Jack The Ripper

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Informationen

OT:The Lodger

ca.80 Minuten

USA 1944

Regie

  • John Brahm
Darsteller

  • Laird Cregar
  • George Sanders
  • Merle Oberon
  • Cedric Hardwicke
  • u.a.

Jack The Ripper

Story

London, 1888: „Jack the Ripper“ meuchelt sich durch die vernebelten Straßen Whitechapels. Die grauenvolle Mordserie hält die Stadt in Atem. Auch das Ehepaar Bonting ist schockiert. Hinzu kommt noch ein grauenvoller Verdacht: Der neue Untermieter schleicht sich regelmäßig nachts aus dem Haus, hat ein seltsames Verhältnis zu Frauen und zeigt plötzlich reges Interesse an Tochter Kitty. Ist ER der gesuchte Mörder?…

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Kritik

Wohl kaum ein Kriminalfall der Geschichte hat die Menschen bis heute so bewegt und gleichsam auf schauerliche Weise fasziniert wie der des „Jack the Ripper“. Einem Phantom gleich, versetzte er im Herbst 1888 durch blutrünstige Frauenmorde die Stadt London in Angst und Schrecken. Gefasst wurde er nie. Bis zum heutigen Tag bietet die ungeklärte Identität des Täters besten Nährboden für Mythen und Spekulationen, für Romane und nicht zuletzt zahlreiche Filme. Als Regisseur John Brahm sich 1944 mit seinem „The Lodger“ des Themas annahm, war er damit bei weitem nicht der erste Filmschöpfer, der auf den Spuren des Rippers wandelte. Allerdings kann seine Version ohne weiteres als einer der besten Beiträge des Genres angesehen werden. Zu glanzvollen Zeiten des 40er Jahre Horror-Films in den Studios der 20th Century Fox entstanden, bietet „The Lodger“ ein Paradebeispiel klassischen, gothischen Grusels. John Brahm’s Werk lehnt sich an die 1913 erschienene, gleichnamige Novelle von Marie Belloc Lown an und setzt dabei nicht auf die Frage nach dem Täter, sondern auf die Spannung, die sich aus der für den Zuschauer, nicht aber für die Personen der Handlung bekannten Situation heraus ergibt. Alfred Hitchcock, der sich ebenfalls bereits 1927 mit einer Stummfilm-Variante der Novelle die Ehre gab, prägte hierfür den Begriff „Suspense“. Bei „The Lodger“ ist die Identität des Rippers von vornherein offensichtlich: Mr. Slade – Ein freundlicher, wenn auch etwas seltsamer Untermieter, Arzt, mit Abneigung gegenüber Schauspielerinnen und besonderem Interesse für die Nachrichten über den Fall des Rippers. Brahm lässt den Zuschauer also nicht im Ungewissen, sondern lässt ihn mit den Sympathieträgern mitfiebern und baut ganz auf Spannung. Und Atmosphäre! Die Bühnenkulissen mit ihren Gaslaternen beleuchteten, von Nebel durchzogenen Gassen ziehen magisch in ihren Bann. Der damaligen Zensur getreu, beschränkt sich die Darstellung von Gewalt auf ein dezentes Minimum und ist praktisch nur angedeutet. Auch dem Sitten- und Moralverständnis in den 1940er Jahren musste offensichtlich Genüge getan werden: Aus Prostituierten, wie sie der Ripper in der Realität mordete, machte das Drehbuch kurzerhand „Schauspielerinnen“. Was den John Brahm’s „Scotland Jagd greift ein“, so der deutsche Kino-Titel, aus der Fülle aller „Jack the Ripper“-Verfilmungen herausragen lässt, ist die großartige Darbietung von Laird Cregar in der Rolle des Mr. Slade, des offensichtlichen Mörders. Der Hüne mit der sanften Stimme und dem melancholischen Blick verleiht seiner Rolle eine beeindruckende Intensität. Wehmut und Wahnsinn, gefangen in einer Person. Laird Cregar, der als Mr. Slade einen Mann mittleren Alters spielt, war zur Entstehung des Films gerade 30 Jahre alt. Nur ein Jahr später starb der außergewöhnliche Mime an einem Herzinfarkt als Folge einer radikalen Abmagerungskur. Als Widersacher steht ihm hier George Sanders als Kommissar gegenüber, der Horror-Fans sicher auch durch seine späteren Filme wie „Das Dorf der Verdammten“ (1960) oder „Der Frosch“ (1972) bekannt sein dürfte. Während manche Kritiker bei „Kitty“-Darstellerin Merle Oberon einige Defizite bei Gesang und Tanz ausmachen konnten, steht die Leistung von Sir Cedric Hardwicke („The Ghost of Frankenstein“, 1942) einmal mehr außer Frage. „The Lodger“ ist ohne Zweifel ein Meilenstein des Horror-Kinos. Vielleicht mag der Film für heutige Sehgewohnheiten und gerade auch angesichts moderner, action- reicherer „Jack the Ripper“-Verfilmungen etwas altbacken erscheinen. Jedem Filmfan, der einer Reise zurück in die Filmgeschichte nicht abgeneigt ist, sei dieser Film dennoch wärmstens empfohlen. Für Freunde klassischer Filmkunst ist „The Lodger“ ohnehin Pflichtprogramm…

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Bewertung

Splatter 1.gif
Spannung 4.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 5.gif
Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

M – eine Stadt sucht einen Mörder

Jack Frost 2

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Informationen

OT:Jack Frost 2

ca.93 Minuten

USA 1990

Regie

  • Michael Cooney
Darsteller

  • Christopher Allport
  • Eileen Seeley
  • Chip Heller
  • Marsha Clark
  • u.a.

Jack Frost 2

Story

Wir erinnern uns: Jack Frost, der Serienmörder, der versehentlich in einen Schneemann verwandelt wurde und mit der neuen Identität viele Leute ausschaltete, wurde mittels Frostschutzmittel getötet. Doch so richtig hat das nicht geklappt, denn Jack ist zurück: Erst in einem nicht definierten Zustand, später aber verwandelt er sich wieder zum berüchtigten Killer-Schneemann. Und zwar dort, wo man ihn nicht vermuten sollte – In der Karibik.

Nachdem Jack einigen Menschen das Lebenslicht, mittels unangenehmer Kälte, auslöscht hat beschließt er die Insel in einen frostigen Zustand zu versetzten, um die Bewohner, die sich erst noch über den Schnee freuen, besser eliminieren zu können. Denn auf dem Eiland befinden sich Menschen, die Jack aus seiner Vergangenheit kennt und die er, mit vielen kleinen Helfern, endlich loswerden will…

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Kritik

Wenn jemand den Vorgänger von "Jack Frost – Die Rache des Killerschneemanns" "Jack Frost – Der eiskalte Killer" gesehen hat, wird er sich an einen besonderen Beitrag des Horror-Films erinnern, sicherlich aber nicht an ein unbedingtes Meisterwerk des Genre. Er kam mit einer neuen Idee daher, war aber streckenweise recht langweilig. Sein Nachfolger ist da glücklicherweise ganz anders. Die Macher haben sich darauf konzentriert, der Komödie viel mehr trashige Elemente beizufügen, was die den Spaßfaktor um einiges anhebt. In einigen Situationen könnte man glatt meinen, es mit einem Streifen aus dem Hause Troma zu tun zu haben, da alles total überdreht ist. Zugegebenermaßen sind einige Szenen so albern, dass sie eigentlich schon nicht mehr witzig sind, dies wird aber mit dem guten Gesamteindruck kompensiert. Denn "Jack Frost – Die Rache des Killerschneemanns " bietet nicht nur witzige Einlagen, in der ungeschnittenen, nicht für die Jugend freigegebenen Fassung, kann der erwachsene Betrachter ein kräftiges Splatter-Feuerwerk bewundern, dass mit durchaus gut gemachten Spezialeffekten daherkommt, die stellenweise recht hart sind, durch den ulkigen Unterton des Films aber nicht übertrieben brutal wirken – Wie man es eben aus Filmen aus dem Hause Troma kennt. Das die Story nur Beiwerk ist, dürfte dem Betrachter egal sein. Der Film hangelt sich von Szene zu Szene, ohne wirklich etwas zu erzählen. Auch das Auftreten des Killers zu Beginn sieht nach allem anderen als einem guten Drehbuch aus, da alles eher unlogisch wirkt. Lustig ist an der Geschichte allerdings, dass es Parallelen zu anderen Filmen gibt, zum Ende hin erinnert das Geschehen zum Beispiel sehr stark an "Critters", dass er an Streifen wie "Toxic Avenger" erinnert, wurde ja bereits angesprochen. Auch schauspieltechnisch gibt es "natürlich" nichts Besonderes zu berichten. Einige Schauspieler fallen dadurch auf, dass sie bereits im Prequel vertreten waren und nicht etwa deswegen, weil sie Großartiges leisten respektive bereits geleistet haben. Aber auch das ist beim Betrachten des Films als nebensächlich zu bezeichnen. Gut gelungen sind die teilweise super witzigen Sprüche des kalten Protagonisten. Selten hat man solch einen positiven Unsinn in so einer Vielzahl in nur einem Film gesehen. Beim Erraten von Zitaten wird "Jack Frost 2" in Zukunft sicherlich den ein oder anderen Satz mitreden. Etwas negativ ist sicherlich, dass man in einigen Szenen sieht wie mit einer minderwertigen Kamera gedreht wurde und das einige CGI-Effekte alles andere als glaubhaft sind. Doch man muss sich natürlich auch bewusst sein, dass das Budget nicht das größte war. Alles in allem ist "Jack Frost – Die Rache des Killerschneemanns" aber ein wirklich guter Party-Film, mit einer unverbrauchten Story und massig Splatter-Einlagen, die das Gucken zum Vergnügen machen.

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Bewertung

Splatter 5.gif
Spannung 2.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 5.gif
Gesamt 4_5.gif

Ähnlicher Film:

Jack Frost

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Informationen

OT:Jack Frost

ca.90 Minuten

USA 1997

Regie

  • Michael Cooney
Darsteller

  • Scott MacDonald
  • Christopher Allport
  • Stephen Mendel
  • u.a.

Jack Frost

Story

Jack Frost ist ein berüchtigter Massenmörder und hat nicht weniger als 38 Opfern das Leben ausgehaucht. Eines Tages soll er von seinem alten in ein neues Gefängnis umquartiert werden, was sich allerdings nicht als besonders einfach herausstellt, da es außerhalb des Gefangenentransportes zu einem heftigen Schneesturm kommt. Als der Sturm dann im Verlauf schlimmer wird, ist das unvermeidbare nicht mehr abzuwenden… Es kommt zu einem Unfall, bei dem Jack fliehen kann. Der Unfall ereignete sich allerdings mit einem Chemikalientransporter, der durch ein Leck seine Fracht verliert, mit der Jack dann in Berührung kommt. Nach der Berührung löst sich Jacks Körper, in eine schleimige Masse auf und es scheint, als habe er den Löffel abgegeben – Doch dem ist nicht so. Die Chemikalien haben bewirkt, dass sich Jacks aufgelöster Körper mit Schneemolekülen verbunden hat und er alsbald als Schneemann rum rennt. In diesem Körper, der nun perfekt an seine Umgebung angepasst ist, verfolgt Jack nur ein Ziel: Er sucht denjenigen, der ihn damals verhaftet hat und will sich blutig an ihm und seinen Mitmenschen rächen…

Kritik

Wie lange mussten wir darauf warten, dass dem ersten Schneemenschen Leben eingehaucht wird? Und als es dann soweit ist, wird klar das es sich dummerweise um einen jähzornigen Serienkiller handelt und keinen Menschen, der seine neuen Fähigkeiten der Wissenschaft zur Verfügung stellt. Aber mal im Ernst: Das klingt nicht nur albern, der Film ist es wirklich. „Jack Frost“ ist eine Mischung aus Komödie und Horrorfilm, wobei beide Komponenten aber leider nicht wirklich überzeugen können. Es gibt zwar alberne Szenen zuhauf, doch richtig totlachen kann man sich nicht über sie und eine angemessene Horroratmosphäre kann auch nicht aufgebaut werden, dies verwundert aber aufgrund der verschneiten und in weihnachtlicher Stimmung befindlichen Umgebung nicht. Viel Splatter darf man leider auch nicht erwarten, da der Film bereits ab 16 freigegeben ist und somit kein Platz für richtig blutige Einlagen gegeben ist. Eigentlich könnte man meinen, dass der Streifen für ein Publikum um die 10 Jahre gedreht wurde, aber dafür ist er dann letzten Endes doch etwas zu zynisch. Neben der recht schlichten Story, die sich im Groben damit befasst, dass Jack vereist wird und aufgrund dieses glücklichen Umstandes die Chance erhält, sich an dem Polizisten zu rächen, der ihn verhaftet hat. Als der Schneemann dann das Dorf des Gesetzeshüter erreicht, müssen er und einige seiner Nachbarn unter dem Terror des Schneeklumpen leiden. Ebenso unkreativ wie die Story waren die Hersteller des Schneemanns, der nicht einmal ansatzweise authentisch wirkt und dem zwischendurch sogar das Styropor abbröselt. Erstaunlicherweise ist dieser Schneemann dann aber der beste Schauspieler am Set, was nicht gerade für seine Darstellerkollegen spricht. Auch die Mordszenen sind alles andere als mit Liebe hergestellt worden. Sie sind zwar recht blutlastig, dafür aber sehr laienhaft inszeniert, was natürlich auch wieder an der Glaubwürdigkeit des Ganzen nagt. Aber ein paar freiwillige und unfreiwillige Lacher machen „Jack Frost“ zu einem Film, den man sich durchaus mal reinziehen kann. Allerdings sollten die Erwartungen an ihn nicht sonderlich hoch sein und man sollte auch bedenken, dass da eine Menge Trash auf einen zukommt, der allerdings etwas inszeniert wirkt…

Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 2_5.gif
Story 2_5.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 2_5.gif
Gesamt 2_5.gif

Ähnlicher Film:

Unterweger, Jack

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Unterweger, Jack

Fakten

Name:

Unterweger, Jack

Anzahl Opfer:

ca. 13

Delikte/Tötungsarten:

Mord (er erwürgte seine Opfer mit einem Büstenhalter)

Festnahme:

27. Februar 1992

Urteil:

Juni 1994 / lebenslängliche Freiheitsstrafe (kurz nach seiner Verurteilung erhängt er sich in seiner Gefängniszelle)

Aufenthaltsort:

Jack The Ripper

0

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 1944
Laufzeit ca. 80 Minuten
Regie John Brahm
Darsteller Laird Cregar George Sanders Merle Oberon Cedric Hardwicke u.a.
Bild
  • 1
  • 33:1
Ton DD2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 16
Jack The Ripper

Story

London, 1888: „Jack the Ripper“ meuchelt sich durch die vernebelten Straßen Whitechapels. Die grauenvolle Mordserie hält die Stadt in Atem. Auch das Ehepaar Bonting ist schockiert. Hinzu kommt noch ein grauenvoller Verdacht: Der neue Untermieter schleicht sich regelmäßig nachts aus dem Haus, hat ein seltsames Verhältnis zu Frauen und zeigt plötzlich reges Interesse an Tochter Kitty. Ist ER der gesuchte Mörder?…

03_2010_jack_the_ripper_1.jpg03_2010_jack_the_ripper_2.jpg

Kritik

Wohl kaum ein Kriminalfall der Geschichte hat die Menschen bis heute so bewegt und gleichsam auf schauerliche Weise fasziniert wie der des „Jack the Ripper“. Einem Phantom gleich, versetzte er im Herbst 1888 durch blutrünstige Frauenmorde die Stadt London in Angst und Schrecken. Gefasst wurde er nie. Bis zum heutigen Tag bietet die ungeklärte Identität des Täters besten Nährboden für Mythen und Spekulationen, für Romane und nicht zuletzt zahlreiche Filme. Als Regisseur John Brahm sich 1944 mit seinem „The Lodger“ des Themas annahm, war er damit bei weitem nicht der erste Filmschöpfer, der auf den Spuren des Rippers wandelte. Allerdings kann seine Version ohne weiteres als einer der besten Beiträge des Genres angesehen werden. Zu glanzvollen Zeiten des 40er Jahre Horror-Films in den Studios der 20th Century Fox entstanden, bietet „The Lodger“ ein Paradebeispiel klassischen, gothischen Grusels. John Brahm’s Werk lehnt sich an die 1913 erschienene, gleichnamige Novelle von Marie Belloc Lown an und setzt dabei nicht auf die Frage nach dem Täter, sondern auf die Spannung, die sich aus der für den Zuschauer, nicht aber für die Personen der Handlung bekannten Situation heraus ergibt. Alfred Hitchcock, der sich ebenfalls bereits 1927 mit einer Stummfilm-Variante der Novelle die Ehre gab, prägte hierfür den Begriff „Suspense“. Bei „The Lodger“ ist die Identität des Rippers von vornherein offensichtlich: Mr. Slade – Ein freundlicher, wenn auch etwas seltsamer Untermieter, Arzt, mit Abneigung gegenüber Schauspielerinnen und besonderem Interesse für die Nachrichten über den Fall des Rippers. Brahm lässt den Zuschauer also nicht im Ungewissen, sondern lässt ihn mit den Sympathieträgern mitfiebern und baut ganz auf Spannung. Und Atmosphäre! Die Bühnenkulissen mit ihren Gaslaternen beleuchteten, von Nebel durchzogenen Gassen ziehen magisch in ihren Bann. Der damaligen Zensur getreu, beschränkt sich die Darstellung von Gewalt auf ein dezentes Minimum und ist praktisch nur angedeutet. Auch dem Sitten- und Moralverständnis in den 1940er Jahren musste offensichtlich Genüge getan werden: Aus Prostituierten, wie sie der Ripper in der Realität mordete, machte das Drehbuch kurzerhand „Schauspielerinnen“. Was den John Brahm’s „Scotland Jagd greift ein“, so der deutsche Kino-Titel, aus der Fülle aller „Jack the Ripper“-Verfilmungen herausragen lässt, ist die großartige Darbietung von Laird Cregar in der Rolle des Mr. Slade, des offensichtlichen Mörders. Der Hüne mit der sanften Stimme und dem melancholischen Blick verleiht seiner Rolle eine beeindruckende Intensität. Wehmut und Wahnsinn, gefangen in einer Person. Laird Cregar, der als Mr. Slade einen Mann mittleren Alters spielt, war zur Entstehung des Films gerade 30 Jahre alt. Nur ein Jahr später starb der außergewöhnliche Mime an einem Herzinfarkt als Folge einer radikalen Abmagerungskur. Als Widersacher steht ihm hier George Sanders als Kommissar gegenüber, der Horror-Fans sicher auch durch seine späteren Filme wie „Das Dorf der Verdammten“ (1960) oder „Der Frosch“ (1972) bekannt sein dürfte. Während manche Kritiker bei „Kitty“-Darstellerin Merle Oberon einige Defizite bei Gesang und Tanz ausmachen konnten, steht die Leistung von Sir Cedric Hardwicke („The Ghost of Frankenstein“, 1942) einmal mehr außer Frage. „The Lodger“ ist ohne Zweifel ein Meilenstein des Horror-Kinos. Vielleicht mag der Film für heutige Sehgewohnheiten und gerade auch angesichts moderner, action- reicherer „Jack the Ripper“-Verfilmungen etwas altbacken erscheinen. Jedem Filmfan, der einer Reise zurück in die Filmgeschichte nicht abgeneigt ist, sei dieser Film dennoch wärmstens empfohlen. Für Freunde klassischer Filmkunst ist „The Lodger“ ohnehin Pflichtprogramm…

03_2010_jack_the_ripper_3.jpg03_2010_jack_the_ripper_4.jpg

DVD

Dank Savoy Film (im Vertrieb von Subfilm Entertainment) ist „The Lodger“ als Klassiker des 40er Jahre Horror-Kinos erstmals digitally remastered und in deutscher Sprache erhältlich. Die DVD kommt mit schön gezeichnetem Wendecover (mit und ohne FSK-Logo) im Amaray-Case. Neben dem deutschen Ton ist selbstverständlich auch der englische Originalton verfügbar, optional dann mit deutschen Untertiteln. Darüber hinaus gibt es auch einen Audiokommentar in englischer Sprache. Das Angebot der Extras ist aufgrund des Alters des Films und daher kaum verfügbaren Materials nicht sehr üppig, dafür aber interessant und liebevoll zusammengestellt. Highlight ist neben einem Originaltrailer und einer Bildergalerie dabei die Featurette „Man in the Attic“ – ein interessanter Mix aus Hintergrundinformationen über Film und Darsteller, Fotos vom Set und Kommentare renommierter Kritiker und Filmwissenschaftler über die Bedeutung dieses Klassikers der Filmgeschichte. Zwar sind für dieses englischsprachige Resümee leider keine Untertitel verfügbar, jedoch sind die Ausführungen leicht verständlich und für den Filmfan allemal einen Klick auf der Fernbedienung wert.

Bewertung

Splatter 2010_1.gif
Spannung 2010_4.gif
Story 2010_4.gif
Ekelfaktor 2010_1.gif
Atmosphäre 2010_5.gif
Tonqualität 2010_4.gif
Bildqualität 2010_4.gif
Zusatzmaterial 2010_3.gif
Gesamteindruck 2010_5.gif

Jack Ketchums Beutegier

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2009
Laufzeit ca. 70 Minuten
Regie Andrew van den Houten
Darsteller Jessica Butler Stephen Grey Amy Hargreaves Art Hindle u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 18
Jack Ketchums Beutegier

Story

In dem verschlafenen Nest „Dead River“, im US-Amerikanischen Bundesstaat Maine, kommt es zu einigen brutalen Morden. Zerstückelte Leichen werden aufgefunden und lassen den Verdacht aufkommen, dass das zurückgekommen ist, was schon mal da war.

Denn vor etlichen Jahren wurde die Umgebung von wildlebenden Kannibalen heimgesucht. Die menschenfressenden Eindringlinge konnten aber eliminiert werden. So dachten zumindest alle. Doch nun sind sie offensichtlich wieder da und die Polizei mit der Situation überfordert. Zum Glück wohnt der pensionierte Sheriff George Peters noch in der Nähe. Peters hat schon mal erfolgreich gegen die Kannibalen gekämpft und scheint jetzt der einzige zu sein, der wirklich helfen kann…

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Kritik

Jack Ketchum, der weniger unter seinem richtigen Namen Dallas Mayr bekannt ist, hat sich in den letzten Jahrzehnten einen guten Ruf im Horror-Bereich erschrieben. Seine Bücher werden gemocht und so ist es dann auch nicht verwunderlich, dass die Filmemacher den Stoff aufgreifen. Nach „The Lost“ im Jahre 2005, „Jack Ketchums Evil“ 2007 und „Red“ 2008 folgt nun die neuste Verfilmung eines seiner Werke. Im Original lautet der Titel „Offspring“ (nach dem gleichnamigen Buch von 1991), der deutsche Titel wurde auf „Jack Ketchums Beutegier“ unbenannt.

„Jack Ketchums Beutegier“ ist alles andere als ein gewöhnlicher Horror-Film. Er beschäftigt sich mit einer Kannibalensippe, die nicht irgendwo im südamerikanischen Dschungel haust, sondern offensichtlich als Nomaden durch die Gegend zieht. Im Vorspann wird einen das auch recht glaubhaft rübergebracht. Die Kannibalen unternehmen zwar irgendwelche Sachen im Verlauf der Geschichte, richtig spannend ist das Ganze aber nicht. Und es kommt auch keine Atmosphäre wie in den alten Kannibalen-Filmen auf, die in den 70er und 80er Jahren für Furore sorgten. Als Sozialstudie über die Kannibalen taugt dieser Film bedingt. Man hätte sich schon mehr Informationen über die wilden Protagonisten gewünscht. Wo kommen sie her, warum kommen sie nach Jahren zurück, was haben sie vor? Vermutlich bringt das Buch da mehr Informationen zu diesem Thema ans Tageslicht. Denn irgendeinen Hintergrund muss es ja geben.

Zudem ist zu bemängeln, dass der Film alles andere als professionell in den Kasten gebracht wurde. Alles wirkt billig, die Kamera wackelt zu oft, die Spielorte sind wenig einfallsreich und die Darsteller alles andere als überzeugend. Art Hindle als Sheriff George Peters ist das einzig bekannte Gesicht. Hindle war in Produktionen wie beispielsweise „Die Körperfresser kommen“, „Die Brut“ oder auch ziemlich vielen TV-Serien zu sehen. Einen richtig guten Eindruck hinterlässt er aber nicht. Allerdings sind die dargebotenen Leistungen auch nicht so schwerwiegend. Gerade bei den menschenfressenden Rollen. Hier handelt es sich ja um einen Low-Budget B-Movie und wenn man bei so einem Streifen keine Qualitätseinbußen hat, fehlt etwas.

Was wegen dem Fehlen etwas störend ist, betrifft die Spezialeffekte. „Jack Ketchums Beutegier“ ist nicht nur schmutzig und gemein, sondern auch recht hart. Allerdings nicht in der deutschen DVD-Version. Hier wurde die Schere angesetzt. Es fehlen einige Minuten, die, wie man erahnen und recherchieren kann, einiges an blutigen Effekten mitgebracht hätten. Da die Schere der Jugendschützer aber nicht konsequent angesetzt wurde, gibt es noch einiges zu sehen, was das FSK18 durchaus rechtfertigt.

Tja… und was bleibt an positiven Eindrücken zurück? „Jack Ketchums Beutegier“ ist kompromisslos und relativ kurzweilig. Einige Szenen wirken zwar etwas zusammengeschustert, aber nach 70 Minuten ist alles vorbei. Es gibt ja nicht wenige Filme, die auf Biegen und Brechen die 90 Minuten voll machen wollen. Hier ist das zum Glück nicht der Fall.

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DVD

Richtig gut ist das Bild der DVD nicht. Ihm fehlt es vor allem an Schärfe. Der Ton geht so. Er bietet nicht viele Sachen, die man bei einem DD5.1 Format gerne hört. Als Extras gibt es Trailer (deutsch, englisch) zum Film, eine Bildergalerie und ein Behind The Scenes. Dies geht über einige Minuten, verfügt über deutsche Untertitel und ist sehr interessant.

Bewertung

Splatter 2010_2_5.gif
Spannung 2010_2_5.gif
Story 2010_2_5.gif
Ekelfaktor 2010_3.gif
Atmosphäre 2010_3.gif
Tonqualität 2010_4.gif
Bildqualität 2010_4.gif
Zusatzmaterial 2010_4.gif
Gesamteindruck 2010_2_5.gif

Ähnlicher Film:

Jack Brooks Monster Slayer

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Informationen

Drehland Kanada
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 85 Minuten
Regie Jon Knautz
Darsteller Trevor Matthews Robert Englund Rachel Skarsten James A. Woods u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 16
Jack Brooks Monster Slayer

Story

Der kleine Jack musste damals mit ansehen, wie seine Familie von einem fiesen Monster getötet wurde. Seit dem plagen ihn zum einen unnötige Gewissensbisse und unkontrollierbare Wutanfälle. Der Ausführung seines Jobs schadet dies allerdings nicht. Er ist Klempner mit Herz und Seele und besucht sogar die Abendschule, um sich weiterzubilden.

An dieser Abendschule wird er von Professor Crowley unterrichtet, der immer wieder interessante Experimente in seinen Lehrstunden einbaut. Als Professor Crowley Jack bittet, ein Rohr in seinem Keller zu reparieren, wittert Jack die Aussicht auf eine gute Note und willigt gerne ein. Doch dieser Job soll sein Leben nachhaltig verändern. Der kauzige Professor hat etwas im Keller, was ihn bald zu einem blutrünstigen Dämonen mutieren lässt. Mit Tentakeln und einem unstillbaren Blutdurst…

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Kritik

Es gibt Rollen, die gewissen Leuten offensichtlich auf den Leib geschneidert werden. Jack Nicholson glänzt beispielsweise immer als ernster Psycho, oder Ben Stiller als lustiger Depp. Beides in Einem, nur völlig anders, verkörpert Robert „Freddy“ Englund. Er dreht immer dann auf, wenn er den etwas anderen Bösewicht spielen darf. Sei es Fred Krueger in „Nightmare – Mörderische Träume“ oder Mayor Buckman in „2001 Maniacs“, Robert glänzt in diesen Rollen. Und nun kommt „Jack Brooks Monster Slayer“. Ein Film, in dem Englund mal wieder das spielen darf, was er am besten kann.

Der Film ist keine astreine Horror-Komödie. Die Witze sind nicht immer hochgradig lustig. Allerdings ist es schön anzusehen, dass sich der Film zu keiner Minute ernst nimmt. Dies wird einem gleich zu Beginn klar. Man darf ein komisches Urwald-Monster dabei beobachten, wie es irgendwelche komischen Sachen macht. Dann, bevor man realisiert hat, was überhaupt abgeht, kommt man vom Regenwald in die Traufe. Quasi. Man hat sich gerade auf ein wunderbares Gemetzel gefreut und darf in nächsten Augenblick einen traumatisierten Klempner lauschen, wie er aus den Nähkästchen plaudert. Doch auch hier merkt man schnell, dass es die Macher des Films auf gute Unterhaltung abgesehen haben. Man kann dem Treiben entspannt folgen. Das Tempo ist gut, es gibt halbwitzige Einlagen und eine durchaus interessante Geschichte. Es gibt zwar auch die ein oder andere Länge, die kann man aber locker wegstecken.

Neben Professor Crowley ist die Rolle des Jack Brooks sehr interessant gestaltet. Sie wird vom Nachwuchsdarsteller Trevor Matthews zum besten gegeben. Matthews weiß meist zu überzeugen und gibt seine Rolle glaubwürdig wieder. Diese handelt von dem relativ erfolglosen Klempner, der ähnlich wie Ash in „Tanz der Teufel“, seinen Allerwertesten gegen einen Dämon verteidigen muss. Innerlich und äußerlich. Beim Rest der Crew sind, bis auf kleine Ausnahmen, die gezeigten schauspielerischen Leistungen in Ordnung

Im Film ist ein klarer roter Faden zu erkennen, der unweigerlich zum monstermäßigen Showdown führt. Aufgrund des Titels kann man ja erahnen, dass unser Held zum „Monster Slayer“ mutiert. Und das macht er dann auch. Zwar nicht so blutrünstig wie erhofft, aber durchaus mit einigen Ekeleinlagen. Es ist zwar etwas schade, dass die Zusammensetzung aus sachtem Beginn und schnellen Finale nicht ganz stimmig ist, denn von der erzählten Geschichte, der Abwechslung und der aufgebauten Atmosphäre geht im langen Finalkampf etwas verloren. Wer aber Freund von monstermäßigen Monsterjagden ist, wird sicherlich auf seine Kosten kommen.

Insgesamt betrachtet ist „Jack Brooks Monster Slayer“ ein sehr unterhaltsames Filmchen, welches man als Anhänger lustiger Monster-Streifen ruhig mal gesehen haben kann. Die Witze wollen zwar nicht alle zünden und viele blutige Spezialeffekte gibt es auch nicht, der Film macht aufgrund der Abwechslung aber Spaß. Und außerdem hat man hier die Gelegenheit, einem heldenhaften Psycho-Klempner bei der Arbeit zu beobachten und Robert Englund als Black-Eyed-Zombie-Lehrer an die Tafel kotzen zu sehen. Und wo hat man das sonst schon?

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DVD

Bei den Extras wurde nicht gegeizt. Neben dem Originaltrailer und acht weiteren Trailern zu anderen Titeln gibt es ein Making Of von etwas über 50 Minuten. Dann eine kleine Doku von der Weltpremiere (ca. 3 Minuten), eine wirklich ausgezeichnete Darstellung der Umsetzung vom Storyboard (ca. 11 Minuten), entfernte Szenen (ca. 16 Minuten), eine Dokumentation über die Entstehung der Monster (ca. 15 Minuten) und zu guter letzt eine kleine Geschichte über die Erschaffung der Musik (ca. 13 Minuten). Überall, wo es nötig ist, gibt es deutsche Untertitel.

Bild und Ton gehen prinzipiell in Ordnung. Das Bild wirkt nicht immer extrem scharf, was aber offensichtlich an dem Einsatz einiger Filter liegt.

Bewertung

Splatter 2009_1_5.gif
Spannung 2009_3_5.gif
Story 2009_4_5.gif
Ekelfaktor 2009_3_5.gif
Atmosphäre 2009_3.gif
Tonqualität 2009_5.gif
Bildqualität 2009_5.gif
Zusatzmaterial 2009_5.gif
Gesamteindruck 2009_4_5.gif

Ähnlicher Film:

Jack Ketchum’s Evil

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 91 Minuten
Regie Gregory Wilson
Darsteller Blythe Auffarth Daniel Manche Blanche Baker Graham Patrick Martin u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
Jack Ketchum

Story

Sommer 1958: In einer amerikanischen Kleinstadt verbringt eine Gruppe Kinder unbedarft ihre Sommerferien. Für den 12 jährigen David (Daniel Manche) soll sich plötzlich alles auf den Kopf stellen, als er eines Tages beim Krebsfangen die 16 jährige Meg (Blythe Auffarth) kennen lernt, mit der er sich auf Anhieb sehr gut versteht. Wie sie ihm erklärt, sind sie und ihre kleine Schwester Susan (Madeline Taylor) nach einem tragischen Autounfall, der ihren Eltern das Leben kostete und Susan eine bleibende Lähmung einbrachte, in die Obhut von David’s Nachbarin Ruth Chandler (Blanche Baker) übergeben worden. Ruth genießt unter den Kindern der näheren Umgebung eine besondere Beliebtheit, da sie die Kleinen stets rauchen und trinken lässt und sich zwar durchaus autoritär und herrisch, aber dennoch gänzlich anders als alle anderen Erwachsenen verhält. Als Meg und Susan zu ihr kommen, soll sich jedoch alles ändern. Während sich zwischen David und Meg langsam eine zarte Liebe anbahnt, behandelt Ruth die beiden Mädchen bereits nach kurzer Zeit deutlich schlechter. Sie stellt ihre eigenen Söhne deutlich über die Mädchen und beginnt allmählich, in der jungen und zur Frau heranreifenden Meg eine Bedrohung ihres eigenen Status zu sehen. Fortan entlädt die dominante und gebieterische Frau all ihren Zorn auf Meg, die stets nur versucht, ihre gelähmte Schwester vor den unberechenbaren Attacken der Frau zu schützen. Als verbale Angriffe bald auf körperliche Übergriffe wechseln, ahnt Meg noch nicht, dass das Leiden für sie und ihre Schwester erst beginnen soll. Ruth geht alsbald voll in ihrer Machtposition auf und hetzt auch ihre eigenen, sowie die Kinder aus der Nachbarschaft gegen die in ihren Augen minderwertige Meg auf. Das 16 jährige Mädchen wird im Keller des Hauses eingesperrt und ist dort gefesselt der brutalen Willkür ihrer Pflegemutter, sowie den Nachbarschaftskindern ausgeliefert. Ein unvorstellbar grausames Verbrechen nimmt seinen Lauf…

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Kritik

Wir leben in einer Zeit, in der die Medien den Menschen Gewalt als etwas Natürliches verkaufen. Der Tod wird zu etwas Alltäglichem, mit dem uns die Schlagzeilen, Nachrichten und Unterhaltungsprogramme regelrecht überfluten und uns so konstant abstumpfen lassen. Nach und nach sind wir bereit, die schrecklichsten Geschehnisse nicht nur hinzunehmen, sondern sie regelrecht an uns abprallen zu lassen. Entführungen, Vergewaltigungen und Morde spielen sich schließlich immer nur irgendwo in der weiten Welt ab, man selbst bekommt derartige Tatsachen nur fragmenthaft ins Bewusstsein injiziert und hat so keinerlei Grund, die Schonungslosigkeit der Realität näher als unbedingt notwendig an sich herantreten zu lassen. Durch Filme wie "Saw" und "Hostel" wird es Regisseuren neuerdings auch ermöglicht, zum Mainstream zu sprechen und diesen durch immer härtere Gewaltexzesse im Medium Film langsam gegenüber medialer Gewalt abstumpfen zu lassen. Doch es gibt sie immer wieder, die inszenatorischen Meisterstücke, die die Gewalt zurück auf ihren Kern führen und sie den Menschen in all ihrer Hässlichkeit in die Erinnerung drängen. Filme wie beispielsweise Michael Haneke’s "Funny Games" oder Gaspar Noé’s "Irreversible" unterliegen nicht der Unterhaltung, sie sollen wachrütteln und schockieren, gegebenenfalls mit äußerstem Nachdruck. 2007 erschien ein weiterer Film, auf den sich eine derartige Umschreibung nahtlos übernehmen ließe und der in seinem Willen zur Grenzüberschreitung bei vielen Zuschauern auf Ablehnung oder Protest stoßen dürfte. Die Thematik von "Jack Ketchum’s Evil": Kindesmisshandlung in ihrer drastischsten Form. Der Film behauptet von sich, auf wahren Begebenheiten zu beruhen – was in diesem Fall, im Gegensatz zu unzähligen anderen Beispielen, bei denen diese Werbe-Tagline einfach nur mehr Käufer anlocken soll, traurigerweise stimmt. "The Girl Next Door", so der Originaltitel des Films, ist die Adaption des gleichnamigen Romans des US-Schriftstellers Jack Ketchum, der darin tatsächliche Ereignisse aufgriff, die sich so im Jahre 1965 in Illinois abspielten. Nachdem ihre Eltern starben, kamen Sylvia Marie Likens und ihre Schwester Jenny damals in die Obhut von Gertrude Baniszweski. Die psychisch kranke Frau, die bereits viele eigene Kinder zu versorgen hatte, entlud bald ihre ganze Frustration auf die beiden Mädchen, besonders auf die 16 jährige Sylvia. Das Mädchen wurde in den Keller gesperrt, wo sie alsbald entsetzlichen Qualen und Torturen ausgesetzt wurde. Gemeinsam mit ihren eigenen Kindern und weiteren Jungen und Mädchen aus der Nachbarschaft quälte Baniszewski die hilflose Sylvia aufs Brutalste, malträtierte das Mädchen mit Schlägen, Tritten, heißen Nadeln und zwang sie sogar, Kot zu essen und sich eine Glasflasche vaginal einzuführen. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch starb Sylvia im Oktober 1965 an den Folgen der Folter. Der Fall sorgte nach seiner Aufdeckung für einen landesweiten Aufschrei der Fassungslosigkeit, es kam die Frage auf, wie sich ein derart schreckliches Verbrechen abspielen konnte, ohne dass jemand Verdacht geschöpft hatte. Ketchum’s Roman hält sich zwar durchaus eng an diese Tatsachen, nimmt jedoch auch einige Änderungen vor und transportiert das Geschehen zurück ins Jahr 1958. Aufgrund des kontroversen Inhalts galt der Stoff natürlich lange Zeit als unverfilmbar, bis sich der Filmemacher Gregory Wilson des Romans annahm und ihn wohl in genau der richtigen Zeit in den Kasten brachte. Während ein Großteil des Publikums mittlerweile langsam derart gegenüber medialer Gewalt abgestumpft ist, wird es bei "Jack Ketchum’s Evil" wieder an seine Grenzen geführt – selbst die hartgesottensten Allesseher oder Horrorfreaks dürften ihre Probleme damit haben, diesen überaus eindringlichen Film ohne ein zutiefst mulmiges Gefühl in der Magengrube zu überstehen. Für den unbedarften oder gar zart besaiteten Filmkonsumenten hingegen ist das hier Gezeigte aber auf alle Fälle ungeeignet, da Gregory Wilson sein Publikum mit Bildern konfrontiert, die dieses so schnell nicht wieder abschütteln können werden. Und dabei beginnt alles so harmlos. "Jack Ketchum’s Evil" versetzt uns zurück in das Amerika der 50er, dessen Flair der Streifen sehr glaubhaft einzufangen vermag. Helle, freundliche Farben, gepflegte Vorstadtgegenden und schöne Naturidyllen vermitteln das Flair einer unbeschwerten Kindheit, keine Verunreinigungen scheinen dieses Bild zu kontrastieren. Der Zuschauer lernt einige Kinder kennen, die gerade an der Schwelle zur Pubertät stehen und langsam die eigene Sexualität entdecken, was sich in, bis dato harmlosen, Wahrheit oder Pflicht Spielen im Wald äußert. Es scheint eine normale, eine geschützte Welt zu sein, in der diese Kinder aufwachsen, geleitet von den gefestigten Moralvorstellungen ihrer Eltern. Die in der ganzen Nachbarschaft bekannte Ruth Chandler stellt dazu jedoch einen Kontrast dar. Sie, eine Frau in ihren vierzigern, ist Anlauf- und Treffpunkt der Kinder aus der Nachbarschaft und bietet ihnen Gelegenheit, den Regeln ihrer Eltern zu entfliehen. Ruth raucht, trinkt und flucht selbst, nimmt vor den Kindern kein Blatt vor den Mund und macht aus ihren Launen keinen Hehl. Die Frau ist für die Kinder Vorbild und Autorität in einem. Schnell nimmt das anfangs farbenfrohe Gesamtbild einer heilen Welt die Grundzüge eines Dramas an. Die 16 jährige Meg, die mit ihrer gehbehinderten Schwester bei Ruth zur Pflege untergebracht ist, wird schnell immer fieseren Schikanen ihrer Ziehmutter ausgesetzt. Es entwickelt sich eine gefährliche Gruppendynamik gegen das neue Mädchen, die unbescholtene und gutmütige Meg wird nicht nur zur Zielscheibe Ruth’s, sondern auch deren Kinder und kindlicher Anhänger. Nach und nach wird dem jungen Mädchen jegliche menschliche Würde genommen, sie wird als dreckige und wertlose Schlampe deklariert, die fortan im Zentrum der Verachtung steht. Das Publikum verfolgt das Geschehen bereits gebannt, aufgebracht, kann nur versuchen, sich eine Erklärung für das Geschehen auszumalen. Was treibt Menschen dazu, einem anderen jegliche Würde abzusprechen und sich als scheinbar übermächtige Kraft über diesen zu erheben? Sobald Meg in den Keller gesperrt wird, nimmt "Jack Ketchum’s Evil" Formen der Diabolität und absoluten Menschenverachtung an, gegen die Streifen wie der bereits genannte "Hostel" und ähnliche Folter-Spielereien wie lächerliche Kinderunterhaltung wirken. Gregory Wilson fährt ein wuchtiges Brett an schmerzenden, menschlichen Abgründen auf, die einen unvorbereitet an einem wunden Punkt treffen, so manchen Zuschauer vollkommen verstört zurücklassen werden. Der Unterschied zu derzeit grassierenden Sado-Horrorfilmen liegt auf der Hand: Während diese durch immer brutalere Gewalt-Wettbewerbe langsam an Glaubwürdigkeit einbüßen, wird einem hier nichts anderes als die Realität vorgeführt. Keine blutigen Gore-Schlachtereien. Stattdessen ein junges Mädchen, das tagelang nackt in einen Keller gefesselt und dort von einer fanatischen Frau, sowie den Nachbarskindern gequält, verletzt, erniedrigt und vergewaltigt wird. "Jack Ketchum’s Evil" geht dabei nie so weit, gezielt auf ausufernde Gewalt zu setzen, vielmehr deutet er die grausamsten Geschehnisse, wie das Verstümmeln weiblicher Genitalien mit einem Bunsenbrenner, lediglich an und lässt sie somit im Kopf des Zuschauers abspielen. Doch gerade damit erreicht Gregory Wilson das eigentliche Ziel: Manch einer wird bei dem Gezeigten mit den Tränen kämpfen, viele andere mit dem Gedanken spielen, den Film abzubrechen und der Tortur eine Ende zu bereiten. Gleichzeitig verbreitet "Jack Ketchum’s Evil" jedoch auch eine unglaublich intensive Sogwirkung, die einen bis zum bitteren Ende an die grausame Geschichte fesselt. Dieser Film provoziert, schockiert und wird den meisten noch lange nachgehen. Dennoch wäre es falsch, die mitunter negativen Gefühle, die dabei entstehen können, gegen den Film selbst zu richten. Bedacht werden sollte dabei, dass es sich hierbei um nichts anderes als die Verfilmung einer wahren Tat handelt, was wieder einmal beweist, dass das Leben selbst die grausamsten Geschichten schreibt. Filme wie "Jack Ketchum’s Evil" erinnern uns daran, dass es sich nicht nur um irgendwelche Namen handelt, wenn in den Nachrichten mal wieder von entführten Kindern zu hören ist, sondern um Menschen, deren Leben durch ein kleines Ereignis für immer aus der Bahn geworfen und zerstört wird. Der Streifen zeigt dabei nichts anderes als eine schonungslose Nahaufnahme eines derartigen Missbrauchsopfers, dem wir innerhalb von 90 Minuten durch ihre schreckliche Tortur folgen und dabei wohl nur erahnen können, wie in derartiges Gefühl über Stunden, Tage oder Wochen ausgebreitet wirken mag. Aus rein inszenatorischer Sicht ist dabei nichts zu bemängeln. Der Filmcrew stand offensichtlich kein immens hohes Budget zur Verfügung, dennoch stört man sich daran zu keinem Zeitpunkt. "Jack Ketchum’s Evil" baut eine wesentlich intensivere Atmosphäre als viele ähnlich gelagerte Machwerke seiner Art auf und braucht dazu auch keine Starbesetzung. Blythe Auffarth, bekannt aus vielen Serien, schafft es, die Leiden der hilflosen Meg absolut glaubhaft erscheinen zu lassen und reißt sofort die Sympathien des Publikums an sich. Sie ist das typische heranwachsende Mädchen, das der Gewalt, die ihm plötzlich entgegengebracht wird, nichts entgegenzusetzen hat und bei allem nur den Schutz ihrer kleinen Schwester im Sinn hat. Dem gegenüber steht Blanche Baker, die mit ihrem Charakter Ruth ein absolutes Monster schuf, dem man irgendwann nur noch mit Hass begegnet. Obwohl ein großer Teil des Casts aus Kindern oder Jugendlichen besteht, machen alle ihre Sache sehr souverän und überzeugend. Das Drama "Jack Ketchum’s Evil" entführt den Zuschauer zu einem absolut intensiven und verstörenden Horrortrip, dem man zuerst nur mit Fassungslosigkeit begegnen kann und das auf jeden Fall einer Aufarbeitung des Gesehenen bedarf. Der Film überschreitet, vor allem dadurch, dass die darin gezeigten Schandtaten und Gewaltakte an Kindern ausgeübt und von diesen durchgeführt werden, viele Grenzen und Konventionen und dürfte so manchen an dessen persönliche Grenze des Zumutbaren führen. Gregory Wilson schafft es, eine unheimlich beklemmende und zugleich spannende Spirale des Abstoßenden und Provokanten so zu zeigen, dass man dem Film für seine grundehrliche Überlieferung einer wahren Tat nur Respekt zollen kann. Wer mit starken Nerven ausgestattet ist, sollte "Jack Ketchum’s Evil" definitiv eine Chance geben.

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DVD

In Deutschland erschien "Jack Ketchum’s Evil" im Vertrieb von Galileo Medien AG auf DVD und dies in zwei Editionen. Für Sammler dürfte dabei insbesondere die Steelbook-Veröffentlichung interessant sein, die mit mehr Bonusmaterialien als die gängige Amaray-Version bedacht wurde und einen Kauf definitiv rechtfertigt. Der Streifen ist in beiden Editionen ab 18 freigegeben und ungeschnitten.

Das Steelbook ist mit einem Making Of, Interviews und Audiokommentaren versehen, während auf die einfache DVD-Version lediglich vier Trailer als Extras gepresst wurden.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • An American Crime

Jack Frost 2

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Informationen

Darsteller
  • Christopher Allport
  • Eileen Seeley
  • Chip Heller
  • Marsha Clark
Regie Michael Cooney
Tonformat
  • Deutsch Dolby Digital Stereo 2.0 & 5.1
  • Englisch Dolby Digital Stereo 2.0 & 5.1
Bildformat
  • 1
  • 85:1 (16:9 anamorph widescreen)
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
  • Deutsch
  • Englisch (einblendbar)
FSK KJ
Ländercode 2
Drehland USA
Jahr 2000
Filmlänge ca. 93 Minuten
Verleih Epix
Originaltitel Jack Frost 2 – Revenge of the Mutant Killer Snowman
Jack Frost 2

Story

Wir erinnern uns: Jack Frost, der Serienmörder, der versehentlich in einen Schneemann verwandelt wurde und mit der neuen Identität viele Leute ausschaltete, wurde mittels Frostschutzmittel getötet.

Doch so richtig hat das nicht geklappt, denn Jack ist zurück: Erst in einem nicht definierten Zustand, später aber verwandelt er sich wieder zum berüchtigten Killer-Schneemann. Und zwar dort, wo man ihn nicht vermuten sollte – In der Karibik.

Nachdem Jack einigen Menschen das Lebenslicht, mittels unangenehmer Kälte, auslöscht hat beschließt er die Insel in einen frostigen Zustand zu versetzten, um die Bewohner, die sich erst noch über den Schnee freuen, besser eliminieren zu können. Denn auf dem Eiland befinden sich Menschen, die Jack aus seiner Vergangenheit kennt und die er, mit vielen kleinen Helfern, endlich loswerden will…

Kritik

Wenn jemand den Vorgänger von "Jack Frost – Die Rache des Killerschneemanns" "Jack Frost – Der eiskalte Killer" gesehen hat, wird er sich an einen besonderen Beitrag des Horror-Films erinnern, sicherlich aber nicht an ein unbedingtes Meisterwerk des Genre. Er kam mit einer neuen Idee daher, war aber streckenweise recht langweilig.

Sein Nachfolger ist da glücklicherweise ganz anders. Die Macher haben sich darauf konzentriert, der Komödie viel mehr trashige Elemente beizufügen, was die den Spaßfaktor um einiges anhebt. In einigen Situationen könnte man glatt meinen, es mit einem Streifen aus dem Hause Troma zu tun zu haben, da alles total überdreht ist. Zugegebenermaßen sind einige Szenen so albern, dass sie eigentlich schon nicht mehr witzig sind, dies wird aber mit dem guten Gesamteindruck kompensiert.

Denn "Jack Frost – Die Rache des Killerschneemanns " bietet nicht nur witzige Einlagen, in der ungeschnittenen, nicht für die Jugend freigegebenen Fassung, kann der erwachsene Betrachter ein kräftiges Splatter-Feuerwerk bewundern, dass mit durchaus gut gemachten Spezialeffekten daherkommt, die stellenweise recht hart sind, durch den ulkigen Unterton des Films aber nicht übertrieben brutal wirken – Wie man es eben aus Filmen aus dem Hause Troma kennt.

Das die Story nur Beiwerk ist, dürfte dem Betrachter egal sein. Der Film hangelt sich von Szene zu Szene, ohne wirklich etwas zu erzählen. Auch das Auftreten des Killers zu Beginn sieht nach allem anderen als einem guten Drehbuch aus, da alles eher unlogisch wirkt. Lustig ist an der Geschichte allerdings, dass es Parallelen zu anderen Filmen gibt, zum Ende hin erinnert das Geschehen zum Beispiel sehr stark an "Critters", dass er an Streifen wie "Toxic Avenger" erinnert, wurde ja bereits angesprochen.

Auch schauspieltechnisch gibt es "natürlich" nichts Besonderes zu berichten. Einige Schauspieler fallen dadurch auf, dass sie bereits im Prequel vertreten waren und nicht etwa deswegen, weil sie Großartiges leisten respektive bereits geleistet haben. Aber auch das ist beim Betrachten des Films als nebensächlich zu bezeichnen.

Gut gelungen sind die teilweise super witzigen Sprüche des kalten Protagonisten. Selten hat man solch einen positiven Unsinn in so einer Vielzahl in nur einem Film gesehen. Beim Erraten von Zitaten wird "Jack Frost 2" in Zukunft sicherlich den ein oder anderen Satz mitreden.

Etwas negativ ist sicherlich, dass man in einigen Szenen sieht wie mit einer minderwertigen Kamera gedreht wurde und das einige CGI-Effekte alles andere als glaubhaft sind. Doch man muss sich natürlich auch bewusst sein, dass das Budget nicht das größte war.

Alles in allem ist "Jack Frost – Die Rache des Killerschneemanns" aber ein wirklich guter Party-Film, mit einer unverbrauchten Story und massig Splatter-Einlagen, die das Gucken zum Vergnügen machen.

DVD

Original-Trailer, Trailer, Regie-Audiokommentar,

Hinter den Kulissen (12 Min. mit dt. UT),

Interview mit dem Regisseur (5 Min. mit dt. UT) ,

Jack Frosts beste geschnittene Sprüche,

animiertes & kommentiertes Hauptmenü; EPIX-Trailer-Show

Die Extras sind durchaus reichhaltig und nett zu betrachten.

Besonders gut gelungen sind die fetzigen Sprüche und die

Trailer-Show, die auf gute Titel hoffen lässt.

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