Attack Of The Killer Hog

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Informationen

Drehland Argentinien
Drehjahr 2000
Laufzeit ca. 99 Minuten
Regie Agustín Cavalieri Marcos Meroni
Darsteller Agustín Cavalieri Diego Contreras Diego Ferraro Gabriel Grieco u.a.
Bild 4:3
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
Attack Of The Killer Hog

Story

In einer argentinischen Stadt geht der Wahnsinn um. Nachdem eine neue Droge in den Umlauf gekommen ist, ist nichts mehr wie es war. Hierzu gesellt sich das Problem, dass ein Psychokiller umgeht. Zwei Polizisten kümmern sich um das Problem, doch ihre Ermittlungen laufen weitgehend ins Leere.

Unterstützung erhalten die beiden Ordnungshüter von einem Stricher. Bald steht die Vermutung im Raum, dass eine Apokalypse bevorsteht. Auch das Außerirdische kommen sollen. Und der gesuchte Mörder scheint eine Stoffpuppe in Form eines Schweins zu sein…

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Kritik

Die Story klingt für den geneigten Trash-Fan sicherlich nicht schlecht und als Trash-Granate respektive -Wundertüte wird "Attack Of The Killer Hog" ja auch angepriesen. Was der Story im geschrieben Wort zu entnehmen ist, kann beim Betrachten aber nicht gerade einfach nachvollzogen werden. Denn dieser argentinische Beitrag ist alles andere als leichte Kost. Das Geschehen setzt sich aus unzähligen, meist zusammenhanglos erscheinenden Szenen zusammen.Hier eines von zahlreichen Beispielen: Einem Typ wird aus dem Nichts eine Banane zugeworfen. Bis er sie gefangen, geschält und das erste Mal reingebissen hat gibt es zig Schnitte und Bildwechsel. Dann schmeißt er die Banane grundlos hinter sich. Durch diesen glücklichen Umstand hat er den Killer (Eine Handpuppe in Schweinegestallt) umgestoßen, weswegen das Tierchen das Messer aus den Händen verliert. Der Typ zieht seine Jacke aus. Der Mörder grunzt. Der Typ verdrischt einen Koffer. Szene vorbei. Von diesen Szenen gibt es derartig viele, die zusammenhanglos aneinandergereiht sind, dass einem zwischendurch mal die Augen und das Gehirn wehtun können.So viele wirre Ideen, wie sie in "Attack Of The Killer Hog" vorkommen, kann man wohl nur haben, wenn man selbst auf dem Stoff ist, um den es in diesem Streifen geht. Und wenn man so einen Film herstellt muss man sich ja auch Gedanken machen, wer die Zielgruppe sein könnte. Sicherlich könnten Amy Winehouse oder PeteDoherty damit etwas anfangen. Ob der Film aber für den Ottonormalverbraucher oder den Filmfan geschaffen wurde, darf bezweifelt werden. Aber man darf nicht übersehen, dass die ein oder andere Szene durchaus gelungen ist. Da wurde handwerklich gut gearbeitet. Würde man den Film in circa 587 Kurzfilme aufteilen, wären sicherlich 100 gute dabei.

Ein großes Problem ist aber, dass der überwiegende Teil, des Films zu Recht als Schrott bezeichnet werden darf. Klar: Hier wird Trash dargeboten. Allerdings eine Art des Trashs, die nicht leicht verdaulich ist. Zumindest, man muss sich wiederholen, über sehr weite Strecken.

Auch hierfür ein kleines Beispiel: Als sehr einfallsreich haben sich die Zuständigen für die Spezialeffekte in einer Szene gezeigt, wo offensichtlich eine junge Frau umgebracht wird. Unter dem mordlüsternen Grunzen des Schweinchens und Slasher-Lauten sieht man wie am Computer-Monitor ein Bild mit den schönen Worten „Happy First Time“ mit einem dicken roten Paint-Pinsel verhunzt wird. Dieses soll wohl einen Angriff darstellen, bei dem es einem die Worte verschlägt…

Gesplattert wird nicht wirklich. Es gibt zwar ein paar wenige blutige Szenen und auch eine Szene, wo Gedärme durchgewühlt werden, oder eine Kopf-Malträtierung, dies darf aber nur als eine Erweiterung der sinnfreien Aneinanderreihungen gesehen werden. Die gefühlten 20.000 verschiedenen Schauplätze bieten natürlich Abwechslung pur. Es kommt auch keine richtige Langeweile auf, da es vom Inhalt her ja auch eine Abwechslung nach der anderen gibt. Es kommt von daher eher so etwas wie Gleichgültigkeit auf. Ein schleichender Nihilismus macht sich breit, der aus der Überforderung des Gehirnparts stammen kann, der für das logische Denken zuständig ist.

Da die Darsteller und die Synchronisation auch nicht gerade die Bringer sind und Schnitt als auch die Kamera sehr gewöhnungsbedürftig, hat man es unterm Strich mit einem nicht so guten Beitrag zu tun, der nur für extreme Trash-Fans empfehlenswert ist. Für alle anderen ist er wohl viel zu anstrengend zu gucken.

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DVD

Der Ton ist nicht gut abgemischt und das Bild aufgrund der verschiedenen Filter schwer zu bewerten. Beim Film geht es auch nicht unbedingt um ein besonders scharfes Bild, womit man den einen oder anderen Qualitätsverlust problemlos verkraften kann.

"Attack Of The Killer Hog" ist Teil der Horror Collection 3 aus dem Hause Epix. Neben ihm findet man noch die Filme “Jack Frost 2“ und „The Ghouls – Cannibal Dead“ auf der DVD. Da bleibt natürlich nicht sonderlich viel Platz für Extras. Allerdings hat man noch eine kleiner Trailershow auf die Scheibe gepresst.

Bewertung

Splatter 2009_2.gif
Spannung 2009_2.gif
Story 2009_1_5.gif
Ekelfaktor 2009_3.gif
Atmosphäre 2009_3.gif
Tonqualität 2009_4.gif
Bildqualität 2009_3.gif
Zusatzmaterial 2009_5.gif
Gesamteindruck 2009_2.gif

Ähnlicher Film:

American Killer

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Informationen

OT:The Majorettes

ca. 92 Minuten

USA 1986

Regie

  • Bill Hinzman
Darsteller

  • Kevin Kindlin
  • Terrie Godfrey
  • Mark V. Jevicky
  • u.a.

American Killer

Story

Ein geistesgestörter Killer terrorisiert den hiesigen Campus: Erst scheint es in einem amerikanischen Städtchen völlig normal zu laufen. Die Schüler der Highschool füllen ihre Rollen als Cheerleader oder Sportler gut aus und es gibt keinen Grund zur Klage, denn bald steht die Abschlussveranstaltung an und die Vorbereitungen laufen gut. Doch dann werden zwei Jugendliche, die sich gerade miteinander vergnügt hatten, brutal abgeschlachtet. Der Täter scheint schnell gefunden zu sein, da das Mädchen von einem stadtbekannten Drogendealer schwanger war. Aber als weitere Morde geschehen, rücken andere Verdächtige ins Rampenlicht. Ist es ein Serienmörder? Oder eine Pflegerin, die hinter einem großen Erbe her ist? Oder der Pfarrer, der ewig von sündigen Jugendlichen spricht? Oder der stets spannende Hausmeister? Fest steht nur, dass die Stadt vor einem Problem steht. Aber der heimische Sheriff probiert sein Bestes, um den Fall bestmöglich zu bearbeiten.

Kritik

Hört sich doch nicht schlecht an, oder? Und in der Tat – „American Killer“ beginnt nach einem leicht verkorksten Start recht nett. Verkorkst ist der Start deswegen, weil der Betrachter mit einem etwas billigen Blickfang auf den Film eingestellt werden soll, indem minutenlang irgendwelche Cheerleader gezeigt werden, die aber eigentlich niemand sehen will. Dann wird die Handlung aber klar besser und im Nu bekommt man es mit einem eiskalten Slasher in bester 80er Jahre Manier zu tun. Der Killer killt und keiner weiß wer es ist und warum er tötet. Es kommen einige Leute in Frage, sodass der Betrachter des Streifens munter mitraten kann. Nach dem temporeichen Start kommt „American Killer“ dann aber fast zum Stillstand, auch wenn einem wichtige Details über die Protagonisten erzählt werden. Das Ganze ist aber nicht besonders gut und vor allem nicht besonders unterhaltsam umgesetzt. Die Morde gehen zurück, Nacktaufnahmen und wenig unterhaltende Dialoge nehmen zu. Man bleibt als Zuschauer aber am Ball, da man schließlich wissen möchte, wer dieser Killer ist.

Und dann kommt es: Die Hammerwendung! Der Mörder wird enttarnt und durch diese Situation wird aus einem Slasher eine Trash-Produktion. Allerdings ist der Trash weniger unterhaltsam als nervig. Durch das Bekannt werden des Mörders formieren sich Grüppchen, die zuvor noch als potentielle Killer in Frage kamen, um aus der Situation einen Vorteil zu erlangen. Wollen wir mal hoffen, dass die Kehrtwendung dadurch resultierte das der Drehbuchautor John Russo erkrankte und irgendjemand, der sich mit der Thematik nicht auskannte, den Job übernahm… Durch den Wechsel der Story ist es schwer, Sachen wie Spannung und Atmosphäre zu bewerten. Anfangs sind sicherlich die spannenderen und atmosphärisch dichteren Momente vorhanden, insgesamt betrachtet bleibt einem aber nur Mittelmass, dass weit aus mehr Potential hatte, als es gezeigt hat. Unterdurchschnittlich müssen allerdings die Darsteller und die deutsch Synchronisation bewertet werden, die beide wirklich schlecht sind. Freunde des Splatters kommen leider nicht auf ihre Kosten. Das deutsche Tape von UFA ist zwar cut, ihm fehlen aber nur wenige Einstellungen, weswegen sich ein Kauf des Originals nicht lohnen wird. Insgesamt gesehen ist „American Killer“ ein mittelprächtiger Film, mit einer negativ bemerkenswerten Geschichte, die so nicht alle Tage erzählt wird. Am Rande muss man noch anmerken, dass sowohl Regisseur Bill Hinzmann als auch Drehbuchautor und Produzent John Russo beim Kultstreifen „Die Nacht Der Lebenden Toten", Romeros erstem Zombiefilm, beteiligt waren. Hinzmann als Zombie, Russo als Cutter und Drehbuchautor.

Bewertung

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Spannung 3.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

Alphabet Killer

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2008
Laufzeit ca. 94 Minuten
Regie Rob Schmidt
Darsteller Eliza Dushku Cary Elwes Timothy Hutton Tom Malloy u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (16:9)
Ton
  • DD5.1
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 16
Alphabet Killer

Story

In Rochester, im US-Bundesstaat New York, wird die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden. Polizistin Megan Paige nimmt sich des Falles an, den sie alsbald als mysteriös bewertet. Sie vermutet einen direkten Zusammenhang zwischen dem Fundort Churchville, einem Vorort von Rochester, und den Initialen des Mädchens, die CC lauten. Allerdings gilt Megan als psychisch labil und hat mit Problemen zu kämpfen, die sie von innen zu zerstören scheinen. Nach einem Selbstmordversuch muss sie dann ihren Dienst quittieren.

Zwei Jahre später wird Megan erneut mit dem Fall konfrontieret. Bei ihr wurde in der dienstfreien Zeit eine Schizophrenie diagnostiziert und behandelt. Megan fühlt sich fit und berufen, den Serienmörder zu stellen. Sie hat zwar nicht mehr ihren alten Posten, sondern nur einen Job in der Polizei-Verwaltung, Megan ermittelt in eigener Sache und ist bereit, ihr Leben zu opfern um den Mörder der kleinen Kinder dingfest zu machen…

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Kritik

Regisseur Rob Schmidt wurde unlängst mit dem ungewöhnlich guten Backwood-Slasher „Wrong Turn“ bekannt. Nun, fünf Jahre später, widmet sich Schmidt einen völlig anderen Thema. Einem Serienkiller-Fall, der auf wahren Begebenheiten beruhen soll. Der Fall hat, in den 70ern die Gegend um Rochester erschüttert, ist aber nicht sehr populär geworden.Das Geschehen um den „Alphabet Killer“ hat sich sicherlich nicht so zugetragen, wie im Film wiedergegeben. Denn die Geschichte wurde um einige Grusel-Elemente und Erscheinungen bereichert. Protagonistin Megan hat Halluzinationen, die ihr das Leben und das Arbeiten erschweren. Gespielt wird Megan von Eliza Dushku, die auch schon in Rob Schmidts „Wrong Turn“ zu sehen war. Sie hat hier eine anspruchvolle Aufgabe abbekommen, welche die attraktive Eliza leider nicht zu 100% bedienen kann. Ihre nette Optik macht zwar einiges wett, kann fehlendes Talent zur Darstellung verschiedenster Emotionen aber nicht ganz kompensieren. Da es sich hier aber um einen B-Movie handelt, kann man prinzipiell mit dem Auftreten der Hauptperson leben. Da hat man schon Schlimmeres gesehen. Der restliche Cast spielt recht solide und unauffällig. Selbst Timothy Hutton (“Das geheime Fenster”) bleibt irgendwie farblos. Die Geschichte geht in Ordnung. Sie wird sehr ruhig wiedergegeben, weißt aber dennoch Spannung auf und vermag es eine düstere Atmosphäre zu erzeugen. Allerdings fehlt der Story eine klare rote Linie. Hier und da gibt es Abweichungen, die zwar den Verfall von Megan dokumentieren, aber nicht immer 100%ig in das Geschehen passen wollen. Dies hat dann nicht nur zur Folge, dass es etwas unspannender wird, sondern man wird auch leicht vom eigentlichen Geschehen abgelenkt.

Die ruhige Wiedergabe passt auf jeden Fall sehr gut zum Film. Action gibt es nur wenig. Der Einsatz von Musik ist sehr begrenzt und hebt dadurch die Stimmung. Man kann mit der Protagonistin und den Opfern mitleiden, sich in Melancholie fallen lassen. Von der technischen Seite gibt es nicht viel zu kritisieren. Die Kamera wackelt mal etwas zu doll und eine Leiche blinzelt mal kurz, prinzipiell macht Rob Schmidt seine Sache aber gut. Auch die Kamera muss man loben. Sie fängt einige schöne Bilder ein, die das Guckvergnügen steigern.

„Alphabet Killer“ ist ein netter Zeitvertreib für zwischendurch. Er bietet kurzweilige Unterhaltung, Spannung und etwas für das Auge. Ein Überfilm ist er sicherlich nicht, es gibt da einige bessere Grusel-Thriller. Für Interessierte des Phänomen Serienmord gibt es hier nichts abzugreifen. Die Story ist viel zu fiktiv und auf den Täter wird nicht eingegangen. Wer sehen möchte, wie Rob Schmidt und Eliza Dushku ohne degenerierte Hinterwäldler klarkommen, kann hier ruhig zuschlagen. Bereuen wird man es sicherlich nicht.

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DVD

Der Horror-Page lag zur Rezension die Presse DVD vor, die mit eingeschränkter Bild- und Tonqualität ausgestattet ist. Zudem fehlen die Extras. Diese bestehen auf der, am 17.04.2009 erscheinenden DVD aus einem Making Of, Audiokommentaren und einer alternativen Szene. Man darf gespannt sein.

Bewertung

Splatter 2009_1.gif
Spannung 2009_3_5.gif
Story 2009_2_5.gif
Ekelfaktor 2009_2.gif
Atmosphäre 2009_3.gif
Tonqualität
Bildqualität
Zusatzmaterial
Gesamteindruck 2009_3_5.gif

Ähnlicher Film:

Aileen – Life And Death Of A Serial Killer

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Informationen

OT:Aileen: Life And Death Of A Serial Killer

ca. 90 Minuten

GB, USA 2003

Regie

  • Nick Broomfield
  • Joan Churchill
Darsteller

  • Nick Broomfield
  • Aileen Wuornos
  • u.a.

Aileen - Life And Death Of A Serial Killer

Story

“Aileen: Life And Death Of A Serial Killer” ist eine Dokumentation über die Serienmörderin Aileen Wuornos, deren Leben die Vorlage des Oscar-nominierten Films „Monster“ war. Dokumentar- und Spielfilmregisseur Nick Broomfield startete 1992 den ersten Versuch eine Dokumentation über „Die erste weibliche Serienmörderin“ zu drehen, (The Selling Of A Serial Killer) was ihm auch mit gutem Erfolg gelang. Im Jahre 2003 folgte dann diese Dokumentation, die es wirklich in sich hat.

Kritik

Bloomfield zeigt ganz unverblümt das wahre Leben der Serienmörderin, soweit es menschenmöglich ist, da die verstörte Frau sicherlich einen großen Teil der Wahrheit mit in ihr Grab genommen hat. In exklusiven Interviews kann man den Sinneswandel der Frau und auch ihren Hass auf die Gesellschaft und die Polizei beobachten. Der Sinneswandel ist mit Sicherheit das Schockierenste, was man in realen Dokumentationen erleben kann, denn erst geht die Frau mit der Überzeugung in die Gerichtsverhandlungen, dass sie ein Opfer durch Vergewaltigungen geworden ist und am Ende sieht sie sich als einen kaltblütigen Mörder, der sich mit Gott arrangiert hat und auf jeden Fall umgebracht werden muss. Der Regisseur bleibt derweil stets sachlich und versucht sein gutes Verhältnis zu der Frau aufrechtzuerhalten, was im Verlauf immer schwieriger wird. Besonders bizarr ist eine Szene, in der Aileen denkt die Kamera sei ausgeschaltet. In der vorherigen Aufnahme erzählte sie von den absichtlichen Morden, im Anschluss aber wieder von den Vergewaltigungen. Auch ein Interview mit der leiblichen Mutter der Mörderin bringt keine Klarheiten ans Licht. Aileen Wuornos behauptet sogar das ihre leibliche Mutter nicht mehr leben würde, was aber natürlich nicht der Fall ist. Ihr schizophrener Zustand hätte Aileen eigentlich das Leben retten müssen, da vor der Hinrichtung eines Menschen eine Untersuchung stattfindet, aber Gouverneur Jep Bush (Bruder des „Idiot Son Of An Asshole“ (Ein Lied der Gruppe NOFX)) passte dies nicht in seine Wahlvorbereitungen, da er mit ihrer Liquidierung, einen Monat vor der Wahl, seine harte Hand unter Beweis stellen konnte. Szenen wie diese treiben einem beim Betrachten einen dicken Klos in den Hals, auch wenn man natürlich nur wenig Mitleid mit der Mörderin haben kann. Sie war sicherlich ein Mensch, den man auf der Strasse nicht begegnen will, da schon ein Blick in ihre Augen große Angst auslöst. Den bösen Blick legt sie einige Male während der Interviews auf und gepaart mit ihrem Verfolgungswahn und dem draus resultierendem Hass wird einem mehrfach Angst und Bange. “Aileen: Life And Death Of A Serial Killer” ist eine wirklich beeindruckende Dokumentation, die man Serienmörder-Interessierten und Leuten, die den Film “Monster” bereits gesehen haben nur wärmstens empfehlen kann, da er viel tiefer als die Hollywood-Produktion geht. Natürlich wird man auch hier nicht die ganze Wahrheit über das Leben der Aileen Wuornos erfahren, da die Protagonistin sie mit ins Grab genommen hat… Aber man kann wenigstens sehen was die Medien aus der Geschichte gemacht haben und wie ein kaputtes Leben dafür genutzt wurde, sich politische Vorteile zu verschaffen. Zur DVD von E-M-S: Bildformat: Vollbild 4:3

Tonformate: deutsch DD 2.0, englisch DD 2.0

Untertitel: deutsch

Ländercode: 2

Extras:

Trailer von dem Film "Monster"

Filmo- und Biografie von Nick Broomfield Bild und Ton sind entsprechend einer Dokumentation nicht zu vergleichen mit einer Filmproduktion – dass erwartet aber auch niemand. Das DVD-Menü ist mit einem netten Song hinterlegt, der nach der Betrachtung des Films zum traurigen Ohrwurm wird.

Bewertung

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Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

Zombie Killer

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Informationen

OT:Onêchanbara: The Movie

ca.83 Minuten

Japan 2008

Regie

  • Yôhei Fukuda
Darsteller

  • Eri Otoguro
  • Chise Nakamura
  • Tomohiro Waki
  • Satoshi Hakuzen
  • u.a.

Zombie Killer

Story

Wer rettet die Welt, wenn selbige von Untoten übersäht ist? Genau! Das schwertschwingende Bikinigirl mit Cowboyhut Aya, die schießwütige Bikerin samt Lederoutfit namens Reiko und deren treuer, essfreudiger und von daher auch etwas dickerer Freund Katsuji.So sieht es aus in unserer düsteren Zukunft, genauer gesagt dem Jahre 2020, nachdem der äußerst böse Doktor Sugita mit einem selbstentwickelten Serum die bereits Verstorbenen wieder ins „Leben“ zurückholt und aus ihnen eine ihm ergebene Armee der Untoten aufstellte.Es liegt nun also an diesen drei Helden den Doktor zu stoppen – nicht nur um die Welt zu retten, nein, jeder von ihnen hat auch noch eigene Rechnungen mit dem Doktor und seiner Anhängerin Saki offen, die es zu begleichen gilt…

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Kritik

Eines der ersten Stichwörter die einem zu Japan einfallen, wird wohl „Ninjas“ sein. Genau um diese Künste geht es in diesem Film, da die Hauptdarstellerin eine Kriegerin aus einer alten Ninja-Dynastie ist und mit ihrer Katana Zombies abschlachtet. Lediglich die Kleidung scheint sich im Laufe der Zeit geändert zu haben: Aya kämpft in einem Bikini gegen Zombies. Und warum kämpft eine sexy Frau im Bikini gegen Zombies? Genau! Weil das ganze eine Computerspielverfilmung ist und man a lá „Tomb Raider“ mit sexy Girls trumpfen kann! Von daher hinterfragen wir das fragwürdige Outfit nicht weiter.Bewegungen wie wir sie aus der Matrix Trilogie oder den X-Men Sequels kennen gibt es auch mehr als genug, wenn Aya den Zuschauern zum Beispiel kundtut, dass sie nichts von den Gesetzen Newtons hält und sich ganz einfach der Schwerkraft widersetzt. Mit diesen Bewegungen und Superhelden-Eigenschaften gehen Specialeffects Hand in Hand und im Film kommen grade diese nicht zu knapp. An manchen Stellen des Films entwickelt sich von daher ein Specialeffect-Feuerwerk der feinsten sowie übertriebensten Art, wie man es in einem HD-Videospiel nicht besser schaffen kann.Seien es nun ein Feuerball aus Ayas Schwert oder einfach ganz viele verschiedenfarbige magische Explosionen, wie in Fantasyspielen oder –filmen.Der auffälligste Effekt jedoch kommt zum Vorschein als Aya Zombies abschlachtet und auch auf der Kamera Blutflecken landen, welches ein Gefühl erweckt, als wäre man selbst mitten drin, bei der blutigen Schlachterei. Manche von den Zombies sind sogar zum logischen Denken fähig und können geplante Angriffe vollziehen. Die meisten aber sind so, wie wir alle sie kennen: dumm und hungrig! Allerdings sind letztere dann auch mit allerhand Gartengeräten wie Sensen bewaffnet. Die Story ist größtenteils von der jeweiligen Geschichte der Personen geprägt und wird somit durch Erzählungen zwischen den Schlachten oder Flashbacks vermittelt, die auch mal während eines Kampfes als Erinnerung gezeigt werden. Von daher ist die Geschichte auch sehr, sehr actionlastig und die Handlung rückt stellenweise eher in den Hintergrund, man wartet lieber darauf, welche Kunsttückchen Aya als nächstes mit ihrer Katana vollbringen wird oder welche ungeschickten Sachen Katsuji passieren. Da es sich um eine Verfilmung handelt und Fans wissen was passieren wird, sollte der Story keine zu große Wichtigkeit zuteil werden.

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Bewertung

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Story 2.gif
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Gesamt 4.gif

Ähnlicher Film:

Serial Killer

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Informationen

OT:Serial Killer

ca.98 Minuten

USA 1998

Regie

  • Albert Pyun
Darsteller

  • Charles Sheen
  • Michael Halsey
  • Ivana Milicevic
  • u.a.

Serial Killer

Story

Der ehemalige Polizist James McGregor hat sich nach Schottland abgesetzt um seine Eindrücke die er während seiner Arbeit gesammelt hat zu verarbeiten. Finanziell muss er sich keine Sorgen machen, da er kurz vor seiner „Flucht“ aus Amerika ein Buch geschrieben hat das zu einem Bestseller wurde. Das Buch handelt von einen psychopatischen Kindermörder, den er während seiner Polizeitätigkeit überführt hat.

James ist ziemlich am Ende und hängt am Alkohol. Neben den schlimmen Sachen die er erlebt hat kommt noch hinzu das er sich von seiner Familie getrennt hat und er wandelt nun einsam und meist betrunken durch sein tristes Leben. Eines Tages aber erhält er ein Fax mit einem Nachruf. Er weiß nicht was er davon halten soll und vergisst es bis kurze Zeit später die schottische Polizei bei ihm im Haus steht und ihn verhaftet. Denn genau die Frau die in dem Nachruf steht wird tot bei ihm im Garten gefunden.

Der verdächtigte James kann die Polizei von seiner Unschuld überzeugen und willigt ein, sich aufgrund seiner Vergangenheit bei den Ermittlungen zu beteiligen. Jetzt müssen die Beamten aber noch klären warum der Mörder James den Nachruf zugeschickt hat und warum er mehr oder weniger Kontakt zu ihm sucht. Sie denken das der Mörder, der bald nach dem ersten weitere Morde begeht, James weitere Nachrufe zuschickt weil er berühmt werden will und zwar so berühmt wie der Kindermörder aus James Buch.

Nun startet eine Suche, die kaum zu gelingen verspricht, da der Serienmörder äußerst intelligent ist und keine Spuren hinterlässt. Aber wie will er berühmt werden, wenn er nie geschnappt wird…

Kritik

Ich bin in zweierlei Hinsicht sehr froh! Erstens weil ich nicht den, auf dem Cover geforderten Preis von 60 DM bezahlt habe und zweitens das der Film nicht die auf der Verpackung ausgeschriebenen 128 Minuten gedauert hat. Die 98 Minuten waren schon langweilig genug und wenn ich der Regisseur gewesen wäre, ich hätte nicht länger als 60 Minuten gedreht und hätte nichts wichtiges weglassen müssen.

Die Story ist nur ein billiger Abklatsch zu anderen Serienmörderfilmen und hat nicht die geringste Besonderheit. Es sein den man zählt die mitunter albernen Dialoge und die miesen schauspielerischen Qualitäten als Besonderheit. Normaler Weise ziehen einen Filme dieser Art in den Bann, da meist der Übeltäter über besondere Eigenschaften verfügt und mit einer Intelligenz glänzt, sodass man nicht mehr von dem Film ablassen kann. So ging es mir in Filmen wie Citizen X und Henry. Dieser Film plätschert aber die ganze Zeit runter bis man endlich froh ist das absolut unspektakuläre Ende erreicht zu haben.

Ich möchte auch gerne wissen warum dieser Film seinerzeit soviel Geld kosten sollte! Wegen der mittelmäßigen Bild und Tonqualität, der DVD. Oder der mageren Features? Vielleicht aber auch weil die Story mies und langweilig ist oder heißt der Grund Charly Sheen? Wenn ich ehrlich bin möchte ich es gar nicht mehr wissen. Einzig und allein die Außenaufnahmen aus Schottland und die schottische Hintergrundmusik wissen zu überzeugen!

Bewertung

Splatter 1.gif
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Gesamt 1.gif

Ähnlicher Film:

  • Citizen X in schlecht…

Rasiermesser-Killer

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Informationen

OT:The Centerfold Girls

ca.79 Minuten

USA 1974

Regie

  • John Peyser
Darsteller

  • Andrew Prine
  • Jennifer Ashley
  • Jaime Lyn Bauer
  • u.a.

Rasiermesser-Killer

Story

Ein psychopathischer Killer ist von den Auftritten junger Mädchen, im Bachelor-Magazin, entzürnt. Er mag es nicht, dass sich die jungen Dinger nackt ablichten lassen und findet dies so verwerflich, dass er es für richtig hält, sie der Reihe nach umzubringen.

Erst muss eine Frau am See dran glauben, dann eine Krankenschwester und ein Hippie-Mädchen in einem Landhaus und danach geht es Frauen an den Kragen, die ein Fotoshooting am See haben. Der Killer geht dabei akribisch nach einem Kalender vor, auf dem die Mädchen abgelichtet sind, der sich im ominösen Bachelor-Magazin befindet.

Als dann aber die Stewardess Vera an der Reihe ist, läuft es beim Killer nicht so wie er es sich gedacht hatte und sein Plan, die Welt von unmoralischen Menschen zu befreien, gerät in Gefahr…

Kritik

„Der Rasiermesser-Killer“ ist ein typischer Slasher, mit dem gewissen 70er Jahre Flair. Sicherlich erfindet der Film die Welt seines Subgenre nicht neu und die Auswahl der Opfer lässt schon ein wenig auf Sexploitation schließen, denn jede Frau die den Löffel abgibt ist zuvor so zu bestaunen, wie Gott sie schuf. Aber trotzdem ist er nett zu verfolgen, wenn man auch nicht mit den größten Ansprüchen an ihn rangehen sollte.

Die Story ist leicht gestrickt und wird erst dann etwas vertieft, als der Protagonist bereits einige Damen aus seinem Erotikkalender „gestrichen“ hat. Hier fällt komischerweise auf, dass er nur Mädels aus den rechten Seiten des Kalenderbuches abmurkst, aber das war aus kameratechnischer Sicht wohl besser und stört eigentlich auch nicht weiter. Als der Killer dann die Stewardess Vera umbringen möchte, wird die ganze Sache verzwickt und gar nicht so wie er es sich vorstellt.

Na ja… Nach einem Brüller klingt das nicht gerade und wie angemerkt, ist der Film das auch nicht. Das Geschehen zieht sich eher langatmig über die gesamte Spielzeit und einen Spannungsbogen gibt es nicht wirklich. Auch bei den Splattereinlagen wurde gespart, sodass der Titel doch reißerischer klingt als man das lieb haben möchte. Atmosphärisch ist stellenweisegut gearbeitet worden, da es hier und da eine dunkle Szene gibt die eine gewisse Horrorstimmung verbreitet. Als Darsteller fungierten unter anderem Andrew Prine und Jennifer Ashley, die in einigen Horror B-Produktionen mitgewirkt haben, es aber nie schafften richtig berühmt zu werden. Sie spielen alles in allem recht gut, aber nicht so gut, dass man sich ihre Namen unbedingt merken müsste.

Somit ist „Der Rasiermesser-Killer“ nicht nur ein lieblos gedrehter, freizügiger 0815 Slasher, sondern auch ein Film, den sich lediglich Sammler ins Regal stellen dürften. Er ist uncut, was auch wirklich nichts Besonderes ist, von Silwa und All Video auf den Markt geschmissen worden und inzwischen relativ selten geworden.

Bewertung

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Movie-Killer

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Informationen

OT:Fade To Black

ca.98 Minuten

USA 1980

Regie

  • Vernon Zimmerman
Darsteller

  • Dennis Christopher
  • Tim Thomerson
  • Gwynne Gilford
  • u.a.

Movie-Killer

Story

Eric Binford ist ein junger Mann, der zurückgezogen lebt und von seinen Mitmenschen eher belächelt als respektiert wird. Dies liegt zum einen daran das er ein etwas trottelhaftes Auftreten hat und zum anderen, weil er in jeder freien Minute Filme guckt und diese in fast jeder Situation zitiert.

Sein momentaner Job hat ihn seinem Hobby und Lebenswunsch zwar schon etwas näher bringen können, doch ganz zufrieden ist er als Filmrollenzusteller nicht. Viel lieber wäre er in seiner Heimatstadt, Los Angeles, in einer anderen Art und Weise für das Filmgeschäft tätig. Doch ein aktiver Einstieg in die Filmbranche will ihm nicht gelingen und so zieht sich sein biederes Leben durch den tristen Alltag.

Eines Tages lernt Eric eine hübsche junge Frau kennen, die seinem Idol Marilyn Monroe zum verwechseln ähnlich sieht. Er versucht natürlich die Gunst der blonden Schönheit zu gewinnen, dass will aber nicht so gelingen wie er sich das vorstellt. Zudem wird er von seiner Umwelt weiter getriezt, was bei ihm irgendwann die Sicherungen zum Durchbrennen bringt. Er ist dem gesellschaftlichen Druck nicht mehr gewachsen und flieht völlig in seine Gedanken, die sich natürlich nur mit dem Film beschäftigen. Eric macht nun eine große Veränderung durch und beginnt sich an seinen Peinigern zu rächen. Allerdings ist seine Rache speziell, da er die Menschen so umbringt, wie seine Filme es ihm vormachen…

Kritik

„Movie-Killer“ ist ein sehr unbekannter Horrorstreifen, der ungerechterweise fast völlig in der Versenkung verschwunden ist. Verwirrenderweise ist er in Deutschland bei zwei Labeln mit zwei verschiedenen Namen veröffentlicht worden, doch auch diese Splittung brachte dem Streifen vermarktungstechnisch rein gar nichts. Weder das Tape von Screen Time, dass unter dem oben genannten Namen erschienen ist, noch die Arcade Kassette, die unter dem Titel „Fade to Black – Die schönen Morde des Eric Binford“ veröffentlicht wurde, kam beim Publikum an, was wirklich sehr schade ist.

Denn man bekommt eine nette Geschichte geboten, die durchaus zu unterhalten weiß und Freunden der Filmzitate (nach dem Erfolg der Tarantinofilme gibt es da ja einige mehr von…) sicherlich gefallen wird. Es gibt viele Ausschnitte aus Hollywoodklassikern der 30er/40er Jahre, die gut in den Film integriert wurden und den Protagonisten sogar merklich beeinflussen. Eric Binford steht klar im Vordergrund des Geschehens und trotz dessen, dass der Schauspieler Dennis Christopher sehr unbekannt ist, wird die psychisch gestörte Rolle perfekt auf den Bildschirm gebracht. Man kann sich, trotz der widrigen Umstände, in den armen Jungen rein versetzten und leidet sogar mit, auch wenn sich seine Persönlichkeit im Laufe des Films nicht gerade zum Guten wendet.

Die Morde sind natürlich das Salz in der Suppe, auch wenn sie keinen hohen Unterhaltungswert für Splatterfans bieten. Auf eine detaillierte Gewaltdarstellung wurde verzichtet, was die staatliche Empfehlung für Erwachsene zwar etwas in Frage stellt, der Geschichte aber in keiner Weise schadet. Es ist sehr interessant zu verfolgen, wie der Protagonist in klassische Rollen wie „Dracula“ oder auch „Die Mumie“ schlüpft und mit seinen antrainierten Eigenschaften seine Plagegeister zur Strecke bringt.

Besonders interessant ist es zu verfolgen, wie Eric einen jungen Mann langsam aber sicher seinem Tod näher bringt. Es ist zwar filmisch gesehen nicht die beste und sicherlich auch nicht die interessanteste Szene, aber der junge Mann, der damals noch ein Nobody war, trägt keinen geringeren Namen als Mickey Rourke. Mickey begann 1979, also ein Jahr vor dem Einstehen von „Movie-Killer“ damit, sich für Nebenrollen in einigen Streifen herzugeben. Seinem Debütfilm „1941 – Wo, bitte, geht’s nach Hollywood?“ folgten 1980 einige weitere Rollen, die sicherlich nur Teilweise zu seinem Durchbruch in Hollywood beigetragen haben. In „Movie-Killer“ wird sein Name nur kurz im Vor- und Abspann erwähnt, auf die Poster und Videokassetten hat er es nicht geschafft und auch in vielen Filmdatenbanken wurde der tödliche Auftritt nicht berücksichtigt. Aber wie Filmfans sicherlich wissen, haben auch schon andere Berühmtheiten als Opfer in Horrorfilmen herhalten müssen und geschadet hat es ihnen im Nachhinein nicht.

Aber für das gute Gelingen des Streifens war nicht Rourke zuständig, sondern ein ordentliches Drehbuch, ein hochtalentierter Hauptdarsteller und eine solide Regie von Vernon Zimmerman, der leider nach diesem Film nicht mehr im Regiestuhl platz nahm, was sicherlich zu bedauern ist. „Movie-Killer“ ist ein wirklich guter Film, der über genügend Spannung verfügt und nur einige Schwächen in etwas langatmigen und atmosphärisch nur durchschnittlichen Szenen aufweist. Filmfans werden sicherlich ihre Freude haben.

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Ähnlicher Film:

Maniac Killer

0

Informationen

OT:Maniac Killer

ca.105 Minuten

Deutschland 1998

Regie

  • Jochen Taubert
Darsteller

  • Frank Reglinski
  • Andrea Kemper
  • Günther Könning
  • u.a.

Maniac Killer

Story

Mr. Miller ist ein Killer… und das als Cowboy im wilden Westen, um es genauer zu sagen in der Metropole Stadtlohn, die mitten in Nordrheinwestfalen liegt…

Mit Poncho und Cowboyhut geschmückt zieht er Tag für Tag durch die Stadt, um Leute zu belästigen und deren Autos zu klauen. Der Sheriff (der natürlich eine deutsche Polizeiuniform trägt) kann nicht wirklich etwas gegen den Banditen ausrichten, bis er eines Tages in den Besitz eines Stahlrohres gelangt, dass er als Panzerfaust benutzt.

Er schafft es, dem Killer-Miller das Rohr in den Bauch zu schieben um dann den Abzug zu betätigen. Mr. Miller stirbt allerdings nicht, sondern schleppt sich zu seinem Clan und lässt sich vom Arzt sagen, dass er nur noch wenige Stunden zu leben hat.

Dies findet er allerdings nicht so schlimm, da in der hiesigen Kirche ein mysteriöses Blut bewacht wird, dass einen Verletzten wieder heilen kann. Mr. Miller schickt nun natürlich seine Schergen los, um ihm den Zaubertrank zu besorgen.

Können sie es schaffen? Interessiert das überhaupt jemanden?

Kritik

Jochen Taubert: Ein Name, der Filmfans die Haare zu Berge stehen lässt. „Normale“ Filmfans werden sich wohl ohnehin nicht an die Werke des verstörten Meisters rantrauen, aber wer Trash-, Untergrund- und Amateurfilme mag, wird ohne Frage auf Herrn Taubert stoßen. Was man dann aber zu sehen bekommt, lässt einen seine Leidenschaft in Frage stellen.

In seinem Erstlingswerk präsentiert Jochen Taubert bereits in den ersten Minuten absoluten Quatsch, der weder trashig noch lustig ist und eigentlich keine Lust auf ein weiteres Betrachten macht. Die Story soll im wilden Westen spielen, hat aber mit Stadtlohn nicht gerade eine optimale Kulisse. Das einzige, was an die staubige Zeit der amerikanischen Geschichte erinnert, ist zum einen der Hut und zum anderen der Poncho des Protagonisten. Eine deutsche Kleinstadt, deutsche Autos, ein deutscher Polizist und sämtliche Sachen, mit denen wir als deutsche vertraut sind tragen nicht gerade zur Authentizität dieses Schundstreifens bei…

Aber Taubert meint es ja nicht bierernst, er hat offensichtlich versucht sich an dem guten alten Ed Wood zu orientieren. Das dies aber nicht gelungen ist, ist tragisch und stellt das Gezeigte unter ein besonderes Licht und es gibt wohl keinen Psychiater auf der Welt, der den Machern hier nicht einen Einweisungsschein ausstellen würde…

Schon alleine wegen der saublöden Gags hat der Film absolut keine Berechtigung, von einem Label wie Astro vertrieben zu werden. Es gibt haufenweise flache Schenkelklopfer und absolute Highlights der Dämlichkeit, wie zum Beispiel in der Szene, als der Killer verletzt wird. Der Polizist steckt ihm die Panzerfaust in den Bauch und drückt ab. Daraufhin meint der Killer das er Bachschmerzen habe, woraufhin der Polizist erwidert das es an der Panzerfaust liegen könnte. Witzig nicht?

Die Spezialeffekte befinden sich ebenfalls in einem Bereich, wo sich wirklich keiner angesprochen fühlen kann. Die Effekte sind einfach nur billig, lieblos hingeklatscht und in mehr als einer Szene doppelt verwendet worden… Aber man kann ja nicht auf alles achten und vielleicht haben die Macher auch damit gerechnet, dass es gar nicht auffällt, dass in einer Kettensägenszene die Maschine gar nicht an ist, das Blut andauernd in falsche Richtungen spritz, ein Zahnarztbohrer akustisch nicht im Frequenzbereich eines Handbohrers liegt und und und…

Aber es gibt auch durchaus positives zu vermelden! Ne, nicht die grottigen Schauspieler, auch nicht das Taubert es geschafft hätte eine Spannung oder Atmosphäre einzubauen und ein guter Unterhaltungswert scheidet völlig aus! Vielmehr gibt es ein, zwei nette Auto-Stunts (die allerdings nichts mit dem Film zu tun haben, sonst wäre es ja Unfälle mit Pferden…) und man muss feststellen, dass „Maniac Killer“ um einiges besser ist als der Taubert-Streifen „Ich piss´ auf Dein Kadaver“. Allerdings nur ein ganz kleines bisschen, was dem Streifen in seiner Bewertung aber nicht weiterhilft. „Ich piss´ auf Deinen Kadaver“ bekommt eine 0 von 10 und „Maniac Killer“ eine 0 von 9….

Finger weg von diesem Schundfilm, es sei den ihr sammelt Astro-Tapes…

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Killer Tongue

0

Informationen

OT:La Lengua asesina

ca.94 Minuten

GB, Spanien 1996

Regie

  • Alberto Sciamma
Darsteller

  • Mindy Clark
  • Robert Englund
  • Jason Durr
  • u.a.

Killer Tongue

Story

Die hübsche Candy ist eine Gangsterbraut und wartet auf ihrer Hazienda, die mitten in der Wüste liegt, darauf, dass ihr ehemaliger Komplize und Lover aus dem Gefängnis entlassen wird. Johnny wurde bei einen Raubüberfall, den die beiden mit zwei Komplizen durchgeführt haben, festgenommen und verweilt derzeit in einem Camp, dass von einem brutalen Aufseher bewacht wird.

Johnnys Zeit in der Gefangenschaft ist zwar fast abgelaufen, es kommt aber alles anderes, als zu erwarten war: Es kracht nämlich ein Asteroid in der Nähe von Candys Domizil ein und ein Teil des ausserirdischen Gesteinklumpens landet unbemerkt in Candys Suppe. Nachdem die hübsche Frau und ihre vier Pudel von der Suppe gekostet haben, geschieht etwas merkwürdiges. Candy verwandelt sich in einen, mit einem hautengen Lederanzug bedeckten, Vamp und verfügt zusätzlich über eine riesige Zunge, die scheinbar eine ausserirdische Lebensform ist. Ihre Pudel verwandeln sich auch und stehen plötzlich als vier tuntige Männer da…

Candy hat nun einen großen Appetit auf Menschen und ihre ehemaligen Pudel beschäftigen sich damit, Frischfleisch zu besorgen. Dies soll aber nicht das einzige Problem bleiben – Im Gegenteil: Von nun an überschlagen sich die Ereignisse förmlich und es gibt viele Wiedersehen, mit vielen Verwandten, die alle mit Cindys neuer Situation nicht zurechtkommen…

Kritik

„Killer Tongue“ ist wahrlich kein Meisterwerk der Filmgeschichte und kommt mit einer völlig überdrehten Story daher, die wohl nicht unbedingt jedermanns Geschmack treffen wird. Anfangs ist ja eigentlich noch alles okay und man kann dem Geschehen problemlos folgen, als Candy dann aber ihre neue Zunge hat und sich langsam an sie gewöhnt, wird es leicht undurchschaubar und wirr. Dies liegt vor allem daran, dass am Ende des Films alle Leute am selben Fleck auftauchen, die irgendwann mal im Film mitgespielt haben. Zwischenzeitlich gab es so etwas wie verschiedenen Handlungsstränge, die dann zusammengeführt werden. Dies ist allerdings so plump geschehen, dass es wirklich keinen Spaß macht und, wie gesagt, alles ein wenig wirr wird.

Der Film zielt zwar anscheinend darauf ab, Trash zu sein, so richtig einschätzen kann man das aber nicht. Es gibt zwar einige skurrile Einlagen, aber ob der Humor des Regisseurs beziehungsweise des Drehbuchautors beim Publikum ankommt, kann sicherlich in Frage gestellt werden. Die Szenen mit den Pudeln, die sich in schwule Jungs verwandeln sind ebenso albern wie einige Zungenspiele. Obwohl der Film zum Teil auf der britischen Insel gedreht wurde, wurde leider auf schwarzen Humor verzichtet. In einige Szenen kann man ihn sicherlich reininterpretieren, doch durchweg ist er sicher nicht vorhanden.

Auch spannungstechnisch lässt der Film zu wünschen übrig, da es eigentlich kaum mal zu Szenen kommt, in denen glaubhaften Actionsequenzen zu betrachten sind. Aber „Killer Tongue“ hat nicht nur Nachteile… Es gibt da auch das ein oder andere, dass den Film teilweise sehenswert macht. Vor allem weiß er optisch zu überzeugen und das zum einen durch die schöne Wüstenlandschaft und die dazugehörigen Gebäude. Im Vordergrund stehen aber die Schauspieler, die mit Robert Englund und Mindy Clark zwei Szenestars aufbieten. Schauspieltechnisch sind die dargebrachten Leistungen sicherlich nicht auszeichnungswürdig, Robert kommt aber glaubhaft als fieser Lageraufseher rüber und Mindy sieht in ihrem Kostüm einfach nur gut aus und erinnert ein wenig an ihren Auftritt in „Return Of The Living Dead 3“.

Splattertechnisch gibt es auch noch etwas zu betrachten, allerdings kommen diese Szenen erst gegen Ende des Films, wo man mitunter schon stark gelangweilt ist. Die recht harten Szenen entlohnen dann aber denjenigen, der es geschafft hat diesen nicht so guten Film bis zum Schluss anzugucken. Trotz der Splattereinlagen ist der Film auf Video (VPS) und DVD (Laser Paradise) uncut erschienen, was ihn letztendlich aber nicht rettet.

Die LP DVD bietet ausnahmsweise mal ein gutes Bild und einen passablen Ton. Extras gibt es auch und diesmal nicht nur die Standart Trailershows, es gibt sozusagen als extra Extras noch die Biografien der Protagonisten, die in Texttafeln nachgelesen werden können. Abschließend noch die DVD Daten:

Regionalcode: 2

Bildformat: Widescreen 2,35:1

Tonformat: Stereo

Sprache: Deutsch

Kapitelanzahl: 10

Special Features:

– Laserdiscshow

– Trailer: Armee der Finsternis, Braindead, Cannibal Ferox, Angel of the Night, Hellraiser 3, Dellamorte Dellamore, Day of the Dead, Kolobos

– Biografien (Anzahl der Seiten in Klammern): Robert Englund (6), Mindy Clarke (1), Jason Durr (1), Mapi Galán (2), Mabel Karr (2)

Bewertung

Splatter 3_5.gif
Spannung 2.gif
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Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 2_5.gif
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Ähnlicher Film: