Theater des Grauens

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Informationen

OT:Theatre Of Blood

ca.101 Minuten

GB 1973

Regie

  • Douglas Hickox
Darsteller

  • Vincent Price
  • Diana Rigg
  • Ian Hendry
  • u.a.

Theater des Grauens

Story

Dem ruhmreichen Shakespeare-Schauspieler Edward Lionheart wird die Verleihung einer sehr bedeutendem Schauspielerauszeichnung verweigert, woraufhin dieser Selbstmord begeht. Allerdings wurde seine Leiche nie gefunden. Lionheart hatte sich sein ganzes Leben lang geweigert eine andere Rolle, als die einer Shakespeare-Figur zu spielen und hat damit sämtliche, hochdotierte Kritiker gegen sich gebracht.

Zwei Jahre nach seinem Selbstmord kommt es allerdings zu seltsamen Todesfällen unter den bekannten Theaterkritikern. Einer nach dem anderen wird auf seltsame Art und Weise aus seinem Leben gestoßen – und alle auf gute alte Shakespeare-Art. Erst hegt niemand einen Verdacht und auch die Polizei ist ratlos, dann kommt dem Kritikervorsitzenden allerdings eine Idee, dass der verstorbene Schauspieler hinter dieser Sache stecken könnte.

Die übrig gebliebenen Kritiker stehen ab sofort unter einem strengen Polizeischutz, doch auch diese Obhut kann weitere Morde nicht verhindern…

Kritik

Der Film „Theater des Grauens“ ist ein gelungener Mix aus Horror, schwarzem Humor und Literaturverfilmung, der zudem einen der besten Schauspieler aus dem Horrorgenre aufweist: Vincent Price. Price, der ein beziehungsweise zwei Jahre zuvor bereits den ähnlich agierenden Dr. Phibes in „Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes“ und „Die Rückkehr des Dr. Phibes“ spielte, beweist auch hier, dass er ein absoluter Ausnahmeschauspieler ist und einem Film seinen ganz privaten Stempel aufsetzen kann. Ohne Frage wäre ein anderer Schauspieler wohl mit der Rolle des Edward Lionheart überfordert gewesen und zudem wäre es fraglich gewesen ob der Film nach so vielen Jahren immer noch solch einen Kultstaus besitzen würde.

Die eigentliche Story ist zwar ziemlich platt, da einfach nur ein Mord dem anderen folgt, dennoch ist dieser Film mehr als der Rachefeldzug eines Wahnsinnigen. Die Morde werden frei nach Shakespeare inszeniert und erfordern, vor der jeweiligen Durchführung, eine hohe Schauspielkunst, die der Protagonist sehenswert zum besten gibt. Wenn es dann, nach langem Vorspiel, zur Tat kommt, darf man sich schon etwas wundern, denn die Freigabe für diesen ungeschnittenen Film liegt bei 16 Jahren und was dort zu sehen ist, ist nicht unbedingt typisch für diese Einstufung. Wer denkt das in einem so alten Schinken keine Köpfe rollen, der hat sich auf jeden Fall geschnitten und sollte sich selbst ein Bild von den wirklich guten Spezialeffekten machen.

Die Morde sind zwar vorhanden, werden aber etwas von dem bereits angesprochenen Humor heruntergespielt. Dies hat leider auch den kleinen Nachteil, dass Spannung sowie Atmosphäre unter dem leicht kitschigen Eindruck leiden. Dies muss allerdings kein Nachteil sein, da „Theater des Grauens“ eine ganz besondere Art Film ist und sich nicht in ein vorhandenes Subgenre pressen muss.

Somit kann man zu dem Fazit kommen, dass „Theater des Grauens“ ein wirklich gelungener Film ist, der mit Vincent Price über einen grandiosen Hauptdarsteller verfügt. Zudem ist der Streifen, trotz seiner über 100minütigen Spieldauer recht kurzweilig und versteht es, aufgrund einer stimmigen Story, den Betrachter so zu unterhalten, wie man sich das vorstellt. Es gibt lediglich kleine Kritikpunkte wie das Agieren der Polizei, dass etwas störend ist und in einigen Szenen etwas dumm wirkt, darüber kann man bei dem guten Gesamteindruck aber problemlos hinwegsehen.

Bewertung

Splatter 3_5.gif
Spannung 4_5.gif
Story 4_5.gif
Ekelfaktor 4.gif
Atmosphäre 4_5.gif
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Ähnlicher Film:

  • Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes

Rocknacht des Grauens

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OT:New Year’s Evil

ca.82 Minuten

USA 1981

Regie

  • Emmett Alston
Darsteller

  • Roz Kelly
  • Kip Niven
  • Chris Wallace
  • u.a.

Rocknacht des Grauens

Story

Blaize Sullivan ist eine erfolgreiche TV-Moderatorin und hat dies die ehrenvolle Aufgabe, dass komplette amerikanische Fernsehpublikum live in das neue Jahr zu führen. In einer besonderen Show, in der die Zuschauer den besten New-Wave-Song wählen, will Blaize den verschiedenen Zeitzonen einen guten Rutsch bescheren und erhofft sich natürlich auch hohe Einschaltquoten.

Doch die gute Stimmung vergeht bald, denn per Telefon meldet sich ein Mann, der sich selbst „Evil“ nennt und androht, bei jeder 0:00 Uhr Überschreitung eine Frau umzubringen. Durch eine Live-Schaltung ins Studio bekommen alle Zuschauer von diesen Telefonaten mit und es macht sich im ganzen Land eine Massenpanik breit. Besonders schlimm wird die Stimmung, als der Unbekannte androht, dass letzte Opfer vor laufender Kamera umzubringen.

Blaize steht durch den anonymen Anruf schwer unter Schock, beschließt aber die Show weiterlaufen zu lassen. Doch als sie dem Unbekannten plötzlich gegenübersteht und bemerkt das er gar nicht so unbekannt ist wie sie dachte, spitzt sich die Lage zu…

Kritik

Also die deutsche Übersetzung des Titels „Rocknacht des Grauens“ lässt schon ein bisschen Grauen aufkommen, geht es in dem 80er Jahre Streifen doch nicht um Rockmusik sondern den guten alten New-Wave, den die älteren unter uns und die, die von den ganzen Revival-Shows nicht verschont geblieben sind, kennen dürften. Aber hautsächlich geht es in dem Film um eine Bedrohung per Telefon, die schreckliche Wirklichkeit wird.

Die dazugehörige Story wird zwar keinen vom Hocker hauen, gut anzusehen ist sie aber allemal und mit einer knapp 80minüten Spielzeit auch recht kurzweilig. Es kommt zu einigen Spannungsmomenten, die von einer guten Atmosphäre unterstrichen werden. Die Atmosphäre kommt allerdings weniger durch eine Horrorstimmung, sondern vielmehr durch die Tatsache, dass man sich halt in den 80er Jahren befindet, auf. Die Kleidung, die Frisuren, die Mucke… alles erinnert einfach an die gute alte Zeit und lässt somit eine gute Stimmung aufkommen.

Die Idee mit den verschiedenen Zeitzonen und den damit verbundenen Frauenopfern ist ebenfalls gelungen und nicht so eine 0815-Slasher-Masche, wie sie in unzähligen Streifen oft verfilmt wurde. Splatterfreunde werden allerdings weniger auf ihre Kosten kommen, da es trotz der 18er Einstufung nicht wirklich zur Sache geht. Nun ja… der Film stammt ja aus einer schwierigen Zeit, als „Maniac“ und Konsorten den Gesetzeshütern und Schnibbelfreunden das Leben schwer machten…

Von der schauspielerischen Seite wird man ebenfalls nicht besonders verwöhnt und auch die Regie, inklusive Kameraeinstellungen, ist alles andere als ein Meisterwerk. Der Verantwortliche, Emmett Alston, ist daher auch nicht gerade zum Erfolgsregisseur mutiert und hat nach dieser Arbeit nur noch vier Filme abgedreht, worunter sich nur ein Horrorfilm namens „Demon Warp“ befindet, der allerdings auch nicht ganz überzeugen kann.

Alles in allem ist „Rocknacht des Grauens“ ein solider Horror-Thriller, den man sich mal angucken kann, allerdings nicht muss. Filmsammler werden ihn aber sicherlich gerne im Regal stehen haben, da er nur von den beiden Altlabeln VMP (graue Serie) und ITT (Glassbox) aufgelegt wurde.

Bewertung

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Spannung 3_5.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 3_5.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

Halloween – Die Nacht des Grauens

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OT:Halloween

ca. 92 Minuten

USA 1978

Regie

  • John Carpenter
Darsteller

  • Donald Pleasance
  • Jamie Lee Curtis
  • u.a.

Halloween - Die Nacht des Grauens

Story

Wie der Name schon erraten lässt geschieht der erste Mord in der Halloweennacht des Jahres 1963 . Der sechsjährige Michael Myers erdolcht grausam seine Schwester und wird daraufhin in eine geschlossene Anstalt gesperrt wo er in der Obhut des Psychiaters Dr. Loomis fünfzehn Jahre lang, ohne nur ein Wort zu verlieren, vegetiert. Der Doktor hat eine begründete Angst, dass Michael ausbrechen will um zurück in seine Heimatstadt Haddonfield zu fliehen um ein erneutes Blutbad anzurichten.Genau so begibt es sich schließlich auch und nach ein paar Morden trifft Michael auf das Kindermädchen Larie, dass sich einen erbitterten Kampf mit dem menschlichen Monster abliefert, dessen Ausgang völlig ungewiss ist.

Kritik

"Halloween – Die Nacht des Grauens" ist schon ein sehr beeindruckender Film, der das Genre des Horrorfilm wohl mit am meisten geprägt hat. Auch heute gibt es immer wieder Filme in diesem Stil. Leider wurde Halloween uns aber jahrelang vorenthalten, aus Gründen die man nicht nachvollziehen kann. Wenn man mal vom vergossenen Blut oder den Gräueltaten ausgeht, dann braucht man eigentlich nur den Fernseher auf einen beliebigen Sender einzustellen und sieht dort bestimmt mehr Gewalt, was aber zur heutigen Filmgesellschaft, die durch Hollywood geprägt wurde dazugehört. John Carpenter schafft es in diesem Horrorklassiker eine tolle Atmosphäre aufzubauen, die sich bis zum Schluss hält und mit einer tollen Spannung untermauert ist. Die Handlung selbst war wohl bei der ersten Vorführung im Kino nicht so vorhersehbar, wie sie jetzt ist, da eigentlich jeder weiß das Michael uns in sechs weiteren Teilen das Fürchten lehrt. Besonders hervorgehoben werden muss die kultige Filmmusik, die ebenfalls von John Carpenter stammt. Sie versteht es den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen und an den notwendigen Stellen, anhand von Soundeffekten auch zu erschrecken! Die Schauspielerischen Leistungen von Donald Pleasance und Jamie Lee Curtis kann man auch nur loben. Die beiden sollten ja aufgrund ihres Auftritts in diesem Film viele weitere Rollen angeboten bekommen. Also bleibt nur noch zu sagen, dass dieser Film unbedingt empfehlenswert ist für die, die laut Gesetzt erwachsen sind und besonders die, die den Film noch nicht gesehen haben trotz seiner vielen Jahre, die er auf dem Buckel hat.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 5.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 5.gif
Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

Grube des Grauens

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Informationen

OT:The Pit

ca.93 Minuten

Kanada 1981

Regie

  • Lew Lehman
Darsteller

  • Sammy Snyders
  • Jeanni Elias
  • Laura Hollingsworth
  • John Auten
  • Paul Grisham
  • Laura Press
  • u.a.

Grube des Grauens

Story

Der 12jährige Jamie ist ein ganz normaler Teenager: Er hat keine Freunde, spricht mit seinem Teddybären, macht Nacktfotos von der Nachbarin und stellt seinem äußerst attraktiven Kindermädchen nach. Ach ja: Im Wald hat er eine Grube mit garstigen Höhlenmonstern, die unheimlich Appetit auf Fleisch haben. Also nichts Ungewöhnliches für ein pubertierendes Kind.

Doch irgendwann reicht sein Taschengeld nicht mehr aus für die tägliche Ration Fleisch für seine Schützlinge. Darüber hinaus wird der hiesige Metzger auch schon misstrauisch, was ein so kleiner Junge mit so viel rohem Fleisch anfängt, zumal es sich nicht einmal um Mett handelt. So besinnt sich der kleine Jamie auf die Personen im Ort, die ihn seit jeher malträtiert und geschnitten haben.

Einmal an die Grube gelockt, dürfen sie noch einen letzten Blick auf die seltene Spezies von Erdmännchen werfen, um alsdann in deren hungrigen Mägen zu enden. Doch irgendwann gehen sogar einem Außenseiter die Feinde (sprich: Nahrungsquellen) aus, und Jamie befreit seine Freunde aus ihrer Grube. Schließlich wird es ja auch mal Zeit, dass "die Kleinen" endlich flügge werden…

Kritik

Alle Jahre wieder…

…findet sich unter zahlreichen, oftmals wirklich schlechten, Filmen eine wahre Perle, die es einfach nicht verdient hat, in der Vielzahl von unbekannten Filmen unterzugehen. Eben so eine Perle ist diese krude Mischung aus Serienkiller- Teenie- und Monsterfilm. Vorab: Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: "DIE GRUBE DES GRAUENS" ist nun wirklich KEIN Meisterwerk des Horrorfilms, dafür aber eine TRASH-Granate, die ihresgleichen sucht!!! So ergibt sich zum Anfang des Filmes noch ein ziemlich zwiespältiges Verhältnis dem Film gegenüber. Allein aufgrund der Rolle des Hauptdarstellers (sorry, aber es gibt wohl kaum einen hässlicheren Knaben in der Filmgeschichte. Frisur und deutsche Synchro tragen ihr übriges dazu bei…), der seltsamerweise einerseits noch mit Teddybär ins Bett geht und auf dem Kinderfahrrad der Nachbarstochter fahren will, andererseits seinem erwachsenen Kindermädchen hinterher steigt, Pornohefte versteckt und sich auch sonst eher wie Jürgen Drews auf Mallorca aufführt, ist man geneigt, den Film möglichst schnell wieder in die ewigen Jagdgründe des Filmregals zu verbannen. Doch schon nach wenigen Minuten wird man in den Bann dieses cineastischen Kunstwerks gezogen. Nach und nach wird einem der junge Jamie mit seinen "Problemen" irgendwie sympathisch. Es ist ja mal was anderes, wenn sich plötzlich ein Zwölfjähriger in bester Norman Bates-Manier als schizophrener Psychopath entpuppt. Wirklich hinreißend komisch, wie er sich um seine kleinen Höhlenfreunde kümmert und Nahrung für sie auftreibt. Anfangs noch auf legalem Wege beim Metzger, versucht er später ein halbes Schwein zu klauen, und später sogar eine Kuh, zu ÜBERREDEN (!), freiwillig in die Grube zu hüpfen. Die Leichtigkeit, mit denen er seine Opfer dann schließlich zur Grube führt, neben der Darstellung der Monster, lassen annehmen, dass Regisseur Lew Lehman seinen Film wohl selber eher als schwarze Komödie, denn als ernsthaften Horrorfilm gesehen hat. Eine Ansicht, die die BPS allerdings nicht geteilt hat, und den Film seltsamerweise indiziert hat. Filmtechnisch gesehen ist der Film routiniert heruntergekurbelt: Der ganze Charme der 80er Jahre – Horrorfilme wird hier ausgespielt: "Nervend" schrille Töne als Hintergrundmusik, hier und da eine entblößte Brustwarze, kopulierende Teenies und "schockartige" Monsterszenen… Besonderes Highlight des Filmes sind allerdings seine Tricksequenzen mit den animalischen Hauptdarstellern in der Grube. Die Monster sehen anfangs, bevor sie gemästet werden, wie eine Art Critters für Arme aus, leider sind sie in ihrer dunklen Grube aber nur schlecht zu erkennen. Einzig die batteriebetriebenen Fischaugen blinzeln den Betrachter fröhlich entgegen. Zum Ende des Films kommt der Zuschauer dann in den Genuss, die nun erwachsenen Wesen in ihrer vollkommenen Pracht bei Tageslicht zu erleben!! Ein einmaliges Erlebnis: Die Viecher sehen aus wie Ewoks im zweiteiligen Kostüm (erinnern ein wenig an die "Morlocks" aus dem Klassiker "Die Zeitmaschine" mit Rod Taylor). Es würde nicht verwundern, wenn bei genauerem Betrachten die ein oder andere Armbanduhr oder Jeanshose zu erkennen wäre… "DIE GRUBE DES GRAUENS" ist einer dieser Filme, die einen Filmabend in geselliger Runde zu einem gelungenen Erlebnis machen!!

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 3_5.gif
Story 4_5.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 4_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Nightbeast
  • Brainscan
  • Critters
  • Star Wars

Gargoyles – Flügel des Grauens

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Informationen

OT:Gargoyles

ca.83 Minuten

USA 2004

Regie

  • Jim Wynorski
Darsteller

  • Michael Paré
  • Sandra Hess
  • Fintan McKeown
  • Kate Orsini
  • u.a.

Gargoyles - Flügel des Grauens

Story

Im Jahr 1532 macht ein schrecklicher Flugdämon, ein Gargoyle, Rumänien unsicher. Zahlreiche Menschen fallen ihm zum Opfer, bis ein Priester das Monster mithilfe eines geweihten Pfeils stoppen kann.

Viele, viele Jahre später, heute: Die beiden CIA Agenten Ty Griffin (Michael Paré) und Jennifer Wells (Sandra Hess) folgen der Spur eines Kidnappers nach Bukarest. Dort gelingt es den Beiden zwar, den Täter zu stellen, doch bei einer Verfolgungsjagd auf ein Dach ist der Kidnapper plötzlich wie vom Erdboden verschwunden. Einige Tage später wird er aufgespießt auf der Spitze eines Kirchturms entdeckt, seine Innereien sind entnommen, sein Blut ausgetrunken. Wer oder was ihn auf die Kirchturmspitze gespießt hat, ist unklar, es werden an der Leiche jedoch Spuren eines fledermausähnlichen Wesens gefunden.

Desto mehr sich Griffin und Wells mit dem Fall befassen, wird ihnen klar, dass hier etwas ganz und gar nicht mit rechten Dingen zugeht. Ihr erster Verdacht führt sie zu dem bekannten Führer einer satanistischen Sekte, doch als dieser kurz darauf verstört aufgefunden wird, ist klar, dass hier andere Mächte ihre Finger im Spiel haben. Erst von einem Geistlichen erhalten sie die Information, dass ein Gargoyle, ein Jahrhunderte altes Wesen, aus seinem unterirdischen Gefängnis ausgebrochen ist und sich nun an der Menschheit rächen möchte. Die beiden CIA Agenten müssen schnell handeln, denn wenn der Gargoyle nicht bald vernichtet wird, wird er zahlreiche Nachkommen in die Welt setzen…

Kritik

Während in Deutschland sicherlich nur die Wenigsten überhaupt von Jim Wynorski gehört haben dürften, zählt der Mann in den USA zur Elite, wenn es wieder einmal darum geht, irgend einen billigen Schund für einen Science-Fiction Sender zu verfilmen. Zahlreiche Streifen mit derart abstrusen Titeln wie "Komodo vs. Cobra" gehen auf sein Konto, doch auch etliche Actionfilme finden sich in der Schaffensliste Wynorski’s. Mit "Gargoyles – Flügel des Grauens" hat er sich, und das muss man ihm eingestehen, an ein Thema herangewagt, dass im Horrorfilm bislang kaum Beachtung fand. Den meisten sind die Gargoyles wohl aus der gleichnamigen Zeichentrickserie von Disney ein Begriff, zudem hat sie jeder schon an Kathedralen gesehen, obwohl dort der Begriff Wasserspeier geläufiger ist.

Wie dem auch sei. Wenn man den Namen Jim Wynorski hört, ist es eigentlich klar, dass man von dem Film nicht zu viel erwarten sollte und das dieser sich wohl kaum mit der Mythologie der Gargoyles auseinandersetzen wird. Es ist ein geläufiger Fakt, dass die Wesen bei Tage zu Stein werden, um dann bei Nacht zum Leben zu erwachen. Darauf gehen die Drehbuchschreiber hier überhaupt nicht ein. Die Gargoyles haben in dem Film überhaupt nichts mystisches mehr, sie sind einfach übergroße Vampire, die allerdings mehr einem Tier, als einem Menschen ähneln.

Aus der Story hätte man meiner Meinung nach viel machen können, um so mehr enttäuscht es dann, dass die Geschichte sich als 08/15 Strickmuster präsentiert. Die Gargoyles wären mit allen anderen Monstern austauschbar, sie sind lediglich dazu da, hin und wieder mal einen Menschen umzubringen, doch mit Hintergrundinfos oder Fakten über sie werden wir nicht versorgt. Der Anfang lässt noch große Erwartungen aufkommen, als eine Frau im Rumänien des Jahres 1532 mit ihrer Pferdekutsche durch unheimliche Wälder holpert und dabei von einem der Flugwesen angegriffen wird. Sobald dann aber der Plot mit den beiden CIA Agenten einsetzt, geht jedwede Spannung und Horrorstimmung flöten. Das Ganze erweist sich über einen langen Zeitraum hinweg als kostengünstiger B-Actionkrimi, in der viel geballert und leider noch mehr gequatscht wird, bis dann endlich mal wieder der Gargoyle zum Einsatz kommen darf.

"Gargoyles" hat seine positiven Seiten, doch diese finden kaum Verwendung. Die Charaktere sind oberflächlich gehaltene Standard-Typen, die Spannungsmomente vorhersehbar und kaum vorhanden. Um so mehr überrascht es da, dass der Gargoyle selbst noch verhältnismäßig ok aussieht. Für einen Film dieses Kostenbereichs, versteht sich. Man erkennt in jeder einzelnen Einstellung, dass das Vieh aus dem Computer stammt, was aber nichts daran ändert, dass man derartiges in anderen Filmen schon schlechter gesehen hat.

Gewalt gibt es, wie die Freigabe ab 12 Jahren schon verrät, beinahe keine zu sehen. Lediglich eine eher schlecht dargestellte Enthauptung wird einem präsentiert, ansonsten schnappt der Gargoyle seine Opfer stets in Sekundenschnelle und fliegt mit diesen davon. Hört sich nicht so berauschend an, ist es auch nicht. Um so erfreulicher ist da, dass das Monster recht viel Screentime bekommt und auch des öfteren in seiner vollen Pracht gezeigt wird. Ein im Übrigen gutes Stichwort, da die Landschaftsaufnahmen eine gute Abwechslung zu den öden Stadtszenen in Bukarest darstellen. Gedreht wurde wohl an Originalschauplätzen, die vielen Schlösser, Ruinen und Wälder sehen sehr stimmig aus und fügen sich gut in den Film ein.

Na ja, was soll man zu einem Film wie "Gargoyles" großartig sagen? Es ist billig gemachter 08/15 TV-Schund, den man sich guten Gewissens sparen kann. Die Schauspieler agieren hölzern und sind kaum talentiert, die Story ist, bis auf die Szenen mit dem Gargoyle, langweilig und kann auch nicht mehr mit dem Nebenplot um eine Verschwörung der Kirche begeistern. Für einen Monsterfilm ist das Teil viel zu unblutig, dagegen war ja sogar "Mr. & Mrs. Smith" ein zweiter "Natural Born Killers". Für ein Film diesen Kalibers war mir das ganze einfach zu ernst, es hat der trashige Unterton gefehlt, der alles mit einem Augenzwinkern versieht. "Gargoyles" hat seine guten Momente, ist aber weit davon entfernt, als passabler Film durchzugehen.

Bewertung

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Spannung 2.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 2.gif
Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

  • Pterodactyl

The Fog – Nebel des Grauens

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Informationen

OT:The Fog

ca.86 Minuten

USA 1979

Regie

  • John Carpenter
Darsteller

  • Adrienne Barbeau
  • Jamie Lee Curtis
  • Janet Leigh
  • Tom Atkins
  • u.a.

The Fog - Nebel des Grauens

Story

In einem kleinen Fischerdorf an der Kalifornischen Küste ist das Alltagsleben von der Normalität geprägt. Es passiert nichts Aufregendes. Bis plötzlich das Fest des 100jährigen Bestehen ins Haus steht. Einen Tag vor der Jubelfeier passieren allerhand merkwürdige Dinge. Hier platzen Scheiben, da bellen Hunde usw. Die Besatzung der "Seagras" trifft es aber am härtesten. Sie sind auf Hoher See um sich zu betrinken, als plötzlich eine Nebelbank auftaucht, die sich entgegen dem Wind auf das Schiff entgegenbewegt. Als der Nebel das Schiff erreicht, kommt es zu einem Massaker…

Einen Tag später werden das Schiff und eine entstellte Leiche gefunden. Die Bewohner sind ratlos. Nur der Priester scheint mehr zu wissen. In seiner Kirche hat er durch einen Zufall das Tagebuch seines Großvaters gefunden, welches 100 Jahre alt ist. In dem Tagebuch ist ein schreckliches Ereignis dokumentiert.

Dieses Ereignis scheint der Auslöser für die ungewöhnlichen Zwischenfälle zu sein, doch die Bewohner wollen sich nicht beirren lassen. Schließlich soll an diesem Abend das Fest des Jahrhunderts gefeiert werden. Doch als die Nacht hereinbricht, kündigt sich eine Nebelwand an…

Kritik

John Carpenter schuf im Jahre 1979 den bemerkenswerten Grusel-Klassiker "The Fog", der trotz seines Alters immer noch mit den neuzeitlichen Grusel-Filmen mithalten kann. Carpenter versteht es nämlich, eine bemerkenswert fesselnde Stimmung zu erzeugen und das fast gänzlich ohne den Einsatz von irgendwelchen Splatter-Einlagen oder Kunstblut.

Die erzählte Geschichte fesselt den Betrachter gleich von Beginn an, als die alte Sage erzählt und das erste Mal eine dichte Horror-Atmosphäre aufgebaut wird. Diese spürt man dann noch viele weitere Male und der dichte Nebel, der sozusagen ein Protagonist ist, verstärkt diese gespenstischen Stimmung zusätzlich. Die Spannung zeichnet sich dadurch aus, dass sie an den entsprechenden Szenen zur Geltung kommt und dann für ordentliche Gruselmomente sorgt. Gerade die Tatsache, dass die Bedrohung aus dem Nichts kommt und von einer übernatürlichen Kraft geleitet wird, macht an diesem Film Spaß. Langwierige kommt nicht auf. Stets wird man von einer Ungewissheit geplagt, die einen förmlich zum pausenlosen weitergucken zwingt.

Besonders interessant ist, wie Carpenter den Film schematisch aufbaut. Er versteht es, den mysteriösen Nebel so in Szene zu setzten, dass sich der Betrachter auf kurz oder lang vor ihm gruseln muss. Die Charaktere werden nur ansatzweise durchleuchtet, was allerdings auch genügt. Gespielt werden sie von recht namhaften Akteuren, die allesamt solide agieren. Jamie Lee Curtis spielt eine junge Tramperin, die die große Freiheit sucht, allerdings etwas anderes findet. Adrienne Barbeau spielt die Heldin, die aber verdammt ist, aus dem Hintergrund zu handeln. Auch der Regie-Meister persönlich ist auf der Mattscheibe zu sehen, als er zu Beginn einen kleinen Auftritt hat. Wie üblich hat Carpenter die Filmmusik selbst komponiert. Und wie üblich ist sie sehr gut anzuhören.

"The Fog – Nebel des Grauens" ist ein wirklich guter, spannender und unterhaltsamer Film, der sich zu den besten Streifen des Grusel-Subgenres zählen darf. Immer noch.

Bewertung

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Spannung 4.gif
Story 5.gif
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Atmosphäre 4_5.gif
Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

  • The Fog (Remake 2005)

Dämon des Grauens

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Informationen

OT:Craze

ca.93 Minuten

GB 1973

Regie

  • Freddie Francis
Darsteller

  • Jack Palance
  • Diana Dors
  • Julie Ege
  • u.a.

Dämon des Grauens

Story

Der Londoner Antiquitätenhändler Neil Mottram verkauft nicht nur seltsame Sachen, er hat auch ein Götzenbild in seinem Keller, dass er anbetet. Die Statue mit Namen „Chuku“ erfüllt Mottram jeden Wunsch, so glaubt er zumindest, der Händler muss „Chuku“ allerdings Opfer bringen, damit dieser gnädig ist. So finden nach und nach einige Frauen den Tod und „Chuku“ zeigt sich gnädig, in dem er seinem holden Diener gute Geschäfte machen lässt. Mottrams „Opferbereitschaft“ wird durch seine Gier dermaßen erhöht, dass ihm bald die Polizei auf den Fersen ist. Doch der Geschäftsmann verschafft sich immer wieder hieb- und stichfeste Alibis, wodurch die Polizei machtlos ist. Sie beobachten ihn zwar auf Schritt und Tritt, aber nur ein junger Polizist glaubt den Täter überführen zu können. Mottram glaubt sich aber sicher, da er die Morde gut vorbereitet und weiß, dass „Chuku“ ihn niemals im Stich lassen wird, solange er nur genug Opfer herbeischafft.

Kritik

„Dämon des Grauens“, der auch unter dem Titel „Craze – Dämon des Grauens“ vertrieben wurde, ist ein Englischer Filmbeitrag aus dem Jahre 1973, der sich mit dem Okkultismus befasst und eine Mischung aus Horrorfilm und Krimi ist. Zu Begin merkt man von der Mischung allerdings nichts, denn dort ist es ein astreiner Horrorfilm, der einiges erwarten lässt. Man bekommt gleich die erste Opferszene zu Gesicht, in der sich eine schwarze Schönheit nackt vor dem Götzenbild rekelt und sich anschließend den Bauch aufschneidet… Im Anschluss werden ein paar Details aus dem Leben des Protagonisten gezeigt und es geht munter weiter mit der Opferbeschaffung. Irgendwann nimmt der Streifen dann aber eine Wende und es geht eher darum ein gutes Alibi zu beschaffen, sodass die, mittlerweile ermittelnde, Polizei nichts machen kann. Von nun an ist der Film mehr Krimi als Horrorfilm, was eigentlich nicht mal so schlecht ist, aber durch die massive Zunahme von Dialogen wird dem Ganzen doch viel an Fahrt genommen. Durch den guten Spannungsaufbau des Anfangs, bleibt die Geschichte bis zum Ende hin interessant. Man hat schon ein gewisses Interesse daran, zu erfahren was es mit dem komischen Dämon und seinen Kräften auf sich hat. Zudem kann man den Protagonisten gut zusehen, da sie ihre Sache wirklich gut machen. Zu bemängeln gibt es lediglich, dass die Synchronisation in einigen Szenen etwas plump geworden ist, da Kraftausdrücke benutzt werden, die so wohl kaum im Original vorgekommen sind. Des weiteren stört es ein wenig, dass die Splattereffekte nicht sonderlich gut sind. Aber das war wohl der Grund dafür, dass der Verleih den Film damals nicht schneiden musste und man ihn heute ungeschnitten betrachten darf. Gut Anzusehen ist dahingegen das Ambiente, zumindest das im Haus des Protagonisten. Es gibt da eine Menge Kunstgegenstände, die für eine gewisse Atmosphäre sorgen, die dann noch verstärkt wird, wenn es in den Keller und somit zu „Chuku“ geht. Die Kellerszenen sind wirklich gut und ohne Frage das Aushängeschild von „Dämon des Grauens“. „Dämon des Grauens“ ist ein wirklich guter Film, mit dieser typisch Englischen Kriminalfilm-Atmosphäre. Sein Vorteil ist, dass er sehr abwechslungsreich, zu Beginn sehr spannend und mit einer guten Atmosphäre ausgestattet ist.

Bewertung

Splatter 2.gif
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Story 4.gif
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Atmosphäre 4.gif
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Camp des Grauens 3

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Informationen

OT:Sleepaway Camp 3: Teenage Wasteland

ca. 76 Minuten

USA 1989

Regie

  • Michael A. Simpson
Darsteller

  • Pamela Springsteen
  • Mark Oliver
  • Kim Wall
  • u.a.

Camp des Grauens 3

Story

Das Feriencamp „New Horizons“ ist das diesjährige Sommerziel der jungen Maria. Allerdings soll sie nie dort ankommen, denn kurz vor der Abfahrt wird sie von einem Wagen der Müllabfuhr überfahren und stirbt. Die Fahrerin des todbringenden Wagens heißt Angela ( Das ist die „Dame“, die in den vorherigen Teilen für Furore sorgte und der „weibliche“ Beitrag zu Jason ist ) und sie hat die junge Frau in purer Absicht getötet. Sie schlüpft nun nämlich in die Rolle von Maria und macht sich auf, um in das Feriencamp zu reisen.

Dort angekommen, ist sie Teil einer Gruppe junger Leute, die alle so ihre Probleme mit dem Leben haben. Zu den allgemeinen Problemchen kommt noch hinzu, dass ein Teil der Gruppe reich und der andere arm ist. Die Campleitung hat sich für diesen Sommer vorgenommen die verschiedenen Gesellschaftsschichten zu vereinen um sie so zu besseren Menschen zu machen.

Grundsätzlich ist dies zwar keine schlechte Idee, allerdings ist die mordlustige Angela da anderer Meinung. Noch bevor das Projekt startet, in denen die Gruppen gemischt werden sollen um zusammen eine Zeit im Wald zu verbringen, tötet Angela ihr erstes Opfer. Es ist eine Reporterin, die eine Reportage über dieses Camp machen wollte. Dummerweise hat sie Angela nach Drogen gefragt und das fand sie gar nicht witzig. Angela hat nicht nur einen abgrundtiefen Hass gegen die jungen Campbewohner, die ihrer Meinung nach viel zu unzüchtig sind, sie hat gegen jeden etwas, der etwas „Verbotenes“ macht. Als die Tour dann los geht, kommt es wie es kommen muss…

Angela murkst einen nach dem anderen ab und anfangs ahnt niemand, dass sie es ist, die vor einigen Jahren schon mal für Unruhe und viel Tote hier gesorgt hat …

Kritik

Die Story klingt sicherlich blöd, aber sie ist es auch! Ein Film, ohne Hirn und Herz, der nur das Dezimieren einer hilflosen Gruppe im Wald als Absicht hat. Zugegebenermaßen gibt es Filme mit solch einer Thematik, die eine gewisse Faszination ausstrahlen, allerdings gelingt es diesem Streifen nicht einmal ansatzweise die Atmosphäre auszustrahlen, wie es die „Freitag der 13.“ Filme machen, die sicherlich als Vorlage dienten. Ich kann zwar nicht über die beiden Vorgänger urteilen, doch halte ich es für logisch, dass sie dem dritten Teil ähnlich sind.

Anfangs dachte ich ja noch das der Film ganz unterhaltsam werden würde, da es eine kleine Vorgeschichte in New York gibt, dies relativierte sich aber recht schnell als es dann im Camp zur Sache ging. Alles war irgendwie vorhersehbar, die Spannung fehlte und die Charaktere, die im Anschluss fast alle den Tod finden sollten, waren alles andere als interessant. Dies mag sicherlich zum großen Teil an den Akteuren liegen, die offensichtlich über keine schauspielerischen Qualitäten verfügen und total überdreht spielen. Die Protagonistin kann man da leider nicht ausschließen, denn sie spielt alles andere als authentisch.

Und dann sind da auch noch die Dialoge, die wirklich grausam sind und wohl nur dazu dienen, den ohnehin nicht sonderlich langen Film zu dehnen. Es kommt kaum mal etwas brauchbares aus den Sprecherbsen der Darsteller, was ganz sicher nicht zur Unterhaltung beiträgt. Wo wir gerade bei der Kürze des Films sind, kann ich auch gleich erwähnen, dass der Film wohl offensichtlich geschnitten ist. In der 18er Version gibt es kaum eine Szene, die diese Einstufung gerechtfertigt und somit kann ich auch nichts über gelungene oder nicht gelungene Spezialeffekte berichten. Es wird hier und da mal etwas Blut gespuckt … aber das kann man ja nicht als Effekt bezeichnen.

Insgesamt bekommt man also nichts besonderes geboten, sondern ehr eine billige Kopie eines Slasher-Klassikers, die nicht einmal gelungen ist. Da kann ich euch nur raten die Finger von der DVD oder der VHS zu lassen, selbst wenn ihr sie irgendwo mal uncut erwischen solltet. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die ungeschnittene Version ( falls es die überhaupt gibt ) da noch etwas rausreißen kann.

Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 1.gif
Story 1_5.gif
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Gesamt 1.gif

Ähnlicher Film:

  • Camp des Grauens 1 und 2

Camp des Grauens 2

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Informationen

OT:Sleepaway Camp II: Unhappy Campers

ca. 76 Minuten

USA 1988

Regie

  • Michael A. Simpson
Darsteller

  • Pamela Springsteen
  • Renée Estevez
  • Tony Higgins
  • u.a.

Camp des Grauens 2

Story

Angela is back – Nachdem "der Mörder" vom Arawak-Camp weggesperrt und umoperiert wurde, ist SIE fünf Jahre später zurück. In der Nähe ihrer alten Wirkungsstätte ist sie im Rolling Hills Camp, als Aufseherin tätig. Bei gruseliger Lagerfeuerstimmung erzählen sich die jugendlichen Campinsassen von den brutalen Geschehnissen des Arawak-Camp, ohne zu ahnen, dass der damalige Protagonist unter ihnen ist. Einige der Jugendlichen sollen dies aber bald zu spüren bekommen. Mit der altbekannten, konservativen Einstellung geht Angela auf die Jagd nach Sittenstrolchen. Und aufgrund des pubertären Auftretens einiger Teenager, hat sie reichlich zu tun. Alkohol- und Drogenmissbrauch werden ebenso hart bestraft wie voreheliches Lustvergnügen. Und so dezimiert sich die Anzahl der jugendlichen Feriengäste zusehends…

Kritik

"Camp des Grauens 2" ist, wie der Name schon erraten lässt, der direkte Nachfolger von "Blutiger Sommer – Das Camp des Grauens", der es Anfang der 80er Jahre schon nicht verstand, das Genre des Slasherfilms neu zu erfinden. Aber er war relative erfolgreich und so setzte Regisseur Michael A. Simpson im Jahre 1988 die Reihe fort, die Robert Hiltzik 1983 startete. Und das gleich mit zwei Filmen. "Camp des Grauens 3" erschien ebenfalls im Jahre 1988. Wohl aus Kosten- oder Profitgründen. Im 21 Jahrhundert kamen dann noch die Teile 4+5 dazu und ein Ende ist nicht in Sicht. Etwas Besonderes bringt "Camp des Grauens 2", in anbetracht der Geschichte, auch nicht mit: In einem Camp werden Teenager gekillt, die moralische Grenzen übertreten haben, welche von einer Leiterin festgelegt wurden. Das war es. Klar, ein Film aus dem Subgenre des Slasher-Films braucht normalerweise nicht viel mehr um seinen Zweck zu erfüllen. Allerdings braucht er etwas mehr, wenn er nachhaltig im Gedächtnis des Zuschauers bleiben will. Wie zum Beispiel der maskierte Junge in "Freitag der 13.", der ab Teil 2 auf sich aufmerksam machte. Oder einen Irren, der sich aus den Leichen ein Puzzle bastelt, wie es in "Pieces" zu sehen war. Nach solch "innovativen" Sachen sucht man in der "Camp des Grauens" Reihe vergebens. Und doch haben sie etwas, dass dem Betrachter das Gucken zur Freude werden lässt. Besonders in diesem Teil ist recht auffällig, dass die Zeit im nu vorübergeht. Es gibt kaum Längen, dafür aber schnelle Szenenwechsel, die mal mehr und mal weniger sinnreich sind. Das ist aber egal, da es Spaß macht Angela mitsamt ihrer zynischen Moralansichten zu verfolgen. Zum Glück verhalten sich fast alle Camp-Bewohner unsittlich, was natürlich drastische Strafen zur Folge hat. Diese Szenen sind zwar teilweise witzig, vom Blutgehalt her aber ehr zurückhaltend gedreht. Fast alle Tötungsszenen spielen sich in Off ab. Aber nur fast. Gegen Ende erstaunt es einen schon, dass hier und da mal eine Ausnahme gemacht wird, die man so nicht erwarten konnte. Ebenfalls konnte man nicht erwarten, dass sich im Laufe des Films drei Bekannte unter die Darsteller mischen. Freddy K., Jason V. und Der Texaner Leatherface tauchen auf und versuchen bei dem Gemetzel mitzumischen. Die echten Kerle sind aber natürlich nicht dabei, es handelt sich nur um einige Maskierte und wohl auch einen Trick der Macher, da zumindest zwei von ihnen für das Cover herhalten mussten und den Film so sicherlich etwas interessanter für Fans der Kultfiguren macht. Schade nur, dass dann nicht eingehalten wird, was das Cover vergaukelt. Aber sei es drum. Aufgrund der kurzen Spielzeit von nur 76 Minuten und der Tatsache, dass es eigentlich kaum langweilig wird, ist "Camp des Grauens 2" durchaus eine Empfehlung wert. Es ist zwar selten spannend, eine Grusel-Atmosphäre kommt auch nur stellenweise auf, darstellerisch wird einem nichts geboten und die meisten Morde geschehen im Off, was die Freunde der Spezialeffekte natürlich nicht freuen wird. Aber beim Gucken wird es einem nicht langweilig und das ist ja schon mal etwas. Für zwischendurch ist dieser Streifen also bestens geeignet.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • Blutiger Sommer – Das Camp des Grauens

Syndikat des Grauens

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Informationen

Originaltitel
  • Luca il contrabbandiere
  • The Smuggler
Länge 97 Minuten
Drehjahr 1980
Drehland Italien
Regie Lucio Fulci
Schauspieler
  • Fabio Testi
  • Ivana Monti
  • Guido Alberti
  • Ajita Wilson
  • u.a.
Syndikat des Grauens

Story

Mafia-Krieg in Neapel: Die alteingesessenen Banden, bis dato auf das Schmuggeln von Zigaretten spezialisiert, sehen sich einem Konkurrenten der hinterhältigsten Art ausgesetzt: Der "Marseillaner", ein Franzose, der den Markt mit Heroin überschwemmt, will sich die Dienste der Mafia-Clans als Schmuggler zu eigen machen. Jeder, der sich ihm widersetzt, wird kurzerhand auf grausamste Art und Weise liquidiert. So auch Michele, der Bruder des Zigarettenschmugglers Luca, beide ehrwürdige Mafiosi, die nach dem alten Ehrenkodex leben und Rauschgifthandel verabscheuen.

Nach dem gewaltsamen Tod Micheles sieht sich auch Luca zunehmend den Drohungen des Mannes aus Marseille ausgesetzt. Während viele seiner Kollegen dem Druck Stand geben, bleibt er hart. Dann wird seine Ehefrau entführt und vergewaltigt.

Luca wird zum gnadenlosen Rächer…

Kritik

Mafia-Feinkost vom italienischen Meister des Splatterfilms – Lucio Fulci.

Anders als bei vielen Genre-Filmen seiner Kollegen, kann "DAS SYNDIKAT DES GRAUENS" mit einer für damalige Italo-Schinken (und gerade auch für Fulci-Verhältnisse!!) bemerkenswerten Professionalität aufwarten. Fulci erzählt zwar eine eher altbackene Geschichte, ohne diese auch nur ansatzweise innovativ zu gestalten, dabei gelingt ihm allerdings das Kunststück, dass sein Werk zu keiner Zeit langweilig wird. Das liegt zum einen an der im Gegensatz zu vielen anderen B-Movies aus "Bella Italia" sehr guten Arbeitder Drehbuchautoren, sowie der Schauspieler, die ohne Ausfälle (sogar der ca. 5 jährige Nachwuchsschauspieler in der Nebenrolle als Sohn von Luca macht seine Rolle souverän, ohne zu nerven!!) und unfreiwillige Komik auskommen. Lediglich einige Dialog-Szenen wirken "Dank" deutscher Synchronisation, die ihrerzeit anscheinend alle italienischen Filme mit Klamauksprüchen à la Bud Spencer und Terence Hill auf Familientauglichkeit zu trimmen versuchte, etwas peinlich…

Was diesen Italo-Krimi allerdings aus der Masse seiner vielen Nebenbuhler hervorhebt (und ihm auch die Ehre zu Teil kommen lässt, in Horror-Kreisen Beachtungzu finden) sind die für den normalen Kriminalfilm wirklich deftigen Splattereinlagen. Auf Herrn Fulci war damals einfach Verlass in Sachen Blood-Happenings!!! Da werden Schusswunden nicht nur handelsüblich angedeutet, sondern effektemäßig regelrecht zelebriert, so dass die Vermutung nahe liegt, John Woo und andere Vertreter des asiatischen Heroic-Bloodshed-Cinemas ist dieser Film nicht ganz unbekannt… Die Splatterszenen sind für ihre Zeit und das Genre des Krimis ziemlich heftig, jedoch über den Film wohldosiert verteilt und wirken, im Vergleich zu anderen Vertretern der italienischen Splatter-Unterhaltung keinesfalls aufgesetzt.

Ein weiterer Bonus ist sicherlich auch die Atmosphäre und das Umfeld der Handlung: Wo, wenn nicht in Italien, kommen Mafia-Filme richtig zur Entfaltung?? Nicht nur Fans des damals ohnehin ziemlich populären Italo-Krimis werden die Qualität des Films zu schätzen wissen.

Für Anhänger der 70er- Jahre Blaxploitation ist sicherlich auch der Gastauftritt von Erotic-Queen Ajita Wilson interessant anzuschauen.

Ach ja: Wie es sich für einen richtigen "Lucio Fulci" anscheinend gehört, zählt auch dieses Kunstwerk des Kultregisseurs nicht gerade zu den Lieblingsfilmen der "Expertinnen" und "Experten" vom bundesdeutschen Jugendschutz…

Fazit: Mafia-Thriller mit typischen Fulci-Effekten!! Sehr solide, kurzweilige Unterhaltung!!!

Bewertung

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