Nackt unter Kannibalen

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OT:Emanuelle e gli ultimi Cannibali

ca.87 Minuten

Italien 1977

Regie

  • Joe D’Amato
Darsteller

  • Laura Gemser
  • Susan Scott
  • Gabriele Tint
  • u.a.

Nackt unter Kannibalen

Story

Die Sensationsreporterin Emanuelle ist im Auftrag ihrer Zeitung in geheimer Mission in einer Psychiatrie. Sie kann sensationelle Fotos von einem Mädchen machen, dass einer Schwester die Brust abgebissen hat. Dieses Mädchen hat eine Tätowierung, die drauf schließen lässt das sie aus einer kannibalischen Sekte kommt. Eigentlich ist der Kannibalenstamm der diese Tätowierungen vornahm ausgestorben und das macht Emanuell richtig wissensdurstig.

Sie vermutet jetzt auch das die Story eine Sensation werden könnte und ihr Anerkennung und Reichtum beschert. Deswegen sucht sie Mark Lester auf, der Experte auf dem Gebiet des Kannibalismus ist. Die beiden machen sich auf in das Gebiet des Amazonas um nach dieser längst verschwunden gedachten Kannibalenrasse zu suchen. Zusammen mit einem gemischten Grüppchen müssen Emanuelle und Mark die ersten Rückschläge hinnehmen. Das lebenswichtige Boot verschwindet und nachdem sie den ersten Kontakt mit den Menschenfressern hatten wird ihr Team immer kleiner. Emanuelle interessiert jetzt nicht mehr die Geschichte nach der sie recherchiert hat sondern das nackte Überleben, die Kannibalen sind natürlich anderer Auffassung…

Kritik

Wie man sicherlich bemerkt, handelt es sich bei diesem Streifen um eine Vermischung der beiden Genre Kannibalen- und Erotikfilm. Emanuelle ist die Person, die auch schon in der gleichnamigen Filmreihe mitgespielt hat und wird auch wieder von der attraktiven Laura Gemser gespielt wird.

Wer Joe D´Amato kennt, der weiß auch sicherlich was auf einen zukommt. Der Film ist sehr auf die alten Filme der „Black Emanuelle“ zugeschnitten und meistens muss man beobachten wie die Protagonisten sich lieben. Das mag ja nicht schlecht sein aber eigentlich habe ich mir diesen Film zugelegt um ein paar fressende Kannibalen zu beobachten. Diese gibt es zwar auch, sie geraten aber ehr in den Hintergrund des Films.

Die Vermischung der Genres kommt mit Sicherheit daher, weil in den 70er Jahren sowohl die „Black Emanuelle“ als auch die Kannibalenstreifen erfolgreiche Filme waren. Ob dieser Film auch erfolgreich war weiß ich nicht, ich kann es mir aber eigentlich nicht vorstellen.

Im Film selber geht es recht langweilig zu und auch die Menschenfresser kommen recht spät vor die Kamera um einige Eindringlinge zu verspeisen. Das Ende ist dann so ziemlich das Hinterletzte, ich will aber nicht zuviel verraten…

Bringen wir es auf den Punkt: „Nackt unter Kannibalen“ ist ein Film, der absolut überflüssig ist, schlechte aber gutaussehende Schauspieler hat, eine langweilige Story besitzt die mit einigen Goreszenen interessanter werden soll und der dem Betrachter genau das zeigt, was er nicht sehen will.

Bewertung

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Mondo Kannibalen

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OT:Les Cannibales

ca.85 Minuten

Frankreich, Spanien 1979

Regie

  • Jess Franco
Darsteller

  • Al Cliver
  • Sabrina Siani
  • Candy Coster
  • Olivier Mathot
  • u.a.

Mondo Kannibalen

Story

Der amerikanische Professor Taylor macht mit seiner Familie einen Ausflug zum Amazonas. Dort wird die Reisegruppe von Kannibalen überfallen und vernascht. Einzig Taylor selbst kann entkommen. Zurück in New York erfährt er nach Jahren der Apathie, dass seine damals minderjährige Tochter das Massaker überlebt hat und als „Weiße Göttin“ von den Kannibalen verehrt wird. Er organisiert eine Expedition zur Rettung seiner Tochter.

Wie es weitergeht, kann man sich an einem abgenagtem Finger abzählen…

Kritik

„Höslein, Höslein an der Wand, wer hat die vollste im ganzen Land?“ (Zitat meines verstorbenen Erdkunde Lehrers, immer wenn jemand Super- Mist verzapft hat.)

Es tut mir leid, aber in Anbetracht dieses Films fällt mir nichts anderes ein.

„Kult- Regisseur“ Jess Franco („Die Säge des Todes“, „Vampiros Lesbos“) ist mit seinem Film „Mondo Cannibale 3 – Die weiße Göttin“ (in der vorliegenden DVD – Version von Laser Paradise als „ Jess Franco’s Mondo Kannibalen“ präsentiert) geradezu ein Meisterwerk gelungen. So ist es sicherlich nicht leicht, dem ohnehin schon billig- trashigen Genre des Kannibalenfilms noch die Krone (oder besser: Narrenkappe) aufzusetzen. Bei 70er- Jahre- „Bud Spencer und Terence Hill“- Disco-Rhythmen kann der geduldige

(Noch-) Fan etwa 85 Minuten Dauerschund betrachten, bei dem unglaublich fies bemalte Wilde (stellenweise eindeutig als BVB – Fans identifizierbar) einem depperten Haufen „Zivilisierter“ nach dem Leben trachten und dabei so superschlaue Kommentare abgeben, wie: „Mein Sohn, sieh, unser Volk ist in Feststimmung, weil die weiße Göttin zurück ist. Komm, wir wollen sie verehren!“. (Jeder Gag- Schreiber in der „Bully- Parade“ könnte sich dafür einen neuen Job suchen.).

Angesichts der schauspielerischen und tricktechnischen Leistung fehlen mir schlicht die Worte: Da fuchteln börsenmaklerfrisierte spitzbärtige Kannibalen mit Plastiktotenköppen (Ich kenne alleine in Dortmund mindestens fünf Läden, wo es bessere Imitate gibt) rum, dass jeder Darsteller in einen Lucio Fulci Film oscarreif wirkt. Besonders bemerkenswert ist der Abgang des Häuptlings auf dem Sterbebett.

Der Hauptdarsteller rennt die ganze Zeit mit einem Luftgewehr durch den von Klapperschlangen (!) verseuchten Amazonasdschungel. Aufgehangene Affenschädel neben Büffelschädeln in Dschungel zeugen auch nicht gerade von einer besonderen Ortskenntnis der Filmemacher. Ansonsten läuft der ganze Film nach Schema F der ganzen Exploitationsfilme: Die Expedition besteht aus dem Draufgänger, dem Depp, der Memme, dem arroganten Fuzzi und der immergeilen aber schnell schlappmachenden Tussi.

Es erübrigt sich wohl zu sagen, dass bei einem Regisseur wie Jess Franco Frauenpower nicht gerade groß geschrieben wird und der Sexismus des 80er- Jahre- Horrorkinos einmal mehr zum Tragen kommt. Vielleicht hat der Regisseur selber bemerkt, welchen Schund er hier abliefert und wollte retten was zu retten ist. Aufgrund seiner mehr als bescheidenen Fähigkeiten fiel ihm dann wohl nichts weiter ein, als die Metzeleien der Kannibalen in Zeitlupe zu präsentieren.

Das ganze ging dann aber wohl nach hinten los: Zum einen wirken die „Essensszenen“ der Kannibalen nur noch langweilig und aufgesetzt, zum anderen erschien eben dieses der BPS als Anlass, den Film aus dem Verkehr zu ziehen. (Oder sollte die BPS doch etwas gutes im Sinn gehabt haben, Erwachsene vor Verdummung durch den Konsum dieses Schwachsinns zu schützen?)

Kleiner Tip an die Trick- „Techniker“: Wenn der Hauptdarsteller schon durch den Billigtrick des Festbindens seines Unterarms vor die Brust einen Armstumpf vorgaukeln soll, dann ist es nicht gerade ratsam, ihn mit einem weißen Hemd bekleidet ins Wasser zu schicken!!

Zur DVD:

Anscheinend hat Laser Paradise den Film von einer schlechten Video- Kopie gezogen. Die Bildqualität ist für den verwöhnten DVD – Konsument jedenfalls nicht das Gelbe vom Ei. Des weiteren frage ich mich, weshalb in einigen unspektakulären Dialogszenen der Ton plötzlich zu einem Englisch mit Untertiteln wechselt. War da das Originaltape noch schlechter, oder was? Super unterhaltsam ist da auch noch das Opferungsritual gegen Ende des Films. Die Szene hat von der geringen Motivation und Stimme des Synchronsprechers etwas von Monty Python.

Fazit:

Das müsst Ihr gesehen haben!!! Hier fehlen nur noch die Dinosaurier und Aliens, dann wäre dies der Anwärter auf den Trash- Film des Jahrtausends!! Selbst Kannibalen- Fans (falls es die gibt) wollen nach diesem Film nur noch Menschen aus Tofu essen.

Bewertung

Splatter
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Gesamt 1.gif

Ähnlicher Film:

  • Kannibalenfilme ähneln sich irgendwie alle!

Cannibal – Aus dem Tagebuch des Kannibalen

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OT:Cannibal

ca. 90 Minuten

Deutschland 2005

Regie

  • Marian Dora
Darsteller

  • Carsten Frank
  • Victor Brandl
  • Tobias Sickert
  • Joachim Sigl
  • u.a.
Cannibal - Aus dem Tagebuch des Kannibalen

Story

„Der Mann“ (Carsten Frank) ist auf der Suche nach einem anderen Menschen, der in der Lage ist, sein tiefstes, inneres Verlangen zu stillen. Sein insgeheimer Traum ist es, einen anderen Mann zu schlachten und zu verspeisen. Es kommt zu vielen Treffen, doch die anderen Männer machen stets Rückzieher. Bis „Der Mann“ im Internet „Das Fleisch“ kennen lernt. Dieser trägt den Wunsch in sich, gegessen zu werden bis nichts mehr von ihm übrig ist…

Kritik

„Cannibal“ ist ein überaus kontroverser Film und ich bin froh, dass ich ihn selbst mal sehen konnte. Während ich dies tat stauten sich in mir zahlreiche Eindrücke und am Ende ließ mich Marian Dora’s mit einer zweigeteilten Meinung zurück. Eines jedenfalls ist absolut sicher: „Cannibal“ ist kein massenverträglicher Film, er ist pures Gift für den gewöhnlichen Mainstreamkonsumenten. Dora, der hiermit seinen Debütfilm ablieferte, verarbeitete klar ersichtlich die Geschehnisse um den Kannibalen von Rothenburg Armin Meiwes. Im ersten Moment ruft dies natürlich Erinnerungen an Martin Weisz‘ „Rohtenburg“ wach, der in Deutschland verboten wurde, doch genauer betrachtet handelt es sich um zwei grundverschiedene Filme. Während „Rohtenburg“ für ein größeres Publikum gedreht wurde, ist „Cannibal“ anstößigstes Independent-Kino ganz im Stil eines Jörg Buttgereit.

Die Aufmachung des Films ist, um es in einem Wort festzuhalten, sehr simpel. Der Kostenpunkt des Ganzen hat laut des Regisseurs im unteren, vierstelligen Bereich gelegen und das sieht man „Cannibal“ auch an. Der hier angewandte Stil dürfte die Zuschauer sicherlich spalten und sowohl Aussagen wie „langweilig“, als auch „künstlerisch“ hervorrufen. Es wird in „Cannibal“ kaum gesprochen, im ganzen Film sind maximal 10 Sätze zu hören. So ist das Gezeigte oftmals sehr ruhig, insbesondere im ersten Viertel. Unspektakulär sehen wir einen gewöhnlichen Mann, der durch eine typische Deutsche Stadt schlendert und sich am Bahnhof mit einem anderen Mann trifft. Schnitt. Der Mann geht nach Hause, chattet, sucht nach einem Gleichgesinnten. Keine Dialoge und kaum Musik untermalen diese Szenarien. Auch die Kamera hält stets statisch auf das Geschehen drauf. Langeweile entsteht jedoch nie, denn eine pessimistische, düstere Grundstimmung ist bereits jetzt vorhanden.

Im weiteren Verlauf des Films entsteht zu keiner Sekunde Spannung, da man als Zuschauer immer weiß, was passieren wird. Der Mann trifft sich mit dem Fleisch, die beiden tauschen zuerst Zärtlichkeiten aus, bevor dann der eigentliche Grund des Treffens gezeigt wird. Die Schlachtung und Verzehrung des Fleisches. Die Inszenierung ist dabei immer klar als aus dem Amateursektor stammend zu bemerken, doch für ein derart geringes Budget hat Marian Dora erstaunlich viel aus seinen Möglichkeiten gemacht. „Cannibal“ hat nichts mit den peinlichen Gehversuchen junger Amateurfilmer gemeinsam, die sich mit dem selbst zusammengesparten Geld an einem Blutspritzfilmchen versuchen wollen, er wirkt sehr viel professioneller, gekonnter. Die bereits erwähnten Parallelen zu Buttgereit sind dabei nicht von der Hand zu weisen: Die Lokations, insbesondere das Haus des Mannes, wirkt einsam und unmenschlich. Wenig Licht erleichtert die Sichtverhältnisse, überall findet sich Schmutz und Verwesung. Fette Spinnen und sonstiges Ungeziefer krabbelt an den Wänden entlang.

Inmitten dieser abstoßenden, kalten Umgebung finden zwei Seelen zueinander, die eine höhere Macht scheinbar zusammengeführt hat und die ein inneres Bedürfnis verbindet. „Cannibal“ erklärt die Hintergründe der Menschen in keinster Weise. Von „dem Fleisch“ erfahren wir nur, dass er aus Freiburg stammt, während wir einige winzige Ausschnitte aus der Jugend des „Mannes“ sehen. Die körperliche Nähe, die die beiden Männer eingehen wird dabei, ebenso wie die spätere Gewalt, in aller Genauigkeit gezeigt. Das Fleisch und der Mann spielen nackt im Garten, liebkosen und küssen sich, haben Sex. Das alles wird so gezeigt, das homophobe Menschen sicherlich angewidert ihren Blick abwenden werden und Erinnerungen an einen Softporno wach werden. An dieser Stelle aber ein Lob an die beiden Hauptdarsteller, die im Film fast zu 70% nackt zu sehen sind und viele unangenehme Aufnahmen über sich ergehen ließen.

Sobald es in „Cannibal“ dann ans Eingemachte geht, zeigt sich deutlich, wieso der Film in diversen Kreisen so schnell von sich reden machte. Marian Dora zeigt derart viele Anstößigkeiten, dass es zart besaiteten Zuschauern sehr schnell den Magen umdrehen dürfte. Die gesamte zweite Hälfte des Films handelt von der Tötung, Schlachtung und Verspeisung eines Menschen und dies wird in jedem noch so grausamen Detail gezeigt. Wenn etwa in Nahaufnahme zu sehen ist, wie der Mann dem Fleisch langsam den Penis abzubeißen versucht, dann ist dies nur der Auftakt für einen perversen Ekelmarathon. Sämtliche Körperflüssigkeiten fließen in Strömen, Gedärme werden entnommen und der Körper des Getöteten fachgerecht zerlegt. Dies spielt sich alles in einem dunklen Kellerraum ab, was für eine absolut deprimierende, verstörende Atmosphäre sorgt. Mir persönlich hat „Cannibal“ nicht auf den Magen geschlagen, doch für alle zart besaiteten Zuschauer spreche ich eine strengste Warnung aus.

Wenn man „Cannibal“ als Film an sich betrachtet dann ist er definitiv langweilig, das kann nicht geleugnet werden. Er bietet keine Unterhaltung im eigentlichen Sinn, vielmehr eine Verfilmung dessen, was sich so tatsächlich abgespielt hat. Viele Stellen ziehen sich sehr dahin, die Höhepunkte im Film sind die Gewaltszenen. Wer schon einiges an Splatter gesehen hat, wird sich von diesen nicht mehr schockieren lassen und wartet vergeblich auf den angekündigten Schlag in die Magengrube. Was man „Cannibal“ jedoch lassen muss, ist, dass Marian Dora hiermit etwas sehr eigenständiges, düsteres geschaffen hat und die Akteure ihre Sache beide sehr glaubwürdig machen.

„Cannibal“ ist nicht der überragende Film, den ich erwartet habe, doch dies muss relativ betrachtet werden. Es handelt sich hierbei um eine kostengünstige Independent-Produktion, und gemessen an den begrenzten Möglichkeiten des Regisseurs wurde noch das Beste herausgeholt. Für schwache Nerven ist der Streifen in keinster Weise geeignet, er stellt in brutalster Härte die Tötung und Schlachtung eines Menschen dar und spart dabei kein Detail auf. Dennoch möchte ich nicht verschweigen, dass „Cannibal“ mich an manchen Stellen schon langweilte, was zu einer mittleren Gesamtwertung führt.

Weitere Informationen:

Cannibal – Aus dem Tagebuch des Kannibalen bei Filmundo.

Bewertung

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Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 4_5.gif
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Ähnlicher Film:

Zombies unter Kannibalen

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Informationen

Originaltitel Zombie Holocaust
Länge 86 Minuten
Drehjahr 1979
Drehland Italien
Regie Frank Martin aka Marino Girolami
Schauspieler
  • Ian McCulloch
  • Alexandra Delli Colli
  • Donald O´Brien
Zombies unter Kannibalen

Story & Kritik

Ein Krankenhaus, mitten in New York, hat in letzter Zeit große Probleme, da immer wieder Körperteile von Toten entfernt werden. Professor Stafford und seine Assistentin Lori, eine Ärztin und Anthropologin, müssen bei einer Lehrobduktion feststellen, dass der Vorführleiche die Hand angetrennt wurde. Sie vermuten erst einen Studentenstreich doch als Lori in ihrer Wohnung ein angeknabbertes, menschliches Herz findet, ist sie sehr verängstigt.

Mit der Hilfe eines FBI Agenten gelingt es dem Professor und seiner Assistentin den Leichenteilräuber auf frischer Tat zu ertappen. Es ist Turan, ein Hilfsassistent, der sich gerade an einem Organ vergehen will. Im Moment seiner Entdeckung stürzt er sich aus dem Fenster. Sterbend, am Boden liegend kann er nur noch „Kito hat es befohlen“ flüstern, bevor er verstirbt. Lori entdeckt eine Tätowierung bei dem Verstorbenen, die daraufhin weißt, dass er Mitglied eines kannibalischen Opferkultes ist. Wenig später wird in die Wohnung von Lori eingebrochen und ein Kito-Opferdolch entwendet.

Um diese seltsamen Vorfälle zu untersuchen startet Lori eine Expedition zu einer Molukkeninsel, auf der dieser Opferstamm vermutet wird. Mit ihr reisen der FBI Agent Peter, die Sensationsreprterin Susan, deren Freund George und drei ortskundige Helfer. Als sie, über einige Umwege, auf der Insel angekommen sind, machen sie recht schnell Bekanntschaft mit den einheimischen Kannibalen. Erst findet Lori einen abgetrennten Kopf in ihrer Schlafunterkunft und bald darauf ist der erste Verlust zu beklagen. Einer der Helfer wurde in die Dunkelheit gezerrt und die nach ihm Suchenden können nur noch seiner verstümmelten Körper finden.

Die Gruppe muss nun ihr Camp auf der Insel Kito verteidigen, doch der Kampf scheint aussichtslos. Die zahlenmäßige Überlegenheit der Menschenfresser ist mit Macheten und Pistolen auf Dauer einfach nicht zu kompensieren. George und die beiden übriggebliebenen Helfer werden gefressen, Susan verschleppt und Lori sowie Peter können nur flüchten weil die Kannibalen plötzlich vor lauter Angst verschwunden sind. Im Dickicht sind nämlich Zombies aufgetaucht. Lori und Peter rennen in den Urwald und kommen an einem Missionshaus an, indem Doktor O´Brien bereits auf sie wartet. Er gibt ihnen den Tipp das ein Schlauchboot, nicht weit entfernt liegt und das damit die Flucht von der Insel gelingen könnte. Dem ist natürlich nicht so. Das Boot ist zwar tatsächlich am beschriebenen Ort aber eine Vielzahl von Zombies macht die Flucht unmöglich.

Also gehen die beiden zurück zur Mission. Als sie dort angekommen sind müssen sie etwas Schreckliches mit ansehen, dass ihre Überlebenschancen sinken lässt. Der Doktor ist dafür verantwortlich das es diese Zombies gibt. Er verpflanzt gesunde Gehirne in junge Körper. Auch die beiden Überlebenden sollen eine Teil seines Experimentes werden. Doch da gibt es ja noch die Kannibalen …

Im Kannibalenfilm ist ja schon viel Schabernack mit der Vermischung von Genres getrieben worden ( Laura Gemser lässt grüßen ), doch in „Zombies unter Kannibalen“ ist die Mischung dreier Horrorsubgenres wirklich gelungen. Wie der Titel schon erahnen lässt, geht es vornehmlich um Zombies und Kannibalen, wobei die Gewichtung aber deutlich bei den Kannibalen liegt. Der gute alte Dr. Frankenstein hat aber auch seine Finger im Spiel.

Im Vordergrund dieses Filmes stehen ganz klar die Splatter- und Goreszenen, die wirklich sehenswert sind und rundum gelungen. Sie verteilen sich über den ganzen Film und so ist es logisch das Fans solcher Filme zu keiner Minute langweilig wird. Die Story ist zwar recht flach, die Schauspieler sind nicht wirklich überzeugend und die Synchronisation ist einfach mies, dies ändert aber nichts an der Tatsache das „Zombies unter Kannibalen“ ein astreiner Unterhaltungsfilm für Eingesessene ist.

Berühmt wurde der Film durch die vielbeschriebene Außenborderszene, die es allein wert ist ihn zu gucken. Des weiteren ist positiv zu erwähnen das auf den Genreüblichen Tiersnuff komplett verzichtet wurde und so ist der Film noch sehenswerter als einige seiner Mitstreiter.

Ich persönlich halte „Zombies unter Kannibalen“ für einen der besseren Filme, der längst vergessenen Menschenfresserkultur. Daher gibt es von mir auch eine uneingeschränkte Empfehlung an alle Gleichgesinnten.

Bewertung

Splatter 5.gif
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Jungfrau unter Kannibalen

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Informationen

Originaltitel Sexo Cannibale
Länge 89 Minuten
Drehjahr 1979/80
Drehland
  • Deutschland
  • Frankreich
  • Spanien
Regie Clifford Brown ( ein Pseudonym für den 1000 Filmemacher Jess Franco )
Schauspieler
  • Uschi Fellner
  • Al Cliver
  • Antonio de Cabo
Jungfrau unter Kannibalen

Story & Kritik

Irgendwo in Amerika ( zumindest denke ich das, es geht nicht aus dem Film hervor und ist auch nicht unbedingt wichtig ) lebt ein schillernder Star der Medienlandschaft. Laura Crawfort heißt sie und Laura kann keinen Schritt vor die Tür machen, ohne das ihr Reporter folgen. Sie hat schon viel Geld eingespielt aber ihrer Managerin ist das einfach noch nicht genug. Sie lässt Laura auf eine Dschungelinsel in Südamerika entführen um sie von dort aus, gegen ein Lösegeld freizulassen.

Dummerweise lebt auf der Insel ein kleines Kannibalenvölkchen, dass einen Gott namens Mochi verehrt. Mochi sieht ein wenig seltsam aus, da er einen menschlichen Körper mit Froschaugen besitzt. Ab und an holt sich dieser Mochi Menschenopfer, die er dann auf grausame weise frisst.

Laura ist mittlerweile auf der Insel eingetroffen. Mit ihr ist selbstverständlich ihre Entführerin gekommen und drei Handlanger, die sofort damit beginnen ein Nachtlager zu errichten. In dem wollen sie ihre Zeit bis zu der Lösegeldübergabe abwarten. Der Studiobesitzer, der mit Laura sein Geld verdient, ist allerdings nicht bereit das geforderte Geld zu zahlen. Er schickt lieber zwei Leute, Peter und Jack, los um Laura aus ihrer Gefangenschaft zu befreien.

Die Entführer haben aber mitbekommen das sich Peter und Jack auf der Insel befinden und sie brechen auf um sie zu suchen. Laura nutzt ihre Chance und flieht in den dichten Dschungel wo Mochi lebt. Er, die Entführer und die beiden Inselneulinge machen sich nun unabhängig voneinander auf die Suche nach Laura …

Dies ist sicherlich kein Film für schwache Mägen und für Leute die wenigstens ein bisschen filmisches Niveau brauchen. Der Kultregisseur Jess Franco hat mal wieder das gemacht, was er am besten kann! Er zoomt mit seiner Kamera ( die er neben der Regiearbeit führte ) auf filmwichtige Sachen wie Brüste und Zähne. Zahlreiche Ruckler gibt es auch wieder von ihm und wer ernsthaft glaubt, dass er mit dem Vorgängerfilm „Die blonde Göttin der Kannibalen“ schon das Schlechteste gesehen hat dann muss ich ihn korrigieren.

Franco hat uns hier wirklich einen Mist zusammengedreht wie man ihn selten vors Gesicht bekommt. Der Film besticht durch ein wenig Gewalt und sehr viel nackter Haut. Nicht schlimm genug das sämtliche Frauen nackt rumlaufen, nein, auch der hässliche Hauptdarsteller „Mochi“ zeigt uns die ganze Zeit über sein bestes Stück.

Genauso schlecht wie die Schauspieler sind die Dialoge, mit denen sie sich hin und wieder mal unterhalten. Es gibt zwar nicht sonderlich viele von ihnen aber das was man hören muss klingt so als habe es meist nicht den geringsten Zusammenhang.

Im Film selber kann man ja sehen was von der deutschen Zensur entfernt wurde und ich muss mir wieder mal die Frage stellen warum ganze Passagen herausgeschnitten werden, in denen lediglich gesprochen wird oder wo man eine Frau „oben-ohne“ beim Duschen sieht? Das ist und bleibt für mich unbegreiflich genau wie die Tatsache das ich es nicht nachvollziehen kann warum dieser Film damals beschlagnahmt wurde! Sicherlich enthält er einige Gewaltszenen aber was man heute so im Fernsehen oder Kino sieht ist mindestens zehnmal schlimmer.

Neben dem Kultstatus des Film hat mich positiv überrascht das es in diesem Streifen nicht den „Kannibalenfilmtypischen“ Tiersnuff gibt!

Bewertung

Splatter 1_5.gif
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