Alien Invasion USA

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 87 Minuten
Regie Dustin Rikert
Darsteller Dan Southworth Avery Clyde Sam McConkey James McBride u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1 (anamorph/16:9)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 18
Alien Invasion USA

Story

In Arizona landet ein UFO, was von der US-Regierung registriert wird. Es macht sich daraufhin ein Trupp auf, um den Absturzort um das Geschehen zu untersuchen. Zeitgleich können die Insassen eines Gefangenentransports mitsamt ihres Gefängnis-Wagen entfliehen. Ihr versehentliches Ziel ist ein Ort um einen Minenschacht, wo die Schwerverbrecher bald auf die dezimierte Militär-Einheit und die außerirdischen Besucher treffen…

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Kritik

„Alien Invasion USA“ ist das eigentlich ein gut klingender Titel, oder? Zumindest wenn das Geschehen im Film mit einer richtigen Invasion von Alien in den vereinigten Staaten zu tun hätte. Denn dies ist nicht unbedingt der Hauptbestandteil vom dem Low-Cost-Streifen.

Dass „Alien Invasion USA“ ein Billig-Film ist, wird dem geschulten Auge bereits nach einigen Momenten klar. Schlechtes Settin, schlechtes Drehbuch, schlechte Darsteller, schlechte Dialoge, schlechte Tricks und keinerlei Ideen, den Film richtig interessant zu gestallten und ihm Tempo einzuimpfen. Einigermaßen interessant ist die Vorstellung der verschiedenen Charaktere, die im Gefangenentransport sitzen. Klischeeüberladen werden die Figuren vorgestellt, wobei ein mieses Verhältnis untereinander (beispielsweise Nazi und Schwarzer) in den Vordergrund gestellt wird. Auf ein Warum, ein Wieso oder auch ein Weswegen wird kaum eingegangen. Daher macht es auch nicht sonderlich spaß, dem Geschehen über einen längeren Zeitraum zu folgen.

Auch der zweite Plot, der mit dem Militär und den außerirdischen Besuchern, ist alles andere als sehenswert. Hier werden ebenfalls irgendwelche Sachen gezeigt ohne das auf die Fragen im Hintergrund eingegangen wird. Belanglos kann man den verschiedenen Szenen folgen und braucht keine Hoffnung zu vergeuden, dass im Verlauf irgendwann mal alles etwas besser oder sogar gut wird. Schade ist, dass weder Trash noch Humor im Repertoire der Film-Macher vorkommt. Es gibt keine einzige Szene, in der sich „Alien Invasion USA“ selbst auf die Schippe nimmt oder man mal mit unglaublich lächerlichen Szenen konfrontiert wird.

Als lächerlich dürfte lediglich und das im wahrsten Sinne des Wortes, die deutsche Synchronisation eingestuft werden. Die Stimmen passen vorne und hinten nicht. Zudem werden einige Lacher von verschiedenen Leuten eingespielt, die dermaßen bescheuert klingen, dass man entweder lachen oder weinen muss…

Was dem Film nach dem aushaltbare Start auszeichnet ist das Aufbauen von Spannung. Denn als Betrachter wartet man natürlich auf den Auftritt von den Alien. Dies wird ja schließlich im Titel des Films vermittelt. Man muss wirklich lange auf den Auftritt der extraterrestrischen Besucher warten. Und was man dann zu sehen bekommt, dürfte wohl nur Freunde von Taucheranzügen erfreuen… Tricktechnisch bekommt man auf jeden Fall nichts Besonderes geboten.

Dies gilt auch für die Tricktechnik der Splatterszenen. Immerhin ist die deutsche DVD mit einem FSK 18 versehen worden, was vermuten lässt, dass es zu einigen Szenen der blutigen Art kommt. Diese sind aber sehr spärlich gesät. Es gibt ein paar abgetrennte Extremitäten, die aber nicht in grauenhaften oder ekeligen Szenen enden. Vielmehr sind die Darstellung dermaßen lächerlich, dass eine Freigabe ab 12 Jahren wohl auch in Ordnung gewesen wäre.

Regisseur Dustin Rikert, der bis Dato noch keinen interessanten oder guten Film-Beitrag abgeliefert hat, scheint mit dem oberflächlichen und inhaltslosen Drehbuch derartig überfordert, dass er auch kein Gespür für schöne Bilder, spektakuläre Kamerafahrten oder sonst was Zeit hat, das einen Film dieser Machart aufwertet. Die Darsteller sind ebenso unbekannt wie ihr Kollege auf dem Regiestuhl. Allerdings macht ein Großteil von ihnen einen vernünftigen Eindruck. Zumindest für B-Movie Verhältnisse…

Somit bleibt das einzig Positive, was man nach der Betrachtung mitnimmt, dass es noch einige Filme gibt die schlechter sind als dieses billige Alien-Filmchen. Die ersten Minuten gehen in Ordnung und das Ende ist so dämlich, dass man noch mal von der Schlaftrunkenheit befreit wird. Der Mittelteil ist allerdings zum Vergessen…

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DVD

Die DVD aus dem Hause Movie Power glänzt, in Sachen Optik, nicht gerade mit viel Schärfe. Ob sie das bei einem Filmchen dieser Art muss oder sollte ist eine andere Frage. Der Ton ist ebenfalls in der Qualität etwas gemindert, verfügt aber über einige Effekte und eine klare Verständlichkeit. Wer Extras auf der Scheibe sucht, wird keine finden. Es gibt lediglich eine Trailer-Show mit immerhin 10 Titeln.

Bewertung

Splatter 2011_2.gif
Spannung 2011_2.gif
Story 2011_2.gif
Ekelfaktor 2011_1_5.gif
Atmosphäre 2011_3.gif
Tonqualität 2011_4_5.gif
Bildqualität 2011_4_5.gif
Zusatzmaterial 2011_1_5.gif
Gesamteindruck 2011_2.gif

Invasion

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Informationen

OT:The Invasion

ca. 95 Minuten

USA 2007

Regie

  • Oliver Hirschbiegel
  • James McTeigue
Darsteller

  • Nicole Kidman
  • Daniel Craig
  • Jeremy Northam
  • Jackson Bond
  • u.a.

Invasion

Story

Als das Space Shuttle "Patriot" am Himmel explodiert, beginnt eine neue Herausforderung für die Menschheit: An den Wrackteilen des Weltraumfliegers befindet sich eine außerirdische Kleinst-Lebensform, die es auf die Menschheit abgesehen hat. Sie verändert diejenigen, die mit ihr in Kontakt kommen. In kalte, emotionslose Menschen.

Psychiaterin Carol Bennell bekommt als eine der ersten von der Veränderung mit. Eine langjährige Patientin erzählt ihr, dass sich ihr terrorisierender Ehemann so verändert hat, das es ihr Sorge bereitet. Dieses Phänomen macht sich bald in der gesamten Menschheit breit. Immer mehr werden zu seelenlosen Zombies.

Die Regierung will nichts von dem Problem wissen. Sie macht eine Grippewelle für die Veränderung verantwortlich. Carol hat den Ernst der Lage allerdings verstanden. Zusammen mit ihren Kollegen Ben Driscoll macht sie sich auf, den außerirdischen Virus zu stoppen. Allerdings nicht ohne Eigennutzen…

Kritik

Dinge, die die Welt nicht braucht… Da gibt es natürlich eine lange Liste aufzuzählen, an dieser Stelle möchten wir uns aber mit dem 7623. Remake von „Die Dämonischen“ beschäftigen. Einen Film-Flop, der richtigerweise von jemandem aus good old Germany gedreht wurde. Nach seinem „Erfolg“ mit "Der Untergang"lockte es Oliver Hirschbiegel über den großen Teich. Den winkenden Dollarnoten entgegen.

Zur Story braucht man nicht viel sagen. In Filmen wie dem oben angeführten „Die Dämonischen“ oder „Die Körperfresser kommen“ oder „Body Snatchers“ oder „Faculty“ oder einigen anderen Produktionen ist sie schon oft thematisiert worden. Kleine Modernisierungen spielen keine Rolle in der Gesamtaussage. Von daher weiß man schon so ziemlich zu Beginn, was auf einen zukommt. Dies ist natürlich nicht unbedingt spannungsfördernd. Und wenn es dann im Film selbst auch kaum zu spannenden Szenen kommt, wird es eng für eine positive Bewertung. Atmosphärisch wird es auch nur ganz selten. Und selbst wenn einem ein quasi „Dawn Of The Dead“-Bild gezeichnet wird, will der Funke nicht überspringen.

Den Darstellern, zumindest den Protagonisten, gibt es nichts anzukreiden. Sowohl Nicole Kidman als auch Daniel Craig machen ihren Job professionell gut. Wie man es erwarten darf. Aber was nützt einem das, wenn der Rest nichts taugt? Das ist wie ein Kaffee, der aus den besten arabischen Bohnen gebraut wird, aber kalt ist.

Am meisten stört einen die typisch amerikanische Gesamtaussage des Streifens. Keine Ahnung, was Herr Hirschbiegel gekokst hat, als er dem Drehbuch zugestimmt hat. An dieser Stelle soll jetzt nicht zu viel verraten werden, denn theoretisch könnte da draußen ja noch jemand sein, der den Film sehen will. Nur soviel: Der Film stinkt vor amerikanischen Reaktionismus. Zumindest in der Gesamtaussage.

Aufgrund einer halbwegs soliden Inszenierung ist „Invasion“ kein absoluter Rohrkrepierer. Aber auch nicht weit vom Bodensatz entfernt. Daher der Tipp: Finger weg und sich lieber einem der Vorgänger widmen. „Invasion“ ist reine Zeitverschwendung.

Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 1.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 2_5.gif
Atmosphäre 2.gif
Gesamt 1_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Die Dämonischen

Eaten Alive – Invasion der Killer-Insekten

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Informationen

OT:Infested

ca. 80 Minuten

USA 2002

Regie

  • Josh Olson
Darsteller

  • Zach Galligan
  • Lisa Ann Hadley
  • Daniel Jenkins
  • u.a.

Eaten Alive - Invasion der Killer-Insekten

Story

Fünf alte Freunde treffen sich nach 15 Jahren wieder, um einem verstorbenen Schulkameraden das letzte Geleit zu geben. Die fünf haben in verschiedenen Städten verschieden Karrieren gemacht und wirken nicht nur wegen dem Todesfall deprimiert. Es ist die „midlife crisis“, die ihnen etwas zusetzt und alle freuen sich, dass es nach der Beerdigung einen Party in einer einsamen Hütte gibt, da sie dann mal wieder richtig ausspannen und sich mit gleichaltrigen austauschen können.

Es wird gescherzt, getrunken aber auch ein bisschen gebaggert und das alles bei der guten alten Musik der 80er Jahre. Doch die Stimmung soll schon bald umschlagen. Eine der Frauen wird am Strand von ein paar Stubenfliegen angegriffen, die durch den Mund in ihren Körper eindringen und sie in einen Zombie verwandeln. Ein Mann, der ihr gefolgt war, findet sie total verstört im Sand auf und wird alsbald auch zu einem Zombie, da sich die Fliegen auch in seinem Körper festsetzten.

Die beiden Untoten machen sich nun auf den Weg zurück zum Haus, um den anderen den Gar auszumachen. Die drei Zurückgebliebenen merken aber recht schnell was los ist und setzen sich mit allen Kräften zur Wehr. Sie können allerdings nicht verhindern, dass der männliche Zombie ihr Auto unbrauchbar macht und leider hat das mitgenommene Handy kein Netz. So müssen die drei ausharren und hoffen, dass sie den Kampf gegen die Insekten und die Zombies gewinnen. Sie wissen mittlerweile das die Stubenfliegen mit Licht zu Töten sind, aber der Einbruch der Nacht ist im vollen Gange…

Kritik

Wenn man den Film noch nicht ganz zu Ende gesehen hat, stellt sich einem unweigerlich die Frage, ob die Fliegeninvasion durch irgendeine natürliche Sache ausgelöst wurde, oder dadurch, dass die bemitleidenswerten Protagonisten die englische Version des 80er Jahre Hits „Da Da Da“ der deutschen Gruppe „Trio“ abgespielt haben. Es ist schon witzig anzusehen, dass dieser Erfolgsong in den vereinigten Staaten gehört wurde und offensichtlich ja auch noch gehört wird. Der Film selber knüpft allerdings nicht an die Erfolge der neuen deutschen Welle an, er ist einer unter vielen Filmen, die sich im Tierhorrorbereich angesiedelt haben.

Allerdings wüten hier keine Mosquitos, keine Todesschnaken oder sonstige Ekelviecher, nein, dass Grauen stellt sich in Form von den sonst so lästigen Stubenfliegen ein, was nun wahrlich keine Todesängste hervorruft. Doch die kleinen scheinen irgendwie anders zu sein, als ihre Artgenossen, die sich ja nicht selten platt an der Wand wiederfinden. Im Kollektiv sind sie stark und zudem scheinen sie die Befallenen irgendwie lenken zu können. Die befallen Menschen sorgen dann dafür, dass ihr Untermieter sich verbreiten kann, in dem sie ihre Mitmenschen angreifen.

Mhhh… irgendwie klingt das aber ein wenig trashig und in der Tat handelt es sich bei diesem Streifen auch um einen der B-Kategorie. Besonders deutlich wird dies, wenn man den Dialogen lauscht, die „Schauspieler“ beobachtet und wenn man sich die computeranimierten Effekte ansieht, die wirklich unter aller Sau sind. Die Fliegenschwärme wirken so was von künstlich, dass sie keinen wirklichen Schrecken verbreiten und in einigen Szenen sieht man animiertes Feuer, über das man einfach nur schmunzeln kann. Allerdings sind ein paar Szenen auch ganz nett geworden und hier und da kommt schon mal ein wenig Erinnerung an den guten alten „Candyman“ auf, der ja anstatt Stubenfliegen Bienen in seinem Mund transportierte.

Splattertechnisch lassen die Effekte leider auch etwas zu wünschen übrig, genannt sei hier eine Enthauptungsszene, die mehr als billig wirkt. Es fließt zwar einiges an Blut, dem sieht man aber an das es künstlich ist und richtig gute Effekte sind leider gar nicht vorhanden. Besonders erwähnenswert ist aber der Ekelfaktor, der wirklich auffällig ist. In einer Szene wäscht sich eine junge Dame unter der Dusche und merkt dabei nicht, dass sich in ihrem Duschzeug Hunderte von den hässlichen Fliegen befinden und in einer anderen Szene bekommt man zu sehen, wie ein Typ versucht Fliegen aus seinem offenen Bein zu schneiden. Das ist wirklich ekelig und das FSK 16 ist somit auch gerechtfertigt.

Insgesamt gesehen ist „Eaten Alive – Invasion der Killer-Insekten“ sicher kein guter Film, ohne eine gute Handlung. Aufgrund seines Trashfaktors kann man ihn sich aber ruhig einmal angucken, ohne das man es im Anschluss wirklich bereut. Die Betonung lieht aber eindeutig auf „kann“!

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 2.gif
Story 2_5.gif
Ekelfaktor 3_5.gif
Atmosphäre 1_5.gif
Gesamt 2_5.gif

Ähnlicher Film:

Dead And Deader – Invasion der Zombies

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Informationen

OT:Dead & Deader

ca. 85 Minuten

USA 2006

Regie

  • Patrick Dinhut
Darsteller

  • Dean Cain
  • Guy Torry
  • Susan Ward
  • Colleen Camp
  • u.a.

Dead And Deader - Invasion der Zombies

Story

Eine in Kambodscha stationierte Militäreinheit unter der Leitung von Lt. Quinn (Dean Cain) fällt dort einem seltsamen Virus zum Opfer, ihre Leichen werden anschließend nach Kalifornien überstellt. Dort staunt der Pathologe nicht schlecht, als Quinn auf dem Obduktionstisch plötzlich zu sprechen beginnt und trotz den Vitalfunktionen eines Toten überraschend lebendig scheint. Natürlich soll der Leutnant sofort diversen Tests unterzogen werden, doch das lässt Quinn, der seine gefallenen Kameraden wittert, nicht über sich ergehen. Auch diese sind zwischenzeitlich von den Toten auferstanden, allerdings ist ihr Zustand weit weniger beruhigend als der von Quinn, da sie sich mittlerweile zu Zombies verwandelt haben, denen der Sinn nach saftigem Menschenfleisch steht. Zusammen mit dem redseligen Koch Judson (Guy Torry) erledigt Quinn einige seiner untoten Kameraden und macht sich anschließend auf die Flucht vor der Polizei, die seiner Geschichte natürlich keinen Glauben schenken würde. Quinn’s Ziel ist es, alle seine ins Leben zurückgekehrten Kameraden aufzuspüren und zu vernichten, um so eine drohende Epidemie zu verhindern. Unterstützung erhalten er und Judson dabei noch von der Bardame Holly (Susan Ward), die sich bestens mit Horrorfilmen auskennt und daher weiß, wie mit den Zombies zu verfahren ist. Unglücklicherweise gerät das Trio alsbald in die Fänge des verrückten Arztes Dr. Scott (Peter Greene), der in dem Zombievirus den Schlüssel zum ewigen Leben wittert und an Quinn’s Resistenz gegen das Virus äußerst interessiert ist…

Kritik

Nachdem Zack Snyder’s "Dawn of the Dead" Remake das Zombie-Genre wieder salonfähig und dem Mainstream zugängig machte, sind die Untoten seitdem wieder gehäuft auf der großen Leinwand oder in der Videothek anzufinden. Egal ob Low-Budget, gehobenes B-Movie oder vom Altmeister George Romero persönlich, die verwesten Zombies finden langsam wieder Gefallen daran, ihre Gier nach Menschenfleisch vor laufenden Kameras zu stillen. Dass man sich dieser Thematik auch durchaus humoristisch annähern kann, bewies vor inzwischen 4 Jahren Edgar Wright’s mittlerweile zum Beinahe-Kult avancierte Komödie "Shaun of the Dead", welche die Untoten mal zum Ziel zahlreicher satirischer Seitenhiebe machte und zeigte, dass es selbst im Horror-Genre nicht immer todernst zugehen muss. "Dead and Deader" ist ein fürs TV gedrehtes B-Movie, das zwei Jahre nach Wright’s blutiger Persiflage in dessen Fußstapfen zu treten versuchte und dabei zwar nicht ganz erfolgreich war, im Endeffekt aber zumindest für Genre-Allesseher ein kleiner Leckerbissen darstellt. Wie immer ist die Story dabei allerdings das Letzte, auf das der geneigte Konsument sein Hauptaugenmerk richten sollte. Diese ist in diesem Fall mal wieder Platt wie eine Flunder und lediglich in ihrer Funktion vertreten, als Aufhänger für jede Menge Blut und Komik zu dienen. Vor allem letzteres ist in diesem Streifen reichlich vertreten und wird somit jene, die einen ernstzunehmenden Zombie-Film à la "Dawn of the Dead" sehen wollen, vor ernsthafte Probleme stellen. Auch, wenn der Beginn wie ein billiger B-Actioner anmutet, bei dem in allzu billiger Manier vor einem Kriegsschauplatz aus allen Rohren gefeuert wird, so erhält die Atmosphäre des Werkes mit dem Schauplatzwechsel in die Pathologie sofort einen immensen Umschwung. Der Zuschauer spürt förmlich, wie Regisseur Patrick Dinhut, der hiermit sein Debüt ablegte, ab diesem Zeitpunkt jedwede Ernsthaftigkeit fallen lässt. Ab dem ersten Aufeinandertreffen des Untoten Quinn und des "Quotenschwarzen" Judson mutiert "Dead and Deader" beinahe schon zu einer außergewöhnlichen Buddy-Komödie. Während reihenweise Zombies erledigt und Menschen gefressen werden, liefern sich die Beiden die hitzigsten Dialoge. Diese sind übrigens von den Drehbuchautoren Mark A. Altman und Steven Kriozere mit viel Hinsicht auf die Fans des Genres geschrieben worden. Beinahe in jedem zweiten Satz des Films ist irgendeine Anspielung auf diverse Filmklassiker zu hören. So lässt sich Quinn’s Vorgesetzter beispielsweise darüber aus, das dessen Geschichte mehr Lücken hätte als ein Film von Michael Bay, Holly stellt direkt einen umfassenden Vergleich zwischen dem Remake und dem Original von "Dawn of the Dead" an und zwei Lastwagenfahrer diskutieren ausgiebig, welcher Bond denn nun eigentlich der Beste war. Es hat jedoch noch weitere Gründe, weshalb "Dead and Deader" ohne viele Längen einfach gut unterhält. Der Film nimmt sich selbst nicht all zu ernst und serviert den Fans anspruchsloser Horror-Komik das, was sie sehen wollen. Leicht schräge Charaktere, dauerhaft etwas zum Schmunzeln und natürlich ausreichend Gore. Dieser ist hier noch sichtlich handmade, erfreulicherweise wurde auf störendes CGI verzichtet. Die Effekte entsprechen etwa dem Standard für einen solchen Streifen und warten mit Enthauptungen, diversen Amputationen und reichlich Fress-Szenen auf, was die Genre-Freaks definitiv zufrieden stellen wird. Vieles dürfte den Trash- und Horrorfreund nicht daran hindern, seinen Spaß an diesem Werk haben zu können, so lange die Erwartungen nicht zu hoch angesetzt werden. "Dead and Deader" unterhält einwandfrei, mehr aber auch nicht. Was einem hier geboten wird, ist nicht unbedingt ein Film, der danach noch wochenlang in Erinnerung bleiben wird, sondern der von seiner Kurzweiligkeit lebt und danach bald wieder vergessen wird. Gravierende Abstriche sind hier aber in keiner Hinsicht zu machen, selbst die Schauspieler agieren annehmbar. Am deutlichsten hervor treten dabei Guy Torry als Judson, der den Film durch seine lockere Art beinahe im Alleingang trägt, sowie Peter Greene als Mad Scientist. Vielen dürfte Greene noch als Zed aus "Pulp Fiction", oder ebenfalls als Bad Guy aus der Komödie "Die Maske" mit Jim Carrey in Erinnerung geblieben sein. Greene ist einer der Akteure, die durch ihre Präsenz sofort jede Szene vereinnahmen, was ihn für einen Film wie "Dead and Deader" beinahe schon überqualifiziert wirken lässt. "Dead and Deader" ist ein kurzweiliges Zombie-B-Movie, das sich selbst nicht all zu ernst nimmt und den Fans durch eine Menge Genre-Insider, einer gut portionierten Menge Blut und Gore, sowie super aufgelegten Darstellern durchaus gefallen dürfte. Bei der Handlung sind natürlich wieder einmal diverse Abstriche zu machen, doch wer das verkraften kann, wird hiervon 85 Minuten lang solide unterhalten werden. Die Story um den infizierten Leutnant, der zusammen mit einem sprücheklopfenden Koch und einer heißen Bardame durch die Gegend zieht, um andere Untote unschädlich zu machen hat zwar nicht das Zeug zum Hit, reicht für den kurzweiligen Spaß zwischendurch aber allemal aus.

Bewertung

Splatter 3_5.gif
Spannung 3.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Masters of Horror: Homecoming

Alien Invasion USA

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Informationen

OT:The Salena Incident

ca.87 Minuten

USA 2007

Regie

  • Dustin Rikert
Darsteller

  • Dan Southworth
  • Avery Clyde
  • Sam McConkey
  • James McBride
  • u.a.

Alien Invasion USA

Story

In Arizona landet ein UFO, was von der US-Regierung registriert wird. Es macht sich daraufhin ein Trupp auf, um den Absturzort um das Geschehen zu untersuchen. Zeitgleich können die Insassen eines Gefangenentransports mitsamt ihres Gefängnis-Wagen entfliehen. Ihr versehentliches Ziel ist ein Ort um einen Minenschacht, wo die Schwerverbrecher bald auf die dezimierte Militär-Einheit und die außerirdischen Besucher treffen…

alien_invasion_usa_1.jpgalien_invasion_usa_2.jpg

Kritik

„Alien Invasion USA“ ist das eigentlich ein gut klingender Titel, oder? Zumindest wenn das Geschehen im Film mit einer richtigen Invasion von Alien in den vereinigten Staaten zu tun hätte. Denn dies ist nicht unbedingt der Hauptbestandteil vom dem Low-Cost-Streifen.

Dass „Alien Invasion USA“ ein Billig-Film ist, wird dem geschulten Auge bereits nach einigen Momenten klar. Schlechtes Settin, schlechtes Drehbuch, schlechte Darsteller, schlechte Dialoge, schlechte Tricks und keinerlei Ideen, den Film richtig interessant zu gestallten und ihm Tempo einzuimpfen. Einigermaßen interessant ist die Vorstellung der verschiedenen Charaktere, die im Gefangenentransport sitzen. Klischeeüberladen werden die Figuren vorgestellt, wobei ein mieses Verhältnis untereinander (beispielsweise Nazi und Schwarzer) in den Vordergrund gestellt wird. Auf ein Warum, ein Wieso oder auch ein Weswegen wird kaum eingegangen. Daher macht es auch nicht sonderlich spaß, dem Geschehen über einen längeren Zeitraum zu folgen.

Auch der zweite Plot, der mit dem Militär und den außerirdischen Besuchern, ist alles andere als sehenswert. Hier werden ebenfalls irgendwelche Sachen gezeigt ohne das auf die Fragen im Hintergrund eingegangen wird. Belanglos kann man den verschiedenen Szenen folgen und braucht keine Hoffnung zu vergeuden, dass im Verlauf irgendwann mal alles etwas besser oder sogar gut wird. Schade ist, dass weder Trash noch Humor im Repertoire der Film-Macher vorkommt. Es gibt keine einzige Szene, in der sich „Alien Invasion USA“ selbst auf die Schippe nimmt oder man mal mit unglaublich lächerlichen Szenen konfrontiert wird.

Als lächerlich dürfte lediglich und das im wahrsten Sinne des Wortes, die deutsche Synchronisation eingestuft werden. Die Stimmen passen vorne und hinten nicht. Zudem werden einige Lacher von verschiedenen Leuten eingespielt, die dermaßen bescheuert klingen, dass man entweder lachen oder weinen muss…

Was dem Film nach dem aushaltbare Start auszeichnet ist das Aufbauen von Spannung. Denn als Betrachter wartet man natürlich auf den Auftritt von den Alien. Dies wird ja schließlich im Titel des Films vermittelt. Man muss wirklich lange auf den Auftritt der extraterrestrischen Besucher warten. Und was man dann zu sehen bekommt, dürfte wohl nur Freunde von Taucheranzügen erfreuen… Tricktechnisch bekommt man auf jeden Fall nichts Besonderes geboten.

Dies gilt auch für die Tricktechnik der Splatterszenen. Immerhin ist die deutsche DVD mit einem FSK 18 versehen worden, was vermuten lässt, dass es zu einigen Szenen der blutigen Art kommt. Diese sind aber sehr spärlich gesät. Es gibt ein paar abgetrennte Extremitäten, die aber nicht in grauenhaften oder ekeligen Szenen enden. Vielmehr sind die Darstellung dermaßen lächerlich, dass eine Freigabe ab 12 Jahren wohl auch in Ordnung gewesen wäre.

Regisseur Dustin Rikert, der bis Dato noch keinen interessanten oder guten Film-Beitrag abgeliefert hat, scheint mit dem oberflächlichen und inhaltslosen Drehbuch derartig überfordert, dass er auch kein Gespür für schöne Bilder, spektakuläre Kamerafahrten oder sonst was Zeit hat, das einen Film dieser Machart aufwertet. Die Darsteller sind ebenso unbekannt wie ihr Kollege auf dem Regiestuhl. Allerdings macht ein Großteil von ihnen einen vernünftigen Eindruck. Zumindest für B-Movie Verhältnisse…

Somit bleibt das einzig Positive, was man nach der Betrachtung mitnimmt, dass es noch einige Filme gibt die schlechter sind als dieses billige Alien-Filmchen. Die ersten Minuten gehen in Ordnung und das Ende ist so dämlich, dass man noch mal von der Schlaftrunkenheit befreit wird. Der Mittelteil ist allerdings zum Vergessen…

alien_invasion_usa_3.jpgalien_invasion_usa_4.jpg

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 2.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 1_5.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

Invasion der Zombies

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Informationen

Originaltitel Non si deve profanare il sonno dei morti
Länge 89 Minuten
Drehjahr 1974
Drehland Italien / Spanien
Regie Jordi Grau
Schauspieler
  • Cristina Galbó
  • Ray Lovelock
  • Arthur Kennedy
Invasion der Zombies

Story

Der junge Engländer George will sich ein paar Tage von der Großstadt erholen und auf dem Land relaxen. Doch bereits bei einem Tankstopp beginnt das Übel, dass sich im Laufe des Aufenthalts noch steigern soll. Die junge Edna ramponiert versehentlich sein zweirädrige Vehikel, dass somit nicht mehr einsatzbereit ist. Glücklicherweise haben beide aber den gleichen Weg und so erklärt sich die junge, hübsche Frau bereit, ihn mitzunehmen.

Doch bevor sie ihr erstes Ziel erreichen, verfahren sich die beiden. Als sie nach dem Weg fragen, machen sie eine ungewöhnliche Bekanntschaft mit einer neumodischen Insektenvernichtungsmaschine, die mithilfe hoher Frequenzen in das Nervensystem der Schädliche eindringt und ihnen befiehlt sich gegenseitig umzubringen. Des weiteren trifft Edna auf einen seltsamen Mann, der eigentlich vor einer Woche gestorben war. Der Tote fällt sie an, Edna kann sich aber retten.

Der Tote tauch allerdings einige Zeit später auf und das bei Ednas Schwester, der heroinsüchtigen Katie, die von ihm just in dem Moment gestört wird, als sie sich einen Schuss setzten will. Sie flüchtet zum Fluss wo ein Fotograph gerade ein paar Fotos macht. Der Untote folgt ihr und die junge Frau muss mit ansehen, wie der Fotograph unter dem Lichtgewitter seiner eigenen Blitze ermordet wird.

Als die Polizei am Tatort ist, glaubt sie den Aussagen der drogenkranken Frau nicht und vermutet er das sie es war, mithilfe der beiden Fremden, die den mysteriösen Toten ja auch gesehen haben. Nun stehen George und Edna also unter besonderer Beobachtung der Polizei und so entscheiden sie sich der Sache mit dem lebenden Toten den nur sie gesehen haben, auf den Grund zu gehen. Nach einigen Recherchen findet George etwas schlimmes heraus, was darauf schließen lässt das eine Invasion der Zombies bevorsteht …

Kritik

Bereits vier Jahre vor dem Beginn der großen Zombiewelle, welche von Romeros Klassiker „Zombie – Dawn of the dead“ ausgelöst wurde, entstand eine kleine Produktion, die unter dem Titel „ Das Leichenhaus der lebenden Toten“ in unsere Kinos kam. Leider war der Film an seinen besten Stellen geschnitten und so machten sich die Astro-Herren daran, ihn uncut zu veröffentlichen. Dank meiner Sammelleidenschaft, die mich nahezu dazu zwingt alle blauen Videokassetten des Labels zu besitzen, konnte ich ihn nun, knapp 30 Jahre nach seinem Erscheinen, dass erste mal betrachten.

Ich muss zugeben, dass ich nicht erwartet habe einen so guten Film zu sehen. Zwar hatte ich schon einige gute Kritiken gelesen, doch ein wenig Skepsis machte sich schon breit und das nicht nur weil der Film genauso alt ist wie ich es bin. Als er dann aber anfing, merkte ich direkt das es ein Film mit Hand und Fuß ist. Zu Begin kommt er zwar ohne irgendwelche Szenen aus, die dieses Subgenre so blutrünstig gemacht haben, dafür wird aber eine nette Geschichte erzählt, bei der die Charaktere vorgestellt werden. Schnell merkt man das George ein Hippie ist, der prinzipiell gegen alles ist und anscheinend Freude beim Anecken hat. Das ihm diese Eigenschaft in arge Probleme bringt merkt man zwar erst später, man kann es sich allerdings schon denken.

Nach wenigen Minuten kommt es dann zum ersten Kontakt mit einem Zombie, aber auch hier geht es erst mit gezogener Handbremse zur Sache. Nun beginnt der Zeitpunkt, an dem sich die Atmosphäre aufbaut, die von nun an durch den ganzen Film gehen soll und zudem ist hier der Beginn der eigentlichen Zombiegeschichte, die alles das mitbringt, was einen guten Film des Subgenres ausmacht. Es gibt einen Auslöser, der für das Wiedererwachen der Toten zuständig ist, Zombies inklusive deren Opfer und gegen Ende sogar einige Spezialeffekte, die es für ihr Alter wirklich in sich haben. Unterbrochen wird das ganze von einigen Nebenhandlungen, die sich zum Beispiel mit der Heroinsucht von Ednas Schwester, mit dem Verhältnis eines konservativen Polizisten zu dem rebellischen George oder auch mit der Umwelt befassen. Es ist wirklich alles einwandfrei inszeniert und lässt nicht mal einen Hauch von Langeweile aufkommen. Auch die Akteure fallen glücklicherweise nicht mit negativen Leistungen auf und runden somit den guten Gesamteindruck des Streifens ab.

Im Gegensatz zu den anderen Zombiefilmen aus dieser Zeit, hat man nicht die ganze Zeit so eine Weltuntergangsstimmung, denn einige Szenen lenken doch von der Haupthandlung ab und man meint, man wäre in einem englischen Krimi der 70er Jahre. Ob das nun nur daran liegt das die italienisch, spanische Produktion auf der europäischen Insel gedreht wurde, weiss ich nicht, der alte Inspektor und seine Mannen haben mir aber zwischenzeitlich diesen Eindruck vermittelt. Zudem wird in diesem Film auf viele Szenen im Dunkeln verzichtet. Einige sind natürlich unausweichlich zur Erzeugung der Spannung und der Atmosphäre, allerdings gibt es viele farbenfrohe Umgebungen, die ehr für eine gute, als eine bedrückende Stimmung sorgen.

Alles passt also irgendwie und für einen Zombiefilm ist es ja wirklich nicht gewöhnlich, dass ein Film mit einer guten und spannenden Handlung daherkommt. Es gab einfach zu viele Billigproduktionen, die zwar alle ihre Vorteile hatten – meistens jedenfalls, aber irgendwie immer das Drumherum zu den „Fressszenen“ vergessen hatten. Bei „Invasion der Zombies“ ist dies glücklicherweise nicht so und somit fällt es mir auch nicht schwer eine Empfehlung an genreinteressierte auszusprechen. Es dauert zwar etwas länger bis die hungrigen Mäuler gestopft werden, wenn es dann aber soweit ist, bekommt man appetitliche Szenen geboten …

Bewertung

Splatter 3_5.gif
Spannung 5.gif
Story 4_5.gif
Ekelfaktor 4_5.gif
Atmosphäre 5.gif
Gesamt 5.gif

Invasion – Angriff der Körperfresser

0

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2005
Laufzeit ca. 80 Minuten
Regie Albert Pyun
Darsteller Virginia Dare Paulin Morgan Weisser Norbert Weisser Scott Paulin u.a.
Bild 16:9
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 16
Invasion - Angriff der Körperfresser

Story

In der Nähe eines kleinen Örtchen namens Lawton in Kalifornien, wird ein Kometenregen gemeldet. Deputy Brick Bardo geht der Meldung nach. In einem Naturschutzgebiet erreicht er das Auto des Anrufers, der sich bei der Polizei gemeldet hat. Er steigt aus, um nach dem Mann zu suchen und findet ihn auch wenige Momente später. Bardo will die Befragung starten, als er von dem Mann attackiert wird.

Im Kampf wird Bardo etwas in seinen Gehörgang gesetzt. Etwas, dass sein Handeln verändert. Er geht zurück in seinen Wagen und fährt die Strecke zurück zu einem Auto, in dem er bei der Hinfahrt Teenager beim Fummeln erwischt hat. Wo er eben noch tolerant reagierte, zeigt er nun sein neues Ich…

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Kritik

Innovationen sind im Horror-Film nicht gerade an der Tagesordnung. 80-90% der Beiträge sind Aufgekochtes. Auf den ersten Blick scheint „Invasion – Angriff der Körperfresser“ auch in diesem Fahrwasser zu schwimmen. Gerade, weil der Name des Streifens an Oliver Hirschbiegels „Invasion“ erinnern soll. Und ganz so weit weg ist die Thematik des Films von dem „Body Snatchers“-Rohrkrepierer mit Nicole Kidman und Daniel Craig von 2007 auch nicht.

Aber sie ist halt anders und vor allem ganz anders in den Kasten gebracht worden. Abgesehen von einer kleinen Start- und einer ebenso kurzen Endsequenz bekommt der Zuschauer lediglich eine Kameraeinstellung zu Gesicht. Gleich zu Beginn wird dem Betrachter vermittelt, dass es zu einer Katastrophe gekommen sei und man Kameramaterial eines Polizeiwagens gesichert hat. 63 Minuten am Stück. Diese bekommt man an einer kleinen Einführung, welche die neue Kamera-Technik der Cops beschreibt, dargeboten. Eine fest installierte Kamera, die in ihrer starren Anbringung alle Bilder am Stück liefert. Die Idee funktioniert sehr gut. Über einen langen Zeitraum der 65 Minuten Laufzeit. Leute die aufgepasst haben, werden merken das da knapp 15 Minuten fehlen. Diese wurden für den Abspann reserviert. Aber das ist ein anderes Thema. Trotz der eingeengten Sicht, dem Fehlen von Schnitten und ohne ein ernsthaftes Mitwirken von Schauspielern wird in erster Linie eine bedrohliche Atmosphäre aufgebaut. Da der Film in seiner Optik eingeschränkt ist, muss er mit der Akustik einiges rausreißen. Und hier liegt einer der Stärken von „Invasion – Angriff der Körperfresser“. Die Geräusche wirken. Sei es abgehackter Funk, zotige Zombie-Geräusche oder auch nur die Stimmen aus der Umgebung. Es funktioniert. Im Film ist es die ganze Zeit düster. Die Filmsequenz spielt ja auch bei Nacht. Dennoch hat man sich Mühe gegeben, dass Ganze auch gut aussehen lassen. Ein Scheinwerfer, der auf dem Fahrzeug angebracht ist, sorgt für die Beleuchtung. Somit wird ein bedrohliches Bild mit einfachsten Mitteln erschaffen. Hauptspielplatz ist ein Park. Mit kleinen, engen Wegen.

Die Art, wie der Film gedreht wurde, bringt aber auch Nachteile mit sich. Darstellerische Leistungen gibt es zum Beispiel nicht zu betrachten. Es turnt zwar immer mal wieder wer vor der Kamera rum. Dies reicht aber nicht, um eine faire Beurteilung der Beteiligten abzugeben. Immerhin fällt keiner mit Nichtkönnen auf, was ja auch schon mal was ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass es zwangläufig zu einigen Szenen kommt, die weniger interessant sind, beziehungsweise sich etwas ziehen. Man bekommt Minutenlang die gleiche Einstellung geboten. Vor dem Auge der Kamera verändert sich nichts. Gar nichts. Das Geschehen wird dann lediglich von den Dialogen getragen. Dies funktioniert zwar ganz passabel, dem Auge kann bei solchen Szenen aber schon mal schnell langweilig werden. Selbst wenn es „Blairwitch“-mäßig zur Sache geht.

B-Movie-Regisseurs Albert Pyun („Cyborg“, „Nemesis“) hat mit „Invasion – Angriff der Körperfresser“ auf jeden Fall einen interessanten Beitrag geschaffen. Die kostengünstige und zugleich interessante Idee ist auch gekonnt umgesetzt worden. In seiner Art kann er zwar kein Überfilm sein, dafür ist er zu beschränkt, seine Story zu trivial. Er ist aber als Experimental-Werk für Freunde des B-Movies sehr empfehlenswert. Aber sicherlich wird es hier, wie auch bei dem ähnlich angelegten „The Blair Witch Project“, eine Lagerspaltung geben.

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DVD

Im schlichten DVD-Menü findet man neben einer Trailershow auch ein paar Extras. Zum einen einen Teaser, der knapp eine Minute dauert. Des Weiteren gibt es eine Biografie von Regisseur Albert Pyun in Form von Texttafeln. Das ist in der Gesamtheit sicherlich nicht viel, aber immerhin besser als gar nichts.

Bild und Ton gehen soweit in Ordnung. Abstriche müssen gemacht werden, aber es handelt sich bei dieser DVD auch um kein Hightech-Produkt, was jedem Käufer klar ist.

Bewertung

Splatter 2009_1.gif
Spannung 2009_3_5.gif
Story 2009_3_5.gif
Ekelfaktor 2009_2.gif
Atmosphäre 2009_4.gif
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Bildqualität 2009_4.gif
Zusatzmaterial 2009_2.gif
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