Kunoichi – Lady Ninja

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Informationen

og_title OT: Kunoichi ninpô chô Yagyû gaiden: Edobana jigoku-hen
origin_date
  • Japan
  • 1998
duration ca. 74 Minuten
Regie Hitoshi Ozawa
Darsteller Yûko Moriyama Hitoshi Ozawa Momoka Saeki Kaoru Okawa
Bildformat
  • 1
  • 85:1
Tonformat Deutsch Dolby Digital 5.1 Japanisch Dolby Digital 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Japanisch
Untertitel Deutsch
Ländercode code_2.jpg
Freigabe fsk_16.gif
Kunoichi - Lady Ninja

Story

Auf Befehl des dunklen Fürsten Akinari überfallen sieben dämonische Krieger ein Nonnenkloster, töten die Bewohner und Brennen das heilige Haus nieder. Nur sieben Töchter des Clans überleben das Massaker. Sieben weibliche Ninjas, Meisterinnen des Schwertkampfs, ausgestattet mit tödlichen Tricks. Gemeinsam mit dem Samurai Jubei machen sie sich auf, dem Shogun und seinen Dämonen das Handwerk zu legen…

06_2007_Kunoichi_1_1.jpg06_2007_Kunoichi_1_2.jpg

Kritik

Frauen an den Herd das Schwert!

Bis Ende der 80er Jahre, konnte man(n) meinen, Ninja-Filme seien ausschließlich Männer-Filme. Mit wenigen Ausnahmen (z.B. den genialen Trash-Perlen "Geheimkommando D.E.A.T.H." oder "Das Frauenlager der Ninja") war es seinerzeit den Richard Harrisons, Sho Kosugis, Stuart Steens oder Paulo Tochas der Filmwelt überlassen, das Plastikschwert zu schwingen, Rauchbomben zu werfen und mit Stirnband und Schlafanzug durch den Wald zu hüpfen. Dann schlug Anfang der 90er Jahre endlich die Stunde der Kunoichi, der weiblichen Ninjas. Der Regisseur Masara Tsushima setzte gleich in einer ganzen Reihe von Ninja-Filmen Frauen als tapfere Kriegerinnen in Szene.Kunoichi – Lady Ninja ist nun Hitoshi Ozawas Beitrag zum fernöstlichen Furien-Fest. Rasant inszeniert, legt der Film weniger wert auf eine solide Story oder leicht nachvollziehbare Handlung. Hier regieren Action, schnelle Schnitte, abgedrehte Charaktere und Rockmusik. Die Heldinnen verfügen über Zauberkräfte, die den Tricks der Schurken in nichts nachstehen. Irgendwie kommt Kunoichi – Lady Ninja schon fast wie eine Art Real-Anime rüber. Die Story um die Ninja-Bräute, die sich gemeinsam mit ihrem Lehrmeister Jubei Yagyu auf den Kriegspfad gegen dämonische Schurken ist nicht gerade weltbewegend innovativ und dient eigentlich nur als Aufhänger für Schwertkämpfe, Wire-Fu-Einlagen und allerlei obskure Actionszenen.

Wenn ein Film allerdings versucht, in erster Linie von Action und Bildgewalt zu leben, dann sollte den Verantwortlichen für entsprechende Szenen auch das nötige Budget und Knowhow zur Verfügung stehen. Dies scheint offensichtlich beim Dreh von Kunoichi nicht der Fall gewesen zu sein. Die Spezial-Effekte der Actionsequenzen bewegen sich auf billigstem TV-Niveau und werden nur noch von den wirklich grausigen CGI-Animationen in negativer Hinsicht getoppt. Für eine Film-Produktion aus der Zeit der Jahrtausendwende ein ziemliches Armutszeugnis. Da lobt man sich doch eher die klassische Handarbeit alter Eastern oder Ninja-Filme aus den 70er oder 80er Jahren, die entweder perfekt (z.B. bei Regisseuren wie King Hu oder Chang Cheh) oder zumindest unterhaltsam dilettantisch (à la Godfrey Ho) war. Apropos klassisch: Die Figur des einäugigen Samurai Jubei Yagyu dürfte Eastern-Fans bekannt sein. Bereits Jahre zuvor trat Martial-Arts-Ikone Sonny Chiba u.a. in Fukasaku Kinjii’s "Samurai Reincarnation" (Makai tenshô) als energischer Krieger mit Augenklappe und Schwert gegen allerlei Dämonen und Schurken an. In Kunoichi – Lady Ninja übernimmt Regisseur Hitoshi Ozawa persönlich den Part des großen Samurai. Seine Darstellung wird jedoch durch den Auftritt der Ninja-Ladies in den Schatten gestellt, allen voran Yuko Moriyama. Die zierliche Action-Lady, die unter anderem zuvor in der "Zeiram"-Serie (1991-1993) ihre Frau stand macht als Anführerin der Kunoichi mit Minirock und rotem Haarband eine aufregende Figur. Schade, dass ihre Auftritte als Schwertkämpferin in dem Film ein bisschen zu kurz kommen. Sie ist leider keine zweite "Azumi".Ein zweiter "Azumi" ist dann auch der ganze Film nicht. Ihm fehlt trotz Blutfontänen, Action und schneller Schnitte einfach die Coolness und Bildgewalt von Ryûhei Kitamura’s Meisterwerk aus dem Jahre 2003. Ein weiteres Manko stellt zudem die teilweise wirklich ätzende Synchronisation dar. Die Schurken quietschen, kreischen und zischen, dass man sich Sorgen um sein Gehör machen muss. Bevor der Tinnitus einsetzen kann ist der Film nach 74 Minuten Spielzeit allerdings vorbei.Fazit: Ein Film wie ein Comic. Poppiges Action-Kino ohne Tiefgang. Sieben Ninja-Frauen unterhalten ganz gut, sind aber sicherlich nicht jedermanns Sache.

06_2007_Kunoichi_1_3.jpg

DVD

So minimal wie die Handlung und die Länge des Films, ist leider auch der Umfang der DVD-Extras. Die Silberscheibe bietet nichts außer den Standard-Funktionen, wie Menü und Kapitelauswahl. Immerhin gibt es den japanischen Originalton. Deutsche Untertitel sind optional einblendbar.

Bewertung

Splatter 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Story 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Spannung 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ekelfaktor 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Atmosphäre 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ton 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Bild 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Extras 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Gesamt 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif

Kunoichi – Lady Ninja

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Informationen

og_title OT: Kunoichi ninpô chô Yagyû gaiden: Edobana jigoku-hen
origin_date
  • Japan
  • 1998
duration ca. 74 Minuten
Regie Hitoshi Ozawa
Darsteller Yûko Moriyama Hitoshi Ozawa Momoka Saeki Kaoru Okawa
Bildformat
  • 1
  • 85:1
Tonformat Deutsch Dolby Digital 5.1 Japanisch Dolby Digital 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Japanisch
Untertitel Deutsch
Ländercode code_2.jpg
Freigabe fsk_16.gif
Kunoichi - Lady Ninja

Story

Auf Befehl des dunklen Fürsten Akinari überfallen sieben dämonische Krieger ein Nonnenkloster, töten die Bewohner und Brennen das heilige Haus nieder. Nur sieben Töchter des Clans überleben das Massaker. Sieben weibliche Ninjas, Meisterinnen des Schwertkampfs, ausgestattet mit tödlichen Tricks. Gemeinsam mit dem Samurai Jubei machen sie sich auf, dem Shogun und seinen Dämonen das Handwerk zu legen…

06_2007_Kunoichi_1_1.jpg06_2007_Kunoichi_1_2.jpg

Kritik

Frauen an den Herd das Schwert!

Bis Ende der 80er Jahre, konnte man(n) meinen, Ninja-Filme seien ausschließlich Männer-Filme. Mit wenigen Ausnahmen (z.B. den genialen Trash-Perlen "Geheimkommando D.E.A.T.H." oder "Das Frauenlager der Ninja") war es seinerzeit den Richard Harrisons, Sho Kosugis, Stuart Steens oder Paulo Tochas der Filmwelt überlassen, das Plastikschwert zu schwingen, Rauchbomben zu werfen und mit Stirnband und Schlafanzug durch den Wald zu hüpfen. Dann schlug Anfang der 90er Jahre endlich die Stunde der Kunoichi, der weiblichen Ninjas. Der Regisseur Masara Tsushima setzte gleich in einer ganzen Reihe von Ninja-Filmen Frauen als tapfere Kriegerinnen in Szene.Kunoichi – Lady Ninja ist nun Hitoshi Ozawas Beitrag zum fernöstlichen Furien-Fest. Rasant inszeniert, legt der Film weniger wert auf eine solide Story oder leicht nachvollziehbare Handlung. Hier regieren Action, schnelle Schnitte, abgedrehte Charaktere und Rockmusik. Die Heldinnen verfügen über Zauberkräfte, die den Tricks der Schurken in nichts nachstehen. Irgendwie kommt Kunoichi – Lady Ninja schon fast wie eine Art Real-Anime rüber. Die Story um die Ninja-Bräute, die sich gemeinsam mit ihrem Lehrmeister Jubei Yagyu auf den Kriegspfad gegen dämonische Schurken ist nicht gerade weltbewegend innovativ und dient eigentlich nur als Aufhänger für Schwertkämpfe, Wire-Fu-Einlagen und allerlei obskure Actionszenen.

Wenn ein Film allerdings versucht, in erster Linie von Action und Bildgewalt zu leben, dann sollte den Verantwortlichen für entsprechende Szenen auch das nötige Budget und Knowhow zur Verfügung stehen. Dies scheint offensichtlich beim Dreh von Kunoichi nicht der Fall gewesen zu sein. Die Spezial-Effekte der Actionsequenzen bewegen sich auf billigstem TV-Niveau und werden nur noch von den wirklich grausigen CGI-Animationen in negativer Hinsicht getoppt. Für eine Film-Produktion aus der Zeit der Jahrtausendwende ein ziemliches Armutszeugnis. Da lobt man sich doch eher die klassische Handarbeit alter Eastern oder Ninja-Filme aus den 70er oder 80er Jahren, die entweder perfekt (z.B. bei Regisseuren wie King Hu oder Chang Cheh) oder zumindest unterhaltsam dilettantisch (à la Godfrey Ho) war. Apropos klassisch: Die Figur des einäugigen Samurai Jubei Yagyu dürfte Eastern-Fans bekannt sein. Bereits Jahre zuvor trat Martial-Arts-Ikone Sonny Chiba u.a. in Fukasaku Kinjii’s "Samurai Reincarnation" (Makai tenshô) als energischer Krieger mit Augenklappe und Schwert gegen allerlei Dämonen und Schurken an. In Kunoichi – Lady Ninja übernimmt Regisseur Hitoshi Ozawa persönlich den Part des großen Samurai. Seine Darstellung wird jedoch durch den Auftritt der Ninja-Ladies in den Schatten gestellt, allen voran Yuko Moriyama. Die zierliche Action-Lady, die unter anderem zuvor in der "Zeiram"-Serie (1991-1993) ihre Frau stand macht als Anführerin der Kunoichi mit Minirock und rotem Haarband eine aufregende Figur. Schade, dass ihre Auftritte als Schwertkämpferin in dem Film ein bisschen zu kurz kommen. Sie ist leider keine zweite "Azumi".Ein zweiter "Azumi" ist dann auch der ganze Film nicht. Ihm fehlt trotz Blutfontänen, Action und schneller Schnitte einfach die Coolness und Bildgewalt von Ryûhei Kitamura’s Meisterwerk aus dem Jahre 2003. Ein weiteres Manko stellt zudem die teilweise wirklich ätzende Synchronisation dar. Die Schurken quietschen, kreischen und zischen, dass man sich Sorgen um sein Gehör machen muss. Bevor der Tinnitus einsetzen kann ist der Film nach 74 Minuten Spielzeit allerdings vorbei.Fazit: Ein Film wie ein Comic. Poppiges Action-Kino ohne Tiefgang. Sieben Ninja-Frauen unterhalten ganz gut, sind aber sicherlich nicht jedermanns Sache.

06_2007_Kunoichi_1_3.jpg

DVD

So minimal wie die Handlung und die Länge des Films, ist leider auch der Umfang der DVD-Extras. Die Silberscheibe bietet nichts außer den Standard-Funktionen, wie Menü und Kapitelauswahl. Immerhin gibt es den japanischen Originalton. Deutsche Untertitel sind optional einblendbar.

Bewertung

Splatter 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Story 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Spannung 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ekelfaktor 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Atmosphäre 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ton 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Bild 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Extras 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Gesamt 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif

Lady Blood

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Informationen

Drehland Frankreich
Drehjahr 2008
Laufzeit ca. 81 Minuten
Regie JJean-Marc Vincent
Darsteller Emmanuelle Escourrou Philippe Nahon Serge Riaboukine Shirley Bousquet u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Französisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 18
Lady Blood

Story

Vor einigen Jahren musste Yanka schlimme Sachen erleiden. Sie hatte sich mit einem Parasiten infiziert, der sie zum Töten von vielen Männern zwang. Sie konnte aber geheilt werden und hat es heute sogar bis zur Chefpolizistin in ihrem Bezirk gebracht.

Doch nun scheint sie ihre Vergangenheit einzuholen. Es werden übel zugerichtete Männerleichen gefunden, die wohl ein Killer auf dem Gewissen hat, welcher der „Kannibale“ genannt wird. Doch Yanka ahnt, dass die Mordfälle etwas mit den Geschehnissen aus ihrer Vergangenheit zu tun haben. Auch wenn dies etwas abstrus scheint…

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Kritik

Aus „Baby Blood“ ist nun „Lady Blood“ geworden. Bereits 1989 begann die Geschichte um den Parasiten, der aus seinem Schattendasein fliehen wollte. 19 Jahre später startet er nun den zweiten Versuch. Es gibt sicherlich nicht viele Leute, die „Baby Blood“ gesehen haben, da der Film nicht sonderlich gelungen ist. Und es gibt wohl noch weniger Leute, die sich auf eine Fortsetzung freuen. Da ist es schon etwas verwunderlich, warum sich Regisseur Jean-Marc Vincent, für sein Langfilm-Debüt, diesen Stoff ausgesucht hat. Wer bei „Lady Blood“ etwas besser durchblicken möchte, sollte den Vorgänger-Film gesehen haben. Um diejenigen, die das nicht haben, aber zu trösten: Auch das Betrachten beider Filme führt nicht zwingend zum vollkommenen Verständnis.

Denn was einem hier geboten wird, ist alles andere als eine gradlinige Storyline. Man wird erst ein wenig in das Leben der Yanka eingeführt. Alles ist gut: Sie hat einen guten Job eine süße Tochter und auch sonst scheint alles in Ordnung. Bis plötzlich die Morde beginnen. Dann wird es vom Erzähltempo her zwar etwas zügiger, die Verwirrung nimmt aber auch zu. Szene reiht sich an Szene. Mal ist man im Puff um irgendwelche Sachen zu machen, dann geht es leicht religiös in einer Kirche zu, dann befinden sich die Protagonisten wiederum auf der Straße. Alles natürlich ohne einen erkennbaren Zusammenhang.

Das macht einem das Gucken natürlich nicht leicht, auch wenn es im Gegensatz zum Vorgänger schon recht professionell zur Sache geht. „Baby Blood“ war ein Low-Budget Streifen, dem man das jede Minute angesehen hat. „Lady Blood“ ist da technisch einige Klassen besser. Die Kamera ist professioneller, der Cast um die immer noch unnatürlich agierende Hauptdarstellerin Emmanuelle Escourrou ist viel besser geworden, die Musik ist ganz okay, der Schnitt ordentlich und bei den Spezialeffekten hat man auch eine Schippe drauf gelegt.

Allerdings ohne das „Lady Blood“ jetzt ein bluttriefender Film ist. Es gibt zwar einige nette Effekte, besonders zwei mit einer Flex, so richtig brutal kommt das Geschehen aber nicht rüber. Zudem erhofft man sich mehr, was den Parasiten betrifft. Aber zumindest ist dessen Stimme in „Lady Blood“ angenehmer geworden.

Trotzdem ist die Betrachtung des Films nicht gerade angenehm. Vielleicht etwas angenehmer als beim Original, da der Film professioneller gemacht wurde und wenigstens nicht so eintönig ist. Aber er kommt auch mit einer Story daher, die nicht leicht verdaubar ist. Es gibt auch eine trashige Note, da der Film aber durch und durch ernst angelegt ist, kommt diese nicht positiv zur Geltung. Viel bleibt unterm Strich also nicht übrig, weswegen man diesen Film empfehlen sollte. Vielleicht weil er etwas anders ist als andere Streifen? Zumindest sollten ihn diejenigen gucken, die sich vor Jahren schon „Baby Blood“ zu Gemüte geführt haben. Gerade schon um zu sehen, wie sich die zeigefreudige Emmanuelle Escourrou so in den letzten 19 Jahren gemacht hat…

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DVD

Das Bild der DVD aus dem Hause Mr.Banker/Sunfilm geht in Ordnung. Es ist nicht das schärfste und klarste, für solch eine Produktion aber durchaus angemessen. Für den Ton, der in deutsch als DD5.1 Tonspur hinterlegt ist, gilt ähnliches. Unter „Extras“ findet man den Trailer zum Film, man bekommt ein paar Storyboards zu Gesicht (ca. 3 Minuten) und es gibt auch noch eine Slideshow. Quasi eine Bildergalerie von etwas mehr als fünf Minuten zu sehen. Viel ist das natürlich nicht.

Bewertung

Splatter 2010_3.gif
Spannung 2010_2_5.gif
Story 2010_2_5.gif
Ekelfaktor 2010_3.gif
Atmosphäre 2010_3.gif
Tonqualität 2010_5.gif
Bildqualität 2010_5.gif
Zusatzmaterial 2010_2_5.gif
Gesamteindruck 2010_2_5.gif

Ähnlicher Film:

Kunoichi – Lady Ninja 2

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Informationen

og_title OT: Kunoichi ninpô chô Yagyû gaiden: Aizu yuki jigoku hen
origin_date
  • Japan
  • 1998
duration ca. 74 Minuten
Regie Hitoshi Ozawa
Darsteller Yûko Moriyama Hitoshi Ozawa Momoka Saeki Kazuki Takeda
Bildformat
  • 1
  • 85:1
Tonformat Deutsch Dolby Digital 5.1 Japanisch Dolby Digital 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Japanisch
Untertitel Deutsch
Ländercode code_2.jpg
Freigabe fsk_16.gif
Kunoichi - Lady Ninja 2

Story

Der Kampf der weiblichen Ninjas und ihrem männlichen Gefährten Jubei geht in die nächste Runde. Noch sind nicht alle Feinde besiegt, und das Böse rüstet selbst zur finalen Schlacht. Mit Intrigen und Fallen rücken die Schergen des Shogun den tapferen Kriegerinnen zu Leibe. Doch mit ihren Ninja-Kräften wissen sich die Kriegerinnen im Kampf für das Gute zu behaupten…

06_2007_Kunoichi_2_1.jpg06_2007_Kunoichi_2_2.jpg

Kritik

Kunoichi macht da weiter, wo Teil 1 endete. Nach einer kurzen Einführung in das bisher Geschehene, geht es auf ins Getümmel.Viel Neues gibt es von der Ninja-Front nicht zu berichten. Die Damen der Zunft geben auch hier wieder ein schönes Bild ab, wirbeln durch die Luft und bohren ihre Schwerter in die Gegner. Blutfontänen, Wire-Fu-Einlagen, Rockmusik inklusive. Die Schurken sind auch weiterhin ziemlich schräg drauf und verfügen über unterschiedliche Kampftechniken und Stärken. Glücklicher Weise ist die Synchronisation nicht mehr so ganz nervtötend wie in Teil eins. Wahrscheinlich hat im Eifer des Gefechts ein Tontechniker die Höhen ein wenig heruntergedreht und so die Stimmen auf Normal-Level gepolt. Das Gequietsche oder Gezische der Schurken hält sich wohltuend in Grenzen.Leider bewegen sich dafür die Special- Effects auch im Sequel auf sehr bescheidenem TV-Niveau. Als Ausgleich sind die Ninja-Ladies nun mit weiteren atemberaubenden Zauberkräften ausgerüstet. War es im ersten Teil noch der Brustwarzen-Blitz, mit dem die Kriegerinnen für Furore und Zerstörung sorgten, so wird hier noch tiefer in die Trickkiste geballter Frauenpower gegriffen. Diesmal können die Ladies nicht nur vom Tode auferstehen oder Laserschwerter aus dem Nichts herbeizaubern. Die Zauberkraft der Ninja-Ladies verlagert sich dabei sogar unter die Gürtellinie: Die Beine gespreizt saugen sie Energieblitze auf, um sie aus ihrem Mund wieder zurück zu speien. Das "Tal-Echo" aus der Ledengegend der Damen schallt den Schurken dann nicht nur um die Ohren, sondern zerfetzt sich gleich. Zugegeben, ein ziemlich interessanter und abgedrehter Einfall von Regisseur Ozawa (der auch hier wieder den Samurai Jubei Yagyu spielt). Man dürfte gespannt sein, welche Körperteile und -öffnungen im Falle eines dritten Teils für Zaubertricks herhalten müssen…Allerdings kranken auch im zweiten Teil die ganzen Actionszenen und Spezialeffekte an der mangelhaften, um nicht zu sagen billigen Umsetzung. Die CGI-Effekte wirken wie aus dem RTL-Vorprogramm von 1985 und bei den Wire-Fu-Szenen hat man die Schauspieler offensichtlich vor einer Bluescreen durch die Luft segeln lassen. Wirklich enervierend ist allerdings, dass die Ninjas ihre Tricks vor der Ausführung immer ankündigen. In bester "Go, Go, Gadgetto go!" -Inspektor Gadget-Manier heißt es da "Ninja-Technik: Tal Echo", "Ninja-Technik: Augen raus", "Ninja-Technik: Wirbelwind" und dergleichen. Da mag so mancher Zuschauer schnell die "Ninja-Technik: Vorspultaste" bemühen. Generell gilt für Kunoichi 2 dasselbe wie für seinen Vorgänger. Wie schon beim ersten Teil setzt Regisseur Ozawa den Schwerpunkt auf Action und Optik und versucht dadurch mangelnde Dramatik und eine leicht konfuse Story auszugleichen. Dies gelingt zwar nicht immer und macht den Film für Normalseher nicht gerade interessanter. Eastern- und Ninja-Fans, die einem flotten Film ohne Tiefgang nicht abgeneigt sind, sollten durchaus mal einen Blick riskieren.

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DVD

Duplizität der Ereignisse: Wie schon bei Teil 1 glänzen auch hier die DVD-Extras mit Abwesenheit. Soll heißen: Standardfunktionen wie Menü und Kapitelauswahl, sonst Nichts. Zu Gute halten muss man AFN, dass sie auch hier wieder den japanischen Originalton und deutsche Untertitel mitliefern.

Bewertung

Splatter 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Story 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Spannung 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ekelfaktor 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Atmosphäre 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ton 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif
Bild 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Extras 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Gesamt 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif

Ähnlicher Film:

Kunoichi – Lady Ninja

0

Informationen

OT:Kunoichi ninpô chôYagyû gaiden: Edobana jigoku-hen

ca.74 Minuten

Japan 1998

Regie

  • Hitoshi Ozawa
Darsteller

  • Yûko Moriyama
  • Hitoshi Ozawa
  • Momoka Saeki
  • Kaoru Okawa
  • u.a.

Kunoichi - Lady Ninja

Story

Auf Befehl des dunklen Fürsten Akinari überfallen sieben dämonische Krieger ein Nonnenkloster überfallen, töten die Bewohner und Brennen das heilige Haus nieder. Nur sieben Töchter des Clans überleben das Massaker. Sieben weibliche Ninjas, Meisterinnen des Schwertkampfs, ausgestattet mit tödlichen Tricks. Gemeinsam mit dem Samurai Jubei machen sie sich auf, dem Shogun und seinen Dämonen das Handwerk zu legen…

Kritik

Frauen an den Herd das Schwert!

Bis Ende der 80er Jahre, konnte man(n) meinen, Ninja-Filme seien ausschließlich Männer-Filme. Mit wenigen Ausnahmen (z.B. den genialen Trash-Perlen "Geheimkommando D.E.A.T.H." oder "Das Frauenlager der Ninja") war es seinerzeit den Richard Harrisons, Sho Kosugis, Stuart Steens oder Paulo Tochas der Filmwelt überlassen, das Plastikschwert zu schwingen, Rauchbomben zu werfen und mit Stirnband und Schlafanzug durch den Wald zu hüpfen.

Dann schlug Anfang der 90er Jahre endlich die Stunde der Kunoichi, der weiblichen Ninjas. Der Regisseur MasaraTsushima setzte gleich in einer ganzen Reihe von Ninja-Filmen Frauen als tapfere Kriegerinnen in Szene.

Kunoichi – Lady Ninja ist nun Hitoshi Ozawas Beitrag zum fernöstlichen Furien-Fest.

Rasant inszeniert, legt der Film weniger wert auf eine solide Story oder leicht nachvollziehbare Handlung. Hier regieren Action, schnelle Schnitte, abgedrehte Charaktere und Rockmusik. Die Heldinnen verfügen über Zauberkräfte, die den Tricks der Schurken in nichts nachstehen. Irgendwie kommt Kunoichi – Lady Ninja schon fast wie eine Art Real-Anime rüber.

Die Story um die Ninja-Bräute, die sich gemeinsam mit ihrem Lehrmeister Jubei Yagyu auf den Kriegspfad gegen dämonische Schurken ist nicht gerade weltbewegend innovativ und dient eigentlich nur als Aufhänger für Schwertkämpfe, Wire-Fu-Einlagen und allerlei obskure Actionszenen.

Wenn ein Film allerdings versucht, in erster Linie von Action und Bildgewalt zu leben, dann sollte den Verantwortlichen für entsprechende Szenen auch das nötige Budget und Knowhow zur Verfügung stehen. Dies scheint offensichtlich beim Dreh von Kunoichi nicht der Fall gewesen zu sein. Die Spezial-Effekte der Actionsequenzen bewegen sich auf billigstem TV-Niveau und werden nur noch von den wirklich grausigen CGI-Animationen in negativer Hinsicht getoppt. Für eine Film-Produktion aus der Zeit der Jahrtausendwende ein ziemliches Armutszeugnis. Da lobt man sich doch eher die klassische Handarbeit alter Eastern oder Ninja-Filme aus den 70er oder 80er Jahren, die entweder perfekt (z.B. bei Regisseuren wie King Hu oder Chang Cheh) oder zumindest unterhaltsam dilettantisch (à la Godfrey Ho) war.

Apropos klassisch: Die Figur des einäugigen Samurai Jubei Yagyu dürfte Eastern-Fans bekannt sein. Bereits Jahre zuvor trat Martial-Arts-Ikone Sonny Chiba u.a. in Fukasaku Kinjii’s "Samurai Reincarnation" (Makai tenshô) als energischer Krieger mit Augenklappe und Schwert gegen allerlei Dämonen und Schurken an. In Kunoichi – Lady Ninja übernimmt Regisseur Hitoshi Ozawa persönlich den Part des großen Samurai. Seine Darstellung wird jedoch durch den Auftritt der Ninja-Ladies in den Schatten gestellt, allen voran Yuko Moriyama. Die zierliche Action-Lady, die unter anderem zuvor in der "Zeiram"-Serie (1991-1993) ihre Frau stand macht als Anführerin der Kunoichi mit Minirock und rotem Haarband eine aufregende Figur.

Schade, dass ihre Auftritte als Schwertkämpferin in dem Film ein bisschen zu kurz kommen. Sie ist leider keine zweite "Azumi".

Ein zweiter "Azumi" ist dann auch der ganze Film nicht. Ihm fehlt trotz Blutfontänen, Action und schneller Schnitte einfach die Coolness und Bildgewalt von Ryûhei Kitamura’s Meisterwerk aus dem Jahre 2003.

Ein weiteres Manko stellt zudem die teilweise wirklich ätzende Synchronisation dar. Die Schurken quietschen, kreischen und zischen, dass man sich Sorgen um sein Gehör machen muss.

Bevor der Tinnitus einsetzen kann ist der Film nach 74 Minuten Spielzeit allerdings vorbei.

Fazit: Ein Film wie ein Comic. Poppiges Action-Kino ohne Tiefgang. Sieben Ninja-Frauen unterhalten ganz gut, sind aber sicherlich nicht jedermanns Sache.

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 2.gif
Story 2_5.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 3_5.gif
Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

  • Kunoichi 2

Kunoichi – Lady Ninja

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Informationen

og_title OT: Kunoichi ninpô chô Yagyû gaiden: Edobana jigoku-hen
origin_date
  • Japan
  • 1998
duration ca. 74 Minuten
Regie Hitoshi Ozawa
Darsteller Yûko Moriyama Hitoshi Ozawa Momoka Saeki Kaoru Okawa
Bildformat
  • 1
  • 85:1
Tonformat Deutsch Dolby Digital 5.1 Japanisch Dolby Digital 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Japanisch
Untertitel Deutsch
Ländercode code_2.jpg
Freigabe fsk_16.gif
Kunoichi - Lady Ninja

Story

Auf Befehl des dunklen Fürsten Akinari überfallen sieben dämonische Krieger ein Nonnenkloster, töten die Bewohner und Brennen das heilige Haus nieder. Nur sieben Töchter des Clans überleben das Massaker. Sieben weibliche Ninjas, Meisterinnen des Schwertkampfs, ausgestattet mit tödlichen Tricks. Gemeinsam mit dem Samurai Jubei machen sie sich auf, dem Shogun und seinen Dämonen das Handwerk zu legen…

06_2007_Kunoichi_1_1.jpg06_2007_Kunoichi_1_2.jpg

Kritik

Frauen an den Herd das Schwert!

Bis Ende der 80er Jahre, konnte man(n) meinen, Ninja-Filme seien ausschließlich Männer-Filme. Mit wenigen Ausnahmen (z.B. den genialen Trash-Perlen "Geheimkommando D.E.A.T.H." oder "Das Frauenlager der Ninja") war es seinerzeit den Richard Harrisons, Sho Kosugis, Stuart Steens oder Paulo Tochas der Filmwelt überlassen, das Plastikschwert zu schwingen, Rauchbomben zu werfen und mit Stirnband und Schlafanzug durch den Wald zu hüpfen. Dann schlug Anfang der 90er Jahre endlich die Stunde der Kunoichi, der weiblichen Ninjas. Der Regisseur Masara Tsushima setzte gleich in einer ganzen Reihe von Ninja-Filmen Frauen als tapfere Kriegerinnen in Szene.Kunoichi – Lady Ninja ist nun Hitoshi Ozawas Beitrag zum fernöstlichen Furien-Fest. Rasant inszeniert, legt der Film weniger wert auf eine solide Story oder leicht nachvollziehbare Handlung. Hier regieren Action, schnelle Schnitte, abgedrehte Charaktere und Rockmusik. Die Heldinnen verfügen über Zauberkräfte, die den Tricks der Schurken in nichts nachstehen. Irgendwie kommt Kunoichi – Lady Ninja schon fast wie eine Art Real-Anime rüber. Die Story um die Ninja-Bräute, die sich gemeinsam mit ihrem Lehrmeister Jubei Yagyu auf den Kriegspfad gegen dämonische Schurken ist nicht gerade weltbewegend innovativ und dient eigentlich nur als Aufhänger für Schwertkämpfe, Wire-Fu-Einlagen und allerlei obskure Actionszenen.

Wenn ein Film allerdings versucht, in erster Linie von Action und Bildgewalt zu leben, dann sollte den Verantwortlichen für entsprechende Szenen auch das nötige Budget und Knowhow zur Verfügung stehen. Dies scheint offensichtlich beim Dreh von Kunoichi nicht der Fall gewesen zu sein. Die Spezial-Effekte der Actionsequenzen bewegen sich auf billigstem TV-Niveau und werden nur noch von den wirklich grausigen CGI-Animationen in negativer Hinsicht getoppt. Für eine Film-Produktion aus der Zeit der Jahrtausendwende ein ziemliches Armutszeugnis. Da lobt man sich doch eher die klassische Handarbeit alter Eastern oder Ninja-Filme aus den 70er oder 80er Jahren, die entweder perfekt (z.B. bei Regisseuren wie King Hu oder Chang Cheh) oder zumindest unterhaltsam dilettantisch (à la Godfrey Ho) war. Apropos klassisch: Die Figur des einäugigen Samurai Jubei Yagyu dürfte Eastern-Fans bekannt sein. Bereits Jahre zuvor trat Martial-Arts-Ikone Sonny Chiba u.a. in Fukasaku Kinjii’s "Samurai Reincarnation" (Makai tenshô) als energischer Krieger mit Augenklappe und Schwert gegen allerlei Dämonen und Schurken an. In Kunoichi – Lady Ninja übernimmt Regisseur Hitoshi Ozawa persönlich den Part des großen Samurai. Seine Darstellung wird jedoch durch den Auftritt der Ninja-Ladies in den Schatten gestellt, allen voran Yuko Moriyama. Die zierliche Action-Lady, die unter anderem zuvor in der "Zeiram"-Serie (1991-1993) ihre Frau stand macht als Anführerin der Kunoichi mit Minirock und rotem Haarband eine aufregende Figur. Schade, dass ihre Auftritte als Schwertkämpferin in dem Film ein bisschen zu kurz kommen. Sie ist leider keine zweite "Azumi".Ein zweiter "Azumi" ist dann auch der ganze Film nicht. Ihm fehlt trotz Blutfontänen, Action und schneller Schnitte einfach die Coolness und Bildgewalt von Ryûhei Kitamura’s Meisterwerk aus dem Jahre 2003. Ein weiteres Manko stellt zudem die teilweise wirklich ätzende Synchronisation dar. Die Schurken quietschen, kreischen und zischen, dass man sich Sorgen um sein Gehör machen muss. Bevor der Tinnitus einsetzen kann ist der Film nach 74 Minuten Spielzeit allerdings vorbei.Fazit: Ein Film wie ein Comic. Poppiges Action-Kino ohne Tiefgang. Sieben Ninja-Frauen unterhalten ganz gut, sind aber sicherlich nicht jedermanns Sache.

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DVD

So minimal wie die Handlung und die Länge des Films, ist leider auch der Umfang der DVD-Extras. Die Silberscheibe bietet nichts außer den Standard-Funktionen, wie Menü und Kapitelauswahl. Immerhin gibt es den japanischen Originalton. Deutsche Untertitel sind optional einblendbar.

Bewertung

Splatter 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Story 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Spannung 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ekelfaktor 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Atmosphäre 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ton 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Bild 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif
Extras 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Gesamt 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif