price das "Pendel des Todes" anstieß, Boris Karloff als Frankensteins Monster durch die Gegend streifte, Lon Chaney unter seinem Fellkostüm schwitzte. Eben in die Zeiten, als der Horror-Film noch ehrliches Handwerk war. Wo die Special-Effects und Kostüme noch liebevoll in den Hexenküchen der Maskenbildner entstanden und nicht etwa am Computer. Wo die Schauspieler noch hingebungsvoll in ihren Charakterrollen aufblühten und sich ganz ihrem Spiel hingaben.

"William Winckler’s Frankenstein vs. the Creature from Blood Cove" hätte ohne weiteres auch in den 50er Jahren im Special zusammen mit Jack Arnolds Amazonas-Filmen im Autokino das Publikum schocken können. Winckler übernahm nicht nur Regie und Produktion. Er schrieb auch das Drehbuch und spielt sogar eine der Hauptrollen im Film. Während das Mainstream-Hollywood sich mit Leichenfledderei in fast schon regelmäßigen Abständen erdreistet, die alten Klassiker durch indiskutable Neuverfilmungen zu verhunzen, geht Winckler einen anderen, ehrlichen Weg: Der bekennende Horror-Fan (Vincent Price ist übrigens sein Lieblingsschauspieler!!) hat eine liebevolle Hommage an seine Lieblingsfilme gedreht. Dabei ist es dem Multitalent gelungen, mit einer eigenständigen Story den ganzen Charme der alten Filmklassiker vergangener Zeiten in die Gegenwart zu transportieren. Zwar dürfte der Film bei CGI- und Splatter-verwöhnten Horror-Kids der jüngeren Generation vielleicht nicht unbedingt zum neuen Kultfilm avancieren. Fans von trashigem Monster-Horror, insbesondere des 50er – Jahre Kinos, werden William Winckler am liebsten um den Hals fallen.

Schwarz-Weiß-Bild, bombastischer B-Movie-Soundtrack inkl. Kirchenorgel, billige Latexkostüme, blubbernde Labor-Reagenzgläser, Helden in Hawaii-Hemden und Scream-Queens, die wahrlich Queens sind. Zwischendurch ein paar nette Doku-Bilder von Quallen und ähnlichem Wasser-Getier, die die ganze Atmosphäre weiter auflockern. Jack Arnold hätte seine helle Freude an diesem Film!!

Der Soundtrack stammt übrigens von Mel Lewis, der sich seine Sporen bei Roger Corman verdiente. Ein Mann, der also sein Handwerk versteht. Er kreierte er eine stimmige musikalische Untermalung, wobei er sich unter anderem auch bei Tschaikowsky‘ s Schwanensee bediente. Die Musik wirkt anfangs sehr schön und gefällig, erscheint im Verlaufe des Films aufgrund häufiger Wiederholungen allerdings auf Dauer etwas nervig. In einem Extra der DVD kann man den Komponisten bei seiner Arbeit beobachten.

Zahlreiche Cameo-Auftritte illustrer B-Movie-Persönlichkeiten wie Russ-Meyer-Starlett Raven De la Croix, Porno-Diva Selen Silver oder "Troma’s" Lloyd Kaufman machen den Film für den Fan zu einem spannenden "Such-den-Promi"-Spiel.

Ein kleines Manko hat der Film leider: Er ist einfach zu lang. Das Drehbuch hätte gut und gerne Stoff für 50 oder 60 Minuten geliefert. Bei einer Laufzeit von 90 Minuten kommt somit leider zwischendurch ein bisschen Langeweile angesichts einiger Wiederholungen oder aus Dramaturgiegründen endlos in die Länge gezogener Passagen auf. Insbesondere die Kampfszenen zwischen Monster und Fischmann sind ein bisschen arg lang.

Nichtsdestotrotz kann "William Winckler’s Frankenstein vs. the Creature from Blood Cove" überzeugen. Sowohl als ernst gemeinter Horrorfilm für den Nostalgiker, als auch als Partyfilm für den Trash-Fan.

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Bewertung

Splatter 3.gif
Spannung 4.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 5.gif
Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

  • Der Schrecken vom Amazonas
  • Frankenstein
  • Die Rache des Ungeheuers

Tales From The Crapper

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OT:Tales From The Crapper

ca.98 Minuten

USA 2004

Regie

  • Lloyd Kaufman
  • Dave Paiko
  • Brian Spitz
  • Gabriel Friedman
  • Chad Ferrin
Darsteller

  • Julie Strain
  • Lloyd Kaufman
  • Kevin Eastman
  • Gabriel Friedman
  • u.a.

Tales From The Crapper

Story

Lloyd Kaufman, alias "The Crap Keeper" empfängt uns zu Beginn des Films mit seiner schrillen, überdrehten Art und stellt uns nach einer kleinen Einleitung zwei überaus verrückte Geschichten vor:

In der ersten Geschichte stürzt ein Alien mit seinem beschädigten UFO über einer US-Kleinstadt ab. Um sich Geld für die Reparatur zu verdienen, und nebenbei noch ein paar Erdlinge plattmachen zu können, verwandelt es sich in ein gutaussehendes Busenwunder und arbeitet fortan in einem schmierigen Stripclub. Plötzlich kommt es in dem Amüsieretablissement zu einem Mord nach dem anderen, was auch dem durchaus gut ausgestatten, weiblichen Cop Ivanna Dance (Julie Strain) nicht unbemerkt bleibt. Kurzerhand heuert sie in dem Laden ebenfalls als Stripperin an, um dem blutrünstigen Treiben Einhalt zu gebieten.

In der zweiten Episode feiern drei notgeile College-Studenten eine ausgelassene Stripparty, nichtsahnend dass es sich bei den großbusigen, tanzenden Schönheiten um blutgeile Vampire handelt. Im Verlauf der alkoholgetränkten Fete kommt es deshalb zu einem Gemetzel erster Güte…

Zwischen und während den Geschichten drängt sich immer wieder mal der Crap Keeper ins Geschehen, der uns unter anderem erklärt, wie wir unseren eigenen, verdammten Film drehen können oder was er mit Troma-Mitarbeitern anstellt, die mit seinem Filmmaterial nicht zufrieden sind.

Kritik

Gemäß nach dem Titel des Films fiel mir nur eines ein, nachdem ich das Teil sichtete: Ach du heilige Scheiße! Das Feuerwerk an absolutem Trash, das Lloyd Kaufman hier abfackelt, ist schwer zu beschreiben, dennoch werde ich mir im Folgenden Mühe geben, euch von der Genialität dieses Streifens zu überzeugen. In erster Linie ist dieser Film für eine ganz bestimmte Zielgruppe gemacht: Männer, die noch genügend Pubertätsfantasien in der Birne rumflattern haben, dass sie über jeden Scheiß lachen können, und gut drei duzend nackter Titten und Ärsche auch nicht abgeneigt sind. Mit dem muss man nämlichst dringlichst rechnen, sollte man sich dazu entschließen, sich "Tales From The Crapper", bestmöglich in geselliger Runde, anzusehen.

Obwohl der Film weniger als 100 Minuten läuft, hat er mir so unglaublich viele Eindrücke ins Hirn gebrannt, dass ich es sicherlich schwer haben werde, das Beste herauszupicken, weshalb ich jetzt einfach mal mit Beispielen um mich werfe, woran man merkt, dass man es hier mit einem reinrassigen Troma-Film zu tun hat:

Eine Handlung ist quasi nicht vorhanden, ALLES im Film ist ein reiner Aufhänger für möglichst viele nackte Weiber, die durchs Bild tanzen dürfen, blutige Effekte und den grenzdebilen Humor. Llodyd Kaufman richtet seinen erhobenen Mittelfinger nicht selten in Richtung Hollywood, der ganze Film nimmt sich in absolut keiner Weise ernst, hat Null Handlung, sondern hüpft von einer trashigen Sequenz zur Nächsten. Und wenn dann doch mal so etwas wie Handlung oder Dialoge den Zuschauer ermüden könnten, hat Kaufman einen brillanten Einfall parat – das Boner-Vision. In jeder Dialogszene öffnet sich ein kleines Fenster, in dem man Titten und haufenweise nackte Mädels zu sehen bekommt, wodurch der Sexfaktor den ganzen Streifen hindurch konstant bleibt.

"Tales From The Crapper" zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die Macher wirklich alles tun, um die Zuschauer bei Laune halten. Ganz nach dem Motto "Wozu Handlung, wenn man Lesben und Knarren hat?" geht es in jeder einzelnen Szene zur Sache, manchmal Splattertechnisch gesehen, doch meist einfach so Tromamäßig verblödet, dass man den Film einfach in sein Herz schließen muss. Zumindest ich, der gerne Low-Budget Filme sieht, habe mich sofort in "Tales From The Crapper" verliebt, anders kann ich es nicht ausdrücken. Alleine schon Lloyd Kaufman ist den Kauf dieses Films wert, der sich einfach eine Mülltüte über den Kopf gezogen hat und als solcher den Crap Keeper darstellt. In dieser Aufmachung stopft er seinen Mitarbeitern einfach mal Scheiße in den Mund, wenn diese mit seiner Arbeit nicht zufrieden sind, ist aber alles in allem einfach der typische Lloyd Kaufman, wie man ihn aus Interviews usw. kennt. Humorvoll, lustig und eben ein bisschen verrückt.

Jeder, der auch nur ein bisschen Anspruch sucht, sollte dieses Werk auf jeden Fall meiden, da hier eine Fäkalsprache und vorpubertäre Aktionen an der Tagesordnung sind. Penner werden mit ihrem eigenen, steifen Penis erstochen, Hasen vergewaltigt, und ganz plötzlich und völlig sinnfrei gibt es während des Films einen gestellten Audiokommentar von Oliver Stone, der erklärt, wieso es wichtig ist, mindestens einmal das Poloch einer geilen Lesbe in Großaufnahme zu zeigen. Ansonsten ist der Streifen auch völlig sinnentfreit von unpassenden Furzgeräuschen und Tierlauten unterlegt, und selbst, dass weibliche Darstellerinnen plötzlich von einem Mann gesprochen werden, ist hier keine Seltenheit.

Wer sich bei diesen Beschreibungen gegen die Stirn schlägt, weiß nun, dass "Tales From The Crapper" definitiv nicht für ihn geeignet ist. Ich jedoch hatte dank des Films die unterhaltsamsten 98 Minuten seit langem und würde ihn ohne lange zu überlegen als einen der besten Trashfilme bezeichnen, die ich kenne. Ein besonderer Grund zur Freude sind letzten Endes noch die Schauspieler. Allen voran die kurvige Pornodarstellerin Julie Strain, die gleich zwei Rollen spielt und ein absoluter Hingucker ist, geizt nicht mit ihren Reizen. Mit genügend Insiderwissen wird man des weiteren noch viele bekannte Gesichter aus anderen Tromastreifen wiedererkennen können. Weitere Gaststars sind dann noch Ron Jeremy, Ted Raimi, der Bruder von "Tanz der Teufel" Regisseur Sam Raimi, Trey Parker, Schöpfer von "South Park", sowie Eli "Hostel" Roth oder James Gunn, der kürzlich den Invasionshorror "Slither" in die Kinos brachte.

Wer die Werke der Tromastudios kennt und schätzt, sollte sich diesen Film schnellstens zulegen, da er ansonsten Gefahr läuft, einen der absolut besten Filme Lloyd Kaufman’s zu verpassen. Der Gute weiß eben, was sein Publikum von ihm will und gibt ihm all das zurück, was er ihm schuldig ist. Einen solch erschlagenden Haufen Titten und Blödsinn muss man erst einmal verkraften können. Im Sekundentakt ballert einen "Tales From The Crapper" mit Perversitäten und Anstößigkeiten zu, nimmt kein Blatt vor den Mund und ist dadurch einfach eins: Das geilste Trasherlebnis, das ich bislang hatte. Mal sehen, ob "Terror Firmer" oder "Citizen Toxie" das noch toppen können…

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 2.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 4.gif
Atmosphäre 4.gif
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Ähnlicher Film:

Kickboxer From Hell

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OT:Zodiac America 3 – Kickboxer From Hell

ca.87 Minuten

Hongkong 1991

Regie

  • Alton Cheung
Darsteller

  • Mark Houghton
  • Soono Shroff
  • Richard Edwards
  • Kieran Hanlon
  • u.a.

Kickboxer From Hell

Story

Während des Trainings mit seinem Bruder für ein Turnier in Hongkong wird der amerikanische Kickbox-Champion Sean durch eine Horde Karatekämpfer, die eine junge Frau jagen, gestört. Nachdem er die Schurken in die Flucht geschlagen hat, erzählt ihm die Gerettete, die Unholde gehörten einer Gruppe von Satansjüngern an. Sie selbst sei eine Nonne, mit der Mission, die Satans-Sekte zu bekämpfen. Sean schenkt den Aussagen der Nonne zunächst keinen Glauben. Nachdem jedoch sein Bruder von den Satanisten getötet, und die Nonne entführt wird, startet er seinen eigenen Feldzug gegen die Sekte.

Soweit nachvollziehbar??

Dann wäre da allerdings noch ein Ehepaar, das in seinem Haus von Geistererscheinungen in Form einer mysteriösen Frauengestalt heimgesucht wird. Der Mann dreht durch, seine Frau stirbt.

Ach ja: Vampire mit Plastikgebissen gibt’s auch noch zu bestaunen!!!

Alles klar??

Kritik

Es war einmal vor langer, langer Zeit in einem (hoffentlich) weit, weit entfernten Filmstudio.

Das Familienunternehmen von Produzent Hans Wurst steht nach zahlreichen Flops am Rande des Ruins. Nur ein neuer Film kann da noch Abhilfe schaffen. Allerdings sind die drei Drehbuchschreiber noch nicht fertig mit ihrer Arbeit: Ehefrau Martha schreibt gerade an einer Kickboxer-Story nach Schema F, Vater Kuno arbeitet derweil an einer Geschichte über ein verwunschenes Haus und "Irgendwas mit Vampiren", während Mutter Helga sich einem okkultem Thema über Satanismus widmet.

Egal: "Machen wir halt schnell aus drei Teil-Stories eine ganze!!! Ob das zusammenpasst, ist doch nebensächlich. Hauptsache wir machen schnell Kohle. Außerdem bedienen wir somit Karate- UND Horror-Fans!!" Und so wurde mal eben Schwippschwager Hans, seines Zeichens Vollproll und Teilzeitalkoholiker, für eine Kiste Bier als Hauptdarsteller engagiert: Schnell ein paar Chuck Norris – Filme gekuckt, die Bierpocke unter Jogginghose und T-Shirt versteckt – und fertig ist Superheld Sean!!!

Welch Geschenk des Himmels: Die netten Bekannten aus dem China-Imbiss von nebenan sind bereit gratis die Rollen der "Haunted – Einheimischen" zu übernehmen. Doch wen könnte man kostengünstig für die Besetzung der Satanisten-Gang gewinnen? No Problem: Ehrensache für Sohnemann Bruno und seine Böhse-Onkelz-Clique!!! Synchronisiert wird das Ganze ja ohnehin wie immer von Bruder Jacobs Kegelclub während der Kegeltour.

Oh Gott: Opas Akkordeon klemmt wieder!! Woher also die Musik nehmen, wenn nicht stehlen?? Obwohl: Hmm, warum eigentlich nicht? Vielleicht lenken bekannte Soundtracks von Horrorklassikern ja sogar von der schundigen Handlung ab… Also einfach mal eben schnell wahllos die Musik von Kult-Filmen wie "Halloween" und "Hellraiser" wahllos in die Handlung kopiert. Wie? Das Opening-Theme von "Re-Animator" passt nicht als Untermalung eines Kickbox-Kampfes? Ha, das wollen wir doch mal sehen…

So oder ähnlich muss "Kickboxer from Hell" entstanden sein.

Sieh an, welche "Perlen" der Filmkunst der Videomarkt bietet… "Kickboxer from Hell" ist, wie der Name und Untertitel "Der Satan hat eine neue Waffe – Einen Kickboxer aus der Hölle" erwarten lassen, TRASH in Reinkultur!!!!

Die einzelnen Handlungsstränge gehen so dermaßen zusammenhanglos ineinander über, dass man mutmaßen kann, hier wären drei Geschichten zusammengeworfen worden. Schauspielerisch ist hier so ziemlich der Bodensatz des Martial-Arts-Kinos erreicht. Jeder "Karate-Tiger"- Abklatsch ist dagegen oscarreif!!

Getoppt wird der ganze Dilettantismus durch die fast schon kultig-schlechte Synchronisation. Wenn Sean mit animalischen Lauten sein Training durchführt, so wird der Zuschauer unweigerlich an den vorgetäuschten Orgasmus von Meg Ryan in "Harry und Sally" erinnert.

Das Gesamtwerk hätte als Parodie durchaus das Zeug zum Kultfilm gehabt, leider fehlt dem Film jegliche Ironie und Komik, wie sie z.B. die Filme von TROMA ausmacht. Aller berechtigter cineastischer Kritik zum Trotz, kann dem Film dennoch ein gewisses Maß an Unterhaltungswert nicht abgesprochen werden, Stichwort: TRASHFACTOR!!!!

Die sich bietende unfreiwillige Komik macht "Kickboxer from Hell" zu einem höchst unterhaltsamen Trash-Movie, bei dem der Betrachter stets auf den nächsten Faux-pas wartet… Unbedingt in großer Runde mit viel Bier zu geniessen!!!!!

Fazit: Lebt Ed Wood etwa noch?? "Kickboxer from Hell" ist auf unterhaltsame Art und Weise dilettantisch und stumpf. Man muss ihn gesehen haben, um es glauben zu können!!

Bewertung

Splatter 1_5.gif
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Ähnlicher Film:

  • Unvergleichbar schlecht!!!

From Hell

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Informationen

OT:From Hell

ca.117 Minuten

USA 2001

Regie

  • Albert Hughes
  • Allen Hughes
Darsteller

  • Johnny Depp
  • Hether Graham
  • Ian Holm
  • Ian Richardson
  • u.a.

From Hell

Story

Das Jahr 1888 soll in London ein ganz besonderes werden. In der vernebelten Stadt geht ein Frauenmörder um, der es ausschließlich auf Prostituierte abgesehen hat. Inspektor Abberline wird mit dem Fall beauftragt, da der junge Polizist sehr intelligent ist und darüber hinaus über eine besondere Fähigkeit verfügt. Im Rausch und im Traum hat er Visionen. Visionen, die in der Tat das zeigen, was sich zutragen wird.

"Jack the Ripper" scheint nur einen kleinen Kreis von Frauen für seine mörderischen Spiele zu bevorzugen. Inspektor Abberline hat diesen, dank seiner Fähigkeit, schnell ausfindig gemacht, kann aber nicht verhindern, dass es zu weiteren Morden kommt. Die Tatsache, dass der Mörder mit speziellem Werkzeug Organe entnimmt und mit besonderen Lockmitteln vorgeht, lässt Abberline schnell vermuten, dass der Mörder ein gebildeter Mann sein muss. Der nicht zum Spaß tötet. Doch seine Vorgesetzten wollen von dieser Theorie nichts hören. Sie vermuten einen Wahnsinnigen, einen Handwerker oder Schlachter hinter den Vorfällen.

Trotz vieler Hindernisse setzt Abberline die Suche nach dem mysteriösen Mörder fort. Doch mit jeder Erkenntnis gerät er tiefer in einen Strudel aus Unwissenheit…

Kritik

Der Film der Hughes-Brüder „From Hell“ ist alles andere als eine historisch exakte Umsetzung des Stoffes um den weltbekannten Mörder Jack the Ripper. Aber trotzdem ist es ein extrem sehenswerter Film geworden, der den Zuschauer von der ersten bis letzten Minute spannend unterhält. Die frei erfundene Kriminalgeschichte ist wohl aus publikumswirksamen Gründen mit dem Namen des englischen Mörders versehen worden, der zwischen August und November des Jahres 1888 im East End von London fünf (vielleicht auch mehr) Prostituierte ermordete. Man hatte sicherlich seitens der Macher diese Idee im Kopf, dass London aus dem späten 19. Jahrhundert darzustellen und hat es dann auch so umgesetzt. Denn so eine Detailverliebtheit, wie sie in „From Hell“ zu bestaunen ist, gibt es nicht oft zu sehen. Die Nachbauten sind erste Sahne. Optisch passt alles. Die Straßen Londons mit all ihren Bewohnern wirken so echt, dass man sich tatsächlich in die Zeit um 1888 zurückversetzt fühlt. Und alles ist bis ins kleinste Detail stimmig. Da wundert es niemanden, dass der Film atmosphärisch auf höchstem Niveau spielt.

Etwas weniger gelungen ist die Charakterisierung der einzelnen Figuren. Diese wirken nicht immer sehr echt. Inspektor Abberlines Drogenräusche und Visionen sind zu fantastisch, um sie zu glauben. Und auch seine angehimmelte Bordsteinschwalbe kommt nicht glaubhaft rüber. Während ihre Kolleginnen sich miesen Typen hingeben, um ihr Brot zu verdienen, bleibt sie stets unberührt. Und sie ist auch immer sauberer und weniger grob als ihre Busenfreundinnen. Zudem ist es etwas merkwürdig, dass nur in einem kleinen Freundeskreis gemordet wird. Aber diese, respektive dieser Kritikpunkt ist auch der einzige.

Die Story ist sehr abwechslungsreich und bietet immer wieder interessante Kehrtwendungen. Wer der Mörder ist kann nicht erraten werden. Der Spannungsbogen ist vorbildlich. Zudem kommen immer wieder Schockszenen zum Vorschein, die zwar nicht so extrem sind wie in anderen Horror-Filmen, ihre Wirkung aber durchaus erzielen. Und garniert wird das Ganze mit kleinen Spezialeffekten, die nicht übertrieben dargestellt, aber stellenweise doch recht hart sind. Zumindest wenn man betrachtet, dass dieser Film sicherlich nicht nur ein altes Publikum ansprechen soll.

Ein besonders Augenmerk in dieser Jack the Ripper-Verfilmung ist Protagonist Johnny Depp: Er versteht es mit seinem außergewöhnlichen Talent und seiner seltsamen Rolle, den Zuschauer zu fesseln. Die darstellerische Leistung ist wirklich außergewöhnlich gut. Heather Graham kann als Mary Kelly dieses Niveau nicht halten. Ihre Ausstrahlung ist, wie bereits erwähnt, nicht authentisch. Der, neben Depp, noch einzig positive Auffallende ist Ian Holm („Alien“, Naked Lunch“, „Herr der Ringe“), ebenfalls in einer besonderen Rolle.

„From Hell“ hat den großen Vorteil, dass er trotz seiner langen Spielzeit bestens unterhält. Und das ist es, was man von einem Film will. Nicht mehr und nicht weniger. Daher ist dieser auch bestens für eine gruselig spannende Abend-Unterhaltung geeignet. Als Jack the Ripper-Fan muss man zwar das ein oder andere Auge zudrücken, dass Guckvergnügen wird aber in keinem Fall geschmälert.

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 4.gif
Story 5.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 5_5.gif
Gesamt 5_5.gif

Ähnlicher Film:

From Hell

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Informationen

OT:From Hell

ca.117 Minuten

USA 2001

Regie

  • Albert Hughes
  • Allen Hughes
Darsteller

  • Johnny Depp
  • Hether Graham
  • Ian Holm
  • Ian Richardson
  • u.a.

From Hell

Story

Wir befinden uns in East End, einem Londoner Elendsviertel gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Das Viertel wird von der „besseren“ Gesellschaft sehr gemieden. Halsabschneider, Scharlatane, Prostituierte und Obdachlose tummeln sich in dieser verruchten Gegend und eines haben sie alle gemeinsam: Kein Geld. Viele der Frauen dieses Viertels verkaufen sich für eine Nacht in einem warmen Bett oder einen Leib Brot. Andere sind schon froh, wenn sie sich für wenig Geld einen Lehnplatz in einem trockenen Raum kaufen können. Die Straßen sind völlig verdreckt, Ratten ziehen umher, Verbrechen stehen auf der Tagesordnung doch dann geschehen ein paar bestialische Morde, die sich von den gewöhnlichen Todschlägen stark abheben…

Der junge Inspektor Abberline, der vor wenigen Jahren seine Frau im Kindbett verloren hat und sich seither mit einer Mischung aus Absinth und Laudanum seinem Kummer hingibt, besitzt eine besondere Gabe, er hat öfters Visionen, die später tatsächlich geschehen. Auf diesem Wege hat er bereits zahlreiche Verbrechen aufgeklärt und so hofft man, dass er nun einen sehr bizarren Mord im Viertel Whitechapel ( einem Teil des East Ends) aufklären kann. Ein gewöhnlicher Mord wäre nun nichts neues, jedoch spielt hierbei die Tatsache eine große Rolle, dass dem Opfer – einer Londoner Prostituierten – auf bestialische Art und Weise etwas entfernt worden ist. Bei dem Anblick des Opfers verspürt sogar der dortige Polizeiarzt im Leichenschauhaus starke Übelkeit. Der Name des Opfers ist Mary Ann Nichols oder auch „Polly“ genannt. Von einem Motiv fehlt jegliche Spur. Nur ein Weintraubenstiel ist die einzige Spur.

Nur wenige Tage später wird erneut eine junge Prostituierte ermordet aufgefunden – Annie Chapman – „Dark Annie“. Diesmal sieht der Inspektor den Fall in einer Vision ehe er geschieht. Und auch dieser Frau wurden bestialisch Organe entnommen ( die Vagina, ein Teil der Gebärmutter und ein Teil der Harnblase). Außerdem wurden dem Opfer seine Eingeweide um den Hals gelegt und auch diesmal findet sich wieder ein Weintraubenstiel bei dem Opfer.

Abberline sucht schließlich Hilfe bei einem sehr angesehenen alten Arzt, der sogleich auch der Leibarzt der englischen Königsfamilie ist und erfährt von diesem einige interessante Dinge über den Mörder, der sehr bald schon den Namen „Jack the Ripper“ erhält. Eines wird immer deutlicher, der Mörder ist mit ziemlicher Sicherheit in der höheren Gesellschaftsschicht zu suchen. Er muss ein sehr gebildeter Mann sein, der sich sehr gut in der weiblichen Anatomie auskennt, da alle Opfer sehr präzise bearbeitet worden sind.

Bei seinen Ermittlungen stößt Abberline auch auf einen Zusammenhang der Opfer. Sie waren alle Freundinnen und so versucht er hilfreiche Informationen in der Clique der Frauen zu finden. Diese besteht aus 5 jungen Prostituierten ( inzwischen ja nur noch 3). Eine dieser Frauen fällt ihm dabei besonders ins Auge – Mary Kelly. Sie ist irgendwie anders als die anderen Frauen und so kommt es wie es kommen muss, unser Inspektor entwickelt zusehnlich Gefühle für diese Frau. Doch auch davon lässt sich Jack the Ripper nicht abhalten.

Abberline erfährt schließlich von Mary Kelly, dass sie und ihre Freundinnen vor kurzer Zeit bei einem sehr merkwürdigen Vorkommnis Zeugen wurden. Eine andere Freundin von ihnen, die es geschafft hat, aus den Elendsvierteln herauszukommen, indem sie einen reichen Mann heiratete und auch ein Kind von diesem bekam, wurde vor ihren Augen entführt. Von dem Kind fehlt zunächst jede Spur. Abberline geht diesen Vorkommnissen nach und findet die vermisste Freundin in einer Irrenanstalt wieder. Sie hat sich sehr verändert, spricht kaum noch. Ein Teil ihres Gehirns wurde ihr entfernt. Als er herausfindet, wer der Ehemann der Dame ist, erlebt er schließlich eine Überraschung.

Aus Angst, dass Jack the Ripper erneut zuschlägt, gibt Abberline Mary Kelly Geld, damit sie sich mit ihren Freundinnen ein Quartier sucht und um einige Tage von der Straße wegzubleiben. Elisabeth Stride – „Long Liz“ ignoriert die Warnungen ihrer Freundin und geht dennoch auf die Straße. Kurz darauf ist sie tot. Jedoch konnte Jack the Ripper sein blutiges Ritual nicht beenden, da er von einem Kutscher dabei gestört wurde. Am gleichen Abend, nur wenige Blocks weiter, wurde auch die 4. der Freundinnen, die sich auf die suche nach Long Liz machte gleich darauf zum nächsten Opfer des Rippers. Ihr Name: Catharine Eddowes – „Kate Kelly“. Bei ihr hatte der Ripper wieder genügend Zeit, um den Leichnam bestialisch zuzurichten. Augen, Nasen, Wangen und Lippen waren zerschmettert, der Hals durchgeschnitten ( wie immer), ihr Bauch war aufgeschlitzt und ihre Niere und ihre Gebärmutter waren entnommen worden.

Je mehr Abberline nun jedoch dem Fall auf die Spur kommt, desto mehr Steine werden ihm von seinen Vorgesetzten in den Weg gelegt. Niemand will etwas davon wissen, dass der Ripper zur gehobenen Klasse gehören soll. Außerdem kommt der Inspektor den „Freimaurern“ auf die Spur, einer nur im geheimen arbeitenden Gruppe von sehr angesehenen Leuten. Dann bekommt er eine schreckliche Vision von Mary Kelly…

Kritik

Der Film ist klasse!!! Es gibt ja schon so einige ältere „Jack the Ripper“ – Verfilmungen, aber ehrlich gesagt, kann keiner dieser Filmchen mit diesem hier mithalten. Alleine die Atmosphäre ist schon genial, erinnert etwas an „Sleepy Hollow“. Der Film ist schön düster gehalten und wieder einmal scheint es, in den Elendsvierteln, nie richtig hell zu werden. Anders dagegen die Szenen, die in den vornehmen Kreisen spielen. Helllichter Sonnenschein, gepflegte Gärten usw… In den Elendsvierteln dann das genaue Gegenteil. Ich finde, dem Regisseur ist es sehr gut gelungen, einen in die damaligen Zustände zurück zu versetzen.

Auch wurde sich ziemlich an die Originalfälle gehalten. Die Morde, Namen der Beteiligten usw. stimmten mit Aufzeichnungen über diesen wohl bekanntesten Serienmörder aller Zeiten überein. Sogar die Beweiße, die Paul Begg in seinem Buch „Jack the Ripper – Die unzensierten Fakten“ hervorbrachte und die Mary Kelly betrafen, wurden vom Regisseur in diesen Film übernommen.

Allerdings wurde auch eine Rahmenhandlung um die ganze Geschichte neu erfunden, wie die Liebesgeschichte zwischen dem Inspektor und der Prostituierten Mary Kelly. Aber es gibt ja auch nur in den seltensten Fällen keine solche Geschichte in einem solchen Film. Hätte für meinen Geschmack nicht unbedingt sein müssen, aber bitte sehr!

Die wahre Identität des Jack the Ripper wurde im Grunde ja niemals aufgeklärt, der Film gibt hierbei lediglich eine Möglichkeit an, wie es vielleicht gewesen sein könnte. 3 Haupttheorien gibt es in dem Ripper – Fall, die alle bis heute nicht aufgeklärt werden konnten: die Ausländertheorie, die Königsfamilientheorie und die Medizinstudent-/Doktor-/ Schlachtertheorie. Der Regisseur hat sich die wohl interessanteste und meist verwendete Theorie für seinen Film herausgesucht.

Die Schauspieler spielen ihre Rollen recht glaubhaft, auch wenn es mir immer noch sehr schwer fällt, Johnny Depp nach „Sleepy Hollow“ wieder eine ernstere Rolle abzukaufen ( für mich wird er irgendwie immer als trotteliger, Angst vor Spinnen habender, armer Idiot da stehen). Dennoch halte ich ihn für einen klasse Schauspieler!

Für alle, die nun nach meinen Ausführung ( speziell die Morde betreffend) Angst haben, sich vor dem Film ekeln zu müssen, seit unbesorgt! So genau sieht man die zugerichteten Leichen überhaupt nicht. Man sieht zwar den Ripper bei seiner „Arbeit“ jedoch der Blick auf die Leichen bleibt Euch erspart. ( Merkwürdig fand ich es zwar schon, als z.B. bei einer Szene, ich sag jetzt nur Kopf und ein paar Kutschenräder, nur wir im Kino laut los lachten, aber nun ja, wir fanden es eben spaßig!). Splatter braucht hier niemand zu erwarten ( leider!). Andererseits könnte ich mir Johnny Depp noch sehr viel weniger in einem blutigen Splatterstreifen vorstellen!

Empfehlen tue ich den Film einfach jedem, der sich für Thriller oder Serienkiller interessiert! Der Film ist unbedingt sehenswert!!!

Bewertung

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Ähnlicher Film:

From Dusk Till Dawn 2

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Informationen

OT:From Dusk Till Dawn 2 – Texas Blood Money

ca.88 Minuten

USA 1999

Regie

  • Scott Spiegel
Darsteller

  • Robet Patrick
  • Bo Hopkins
  • Duane Whitaker
  • u.a.

From Dusk Till Dawn 2

Story

Luther – einem Kriminellen, gelingt die Flucht aus dem Gefängnis. Er will sich nach Mexico absetzen und zu diesem Zwecke benötigt er noch das nötige Kleingeld. Aber kein Problem, denn kurzerhand trommelt Luther seine alte Gang zusammen, um einen letzten finalen Überfall auf eine Bank zu begehen. Sie vereinbaren sich in einem Motel zu treffen. Auf dem Weg dorthin erlebt Luther Mitten in der Wüste eine seltsame Begegnung mit einer Fledermaus, die ihm seinen Kühler zerfetzt und somit seinen Wagen lahm legt. Er schießt sie kurzerhand nieder und macht sich zu Fuß auf den weiteren Weg. In nicht allzu weiter Entfernung gelangt er schließlich zur berüchtigten Bar mit dem Namen „Titty Twister“ (ja genau, Fans des ersten Teiles wissen was es mit dieser Bar auf sich hat, der Rest erfährt es in Kürze). Luther erzählt dem Barkeeper von seiner seltsamen Begegnung mit der Fledermaus und der Barkeeper ist auch sogleich so freundlich mit Luther zusammen zu dessen Wagen zu fahren, um ihm zu „helfen“. Die Fledermaus ist jedoch verschwunden und der Barkeeper sieht plötzlich auch nicht mehr so freundlich aus und Luther muss die Erfahrung machen, dass Vampire kein böses Märchen sind…

In der Zwischenzeit trifft Luther´s Gang in dem Motel ein und beginnt bereits sich dort zu amüsieren und auf Luther zu warten, der auch mit leichter Verspätung eintrifft. Es scheint zunächst so, dass ihrem Vorhaben nichts mehr im Wege steht, nur seltsamerweise ist Luther sehr merkwürdig drauf und auch immer mehr Gangmitglieder werden Luther immer ähnlicher…

Kritik

Ich hatte schon sehr viel negatives über diesen Film hier gehört, aber es half dennoch nicht um mich davor abzuschrecken, ich musste ihn einfach sehen! Nicht zuletzt weil ich den ersten Teil einfach nur genial und kultwürdig finde. Um so größer war dann auch mein Entzücken, als ich diesen Film hier (nebst Teil 3 – Bericht wird ebenfalls noch folgen) dann endlich vor geraumer Zeit in meinen Händen halten konnte!

Was soll ich sagen, wenn man mit absolut Null Erwartungen an diesen Film hier heran geht und sich einen Low-Budget-Film erhofft und wirklich nicht mehr, dann findet man ihn sogar durchaus gut. Erwartet man jedoch eine Fortsetzung im Sinne des ersten Teiles, so entsteht hier natürlich ein absoluter Verriss! Was wohl auch die reichlich unterschiedlichen Meinungen zu diesem Film hier erklärt. Aber zurück zu meiner Meinung, ich sehe in dem Film einfach einen Low Budget Streifen und folglich gefiel mir auch dieser Film hier. Low Budget deshalb, weil die Effekte weit weniger professionell als beim Vorgänger sind, die Schauspieler ebenfalls unbekannter Natur (zumindest kenne ich keinen davon – was nicht unbedingt etwas heißen mag) und die Dialoge sind definitiv Low-Budget-mäßig (sprich: Ich weiß nicht wie oft in dem Streifen geflucht wird und das Wörtchen „Fuck“ auftaucht). Außerdem liegt hier auch ein großes Manko, denn ich habe den Film leider nur in Englischer Fassung ergattern können, bin mir auch nicht sicher, ob es überhaupt eine Deutsche Fassung davon gibt, meines Wissens zumindest nicht. Ist aber auch egal, denn der Film ist auch in Englisch gut verständlich! Sachen, die man nicht direkt versteht, erklären sich aus dem Zusammenhang heraus. Meine Wenigkeit mit geringen Englischkenntnissen hatte zumindest mal kein Problem den Film zu kapieren!

Die Effekte: Es sind durchaus ein paar sehr sehenswerte Splattereffekte enthalten (auf die ich jetzt aber nicht näher eingehen werde – Gründe dürften bekannt sein). Irgendwie habe ich in letzter Zeit einen Fabel für diese Effekte entwickelt, da ich andauernd am hinterfragen bin, wie die Effekte denn wohl gemacht sind und wie man diese nachdrehen könnte. Die Vampire sind dagegen teilweise wirklich lächerlich dargestellt. Gut unseren Barkeeper kennen wir noch aus Teil 1 und er ist auch ordentlich dargestellt. Jedoch die Gang, die sich nach und nach in Vampire verwandelt, da wurde weniger Liebe ins Detail gelegt. Speziell die Beißerchen stammen wohl aus dem close up- Katalog und kosten dort 4 Euro oder so. Jedenfalls fällt deutlich auf, dass sie unecht sind und teilweise auch farblich gar nicht richtig auf die übrigen Zähne abgestimmt sind. Und die Fledermäuse… ähm… nun ja, auch hier wäre etwas mehr Liebe zum Detail sicherlich vorteilhaft gewesen, aber nun gut!

Die Darsteller – nur Laien, wie ich ja bereits erwähnte. Sie spielen teilweise recht gelangweilt oder genervt. Aber sie erfüllen ihren Zweck und früher oder später werden die meisten ja eh niedergemetzelt. Daher ist es auch weniger schlimm!

Storymäßig ist der Film im Grunde nicht viel anders als Teil 1, wieder geht es um Bankräuber und Vampire, nur dass diesmal das finale Gemetzel nicht im Titty Twister abgehalten wird sondern in einer Bank. Und auch Santanico ist diesmal nicht mit von der Partie (um die männlichen Wesen unter euch zu beruhigen/enttäuschen).

Bewertung

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Ähnlicher Film:

From Dusk Till Dawn

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Informationen

OT:From Dusk Till Dawn

ca.104 Minuten

USA 1996

Regie

  • Robert Rodriguez
Darsteller

  • George Clooney
  • Quentin Tarantino
  • Harvey Keitel
  • Juliette Lewis
  • Salma Hayek
  • Tom Savini
  • u.a.

From Dusk Till Dawn

Story

Die beiden Gecko Brüder Seth und Richard, 2 der brutalsten Gewaltverbrecher der USA, ziehen eine blutige Spur der Verwüstung hinter sich her. Nach einem Banküberfall ist ihnen nun die Polizei nah auf den Fersen. Daher beschließen sie die Flucht nach Mexiko, wo ihnen ein Bekannter namens Carlos einen sicheren Unterschlupf bieten will. Bleibt nur noch das Problem, wie über die Grenze kommen, wenn einem Polizei und FBI auf den Fersen sind und man zu den gefährlichsten Verbrechern der USA zählt?

In einem Motel läuft/fährt ihnen schließlich der ehemalige Pfarrer Jacob Fuller, der mit seinen beiden Kindern Kate und Scott unterwegs ist, über den Weg. Kurzerhand kidnappen die beiden Gecko Brüder die Familie mitsamt ihrem Wohnmobil und zwingen Jacob dazu, sie bis nach Mexiko zu bringen. Die Überfahrt gelingt!

In einer Bar, Mitten in der Wüste („Titty Twister“), finden sie schließlich ihr Ziel. Dort will sich im Morgengrauen Carlos mit den beiden treffen. Da es noch einige Stunden bis zum Morgengrauen sind, beschließen sie gemeinsam mit ihren Geiseln die Nacht über dort zu feiern. Die Bar gehört zu den übelsten Spelunken jenseits des Rio Grande. Alle sind am feiern und der Alkohol fließt in großem Maße! Dazu kommen noch viele nur sparsam bekleidete Tänzerinnen. Nach dem Schlangentanz der Tänzerin Santanico ändert sich jedoch die Atmosphäre in der Bar. Hielten viele diesen Film bisher für einen Actionstreifen, so heißt es nun aufwachen! Denn guter alter Horror lässt grüßen!

Die Ausgänge der Bar werden verschlossen und die Bediensteten verwandeln sich in Vampire. Ein blutiges Inferno beginnt! Jetzt heißt es nur irgendwie die Nacht zu überleben. Seite an Seite müssen nun sowohl die Gecko Brüder als auch ihre Geiseln kämpfen. waffenmäßig sind sie dabei recht einfallsreich, Wasserpistolen und Kondome mit Weihwasser gefüllt (wobei der Priester erst noch seinen Glauben wiederfinden muss), Holzpflock besetzte Presslufthämmer, Kreuze, sowie Armbrüste. Bis zum Sonnenaufgang wird das Team stark dezimiert.

Kritik

Dieser Film ist absoluter KULT!!! Kein Wunder auch, wenn man sich das Rezept für einen Kultfilm mal genauer ansieht: Man nehme einen Kultregisseur wie Robert Rodriguez ( Faculty, Desperado) und lasse ihn gemeinsam mit Kultfilmer Quentin Tarantino (Pulp Fiction), dessen Buch verfilmen. Da kann ja nur Gutes dabei raus kommen!!! Besonders wenn man die Hauptrollen mit George Clooney, Quentin Tarantino, Juliette Lewis (Natural born killers) und Harvey Keitel ( Copland) besetzt. Der Film ist ein absolutes MUSS!!! Selbst die Musik des Films sollte man nicht verpassen („Tito & Tarantula“)! Die Klänge des Songs „After Dark“ sind einfach nur genial!

Die Schauspieler könnten in keinster Weise besser gewählt werden, wirklich alle sind fantastisch. Die weibliche Fraktion kommt hierbei in die Genüsse von George Clooney, während den männlichen Wesen die Vampirin Santanico mit ihrem Schlangentanz sehr zusagen dürfte!

Action und Effekte sind ebenfalls sehr gelungen, es fliegen massig Körperteile durch die Gegend ( zumindest in der ab 18er Fassung), die auch relativ echt wirken! Blut fließt auch genug und dennoch gibt es auch einiges zu lachen, zumindest für die Freunde des schwarzen Humors! Leute die Filme eher kritisch betrachten, sollten hier wohl besser ihre Finger von diesem Film lassen! Der Film wirkt sehr gewaltverherrlichend, was ich für meinen Teil jedoch sehr gut finde ( es müssen ja wirklich nicht immer Schnulzen sein!)!

Jedoch muss ich eines bemangeln, ich hatte kürzlich das Vergnügen den Film im englischen Original zu sehen und musste feststellen, dass er nicht identisch übersetzt wurde. In der deutschen Version wird hierbei nämlich viel zu selten geflucht! Im Original ( zählt mit, wenn ihr wollt!) lautet jedes 3. Wort FUCK!!! So oft wie in diesem Film habe ich noch nie zuvor Leute fluchen sehen.

Inzwischen gibt es auch einen 2. und 3. Teil von „From dusk till dawn“, die ich jedoch noch nirgends entdecken konnte. Die Filme sollen weniger gut sein. Sollte jemand von euch näheres darüber wissen, sagt mir bescheid!

Ein weiteres Highlight ist übrigens die DVD uncut Version dieses Films, deren Extras ( es befindet sich eine 2. DVD mit 160 Minuten Bonusmaterial bei der Deluxe Edition dabei), das Herz jedes Fans dieses Filmes höher schlagen lässt.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • From Dusk Till Dawn 2+3

From Dusk Till Dawn

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Informationen

OT:From Dusk Till Dawn

ca.104 Minuten

USA 1996

Regie

  • Robert Rodriguez
Darsteller

  • George Clooney
  • Quentin Tarantino
  • Harvey Keitel
  • Juliette Lewis
  • Salma Hayek
  • Tom Savini
  • u.a.

From Dusk Till Dawn

Story

Die Geckobrüder sind zwei berüchtigte Gewaltverbrecher und ziehen eine blutige Spur durch den Westen der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie sind auf der Flucht vor dem Gesetzt, da sie aus einem Hochsicherheitsgefängnis fliehen konnten. Seth und Richard haben mittlerweile den Bundesstaat Texas erreicht und planen sich, mit etwas Kleingeld, nach Mexiko abzusetzen um dort unterzutauchen.

In Mexiko wartet ihr Freund Carlos, der den beiden gegen einen gewissen Preis Asyl geben will. Doch das Problem der Beiden ist es über die schwer bewachte Grenze zu kommen. Seth, der Anführer der Brüder, hat aber einen Plan und kurzerhand entführen sie Jacob, einen ehemaligen Priester, mit seinen beiden Kindern Kate und Scott, der adoptiert ist. Die drei waren mit ihrem Campingwagen unterwegs und machten kurz einen Halt in einem Motel, der ihnen zum Verhängnis wurde. Die fünf machen sich nun mehr oder weniger freiwillig auf zur Grenze, damit die verbrecherischen Brüder in die Freiheit flüchten können.

Der Grenzübergang klappt, wenn auch sehr knapp, da Jacob ein gutes Herz hat und Angst um seine Kinder. In Mexiko angekommen, fahren sie ein paar Meilen bis sie zu einer abgelegenen Bar, dem „Titty Twister“, gelangen die als Treffpunkt zwischen den beiden Verbrechern und ihrer Kontaktperson gedacht ist. Allerdings war das Treffen für den frühen Morgen geplant und die Tatsache das die Nacht gerade beginnt veranlasst die fünf, sich erst mal richtig in dieser komischen Spelunke zu amüsieren. Die Geckos beginnen sich erst mal ein paar Whiskys zu genehmigen und die drei Entführten sollen von dem Gesöff auch nicht verschon bleiben.

Plötzlich taucht in der Bar, die ausschließlich für Trucker und Rocker gedacht ist und dementsprechend leichbekleidet Frauen rumtanzen, eine sehr hübsche und exotische Frau auf, die einen Tanz aufführt und Richard, in ihrer knappen Bekleidung, scharf macht. Sie führt einen Schlangentanz auf aber als dieser beendet ist wird passiert etwas was selbst die rauen Brüder in eine leichte Angst versetzt. Die hübsche verwandelt sich, wie auch einige andere Angestellte, in einen Vampir. Diese fallen dann über die Gäste her und richten ein grausames Blutbad an. Eine Kampf gegen eine übermächtige Armee beginnt, der so plötzlich kam und ausweglos scheint…

Kritik

Dies ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme, den ich sicherlich schon 10 mal geguckt habe und es bestimmt noch das einige mal machen werde. Er besitzt heute schon zurecht einen Kultstatus und sucht aufgrund seiner nicht hollywoodgerechten Art seines gleichen. Er fängt als Roadmovie an und nach circa einer Stunde wird ein meisterhafter Splatterfilm aus ihm. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich ihn das erste mal, recht zufällig, geguckt habe. Ich befand mich 1997 auf einem Lehrgang und eines Abends legte ein Lehrgangsteilnehmer das Video ein. Ich fragte ob dies der Vampirfilm sei, über den ich schon etwas gehört hatte und nach einer viertel Stunde guckten mich alle fragend an was ich denn da gehört hätte. Als die erste Stund aber rum war saßen die Kritiker mit großen Augen und offenen Mündern da, weil der Film anfangs nach alles anderen als einem Vampirfilm aussieht.

Tarantino ist hier zusammen mit dem Hauptregisseur das gelungen was andere Filmemacher schon vergeblich versucht haben. Die Mischung zweier Filmgenres die sowohl auf dem einen als auch dem anderen Gebiet zu überzeugen wissen. Die aufgebaute Spannung und die Atomsphäre sind einfach fantastisch und wechseln sich im Film in einer Art ab, die ich so noch nie gesehen habe.

Die Schauspieler sind wie in allen Tarantinofilmen fantastisch und auch namhaft. Jeder der George Clooney in der Arztserie, in der er auf Pro7 mitwirkt, noch belächelt hat wird ihn in diesem Film in einem anderen Licht sehen. Er spielt den obercoolen Verbrecher, der nicht nur brutal sondern auch überdurchschnittlich intelligent ist. Neben „Coolney“ glänzen Tarantino selbst als psychopatischer Bruder, Salma Hayek als bildhübsche Schlangentänzerin die zum Vampir mutiert und sogar der Splatterpabst Tom Savini als Sexmaschine. Die Schauspieler sind allesamt fantastisch anzugucken und sie sind es die diesen Film neben den fantastischen Effekten so gut machen.

Ich möchte noch kurz darauf hinweisen das in Deutschland eine FSK 16 Fassung unterwegs ist die über 10 Minuten kürzer ist als die 18er und daher kaum zu genießen.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • From Dusk Till Dawn 2+3

Creature – It’s A Killing Machine… From Outer Space!

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Informationen

OT:Alien Lockdown

ca. 88 Minuten

USA 2004

Regie

  • Tim Cox
Darsteller

  • James Marshall
  • Michelle Goh
  • John Savage
  • Martin Kove
  • u.a.

Creature - It

Story

Unter der Oberfläche der Rocky Mountains arbeitet ein Forscherteam um Dr. Alan Woodman (John Savage) eifrig an der Wiederbelebung einer über 5000 Jahre alten Bestie. Ziel ist es, die Kreatur als militärische Waffe einzusetzen, um damit allen Gegnern überlegen zu sein. Als Woodman seine Ergebnisse eines Tages allerdings seinen Geldgebern präsentiert, kommt es, wie es kommen muss: Die Kreatur kann sich befreien und tötet auf brutale Art und Weise alle Anwesenden, lediglich Woodman und sein Assistent können sich mit knapper Not in Sicherheit bringen. Aus diesem Grund wird eine Spezialeinheit unter der Führung der toughen Kämpfernatur Rita Talon (Michelle Goh) ausgesandt, welche das Wesen töten, und die Forscher retten soll. Die Kreatur erweist sich aber als weitaus stärker als erwartet und so kommt es schnell zu den ersten Toten…

Kritik

Ganz ehrlich, ich habe ja absolut nichts dagegen, wenn es auch heutzutage noch kreative Filmemacher gibt, die sich lieber an altbekannten Themen versuchen, anstatt etwas völlig Neues auf die Beine zu stellen. Manchmal entsteht dadurch noch ganz nette Genrekost, die man sich zwischendurch durchaus mal ansehen kann, doch oftmals ist das Resultat nicht ansatzweise das Budget wert, das dafür aufgebracht werden musste. Und auch, wenn "Creature" sicherlich keine millionenschwere Produktion war, haben wir hier einen derartigen Fall vorliegen. Wieso es fünf Drehbuchautoren benötigte, um eine Story zu Papier zu bringen, die schon duzende Male erzählt wurde, wollte mir nicht einleuchten, ebenso wie es wohl ein Geheimnis der Verantwortlichen bleiben wird, welchen Stoff sie beim Niederschreiben der Story von "Creature" inhalierten.

Ich möchte ja wirklich nicht als vorbehalten abgestempelt werden, deshalb kann ich nur noch einmal wiederholen, dass es mir im Grunde genommen egal ist, wenn ein Film eine Handlung erzählt, die zuvor schon tausende Male da war. Nur sollte der Regisseur dann ein Minimum an Einfallsreichtum mitbringen, ansonsten wird aus dem Projekt dann nämlich ein Reinfall und folglich ein Machwerk, das man sich hätte sparen können. Und nicht nur, dass die Story von "Creature" im Schlaf vorhersehbar ist, sie bietet auch null Innovationen oder eigene Ideen. Irgendwo in einem unterirdischen Forschungslabor bricht ein Alien aus, welches anschließend von einigen harten Kerlen aus dem Weg geräumt werden muss. Natürlich ist das nicht so einfach, wie diese sich das vorstellen, stattdessen dürfen erst etwa dreiviertel der menschlichen Protagonisten ins Gras beißen, bevor das Alien dann von einem tapferen Heldenpaar aufgehalten wird.

Moment Mal, gab’s das nicht schon in "Alien" und zig anderen Machwerken? Richtig. Blöd nur, dass uns "Creature" keinen einzigen Grund nennt, wieso er das Recht haben sollte, noch einmal eine derartige Story aufzutischen. Das Geschehen wird hier derart öde vorangetrieben, das man sich schon nach einer halben Stunde genötigt fühlt, den Fernseher wieder auszuschalten. Anfangs wartet man stets auf einen Moment, der eine positive Wendung einläutet, doch irgendwann schleicht sich dann die Erkenntnis an, das "Creature" einen derartigen Moment nicht besitzt. Grob zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Streifen lediglich aus Szenen besteht, die man so schon kennt, mit dem kleinen Unterschied, dass sie hier noch billiger aussehen.

Mal schleicht die Spezialeinheit durch dunkle Gänge, hin und wieder schlägt das Wesen zu und bringt jemanden um, irgendwann stellt sich heraus, dass nicht jeder der ist, der er vorgibt zu sein, dann wird wieder etwas geschlichen, es kommt zum "Showdown", das Alien stirbt, die Bad Guys auch, der Film ist vorbei. Innerhalb der 88 Minuten Laufzeit kommt kein einziges Mal Spannung auf, ebenso herrscht null Atmosphäre. Tim Cox, von dem auch die Streifen "Larva" und "Mammoth" stammen, inszenierte "Creature" wohl für ein Publikum, das mit Horrorfilmen filmisches Neuland betritt, doch selbst die werden mit diesem Machwerk nur bedingt ihren Spaß haben. Zu vorhersehbar und zu öde ist das Geschehen, als dass sich auch nur irgend eine Zielgruppe damit anfreunden könnte. Die Splatterszenen sind nicht der Rede wert und nicht weiter aufregend, das Monster und seine Nachkommen sind zwar nett dargestellt, besitzen aber eindeutig zu wenig Screentime.

Die Schauspieler an und für sich sind nicht das Problem, vielmehr sind die Charaktere enttäuschend, die sie zu spielen haben, da sie allesamt als blanke Klischees durchgehen. Die Figuren haben null Tiefe, sondern erfüllen lediglich eine jeweilige, spezifische Eigenschaft. Es gibt den Hacker, den Muskelprotz, den Verräter, den wahnsinnigen Professor usw. Mit John Savage und James Marshall sind aber zumindest noch zwei Akteure mit von der Partie, die man schon das eine oder andere Mal irgendwo gesehen hat.

"Creature" ist ein Film, zu dem es im Grunde genommen nicht viel zu sagen gibt, bis auf die Tatsache, dass er vollkommen überflüssig ist. Die hier wiedergegebene Handlung ist schon so ausgelutscht, dass sie einfach nur noch langweilt, außerdem tut die Regie von Tim Cox ihr Übriges, um die Sache zu einer noch zäheren Angelegenheit zu machen. Mit "Creature" dürfte sich der Gute in der Horrorgemeinde jedenfalls nicht viel Sympathien dazu gewonnen haben, denn der Streifen bietet weder Spannung oder Atmosphäre, noch guten Gore. Die oberflächlichen Charaktere zwingen den Film letzten Endes noch komplett in die Knie.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Crowley – Back From Hell

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Informationen

Drehland GB
Drehjahr 2008
Laufzeit ca. 102 Minuten
Regie Julian Doyle
Darsteller Simon Callow Kal Weber Lucy Cudden Jud Charlton u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 16
Crowley - Back From Hell

Story

Aleister Crowley lebte vor einigen Jahren noch und brachte nicht viel Gutes über seine Umwelt. Mit seinem Tod hatte sich das Problem erledigt. Doch nun basteln fleißige Forscher an einer Datenbank, die mit dem Wissen des Altmeisters angereichert wird.

Als diese fertiggestellt ist, wird dem armen Professor Haddo mittels eines Virtual-Reality-Anzugs das Wissen von Aleister Crowley in die Birne gepeitscht. Dieser ist danach nicht mehr der, der er mal war. Denn Crowleys Geist hat den Körper von Haddo übernommen. Jetzt versucht der ein uraltes Ritual durchzuführen. Die „Chemische Hochzeit“…

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Kritik

Drogen können komische Sachen mit Menschen anstellen. Heavy-Metal-Legende Ozzy Osbourne ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Ob Bruce Dickinson, der Frontmann der Heavy-Gruppe Iron Maiden einen ähnlichen Konsum an ungesunden Substanzen in der Vergangenheit hinter sich hat, ist nicht klar. Klar ist aber, dass er beim Schreiben des Drehbuchs zu „Crowley – Back From Hell“ wohl nicht ganz klar im Oberstübchen war.

Regisseur Julian Doyle („Schock-Therapie“ und beteiligt bei „Leben des Brain“ und Darsteller in „Sinn des Lebens“ ) muss das bewusst gewesen sein, als er sich daran gemacht hat, dass Geschriebene umzusetzen. Für schräge Ideen scheint Doyle stets ein offenes Ohr zu haben. Denn die Geschichte ist, gelinde gesagt, recht eigenwillig. Ein Sammelsurium an Ideen und Phantasien, welches es dem Zuschauer nicht gerade einfach macht, so richtig durch das Geschehen durchzublicken.

Die Geschichte ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen, über weite Strecken aber überdurchschnittlich unterhaltsam. Es will sich zwar keine rechte Spannung und noch weniger eine Horror-Atmosphäre aufbauen, da sich die Szenarien aber oft abwechseln, bleibt man bei der Stange. Die Beobachtung des Protagonisten macht durchaus Spaß. Die Rolle ist recht lustig angelegt und kann mit einigen seltsamen Aktionen für angenehme Unterhaltung sorgen. Tabus gibt es nicht. Ob das Anpinkeln von Studenten, Kacke auf dem Schreibtisch oder eine Bedrängung eines Studenten von hinten: Regeln des politisch korrekten Kinos werden nicht eingehalten. Glücklicherweise ist die Darstellung dieser drastischen Szenen nicht in Vollendung praktiziert worden. Das wäre dem Guten auch ein wenig zu viel gewesen. Action und rasante Szenen kommen in „Crowley – Back From Hell“ nur selten vor. Dafür gibt es aber eine erhöhte Anzahl an Dialogen, die glücklicherweise nicht langweilig angelegt sind. Haddo steht hier natürlich im Mittelpunkt. Die Rolle wird von Simon Callow gespielt. Callow ist ein erfahrener Schauspieler, der schon in vielen kleineren Produktionen zu sehen war und sein Handwerk beherrscht. Auch für den Rest der Crew hat man solide Darsteller einstellen können, die es verstehen, ihren Job ordentlich zu erledigen.

Prinzipiell kann man das auch dem Regisseur unterstellen. Wäre da nicht das Problem, dass er es nicht geschafft hat, der Geschichte einen roten Faden einzuimpfen. Wahrscheinlich ist er an der Vorlage gescheitert. Eine Vorlage, die wohl nur sehr schwer umzusetzen ist. Regisseur Julian Doyle gelingt es aber, den Fokus in den verschiedenen Abschnitten auf das Wesentliche zu konzentrieren. Zudem hat er sehr gut aussehenden Kulissen in den Film gebracht, die ein optisches Vergnügen auslösen und er hat auch einen guten Schnitt an den Tag gelegt. Anmeckern müsste man eigentlich noch, dass das Okkulte nicht so rüber kommt, wie man es bei einem Okkult-Thriller normalerweise gewohnt ist.

Auch in Sachen Splatter ist Sparflamme angesagt. Es gibt zwei, drei kleinere Szenen, die aber nicht in einem Blutbad enden. Rot wird es nur bei der Suche nach einem Opfer für die Zeremonie. Natürlich in Gestallt von schönen Frauen, die mal bekleidet und mal unbekleidet über den Bildschirm huschen. In diesem Bezug ist eine sehr witzige Szene zu nennen, in der Haddo einen Rothaar-Check macht und es nach dem Heben des Röckchens überraschenderweise mit einer Blondine zutun hat…

Zu den durchsichtigsten Filmen gehört „Crowley – Back From Hell“ sicherlich nicht und er ist auch kein herausragender Beitrag in seinem Subgenre. Allerdings versteht es der Film, den Betrachter gut zu unterhalten. Wenn auch sehr unkonventionell, provokant und überladen. Aber er ist abwechslungsreich, stellenweise witzig und bleibt so auf jeden Fall positiv im Gedächtnis.

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DVD

Neben einigen Trailern gibt es bei den Extras, im feurigen DVD-Menü, einen Audiokommentar mit Bruce Dickinson und Julian Doyle, ein Making Of und Deleted Scenes. Die Laufzeit des Making Of beträgt ca. 21 unterhaltsame Minuten. Deutsche Untertitel sind einblendbar. Die geschnittenen Szenen betragen stolze 29 Minuten und 18 Sekunden. Nach der Betrachtung der Szenen kommt man zweifelsfrei zu der Erkenntnis, dass die Jungs und Mädels ziemlich viel Zeit in den Film gesteckt haben. Respekt.

Bild und Ton kann man als gelungen bezeichnen. Auch wenn der Sound in einigen Szenen, wenn brachiale Musik eingespielt wird, etwas laut ist. Da hätte man sicherlich etwas ohrenfreundlicher abmischen können. Ansonsten gibt es aber nichts zu meckern.

Bewertung

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Spannung 2009_3_5.gif
Story 2009_2_5.gif
Ekelfaktor 2009_4_5.gif
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Tonqualität 2009_5.gif
Bildqualität 2009_6.gif
Zusatzmaterial 2009_4.gif
Gesamteindruck 2009_3_5.gif

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