Wanted – Für drei lumpige Dollar

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Informationen

OT:Wanted

ca. 100 Minuten

Italien, Spanien 1967

Regie

  • Giorgio Ferroni
Darsteller

  • Giuliano Gemma
  • Teresa Gimpera
  • Serge Marquand
  • German Cobos
  • u.a.

Wanted - Für drei lumpige Dollar

Story

Gary Ryan (Giuliano Gemma) kommt als neuer Sheriff in das kleine Städtchen Greenfield. Hier regiert der in zwielichte Machenschaften verstrickte Viehbaron Gold als Bürgermeister. Da ihm der ehrbare, unbestechliche Neuankömmling ein Dorn im Auge ist, und er lieber einen ihm treu ergebenen Gesetzeshüter auf dessen Posten sehen würde, schmiedet er einen hinterlistigen Plan: Heimtückisch lockt er Ryan in eine Falle, indem er ihm einen Mord anhängt. Ryan kann der drohenden Hinrichtung durch den Strick entkommen und sinnt auf Rache, um dem wahren Täter die gerechte Strafe zukommen zu lassen und Gold als Verbrecher zu entlarven. Dabei findet er in dem Poker-Spieler Marty und der schönen Evelyn zwei Verbündete. Doch Gold hat für die Ergreifung von Ryan ein hohes Kopfgeld ausgesetzt, so dass die Jäger bald selbst zu Gejagten werden…

Kritik

Trotz seines italienischen Ursprungs kann WANTED nicht als ein klassischer Italo-Western bezeichnet werden. Zu glatt ist seine Story, und Giuliano Gemma ist ein Held ohne Dreck am Stecken. Untypisch für das Italo-Western-Genre. Seine Machart ist somit vielmehr dem amerikanischen Western-Kino angelehnt. Im Gegensatz zu typischen Italo-Western, bei denen dem Helden nicht selten auch der Wind der Ruchlosigkeit anhaftet, und dieser am Ende nahezu knöcheltief im Blut seiner Feinde watet, bietet WANTED durch seine relative Blutleere und dem gentlemanhaften Auftreten Giuliano Gemmas fast schon familientaugliche Unterhaltung. Ja man wäre sicherlich nicht überrascht, spränge plötzlich in einer Szene Bud Spencer oder Terence Hill ins Bild. Dem Gesamteindruck tut die verhältnismäßig zurückhaltende Darstellung keinen Abbruch. Der Film macht als äußerst unterhaltsamer Vertreter des Western-Genres auch so einen Heidenspaß, vorausgesetzt, man hat ein Herz für klassische Western-Themen !! Einen großen Anteil am Gelingen des Films haben vor allem die besonders schön gezeichneten Charaktere, die zugegebenermaßen die ein oder anderen Klischees bedienen (durchtriebener Mönch, smarter Pokerspieler, skrupelloser Viehbaron), jedoch durch die hervorragende Leistung der Schauspieler, allen voran Giuliano Gemma, glänzend verkörpert werden. Als wunderschön und vor allem sich nahtlos in die Gesamtszenerie einfügend kann der Soundtrack von Wanted bezeichnet werden. Komponiert von Italo-Sound-Ikone Gianni Ferrio (u.a. „Sing mir das Lied der Rache“, „Zwei wilde Companeros“) beschert er dem Zuschauer ein herrliches Ambiente mit einer Mischung aus Western-Romantik und Cowboy-Chören. Was den Film jedoch besonders aus der Masse unzähliger ähnlich strukturierter Western hervorhebt, ist seine handwerklich nahezu perfekte Umsetzung. Das hier Fachleute am Werk waren, zeigt sich schon an der Liste der beteiligten Personen mit einer Vielzahl illustrer Namen, die den Cineasten aufhorchen lassen. Unverkennbar das disziplinierte Regie-Handwerk von Giorgio Ferroni, der sich, nach seinen nach seinen Sandalen-Filmen (z.B. „Die Eroberung von Mykene“, 1963) und dem kultigen Italo-Grusler „Die Mühle der versteinerten Frauen“ (1960), mit Filmen wie „Ein Loch im Dollar“(1965), „Tampeko, der Dollar hat 2 Seiten“(1967) und eben „WANTED“ auch dem Western-Genre zugewendet hat. Interessant für Italo-Fans sicherlich auch, dass sich für das u.a. Drehbuch niemand geringeres als Fernando di Leo verantwortlich zeichnet, dessen Italo-Polizei-Filme (u.a. „Milano Kaliber 9“ (1971), „Der Teufel führt Regie“(1973)) schon längst zur Créme-de-la-Créme der Filmgeschichte zu zählen sind. Fazit: Sehr schöner „amerikanischer“ Italowestern mit einem glänzend aufgelegten Giuliano Gemma.

Bewertung

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Spannung 3.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

Rache für meine Tochter

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Informationen

OT:Salige er de som tørster

ca.113 Minuten

Norwegen 1997

Regie

  • Carl Jørgen Kiønig
Darsteller

  • Kjersti Elvik
  • Gjertrud L. Jynge
  • Lasse Kolsrud
  • Nils Ole Oftebro
  • Anne Ryg
  • Bjørn Sundquist,
  • u.a.
Rache für meine Tochter

Story

Auf einen Schlag ist Kristines Leben zerstört: Brutal vergewaltigt ein unbekannter Täter die junge Studentin in ihrer eigenen Wohnung. Ihr Vater findet die verstörte, geschundene Frau und benachrichtigt die Polizei.

Kommissarin Hanne Wilhelmsen wird auf den Fall angesetzt. Für die toughe Polizistin ein Routinefall, der im Moment nur zusätzlichen lästigen Stress bedeutet. Schließlich hat sie gerade andere Sorgen: Ein offenbar Geisteskranker treibt in Oslo sein Unwesen. Immer samstags besudelt er unterschiedliche Orte in der Stadt. Mit Blut! Schweineblut. In das Blut hineingeschmiert: merkwürdige Zahlen.

Dann finden die Fahnder Spuren von Menschenblut, schließlich taucht die erste Leiche auf. Die Tote ist eine illegale Einwanderin. Bei ihren Ermittlungen stößt Hanne Wilhelmsen auf eine heiße Spur: Der geheimnisvolle Mörder und Christines Vergewaltiger müssen ein und dieselbe Person sein! Und alles deutet darauf hin, dass der Täter aus den Reihen der Polizei kommt.

Unterdessen muss Kristines Vater mit ansehen, wie sich seine Tochter immer mehr zurückzieht, Zuflucht im Alkohol sucht, von Panikattacken geplagt wird. Und er leidet mit ihr. Schließlich treibt ihn nur noch ein Gedanke: Rache für seine Tochter! Alleine macht er sich auf die Suche nach Kristines Peiniger…

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Kritik

„Rache für meine Tochter“ ist die Verfilmung des Romans „Selig sind die Dürstenden“ der norwegischen Bestseller-Autorin Anne Holt. Wie schon in dem Vorgänger „Justitia – Blinde Göttin“ steht auch in diesem Krimi die Kommissarin Hanne Wilhelmsen im Mittelpunkt. Anne Holt, ehemalige Polizistin und Justizministerin Norwegens, zeigt, dass sie „vom Fach“ ist. Mit großer Detailverliebtheit schildert sie ihre Geschichte um die junge lesbische Polizistin, so dass das Ganze sehr authentisch wirkt. Als Frau bringt sie zudem die Themen Vergewaltigung, gleichgeschlechtliche Liebe unter Frauen, Affären am Arbeitsplatz und die Probleme illegaler Einwanderinnen sensibel rüber.

Dabei ist die Anfangssequenz des Films wirklich sehr eingängig, intensiv und schockierend. Zudem auch handwerklich sehr gut inszeniert. In Parallelschnitten wird in rascher Bildabfolge hin und hergezappt: Zärtliches Liebesspiel der Kommissarin und ihrer Geliebten, romantisches Bettgeflüster des Staatsanwalts und seiner Kollegin.

Zwischen diesen Szenen: Eine wimmernde, leidende junge Frau, die Hände und Füße mit Draht ans Bett gefesselt, brutal vergewaltigt. Wirklich hart anzusehen, dieser Kontrast zwischen Idylle und Folter, zwischen Liebe und Leid. Hauptdarstellerin Kjersti Elvik macht wirklich eine sehr gute Figur. Auf gewisse Art und Weise erinnert sie ein wenig an die Tatort-Kommissarin Andrea Sawatzki, was vor allem an ihren strahlend grün-blauen Augen liegen mag. Aber auch an dem Durchsetzungsvermögen, welches Kommissarin Wilhelmsen ihren Kollegen gegenüber an den Tag legt. Motorradfahrerin, Lesbe, knallharte Ermittlerin. Eine Frau, die weiß, was sie will. Geschickt flirtet sie mit ihren männlichen Kollegen und lässt sie nach ihrer Pfeife tanzen. Sie hat alles im Griff. Oder doch nicht? So lässt sich die Powerfrau von ihrem Chef ständig neue Arbeit aufschwatzen, vernachlässigt ihr Privatleben und geniert sich zunächst, ihre sexuelle Neigung den Kollegen gegenüber preiszugeben.

Auch die übrigen Schauspieler gefallen in ihren Rollen. Allen voran Gjertrud L. Jynge in der Rolle der jungen Kristine. Sie spielt das Vergewaltigungsopfer wirklich überzeugend. Da können auch einige logische Fehler im Drehbuch nicht dran rütteln. Die gewollte Authentizität, der sensible Anstrich des Films stellt leider auch ein kleines Manko dar, weil die Handlung durch viele nebensächliche Dialoge stellenweise ein wenig durchhängt. Anne Holtz legt bei der Erzählung ihrer Geschichte offensichtlich viel Wert auf die psychologischen und zwischenmenschlichen Aspekte. Langeweile kommt dadurch dennoch nicht wirklich auf. Über Szenen, die vielleicht etwas langatmig sind, tröstet den Zuschauer die gelungene melancholische Stimmung, inklusive Celloklängen und Geigenspiel hinweg.

„Rache für meine Tochter“ könnte auch ohne weiteres als sonntäglicher „Tatort“ durchgehen. Der Film ist unterhaltsam, trotz des heiklen Themas nicht übermäßig hart und bietet das, was vielen modernen Hollywood-Thrillern in den letzten Jahren abhanden gekommen ist: Eine abgeschlossene Handlung und frische, unverbrauchte Darsteller.

Fazit: Netter Thriller im Fernseh-Style. Eine gelungene Alternative zum Sonntags-„Tatort“.

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Bewertung

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Spannung 3_5.gif
Story 3_5.gif
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Atmosphäre 4.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

Weiteres:

Rache für meine Tochter in der Filmundo-Filmdatenbank.

Hexenhaus – Blut für die Zombies

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Informationen

OT:Dead Dudes In The House

ca. 95 Minuten

USA 1991

Regie

  • James Riffel
Darsteller

  • Douglas Gibson
  • Victor Verhaeghe
  • Sarah Newhouse
  • James Griffith
  • Naomi Kooker
  • u.a.

Hexenhaus - Blut für die Zombies

Story

Frohen Mutes machen sich sechs Teenager auf, ihrem Freund Mark bei der Renovierung eines gerade gekauften heruntergekommenen Landhauses zu helfen. Bei der Ankunft stolpern sie im Garten über einen Grabstein. Der Draufgänger und Hobbyhandwerker Bob ("Hey, wisst Ihr nicht, dass die Werkzeuge des Zimmermanns Hammer, Nägel und Bier sind?") hat natürlich nichts besseres zu tun als das Denkmal zu zerstören. Ein verhängnisvoller Fehler. Kurz nachdem die Gruppe das Haus betritt, geschehen merkwürdige Dinge. Fenster und Türen scheinen wie von Geisterhand verbarrikadiert zu sein. Eine alte unheimliche Frau wandelt durch das Haus. Diese hatte einst im Blutrausch ihren Nachbarn ermordet und war kurz darauf gestorben. Wenig erbaut über die Ruhestörung verwandelt sie einen Teenager nach dem anderen in blutrünstige dämonische Wesen. Es gibt kein Entrinnen aus dem HEXENHAUS…

Kritik

Die Firma TROMA macht ja schon seit jeher keinen Hehl daraus, sich für ihre Produktionen ziemlich dreist bekannter Vorlagen zu bedienen, um deren Themen dann in unvergleichbar trashiger Weise nach eigenen Vorstellungen neu umzusetzen. Die Resultate sind neben ernsthaften Beiträgen, wie dem unglaublich harten Vietnam-Veteranen-Drama "Combat Shock", in der Vielzahl rasante (Horror-) Komödien mit oftmals enormen Splattergehalt. Bekanntestes Kind der "Schmiede des trashigen Geschmacks" ist sicherlich der inzwischen schon mit drei Filmen vertretene verstrahlte Hausmeister "Toxic Avenger", kurz "Toxie". Bei ihren Ankündigungen ist TROMA mit augenzwinkerndem Humor auch nicht gerade bescheiden. So heißt es auf dem Cover / im Trailer des gorigen Kriegsspektakels "Troma’s War": "Gegen DIESEN Film wirkt Rambo wie Lassie…" Dem 1991 erschienenen HEXENHAUS ist schon nach kurzer Zeit anzusehen, an welchem großen Original er sich anlehnt. Ein einsames Haus / Hütte im Wald, ein paar unbedarfte Teenies, ein Fluch, Dämonen, Blut… Na? Klingelt’s? Richtig: Da war doch mal ein Film namens "Tanz der Teufel", der eine ähnliche Konstellation besaß… Nun läßt sich Hexenhaus als Semi-Amateurproduktion qualitativ nicht mit einem "Tanz der Teufel" vergleichen, schon gar nicht degradiert er jenes Meisterwerk zum "Ringelreigen der Glücksbärchis", allerdings macht er als Partyfilm (am besten als Abschluss einer langen Filmnacht, wenn die Aufmerksamkeit aufgrund Alkoholkonsums oder Müdigkeit allmählich etwas nachlässt) ähnlich viel Spaß wie das Original, vorausgesetzt, die eigenen Ansprüche sind wirklich nicht ZU hoch gesteckt. Von der Handlung her bietet Hexenhaus nun wirklich absolut nichts neues. Auch die unterschiedlichen Charaktere können 1 zu 1 in jedem zweitklassigen Teeniehorror angetroffen werden. Das Drehbuch (wahrscheinlich von Toxie persönlich mit seinem blutigen Wischmob hingeschmiert) weist eklatante logische Fehler und hanebüchene Ideen auf. Dass die Schauspieler auch nicht gerade als Hamlet-Darsteller die großen Theater der Welt füllen können, dürfte bei TROMA ebenfalls klar sein. Die deutsche Synchronisation trägt natürlich ihr übriges dazu bei, dass der Film Nicht-Vorgewarnten Normalsehern die Augen in Propellergeschwindigkeit verdrehen lassen dürfte. Recht witzig ist allerdings Victor Verhaeghe als Bob. Mit verwegenem Piratenkopftuch gibt er den vorlauten Proll, der alles können will, aber nichts schafft und die unbekannte alte Oma mal eben mit einem "Wenn sie nicht aufhört zu glotzen, werde ich hingehen und ihr eine knallen" begrüßt. Irgendwie erinnert er dabei ein wenig an den jungen Eric Idle von Monty Python… Die blutigen Spezialeffekte bei den Mordsequenzen sind wirklich gut gelungen und weisen in ihrer Härte Parallelen zu Tromas "Rabid Grannies" auf, zudem sind sie in der deutschen Fassung ungeschnitten. Leider sind jedoch die Masken ähnlich wie bei besagtem Großmütter-Splatter auch hier nicht gerade das Gelbe vom Ei. Über aufgeklebte Narben bei den wiederbelebten Opfern kann man noch getrost hinweg sehen. Warum allerdings die teeniekillende Großmutter von einem Mann (nämlich dem "Mark"- Darsteller Douglas Gibson) gespielt wird und mit umgeschnallten Getreidekissen-Buckel und Plastikmaske aussieht, wie ein zu groß gewachsener Leprechaun, bleibt wohl ein Geheimnis von TROMA. Vielleicht eine Art künstlerische Note der Firma? Warum nun, fällt der Film trotz besagter Mängel nicht vollends durch? Tja, dass mag wohl eines der Mysterien der TROMABILIA sein. TROMA schafft es nämlich einmal mehr, mit minimalistischer Qualität 95 Minuten amüsant zu unterhalten. Hexenhaus besitzt den Charme der frühen 80er Jahre mit ihrer Welle von splättrigen Teenie-Schnellschüssen. Anspruchslos, aber kurzweilig. Ideal für "mal eben zwischendurch". Splatter without any great matter… Fazit: TROMA- Horror in altbewährter Manier: Altbekannte Story, flache Charaktere, dafür aber umso tiefere Blutlachen… Ein Partyfilm für die Splatterfraktion!!

Bewertung

Splatter 5.gif
Spannung 3_5.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

Blutmesse für den Teufel

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Informationen

OT:El Espanto Surge De La Tomba

ca. 82 Minuten

Spanien 1972

Regie

  • Carlos Aured
Darsteller

  • Paul Naschy
  • Emma Cohen
  • Vic Winne
  • Helga Linné
  • u.a.

Blutmesse für den Teufel

Story

Im 15. Jahrhundert wird ein Templer Ritter wegen Hexerei hingerichtet, ihm wird der Kopf abgeschlagen, doch kurz vorher verflucht er seine Peiniger und schwört grausame Rache.

In der Gegenwart, was ja aufgrund des Drehjahres auch schon ein wenig zurück liegt, gerät Maurice irgendwie in den Bann des Bösen, als durch Zufall die Nachfahren des Templers und die Nachfahren des Mannes, der ihn geköpft hat, zusammentreffen.

Er öffnet das Grab des Ritters, holt auch noch den dazugehörigen Kopf, fügt beides aneinander und der Fluch der Hunderte von Jahren zurückliegt kann vollendet werden. Der Ritter ist natürlich beseelt von Hass und will seine grausame Rache vollenden, damit das Grauen über die Welt kommen kann. Wichtig ist da selbstverständlich auch seine Geliebte, die damals mit ihm in den Tod ging. Er opfert ein andere hübsche Frau und schenkt seiner Geliebten deren Energie einer Jungfrau, die damit ebenfalls zur Untoten wird. Nun gilt es natürlich, mittels eines Talisman, der zufällig gefunden wird, die Bösen zu stoppen…

Kritik

Nun ja. Der Film bietet einem nicht gerade das was sich unter dem Titel vorstellt. Er wird wohl zu denen gehören die in meinem Regal verstauben. Der Anfang war zwar sehr vielversprechend und die Atmosphäre wusste auch anfänglich zu überzeugen, dass relativierte sich aber je länger der Film dauerte. Gegen Ende überkam mich sogar ein Hauch von Langeweile, da es je später es wurde, immer absehbarer war wie die Geschichte ausgehen muss.

Die Splatterszenen sind auch mehr als Amateurhaft. Ich bin der festen Überzeugung das ich diese selbst 1972 ( Wenn ich da schon gelebt hätte ) besser hinbekommen hätte. Das Blut, dass zwar oft vergossen wird, hat eine sehr merkwürdige Farbe und auch Spielereien mit Körperteilen sind hier nicht gelungen.

Leider ist er auch etwas über meine Geschmacksgrenzen geschlagen, da relativ früh im Film eine Hinrichtung so lächerlich gemacht wird, dass es wirklich so nach Verachtung schreit. Die Schauspielerischen Fähigkeiten möchte ich nicht bewerten aber über die Optik der weiblichen Darsteller gibt es nichts zu meckern.

Alles in allem ist dies ein Film den nicht jeder unbedingt sehen muss. Aber er ist auch einer, der in keiner Horrorfilmsammlung fehlen sollte. Daher auch meine Empfehlung an die Horrorfreaks unter euch.

Bewertung

Splatter 2_5.gif
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Story 2_5.gif
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Ähnlicher Film:

  • Die Nacht der blutigen Wölfe

Blut für Dracula

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Informationen

OT:Dracula – Prince of Darkenss

ca. 86 Minuten

USA 2005

Regie

  • Terence Fisher
Darsteller

  • Christopher Lee
  • Barbara Shelley
  • Andrew Keir
  • u.a.

Blut für Dracula

Story

Zehn Jahre nachdem der Graf Dracula vernichtet werden konnte, scheint die Gegend um die Karpaten ruhig geworden zu sein. Der Tourismus ist wieder belebt, was unter anderem die englischen Reisenden Charles, Allen und deren Frauen belegen. Das Brüderpaar möchte in dieser unheimlichen Gegend Urlaub machen und etwas erleben, wovon ihre weiblichen Begleiter allerdings nicht so angetan sind.

Die vier erhalten zwar Warnungen, sich einen gewissen Örtchen nicht zu nähern, die ignorieren sie aber. Sie lassen sich von einem Kutscher in die Wildnis fahren, der macht aber halt als die Nacht einbricht, schmeißt die Koffer von der Kutsche und fährt wieder nach hause. Die zwei Ehepaare sind zwar etwas ratlos, beschließen aber das beste aus ihrer Situation zu machen und entdecken glücklicherweise ein fast verfallenes Schloss, wo sie die Nacht verbringen wollen.

Komischerweise scheint das marode Schloss belebt zu sein, denn die Zimmer sind hergerichtet und auch der Tisch wurde gedeckt. Nach einigen Erkundungen in dem Gemäuer stellt sich ein Diener vor, der behauptet der Bedienstete des verstorbenen Grafen Dracula zu sein. Sein Chef hätte ihm befohlen, auch nach seinem Tod alle Gäste freundlich zu empfangen und zu verwöhnen. Doch der Diener hat nur eins im Sinn, seinen Meister wieder ins Leben zu bringen. In der Nacht lockt er Alan in den Keller des Schlosses und tötet ihn. Die Leiche wird über den Sarg des verstorbenen Vampirs gehangen, sodass das Blut des Getöteten auf die Asche des Grafen fällt und er somit wieder zum Leben erweckt wird.

Wenig später schnappt sich der Graf Allens Frau, beisst sie und macht sie so zu seiner willenlosen Gefährtin. Den anderen beiden soll es auch an die Wäsche gehen, doch die können vorerst fliehen, was allerdings nicht bedeutet das sie gerettet sind…

Kritik

„Blut für Dracula“ ist das Sequel, des damals so erfolgreichen „Dracula – Horror of Dracula“ und setzt genau da an, wo der Vorgänger aufhörte. Zu Beginn sieht man wie der Fürst der Dunkelheit zerstört wurde und dann beginnt die Story der beiden Ehepaare, die aus Abenteuerlust in ihr Verderben fahren.

Heutzutage ist eine solche Story natürlich x-fach abgedreht worden und haut keinen mehr vom Hocker, damals sah das aber ganz anders aus. Der Schrecken des transsylvanischen Grafen ging um die ganze Welt und hat wohl für hohe Verkaufszahlen von vampirvernichtenden Material gesorgt. Aber wie gesagt… die Uhren haben sich weitergedreht. Zwar besticht „Blut für Dracula“ durch seine Spannung, seine dichte Atmosphäre und die wunderbaren Kulissen, doch Leute, die sich nicht für alte Filme interessieren und stattdessen lieber ins Kino gehen, um sich die neusten Actionstreifen anzugucken, werden bitter enttäuscht sein.

Das Hauptaugenmerk des Films ist sicherlich „Mr. Dracula“, Christopher Lee, der auf seine Art und Weise den Fürst der Finsternis zum besten gibt. Zwar overacted er seine Rolle des nichtssagenden Blutsaugers, aber so lieben ihn die Leute nun mal. Die anderen Schauspieler machen ihre Arbeit wirklich gut und tragen somit zur Authentizität des Films bei, die ja damals sehr wichtig war um den Zuschauern einen Schrecken einzujagen. Wichtig hierfür war natürlich auch der erste Mord im Film, der das grüne Schild auf der DVD, mit der 12 drauf, etwas in Frage stellt. Es fließt schon eine Menge Blut und die Leiche wird im Anschluss auch etwas verachtend behandelt, um den Grafen wieder zum Leben zu erwecken.

Das war es allerdings schon, was es zum Film zu sagen gibt, da, wie bereits erwähnt, solche Filme heute nichts neues mehr sind. Jeder hat sicher schon einen Streifen in dieser Machart gesehen und „Blut für Dracula weicht diesem Trend nicht ab. Was den Film aber zu einem lohnenden Kaufobjekt macht, ist die Neuauflage auf DVD, vom E-M-S / Anolis Label. Das Bild und der Ton sind erstaunlich gut und es gibt eine Menge Extras für diejenigen, die an solchen Filmen interessiert sind.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 4.gif
Story 4_5.gif
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Atmosphäre 5.gif
Gesamt 4_5.gif

Ähnlicher Film:

Dracula – Horror of Dracula

Vampire Party – Freiblut für alle!

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Informationen

Drehland Frankreich
Drehjahr 2008
Laufzeit ca. 89 Minuten
Regie Stephen Cafiero Vincent Lobelle
Darsteller Patrick Mille Frédérique Bel Julie Fournier Vincent Desagnat u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1 (anamorph/16:9)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Französisch
Untertitel
LC 2
FSK 16
Vampire Party - Freiblut für alle!

Story

Den Freunden Alice, Sam und Prune wird etwas ganz Besonderes zuteil: Sie werden Gäste einer sehr speziellen Party. Normalsterbliche haben in der Regel nicht die Chance, die sich ihnen darbietet und entsprechend gut ist die Stimmung.

Das pompös anmutende Schloss, auf dem die Party steigt, liegt außerhalb der Stadt ist für seine Feiern bekannt. Dort, mit dem bereitgestellten Hubschraubern, angekommen, geht die Party auch schon los. Ein großer Tanzsaal ist bereitet, es gibt fetzige Musik und ausreichend Getränke. Der Zutritt zum VIP-Raum bleibt den drei Besuchern allerdings verwehrt. Aus gutem Grund…

Denn Gastgeber Le Duc de Journiac hat diesen Raum für spezielle Gäste reserviert: Seinesgleichen. Er ist Vampir, will eine Party feiern und kann es kaum abwarten, dass Buffet zu eröffnen…

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Kritik

“Freiblut für alle!“ lautet der Subtitel dieses französischen Horror-Films und lässt bereits vor der Betrachtung erahnen, welchen Weg er einschlägt. Die bissige Komödie bietet sicherlich keine Neuerfindung des Genre. Vampir-Komödien gibt es zuhauf. Die eine ist lustig, die andere weniger lustig. „Vampire Party“ siedelt sich irgendwo im Mittelfeld ein. Und das liegt daran, dass die Geschichte nicht sonderlich viel hergibt. Der Plot ist schlicht gehalten und konzentriert sich auf das Wesentliche. Da bleibt natürlich Zeit, sich auf andere Sachen zu konzentrieren. Beispielsweise die Charaktere, die mit Klischees beladen sind und somit recht gut ins Geschehen passen. Den Kern des Films bildet allerdings der Humor. Ein vielleicht typisch französischer Humor, der bisweilen sehr kitschig ist. In einigen Momenten erinnert er an den guten alten Louis de Funès. Zwar ist das Gezeigte nicht so hibbelig-cholerikerisch, dafür aber recht albern. Ein manches Mal sogar so albern, dass einem gar kein Lacher entfleuchen will.

Prinzipiell kann man dem Ablauf der Geschichte aber interessiert folgen. Es ist immer etwas los und die Darsteller machen ihren Job ordentlich. Im Mittelteil verliert sich die Spannung mal kurz, diese Szenen sind aber alles andere stellvertretend. Dass der Film sich nicht ernst nimmt, liegt auf der Hand. Auch das Subgenre bekommt es dabei ab. Man kann zum Beispiel einen Vampir beobachten, der nach einem Abwehversuch genüsslich in eine Knoblauchknolle beißt – Sich dabei aber ein Atemleiden einfängt, da er auf Knoblauch allergisch reagiert…

Blutrünstig ist diese Komödie nicht. Es fließt zwar roter Lebenssaft, hier und da wird auch mal gepflockt oder etwas gebrochen, brutal ist der Streifen aber nicht. Viel Wert hat man offensichtlich auf die Erschaffung der Masken gelegt, die durchweg gelungen sind. Diese können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Atmosphäre an sich nicht dem entspricht, was man aus einigen anderen Vampir-Filmen gewöhnt ist. Für den Aufbau einer dichten Atmosphäre ist das Ganze etwas zu steril. Auch das Schloss will als Hauptspielplatz weder Atmosphäre noch irgendein Wohlfühlgefühl auslösen.

Sicherlich wird „Vampire Party“ nicht in der großen Liga der Vampir-Filme mitspielen. Dafür ist er zu Mittelmäßig, zu wenig abwechslungsreich. Auch der französische Humor wird nicht jedem Betrachter aus unseren Landen gefallen. Aber als Party-Film oder als seichte Komödie für Zwischendurch eignet er sich. Ohne Frage.

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DVD

Bild und Ton der DVD aus dem Hause Eurovideo sind nicht zu bemängeln. Das Bild ist scharf, der Ton klar und deutlich zu verstehen und in einigen Szenen kommt ein guter „Bumms“ aus den Boxen. Was es allerdings zu bemängeln gibt ist das Fehlen von Extras. Neben dem Trailer zum Film gibt es lediglich ein paar Programmtipps.

Bewertung

Splatter 2009_1_5.gif
Spannung 2009_3.gif
Story 2009_3_5.gif
Ekelfaktor 2009_1_5.gif
Atmosphäre 2009_2_5.gif
Tonqualität 2009_6.gif
Bildqualität 2009_6.gif
Zusatzmaterial 2009_1_5.gif
Gesamteindruck 2009_3.gif

Ähnlicher Film:

Rache für meine Tochter – Selig sind die Dürstenden

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Informationen

Darsteller
  • Kjersti Elvik
  • Gjertrud L. Jynge
  • Lasse Kolsrud
  • Nils Ole Oftebro
  • Anne Ryg
  • Bjørn Sundquist
  • u.a.
Regie Carl Jørgen Kiønig
Tonformat
  • DD 2.0 surround
  • DD 2.0 surround
Bildformat 16:9 (anamorph)
Sprachen
  • Deutsch
  • Norwegisch
Untertitel Deutsch
FSK 16
Ländercode 2
Drehland Norwegen
Jahr 1997
Filmlänge ca. 113 Minuten
Verleih Epix
Originaltitel Salige er de som tørster
 Rache für meine Tochter - Selig sind die Dürstenden

0306_Rache_fuer_meine_Tochter_cover_klein.jpgDer Film kann hier bestellt werden

Story

Auf einen Schlag ist Kristines Leben zerstört: Brutal vergewaltigt ein unbekannter Täter die junge Studentin in ihrer eigenen Wohnung. Ihr Vater findet die verstörte, geschundene Frau und benachrichtigt die Polizei.

Kommissarin Hanne Wilhelmsen wird auf den Fall angesetzt. Für die toughe Polizistin ein Routinefall, der im Moment nurzusätzlichen lästigen Stress bedeutet. Schließlich hat sie gerade andere Sorgen: Ein offenbar Geisteskranker treibt in Oslo sein Unwesen. Immer samstags besudelt er unterschiedliche Orte in der Stadt. Mit Blut! Schweineblut. In das Blut hineingeschmiert: merkwürdige Zahlen.

Dann finden die Fahnder Spuren von Menschenblut, schließlich taucht die erste Leiche auf. Die Tote ist eine illegale Einwanderin.

Bei ihren Ermittlungen stößt Hanne Wilhelmsen auf eine heiße Spur: Der geheimnisvolle Mörder und Christines Vergewaltiger müssen ein und dieselbe Person sein! Und alles deutet darauf hin, dass der Täter aus den Reihen der Polizei kommt.

Unterdessen muss Kristines Vater mit ansehen, wie sich seine Tochter immer mehr zurückzieht, Zuflucht im Alkohol sucht, von Panikattacken geplagt wird. Und er leidet mit ihr. Schließlich treibt ihn nur noch ein Gedanke: Rache für seine Tochter! Alleine macht er sich auf die Suche nach Kristines Peiniger…

Kritik

„Rache für meine Tochter“ ist die Verfilmung des Romans „Selig sind die Dürstenden“ der norwegischen Bestseller-Autorin Anne Holt. Wie schon in dem Vorgänger „Justitia – Blinde Göttin“ steht auch in diesem Krimi die Kommissarin Hanne Wilhelmsen im Mittelpunkt.

Anne Holt, ehemalige Polizistin und Justizministerin Norwegens, zeigt, dass sie „vomFach“ ist. Mit großer Detailverliebtheit schildert sie ihre Geschichte um die junge lesbische Polizistin, so dass das Ganze sehr authentisch wirkt. Als Frau bringt sie zudem die Themen Vergewaltigung, gleichgeschlechtliche Liebe unter Frauen, Affären am Arbeitsplatz und die Probleme illegaler Einwanderinnen sensibel rüber.

Dabei ist die Anfangssequenz des Films wirklich sehr eingängig, intensiv und schockierend. Zudem auch handwerklich sehr gut inszeniert. In Parallelschnitten wird in rascher Bildabfolge hin und hergezappt: Zärtliches Liebesspiel der Kommissarin und ihrer Geliebten, romantisches Bettgeflüster des Staatsanwalts und seiner Kollegin.

Zwischen diesen Szenen: Eine wimmernde, leidende junge Frau, die Hände und Füße mit Draht ans Bett gefesselt, brutal vergewaltigt. Wirklich hart anzusehen, dieser Kontrast zwischen Idylle und Folter, zwischen Liebe und Leid.

Hauptdarstellerin Kjersti Elvik macht wirklich eine sehr gute Figur. Auf gewisse Art und Weise erinnert sie ein wenig an die Tatort-Kommissarin Andrea Sawatzki, was vor allem an ihren strahlend grün-blauen Augen liegen mag. Aber auch an dem Durchsetzungsvermögen, welches Kommissarin Wilhelmsen ihren Kollegen gegenüber an den Tag legt. Motorradfahrerin, Lesbe, knallharte Ermittlerin. Eine Frau, die weiß, was sie will. Geschickt flirtet sie mit ihren männlichen Kollegen und lässt sie nach ihrer Pfeife tanzen. Sie hat alles im Griff. Oder doch nicht? So lässt sich die Powerfrau von ihrem Chef ständig neue Arbeit aufschwatzen, vernachlässigt ihr Privatleben und geniert sich zunächst, ihre sexuelle Neigung den Kollegen gegenüber preiszugeben.

Auch die übrigen Schauspieler gefallen in ihren Rollen. Allen voran Gjertrud L. Jynge in der Rolle der jungen Kristine. Sie spielt das Vergewaltigungsopfer wirklich überzeugend. Da können auch einige logische Fehler im Drehbuch nicht dran rütteln.

Die gewollte Authentizität, der sensible Anstrich des Films stellt leider auch ein kleines Manko dar, weil die Handlung durch viele nebensächliche Dialoge stellenweise ein wenig durchhängt. Anne Holtz legt bei der Erzählung ihrer Geschichte offensichtlich viel Wert auf die psychologischen und zwischenmenschlichen Aspekte. Langeweile kommt dadurch dennoch nicht wirklich auf. Über Szenen, die vielleicht etwas langatmig sind, tröstet den Zuschauer die gelungene melancholische Stimmung, inklusive Celloklängen und Geigenspiel hinweg.

„Rache für meine Tochter“ könnte auch ohne weiteres als sonntäglicher „Tatort“ durchgehen. Der Film ist unterhaltsam, trotz des heiklen Themas nicht übermäßig hart und bietet das, was vielen modernen Hollywood-Thrillern in den letzten Jahren abhanden gekommen ist: Eine abgeschlossene Handlung und frische, unverbrauchte Darsteller.

Fazit: Netter Thriller im Fernseh-Style. Eine gelungene Alternative zum Sonntags-„Tatort“.

DVD

Die DVD von Epix kommt zweisprachig (deutsch/norwegisch). Deutsche Untertitel lassen sich einblenden. In der norwegischen Originalfassung sind die deutschen Untertitel fest integriert und lassen sich nicht ausblenden.

Als Bonus gibt es eine interessante Leseprobe aus der Romanvorlage. Des weiteren informieren Texttafeln über die Hauptdarsteller und den Regisseur.

Eine Trailershow kündigt weitere Titel von Epix an.

Weitere Informationen:

Rache für meine Tochter in der Filmundo-Filmdatenbank.

Bewertung

Splatter 1.gif
Spannung 3.gif
Atmosphäre 4.gif
Ton 5.gif
Bild 5.gif
Gesamt 4.gif

Blut für Dracula

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Informationen

Darsteller
  • Christopher Lee
  • Barbara Shelley
  • Andrew Keir
Regie Terence Fisher
Tonformat DD 2.0
Bildformat
  • 16:9 | 1:2
  • 35
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch (ausblendbar)
FSK 12
Ländercode 2
Drehland GB
Jahr 1965
Filmlänge ca. 86 Minuten
Verleih E-M-S
Originaltitel Dracula – Prince of Darkenss
Blut für Dracula

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Der Film kann hier bestellt werden

Story

Zehn Jahre nachdem der Graf Dracula vernichtet werden konnte, scheint die Gegend um die Karpaten ruhig geworden zu sein. Der Tourismus ist wieder belebt, was unter anderem die englischen Reisenden Charles, Allen und deren Frauen belegen. Das Brüderpaar möchte in dieser unheimlichen Gegend Urlaub machen und etwas erleben, wovon ihre weiblichen Begleiter allerdings nicht so angetan sind.

Die vier erhalten zwar Warnungen, sich einen gewissen Örtchen nicht zu nähern, die ignorieren sie aber. Sie lassen sich von einem Kutscher in die Wildnis fahren, der macht aber halt als die Nacht einbricht, schmeisst die Koffer von der Kutsche und fährt wieder nach hause. Die zwei Ehepaare sind zwar etwas ratlos, beschliessen aber das beste aus ihrer Situation zu machen und entdecken glücklicherweise ein fast verfallenes Schloss, wo sie die Nacht verbringen wollen.

Komischerweise scheint das marode Schloss belebt zu sein, denn die Zimmer sind hergerichtet und auch der Tisch wurde gedeckt. Nach einigen Erkundungen in dem Gemäuer stellt sich ein Diener vor, der behauptet der Bedienstete des verstorbenen Grafen Dracula zu sein. Sein Chef hätte ihm befohlen, auch nach seinem Tod alle Gäste freundlich zu empfangen und zu verwöhnen. Doch der Diener hat nur eins im Sinn, seinen Meister wieder ins Leben zu bringen. In der Nacht lockt er Alan in den Keller des Schlosses und tötet ihn. Die Leiche wird über den Sarg des verstorbenen Vampirs gehangen, sodass das Blut des Getöteten auf die Asche des Grafen fällt und er somit wieder zum Leben erweckt wird.

Wenig später schnappt sich der Graf Allens Frau, beisst sie und macht sie so zu seiner willenlosen Gefährtin. Den anderen beiden soll es auch an die Wäsche gehen, doch die können vorerst fliehen, was allerdings nicht bedeutet das sie gerettet sind…

Kritik

„Blut für Dracula“ ist das Sequel, des damals so erfolgreichen „Dracula – Horror of Dracula“ und setzt genau da an, wo der Vorgänger aufhörte. Zu Beginn sieht man wie der Fürst der Dunkelheit zerstört wurde und dann beginnt die Story der beiden Ehepaare, die aus Abenteuerlust in ihr Verderben fahren.

Heutzutage ist eine solche Story natürlich x-fach abgedreht worden und haut keinen mehr vom Hocker, damals sah das aber ganz anders aus. Der Schrecken des transsylvanischen Grafen ging um die ganze Welt und hat wohl für hohe Verkaufszahlen von vampirvernichtenden Material gesorgt. Aber wie gesagt… die Uhren haben sich weitergedreht. Zwar besticht „Blut für Dracula“ durch seine Spannung, seine dichte Atmosphäre und die wunderbaren Kulissen, doch Leute, die sich nicht für alte Filme interessieren und stattdessen lieber ins Kino gehen, um sich die neusten Actionstreifen anzugucken, werden bitter enttäuscht sein.

Das Hauptaugenmerk des Films ist sicherlich „Mr. Dracula“, Christopher Lee, der auf seine Art und Weise den Fürst der Finsternis zum besten gibt. Zwar overacted er seine Rolle des nichtssagenden Blutsaugers, aber so lieben ihn die Leute nun mal. Die anderen Schauspieler machen ihre Arbeit wirklich gut und tragen somit zur Authentizität des Films bei, die ja damals sehr wichtig war um den Zuschauern einen Schrecken einzujagen. Wichtig hierfür war natürlich auch der erste Mord im Film, der das grüne Schild auf der DVD, mit der 12 drauf, etwas in Frage stellt. Es fliesst schon eine Menge Blut und die Leiche wird im Anschluss auch etwas verachtend behandelt, um den Grafen wieder zum Leben zu erwecken.

Das war es allerdings schon, was es zum Film zu sagen gibt, da, wie bereits erwähnt, solche Filme heute nichts neues mehr sind. Jeder hat sicher schon einen Streifen in dieser Machart gesehen und „Blut für Dracula weicht diesem Trend nicht ab. Was den Film aber zu einem lohnenden Kaufobjekt macht, ist die Neuauflage auf DVD, vom E-M-S / Anolis Label. Das Bild und der Ton sind erstaunlich gut und es gibt eine Menge Extras für diejenigen, die an solchen Filmen interessiert sind.

DVD

Wenn man im nicht animierten Menü den Punkt „Bonus“ auswählt, gibt es einige zu sehen. Es gibt einen Trailer zum Film, eine über 20minütige Dokumentation über die Hammer Vampirfilme, Audiokommentare von Christopher Lee, Francis Matthews, Barbara Shelley und Suzan Farmer und ein erstaunliches Behind the Scenes. Das ist wirklich eine Menge Material, mit dem man nicht rechnen konnte.

Bewertung

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Spannung 4.gif
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Gesamt 5.gif