Last House On The Left

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Informationen

OT:Last House On The Left

ca.81 Minuten

USA 1972

Regie

  • Wes Craven
Darsteller

  • Sandra Cassel
  • Lucy Grantham
  • David Hess
  • u.a.

Last House On The Left

Story

Die beiden Teenager Mari und Phillis sind die besten Freundinnen und wollen an diesem Wochenende zusammen ein Rockkonzert der Gruppe „Blood Lust“ besuchen. Sie leben abgelegen und müssen ein Waldstück durchqueren um ihr Ziel zu erreichen. Als die beiden sich auf die Suche nach kaufbarem Rauschgift machen, werden sie von einem Typen nach sich nach hause gelotst, wo bereits der Rest einer grausamen Verbrechergruppe wartet. Diese wollen den beiden Mädchen kein Gras verkaufen, denn die debile Bande will die Mädchen als Sex-Sklavinen benutzen. Die beiden wehren sich aber und so kommt es, dass sie in den Wald verschleppt werden und sie die Gruppe da grausam missbraucht. Schließlich ist ein Mädchen tot und das andere so schwer verletzt, dass es bald sterben wird.

Die Verbrecher machen sich nach der Bluttat auf den Weg, haben aber kurz drauf eine Autopanne und gehen zum nächsten Haus. Ohne das sie es wissen, sind sie in dem Elternhaus eines der Mädchen gelandet, wo sie von den Eltern freundlich aufgenommen werden. Ihnen wird sogar eine Übernachtung angeboten, die sie nicht ausschlagen. Bald verraten sich die etwas dämlich wirkenden Mörder aber, sodass die Eltern sich heimlich auf den Weg in den Wald machen und dort ihr sterbendes Mädchen sehen. Sie schwören grausame Rache und fahren zurück zu ihrem Haus…

Kritik

Nachdem der Kultregisseur Wes Craven ("Scream", "Nightmare – Mörderische Träume", "Im Todestal der Wölfe", etc.) 1971 mit dem Film „Together“ sein Debüt gab, in Co-Regie mit seinem Freund Sean S. Cunningham ("Freitag der 13."), drehte er ein Jahr später einen Film, der für viel Aufsehen sorgen sollte. Wie bereits bei seinem ersten Werk stand ihm auch hier wieder Cunningham zur Seite und er war auch maßgeblich an dem großen Erfolg des Films beteiligt, allerdings nicht als Regisseur.

„Last House On The Left“, der auch unter dem Namen „Mondo Brutale“ bekannt wurde, ist ein absolut schonungsloser Film, der auf ganz brutale Art und Weise zeigt, zu was Menschen im Stande sind. Auf der einen Seite gibt es da die Verbrecherbande, welche die beiden Mädchen auf äußerste quält (Auf Details wird verzichtet), vergewaltigt und sogar umbringt. Auf der anderen Seite gibt es dann die Eltern eines der Mädchens, die grausam Rache üben, obwohl es ihnen anfangs gar nicht zuzutrauen ist.

Cravens Werk lebt sowieso von den ständigen Wechseln. Mal ist es ultrabrutal und dann wieder witzig. Am Anfang denkt man noch das dieser Film gar nicht so schlimm ist, weil eine friedliche Atmosphäre herrscht, dann geht es aber zu Sache und nach dem Ende, beim Abspann, gibt es eine Wohlfühlmusik, obwohl einem eigentlich nicht wohl ist… Daher kann man die genaue Art der Atmosphäre eigentlich nicht bestimmen. Die Spannung ist auch recht wechselhaft. Mal ist es sehr spannend, besonders in den Waldszenen und am Ende, zwischendurch gibt es aber immer wieder nette Dialoge, die zwar ein Stimmungswechsel verursachen, aber nicht langweilen.

Brutalität wird in „Last House On The Left“ zwar groß geschrieben, die Gewaltszenen halten sich aber in Grenzen, was ein wenig an den Tobe Hoopers Film „Kettensägenmassaker“ erinnert. Es wird halt mehr angedeutet als gezeigt, obwohl es Gerüchte gibt, dass es in der Kettensägenszenen mehr zu sehen gibt als die, als ungeschnitten bezeichneten Versionen es zeigen. Astro präsentiert diesen Film auf jeden Fall als „ungeschnitten“, weil ihm einige Szenen hinzugefügt wurden, die es bei der alten Mike Hunter Version nicht zu sehen gab. Die fehlenden Szenen sind in der Originalsprache mit Untertiteln zu betrachten und führten wohl dazu, dass die Astrofassung im Juli 2000 beschlagnahmt wurde.

„Last House On The Left“ ist auf jeden Fall ein absolutes Meisterwerk des Horrorfilm, auch wenn er über weite Strecken scheußlich brutal ist. Insgesamt ist es aber sicherlich ein Film, den man als Fan des Horrorgenres oder als Fan von Wes Craven gesehen haben sollte, da man beeindruckende Bilder, viel Spannung, eine gute Story und eine gute Horroratmosphäre geboten bekommt.

Bewertung

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Ekelfaktor 5.gif
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Last House On Dead End Street

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OT: Last House On Dead End Street

ca. 78 Minuten

USA 1977

Regie

  • Roger Michael Watkins
Darsteller

  • Steven Morrison
  • Janet Sorley
  • Dennis Crawford
  • u.a.

Last House On Dead End Street

Story

Der kleinkriminelle Terry Hawkins wurde wegen Drogenbesitzes für ein Jahr weggesperrt. Nach seiner Entlassung ist er bemüht Geld zu machen und gerät dabei an einen zwielichtigen Pornoregisseur und seinen unzufriedenen Produzenten. Die Verkaufszahlen der Schmuddelwerke stagnieren in letzter Zeit, was den Produzenten nicht gerade freundlich stimmt. Er will Material, welches die Verkaufszahlen wieder ansteigen lässt und Terry soll ihm dieses besorgen.

Terry kommt es schnell in den Sinn, etwas Ungewöhnliches zu drehen. Etwas, das die Welt zuvor noch nicht gesehen hat. Er bringt Menschen unfreiwillig vor die Kamera, wo er sie dann in einer Zeremonie tötet. Terry hat damit wirklich etwas gefunden, was den gierenden Markt befriedigen könnte, doch das Projekt gerät völlig außer Kontrolle…

Kritik

Lange galt er als verschollen und regte Diskussionen rund um das Thema "Snuff" an. Jetzt ist “Last House On Dead End Street” auch in Deutschland erhältlich, auf DVD gepresst. Es ist ein Streifen, der sicherlich nur zwei Meinungen zulässt. Entweder "grausam beeindruckend" oder "grausam schlecht". Beeindruckend kann man ihn deswegen werten, weil er, für damalige Verhältnisse, weit über die Grenzen des "guten Geschmacks" geht. Er wirkt düster, deprimierend, schwer verdaulich. Die technische Seite rundet diese gewonnen Eindrücke ab. Allerdings kann dies auch dazu führen, dass man “Last House On Dead End Street” als "grausam schlecht" einstuft. Das Bild ist wirklich sehr schlecht. Auf Super-8 gedreht und mit vielen Verschmutzungen übersäht. Es könnte natürlich sein, dass ein besseres Master-Tape eine bessere Qualität aufweist, aber die Anzahl Kopien sollen nicht gerade üppig sein. Der Ton ist ebenfalls nicht das, was ein Filmliebhaber im 21. Jahrhundert als Klanggenuss bezeichnen würde. Doch hat man sich erst mal von der mitreißenden und verstörenden Stimmung stimulieren lassen, kann die schlechte Qualität durchaus die Authentizität des Streifens erhöhen, die ja bekanntermaßen nicht vorhanden ist.

Minutenlange Sequenzen, in denen die Opfer malträtiert werden, schockieren, ohne dass sie aufgrund ihres nicht gerade reichhaltigen Inhalts langweilen. Der Gore-Faktor ist dabei relativ hoch. Es wird zwar nicht explizit Gewalt dargestellt, der Blutverbrauch ist aber dennoch sehr hoch. Das Ganze erinnert ein wenig an die Gore-Szenen des guten, alten H.G. Lewis, die sicherlich als Vorlage gedient haben.

Erzählt wird im Verlauf des Films zwar nicht viel, dafür aber reichlich dargestellt. Man kann sich gut in die kranke Psyche des Protagonisten und seinen Helfern hineindenken. Die Darsteller spielen dabei nicht gerade wie professionelle Akteure, die sie ja auch nicht sind. Dennoch wirkt das Gezeigte, gerade weil sich die Laiendarsteller recht locker geben. Man hat eben die ganze Zeit den Eindruck, als würde man einem Amateur-Team zugucken, die einen Film machen wollen…

Regisseur Roger Michael Watkins hatte nach “Last House On Dead End Street” keinen Erfolg mehr im Filmgeschäft. Vielleicht hatte er damals nur das Glück, etwas zu machen das es vorher nicht so gab – eben so, wie seine Filmfigur.

"Last House On Dead End Street" ist sicherlich alles andere als Dutzendware und bei Freunden des Mainstream wird er nicht landen können. Andererseits ist er für Leute interessant, die ihn schon immer mal wegen der Gerüchte um seinen Inhalt sehen wollten. Man sollte aber nicht mit zuvielen Erwartungen an ihn herangehen, sondern sich einfach von dem Gezeigten tragen lassen. Dann ist ein netter, verstörender und außergewöhnlicher Filmgenuss für Freunde des etwas anderen Film vorprogrammiert.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Blood Feast

House Of The Creeping Death

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OT:House Of The Creeping Death

ca. 103 Minuten

USA 1984

Regie

  • George A. Romero
Darsteller

  • Rod McCary
  • Mabel King
  • Allen Garfield
  • Vernon Washington
  • u.a.

House Of The Creeping Death

Story

Der Film besteht aus fünf voneinander unabhängigen Kurzfilmen. Sie lehnen an die TV – Serie Tales from the Darkside an.

Film 1 : Der Fluch der Tempeljungfrau

Der Anfangsfilm handelt von einem englischem Sammler alter ägyptischer Statuen. Ganz neu in seiner Sammlung ist die Mumie, die in ihrem Leben Königin der Käfer war. Als ein Ägypter auftaucht und ihn warnt, den Schmuck aus der Mumie zu entfernen hört er nicht drauf und bekommt wenig später Visionen. Er sieht überall hässlich Käfer. Der Ägypter kommt ein zweites mal vorbei doch der Engländer schlägt erneut seinen Rat aus. Er schneidet die Mumie auf und findet weiteren Schmuck. Voller Freude über seinen neu erreichten Reichtum trinkt er eine Flasche Whisky. Dabei bemerkt er nicht das sich der Sarg der Mumie öffnet und Hunderte Käfer den Körper der Mumie verlassen. Sich machen sich über ihn her bis er schließlich am nächsten Morgen tot aufgefunden wird. – Filmende —

Film 2 : Das Dreizehnerdutzend

Bei der Beschreibung zur zweiten Geschichte möchte ich mich kurz halten. Da die Geschichte kompletter Quatsch war. Eine schwarze Bäckerin hat Voodookräfte mit denen sie Plätzchen backt. Diese Plätzchen stellen andere Personen dar. Zerstört man den Leckerbissen erleidet diese Person Höllenqualen bis sie schließlich stirbt.

Ein Werbefachmann versucht der schwarzen Frau ein Angebot zu machen um ihren Laden aufzumöbeln. Sie will erst nicht geht dann aber auf das Angebot ein. Als die Bäckerei expandiert nutzt der Werbemann die Plätzchen um erfolgreicher zu werden, bis seine eifersüchtige Frau hinter den Trick kommt und ihn anhand eines Plätzchen tötet. Der Bäckerin ergeht es nicht viel besser. Sie verwandelt ihren versoffenen Mann in eine Ratte. Als er verwandelt ist frisst er ein Plätzchen, sodass die schwarze Frau stirbt.

Was der Titel mit der Geschichte gemeinsam hat kann ich euch leider nicht sagen da ich es selber nicht verstanden habe. – Filmende —

Film 3 : Mookie und Pookie

Mookie und Pookie sind Zwillinge. Mookie, der Junge, ist körperlich behindert und hat nur seinen Computer um sich mit der Außenwelt zu verständigen. Pookie hasst Computer aber ihr Bruder sagt ihr eines Tages das sie sein Werk vollenden muss. Sie versteht dies nicht. Wenig später ist Mookie tot. Nach der Beerdigung macht sich Pookie an den Computer ran und programmiert fleißig, weil sie weiß das ihr Bruder sich in ihm befindet. Jetzt muss sie nur noch schnell genug das Programm fertig schreiben damit ihr Bruder sich über den Computer bemerkbar machen kann, denn der Vater glaubt ihr nicht und will den Computer verkaufen.

In letzter Sekunde schafft Pookie das Programm Fertigzustellen, der Vater glaubt ihr und alle sind glücklich – Filmende –

Film 4 : Der Teufel in Hollywood

Ein junger nicht erfolgreicher Drehbuchautor hadert mit sich selbst. Außer Absagen bekommt er nichts, bis auf einmal ein Freund von ihm vorbei kommt und ihm sagt das er gute Beziehungen habe und ihm seine Hilfe anbietet. Er willigt ein und am nächsten Tag ist er ein gefragter Mann in diesem Business. Er ist erfolgreich aber immer noch nicht glücklich. Er erzählt seinem Freund das er doch gerne Produzent wäre und der Freund sagt ihm das dies machbar wäre. Sein Freund outet sich als Teufel und bietet ihm einen Deal an. Er müsse ihm nur seine Seele verkaufen und alles wäre in Butter.

Der Deal kommt zustande. Wenig später kommt der Produzent aber zurück zum Teufel und meint das er nicht glücklich sei und alles wieder rückgängig machen wolle. Der Teufel gibt ihm als Bedingung für die Auflösung des Vertrages an, dass er ihm eine andere Seele besorgen muss.

Er überredet eine Schauspielerin, die eine Rolle spielen soll wo es so aussieht als ob sie ihre Seele dem Teufel verkaufen möchte. Sie übertreibt aber ein wenig und sagt dem Teufel das sie ihre Seele gegen Rache verkaufen möchte, Rache an ihrem Geliebten den Produzenten! Der Teufel willigt ein und der Mann verschwindet in einer Rauchwolke – Filmende —

Film 5 : Die Augen der Medusa

Ein Einbrecher dringt in ein Geschäft ein. Auf der Suche nach einer Beute bleibt er bei einer Schaufensterpuppe stehen und blickt ihr in die Augen. Plötzlich erstarrt er zu einer Puppe und die eben noch leblose verwandelt sich in einer Frau. Sie rüstet sich mit einer Sonnenbrille aus und geht bei Nacht hinaus aus dem Geschäft. In einer U-Bahnstation trifft sie einen Saxophonspieler und erklärt diesem das sie ich an nicht erinnern kann. Beide versuchen ihren Namen heraus zu bekommen und plötzlich fällt ihr ein das sie „May Dusa“ heißt. Sie kann sich auf einmal wieder erinnern, dass sie viele Leute getötet hat indem sie ihnen in die Augen geguckt hat.

Die beiden verlieben sich und küssen sich so heftig das May ihre Sonnenbrille verliert. May Dusa guckt ihrem neuen geliebten in die Augen und nichts passiert. Sie denkt das sie geheilt sei aber es stellt sich heraus das der Saxophonspieler blind ist. Jetzt gehen die beiden in das Geschäft zurück aus dem May gekommen ist weil sie sich eine neue Sonnenbrille besorgen will. Doch plötzlich als sie an einem Spiegel vorbei geht, blickt sie versehentlich tief rein und erstarrt wieder zur Puppe.

Der Einbrecher, der die ganze Zeit als Puppe da rumstand verwandelt sich während dessen wieder zu einem Mensch und erschießt vor Angst den blinden Mann, bevor er flüchtet und der Film endlich endet. –Film und DVD Ende ( Zum Glück ) —

Kritik

Kurz und knapp gesagt ist der Film, beziehungsweise die Filme, sehr schlecht. Warum dieser Film mit FSK 16 belegt ist kann ich nicht sagen. Es sind außer einem Mord mit einem Revolver keine brutalen Szenen zu sehen, sodass der Film hätte ab 12 freigegeben werden müssen.

Auch die Tatsache das George A. Romero hier Regie geführt hat ( Was ich auch nicht ganz verstehe da am Ende der Filme immer ein anderer Regisseur steht ) kann hier keine Kohlen aus dem Feuer holen. Wer bedenkt das uns Romero, wie ich oben schon sagte, Filme wie zum Beispiel Zombie – Dawn of the Dead beschert hat, dem läuft es kalt den Rücken runter.

Die Filme sind einfach nur langweilig und ich musste mich echt zusammenreißen, nicht früher abzuschalten, damit ich diese Warnung noch schreiben konnte.

Mein Fazit lautet also logischer Weise : Lasst einfach die Finger von diesem Film! Er ist nicht mal die knapp 15 DM wert die ich dafür ausgegeben habe.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

House Of Fears

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Informationen

OT:House Of Fears

ca.82 Minuten

USA 2007

Regie

  • Ryan Little
Darsteller

  • Corri English
  • Sandra McCoy
  • Michael J. Pagan
  • Corey Sevier
  • u.a.

House Of Fears

Story

Partytime ist angesagt. Doch einige Gäste der Teenager-Party wollen an diesem Abend mehr erleben. Gut das einer von ihnen eine gruselige Idee hat: Sie gehen in das „House Of Fears“. Eine Art Museum, in dem allerhand Horror-Kram untergebracht ist, der die Besucher erschrecken soll. Das „House Of Fears“ hat offiziell noch nicht geöffnet, einer der Partygäste verfügt aber über die Schlüssel, die den Jugendlichen den Zugang verschaffen. Dort angekommen, gruseln sie sich auch bei den verschiedenen Einrichtungen und öffnen unvorsichtigerweise ein Holzkiste mit einer seltsamen Statue. Was sie nicht wissen ist, dass der Grusel bald brutale Realität werden soll. Denn die ausgepackte Statue scheint magische Kräfte zu haben. Kräfte, die Ängste brutale Wirklichkeit werden lassen…

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Kritik

„Deine Angst wird dich töten“ lautet der Untertitel des Films „House Of Fears“. Einem Film, der von sich behaupten kann, ein Typischer Vertreter seiner Art zu sein. Beim Erschaffen des Drehbuchs hat man sich offensichtlich nicht die größte Mühe gegeben, sondern nur viele Bestandteile anderer Genrefilme zusammengeschustert. Da wäre zum Beispiel die anfänglichen Protagonisten. Zwei Schwestern. Die eine draufgängerisch, die andere zurückhaltend. Und dann, im Verlaufe des Films werden die Rollen getauscht. Auch stereotyp ist die Tatsache, dass die Leute in dem Haus der Ängste eingeschlossen werden. Ihre Handys nicht mehr funktionieren, es Nacht ist, Lampen explodieren und so weiter und sofort.

Standardware eben. Nun gibt es aber Filme mit ähnlicher Thematik, die wissen auf was sie achten müssen, um sich wenigstens ein wenig ins Positive abzusetzen. Beispielsweise mit ansehnlichen Darstellern, die es hier leider nicht wirklich gibt. Man kann auch an der Härtegradschraube drehen. Nicht so tolle Filme mit derben Spezialeffekten bleiben besser im Gedächtnis. Das sind zwei einfach zu realisierende Sachen, die hier leider nicht berücksichtigt wurden. Und das ist schade, da „House Of Fears“ durchaus gute Ansätze hat. Da wäre zum Beispiel das „House Of Fears“. Eine Art Kellerlabyrinth, mit vielen verschiedenen Räumen, die gut anzusehen sind und über viel Schockpotential verfügen. Das wird dann auch stellenweise abgerufen, sodass man sich als Betrachter einige Male erschrecken lassen kann. Auch die Grundatmosphäre ist in Ordnung. Es ist stets gruselig und durch Farbfilter sowie gute Ausleuchtung entstehen beklemmende Gefühle. Aber ein toller, abwechslungsreicher Schauplatz reicht natürlich nicht, um dauerhaft zu unterhalten. Etwas problematisch sind auch die Figuren zu betrachten. Stereotyp und nicht wirklich durchleuchtet, sodass weder Sympathie noch richtige Antipathie entstehen will. Glücklicherweise ist das Geschehen recht temporeich, sodass man sich während des Guckens nicht mit den Darstellern und ihren Rollen rumärgern muss.

Regisseur Ryan Little hat bei seinem ersten Ausritt im Horror-Genre eine eigentlich gute Vorlage nicht zufriedenstellend umgesetzt. Da der Film aber ein ordentliches Tempo hat und in den „normalen“ Szenen überzeugen kann, ist er durchaus für einen Horror-Abend geeignet. Am besten natürlich für Leute, die kein Blut sehen können…

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Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 3_5.gif
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Ähnlicher Film:

Dark Ride

House Of The 1000 Corpses

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OT:House Of The 1000 Corpses

ca. 88 Minuten

USA 2003

Regie

  • Rob Zombie
Darsteller

  • Sid Haig
  • Bill Moseley
  • Sheri Moon
  • Karen Black
  • u.a.

House Of The 1000 Corpses

Story

Im Jahre 1977:

Vier Studenten fahren quer durch Texas, als ihnen plötzlich das Benzin ausgeht sehen sie eine Tankstelle und nutzen ihre Chance. Die Tankstelle ist allerdings keine Normale, denn sie beinhaltet das „Captain Spaulding´s Museum of Monsters and Madness“, ein Museum für bizarre Sachen und berühmte Massenmörder. Die Teenager lassen sich rumführen und erfahren vom Leiter (Captain Spaulding), einem seltsamen Mann der als Clown geschminkt ist, dass es hier in der Nähe einen mystischen Ort geben soll, wo ein berühmter Massenmörder, Dr. Satan, aus dieser Gegend gehängt wurde. Der Mörder hatte ähnliche Charakterzüge wie Ed Gein, was der Gruppe imponiert. Sie lassen sich von dem verrückten Clown den Weg erklären und starten von einem bizarren Museum in einen bizarren Alptraum…

Kurz vor dem Ziel, mitten im Wald, beginnt ein mächtiges Unwetter, sodass sie ihre Suche abbrechen müssen. Sie sehen eine Anhalterin am Straßenrand und nehmen sie freundlicherweise mit. Als in der Folge ihr Auto zerstört wird, bietet die sexy gekleidete Dame den vier Jugendlichen an, bei ihr und ihrer Familie einzukehren, was dankend angenommen wird. Diese Entscheidung soll aber schon kurz nach dem Eintreffen bereut werden, denn die Verwandtschaft des Mädchens ist eine vorzeige Hinterwäldlerfamilie, bestehend aus Freaks. Einer scheint schlimmer als der Andere zu sein und so beginnt für die vier ein schmerzhafter, blutiger und qualvoller Trip…

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Kritik

Eigentlich konnte man sich vor der Premiere kein Bild von „Haus der 1000 Leichen“ machen, nicht weil es keine Reviews diesbezüglich gab, nein, sondern weil sie so auseinander gingen. Es wurde gelobt, aber auch mächtig verrissen. Also musste man sich selber ein Bild vom Streifen machen und als Vorbereitung „White Zombie“ hören, denn der Sänger dieser Psychogrungerockband, Rob, ist der Regisseur und Drehbuchschreiber.

Die Story ist wirklich bizarr, dass Bild farbprächtig und die Akustik strange, sodass man schnell den Eindruck bekommt, dass es sich um einen Kunstfilm handelt, der bei einer Überdosis LSD entstanden ist. Allerdings merkt man auch, dass dieser Film sich bei Kultfilmen der 70er bedanken will. Filme wie „Texas Chainsaw Massacre“ (zu deutsch: Kettensägenmassaker) oder „The Hills have Eyes“ (Hügel der blutigen Augen) scheinen den Regisseur stark beeindruckt zu haben, sodass er diese Hommage schrieb.

Was auf einen zukommt merkt man bereits zu Anfang, als die Jungendlichen die seltsame Tankstelle betreten. Es gibt neben den Benzin auch Hühnchenflügel und das Museum. Der Clown, der im übrigen von Did Haig gespielt wird und das auf wirklich beeindruckende Weise, leitet sie dann durch die Sehenswürdigkeiten, die wirklich gelungen sind. Besonders auffällig ist die Figur des Albert Fisch, die recht ekelhaft als halber Mensch und halber Fisch dargestellt ist. Zu ihm wird dann, wie zu jedem anderen auch eine kleine Geschichte erzählt, die einem mit Begriffen wie: Sadist, Masochist, Kannibale und auch Kindermörder schaudern lassen.

Gewaltfrei ist der Film sicherlich nicht, aber für Splatterfans gibt es nicht sonderlich viel zu sehen. Es wird mehr dargestellt als gehandelt und mehr gedeutet als zugeschlagen. In Deutschland ist er aber zurecht als "strafrechtlich unbedenklich" eingestuft worden und ungeschnitten auf DVD gepresst worden, für Leute mit weniger starken Mägen, respektive Nerven, gibt es aber auch noch eine andere DVD-Version, die etwas geschnitten wurde. Es ist aber nicht die Gewalt, sondern die angsteinflössende Atmosphäre, die dem Film das gewisse Etwas gibt, natürlich in der Kombination mit den Farb- und Kameraspielen, die sehr künstlich sind und der Musik.

Die Schauspieler sind für diesen B-Movie extrem gut gewählt worden. Neben dem bereits erwähnten Sid Haig, der wirklich brilliert, stehen der bizarre Bill Moseley (der nur eine bizarre Rolle spielt), die B-Movie Queen Karen Black und auch noch die hübsche (Rob) Zombiefreundin Sheri Moon vor der Kamera und fügen sich geschickt in die Umgebung ein.

Man kann von „Haus der 1000 Leichen“ sagen, dass er 100%ig kein Film für die breite Masse ist und auch sicherlich kein Aushängeschild der Filmindustrie wird. Er weiß aber sein Zielpublikum in Stimmung zu versetzten und das zählt letztendlich. Der Film ist sicherlich schwer zu bewerten und es ist auch schwer Worte zu finden, aber „Kultiges Farbspiel, mit Abstrichen“ könnte zutreffen.

Und nun liebt ihn – Oder hasst ihn

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Bewertung

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Ähnlicher Film:

The Devil’s Rejects

House Of 9

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OT:House Of Nine

ca. 87 Minuten

BRD, FR, GB, Rumänien, 2005

Regie

  • Steven R. Monroe
Darsteller

  • Dennis Hopper
  • Kelly Brook
  • Peter Capaldi
  • Raffaello Degruttola
  • u.a.

House Of 9

Story

Neun Personen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, werden auf offener Straße entführt und finden sich plötzlich in einem riesigen Haus wieder. Die Türen sind verbarrikadiert, die Fenster zugemauert. Eine Stimme aus dem Nichts erklärt ihnen den Grund ihres Aufenthalts: Überwacht von unzähligen versteckten Kameras und Mikrofonen sollen sie die Figuren in einem makabren Spiel sein: Nur einer von ihnen darf das Haus lebend verlassen. Dem Gewinner winken 5 Millionen Dollar Preisgeld. Schockiert weigern sie sich, bei diesem perfiden Spiel mitzumachen. Doch Streit, Missgunst und Verachtung untereinander führen bald schon zum ersten Todesopfer. Das Spiel hat begonnen…

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Kritik

"Big Brother is watching you"… Es bedarf keines futuristischen Würfels mit hinterhältigen Fallen, um Hochspannung zu erzeugen. Die Situation bei "House of 9" ähnelt der des inzwischen mit zwei Sequels versehenen "Cube": Wildfremde Personen unterschiedlicher Charaktere werden entführt, finden sich an einem unbekannten Ort wieder und kämpfen um Ihr Leben. "House of 9" baut seine Spannung langsam auf, bezieht diese Spannung dabei aus eben den Spannungen, die sich zwischen den einzelnen Personen ergeben. Die Gruppe der Eingeschlossenen ist bunt zusammengewürfelt und bedient so manches Klischee. Genug Konfliktpotential also, um die ersten Minuten des Films mehr als unterhaltsam zu gestalten. Die halbwegs erfolgreiche Tennisspielerin, die lieber auf Parties ins Glas schaut als Gegnerinnen vom Platz zu fegen, legt sich mit der aufbrausenden vorbestraften Hasch-Braut an. Ein Möchtegern-Rap-Star liefert sich Wortgefechte und Faustkämpfe mit einem Schnauzbart-Bullen. Nebenbei zieht er mit seinen selbstgereimten Hiphop-Gesängen auch noch den schwulen Modedesigner durch den Kakao. Dann ist da noch das etwas ältere Ehepaar, das weder mit sich noch mit den anderen im Reinen ist. Ruhepole in dieser illustren Gesellschaft verkrachter Existenzen bilden nur die eher zurückhaltende Ballett-Tänzerin und ein Priester. Letzterer wird gespielt von Dennis Hopper, der wie immer sehr solide agiert, hier allerdings ein bisschen verschenkt wirkt, da seine Rolle des friedfertigen Gottesmannes doch ein bisschen arg stereotyp ist. Nach den ersten etwa 30 Minuten des Films mit unterhaltsamen Dialogen aber streckenweise auch einigen Längen setzt dann allmählich die Action ein. Die ersten Todesfälle ereignen sich. Zunächst als Unfall, später als kaltblütige Morde. Jeder gegen jeden. Die Extrem-Situation lässt sie alle über Leichen gehen. Die einen aus Notwehr, die anderen aus eiskaltem Kalkül. Eine "Battle Royale" entwickelt sich, in einem Herrenhaus, statt auf einer Insel. Wie bei "Battle Royale", "Cube" oder "Saw", die sich einer ähnlichen Thematik bedienen, kommt auch bei "House of 9" kaum Langeweile auf. Die Handlung folgt dem "Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip" und gipfelt in einen gelungenen, blutigen Showdown. Das Ende selbst ist wirklich genial, überraschend und verstörend zugleich. Fazit: "House of 9" ist ein intelligenter Psycho-Thriller. Eine Art "Cube ohne Würfel und Fallen" meets "SAW ohne Serienmörder"…

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Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • Cube
  • Saw
  • Battle Royale

House

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Informationen

OT:House

ca. 90 Minuten

USA 1985

Regie

  • Steve Miner
Darsteller

  • William Katt
  • George Wendt
  • Richard Moll
  • u.a.

House

Story

Der Film beginnt gleicht ziemlich spannend. Und zwar kommt ein Botenjunge zu einer alten Dame ins Haus um Lebensmittel zu liefern. Auf den ersten Blick scheint es als ob die gute Frau nicht daheim wäre. Er hört komische Geräusche vom oberen Stockwerk. Als er nach ihr schaut entdeckt er sie in einem Zimmer, aufgehängt am Kronleuchter. Er rennt aus dem Haus und heut ab. Szenenwechsel Ein sehr erfolgreicher Schriftsteller namens Roger Cobb sitzt in den Buchhandlung und verteilt unter seinen Fans Autogramme. Er hat eine schwere Zeit hinter sich. Seine Frau hat sich von ihm scheiden lassen und sein Sohn ist spurlos im Swimmingpool verschwunden. Die Polizei meint er wäre ertunken, aber seine Leiche wurde nie gefunden. Roger gibt die Hoffnung nicht auf und denkt, dass er seinen Sohn irgendwann wieder zurück bekommt. Außerdem war damals in Vietnam und hat einen Kameraden zurückgelassen. Dies beschäftigt ihn so sehr, dass er ein neues Buch schreiben will in dem er selber mitspielt und das wiedergeben soll, was er damals erlebt hat. Wie es der Zufall so will ist die alte Dame vom Anfang die Tante von Roger und sie hat ihm jetzt das Haus vererbt. Sie sagte immer, dass es in dem Haus spukt. Davon lässt er sich aber nicht abhalten in das Haus einzuziehen. Nur muss er leider feststellen, dass es in dem Haus wirklich spukt. Schon in der ersten Nacht hört er komische Geräusche und hat erschreckende Visionen. Am nächsten Tag denkt er, dass hätte er sich alles nur eingebildet, weil er ohnehin so sehr in sein neues Buch vertieft ist. Aber als es wieder Abend wird geht der Spuk erneut los. Nur mit dem Unterschied, dass Roger dabei verletzt wird. Es wird immer unerträglicher für ihn und langsam begreift er auch, warum sich seine Tante erhängt hat. Aber Roger reißt sich zusammen und kämpft dagegen an.

Kritik

Ob ihr es glaubt oder nicht, aber als der Film damals in Amerika in die Kinos kam schoss er sofort auf Platzt eins. In England ist es ebenfalls so gewesen. Wie es bei uns war weiß ich nicht, aber ich glaube bei uns hatte er nicht so einen sonderlichen Erfolg. Auf jeden Fall hört man hier gar nichts von diesem Film. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass er 1986 gedreht wurde und jetzt in Vergessenheit geraten ist. Er kam so viel ich weiß auch nur zwei Mal im Free TV. Der Regisseur heißt übrigens Steve Miner. Da klingelt es bei dem einen oder anderen. Bei mir auf jeden Fall, denn Steve Miner ist der Regisseur von „Freitag der 13. Teil 2, "Und wieder ist Freitag der 13. Teil 3" und "Halloween H20“. Als ich mitbekommen hab, dass „House“ auch von ihm ist war es noch eine Freude mehr. Und noch was. Als ich mir heute so das Cover durchlese entdecke ich, dass der Produzent des Filmes kein geringerer ist als Sean S. Cunningham. Er ist der Regisseur von „Freitag der 13. und Freitag der 13. Teil 10“, der bald (hoffentlich) im Kino kommen müsste. Und das Steve Miner am Werk war bekommt man auch zu spüren, denn der Film ist von Anfang bis zum Ende superspannend. Ich gebe zu, am Anfang braucht „House“ schon so seine Zeit bis er losgeht, aber während dieser Zeit kommt auf keinen Fall Langeweile auf! Fängt der Film aber mal richtig an (so nach 30 Minuten), ist Spannung bis zu Ende garantiert! Neben der Spannung warten auch ein paar hübsche Schockeffekte auf sich. Die werde ich jetzt nicht verraten, aber ich kann nur sagen, man hat sich echt was einfallen lassen. Um das ganze etwas aufzulockern hat man auch ein bisschen schwarzen Humor a la „Tanz der Teufel 2“ eingebaut. Natürlich niemals so splatterhaft, aber das macht dem Film nichts. Er setzt eher auf Spannung und Atmosphäre. Man kann sogar fast sagen bei House wäre viel Splatter unpassend und wenn ich so etwas sage muss es stimmen! Man wird richtig vom Film gefesselt und findet es sogar am Ende schade wenn er aus ist. Man kann sich auch richtig in Roger rein versetzen, was er durchmacht. Roger hört Geräusch oder hat Vision. Roger schaut sich um und Spannung wird aufgebaut. In dem Moment in dem man dann den Schockeffekt erwartet passiert plötzlich gar nichts, dann tritt Schockeffekt anders als erwartet ein. Ab und an kommt mal wieder mal was witziges, aber das eher selten. Auf dem Cover steht auch zum totlachen, dem kann ich aber nicht ganz nachvollziehen, ich fand den Film eher ernst als lustig. Schauspielerisch kann ich nicht viel sagen, weil man den ganzen Film über eigentlich nur Roger sieht. Er wird gespielt von William Katt, von dem ich noch nie etwas gehört habe. Er spielt seine Rolle sehr überzeugend und wie oben schon erwähnt, man kann sich richtig in ihn hinein versetzten. Außer ihn sieht man noch zur Abwechslung seinen Nachbar, der immer ein Bier mit ihm trinken möchte und seine Exfrau, mit der er sich noch sehr gut versteht, aber diese ganzen Leute sind alles nur Nebenrollen, die den Film etwas auflockern. Der Film ist richtiges Vergnügen, bei dem man keine Minute bereut.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

The Halfway House

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Informationen

OT:The Halfway House

ca. 85 Minuten

USA 2004

Regie

  • Kenneth J. Hall
Darsteller

  • Mary Woronov
  • Janet Tracy Keijser
  • Shawn Savage
  • Stephanie Leighs
  • u.a.

The Halfway House

Story

Als ihre Schwester eines Tages nicht vom Joggen zurückkehrt, begibt sich Larissa (Janet Tracy Keijser) selbst auf die Suche nach ihr und muss feststellen, dass in der näheren Umgebung seit geraumer Zeit wohl schon mehrere, junge Frauen vermisst werden. Ihre Spur führt sie zu einem christlich geleiteten Rehabilitationszentrum, welches im Mittelpunkt der unerklärlichen Verschwinden zu stehen scheint. In Zusammenarbeit mit dem jungen Cop Sgt. Dick Sheen (Shawn Savage) lässt sich Larissa in das Institut einschleußen, um den dortigen Machenschaften auf den Grund zu gehen. Was sie allerdings erlebt, soll all ihre Erwartungen übertreffen. Die Leitung des Heims obliegt dem perversen Pater Fogerty (Joseph Tatner), der sich nebst Gummipuppe im Schrank gerne auch mal an eigenwilligen Bestrafungen der jungen Mädchen erfreut. Zusätzlich erschwert wird das Leben der hier eingewiesenen Mädchen von der diabolischen Nonne Cecelia (Mary Woronov) und deren Scherge Lutkus (Cleve Hall), der es liebt, den Mädchen beim Duschen zuzusehen und an ihren Höschen zu schnüffeln. Als ob das nicht genügen würde, herrscht innerhalb der Gruppe beinahe schon eine Gefängnis-Hierarchie, lesbische Übergriffe unter den Frauen sind an der Tagesordnung. Doch was sich im Keller des Gebäudes abspielt, ist noch weitaus schlimmer als all diese Exzesse. In einem dunklen Verließ haust ein Tentakel-Monstrum, das durch Frauenopfer zu neuer Macht und Größe geleitet werden soll…

Kritik

Achtung, Köpfe einziehen, rapider Niveauabfall! Man sollte es nicht für möglich halten, dass Filmen wie "The Halfway House" hierzulande die Möglichkeiten gegeben sind, einen DVD Release zu erhalten, während so manch andere potentielle Kultfilme jahrelang auf eine Veröffentlichung hoffen müssen. Zwar ist "The Halfway House", der im Jahr 2004 entstand, mit etwas Verspätung bei uns angekommen, dennoch lässt ein genauerer Blick auf das Werk die Frage aufkommen, wer sich sowas denn eigentlich kaufen soll. Otto-Normal-Horrorfans werden mit diesem Werk jedenfalls ihr blaues Wunder erleben, handelt es sich hierbei doch um handfesten Trash, den aufzunehmen nicht jeder in der Lage ist. Wer sich am hohlen Stumpfsinn allerdings erfreuen kann, bekommt hiermit endlich mal wieder hochgradig unterhaltsames Videothekenfutter. Perverse Geistliche, Lesben-Spanking und Lovecraft-Monster im Keller, dies sind hier die Zutaten für gut 90 Minuten blanken Wahnsinn. An dieser Stelle sei es noch ein zweites und zugleich letztes Mal erwähnt: "The Halfway House" ist billigstes Trashkino ohne den Hauch von Anspruch, wer dafür nichts übrig hat, sollte das Werk meiden wie der Teufel das Weihwasser. Für aufgeschlossene, Trash liebende B-Movie-Nerds dürfte der Film dafür eine wirklich positive Überraschung darstellen. Hierbei handelt es sich um eines dieser Werke, das man im ersten Moment ganz klar in den 70ern oder 80ern ansiedeln würde, dem man in der heutigen Zeit allerdings nur wenig Chancen zurechnet. Um so erfreulicher, dass solche Filme, die herrlich zur Verblödung der Menschheit beitragen, noch immer produziert werden und damit mal wieder frische Luft ins Genre bringen. Selbstverständlich hat das Ganze nur wenig bis überhaupt nichts mit Horror im eigentlichen Sinn zu tun, auch wenn die Freigabe ab 18 Jahren und das deutsche Verleihcover anderes vermuten lassen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Gruseln wird sich der verärgerte Käufer hier bestenfalls anhand der amateurhaften Inszenierung, den katastrophalen Schauspielerleistungen und der Nichtexistenz eines vernünftigen Plots. Einen solchen braucht "The Halfway House" allerdings auch nicht, stattdessen hangelt sich Kenneth J. Hall’s vierte Regiearbeit munter von einer Genre-Ehrdarbietung zur nächsten und scheint dabei vor allem vom "Women in Prison"-Genre schwer angetan gewesen zu sein. Eine selbstzweckhafte Sex- oder Nacktszene reiht sich hier an die andere, völlig grundlos bekommt man lesbische Fistingspielchen und erniedrigende Bestrafungsriten zu sehen, alles im Rahmen des Nicht-Pornographischen, versteht sich. Tits & Ass zuhauf weist "The Halfway House" also durchaus auf, allerdings fehlt es ihm an der typischen Atmosphäre seiner Vorbilder. Den WiP-Charakter nimmt man dem Streifen zu keinem Zeitpunkt ab, dafür ist das Gezeigte dann einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Wirkliche Torturen bleiben den Damen zudem auch erspart, der einzige Fokus richtet sich auf möglichst viel nackte Haut. Dass dabei auch ein gewisser Blutanteil nicht vergessen werden darf, versteht sich von selbst. Hier kann allerdings selbst bei Enthauptungen und diversen Entweidungen nicht von ernstzunehmender Gewalt gesprochen werden, die Effekte dienen einzig der Unterhaltung und sind zudem lange nicht so zahlreich, als dass sie "The Halfway House" als Splatterfilm durchbringen würden. Was wir hier haben, ist im Grunde Müll, der letzte, filmische Abfall. Erstaunlicherweise macht das Werk dennoch unverschämt Spaß und unterhält durch unglaublich blöde Dialoge ebenso, wie durch die bewusst kostengünstig geratene Inszenierung. Das Monster, das im Keller lauert und regelmäßig Mädchen verschlingt, sieht einfach nur herrlich peinlich aus mit seinen vielen Gummi-Tentakelarmen, während das Fehlen einer vernünftigen Story letztendlich nur dafür sorgt, dass man sich von Sexszene zu Sexzene, von grenzdebilem Moment zum nächsten hangelt. Ja, meine Herren, so machen Filme Spaß. "The Halfway House" macht so ziemlich jeden Fehler, den ein seriöser Film nur begehen kann, kommt mit der dämlichsten Story seit Menschengedenken daher und versucht außerdem, fehlende, inhaltliche Qualitäten mit einer Vielzahl prinzipiell unnötiger Sexszenen wieder wett zu machen. Und genau so mag dies der Trash-Fan auch. "The Halfway House" ist eine kuriose, dilettantische Anhäufung inszenatorischen Durchfalls, bei der objektiv betrachtet wohl von einem der miesesten Filme aller Zeiten gesprochen werden darf. Wer dafür etwas für (gute) schlechte Streifen übrig hat, wird hier vollends auf seine Kosten kommen. Auch, wenn "The Halfway House" nicht pausenlos amüsiert, so sollte man ihm dank seiner in Vielzahl vorhandenen, schrillen Ideen doch zumindest mal eine Chance geben.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • 5ive Girls

Chain Reaction – House Of Horrors

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Informationen

OT:Chain Reaction

ca. 98 Minuten

Deutschland 2006

Regie

  • Olaf Ittenbach
Darsteller

  • Christopher Kriesa
  • Martina Ittenbach
  • Simon Newby
  • Luca Maric
  • u.a.

Chain Reaction - House Of Horrors

Story

Mitten in einem einsamen, riesigen Waldgebiet fällt ein toter Rabe hinab auf einen Stein, der sich daraufhin löst und ins Tal hinab rollt um dann genau auf der Windschutzscheibe des Wagens von Dr. Madsen zu landen. Dr. Madsen erschrickt, verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug und rast in den entgegenkommenden Gefangenentransporter. Es gibt viele Verletzte und die Gefangenen nutzen die Gunst der Stunde um die Polizisten zu überwältigen und zu ermorden, dabei wird jedoch einer von ihnen schwer verletzt und braucht einen Arzt. Doch woher nehmen, so Mitten in den Wäldern? Welch Zufall, dass ausgerechnet im anderen Unfallfahrzeug sich ein Arzt befindet, der somit gleich als Geisel genommen wird.

Die Zeit drängt, denn in wenigen Stunden dürfte sich die Polizei auf die Suche nach dem vermissten Gefangenentrott machen, ergo gibt es nur einen Weg, den die Kriminellen nehmen können – den Weg durch die Wälder. Der Zustand ihres verletzten Kameraden verschlechtert sich jedoch enorm und eine Operation scheint unausweichlich, doch wo durchführen?

Nach ein paar Stunden erreichen die Kriminellen schließlich eine kleine, düstere Waldhütte, deren Bewohner sie sogleich überwältigen. Die Bewohner scheinen äußerst gläubig zu sein, tragen sehr alte Kleidung und sprechen einen seltsamen Dialekt. Eine von ihnen – Alice wird sogleich dazu angehalten, Dr. Madsen bei der geplanten Operation zu unterstützen. Alice bittet die Männer ständig, gleich nach der OP wieder zu verschwinden, stößt dabei jedoch bei den Kriminellen auf taube Ohren. Dr. Madsen muß dem Verwundeten schließlich den Arm abnehmen, gleichzeitig erleidet ein kleines Mädchen – anscheinend die kleine Tochter eines der Bewohner, einen seltsamen Anfall und die Geschichte nimmt einen Lauf, mit dem niemand hätte rechnen können…

Dr. Madsen wird im Wald von der Polizei aufgefunden, von den Kriminellen fehlt jegliche Spur und die Geschichte des Doktors ist einfach unglaubwürdig. Auf seiner Kleidung befinden sich diverse Blutspuren. Er wird verhaftet und soll zusammen mit einigen anderen Kriminellen in einem Gefangenentransporter ins Gefängnis gebracht werden.

Da fällt ein toter Rabe vom Himmel, trifft einen Stein, der hinab rollt und ein Reh aufschreckt, das daraufhin auf die Fahrbahn springt und auf der Windschutzscheibe eines Autos landet. Die Fahrerin erschrickt und schleudert mit ihrem Wagen über die Fahrbahn, der anrauschende Gefangenentransporter rast in das Fahrzeug. Die Gefangenen nutzen die Gunst der Stunde und überwältigen die Polizisten, dabei wird einer von ihnen schwer verletzt und Dr. Madsen wird als Geisel mitgenommen, auf der Flucht durch die Wälder…

Kritik

1. DIE PREMIERE:

Der Film, auf dem ein Fluch liegt!!! Aber irgendwie auch lustig, denn bereits im Dezember 2005 sollte die Weltpremiere dieses Filmes beim Splatterday Night Fever (ein Filmfestival, das alle paar Monate im Saarland stattfindet und das sich mit dem Genre Horror- und Splatter befasst) gezeigt werden, jedoch mit der Vorführ-DVD stimmte etwas nicht und sie hängte sich dauernd auf. Selbst nach zahlreichen Versuchen klappte es noch immer nicht und somit musste die Premiere kurzerhand vertagt werden. Etwa 3 Monate später fand bereits das nächste Splatterday statt und somit auch der nächste Versuch für diese Weltpremiere. Die inzwischen neu erhaltene DVD wurde hierfür eigens vor Beginn auf unterschiedlichen DVD-Playern getestet und sie funktionierte problemlos! Vorsichtshalber wurde diesmal auch eine VHS Kopie angefertigt. Das Splatterday konnte also beginnen…sogar Regisseur Olaf Ittenbach, nebst seiner Gemahlin Martina waren anwesend. Doch das Splatterday wäre nicht das Splatterday, wenn nicht wieder etwas schief laufen würde, denn dies geschah bisher noch bei jedem der Festivals (sei es, dass ein Mikrofon oder DVD-Player den Geist aufgaben oder ähnliches) und somit fieberten wir dem Beginn des Filmes entgegen. Zuerst schien wirklich alles zu klappen, doch bereits nach wenigen Minuten hängte sich auch diese DVD wieder auf und die dem Wahnsinn nahen Veranstalter Yazid und Ricky mussten nun doch nach einigen Versuchen auf das VHS Tape zurückgreifen, das zum Glück dann endlich funktionierte. Das Publikum nahm das Missgeschick auch diesmal mit Humor auf, denn irgendwie gehören Pannen beim Splatterday nun mal dazu!

2. STORY / ATMOSPHÄRE / EFFEKTE:

Die Story finde ich sehr gelungen, zwar bleiben noch einige Fragen offen, jedoch ist die Idee mit der immer wiederkehrenden Kettenreaktion perfekt in Szene gesetzt und bietet auch einige schöne Überraschungen! Was anfangs noch als Actionfilm daherkommt, entpuppt sich nur allzu bald als Horrorgeschichte der besonderen Art, die von Anfang bis Ende äußerst spannend zum mitfiebern anregt.

Ein paar Zeitsprünge sind ebenfalls enthalten, die recht gut umgesetzt wurden. Vor allem die Atmosphäre ist wieder mal sehr gelungen. Der nebelverhangene endlos scheinende Wald und besonders die düstere Hütte im Wald, wo der größte Teil des Geschehens abläuft, sind hervorragend in Szene gesetzt und könnten nicht besser gewählt sein!

Die Effekte sind nach bester Ittenbachmanier und somit definitiv nichts für zu zartbeseitete Leute, da hier ordentlich viel Filmblut zum Einsatz kommt. Wem der Name Olaf Ittenbach bisher kein Begriff war, er ist in der Splatterszene bekannt, da er einer der besten Fachleute dieses Genre ist und seine Filme größtenteils indiziert wurden/werden. Hier wird nicht weggeblendet wenn Gliedmaßen verstümmelt oder entfernt werden, die Kamera hält drauf…wem sich bei solchen Anblicken der Magen umdreht, der sollte Ittenbachfilme lieber meiden! Die Fangemeinde solcher Filme dürfte sich jedenfalls bei Chain Reaction wohl fühlen! Nebenbei sei auch noch erwähnt, daß Olaf Ittenbach ein recht sympathischer Mensch ist, der auf den Splatterdays auch gerne für Autogrammwünsche und Photos zur Verfügung steht.

Die offizielle DVD des Filmes wurde leider mal wieder verstümmelt. Lediglich auf dem Splatterday lief er bisher uncut und die Presse-DVD ist ebenfalls uncut erhältlich. Uncut dauert der Film 98,25 Minuten. Lediglich in Österreich wird eine uncut-Kauf-DVD davon erscheinen. In Deutschland ist bisher mal wieder nur eine 96/97 Minuten lange Fassung zu bekommen.

3. DIE DARSTELLER:

Als erstes wäre hier wohl Martina Ittenbach zu nennen, die die Rolle der Alice perfekt in Szene setzt. Kein nerviges, scheinheiliges Gekreische wie in so manch einem Hollywoodfilmchen wird einem hier vorgesetzt, nein Frau Ittenbach weiß durchaus zu überzeugen! Bisher spielte sie bereits in einigen TV Produktionen kleinere Rollen, sowie in einigen Filmen ihres Mannes mit (Garden of Love, Familienradgeber).

Christopher Kriesa spielte bereits in einer Vielzahl von Filmen mit (Hellraiser Inferno, Legion of the Dead, Beyond the limits, Cast Away, The Dentist, Bloodsuckers…), meist dabei jedoch kleineren Rollen, sein Gesicht dürfte einem also durchaus bekannt vorkommen, auch wenn man mit dem Namen vielleicht nicht direkt etwas anfangen kann, so wie ich. Die Hauptrolle des Dr. Douglas Madsen steht ihm jedenfalls sehr gut.

Sehr gut gefallen hat mir auch Dan van Husen (Enemy at the gates, Rigor Mortis…) in der Rolle eines der Kriminellen, ich weiß nicht wieso, aber er erinnert mich ein wenig an Hannibal Lector und passt somit ideal in seine Rolle als durchgeknallter Verbrecher, der möglichst wenig Gefühlsregungen zeigt. Fazit: Der Film kommt definitiv nicht als ein B-Movie daher. Von mir gibt es volle Punktvergabe und Empfehlung für alle Horror-/Splatterfilmfreaks!!! Kein sinnloses abschlachten wird einem hier geboten, sondern durchaus ein Film mit ausgereiften Effekten, guten Darstellern und Story! Lediglich Leuten mit nervösem Magen rate ich von dem Film ab, da er halt teilweise sehr blutig ist!

Bewertung

Splatter 6.gif
Spannung 5.gif
Story 5.gif
Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 6.gif
Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

Chain Reaction – House Of Horrors

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Informationen

OT:Chain Reaction

ca. 98 Minuten

Deutschland 2006

Regie

  • Olaf Ittenbach
Darsteller

  • Christopher Kriesa
  • Martina Ittenbach
  • Simon Newby
  • Luca Maric
  • u.a.

Chain Reaction - House Of Horrors

Story

Auf dem Weg zur Arbeit befährt Dr. Douglas Madsen (Christopher Kriesa) eine eher abgelegene Straße. Durch eine unglückliche Kettenreaktion, herbeigeführt durch eine tote Krähe, die einen Stein in Bewegung brachte, welcher anschließend auf die Frontscheibe von Madsen’s Wagen krachte, verliert der Arzt die Kontrolle über sein Fahrzeug und fährt frontal in einen entgegenkommenden Gefangenentransporter. In Folge des Unfalls gelingt es den Gefangenen, die Wächter bei einem blutigen Schusswechsel zu töten und Dr. Madsen als Geisel zu nehmen. Die Psychopathen, bestehend aus dem unberechenbaren und hochgefährlichen Anführer Arthur (Simon Newby), seinem angeschossenen Bruder Spence (Luca Maric), sowie ihren beiden Komplizen Vincenzo (Mehmet Yilmaz) und Stephen (Jaymes Butler) beschließen, die Flucht nach Kanada zu Fuß durch die Wälder anzutreten. Dr. Madsen’s einzige Lebensversicherung ist dabei der verletzte Spence, dessen Leben er um jeden Preis retten soll.

Nach einem Fußmarsch stößt der Trupp mitten in der bewaldeten Einöde auf eine scheinbar bewohnte Hütte. Mit dem Plan, sich dort fürs Erste niederzulassen, dringen die Verbrecher gewaltsam ein und stoßen im inneren der Hütte auf einige Bewohner, deren Verhalten jedoch sofort unheimlich erscheint. Sie sprechen in einer altertümlich scheinenden Sprache, tragen mittelalterliche Kleidung und reagieren völlig ruhig auf die Eindringlinge, ja, warnen diese sogar, schnell wieder das Weite zu suchen. Arthur und seine Leute schlagen die scheinbar grundlosen Warnungen natürlich in den Wind, was sicher aber noch als großer Fehler herausstellen soll. Nach einiger Zeit verwandeln sich die unheimlichen Bewohner in blutgierige Zombie-Vampire, die alle bis auf Dr. Madsen bestialisch abschlachten, der durch die Hilfe der hübschen Alice (Martina Ittenbach) entkommen konnte. Natürlich glaubt die Polizei die Geschichte von Madsen nicht, wegen Mordverdachts wird er fürs erste ins Gefängnis gesteckt. Auf dem Weg dorthin sorgt eine Kettenreaktion dafür, dass der Gefangenentransport einen Unfall hat und die Häftlinge sich befreien können. Das Geschehene scheint sich zu wiederholen…

Kritik

Der Bayer Olaf Ittenbach hat mit Verbissenheit und Hingabe über die Jahre das erreicht, von dem viele andere deutsche Amateurfilmer nur träumen können. Vom billigen Wochenenddreh mit ein paar Bekannten hat er sich dank seinen überragenden, selbst kreierten Splattereffekten in seinem Erstlingswerk "Black Past" aus dem Jahr 1989 immer weiter hochgearbeitet und genießt mittlerweile schon internationale Bekanntheit. Nicht nur innerhalb den Grenzen Deutschlands gelten seine auf Zelluloid gebannten Blutorgien als beinahe unübertroffen, auch in den Vereinigten Staaten ist man bereits auf Olaf aufmerksam geworden, seit einigen Jahren dreht der Deutsche regelmäßig in den USA. "Chain Reaction" erschien im gleichen Jahr wie die Comedy-Fake-Doku "Ittenbach’s Familienradgeber" und wurde von vielen Fans schon lange herbeigesehnt, denn die Vorabinfos ließen auf Interessantes hoffen. Nun, wo ich den Film gesehen habe, muss ich aber leider sagen, dass man noch wesentlich mehr aus dem Ganzen hätte machen können.

Natürlich lässt sich "Chain Reaction" (Kettenreaktion) in keinster Weise mehr mit den Anfängen des Regisseurs vergleichen. Aus Amateuraufnahmen sind mittlerweile richtig professionelle Filme mit einem ordentlichen Budget (in diesem Fall etwa 1 Million $) geworden, allerdings hat man bei Ittenbach nur all zu oft das Gefühl, dass unter der sauberen Optik noch immer nichts dazugelernt wurde. Aber eines nach dem anderen. Die Story ist in ihren Ansätzen hochinteressant, und, wenn sie mit nicht all zu vielen Überlegungen angesehen wird, wirklich mal was Anderes. Sobald man aber beginnt, über das Geschehen nachzudenken, tun sich schnell klaffende Logiklöcher auf. Wie aus der Inhaltsangabe hervorgeht, kommt es im Film immer wieder mal zu Kettenreaktionen, die zur Folge haben, dass verschiedene Gefangenentransporte in Unfälle verwickelt werden und den Häftlingen die Flucht gelingt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kettenreaktion aber so abläuft wie hier dargestellt, ist allerdings schlichtweg unmöglich, erst recht, dass dies gleich mehrere Male geschieht. So könnte man die Liste an Logiklücken weiter fortführen.

Was sich ganz vielversprechend anhört, zwei Häftlingsgruppen finden unter exakt den gleichen Umständen zu einer Hütte im Wald und werden dort abgeschlachtet, ist in der Umsetzung leider stellenweise etwas fad inszeniert und bringt gerade durch den Umstand, dass zweimal das Gleiche zu sehen ist, schon etwas Langeweile mit sich. Einschlafgefahr besteht hier noch lange nicht, allerdings fällt oftmals sehr stark auf, dass Ittenbach sein Storygerüst wichtiger als alles andere war, so dass der Unterhaltungswert nicht selten in den unteren Ebenen liegt. In vielen Passagen verzichtet "Chain Reaction" über einen längeren Zeitraum auf deftige Splatterpassagen, um die Handlung zu erzählen. Und auch, wenn die Charaktere extrem oberflächlich gehalten sind, muss man Ittenbach doch lassen, dass es ihm gelungen ist, eine bedrohliche Atmosphäre zu schaffen. Dr. Madsen ist von Beginn an überaus sympathisch und gerät im Verlauf des Films in die Hände gleich zweier Häftlingsgruppen. Obwohl sich die Verbrecher voneinander unterscheiden, ist das Ganze stets in einem ähnlichen Schema gehalten. Dennoch ist es nicht uninteressant, den Vergewaltigern und Mördern bei ihrem Spiel zuzusehen, denn Ittenbach hat diese so vulgär und absolut brutal überzeichnet, dass von ihnen eine ständige Bedrohung ausgeht. Gerade mit dem extrem gewaltfreudigen Arthur und dem geisteskranken Hannibal Lecter Verschnitt Paul sind Olaf Ittenbach zwei Charaktere gelungen, von denen eine stete, angsteinflößende Präsenz ausgeht.

Oberflächlichkeit hin oder her, an den Charakteren hapert es also schon mal nicht. Dafür fällt aber um so mehr ins Gewicht, dass die hübsch anzusehende B-Movie Optik und die teils gelungenen Kamerafahrten einfach nicht zum sonstig vorherrschenden Trashfilm-Charakter passen wollen. Die Synchro ist an so manchen Stellen wirklich schlimm, besonders bei den Bewohnern der Hütte, bei denen es wohl so rüberkommen sollte, als würden sie einen alten Dialekt sprechen, dabei hört es sich durch die bloße Umstellung des Satzbaus mehr so an, als hätte man sich Yoda zum Vorbild genommen. Des weiteren ist die nur aus einem Raum bestehende Hütte sehr spärlich eingerichtet und kann kaum für Atmosphäre sorgen. Neben diesen Ansätzen ist es aber die kaum wendungsreiche, und sich im Prinzip zweimal genau abspielende Story, die nicht gerade zu Begeisterungsstürmen hinreißen kann.

Bleibt also noch die Frage offen, ob denn wenigstens die Splattereffekte noch vieles herausreißen können. Zumindest auf technischem Niveau präsentiert sich Ittenbach in dieser Hinsicht beinahe unübertrefflich, da werden Gesichter mit Steinen komplett eingeschlagen, Körper mit Hämmern und Schaufeln halbiert und geviertelt, alle möglich Körperteile abgetrennt, Schädel in Nahaufnahme gespalten, und sogar mal in Hoden herumgewühlt. Ja, genau so und nicht anders sollen handgemachte Effekte aussehen, auf dieser Ebene ist Ittenbach nach wie vor ungeschlagen. Dennoch dürfte der eine oder andere Gorehound enttäuscht sein, denn an die Brutalität von "Beyond the Limits" reicht "Chain Reaction" dann doch nicht heran, auch sind die Blutbäder nicht ganz so zahlreich vorhanden, wie zuerst anzunehmen war. Vielmehr bilden sie nur den Höhepunkt einer zuvor langwierig aufgebauten Handlung, die in diesem Film mehr denn je im Vordergrund steht.

Wir erinnern uns alle an die "Schauspieler" aus Ittenbach’s Anfangszeiten, die eigentlich kaum das Recht hatten, sich als solche zu bezeichnen. Hier hat sich in der Zwischenzeit zum Glück etwas getan, sogar recht viele bekannte Namen finden sich im Cast. Jürgen Prochnow, hier in einer Nebenrolle, ("Das Boot") dürfte vielen ebenso ein Begriff sein wie Christopher Kriesa ("Hellraiser: Inferno", "Cast Away – Verschollen", "The Man Who Wasn’t There"), der den Arzt wirklich absolut sympathisch und großartig spielt. Auch die Verbrecher wurden passend gecastet, einige kennt man aus diversen deutschen Serien oder sonstigen Filmproduktionen. Auch wenn viele Kritiker anderer Meinung sind, sind die schauspielerischen Leistungen imo passabel, die einzige Fehlbesetzung war die ständig den selben Gesichtsausdruck tragende Martina Ittenbach, die ihre Rolle natürlich nur durch ihre persönliche Verbindung zu Olaf bekam.

"Chain Reaction" ist kein Totalreinfall, jedoch auch nicht Ittenbach’s bestes Werk. Mittlerweile hat man langsam den Eindruck, dass, egal wie groß die Budgets werden, der Regisseur aus Bayern immer wieder nach dem gleichen Prinzip dreht und sich hier im Prinzip ein C-Movie unter der hübschen, recht teuer wirkenden Oberfläche versteckt. Die Story ist in ihren Grundzügen toll, in der Umsetzung aber von Logiklöchern behaftet und leidet zudem daran, dass sie zweimal die gleiche Geschichte erzählt. Trotzdem kann "Chain Reaction" durch extrem brutal agierende Antipathie-Figuren punkten und eine schön bedrohliche Atmosphäre entstehen lassen, die dann auf die für Ittenbach typischen, extrem blutigen Gore-Effekte hinausläuft. Wer sich für brutale Gewaltexzesse begeistern kann, wird gerade durch den sehr realistischen Look der Effekte seine Freude an "Chain Reaction" haben, zart besaiteten Zuschauern sei allerdings dringend abgeraten. Alles in allem konnte mich "Chain Reaction" gut und blutig unterhalten, dennoch sollte man nach mittlerweile 17 Jahren Regie-Erfahrung und einem Budget von 1 Million $ etwas mehr von einem Filmemacher erwarten können.

Bewertung

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