Halloween II

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Informationen

OT:Halloween II

ca.111 Minuten

USA 2009

Regie

  • Rob Zombie
Darsteller

  • Scout Taylor-Compton
  • Tyler Mane
  • Malcolm McDowell
  • Brad Dourif
  • Sheri Moon Zombie
  • u.a.

Halloween II

Story

Ein Jahr ist vergangen, seitdem Michael Myers an Halloween eine blutige Spur des Todes durch die Kleinstadt Haddington gezogen hat. Der Killer wurde getötet. Doch seine Leiche verschwand auf mysteriöse Weise. Noch immer leidet die junge Laurie, die dem Mörder nur knapp entkommen konnte, unter den Eindrücken des Geschehenen. Ist Michael Myers tatsächlich tot? Dann ist wieder ist Halloween, und Laurie’s schlimmster Alptraum wird wahr: Michael Myers lebt! – Und er ist auf dem Weg zu ihr…

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Kritik

Eins steht fest: Regisseur und Rockmusiker Rob Zombie ist immer für Überraschungen gut. 2007 sorgte er mit seinem Remake von John Carpenter’s Horror-Klassiker „Halloween“ für Furore. Kritiker und Fans waren gleichsam begeistert, schließlich fügte Zombie seiner Version des Themas einige neue Aspekte hinzu, orientierte sich aber dennoch sehr eng an der Vorlage. Eigentlich ein gutes Rezept, dass garantiert auch bei der Neuauflage des zweiten Teils funktioniert hätte.

Aber Rob Zombie wäre nicht Rob Zombie, hätte er sich auf diesen einfachen Deal eingelassen. Als „viel zu sauber“ habe er sein erstes Remake empfunden. Grund genug also für ihn, mit „Halloween II“ wieder ein dreckigeres Stück Film abzuliefern. Einen Film mit Ecken und Kanten, einen Film, den die Leute entweder mögen oder hassen – eben einen richtigen ZOMBIE-Film. Mit „Halloween II“ ist ihm dies vollkommen gelungen: Der Film polarisiert, gefällt oder missfällt. Und er hat letztendlich nur noch wenig gemeinsam mit dem Original. Nur kurz zu Beginn sind die Parallelen zu Carpenter’s Klassiker wirklich 1:1 deutlich. Schließlich setzen beide Filme nahtlos an ihre jeweiligen Vorgänger an. Dann aber biegt Rob Zombie mit seiner Version der Story an der nächsten Kreuzung scharf ab, verlässt die eingeschlagenen klassischen Slasher-Pfade des Originals und bietet im Folgenden eine eigene, ja eigenwillige Interpretation der Grusel-Mär um den unheimlichen Killer Michael Myers. Einmal mehr legt Rob Zombie ein entscheidendes Hauptaugenmerk auf die psychologischen Aspekte der Story. War es in Teil 1 seiner Neuinterpretation in erster Linie die Kindheit und die Entwicklung Michael Myers’ zum Mörder, so sind es nun die Beweggründe, die diesen zum Morden antreiben. Die phantastischen Traumsequenzen, in denen Michael’s verstorbene Mutter (Sheri-Moon Zombie in schneeweißem Gewand, mal mit ebenso strahlend weißem Pferd, mal mit dem jungen Michael im Schlepptau) dem Killer erscheint, sind dann auch einer der großen Kritikpunkte, die Fans der Originalreihe diesem Werk als Makel vorhalten. Sie wirken teilweise kitschig, teilweise überladen, funktionieren aber insgesamt dann doch – vorausgesetzt, man sieht Rob Zombies Version als eigenständigen Film. Gleiches gilt auch für die Darstellung der Personen in der Handlung: Nahezu allen Charakteren des ersten Parts hat Zombie eine Radikalkur verpasst. Erneut tritt Scout Taylor-Compton als Laurie das Erbe von Scream-Queen Jamie Lee Curtis an. Während sie in Part 1 als eher gutbürgerlicher Teenie und Babysitter dem Terror des Michael Myers ausgeliefert war, ist sie nun zum aufmüpfigen Grunge-Girl mutiert. Zwar macht Desariee Starr Compton, so ihr bürgerlicher Name, dabei eine gute Figur, allerdings übertreibt „Scoutie“ es doch ein wenig mit Hysterie und Geschrei. Ansonsten kann man der attraktiven 1,60m kleinen Darstellerin, die darauf bestand, alle ihre Stunts selbst zu übernehmen, keinen Vorwurf machen. Auch Brad Dourif und Malcolm McDowell sind wieder mit von der Partie. Brad Dourif als Sheriff Lee Brackett mit schmucker Pferdeschwanzfrisur. Malcolm MacDowell als Opfer einer zum Himmel schreienden Ungerechtigkeit: Sein Film-Charakter des Dr. Samuel Loomis, in der Original-Serie eine in gewissem Grad sympathische Figur, ist in Rob Zombies Variante zum rücksichtslos egoistischen, geldgierigen Schmierenautor degradiert. Ganz Gentleman hat der gebürtige Brite dies aber offensichtlich mit Fassung ertragen. Denn auch diesen Part spielt er mit Bravour. Tyler Mane stülpt sich auch in Teil II die berühmt-berüchtigte Maske des Michael Myers über. Mit seiner 2,06m Körpergröße ist der ehemalige Profi-Catcher die ideale Besetzung für den „schwarzen Mann“. Finsterer Blick, Zottelbart, lange verfilzte Haaren unter einer großen Kapuze: Dagegen dürften die Sänger mancher Black-Metal-Band ziemlich blass aussehen.Mane’s Performance trägt einen großen Teil dazu bei, dass Rob Zombie’s „Halloween II“ als einer der härtesten Beiträge zur Reihe angesehen werden kann. Zwar hält sich Gewaltdarstellung in Grenzen, ist teilweise nur angedeutet oder findet im Off statt. Dennoch – oder gerade deshalb verfehlen die Szenen ihre Wirkung nicht, wenn Michael Myers unzählige Male auf ein Opfer einsticht und dabei wütend schnaubt und grunzt. Puristen, die ein 1:1-Remake von John Carpenter’s Klassiker erwarten, werden überrascht, eventuell enttäuscht sein. Film-Fans, die den Film als eigenständiges Werk betrachten, können sich auf eine gelungene Neuinterpretation eines Klassikers einstellen und auf gute Unterhaltung verlassen. „Halloween II“ ist eben ein ZOMBIE-Film…

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Bewertung

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Ähnlicher Film:

Halloween (2007)

Halloween (2007)

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Informationen

OT:Halloween

ca. 116 Minuten

USA 2007

Regie

  • Rob Zombie
Darsteller

  • Malcolm McDowell
  • Tyler Mane
  • Daeg Faerch
  • Sheri Moon Zombie
  • u.a.

Halloween (2007)

Story

Haddonfield, USA: Der zehnjährige Michael Myers (Daeg Faerch) wächst in völlig kaputten Verhältnissen auf. Von seinen Mitschülern wird er ständig drangsaliert und gedemütigt, zuhause sieht es derweil auch nicht besser aus. Michael’s Mutter Deborah (Sheri Moon Zombie), die die Familie mit ihrer Arbeit als Stripperin über Wasser hält, ist die Einzige, die dem Jungen Liebe zukommen lässt, während Michael von seinem permanent trinkenden Stiefvater Ronny (William Forsythe) immer wieder beschimpft und verprügelt wird. Seinen Hass auf sich und die Welt entlädt der Junge immer wieder in Gewalt an Tieren, eines Tages erschlägt er sogar einen seiner Schulpeiniger auf dem Nachhauseweg. Doch es soll noch schlimmer kommen. In der Halloweennacht greift der Zehnjährige zu einem großen Küchenmesser und ermordet seinen Stiefvater, sowie seine große Schwester Judith (Hanna Hall) und deren Freund auf brutalste Art und Weise. Einzig das Baby wird verschont. Nach diesen entsetzlichen Taten wird Michael in eine Nervenheilanstalt überwiesen und fortan von Dr. Samuel Loomis (Malcolm McDowell) betreut. Dieser setzt alles daran, zu dem Jungen durchzudringen, muss aber feststellen, dass sich Michael nach und nach immer mehr abschottet. Die einstige Identität des Kindes verschwindet immer mehr hinter selbstgebauten Masken. Trotz seiner aufopferungsvollen Bemühungen kann Dr. Loomis den langsamen Verfall des Jungen nicht verhindern. 17 Jahre lang spricht Michael kein Wort, wächst in dieser Zeit zu einem regelrechten Hünen heran. Am Vorabend von Halloween bricht er schließlich aus seiner Apathie aus, ermordet mehrere Pfleger und bahnt sich seinen Weg in die Freiheit. Sein Ziel: Haddonfield, wo seine Schwester und gleichzeitig letzte Verwandte Laurie Strode (Scout Taylor-Compton) unter neuem Namen und ihrer blutigen Vergangenheit unwissend, ein geregeltes Leben führt. Doch das soll sich ändern. Das kommende Halloween wird zu einer Nacht des Schreckens…

Kritik

Eine Legende erwacht zu neuem Leben.. und mit ihr der Unmut vieler "Halloween"-Anhänger. Ein Raunen ging durch die namenhaften Horror-Communitys, als im Jahr 2007 ein Remake zu einem der bedeutendsten Horrorfilme dieser Zeit angekündigt wurde. John Carpenter’s "Halloween" sollte neu verfilmt werden, nachdem diese Idee lange Zeit als absolutes Sakrileg gehandelt wurde. Zwar wurden in regelmäßigen Abständen miese Sequels zu dem Franchise hinzugereicht, doch an eine wirkliche Neuverfilmung traute sich lange Zeit niemand heran. Als dann allerdings kein anderer als Rob Zombie für den Regieposten ins Gespräch kam, wurden selbst die größten Skeptiker hellhörig. Wo Herr Zombie seine Finger im Spiel hat, ist in allen Fällen mit versierter und konsequenter Genre-Kost zu rechnen, das durfte der Rocker schon mit seinem schrillen "House of 1000 Corpses" und dem knallharten Nachfolger "The Devil’s Rejects" unter Beweis stellen. Ob man mit dem Stil seiner Filme sympathisieren konnte, war zwar stets eine Geschmacksfrage, allerdings durfte man mehr als gespannt sein, wie das Remake zu einem der bekanntesten Slasher aller Zeiten unter den Fittichen eines Herr Zombie letztendlich aussehen würde. Die simple Antwort: Hervorragend. Dass der Musiker und Filmemacher ein schweres Erbe zu tragen hatte, war von vorneherein abzusehen. Noch heute halten viele Horrorfilm-Fans den Original "Halloween" für einen der großartigsten Slasher überhaupt und so stand es außer Frage, dass es für Rob Zombies Remake durchaus Protest und Verärgerung hageln würde, ganz gleich, wie das Resultat letztendlich münden würde. Ein direkter Vergleich zwischen Neuverfilmung und Original ist in diesem Fall allerdings ebenso unangebracht, wie deplaziert. Rob Zombie sah davon ab, Carpenter’s Klassiker schlicht 1:1 nachzudrehen, sondern fügte neben seinem ganz eigenen Stil auch storytechnisch eine Vielzahl neuer Elemente hinzu, die im Besonderen dafür verantwortlich sind, dass Zombie’s "Halloween" nicht nur als Remake funktioniert, sondern auch im Vergleich mit dem Original leicht vorne liegt. Nicht selten wird es als Sünde geahndet, abfällig über einen Klassiker des Genres zu sprechen, doch ehrlich betrachtet wirkt der Ur-"Halloween" aus heutiger Sicht durchaus leicht antiquiert. Der Film hat seine starken Momente, wirkt im groben Ganzen aber eher langatmig, als durchgehend spannend. Im Fokus des Geschehens stand Jamie Lee Curtis als Laurie Strode, Michael war lediglich der böse und unbekannte Boogeyman. Nun, könnte man behaupten, mache gerade das die größte Suspense des Films aus. Die Unbezwingbarkeit des Unbekannten, die schonungslose und scheinbar grundlose Brutalität eines vermeintlich Fremden. Doch Rob Zombie zeigt in seinem Remake, wie man die Thematik auch anders angehen kann. Hier ist es nicht der bedrohte Teenager, der im Zentrum steht, sondern der Killer selbst. "Halloween" beleuchtet die Vorgeschichte des vermummten Killers und gibt erstmals Einblick in dessen früheres Leben. Michael wächst in schrecklichen Verhältnissen auf, wird vom Opfer seiner Umwelt zum Täter. Nun könnte man Rob Zombie sicherlich Schwarzweiß-Malerei und grobschlächtige Klischeebeladenheit vorwerfen: Die strippende Mutter, der saufende und prügelnde Stiefvater und die egoistische Schwester. Dies mag nicht sonderlich vor Einfallsreichtum strotzen, wird von Rob Zombie durch die Inszenierung allerdings mehr als nur wieder wett gemacht. Unheimlich beklemmend und intensiv zeichnet der Regisseur ein Portrait einer Familie vor dem Abgrund, dem sozialen Bodensatz der Gesellschaft. Wir lernen Michael Myers, den späteren psychopathischen Massenmörder, als Kind kennen und empfinden Mitleid mit ihm. "Halloween" konzentriert sich sehr stark auf die Kindheit dieses Charakters und schildert die Ereignisse, die zu jenen schicksalhaften Morden in der Halloweennacht führten ebenso, wie Michael’s anschließendes Leben im Sanatorium. Und gerade diese Momente, die im Original nicht vorhanden waren, machen den großen Reiz von Zombies Remake aus. Die zweite Hälfte des Films ist im Kern ein althergebrachter, düsterer und blutiger Slasher, doch die erste Hälfte zeigt dagegen Michael’s konstante Entmenschlichung. Immer mehr verliert er die Züge eines menschlichen Wesens und wird langsam zum gewissenlosen Monster. Dieser Prozess wird hier ebenso beklemmend wie hochinteressant eingefangen. Vor den weiten und sterilen Kulissen der Anstalt entsteht alsbald eine sehr dichte, intensive Atmosphäre. Alles, was nach der Flucht folgt, ist rein prinzipiell ein modernisierte Version dessen, was uns bereits Carpenter vor beinahe 30 Jahren vorsetzte. Und dennoch funktioniert "Halloween" erneut. Rob Zombie ist ein sehr talentierter Regisseur, der es wunderbar versteht, ein Gefühl von Terror und Schrecken in seinem Publikum zu erwecken. Michael Myers ist hier wesentlich größer als in den indirekten Vorgängern, ein Hüne von einem Mann, der der Figur endlich die nötige Bedrohlichkeit verleiht. Natürlich hat auch der Blutgehalt gegenüber dem Original zugenommen, auch wenn das erwartete Gorefest ausbleibt. Die Gewalt in "Halloween" ist roh, brutal und realistisch, zielt nicht auf den Effekt an sich ab, sondern soll die kalte Brutalität übertragen. Ohne jegliche Emotion ertränkt Michael seinen jahrelang besten Freund, um ihm anschließend im off den Schädel zu zertrümmern – was im Kontext des Films sicherlich wesentlich intensiver wirkt als eine lang ausgeschlachtete Splatterszene. Unrated-Cut und Kinofassung sind sich in Sachen Blutgehalt indessen beinahe ebenbürtig, der größte Unterschied besteht aus einer abgeänderten Flucht aus dem Sanatorium. Während Michael in der Kinoversion mehrere Wächter tötet, gelingt ihm die Flucht im Director’s Cut durch zwei naive Aufseher, die in seiner Zelle eine junge Frau vergewaltigen. Auch wenn es abzusehen war, dass es der Film bei den "Halloween"-Fans der ersten Stunde schwer haben wird, ist dies im Grunde durchaus bedauerlich. Was Rob Zombie hiermit schuf ist eine sehr viel düstere, rohere und stimmigere Version des Stoffes, die zudem noch mit hochinteressanten Elementen aus Michael’s Kindheit angereichert wurde. Inszenatorisch setzt Zombie noch einmal einen auf seine Arbeit an "The Devil’s Rejects" drauf und serviert einen atmosphärisch rundum perfekten Horrorfilm, der die Spannung zwar nicht konstant hält, besonders in der ersten Hälfte und zum Finale in dieser Hinsicht aber voll auftrumpfen kann. Und natürlich wäre dies kein echter Rob Zombie, wenn der Regisseur nicht wieder mit zahlreichen Genre-Anspielungen hantieren würde. So zollt er Klassikern wie "Night of the Living Dead", White Zombie" und "The Thing from Another World" Tribut und garniert "Halloween" neben dem weltbekannten, klassischen Soundtrack noch mit großartigen Songs von Kiss, Alice Cooper, Iggy Pop, Sabbath und mehr. Eine der bedeutendsten Stärken des Films ist sein Cast. Wie immer, ist hier natürlich auf Rob Zombie Verlass. Seine Besetzungliste liest sich beinahe wie ein who is who der 70er und 80er Jahre Genre-Prominenz. Neben Zombies Stamm-Cast, Bill Moseley, Sig Haig und natürlich seiner Frau Sheri Moon Zombie, gesellen sich hier nich viele weitere, namenhafte Akteure hinzu. William Forsythe, Danny Trejo, Ken Foree, Udo Kier, Brad Dourif, Malcolm McDowell, Richard Lynch, Danielle Harris und noch viele, viele weitere Schauspieler zaubern ein Lächeln auf das Gesicht so mancher Filmliebhaber. Es ist immer wieder toll, zu sehen, welche Ikonen und vergessenen Stars Zombie wieder einmal ausgegraben hat. Erwähnenswert natürlich, dass sie ihre Rollen ausnahmslos treffend verkörpern. Alleine schon Malcolm McDowell war ein purer Glücksgriff für die Rolle des Dr. Loomis. Lange Zeit galt Donald Pleasence in dieser Hinsicht als unersetzbar, doch McDowell schafft es, das Gegenteil zu beweisen. Sein Loomis ist kein versessener Verrückter, sondern beinahe schon eine Vaterfigur, deren Verhältnis zu Michael einen wichtigen Stellenwert im Film einnimmt. Dieser wiederum wird als Kind verkörpert von Daeg Faerch. Es war von unbedingter Wichtigkeit für den Film, den Part des jungen Michael an den richtigen Nachwuchsschauspieler zu vergeben, der sowohl die psychopatische Seite, als auch die des verletzlichen Kindes zeigen kann. Faerch vollbringt dies meisterhaft. Der Junge ist die absolute Idealbesetzung für die Rolle. Letztendlich fällt es schwer, auch nur einen Ausfall im Cast zu benennen. Der Film lebt von seinen Figuren, verfolgt sie bei ihrer Entwicklung. Lediglich Laurie Strode bleibt in dieser Hinsicht auf der Strecke. Anders als im Original konzentriert sich der Film nicht hauptsächlich auf sie. Sie ist das junge Opfer des brutalen Killers, mehr nicht. Dennoch hat sich die Figur im Vergleich zu Carpenters Version stark verändert. Verkörperte Jamie Lee Curtis Laurie noch als unscheinbares Mauerblümchen, das mit ihrer Nase stets in Büchern steckte, spielt Scout Taylor-Compton eine moderne Jugendliche, die das, was sie denkt, auch unverblümt ausspricht. Dies passt sich dem Realismus des Gesamtwerkes an. "Halloween" wirkt zu beinahe 100% glaubhaft und entfaltet gerade dadurch seine einzigartige Stimmung. Das Gezeigte wird nicht in die Lächerlichkeit gezogen, wie dies bei der x-ten Fortsetzung der Fall war, sondern liefert bodenständigen und glaubhaft-rohen Terror, was endlich wieder frischen Wind ins Franchise bringt.

Letztendlich bleibt zu sagen, dass Rob Zombie mit seinem "Halloween" Remake einen Film schuf, der lange nicht so schlecht ist, wie es diverse Kritiken vieler Anhänger des Originals gerne mal suggerieren. Zombie modernisierte den Mythos stark und verlagerte ihn in einen knallharten und bösen Terror-Film, der gerade hinsichtlich der intensiv erzählten Vorgeschichte seinesgleichen sucht. Verziert mit der richtigen Prise der typischen Rob Zombie Gangart wird hier ein dreckiger, roher und realitätsnaher Slasher erzählt, der der Geschichte genügend neue Ansätze verleihen kann, um den Vorwürfen des einfallslosen Aufgusses schnell den Wind aus den Segeln zu nehmen. Perfekt besetzt, stimmig inszeniert und der heutigen Zeit angepasst ist das "Halloween" Remake jedenfalls ein Film, der sich innerhalb der derzeitigen Horrorwelle weit vorne niederlässt.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Halloween 4

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OT:Halloween – The Return Of Michael Myers

ca. 85 Minuten

USA 1988

Regie

  • Dwight H. Little
Darsteller

  • Donald Pleasence
  • Ellie Gottwald
  • Danielle Harris
  • u.a.

Halloween 4

Story

Ziemlich genau 10 Jahre ist es her, als das Massaker in Haddonfield geschah. Michael Myers hat das ganze damals schwer verletzt überstanden und ist seitdem in einem Komaähnlichen Zustand. Nun soll er in eine andere Klinik verlegt werden, in einem Krankenwagen, der schwer bewacht ist. Doch irgendwie erwacht der Killer und kann sich aus dem Auto befreien. Das er der alte ist, zeigt er darin, dass er das ihn bewachende Personal umbringt und das ebenso grausam wie damals.

Seine Flucht treibt ihn zurück an den Ort wo alles begann, wo er es auf ein Familienmitglied abgesehen hat. Seine Nichte Jamie ist ihm ein Dorn im Auge und er will alles daran legen, sie zu töten. Dr. Loomis, der Michael bereits erfolgreich besiegte, erfährt von seiner Flucht und macht sich direkt auf den Weg, den Massenmörder erneut zu jagen. Ihr erstes Zusammentreffen findet an einer abgelegenen Tankstelle statt, allerdings verläuft es, aus der Sicht des Doktors, nicht sonderlich gut. Michael kann fliehen und Loomis geht fast drauf.

Ab nun beginnt ein Wettkampf gegen die Zeit. Loomis muss versuchen vor Michael das verschlafene Kleinstädtchen zu erreichen, um so das Leben der kleinen Jamie zu retten. Doch es sieht nicht so aus, als ob er seinen Zeitplan einhalten kann und Michael ist nur auf das Töten aus und denkt nicht daran, sich aufhalten zu lassen…

Kritik

Nachdem sich der dritte Teil der Serie etwas von der Halloweenreihe löste, setzt der vierte Teil wieder da an, wo der zweite endete. Doch leider muss man feststellen, dass es langsam aber sicher mit der Spannung und dem Unterhaltungswert bergab geht, denn die Geschehnisse gleichen sich mehr und mehr. Bei Slasherfilmen, die über ein oder mehrere Sequels verfügen ist dies zwar öfter der Fall, doch gerade „Halloween“ langweilt einem je mehr man davon sieht.

Zwar kann man auch diesem Teil nicht absprechen, dass er über die gewisse Spannung, die gute Atmosphäre und die, ins Ohr gehende, Musik verfügt, dennoch sucht man vergeblich nach etwas innovativem. Die Story ist zwar etwas abgeändert, da Michael anfangs an einem anderen Ort ist und sich erst den Weg zum Hauptspielort frei morden muss und die sonst gejagte Jamie Lee Curtis ist auch nicht mit von der Partie. Aber sonst ist alles nach Schema F gedreht worden, was bedeutet, dass es nur in einigen Splatterszenen etwas Abwechslung gibt, die aber leider aus diversen Fassungen rausgeschnitten wurden. Da es mittlerweile eine Vielzahl von deutschen Fassungen gibt, liste ich sie mal auf.

Geschnittene Versionen:

DVD: Best Entertainment

DVD: Laser Paradise

Video: VPS

Ungeschnittene Versionen:

DVD: Best Entertainment

DVD: Laser Paradise

Video: GVP – Denmark (Bootleg)

Video: JPV-Austria ( Bootleg )

Video: Pyrotec (Bootleg)

Video: Screen Power

Laserdisc: Laser Paradise

Das die Fernsehfassungen von RTL 2, RTL Plus und Vox ebenfalls geschnitten sind, ist logisch.

Die geschnittenen Fassungen sind zwar alle identisch mit der deutschen Kinoversion, doch diese wurde leider in sechs Szenen um insgesamt 35 Sekunden geschnitten. Diese Szenen sind recht hart und typisch für diese Serie.

Insgesamt kann man also sagen, dass „Halloween 4 – The Return of Michael Myers“ sich nicht unbedingt von seinen Vorgängern (Teil 3 ausgenommen) und seinen Nachfolgern absetzt und lediglich ein unauffälliger, solider Teil der Serie ist. Das Jamie Lee Curtis nicht mit von der Partie ist stört nicht weiter, denn ihre Kolleginnen und Kollegen machen auch ohne sie einen gewohnt guten Job.

Zu empfehlen ist logischerweise nur eine der ungeschnittenen Fassungen, denn wer möchte schon auf das wesentliche verzichten?

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Halloween – Die Nacht des Grauens

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Informationen

OT:Halloween

ca. 92 Minuten

USA 1978

Regie

  • John Carpenter
Darsteller

  • Donald Pleasance
  • Jamie Lee Curtis
  • u.a.

Halloween - Die Nacht des Grauens

Story

Wie der Name schon erraten lässt geschieht der erste Mord in der Halloweennacht des Jahres 1963 . Der sechsjährige Michael Myers erdolcht grausam seine Schwester und wird daraufhin in eine geschlossene Anstalt gesperrt wo er in der Obhut des Psychiaters Dr. Loomis fünfzehn Jahre lang, ohne nur ein Wort zu verlieren, vegetiert. Der Doktor hat eine begründete Angst, dass Michael ausbrechen will um zurück in seine Heimatstadt Haddonfield zu fliehen um ein erneutes Blutbad anzurichten.Genau so begibt es sich schließlich auch und nach ein paar Morden trifft Michael auf das Kindermädchen Larie, dass sich einen erbitterten Kampf mit dem menschlichen Monster abliefert, dessen Ausgang völlig ungewiss ist.

Kritik

"Halloween – Die Nacht des Grauens" ist schon ein sehr beeindruckender Film, der das Genre des Horrorfilm wohl mit am meisten geprägt hat. Auch heute gibt es immer wieder Filme in diesem Stil. Leider wurde Halloween uns aber jahrelang vorenthalten, aus Gründen die man nicht nachvollziehen kann. Wenn man mal vom vergossenen Blut oder den Gräueltaten ausgeht, dann braucht man eigentlich nur den Fernseher auf einen beliebigen Sender einzustellen und sieht dort bestimmt mehr Gewalt, was aber zur heutigen Filmgesellschaft, die durch Hollywood geprägt wurde dazugehört. John Carpenter schafft es in diesem Horrorklassiker eine tolle Atmosphäre aufzubauen, die sich bis zum Schluss hält und mit einer tollen Spannung untermauert ist. Die Handlung selbst war wohl bei der ersten Vorführung im Kino nicht so vorhersehbar, wie sie jetzt ist, da eigentlich jeder weiß das Michael uns in sechs weiteren Teilen das Fürchten lehrt. Besonders hervorgehoben werden muss die kultige Filmmusik, die ebenfalls von John Carpenter stammt. Sie versteht es den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen und an den notwendigen Stellen, anhand von Soundeffekten auch zu erschrecken! Die Schauspielerischen Leistungen von Donald Pleasance und Jamie Lee Curtis kann man auch nur loben. Die beiden sollten ja aufgrund ihres Auftritts in diesem Film viele weitere Rollen angeboten bekommen. Also bleibt nur noch zu sagen, dass dieser Film unbedingt empfehlenswert ist für die, die laut Gesetzt erwachsen sind und besonders die, die den Film noch nicht gesehen haben trotz seiner vielen Jahre, die er auf dem Buckel hat.

Bewertung

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Atmosphäre 5.gif
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Ähnlicher Film:

Halloween 3

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Informationen

OT:Halloween 3 – Season Of The Witch

ca. 95 Minuten

USA 1982

Regie

  • Tommy Lee Wallace
Darsteller

  • Tom Atkins
  • Stacey Nelkin
  • Dan O´Herlihy
  • u.a.

Halloween 3

Story

Es ist mal wieder soweit! Die Halloweennacht bricht an und aus diesem Grund hat sich die jungendliche Bevölkerung in einer amerikanischen Kleinstadt mit Halloweenmasken ausgerüstet um die Leute zu erschrecken. Viele Jungendliche tragen eine ganz bestimmte Maske, da sie von Werbespots förmlich bombardiert worden sind. Doch in dieser Nacht passiert etwas seltsames. Ein Spielzeugladenbesitzer wird schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. In seiner Hand hält er eine Halloweenmaske und stammelt etwas von „Sie werden uns töten“ bevor er letztendlich von einem Unbekannten umgebracht wird. Dieser Unbekannte verbrennt sich seltsamer Weise nach seiner Tat selbst.

Die Tochter des Getöteten, die im Krankenhaus die Leiche identifizieren muss, Ellie und der diensthabende Arzt Doktor Challis finden den Todesfall sehr mysteriös und versuchen noch in der selben Nacht in aufzuklären. Eine erste Spur führt sie zu dem Hersteller der Masken, Conal Cochan, der seine Spielwarenfabrik außerhalb der Kleinstadt in einem Vorort hat. Dort angekommen werden sie alsbald von Mitarbeitern der Firma festgenommen und ihrem Chef vorgeführt. Sie finden heraus das in der Fabrik Puppen hergestellt werden, die den Menschen zum verwechseln ähnlich aussehen und mit einer Robotermechanik ausgestattet sind.

Aber sie finden noch etwas viel schlimmeres heraus! Die Firma will diese Nacht einen Werbespott ausstrahlen, der alle Menschen tötet die eine der hier hergestellten Maske tragen. Nun gilt es für Ellie und Doktor Challis dies zu verhindern …

Kritik

Bei „Halloween III – Season of the Witch“ handelt es sich nicht um einen direkten Nachfolger der Kultfilme sondern um einen billigen Horrorstreifen das außer dem Namen absolut nichts mit der „Halloween“ Serie zu tun hat. Der Grund, warum dieser Film gedreht wurde ist mir absolut unbekannt, ich weiß bloß das er absolut überflüssig ist. Klar, Michael Myers wurde im zweiten Teil getötet und die Kinogänger haben mit einer erneuten Auferstehung gerechnet, sind in den Film gegangen und haben ihr Geld dort gelassen…

Der Film wird aufgrund dieser Tatsache zurecht abgewertet. Dazu kommt noch das er als Film an sich nicht überzeugen kann. Die Schauspieler sind wirklich schlecht und die Story ist öde und absolut unspannend. Selbst gute Spezialeffekte, die den Film hätten retten können, sind nicht vorhanden. Das einzig positive an dem Film, wenn man es denn nun positiv bewerten will, ist das John Carpenter an diesem Film mitgearbeitet hat. Er hat das Drehbuch zusammen mit Debra Hill geschrieben und die Musik beigesteuert, die sich recht gut ertragen lässt aber nicht an seine Meisterwerke aus zum Beispiel „Fürsten der Dunkelheit“ herankommt.

Da bleibt mir nur übrig euch von dem Film abzuraten, da es erstens eine Verarsche ist und zweitens einfach ein schlechter Film, der nicht überzeugt.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Halloween 2

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Informationen

Originaltitel Halloween 2
Länge 90 Minuten
Drehjahr 1981
Drehland USA
Regie Rick Rosenthal
Schauspieler
  • Donald Pleasence
  • Jamie Lee Curtis
Halloween 2

Story & Kritik

Naja, ich nehme mal an, dass jeder von euch schon „Halloween 1 – Die Nacht des Grauens“ gesehen hat. Für alle die mit Halloween 1 nichts anfangen können will ich mal kurz die Story von Teil 1 erläutern. 1963 erstach ein 6 jähriger Junge namens Michael Myers seine 14 jährige Schwester mit einem Fleischermesser in einer Halloween Nacht. Er kam in die Psychiatrie und brach 15 Jahre später pünktlich zu Halloween aus mit dem Ziel seine andere Schwester Laurie Strode (gespielt von Jamie Lee Curtis) umzubringen. Also ging er zurück nach Haddonfield und macht in der Halloween Nacht Jagd auf sie. Dabei müssen 3 Freunde von Laurie Sterben, sie selbst kommt gerade noch mit einer mehr oder weniger schweren Verletzung davon, weil der Psychiater von Michael Myers, Dr. Loomis (gespielt von Donald Pleasence), in letzter Sekunde auftaucht. Er schießt 6 mal auf Michael und rettete somit Lauri. Als Dr. Loomis nach Michael schaute, ist der plötzlich spurlos verschwunden.

Das ist die Story von Teil 1 mal im Groben, wer mehr wissen will, soll sich einfach hier bei Ciao über Teil 1 informieren. Kommen wir also zum eigentlichen, Teil 2!

„Halloween 2“ endet genau da, wo Teil 1 aufhört. Dr. Loomis hat auf Michael Myers geschossen, dieser Stürzt den Balkon hinunter und als man nach ihm sieht ist er verschwunden. Dr. Loomis rennt panisch nach draußen und brüllt zum Nachbarn „Rufen sie die Polizei“. Jetzt kommt die Schrift „Halloween 2“, die coole Kultmusik und die Namen kommen und der Film geht los.

Michael Myers flüchtet vom Tatort schnappt sich ein Messer und holt sich gleich sein erstes Opfer. Und zwar eine Junge Frau, der von ihm die Kehle durchgeschnitten wird. Er verschwindet wieder. Unterdessen findet die Polizei und Dr. Loomis die 3 Leichen. Da die Tochter vom Sheriff unter den Opfern ist, schafft Dr. Loomis endlich die Polizei zu überzeugen wie gefährlich Michael Myers ist. Also macht man sich auf die Suche nach Michael. Laurie kommt mit einer Verletzung und einem Schock ins Krankenhaus und kann erst einmal tief Luft holen, denn die Nacht des Grauens ist für sie vorbei.

Hätte sie wohl gerne! Michael Myers hat sie nicht vergessen und marschiert auch Richtung Krankenhaus. Im Krankenhaus angekommen mach Michael sich erst einmal an die Arbeit, dass niemand mehr entkommen kann. Er sticht bei allen Autos die Reifen Platt und schneidet die Telefonleitung durch. Anschließend wird der Wachmann getötet. Dr. Loomis und die Polizei sucht inzwischen überall wie verrückt nach Michael, aber niemand kommt auf die Idee, dass dieser immer noch hinter Laurie her ist. So, ab jetzt geht der Film dann richtig los und Michael macht sich daran Lauri zu töten. Dabei muss halt auch das wenige Personal im Krankenhaus, das Nachtschicht hat, dran Glauben und für Laurie beginnt erneut eine Phase des Grauens, denn sie ist ja schließlich verletzt und das Krankenhaus hat viele dunkle lange Gänge. Die Nacht des Grauens erreicht hiermit ihren blutigen Höhepunkt.

Wie schon gesagt, fast jeder von euch hat sicher schon mal einen Halloween Teil gesehen oder zumindest schon mal davon gehört. Wenn nicht, dann wird es aber höchste Zeit, denn die Halloween Reihe ist einfach Kult. Klar, „Halloween 2“ ist wie Teil 1 und die folgende Teile (bis auf 3) ein Slasherfilm und von einem Slasherfilm darf man niemals ein super durchdachte Story erwarten. So ist es auch wieder in Teil 2, der direkt Szene an Szene an den ersten Teil anschließt. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder für sich entscheiden, ich zumindest fand es gut. Die restliche Story ist recht simpel und dürfte auch jedem bekannt sein. Michael meuchelt alle um, bis irgendwann nur noch Laurie da ist, mit der es dann in den Showdown gehen kann. Am Ende wird Michael erst einmal besiegt und darf sich bis zur nächsten Fortsetzung wieder ausruhen. Mit anderen Worten, das typische Slasherfilm Schema, wie ich es auch nicht anders erwarte und persönlich gut finde.

Um sicher zu gehen, dass auch alles klappt nahm der Regisseur wieder die gleichen Schauspieler wie in Teil 1. Da hätten wir zum einen Laurie Strode, die erneut von Jamie Lee Curtis gespielt wird und ihre Rolle als verletzte Patientin wirklich sehr gut spielt. Als zweites wäre da Dr. Loomis, der wie in allen anderen Teilen von Donald Pleasence gespielt wird. Er verkörpert seine Rolle als Psychiater wieder sehr gut, ich würde fast sagen, die Dr. Loomis Rolle ist ihm wie aus dem Gesicht geschnitten. Leider ist er nach den Dreharbeiten zu Halloween 6 gestorben. Alle anderen Schauspieler sind unwichtig und eigentlich nur Opfer. Der Regisseur heißt Rick Rosenthal und ist auch für den neuen Halloween 8 Film, der gerade im Kino läuft verantwortlich. Mit „Halloween 2“ hat er meiner Meinung nach einen super Film geschaffen, auch wenn es viele anders sehen.

Ich persönlich halte diesen Teil 2 für die beste aller Halloween Fortsetzung, die locker mit Teil 1 mithalten kann (schlagt mich ruhig, aber das ist meine Meinung), denn dieser Teil 2 ist vom Prinzip her ziemlich gleich aufgebaut, wie John Carpenters Meisterwerk. Am Anfang wird die Story gebracht, dann gibt es ein paar Morde und zu Schluss gibt es einen genialen Showdown. Mit dem Unterschied, in Teil 2 gibt es mehr tote und vor allem grausamere. Die Spannung und Atmosphäre ist in Teil 2 wieder voll da. Ich will nicht wissen wie ihr euch nachts alleine in einem dunklen verlassenen Krankenhaus fühlt in dem ein Killer ist und euch umbringen will. Die Spannung und Atmosphäre wird in dem Film echt gut rübergebracht mit vielen Kameraeinstellungen von den Dunklen Gängen und Schatten in denen Michael Myers rumgeistert. Natürlich darf auch die ein oder andere Schockszene nicht fehlen in der Michael Myers plötzlich auftaucht.

Wenn Michael aber erst einmal alle umgebracht hat und nur noch Laurie da ist, dann ist Spannung pur angesagt. Laurie versucht verzweifelt zu flüchten und da sie verletzt ist und unter Medikamenten steht wird dies noch erschwert. Michael Myers, der total kalt hinter ihr langsam mit einem Skalpell hinterherläuft wirkt in diesem Teil besonders furchteinflößend und erbarmungslos. Wir haben in Teil 2 sozusagen wieder dem Michael Myers wie wir ihn sehen wollen. Eiskallt, laufend, grausam und jede Tür wird einfach kurz eingeschlagen und natürlich unsterblich. Andres als zum Beispiel in „Halloween 7 – H20“, da geht er viel zu strategisch vor und das macht ihn dann nicht mehr so furchteinflößend und unbarmherzig.

Neben einer sehr guten Spannung und einer super Atmosphäre warten noch ein paar coole Mordszenen die für jeden Slasherfan ein Leckerbissen sein sollten. Ich gebe wieder meine üblichen Beispiele, dass sich jeder ein Bild machen kann.

1) Die wohl grausamste Szene im Film: Ein Krankenschwester ist mit ihrem Freund im Wirrpool. Michael Myers taucht auf und dreht die Temperatur auf Maximal. Als der Freund nachsehen will wird er erdrosselt und die Krankenschwester wartet ahnungslos. Plötzlich taucht hinter ihr Michael Myers auf und taucht sie mit dem Kopf ins Wasser, dass inzwischen am kochen ist. Er holt sie raus und tauch sie erneut ein. Das macht er genau fünf mal, raus rein, raus rein, usw., bis sie tot ist. jedes mal wenn der Kopf aus dem Wasser kommt ist das Gesicht entstellter.

2) Michael Myers lässt eine andere Krankenschwester ausbluten.

3) Einem Polizisten wird in Großaufnahme die Kehle durchgeschnitten.

4) Eine Krankenschwester bekommt ein Skalpell in den Rücken und wird hochgehalten. Durch die Verletzung stirbt sie in der Luft.

5) Die Wohl berühmteste Szene: Eine weiter Krankenschwester sucht den Dr. wegen Laurie. Sie findet ihn in einem Sessel mit einer Spritze im Auge. Genaugenommen mitten in der Pupille. Als sie verzweifelt nach hinten weicht taucht aus dem Schatten hinter ihr Micheal Myers auf und sticht ihr eine Spritze oberhalb des rechten Auges in Großaufnahme in den Kopf. Danach verabreicht er ihr eine tödliche Injektion und sie kippt zu Boden. Diese Großaufnahme ist in allen Versionen geschnitten außer bei der Astro DVD und der Astro VHS.

Es gibt noch ein paar andere Mordszenen, die aber nicht nötig sind auf zu zählen. In Sachen Brutalität steigert sich damit der Unterschied zwischen Teil 1 und 2. Wo bei ersten nur angedeutet wird, wird beim 2. richtig phantasievoll gemordet und voll draufgehalten. Teil 2 ist somit der brutalste Teil der Reihe, meiner Meinung nach. Okay, Teil 6 ist auch nicht schlecht, aber bei Nummer 2 wird alles irgendwie viel grausamer dargestellt.

Unsere Freunde (oder Feinde) von der BPSJ sahen das leider ähnlich und der Film wurde beschlagnahmt. Das Verbot kann ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen, da der Film für eine Beschlagnahme einfach noch viel zu harmlos ist. Es gibt haufenweise Filme, die ab 18 ungeschnitten freigegeben und viel brutaler sind. Aber ihr wisst ja, die Logik der BPJS werde ich wohl niemals begreifen. Heutzutage sind von diesem guten Film alle Versionen Verboten, bis auf die zerstückelte 16ner Fassung. Die alten Fassungen sind zwar in einer Szene gekürzt (Die legendäre Sprizenszene (Szene Nr. 5)), aber das macht überhaupt nichts, außer man ist so ein verrückter Sammler und Fan wie ich *gg*. Die 16ner Fassung ist ein echter Witz und ich empfehle jedem einen großen Bogen um diese Fassung zu machen. Der wo die 16ner Fassung gesehen hat, hat den Film nicht gesehen, glaubt mir!

Meine DVD ist von Astro/Laser Paradise von der Kultklassiker ungeschnitten Edition. Diese DVD ist total ungeschnitten, auch die Spritzenszene ist drin, hat aber ein ziemlich miserables Bild, das zudem noch recht farblos ist an manchen Stellen. Der Ton ist auch nicht gerade das Highlight, aber man versteht noch recht gut was sie reden. In vergleich zu meiner früheren Version ist das Bild und Ton bei der DVD eine wahre Pracht! Extras gibt es natürlich gar keine, aber anders hab ich es auch nicht erwartet. Genauso gibt es auch nur die Sprache deutsch und keine Untertitel, was ich ebenfalls schade finde. Aber was solls. Diese DVD hat mich 15 Euro gekostet und ich bin sehr stolz sie zu besitzen, da sie verboten ist und darf deshalb nicht mehr verkauft werden. Das Bild ist übrigens im Widescreen Format. Die Menüs sind eher langweilig gestaltet und es gibt auch keinerlei Animationen.

Damals als Dieser Teil 2 auf VHS von ITT erschien wurde er nach einiger Zeit beschlagnahmt. Um einer beschlagnahme zu entgehen zog VMP ihre Fassung zurück. Beide Versionen sind aber in einer Szene geschnitten und zwar die Szene 5 (Siehe oben). Irgendwann erschien dann mal eine Fassung, die Teil 1 und 2 verbindet und 3 Stunden geht. Auch diese Fassung wurde beschlagnahmt obwohl sie wieder in der Szene 5 geschnitten war. Vor ein paar Jahren brachte Astro dann endlich diesen Film ungeschnitten auf VHS heraus und die Fans durften sich freuen. Aber nur kurz, denn auch diese Fassung wurde aus dem verkehr gezogen. Vor ungefähr 1 – 2 Jahren kam dann eine (diese) ungeschnittene Astro DVD raus, die auf der VHS beruht die aber inzwischen auch wieder weg ist. Damit sind alle gescheiten Fassungen verboten und die einzig erhältliche VHS und DVD von „Halloween 2“ ist eine 16ner Fassung von „Astro/Best Entertainment die aber um ALLE Gewaltszenen gekürzt wurde und nicht mehr sehenswert ist. Über diese Fassung stolpert man fast in jedem Supermarkt.

Jeder, der auf die Halloween Reihe steht muss diesen Teil 2 unbedingt sehen, da er wirklich die beste und härteste Fortsetzung ist. Alle anderen Slascherfans werden sicher auch ihre Freude an dem Film finde. Wenn ihr ihn aber holt, dann nach Möglichkeit irgendeine verbotene Fassung, denn die 16ner ist einfach ein reiner Witz um Geld zu machen. Leute die eine gute anspruchsvolle Story suchen sollten „Halloween 2“ dann doch lieber meiden.

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Bewertung

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Spannung 5_5.gif
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Ekelfaktor 3_5.gif
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Halloween 2

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Informationen

Originaltitel Halloween 2
Länge 90 Minuten
Drehjahr 1981
Drehland USA
Regie Rick Rosenthal
Schauspieler
  • Donald Pleasence
  • Jamie Lee Curtis
Halloween 2

Story & Kritik

Der Film fängt da an wo der erste Teil geendet hat und zwar bei der vermeintlichen Tötung Michael Myers durch Doktor Loomis, der zuständiger Arzt für Michael war und ihn seit seiner Flucht aus der Psychiatrie verfolgt.

Er feuerte sechs Schüsse auf Michael ab, wovon sich der Getroffene aber nichts anmerken ließ. Loomis schlussfolgert das Michael keine menschlichen Spuren mehr besitzt und nur schwer auszuschalten sein wird. Michael flieht, bleibt aber der Nachbarschaft erhalten und hat mal wieder nur eins im Sinn! Er will Laurie, seine Schwester, töten.

Diese wird nach den Geschehnissen der ersten Nacht ( Teil 1 ) in ein Krankenhaus gebracht um sich dort von den Strapazen zu erholen. Während sie sich erholt treibt Michael aber wieder sein Unwesen und mordet sich durch die Nachbarschaft ohne sich dabei von seinen Verfolgern Loomis und der ansässigen Polizei ablenken zu lassen.

Aber er hat nur seinen Schwester im Kopf und findet irgendwie heraus das sie sich im Hospital befindet. Loomis, der soeben erfahren hat was Michael zu seinem Ausbruch veranlasst hat macht sich auch auf den Weg in das Krankenhaus um das Schlimmste zu verhindern…

Man kann nicht sagen das der Film schlecht ist, an seinen Vorgänger kommt er allerdings nicht ran. Er wurde nur drei Jahre später gedreht und mit den gleichen Hauptdarstellern besetzt was aufgrund der Geschichte auch Sinn macht. John Carpenter war auch hier ausführender Produzent und hat die angenehme Titelmusik beigesteuert, die nur am Ende mit dem Stück Mr. Sandmann ergänzt wird, was ein wenig albern klingt und den Kinobesuchern wohl die Angst auf dem Nachhauseweg nehmen sollte.

Der Film ist zwar recht spannend, allerdings ist die Geschichte etwas flach. Man wollte wohl seiner Zeit etwas vom Ruhm des ersten Teils profitieren und dachte nicht das es mal eine Kultserie von mittlerweile sieben Teilen werden würde. Typische Horrorklischees gibt es hier am laufenden Band. Kein Auto springt an, keiner dreht sich rum wenn der böse Mann hinter einem steht und das Krankenhaus ist so verlassen wie man es nur aus diesem Genre kennt. Die Atmosphäre im Film ist die Gleiche wie im Vorgängerfilm, trotz eines anderem Regisseur, und einfach vorbildlich.

Wer damals diesen Film verboten hat, der hat eindeutig seinen Job verfehlt. Es gibt kaum Gewaltszenen und im Vergleich zu namhaften Filmen wie Species und Sleepy Hollow wirkt dieser Film wie ein Kinderfilm.

Meine Empfehlung geht aus oben genannten Gründen auch nur an Fans der Halloween Filme oder generelle Horrorliebhaber.

Bewertung

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Spannung 3_5.gif
Story 2_5.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 3_5.gif
Gesamt 2_5.gif

Halloween II

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2009
Laufzeit ca. 111 Minuten
Regie Rob Zombie
Darsteller Scout Taylor-Compton Tyler Mane Malcolm McDowell Brad Dourif Sheri Moon Zombie u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
Halloween II

Story

Ein Jahr ist vergangen, seitdem Michael Myers an Halloween eine blutige Spur des Todes durch die Kleinstadt Haddington gezogen hat. Der Killer wurde getötet. Doch seine Leiche verschwand auf mysteriöse Weise. Noch immer leidet die junge Laurie, die dem Mörder nur knapp entkommen konnte, unter den Eindrücken des Geschehenen. Ist Michael Myers tatsächlich tot? Dann ist wieder ist Halloween, und Laurie’s schlimmster Alptraum wird wahr: Michael Myers lebt! – Und er ist auf dem Weg zu ihr…

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Kritik

Eins steht fest: Regisseur und Rockmusiker Rob Zombie ist immer für Überraschungen gut. 2007 sorgte er mit seinem Remake von John Carpenter’s Horror-Klassiker „Halloween“ für Furore. Kritiker und Fans waren gleichsam begeistert, schließlich fügte Zombie seiner Version des Themas einige neue Aspekte hinzu, orientierte sich aber dennoch sehr eng an der Vorlage. Eigentlich ein gutes Rezept, dass garantiert auch bei der Neuauflage des zweiten Teils funktioniert hätte.

Aber Rob Zombie wäre nicht Rob Zombie, hätte er sich auf diesen einfachen Deal eingelassen. Als „viel zu sauber“ habe er sein erstes Remake empfunden. Grund genug also für ihn, mit „Halloween II“ wieder ein dreckigeres Stück Film abzuliefern. Einen Film mit Ecken und Kanten, einen Film, den die Leute entweder mögen oder hassen – eben einen richtigen ZOMBIE-Film. Mit „Halloween II“ ist ihm dies vollkommen gelungen: Der Film polarisiert, gefällt oder missfällt. Und er hat letztendlich nur noch wenig gemeinsam mit dem Original. Nur kurz zu Beginn sind die Parallelen zu Carpenter’s Klassiker wirklich 1:1 deutlich. Schließlich setzen beide Filme nahtlos an ihre jeweiligen Vorgänger an. Dann aber biegt Rob Zombie mit seiner Version der Story an der nächsten Kreuzung scharf ab, verlässt die eingeschlagenen klassischen Slasher-Pfade des Originals und bietet im Folgenden eine eigene, ja eigenwillige Interpretation der Grusel-Mär um den unheimlichen Killer Michael Myers. Einmal mehr legt Rob Zombie ein entscheidendes Hauptaugenmerk auf die psychologischen Aspekte der Story. War es in Teil 1 seiner Neuinterpretation in erster Linie die Kindheit und die Entwicklung Michael Myers’ zum Mörder, so sind es nun die Beweggründe, die diesen zum Morden antreiben. Die phantastischen Traumsequenzen, in denen Michael’s verstorbene Mutter (Sheri-Moon Zombie in schneeweißem Gewand, mal mit ebenso strahlend weißem Pferd, mal mit dem jungen Michael im Schlepptau) dem Killer erscheint, sind dann auch einer der großen Kritikpunkte, die Fans der Originalreihe diesem Werk als Makel vorhalten. Sie wirken teilweise kitschig, teilweise überladen, funktionieren aber insgesamt dann doch – vorausgesetzt, man sieht Rob Zombies Version als eigenständigen Film. Gleiches gilt auch für die Darstellung der Personen in der Handlung: Nahezu allen Charakteren des ersten Parts hat Zombie eine Radikalkur verpasst. Erneut tritt Scout Taylor-Compton als Laurie das Erbe von Scream-Queen Jamie Lee Curtis an. Während sie in Part 1 als eher gutbürgerlicher Teenie und Babysitter dem Terror des Michael Myers ausgeliefert war, ist sie nun zum aufmüpfigen Grunge-Girl mutiert. Zwar macht Desariee Starr Compton, so ihr bürgerlicher Name, dabei eine gute Figur, allerdings übertreibt „Scoutie“ es doch ein wenig mit Hysterie und Geschrei. Ansonsten kann man der attraktiven 1,60m kleinen Darstellerin, die darauf bestand, alle ihre Stunts selbst zu übernehmen, keinen Vorwurf machen. Auch Brad Dourif und Malcolm McDowell sind wieder mit von der Partie. Brad Dourif als Sheriff Lee Brackett mit schmucker Pferdeschwanzfrisur. Malcolm MacDowell als Opfer einer zum Himmel schreienden Ungerechtigkeit: Sein Film-Charakter des Dr. Samuel Loomis, in der Original-Serie eine in gewissem Grad sympathische Figur, ist in Rob Zombies Variante zum rücksichtslos egoistischen, geldgierigen Schmierenautor degradiert. Ganz Gentleman hat der gebürtige Brite dies aber offensichtlich mit Fassung ertragen. Denn auch diesen Part spielt er mit Bravour. Tyler Mane stülpt sich auch in Teil II die berühmt-berüchtigte Maske des Michael Myers über. Mit seiner 2,06m Körpergröße ist der ehemalige Profi-Catcher die ideale Besetzung für den „schwarzen Mann“. Finsterer Blick, Zottelbart, lange verfilzte Haaren unter einer großen Kapuze: Dagegen dürften die Sänger mancher Black-Metal-Band ziemlich blass aussehen.Mane’s Performance trägt einen großen Teil dazu bei, dass Rob Zombie’s „Halloween II“ als einer der härtesten Beiträge zur Reihe angesehen werden kann. Zwar hält sich Gewaltdarstellung in Grenzen, ist teilweise nur angedeutet oder findet im Off statt. Dennoch – oder gerade deshalb verfehlen die Szenen ihre Wirkung nicht, wenn Michael Myers unzählige Male auf ein Opfer einsticht und dabei wütend schnaubt und grunzt. Puristen, die ein 1:1-Remake von John Carpenter’s Klassiker erwarten, werden überrascht, eventuell enttäuscht sein. Film-Fans, die den Film als eigenständiges Werk betrachten, können sich auf eine gelungene Neuinterpretation eines Klassikers einstellen und auf gute Unterhaltung verlassen. „Halloween II“ ist eben ein ZOMBIE-Film…

Weitere Informationen zum Film gibt es hier: http://www.halloween2.de/

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DVD

Mögen sich an Rob Zombies Interpretation des Klassikers auch die Geister scheiden, zumindest die DVD von Sunfilm lässt keine Wünsche übrig. Zwei Silberlinge in Amaray-Box und zusätzlichem Schuber bieten zum einen den Film, zum anderen massig Extras. Bild- und Ton sind über allen Zweifel erhaben. Der hier präsentierte Director’s Cut ist mit deutscher und englischer Tonspur und optionalen deutschen Untertiteln versehen. Als I-Tüpfelchen bietet eine weitere englische Tonspur zudem einen Audiokommentar, in dem Rob Zombie persönlich interessante und spannende Hintergrundinfos zu den einzelnen Szenen gibt. Der Regisseur ist darüber hinaus auch noch in einem Interview zu sehen, welches, wie alle übrigen Extras leider nur im englischen Originalton und ohne Untertitel verfügbar ist.

Die Features auf der Zusatz-DVD haben es ebenfalls in sich. Hier gibt es u.a. Deleted Scenes, die es nicht in die Endfassung geschafft haben, witzige Outtakes. Darüber hinaus kann man noch einige der Darsteller bei Probeaufnahmen zum Vorsprechen bewundern. Eine gelungene Abwechslung zu sonst eher üblichen Standard-Interviews ist ein Feature zur Premieren-Feier, bei der die Schauspieler vor Ort zu Wort kommen. Ein Video-Special mit Musik-Clips der Film-Band Captain Clegg and the Night Creatures und dem Auftritt von Uncle Seymour Coffins runden das Paket ab.

Weitere Informationen zum Film gibt es hier: http://www.halloween2.de/

Bewertung

Splatter 2010_4.gif
Spannung 2010_3.gif
Story 2010_4.gif
Ekelfaktor 2010_4.gif
Atmosphäre 2010_4.gif
Tonqualität 2010_5.gif
Bildqualität 2010_5.gif
Zusatzmaterial 2010_5.gif
Gesamteindruck 2010_4.gif

Halloween – Left For Dead

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Informationen

Drehland Kanada
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 78 Minuten
Regie Christopher Harrison
Darsteller Steve Byers Danielle Harris Shawn Roberts Robbie Amell u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1 (anamorph/16:9)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 18
Halloween - Left For Dead

Story

In der Halloween-Nacht zieht eine handvoll Jugendlicher durch die Straßen, um zu einer Party zu gelangen. Bei ihrem Marsch treffen sie auf einen Fremden, der ihnen etwas aus dem Auto geklaut hat. Sie stellen ihn und verletzten ihn dabei schwer. Da aber keiner Lust auf Ärger hat, ziehen die Jungendlichen weiter um die Feier zu besuchen.

Ein Jahr später: Wieder ist Halloween und die Sache aus dem letzten Jahr noch nicht ganz vergessen. Aber der Tag ist ja ein Feiertag und deswegen feiert man kräftig auf der Halloween-Party. Doch die Feiergemeinschaft ist nicht alleine. Ein unbekannter Mann taucht auf, der eine Maske trägt, bewaffnet ist und sich einen Feiernden nach dem anderen holt…

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Kritik

Die Story von „Halloween – Left For Dead“ könnte beim Lesen durchaus wie Standardware klingen. Und, wen überrascht es, der Film ist Standardware. Junge Leute, coole Musik, Partys, nackte Haut und ein paar Morde. Viele Filmemacher meinen immer und immer wieder, dass dies für einen unterhaltsamen Horror-Film ausreicht. Und obwohl wir Fans des blutigen Films durchaus anspruchslos sind, unterschätzen uns viele Filmemacher. So auch die Herren und Damen, die für „Halloween – Left For Dead“ die Verantwortung tragen.

Unterhaltsam ist „Halloween – Left For Dead“ nur bedingt. Es gibt eine dünne Story und da man die Laufzeit (von zum Glück nur ca. 78 Minuten) vollbekommen muss, werden wilde Szenen aneinander geschnitten. Szenen, die nicht viel miteinander zu tun haben und zumeist intime Zwischenmenschlichkeiten darbieten. Mit blanken Brüsten. Hier wurde sicherlich gedacht, dass man den fehlenden Inhalt durch nackte Haut kompensieren kann. Dies klappt vielleicht auch bei dem ein oder anderen, auf Dauer wird das aber auch den hirnlosesten Horror-Fan langweilen.

Also was gibt es bei „Halloween – Left For Dead“ außer Brüsten, sinnfreien Dialogen und aneinandergereihten Szenen sonst noch. Zum Glück einige leicht spannende Szenen in guter Slasher-Art. Der bewaffnete Protagonist schaut zum Glück immer mal wieder bei den Party-Teens vorbei und dezimiert die Gruppe nach besten Kräften. Die Morde sind nicht sonderlich spektakulär. Es gibt mal ein Messer dahin, dann mal eins da rein. Dann eine Machete in die Birne und am Ende sogar eine finale Enthauptung. Standard-Ware, die nicht sonderlich blutrünstig aber wenigsten nett anzugucken ist.

Dies gilt, wie sollte es auch anderes sein, nicht unbedingt für die beteiligten Schauspieler. In Filmen dieser Machart ist es den Finanzieren stets wichtig, dass die Darsteller kostengünstig sind und über eine nette Optik verfügen. Dies sogt meist dafür, dass man sich talentfreie Möchtegern-Schauspieler ins Boot holt, die dann quasi um die Goldene Himbeere spielen. Ist hier natürlich auch so. Ihnen kommt der Umstand erschwerend hinzu, dass die deutsche Synchronisation nicht die allerbeste ist. Dies führt zum einen dazu, dass die hölzernen Darstellungen noch hölzerner werden und zum anderen wird ihre nicht vorhandenen Glaubhaftigkeit unterstrichen. Als sich zum Beispiel zwei Leute über den Film „Texas Chainsaw Massacre“ unterhalten und dann über „Ledergesicht“ plaudern, muss man sowohl der Synchro als auch den Personen Missgunst entgegenwerfen.

Regisseur Christopher Harrison hat weder sich noch den Betrachtern des Streifens einen Gefallen getan. Sein ideenloses Debüt ist eine Standard-Horror-Slasher, der über die gesamte Spielzeit ohne wirkliche Höhepunkte auskommt. Die Atmosphäre und die Spielorte sind so lala, die Spannung dünn gesät und die Darsteller unprofessionell. Lediglich die Musik und die Auftritte des Killers wissen zu überzeugen, was unterm Strich natürlich viel zu wenig für einen guten Film ist.

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DVD

Die DVD stammt vom Label Artgore. Das Bild ist nicht sonderlich scharf und ab und zu auch zu dunkel. Der Ton ist trotz Raumklang auch nicht gerade perfekt. Denn er ist nicht gut abgemischt. Die Extras passen sich der mittelprächtigen Qualität des Films und der DVD an. Unter „Previews“ gibt es fünf Trailer des Labels und unter „Extras“ den Original-Trailer zum Film. Viel ist das ja nicht gerade…

Bewertung

Splatter 2009_2_5.gif
Spannung 2009_2_5.gif
Story 2009_2.gif
Ekelfaktor 2009_2.gif
Atmosphäre 2009_2_5.gif
Tonqualität 2009_4.gif
Bildqualität 2009_3_5.gif
Zusatzmaterial 2009_2.gif
Gesamteindruck 2009_2.gif

Ähnlicher Film:

Halloween II – Die Nacht des Grauens kehrt zurück

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Informationen

Darsteller
  • Donald Pleasence
  • Jamie Lee Curtis
Regie Rick Rosenthal
Tonformat Stereo
Bildformat 16:9 anamorph
Sprachen Deutsch
Untertitel Keine
FSK 16
Ländercode 2
Drehland USA
Jahr 1981
Filmlänge ca. 90 Minuten
Verleih Astro
Originaltitel Halloween 2
Halloween II - Die Nacht des Grauens kehrt zurück

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Hier kann diese DVD bestellt werden

Story

Der Film fängt da an wo der erste Teil geendet hat und zwar bei der vermeintlichen Tötung Michael Myers durch Doktor Loomis, der zuständiger Arzt für Michael war und ihn seit seiner Flucht aus der Psychiatrie verfolgt.

Er feuerte sechs Schüsse auf Michael ab, wovon sich der Getroffene aber nichts anmerken ließ. Loomis schlussfolgert das Michael keine menschlichen Spuren mehr besitzt und nur schwer auszuschalten sein wird. Michael flieht, bleibt aber der Nachbarschaft erhalten und hat mal wieder nur eins im Sinn! Er will Laurie, seine Schwester, töten.

Diese wird nach den Geschehnissen der ersten Nacht ( Teil 1 ) in ein Krankenhaus gebracht um sich dort von den Strapazen zu erholen. Während sie sich erholt treibt Michael aber wieder sein Unwesen und mordet sich durch die Nachbarschaft ohne sich dabei von seinen Verfolgern Loomis und der ansässigen Polizei ablenken zu lassen.

Aber er hat nur seinen Schwester im Kopf und findet irgendwie heraus das sie sich im Hospital befindet. Loomis, der soeben erfahren hat was Michael zu seinem Ausbruch veranlasst hat macht sich auch auf den Weg in das Krankenhaus um das Schlimmste zu verhindern…

Kritik

Man kann nicht sagen das der Film schlecht ist, an seinen Vorgänger kommt er allerdings nicht ran. Er wurde nur drei Jahre später gedreht und mit den gleichen Hauptdarstellern besetzt was aufgrund der Geschichte auch Sinn macht. John Carpenter war auch hier ausführender Produzent und hat die angenehme Titelmusik beigesteuert, die nur am Ende mit dem Stück Mr. Sandmann ergänzt wird, was ein wenig albern klingt und den Kinobesuchern wohl die Angst auf dem Nachhauseweg nehmen sollte.

Der Film ist zwar recht spannend, allerdings ist die Geschichte etwas flach. Man wollte wohl seiner Zeit etwas vom Ruhm des ersten Teils profitieren und dachte nicht das es mal eine Kultserie von mittlerweile sieben Teilen werden würde. Typische Horrorklischees gibt es hier am laufenden Band. Kein Auto springt an, keiner dreht sich rum wenn der böse Mann hinter einem steht und das Krankenhaus ist so verlassen wie man es nur aus diesem Genre kennt. Die Atmosphäre im Film ist die Gleiche wie im Vorgängerfilm, trotz eines anderem Regisseur, und einfach vorbildlich.

Wer damals diesen Film verboten hat, der hat eindeutig seinen Job verfehlt. Es gibt kaum Gewaltszenen und im Vergleich zu namhaften Filmen wie Species und Sleepy Hollow wirkt dieser Film wie ein Kinderfilm.

DVD

Ja Features … So etwas soll es ja auch geben. Auf dieser Scheibe gibt es lediglich Lesestoff über die Beteiligten. Allerdings hat man nicht mal die Möglichkeit zu blättern, sondern muss so schnell lesen wie die Programmierer es festgelegt haben. Ich an Astros stelle würde das Ganze noch mal überdenken!

Bewertung

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Atmosphäre 4.gif
Ton 2.gif
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Features 3.gif
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