Autumn Of The Living Dead

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Informationen

Drehland Kanada
Drehjahr 2009
Laufzeit ca. 105 Minuten
Regie Steven Rumbelow
Darsteller Dexter Fletcher Dickon Tolson Lana Kamenov David Carradine u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 16
Autumn Of The Living Dead

Story

Ohne Vorwarnung rafft ein tödliches Virus große Teile der Bevölkerung dahin. Der Tod kommt schnell und schmerzhaft, ist aber nicht das Ende für den Infizierten. Er muss als verrottender Untoter weiter durch die Welt ziehen. Michael, Emma und Carl sind unter den wenigen Überlebenden und versuchen vor den Untoten-Horden zu flüchten. Die Zweckgemeinschaft zieht sich in eine abgelegene Hütte zurück. Dort merken sie mit der Zeit, dass die Toten sich offenbar weiterentwickeln. Je länger sie tot sind, desto lebendiger werden sie…

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Kritik

Der kanadische Filmbeitrag „Autumn Of The Living Dead“ läutet eine neue Ära ein. Eine, wo Zombies keine Zombies mehr sind. Die Billigproduktion wartet zwar mit einem Titel (zumindest in Deutschland) auf, der auf einen Romero-Verschnitt hoffen lässt, die Hoffnung wird beim Gucken aber recht fix im Keim erstickt. Das große Problem des Films ist, dass von den Zombies so gut wie keine Gefahr ausgeht. Was natürlich blöd ist. Die Überlebenden haben kein Problem damit, mal durch eine Zombie-Ansammlung zu gehen. Es reicht, die faulenden Kollegen einfach zur Seite zu schubsen. Dies hat natürlich zur Folge, dass weder die Lebenden noch die Toten ernsthaft angegriffen werden müssen und der Zombie-Fan somit um alles das beraubt wird, warum er das Subgenre mag.

Kein Gore, kein Splatter, keine Kopfschüsse, keine abgerissenen Körperteile, keine Gedärme…. Diese Liste könnte man um all das vervollständigen, was man in einschlägigen Filmen bereits zu Gesicht bekommen hat. Somit kann „Autumn Of The Living Dead“ durchaus von sich behaupten, anders zu sein. Vielleicht will der Streifen auch gar kein Zombiefilm sein, da die Nennung „Zombie“ im Film auch gar nicht vorkommt. Vielmehr versucht er sich, die zwischenmenschlichen Beziehungen unserer Gruppe zu durchleuchten. Die ist leider durchaus einschläfernd, da nichts interessantes passieren will. Dies liegt sicherlich auch am Plot, der ebenso aussagelose ist. Die Seuche kommt, die Gruppe flieht. Vielmehr passiert nicht. Zwischendrin gibt es noch einen kleinen Abstecher, wo Mr. Kung-Fu alias David Carradine („Frankensteins Todes-Rennen“, „Kill Bill: Vol. 1“ u.v.a.) mitspielt. Diese Szene lockert das Geschehen zwar etwas auf, reist aber natürlich auch nichts mehr raus.

Noch problematischer wird es allerdings bei der Inszenierung. Hierfür könnte Prinz Valium verantwortlich gewesen sein. Klar: Der Film entstammt einen Buchvorlage und kommt dieser nahe. Aber dennoch muss man sich für das guckende Publikum etwas überlegen, damit es nicht in den Fernsehsesseln einschläft. Möglicherweise ist die Charakterdarstellung im Buch interessanter und die Dialoge besser zu verfolgen. Auf dem Bildschirm kann das aber niemanden vom Hocker hauen.

Auch in Sachen Spannung und Atmosphäre kann man nicht viel berichten. Für einen Endzeit-Film ist die Atmosphäre nicht dicht und nicht verstörerisch genug. Es werden zwar ein paar nette, kalte Bilder eingefangen, für einen guten Gesamteindruck ist das aber viel zu wenig. Zudem sind die Kulissen nicht überzeugend. In anderen Filmen mit ähnlicher Thematik hat man da schon viel bessere Sachen gesehen. Ganz nett anzusehen sind allerdings die Masken der verrottenden Virusverseuchten.

Die ausgelöste Apokalypse löst keine Überlebensangst aus. Vielmehr wird der Verlust der Lebenden betrauert. Denn das die Protagonisten überleben scheint sicher. Die umherlaufenden Toten werden nämlich nicht durch ihre Fleischeslust angetrieben, sondern nur durch laute Geräusche. Warum auch immer. Von Momenten der spannenden Art bleibt man somit verschont. Was die Haltekraft der Augenlider nicht wirklich unterstützt.

Die unbekannte, aber recht solide agierende Schauspielcrew sorgt auch für keine Aufreger. David Carradines Auftritt kann, wie bereits erwähnt, zwar für etwas Abwechslung sorgen, die dann aber auch schnell wieder in der Ereignislosigkeit auflöst.

Dem geneigten Betrachter sollte klar sein, dass die Verfilmung von „Herbst“ alles andere ist als ein Zombie-Film in bekannter Manier. Diese Untoten schonen ihr Gebiss und haben nur Bock auf laute Geräusche. Das ist zwar durchaus mal etwas anderes, da die Inszenierung aber auch nicht zu gefallen weiß und Spannung sowie Atmosphäre zu wenig ausgeprägt sind, ist „Autumn Of The Living Dead“ ein Film, den man eventuell doch lieber im DVD-Regal stehen lassen sollte. Zumal er mit 105 Minuten auch recht lang geworden ist. Es sei denn, man fand das Buch zum Film gut und möchte sich ein Bild von der Verfilmung machen.

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DVD

Die DVD von Savoy (im Vertrieb von Sunfilm) lässt im DVD-Menü, dank der apokalyptischen Musikeinlage, noch auf einen zünftigen Zombie-Reisser hoffen. Die Extras sind spärlich. Lediglich acht Trailer wurden als Zusatz auf die Scheibe gepresst. Bild und Ton sind gut. Da gibt es für eine Low-Budget-Produktion absolut nichts zu meckern.

Bewertung

Splatter 2009_1_5.gif
Spannung 2009_2.gif
Story 2009_2.gif
Ekelfaktor 2009_2.gif
Atmosphäre 2009_2.gif
Tonqualität 2009_5.gif
Bildqualität 2009_5.gif
Zusatzmaterial 2009_2.gif
Gesamteindruck 2009_2.gif

Space Of The Living Dead

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Informationen

OT:Plaguers

ca.82 Minuten

USA 2008

Regie

  • Brad Sykes
Darsteller

  • Steve Railsback
  • Alexis Zibolis
  • Bobby James
  • Noelle Perris
  • u.a.

Space Of The Living Dead

Story

Logbucheintrag Nummer 1, Sternzeit 2241 nach Christus: Das Raumschiff Pandora empfängt einen Notruf und beschließt, diesem zu folgen. Dort angekommen rettet die Crew der Pandora 4 sexy Weltraumschlampen in heißen Minirockuniformen, die sich im Nachhinein als Piratinnen entpuppen. Was die Mädels auch noch mitbringen, ist ein Virus, der alle Menschen, mit denen er in Kontakt kommt, in zombieartige Wesen verwandelt. Wie kann man dieses Virus nur aufhalten?

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Kritik

Zombies im Weltall. So sieht’s aus, machen wir uns nichts vor. Das ist die grausame Realität. Grausam allerdings nur, weil es an der Umsetzung des Drehbuches hapert. Überwiegend schlechte Schauspieler, die, kombiniert mit ihrer deutschen Stimme, dem Film alle Spannung rauben. Eine schlechte Story, die einem jeden Spaß nehmen kann. Als einzig bekanntes Gesicht ist Steve Railsback, in der Rolle des Tarver, zu sehen. Railsback gab schon Charles Manson in dem 1976 gedrehten „Helter Skelter“ wieder. Ebenfalls war er im Kultfilm „Insel der Verdammten“ zu sehen. „Lifeforce – Die tödliche Bedrohung“, „Ed Gein: The Wisconsin Serial Killer“ oder „TDR – The Devil’s Rejects“ sind einige, weitere Stationen seines schauspielerischen Schaffens. In „Space Of The Living Dead“ hält er sich allerdings dezent mit seinem Können zurück. Immerhin gibt’s hübsche Frauen, die allerdings auch nicht schauspielern können, aber wenigstens was fürs Auge sind. Was fürs Auge sind außerdem die Zombies, die schon fast zu schön für diesen Film sind. Da allerdings die Story viel zu knapp ist, verlieren auch diese hübschen hirnfressenden Untoten an Charme. Von einem Regisseur wie Brad Sykes, der schon bei so vielen Filmen Regie führte (Mutation, Camp Blood, Goth, Death Factory) sollte man eigentlich mehr erwarten. Wenn man ihn allerdings näher kennt, weiß man, dass er meist doch mehr Trash produziert als ein siebenköpfiger Haushalt, ab und zu aber ein nahezu gutes Werk dabei rumkommt, mehr halt nicht. Filme, in denen einer nach dem anderen abgeschlachtet wird, sind ja für weilen eigentlich ein probates Mittel. Es stellt sich stets die Frage, wer der nächste sein mag, dem auf liebenswürdige Weise das Hirn ausgelutscht wird. Allerdings sollte man sich dann nicht nur auf die furchterregenden Zombies verlassen, sondern auch die Story ausbauen. Von daher geht die Spannung hier stellenweise gegen Null. Aber vielleicht war man ja von „Alien“ inspiriert und ist zu der Erkenntnis gekommen, dass nur Zombies noch cooler sind als schleimige Außerirdische. Dann allerdings sollte man auch was Schönes auf den Flimmerschirm schicken. Auch noch zu erwähnen ist die pornöse Pornosynchronisation in unserer Deutschen Muttersprache, die einem beim Schauen den letzten Nerv raubt. Wer allerdings auf Trashiges steht, dem sei dieses „Werk“ nur empfohlen.

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Bewertung

Splatter 3.gif
Spannung 1.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 3.gif
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Ähnlicher Film:

Revenge Of The Living Dead

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Informationen

OT:La Revanche des mortes vivantes

ca.78 Minuten

Frankreich 1987

Regie

  • Christopher Ried
Darsteller

  • Veronique Catanzaro
  • Kathryn Charly
  • Sylvie Novak
  • u.a.

Revenge Of The Living Dead

Story

Viele Menschen arbeiten bei dem einzigen Industriebetrieb ihres kleinen Örtchens, einer Chemiefabrik, da sie keine große Auswahlmöglichkeit haben. Die Fabrik hat schon seit einiger Zeit Probleme mit anonymen Erpressern, die Geld erpressen wollen, worauf die Firmenführung aber nicht eingeht. Die Unbekannten drohen immer wieder, etwas schreckliches zu unternehmen, die Chefetage bleibt aber hart und erachtet diesen Fall als nicht sonderlich bedrohlich.

Eines Tages kommt es dann zu den angedrohten Maßnahmen, der Erpresser, was zur Folge hat, dass drei junge Frauen vergiftet werden. Sie kamen mit verseuchter Milch in Kontakt, die ihren letztlich das Leben nahm. Doch das Gift scheint die jungen Frauen nicht nur getötet zu haben, es lässt sie des Nachts auch wieder aus ihren Gräbern steigen, allerdings sind sie völlig anders als noch wenige Stunden zuvor.

Sie sind zu hungrigen Zombies mutiert, die nur eins im Sinn haben: Menschenfleisch. Die Polizei ist machtlos und ahnt anfangs gar nicht, dass es sich bei den gefundenen Leichen um Opfer von Zombies handelt. Alle sind ratlos und so müssen sie tatenlos zusehen, wie einer nach dem anderen zu Zombiefutter wird…

Kritik

„Revenge of the living Dead“ der auch unter dem Namen „Die Rückkehr der lebenden Toten“ in Deutschland vertrieben wurde (von Carrera in einer Cut-Fassung), ist ohne Zweifel im Trashbereich des Zombiefilms einzuordnen. Das Subgenre des Horrorfilms hat zwar wirklich viel Schund auf den Markt gebracht, aber dieser französische Beitrag von 1987 ist ohne Frage einer der schlechtesten. Es gibt zwar einen hohen Blutgehalt, der mit einigen ekelhaften und einigen richtig miesen (Stöckelschuh im Auge, eine Schwangere, die ihr Kind verliert…) Goreszenen unterstrichen wird, dass war es dann aber auch schon, was man an positivem aus diesem Film herausholen kann.

Der Rest ist einfach nur schlecht und ist weit entfernt von Horrorklassikern wie „Dawn of the Dead“ oder auch „Day of the Dead“. Im Gegensatz zu den Romerofilmen verfügt der Streifen nämlich über keine wirkliche Story. Es wurde lediglich ein Thema ausgewählt, dass der Auslöser der Fleischfresserei, der Rest wurde leider vernachlässigt. Die Zombies watscheln nur dumm durch die Gegend und versuchen ihren Hunger zu stillen. An eine Handlung oder einen Protagonisten ist dabei gar nicht zu denken, dafür gibt es aber unlogische Aneinanderreihungen, die allerdings auch ihren Reitz haben, falls man auf C-Movies steht.

Wirkliche Schauspieler werden ebenso vermisst, wie Spannung oder eine Atmosphäre. Zwar wirkt alles etwas kalt und leblos, aber irgendwie ist es den Machern nicht gelungen das ganze so in den Kasten zu bringen wie es sich gehört. Dafür haben sie aber einige weibliche Filmlaien überreden können, sich so vor der Kamera zu präsentieren wie Gott, oder wer auch immer, sie schuf, aber ein wirkliche Ablenker vor der aufkommenden Langeweile sind diese Szenen gewiss nicht!

Und dann wäre da noch das Ende, dass für einen Zombiestreifen äußerst ungewöhnlich ist, an dieser Stelle soll aber nicht zuviel verraten werden, denn es gibt ja doch immer wieder Leute, die sich so einen Schund freiwillig antun…

Insgesamt gesehen ist „Revenge of the living Dead“ also ein Zombiestreifen, den man sich nun wirklich nicht kaufen muss, es sei denn man steht auf ultraharte Spezialeffekte und auf Filme, die mit einem Minibudget auskommen. Die Astro DVD ist im übrigen nicht ungeschnitten, wie es der Spruch auf dem Cover und die aufgedruckte Spielzeit von 83 Minuten vermuten lassen, allerdings fehlen nur einige Handlungsszenen, die nichts zur Sache tun sollen. Gore- und Splattertechnisch ist er also uncut.

Bewertung

Splatter 4.gif
Spannung 1_5.gif
Story 1_5.gif
Ekelfaktor 4_5.gif
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Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

  • Zombies geschändete Frauen

Return Of The Living Dead 2

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Informationen

OT:The Return Of The Living Dead Part II

ca.86 Minuten

USA 1988

Regie

  • Ken Wiederhorn
Darsteller

  • James Karen
  • Thom Matthews
  • Dana Ashbrook
  • u.a.

Return Of The Living Dead 2

Story

"Toll treiben es die wilden Zombies" ist die witzigste Parodie, die man zu diesem Thema finden kann. Ihr Lebenselixier, eine frische Brise Giftgas, lässt die Zombieherzen wieder höher schlagen. Eben noch friedvoll und ruhig, gleicht der Friedhof plötzlich einer Zombiegala. Die neue Jagdsaison, unter dem Motto: Besser frisches Hirn als gar keins, hat begonnen.

Kritik

Folgt in Kürze

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 2.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 2_5.gif
Atmosphäre 2_5.gif
Gesamt 2_5.gif

Ähnlicher Film:

Return Of The Living Dead 3

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Informationen

OT:The Return Of The Living Dead Part III

ca.93 Minuten

USA 1993

Regie

  • Brian Yuzna
Darsteller

  • Trevor Edmund
  • Mindy Clarke
  • u.a.

Return Of The Living Dead 3

Story

Julie und Curt brechen in ein geheimes Armeeversuchsgelände ein, in dem Curts Vater ominösen Experimenten mit dem Ziel, Tote ins Leben zurückzurufen, nachgeht. Als Julie kurze Zeit später bei einem folgenschweren Motorradunfall ums Leben kommt, sieht Curt nur einen einzigen Ausweg: er reanimiert die Leiche im Labor seines Vaters…

Kritik

Dies ist wohl neben Dawn of the Dead der Beste Zombiefilm. Ich habe die ungekürzte Fassung auf DVD von dem Verleger " Laser Paradiese ". Nach dem Tod der Hübschen Julie geht’s voll zur Sache. Spitzen Splattereffekte die wir sonst nur aus Braindead (Dead alive) kennen. Ein unbedingtes Muss für alle Zombie Fans!!

Bewertung

Splatter 5.gif
Spannung 4.gif
Story 4_5.gif
Ekelfaktor 5.gif
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Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

Return Of The Living Dead

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Informationen

OT:The Return Of The Living Dead

ca.91 Minuten

USA 1985

Regie

  • Dan O’Bannon
Darsteller

  • Clu Gulager
  • James Karen
  • Don Calfa
  • u.a.

Return Of The Living Dead

Story

Freddy ist ein junger Punk und geht ausnahmsweise mal einem Job nach. Er hat eine Anstellung im hiesigen Depot für medizinische Güter erhalten und lässt sich von seinem Vorgesetzten, Frank, einarbeiten. Frank führt ich durch die Hallen des Lagers, in denen sich allerhand Zeug befindet, was irgendwann mal gelebt hat.

Am Ende der Führung zeigt Frank stolz das absolute Highlight des Depots vor, dass laut seinen Aussagen die Filmwelt revolutioniert hat. Im Keller befinden sich nämlich Behälter in denen Zombies untergebracht sind. Die Zombies sollen damals die Vorlage für den Film „Night of the living Dead“ gewesen sein, bevor sie vom Militär in diese Fässer verbannt wurden. Frank will seine Aussage mit einem Schlag auf ein solches Fass untermauern, was sich allerdings als nicht sonderlich klug rausstellt. Irgendwie scheint das Fass einen Defekt erlitten zu haben, denn nun strömt ein Gas aus ihm, dass Freddy und Frank direkt zu einer Ohnmacht zwingt.

Als die beiden Lagerhüter wieder erwachen, müssen sie feststellen das der Zombie, der eben noch im Fass steckte, verschwunden ist. Auch als die Jungs eine Etage weiter oben sind, um den Untoten zu suchen, merken sie, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Eine Hundekörperhälfte – ein Ausstellungsstück – ist seltsamerweise wieder zum Leben erwacht und auch aus dem Leichenkühlhaus dringen recht lebhafte Geräusche…

Nach einer unfreiwilligen Begegnung mit einem Zombie, der das Treffen nicht komplett überstehen soll, wissen die beiden was vorgefallen ist. Nun müssen sie zusehen, dass sie die zerstückelten Überreste des Zombies loswerden und beschließen zum Krematorium zu fahren, um die Teile dort verbrennen zu lassen. Sie können den Wächter der Anstallt vom Flammentod der Überreste überzeugen und freuen sich wenige Minuten später, als der Brenner alles in Asche auflöst hat. Sie denken, dass die Zombieplage nun vorbei ist, haben aber nicht daran gedacht das die Asche des Untoten auch Schaden anrichten kann. Denn diese fällt, nachdem sie den Kamin durchquert hat, auf eine wartende Punkermenge, die auf dem örtlichen Friedhof ausharrt. Die Gruppe beklagt sich über Hautbrennen, als sie mit der Asche in Kontakt kommt und muss wenig später mit ansehen, was die Asche mit den vergrabenen Toten anrichtet…

Kritik

„Verdammt die Zombies kommen“ lautet der Titel der deutschen Veröffentlichung von „The Return of the living Dead“ und er verrät dem Betrachter bereits vorab, was auf ihn zukommt. „The Return of the living Dead“ ist zwar zweifelsfrei als Kultfilm des Zombiesubgenres einzuordnen, er setzt sich aber durch seine gewollte Komik von anderen Genreklassikern ab. Auch die Art und Weise, wie sich die Zombies verhalten, erinnert nicht unbedingt an „Night of the living Dead“ oder „Dawn of the Dead“, da die Untoten alles andere als schwerfällig sind und die lustige Eigenschaft besitzen, kommunizieren zu können…

Alleine diese Tatsache lässt „The Return of the living Dead“ schon zu einem Kultfilm avancieren, denn in keinem anderen Film wird das Wort „Gehirn“ respektive „Brain“ so lustig ausgesprochen. Die Zombiemeute befindet sich nämlich auf einem großen Fresszug, nachdem sie durch die undankbaren Umstände zum Leben erweckt wurden. Storytechnisch wird dies einwandfrei auf den Bildschirm gebracht und man ist von Anfang an bei der Sache. Bereits kurz vor dem Auftreten des ersten Untoten gibt es sehr unterhaltsame Szenen, in denen totes Material zum Leben erweckt wird.

Auch die erste Begegnung mit einem Zombie lässt sich sehen, vorausgesetzt man betrachtet die ungeschnittenen Version, die entweder als Original oder als Bootleg vorliegen sollte. Ansonsten verpasst man eine der wenigen Splatterszenen, in welcher der Zombie dann artgerecht in seine Einzelteile zerlegt wird. Gewalt kommt nicht sonderlich häufig vor, allerdings sind die wenigen Trickeffekte durchaus ansehnlich und wirken nicht gekünzelt. Aber die Effekte sind natürlich nur Nebensache, denn im Vordergrund stehen ganz klar die lustigen Einlagen, die zuhauf vorhanden sind.

Sei es ein halbes Hündchen, ein angeketteter Halbzombie (der das Hirn richt aber nicht verputzen darf), die lustigen Charaktere oder die zahlreichen Dialoge, zu Lachen gibt es eine Menge Material. Da ist es natürlich logisch, dass die Spannung und die Atmosphäre etwas schwächer ausfallen, aber das ist ebenfalls nicht negativ zu bewerten. Etwas schlecht kommen eventuell die Darsteller rüber, man muss aber bedenken das die meisten Rollen nicht unbedingt leicht zu meistern waren. Die beiden Protagonisten machen ihre Sache auf jeden Fall ganz ordentlich und gaukeln eine glaubhafte Zombieverwandlung vor, die ebenfalls zu den lustigeren Szenen zu zählen ist. Eine herausragende Rolle spielt der Leichenbeschauer, dessen Part zwar völlig übertrieben dargestellt wird, was aber auch zur allgemeinen Erheiterung beiträgt.

„The Return of the living Dead“ ist alles andere als ein normaler Horror- / Zombiefilm, macht aber eine Menge Spaß und das ist ja nicht gerade unwichtig. Es gibt haufenweise lustige Einlagen, Splatter und herumrennende Zombies, die immer wieder nach Gehirnen lechzen und dies auch offen kundtun. Eine Bessere Unterhaltung kann es für Freunde des Genres gar nicht geben…

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 3_5.gif
Story 4_5.gif
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Ähnlicher Film:

Night Of The Living Dead

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Informationen

OT:Night Of The Living Dead

ca.96 Minuten

USA 1968

Regie

  • George A. Romero
Darsteller

  • Duane Jones
  • Judith O’Dea
  • Karl Hardman
  • u.a.

Night Of The Living Dead

Story

Das Geschwisterpaar Babara und Johnny machen bei einem Besuch auf dem Friedhof, wo ihr Vater begraben liegt, eine seltsame Bekanntschaft. Ein Mann, der sich ungewöhnlich bewegt und komisch aussieht, greift sie an. Johnny stürzt sich schützend vor seine Schwester, wird aber daraufhin bei der Auseinandersetzung getötet. Barbara kann unter Schock fliehen und findet in einem verlassenen Landhaus Unterschlupf.

Nach kurzer Zeit, in der neuen Umgebung, entdeckt sie eine schrecklich entstellte Leiche, was ihren Zustand nicht gerade verbessert. Auch die Tatsache das vor dem Haus mehrere dieser Geschöpfe auftauchen lindert ihren Zustand nicht. Doch dann kommt plötzlich und unverhofft der schwarze Ben in das Anwesen. Ohne viel Zeit zu verschwenden macht er sich an die Arbeit und verrammelt die Fenster und Türen des Erdgeschosses. Im Anschluss erzählt er ihr, was er denkt, was wohl seltsames vorgeht.

Wenig später machen sich plötzlich fünf weitere Personen bemerkbar, die sich im Keller verbarrikadiert hatten. Es sind das junge Liebespaar Judy und Tom und die etwas ältere Familie Hellen und Harry, sowie deren junge Tochter. Als erstes bricht ein Streit aus, da Ben den Kellerkindern vorwirft sie hätten Babara nicht geholfen und nur an sich gedacht. Harry wird daraufhin sehr zornig und zwischen den beiden, so verschiedenen Personen, bricht ein Machtkampf aus. Harry würde sich leider wieder in den Keller verziehen, in dem seine schwerkranke Tochter liegt die von einem dieser seltsamen Geschöpfen gebissen wurde. Ben hält das aber nicht für so clever, da er den Unterbau des Hauses für eine Falle hält und weil es dort kein Radio beziehungsweise Fernsehen gibt.

Aus dem Radio und später auch Fernsehen erfahren die Eingeschlossen, wie es wohl zu dieser Misere gekommen ist. Die Forscher geben einem Satelliten die Schuld, der angeblich eine fremde Strahlung mit auf die Erde brachte. Diese Strahlung soll das Gehirn von toten Menschen wieder reanimiert haben, woraufhin diese zu wandelnden Toten wurden und nun jeden infizieren, den sie beißen. Die Untoten beißen, da sie sich von Menschenfleisch ernähren. In weiteren Berichten erfahren sie das bereits Schutztruppen in Marsch gesetzt wurden um die Untoten durch einen Kopfschuss zu eliminieren.

Die Hausinsassen entschließen sich aber nicht zu warten, sondern zu flüchten. Ben hat einen LKW vor dem Haus stehen lassen, mit dem die Flucht gelingen könnte – Allerdings ist der Sprit fast leer. Glücklicherweise befindet sich neben dem Haus eine Tankstelle, die aber nicht einfach zu erreichen sein soll. Die Männer machen sich einen Schlachtplan, dessen Ausführung vom Überleben abhängt. Doch schon bald wird klar das nicht alles so läuft, wie es laufen soll …

Kritik

„Night of the living dead“ oder auch die deutsche Version „Die Nacht der lebenden Toten“ ist einer der unumstrittenen Klassiker im Horrorgenre und zudem war er Vorbild für viele Filme, die mit einer ähnlichen Thematik, später gedreht werden sollten. George A. Romero hat mit diesem schwarz-weiß Streifen gezeigt das es durchaus möglich ist mit geringen Mitteln einen absolut genialen Film zu machen.

Der Film beginnt gleich mit einem Schockerlebnis, dass sich wirklich gewaschen hat. Babara und ihr, noch kurze Zeit lebender Bruder, werden innerhalb von Sekunden aus ihrem realen Leben gerissen und für die Überlebende beginnt nun ein wahrhafter Höllentrip. Nicht genug das sie einen lieben Menschen verloren hat, nein, sie ist plötzlich in einer misslichen Lage, in einem Überlebenskampf, der aussichtslos scheint.

Im Haus findet sie zwar Unterstützung in Form von anderen Menschen, die schaffen es aber nicht sich zu arrangieren. Zu wichtig ist jedem einzelnen, speziell Ben und Harry, seine Position. Die rivalisierenden Männer sind wunderbar NICHT zueinanderpassende Charaktere. Zum einen ist da der junge, athletische, schwarze, alleinstehende Ben und zum anderen der weiße, dicke, kleine, Familienvater Harry. Das Zusammenspiel der beiden steht mitunter im Mittelpunkt der Handlung ist für das Ende ausschlaggebend. Die beiden verhalten sich nur friedlich als die Neuigkeiten über die Katastrophe im Fernsehen verkündet werden. Diese Aufklärungsszenen sind wirklich sehr interessant, schockierend und fesselnd.

Die ganze Zeit über herrscht eine erstklassige Atmosphäre, die von sensationell passenden Soundeffekten der etwas anderen Art, genialen Kameraeinstellungen und intelligenten Lichtspielen unterstrichen wird. Dies hat natürlich zur Folge das man in den Bann des Streifens gezogen wird und jede Minute mit den Protagonisten mitleidet. Mit dem einen natürlich mehr und dem anderen weniger… Die Schauspieler unterstreichen die Klasse des Films in dem sie absolut authentisch spielen. Erstaunlicherweise gilt das für alle Hausbewohner, die Zombies grenze ich jetzt mal aus. Aber die Untoten beziehungsweise deren Masken sind für diese Zeit sehr passend. Wie oft habe ich schon einen moderneren Film dieses Subgenres gesehen, wo man sich einfach nur totlachen musste, da die Menschenfresser dort wirklich lächerliche Masken trugen.

Die Spezialeffekte würde man heute wohl als billig und wenig heftig beurteilen, allerdings muss man bedenken das Romero 1968 etwas schuf, dass bis dato noch niemand gesehen hatte. Die damaligen Beobachter regten sich über das Gezeigte auf und kritisierten den Regisseur. Für damalige Verhältnisse war es zu hart, Dinge zu zeigen über die man heute schmunzelt. Soweit ich weiß befindet sich eine ungeschnittene DVD im Umlauf die ab 16 ist und Astro hat einen ungeprüften Director´s Cut rausgebracht. In den zusätzlichen Szenen sind allerdings keine Gewaltszenen enthalten, es gibt lediglich mehr Dialoge und die Berichte im Fernsehen sind ausführlicher.

Romero drehte nach dem Erfolg von „Night of the living dead“ 1978 den indirekten Nachfolger „Zombie – Dawn of the dead“ und er setzte dem ganzen im Jahre 1985 noch einen drauf um mit „Zombie 2 – Day of the dead“ seine Trilogie zu vervollständigen.

„Night of the living dead“ ist wirklich ein erstklassiger Film und nicht nur für Fans des Subgenres empfehlenswert. Wer solche Filme mag, darf sich diesen Streifen auf gar keinen Fall entgehen lassen, da er der Beginn der großen Zombiewelle war.

Bewertung

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Spannung 5.gif
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Atmosphäre 6.gif
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Ähnlicher Film:

Night Of The Living Dead 3D

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Informationen

OT:Night Of The Living Dead 3D

ca. 77 Minuten

USA 2006

Regie

  • Jeff Broadstreet
Darsteller

  • Brianna Brown
  • Joshua DesRoches
  • Sid Haig
  • Greg Travis
  • u.a.

Night Of The Living Dead 3D

Story

Auf den Wunsch ihrer Mutter hin nehmen die Geschwister Barbara (Brianna Brown) und Johnny (Ken Ward) eine Reise von 200 km auf sich, um der Beerdigung ihrer Tante beizuwohnen. Als sie jedoch die Provinz erreichen, stellen sie fest, dass der Friedhof, auf dem die Beisetzung abgehalten wird, menschenleer ist. Urplötzlich wird Johnny aus heiterem Himmel von zwei Untoten angegriffen und kann sich zwar selbst noch in Sicherheit bringen, lässt Barbara dabei allerdings im Stich. Diese hofft zuerst, im nahegelegenen Bestattungsunternehmen zuflucht zu finden, trifft allerdings auch dort auf etliche Zombies, sowie den schrägen Bestatter Gerald Tovar (Sid Haig), der die Situation komischerweise recht gelassen zu nehmen scheint. Barbara’s weitere Flucht bringt sie in ein Waldgebiet, wo sie alsbald wieder von zwei Untoten angegriffen wird, denen sie auch nur dank der plötzlichen Hilfe eines Fremden (Joshua DesRoches) entkommen kann, der mit seinem Motorrad gerade in der Nähe war und die junge Frau aus ihrer bedrohlichen Lage befreit. Barbara’s Retter stellt sich ihr kurz darauf als Ben vor und unterbreitet ihr den Vorschlag, sie zu der nahegelegenen Farm einiger Freunde zu bringen. Dort angekommen, glaubt ihr natürlich niemand die Geschichte der Untoten und auch von Polizei hält man auf der Farm nicht viel, da dort Marihuana angebaut wird. Als das Haus kurz darauf von lebenden Toten umstellt wird, beginnt für die kleine Gruppe ein unerbittlicher Kampf ums Überleben…

Kritik

Seit sich in den letzten Jahren ein eindeutiger Trend abzeichnet, dass Remakes bekannter Klassiker groß im Kommen sind, bleibt kaum noch ein bekannter Name der (Horror)Filmgeschichte verschont. So war es auch nur eine Frage der Zeit, bis ein findiger Produzent auf die Idee kommen würde, erneut einen Stoff von Zombie-Altmeister George Romero neu zu verfilmen und die letztendliche Wahl fiel dabei auf "Night of the Living Dead", nachdem "Dawn of the Dead" bereits eine annehmbare und "Day of the Dead" eine leider eher durchwachsene Neuverfilmung erfahren hatten. Genre-Kennern ist dabei sicherlich nicht unbekannt, dass "Night of the Living Dead" bereits im Jahr 1990 neu verfilmt wurde und zwar damals von keinem Geringeren als FX-Guru Tom Savini, der in den Augen vieler Fans damals ein durchaus brauchbares Remake auf die Beine stellte. Dieses lag zu dem Zeitpunkt, als "Night of the Living Dead 3D" langsam Gestalt annahm, allerdings schon wieder 16 Jahre zurück und so sah man dies seitens der Verantwortlichen wohl nicht als Hindernis an, dem Stoff erneut ein Remake zu widmen. Der Clou: Wie der Titel schon verrät, wurde der Streifen im 3D-Verfahren gefilmt, wovon der Filmfan aber auch nur dann profitieren kann, wenn er sich das entsprechende Equipment, beziehungsweise die richtige Version des Films besorgt. Es macht natürlich ohne Frage den meisten Sinn, sich das Werk in der 3D Version anzusehen, doch auch in einer regulären Version kann der Streifen noch immer unterhalten, der 3D Effekt entscheidet in diesem Fall also nicht über Sieg oder Niederlage beim Publikum. "Night of the Living Dead 3D" erhielt bislang fast ausnahmslos schlechte bis vernichtende Kritiken und so fällt es natürlich schwer, einem derartigen Werk ohne Vorbehalte entgegenzutreten. Wem dies allerdings gelingt, mehr noch, wer seine Erwartungen deutlich zurückschraubt, der wird schnell erkennen, dass viele dieser vernichtenden Reviews vermutlich aus einer Art fanatischem Glauben entstanden, dass jedwede Art eines Remakes zu einem Filmklassiker automatisch in Grund und Boden gestampft werden müsse. Legt man aber alle Bezeichnungen wie Neuverfilmung, Remake und dergleichen beiseite und betrachtet nur den Film an sich, dann hat man mit "Night of the Living Dead 3D" ein kleines und feines B-Movie, das nicht nur solide unterhält, sondern darüber hinaus auch weit über seinem Ruf steht. Sehr viele finanzielle Mittel standen Regisseur Jeff Broadstreet offenbar nicht zur Verfügung, doch gemessen an der Tatsache, dass schon Romero’s Original dem Low-Budget Bereich zuzuschreiben war, sollte sich an dieser Tatsache niemand ernsthaft stören. Rein optisch macht der Film durchaus etwas her und kann den Vergleich mit gehobenen Direct-to-Video Produktionen durchaus standhalten. Die restliche Inszenierung ist des weiteren auch alles andere als stümperhaft geraten, auch wenn man über die Masken der Zombies mit Sicherheit streiten darf. Alles in allem doch recht farbenfroh und plastisch kommen die Untoten daher, fügen sich aber doch recht gut ins Gesamtbild des Films ein. Splattertechnisch hält sich "Night of the Living Dead 3D", überraschenderweise, wie man anfügen muss, sehr zurück und bietet bis auf kleine, dezente Gore-Einlagen kaum Deftigeres für die Splatterfraktion. Gerade, wenn man sich noch einmal die Härte der "Dawn" und "Day" Remakes in Erinnerung ruft, dann unterliegt "Night of the Living Dead 3D" in einem direkten Blutvergleich deutlich, was aber nicht direkt gegen den Film spricht. Es ist sogar fraglich, ob ein hoher Bodycount hier nicht eher kontraproduktiven Einfluss genommen hätte. Dank einer überraschend kurzen Laufzeit von weniger als 75 Minuten, kommt das Werk mit reichlich Kurzweiligkeit und natürlich ohne störende Längen daher. Ein paar Filmminuten mehr hätten es eigentlich schon sein dürfen, doch gerade auf den Drive des Films wirkt sich eine solch ungewohnt kurze Spielzeit überaus belebend aus. Die Story folgt dabei natürlich in ihren Grundzügen dem Original, was vor allem anfangs auf der Friedhofsszene auszumachen ist, bis Jeff Broadstreet und Drehbuchautor Robert Valding kurz darauf eigene Ideen einstreuen. Die Sozialkritik eines Romero blieb hierbei aus, allgemein setzt "Night of the Living Dead 3D" seinen Fokus mehr auf die permanente Bedrohung durch die Zombies. Anders als im Schwarzweiß-Film von 1968 wirken die Untoten hier allgegenwärtig, was aber nicht heißt, dass Action und Gekröse hier an der Tagesordnung stünde. "Night of the Living Dead 3D" lebt stellenweise von seinen Dialogen, die seine Figuren greifbar machen und ihnen sogar eine gewisse Sympathie verleihen. Barbara wirkt wesentlich stärker als im Original, die restlichen Charaktere sind allesamt liebenswerte Kiffer, die auf ihrer Marihuanafarm in ihrer eigenen, kleinen Welt leben. Zwar baut man keine Beziehung zu den Protagonisten auf, dennoch verfolgt man ihr Treiben stets interessiert, auch die Diskussionen oder Gespräche untereinander wirken niemals langweilig. Von schauspielerischer Seite aus betrachtet kann man ebenso wenig meckern. Alle Akteure durften zuvor schon irgendwo Schauspiel-Erfahrung sammeln, es handelt sich also um keine absoluten No-Names und das ist der Produktion angenehm anzumerken. Den größte Bekanntheitsgrad bringt natürlich Sid Haig mit, der sich derzeit gerade durch seine Darstellung des geisteskranken Killerclowns in Rob Zombies "Haus der 1000 Leichen" und "The Devil’s Rejects" einer gewissen Beliebtheit innerhalb der Horrorszene erfreut. Für viele dürfte Haig alleine Grund sein, "Night of the Living Dead 3D" zu sehen und das, obwohl er letztendlich nur eine Nebenrolle spielt. Doch gerade mit Haig’s Charakter ist auch der einzige, größere Kritikpunkt verbunden, der an dem Werk anzubringen ist. Im letzten Drittel kommt es zu einem unerwarteten Storytwist, der leider etwas aufgesetzt und allzu konstruiert wirkt. Daran dürfte sich der eine oder andere dann definitiv stören und zwar nicht deshalb, weil diese Wendung so nicht im Original enthalten war, sondern weil sie nicht so wirklich glaubhaft rüberkommen will. Der guten Unterhaltung des sonstigen Werkes tut dies allerdings keinen Abbruch. Anhänger des Originals mögen gerne vor Zorn rot anlaufen, wenn "Night of the Living Dead 3D" beispielsweise durch eine im Grunde sinnlose Softsex-Szene endgültig zum B-Movie verkommt oder wenn sich die Charaktere den Originalfilm im Horror-Kanal ansehen, doch wer es mit den ganzen Remakes ohnehin nicht zu eng sieht, sondern einfach nur auf gute Unterhaltung hofft, der wird sie mit "Night of the Living Dead 3D" auch finden. Was einem hier geboten wird, ist ein kleines, solides B-Movie, das durchweg Laune macht und auch ohne reichlich Gekröse gerade durch seine flotte Kurzweil besticht. Leider hätte man sich im letzten Drittel einen besseren Twist ausdenken können, da das Ende nicht so recht zur eigentlichen Story passen will. Und somit bleibt dem Rezensenten nur, diesem Werk eine überdurchschnittliche Wertung und eine Empfehlung auszusprechen und sich somit gegen 90% der sonstigen Reviews zu "Night of the Living Dead 3D" zu stellen.

Bewertung

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Living Nightmare

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Informationen

OT:Tobe Hooper’s Living Nightmare

ca.93 Minuten

USA 1993

Regie

  • Tobe Hooper
Darsteller

  • Robert Englund
  • Zoe Thrilling
  • William Finaly
  • u.a.

Living Nightmare

Story

Während ihres Besuchs bei ihrem Vater in Alexandria wird Genie von grauenhaften Träumen geplagt. Sämtliche Leute aus ihrem Umfeld werden auf brutalste Weise umgebracht. Als sie den furchteinflößenden und teuflischen Chevalier (Robert Englund), der sich für eine Reinkarnation des sadistischen Philosophen de Sades hält, kennen lernt, werden ihre Alpträume furchtbare Realität …

Kritik

folgt…

Bewertung

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Spannung 2_5.gif
Story 2_5.gif
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Atmosphäre 2_5.gif
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Ähnlicher Film:

Autumn Of The Living Dead

0

Informationen

OT:Autumn

ca.105 Minuten

Kanada 2009

Regie

  • Steven Rumbelow
Darsteller

  • Dexter Fletcher
  • Dickon Tolson
  • Lana Kamenov
  • David Carradine
  • u.a.

Autumn Of The Living Dead

Story

Ohne Vorwarnung rafft ein tödliches Virus große Teile der Bevölkerung dahin. Der Tod kommt schnell und schmerzhaft, ist aber nicht das Ende für den Infizierten. Er muss als verrottender Untoter weiter durch die Welt ziehen. Michael, Emma und Carl sind unter den wenigen Überlebenden und versuchen vor den Untoten-Horden zu flüchten. Die Zweckgemeinschaft zieht sich in eine abgelegene Hütte zurück. Dort merken sie mit der Zeit, dass die Toten sich offenbar weiterentwickeln. Je länger sie tot sind, desto lebendiger werden sie…

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Kritik

Der kanadische Filmbeitrag „Autumn Of The Living Dead“ läutet eine neue Ära ein. Eine, wo Zombies keine Zombies mehr sind. Die Billigproduktion wartet zwar mit einem Titel (zumindest in Deutschland) auf, der auf einen Romero-Verschnitt hoffen lässt, die Hoffnung wird beim Gucken aber recht fix im Keim erstickt. Das große Problem des Films ist, dass von den Zombies so gut wie keine Gefahr ausgeht. Was natürlich blöd ist. Die Überlebenden haben kein Problem damit, mal durch eine Zombie-Ansammlung zu gehen. Es reicht, die faulenden Kollegen einfach zur Seite zu schubsen. Dies hat natürlich zur Folge, dass weder die Lebenden noch die Toten ernsthaft angegriffen werden müssen und der Zombie-Fan somit um alles das beraubt wird, warum er das Subgenre mag.

Kein Gore, kein Splatter, keine Kopfschüsse, keine abgerissenen Körperteile, keine Gedärme…. Diese Liste könnte man um all das vervollständigen, was man in einschlägigen Filmen bereits zu Gesicht bekommen hat. Somit kann „Autumn Of The Living Dead“ durchaus von sich behaupten, anders zu sein. Vielleicht will der Streifen auch gar kein Zombiefilm sein, da die Nennung „Zombie“ im Film auch gar nicht vorkommt. Vielmehr versucht er sich, die zwischenmenschlichen Beziehungen unserer Gruppe zu durchleuchten. Die ist leider durchaus einschläfernd, da nichts interessantes passieren will. Dies liegt sicherlich auch am Plot, der ebenso aussagelose ist. Die Seuche kommt, die Gruppe flieht. Vielmehr passiert nicht. Zwischendrin gibt es noch einen kleinen Abstecher, wo Mr. Kung-Fu alias David Carradine („Frankensteins Todes-Rennen“, „Kill Bill: Vol. 1“ u.v.a.) mitspielt. Diese Szene lockert das Geschehen zwar etwas auf, reist aber natürlich auch nichts mehr raus.

Noch problematischer wird es allerdings bei der Inszenierung. Hierfür könnte Prinz Valium verantwortlich gewesen sein. Klar: Der Film entstammt einen Buchvorlage und kommt dieser nahe. Aber dennoch muss man sich für das guckende Publikum etwas überlegen, damit es nicht in den Fernsehsesseln einschläft. Möglicherweise ist die Charakterdarstellung im Buch interessanter und die Dialoge besser zu verfolgen. Auf dem Bildschirm kann das aber niemanden vom Hocker hauen.

Auch in Sachen Spannung und Atmosphäre kann man nicht viel berichten. Für einen Endzeit-Film ist die Atmosphäre nicht dicht und nicht verstörerisch genug. Es werden zwar ein paar nette, kalte Bilder eingefangen, für einen guten Gesamteindruck ist das aber viel zu wenig. Zudem sind die Kulissen nicht überzeugend. In anderen Filmen mit ähnlicher Thematik hat man da schon viel bessere Sachen gesehen. Ganz nett anzusehen sind allerdings die Masken der verrottenden Virusverseuchten.

Die ausgelöste Apokalypse löst keine Überlebensangst aus. Vielmehr wird der Verlust der Lebenden betrauert. Denn das die Protagonisten überleben scheint sicher. Die umherlaufenden Toten werden nämlich nicht durch ihre Fleischeslust angetrieben, sondern nur durch laute Geräusche. Warum auch immer. Von Momenten der spannenden Art bleibt man somit verschont. Was die Haltekraft der Augenlider nicht wirklich unterstützt.

Die unbekannte, aber recht solide agierende Schauspielcrew sorgt auch für keine Aufreger. David Carradines Auftritt kann, wie bereits erwähnt, zwar für etwas Abwechslung sorgen, die dann aber auch schnell wieder in der Ereignislosigkeit auflöst.

Dem geneigten Betrachter sollte klar sein, dass die Verfilmung von „Herbst“ alles andere ist als ein Zombie-Film in bekannter Manier. Diese Untoten schonen ihr Gebiss und haben nur Bock auf laute Geräusche. Das ist zwar durchaus mal etwas anderes, da die Inszenierung aber auch nicht zu gefallen weiß und Spannung sowie Atmosphäre zu wenig ausgeprägt sind, ist „Autumn Of The Living Dead“ ein Film, den man eventuell doch lieber im DVD-Regal stehen lassen sollte. Zumal er mit 105 Minuten auch recht lang geworden ist. Es sei denn, man fand das Buch zum Film gut und möchte sich ein Bild von der Verfilmung machen.

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Bewertung

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Spannung 2.gif
Story 2.gif
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Ähnlicher Film:

Night Of The Living Dead