Naked Lunch

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OT:Naked Lunch

ca.110 Minuten

GB, Kannada 1991

Regie

  • David Cronenberg
Darsteller

  • Peter Weller
  • Judy Davis
  • Ian Holm
  • u.a.

Naked Lunch

Story

1953 gibt es in New York eine Drogenszene, dessen Mitglieder sich wieder und wieder mit Insektenvernichtungsmittel berauschen. William Lee sitzt sozusagen an der Quelle, da er als Kammerjäger arbeitet und so Tag für Tag mit dem berauschenden Mittel zu tun hat. Als er eines Tages nach hause kommt entdeckt er seine Frau, die sich gerade eine Spritze, voll mit dem Rauschmittel, in die Brust spritzt. Sie animiert ihn auch etwas von dem edlen Insektengift zu nehmen, damit er sich auch in einen Rauschzustand versetzten kann. Gesagt, getan. Doch als die Droge wirkt erschießt er seine Frau bei einem Spiel. Sie hatte sich in guter alter Tell Manier ein Glas auf den Kopf gesetzt und William hat versucht es dort runter zu schießen. Er hat seiner Frau dabei allerdings mitten in die Stirn geschossen.

Nach diesem unglücklichen Zwischenfall erlebt William eine bizarre Reise in eine seltsame Welt. Der Hobbyautor gelangt durch eine skurrile, sprechende Schreibmaschine in Käferform, in eine arabisch wirkende Gegend, der Interzone. Es ist eine Scheinwelt, die er seinen Insektenvernichtungsmittel-Nebenwirkungen zu verdanken hat. In dieser Welt herrscht die Droge, die aus zerstampften brasilianischen Tausendfüsslern gewonnen wird. In dieser Welt sind die insektenartigen Schreibmaschinen vertreten, die durch ihr Hinterteil kommunizieren und verbitterte Kämpfe, verbaler Art, austragen.

William bekommt nun das Verlangen auf gleichgeschlechtliche, was aber dann enden soll als er eine mysteriöse Doppelgängerin seiner erschossenen Frau kennen lernt. Er setzt alles dran, die stark drogensüchtige auf seine Seite zu bringen…

Kritik

Wer jetzt denkt : Was hast du denn da gerade für einen zusammenhanglosen Schrott gelesen ? Der hat, so wie ich glaube, die ganze Geschichte verstanden! Hä? Genau! Der ganze Film ist wohl ein einziger Drogentrip und so wie ich es schon von einigen Leuten hörte am besten auch nur mit selbigem zu genießen. Cronenberg hat versucht in diesem Film seine negativen Erlebinse mit Drogen zu verarbeiten, aber was er uns letztlich mit dem Film sagen wollte, stelle ich in Frage.

Ich habe den Film nicht nur einmal gesehen sondern ich habe es gewagt ihn drei mal zu gucken und bin nachher genau so schlau als zu dem Zeitpunkt als ich ihn noch gar nicht kannte.

Freunde des „unnormalen“ Films werden sicherlich auf ihre Kosten kommen den schon alleine die Spezial- bzw. Ekeleffekte finde ich sehr gelungen. Es ist sehr nett anzusehen wie die Käferschreibmaschinen Kommentare durch ihren Arsch geben, wie schwule „was weiß ich für Dinger“ versuchen Menschen anzugraben, wie Leute Sperma durch die am Kopf befindlichen „was weiß ich“ bei dem „was weiß ich für ein Ding“ saugen oder wie eine Tausendfüssler-Mensch-Kombination einen Menschen vollkommen aussaugt.

Zudem finde ich die gebotene Atomsphäre sehr erstaunlich und besonders gut finde ich an ihr, dass sie den Betrachter völlig unpassend zum Film einmal in die 50er Jahre reißt und einmal in den Orient, aber wie gesagt völlig unpassend. Die dargebotenen Szenarien sind ebenfalls erstaunlich gut gelungen und lassen alles so real wirken, wie nur eben möglich ist. Auf die schauspielerischen Leistungen will ich erst gar nicht eingehen, da ich sie nicht bewerten kann. Wie auch wenn ich den Film nicht raffe?

Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 1_5.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 4_5.gif
Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

Naked Fear 2

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OT:Match.Dead

ca.83 Minuten

USA 2009

Regie

  • Jon Bonnell
Darsteller

  • James Ray
  • Kathleen Benner
  • Michael Harrelson
  • Ashley Francis
  • u.a.

Naked Fear 2

Story

Ridley Thompson ist ein verabscheuenswerter, sadistischer Mistkerl, dessen Hobby es ist, Menschen zu töten. Er wohnt im Süden der USA und hat sich in die hübsche Valora verliebt, die er im Internet auf einer MySpace-ähnlichen Plattform bemerkte. Er entführt sie und will viel Zeit mit ihr verbringen. Die gefesselte und körperliche misshandelte Valora hat allerdings einiges dagegen einzuwenden. Die gründliche Überlebensausbildung durch ihren Großvater kommt ihr da gelegen. Kann sie sich aus den Griffen des bösen Ridley befreien?

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Kritik

Angelehnt an den Film „Naked Fear“(2007) befasst sich auch dieser in New Mexico spielende Film mit einem Frauenmörder. Aber ein richtige Sequel ist er nun auch wieder nicht, denn kein einziger Schauspieler dieses ersten Films ist hier mit an Bord. Ein Blick auf die beiden möglichen englischen Originaltitel „Match.Dead“ und „The Abductor“ zeigt uns, dass es diesen zweiten Teil wohl nur im Kopf des Übersetzers gab. Also tut „Naked Fear“ hier nicht viel zur Sache, folgend kann man sich diesen Film auch gucken, ohne je „Naked Fear (1)“ vor die Linsen bekommen zu haben.

Zu unser aller Glück geht es zwischendurch rein optisch ganz schön zur Sache: abgekniffene oder abgeschossene Zeigefinger, deutlich gebrochene Nasen und viele Kopfschüsse, bei denen an Blut nicht gespart wurde. Definitiv eine der Lichtseiten dieses Films. Aber auch eine der wenigen.

Ein weiterer wäre Regisseur Jon Bonnell. Kaum Erfahrung (lediglich „Star Quest: The Odyssey“), kaum Geld zur Verfügung (Wie das bei Low Budget Produktionen ja nun mal so ist) und trotzdem ein für diese Verhältnisse sehenswerter Film.Allerdings fällt dieser Unerfahrenheit auch sämtliche Spannung zum Opfer. Ab und zu flammt sie zwar auf, aber wirklich gefesselt wird man nicht, obwohl der Protagonist ein begnadeter Fessler ist.

Selbiger füllt den Film übrigens gut. Falls es die Absicht von James Ray („Star Quest: The Odyssey“, …) war, möglichst misanthropisch rüberzukommen und gehasst zu werden, macht er alles richtig. Man würde stellenweise am liebsten selbst in den Fernseher steigen und diesem verachtenden Kerl gehörig eins auf die Kauleiste geben! Die anderen Schauspieler machen ihre Aufgabe gut, fallen nicht weiter durch Gutes oder Schlechtes auf.

Wer sich also hier auf einen Kauf einlässt, der sollte nicht zu viel erwarten. Allerdings sollte man auch nicht glauben, dass dieser Film gar nichts zu bieten hat. Er bereitet eine durchaus neue Situation, aus der sich die Hauptdarstellerin in einem ziemlich komischen Ende befreit. Außerdem weiß er auf seine eigene Art zu unterhalten und er ist bestimmt auch dazu in der Lage, die Langeweile zu erschießen.

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Bewertung

Splatter 4.gif
Spannung 1.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 2.gif
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Ähnlicher Film:

Naked Fear

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OT:Naked Fear

ca. 103 Minuten

USA 2007

Regie

  • Thom Eberhardt
Darsteller

  • Danielle De Luca
  • Evan Adrian
  • Lisa Bonanno
  • Kalila Ceccarelli
  • u.a.

Naked Fear

Story

Eine Frau erwacht mutterseelenallein und vollkommen nackt in der Wildnis. Benommen und verwirrt schreit sie um Hilfe, weiß nicht, was geschehen ist. Plötzlich fällt ein Schuss, der die Frau zu Boden streckt und schwer verwundet. In Panik versucht sie, sich wieder aufzurappeln, als plötzlich ein Mann hinter ihr steht und sie mit einem Kopfschuss hinrichtet. So hätte sich die junge und durchaus attraktive Diane (Danielle De Luca) den versprochenen, neuen Job, für den sie sogar bereit war, in eine Kleinstadt irgendwo am Ende der Welt zu ziehen, sicherlich nicht vorgestellt: Zwar wurde ihr eine Arbeit als Tänzerin zugesagt, doch dass es sich dabei um eine Anstellung als Stripperin handelt, wurde Diane natürlich verschwiegen. Finanziell im Notstand, nimmt sie die Arbeit allerdings notgedrungen an und räkelt sich fortan für eine Horde sabbernder Männer an der Stange. Da ihre Kolleginnen ihr zudem den Schritt zur Prostitution nahe legen und Diane keine andere Möglichkeit mehr sieht, das Geld für eine neue Existenz zusammen zu bekommen, lässt sie sich auch darauf ein. Blöderweise ist ihr erster Freier ein schwer gestörter Psychopath, der sie betäubt und vollkommen entkleidet in der freien Natur aussetzt. Mit den verschiedensten Waffen geht der Fremde auf die Jagd nach Diane, doch die weiß sich zu wehren…

Kritik

Na, was ist das denn? Neuzeit-Exploitation? Die Story des Films "Naked Fear" neigt in jedem Fall durchaus dazu, diesen Schluss sehr schnell entstehen zu lassen. Frauen werden entführt und müssen anschließend fernab der Zivilisation unbekleidet um ihr Überleben kämpfen. Zugegeben, da hat auch das B-Movie-Genre schon mit Tiefsinnigerem aufgewartet, doch gerade männliche Konsumenten sollten bei derartiger Unterhaltung, so meint man, eigentlich voll auf ihre Kosten kommen. Was kann ein Regisseur mit einer solchen Story schon großartig falsch machen, so lange die Inszenierung zumindest halbwegs passabel erscheint? Und da hapert es dann leider gewaltig, denn Thom Eberhardt’s "Naked Fear" wartet mit einer Optik auf, die diversen deutschen Nachmittagssoaps Konkurrenz zu machen scheint. Als Hollywoodgröße ging Eberhardt zwar noch nie durch, doch zumindest durfte er in seiner Karriere bereits einige, zumindest halbwegs bekannte Filme inszenieren. Neben "Eine verrückte Reise durch die Nacht" mit Keanu Reeves in der Hauptrolle, brachte der Regisseur auch "Genie und Schnauze" mit Ben Kingsley und Michael Cain in den Kasten. Irgendwann erfolgte dann allerdings der Abstieg und seitdem dreht Thom Eberhardt nur noch belanglose und austauschbare Kost, die es zum großen Teil nicht einmal nach Deutschland geschafft hat. Dass gerade "Naked Fear" diese "Ehre" zuteil wurde, ist kritisch beäugt schon verwunderlich, handelt es sich hierbei doch auch nur wieder um einen unterdurchschnittliches B-Movie, das sich einzig durch seine nackten Hauptdarstellerin über Wasser zu halten versucht. Spannende Filme zur hier dargebotenen Survival-Thematik gibt es einige und somit war für den Filmemacher und sein Team durchaus die Möglichkeit gegeben, sich an zahlreichen Vorbildern zu orientieren. Dies scheint allerdings nur unzureichend genutzt worden zu sein, da "Naked Fear" über weite Strecken keine Ahnung hat, was er mit seiner Laufzeit anfangen soll. Ja, 106 Minuten sind für ein derartiges Werk schon über dem Durchschnitt und in diesem Fall wieder einmal der lebende Beweis dafür, dass der strikten Zeitsetzung vieler derartiger Filme auch eine Berechtigung zu Grunde liegt. Es vergehen beinahe 40 Minuten, bis die Handlung des Streifens in Gange kommt. Bis auf das Intro, das die brutale Hinrichtung einer nackten Frau zeigt, glaubt man schon, dass der Verleiher vielleicht einen falschen Film in die DVD-Hülle gelegt hat, denn bis zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht viel von einem Thriller zu sehen. Blöderweise soll sich dies auch in der restlichen Laufzeit nicht ändern. Ab dem Zeitpunkt, wenn Diane entführt wird und um ihr Überleben kämpfen darf, wird das Ganze zwar recht unterhaltsam, doch entschädigt dies nicht für das Fehlen jedweder Charakteristik. Die handelnden Personen sind alle absolut austauschbar und ohne Charakterzeichnung eingeführt, was einem auch nach 40 Minuten noch unmöglich macht, einzuschätzen, wer jetzt aus welcher Motivation handelt. Auch in Sachen Dialog, Kamera und restlicher Inszenierung ist "Naked Fear" kurz gesagt eine Katastrophe. Nichts gegen Filme aus dem B-Bereich, doch wenn das Ganze dann derart billig und dilettantisch wie hier gezeigt wird, dann hat es selbst der Trash-Liebhaber schwer. Die Vergleiche zu seichter Nachmittagsunterhaltung à la "GZSZ" liegen hier wirklich nicht all zu weit. Scheiß Charaktere, eine miese Inszenierung und ein träger Storyverlauf erfordern schon einiges an Toleranz, um "Naked Fear" bis zum Wendepunkt durchzuhalten. Sobald dieser dann eintritt, wird das Ganze zumindest noch zum halbwegs spannenden Überlebenskampf, der der Bezeichnung Thriller nicht gerecht wird, gegen das Vorherige aber beinahe schon oscarverdächtig erscheint. Vor einem reizenden Naturschauplatz wird die nackte Diane von einem einem geisteskranken Jäger unerbittlich verfolgt, was stellenweise in blutigen Szenen gipfelt, die einer Freigabe ab 18 Jahren allerdings nicht gerecht werden. Sex und Violence sind hierbei durchaus auf 16er Niveau. Auch, wenn die Akteurin die meiste Zeit unbekleidet durchs Bild flüchtet, so wird das Ganze nie zu explizit, auch die Morde werden Gewaltfetischisten nicht zufrieden stellen. Dennoch erwischt "Naked Fear" die Kurve ab einem gewissen Punkt noch haarscharf und rettet sich vor dem Totalreinfall. Für einen geselligen Abend unter Freunden ist der Streifen ungeeignet, doch B-Movie-Nerds ohne sonderliche Ansprüche werden dem Gezeigten im Nachhinnein sicherlich nicht komplett abgeneigt gegenüberstehen. Dass alle anderen hiervon die Finger lassen sollten, ist selbsterklärend. Nicht, weil das Gezeigte zu obszön, explizit oder fragwürdig wäre, sondern weil anhand der miesen Inszenierung nur hartgesottene Allesseher den Streifen überhaupt bis zum Ende durchhalten werden. Objektiv betrachtet gibt es wirklich nicht viel Positives an diesem Werk. Die Schauspieler sind für ihre Rollen ausreichend, werden aber niemals in Hollywood Fuß fassen – und das ist auch gut so.

Was soll man zu einem Film wie "Naked Fear" noch großartig sagen? Letztendlich sind die, die sich so etwas ausleihen, selbst Schuld. Zugegeben: Diverse B-Movie-Dauerkonsumenten, zu denen auch ich mich zähle, können hierbei noch ganz passable Unterhaltung finden, doch für alle anderen bleibt nur die dringende Warnung, bei dem Streifen auf Distanz zu gehen. Würde "Naked Fear" zumindest ein richtiges Brett an sinnlosen Sex- und Gewaltszenen bieten, könnte man das Werk wenigstens noch als sinnentleerte Exploitation deklarieren, doch so bleibt im Endeffekt ein Film, der storytechnisch und inszenatorisch absolut nichts zu bieten hat und auch sonst hinter den Erwartungen zurückbleibt. Muss man nicht gesehen haben.

Bewertung

Splatter 1.gif
Spannung 2_5.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 2_5.gif
Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

Naked Blood

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OT:Akuma No yorokobi

ca.77 Minuten

Japan 1995

Regie

  • Hisayasu Sato
Darsteller

  • Misa Aika
  • Mika Kirihara
  • u.a.

Naked Blood

Story

Hier könnte ich einen langen Text schreiben, oder aber nur eine kurze aber wesentliche Zusammenfassung. Ich entscheide mich für letzteres, da ich hier ja niemanden zu Tode langweilen, bzw. keine Überraschungen nehmen will.

Im Mittelpunkt steht ein 17 jähriger Junge, der schon ein eifriger Wissenschaftler ist. Jedenfalls hat dieser Junge ein neues Mittel erfunden, dass er My Son nennt und die Welt revolutionieren soll. Dieses Mittel wandelt nämlich den Schmerz in ein angenehmes Glücksgefühl um. Um so größer der Schmerz ist, um so stärker ist dieses Glücksgefühl.

“We can now spend the day with a feeling of blue skies and spring!”

Voller Stolz will er das Mittel testen, weiß aber nicht wie er jemanden finden könnte. Zufällig führt zur selben Zeit seine Mutter, die ebenfalls Wissenschaftlerin ist, ein Experiment mit drei jungen Frauen durch. Diese Chance nutzt der Junge um Heimlich sein Wundermittel, My Son, den drei Frauen zu verabreichen und diese danach dann zu beobachten, um zu sehen was passiert. Nur ist das Ergebnis alles andere als erfreulich und es kommt so wie es sich der Junge nie hätte vorgestellt. Nachdem die Frauen nämlich merken, dass sie statt Schmerz ein gutes Gefühl verspüren, wollen sie das immer mehr und mehr steigern. Es endet schließlich damit, dass sich diese auf übelste Art und Weise selbst verstümmeln. Nur bei einer dieser drei Frauen scheint das Mittel nicht zu wirken, oder besser gesagt, anders zu wirken.

“I wanted to make a drug for eternal happiness!”

Kritik

Ich bin sicher, dass einige Splatterfans nach dem Lesen des Berichtes sich gleich auf die Suche machen werden, da die Story eigentlich schon auf Splatter hinausläuft. Jedenfalls war es bei mir so. Nachdem ich mich bei ofdb über den Film erkundigt habe, habe ich ihn mir sofort und ohne zu zögern gekauft.

Die Geschichte des Film hat mich jedenfalls sofort an „Guinea Pig 3 – He never dies“ erinnert, in dem ein Mann sich umbringen will, aber merkt das er unsterblich ist und sich nun mit allen möglichen Mitteln das Leben nehmen will. Während „Guinea Pig 3“ aber eher mit einem Augenzwinkern daher kommt finden wir in „Naked Blood“ nicht die kleinste Spur von Humor. Ob das gut oder schlecht ist muss jeder für sich entscheiden. Ich jedenfalls mag beides. Mal lustig mal ernst, ich mag beide Arten von Filmen.

Die Haupthandlung ist jedenfalls jetzt bekannt, ich kann aber gleich sagen das es nicht nur dabei bleibt. Es wird nämlich alles viel komplizierter als Anfangs angenommen und wenn dann die letzten 15 Minuten kommen fragt man sich als Zuschauer schon manchmal „Wie jetzt?“, oder „Was soll denn das bitte schön?“. Ich will jetzt nicht zuviel verraten, aber die letzten 15 Minuten unterscheiden sich doch gewaltig vom Film davor und lassen den Zuschauer beinahe etwas wie einen Trip erleben, da man einfach am Laufenden Band wirre Bilder zu sehen bekommt. Ist sicherlich Geschmackssache, aber bei mir ist das jetzt eher positiv angekommen, da man (ich will jetzt nicht zuviel verraten) am Ende praktisch miterlebt was die Beiden Hauptpersonen fühlen. Das Ende bleibt dann offen, so dass jeder gezwungen wird selber daraus zu interpretieren was das jetzt bedeuten soll. Ich jedenfalls mag Filme dieser Art.

Die Stunde davor hingegen bleibt bis auf ein paar kleine Ausnahmen aber immer schön überschaubar, obwohl es auch schon hier ein paar komische Andeutungen gibt. Hierbei denke ich jetzt besonders an die Szenen mit dem Vater des Jungen (Namen habe ich leider vergessen und ich bin jetzt auch zu faul die DVD extra in den Player zu werfen *gg*), oder die Sache mit dem Kaktus.

Am Anfang braucht der Film aber etwas um in fahrt zu kommen und ich kann mir gut vorstellen, dass bei dem ein oder anderen Langeweile aufkommt. Bei mir war das aber glücklicherweise nicht der Fall, ich habe den Film wirklich von Anfang bis Ende mit großem Interesse angeschaut, da ich auch die ganze Handlung einfach sehr interessant fand und der Bilderrausch am Ende irgendwie einfach perfekt in den Film passt. Vielleicht soll es ja das zeigen was die Leute fühlen, wenn sie das Medikament zu sich genommen haben und statt Schmerz das angenehme Gefühl spüren. Kann ich nicht sagen, diesbezüglich bleibt der Zuschauer im dunkeln.

Nun aber zu eigentlichen, den Gore und Splatterszenen. Ja, der Film ist wirklich Hammerkrass was die Splatterszenen angeht. Jemand der aber eine Non Splatter Orgie erwartet wird aber enttäuscht sein und sollte sich dann doch lieber ein Film wie „Guinea Pig 2 – Flowers of flesh and blood“ holen. Der Splatter in „Naked Blood“ ist nämlich schon etwas sparsamer gesetzt, zumindest im bezug darauf, wenn man so manche Kritiken im Internet liest, die ihn als Goregranate hinstellt. Die erste blutige Szene kommt beispielsweise erst nach ca. 25 Minuten, die es dann aber auch in sich hat. Es ist schon krass mit anzusehen wie eine der Frauen ihre Hand in kochendes Öl taucht bis diese durchfrittiert ist um danach ihren Finger zu essen. Nach ungefähr 45 Minuten kommt aber eine Szene die wirklich Beyond the Limits *gggg* ist und mit zu dem krassesten zählt was ich jemals auf dem Bildschirm gesehen habe und wogegen ein offener Bauch mit Blick auf die Eingeweide am Ende dagegen wie Sandmännchen wirkt.

Und zwar werden wir dort zeuge wie eine der Frauen (Die Selbe übrigens wie mit dem kochenden Öl) sich erst die Schamlippen abschneidet und isst, dann ihre Nippel mit dem Messer schön bearbeitet und ebenfalls isst und sich letztendlich auch noch das Auge mit Messer und Gabel rausholt um auch das genüsslich zu verspeisen. Das alles wirkt erst recht krass, weil die Frau dabei stöhnt als hätte sie gerade Sex. Alles natürlich schön in Großaufnahme und superrealistisch gemacht. Ich habe ja schon einiges gesehen aber dort (vor allem das mit dem Auge) habe ich wirklich mein Gesicht zusammengezogen, denn hier wird wirklich jedes kleine Detail super ausführlich gezeigt *AUA, wenn ich nur daran denke*.

Splattertechnisch gesehen kann man diesen Film jedenfalls schon zu den härtesten Filmen zählen die es gibt, auch wenn es nicht so viele Szene davon gibt. Dafür aber Qualität wie man es besser gar nicht machen könnte. Das dieser Film in Deutschland niemals erschienen ist, sollte somit auf der Hand liegen. Jeder der jedenfalls glaubt, dass Splattertechnisch nichts mehr ihn/Sie beeindrucken kann, soll sich mal „Naked Blood“ besorgen. Leute mit schwachem Magen hingegen, sollten in einer Hand schon einmal die Kotztüte bereit halten *lol* (Kleiner Scherz am Rande).

Das der Film aber deutlich mehr zu bieten hat als Make Up Effekte zeigt aber schon die Story, auf die man echt erst einmal kommen muss. Aber auch die Atmosphäre ist die ganze Zeit über irgendwie ziemlich bedrückend und gegen später wird diese auch etwas mysteriös. Spannung und Schocks gibt es aber keine, was den Film deshalb auch nicht als einen richtigen Horrorfilm erscheinen lässt. Genauer gesagt kann man den Film nur sehr schwer zuordnen. So spontan würde ich mal sagen, es ist ein blutiges Psycho-Drama.

Die Schauspielerische Leistung ist eigentlich auch ganz gut, auch wenn ich wiedermahl keinen der Darsteller kenne. Zwar hätte man für die Rollen eigentlich auch jeden X Beliebigen Schauspieler nehmen können, da hier wirklich nur die Atmosphäre, das Blut und die Handlung zählt, aber so wie es ist kann sich der Film echt sehen lassen. Hauptdarsteller gibt es zwei, den Jungen und die Frau bei der das Mittel nicht richtig wirkt. Vom Regisseur Toshiyasu Sato habe ich ebenfalls noch nie etwas gehört, aber der Mann weiß was er macht, soviel ist schon mal sicher. Ich habe jedenfalls nur einen Splatterfilm erwartet, bekam aber noch mehr zu sehen. Um es mal vorsichtig zu sagen, einen intelligenten Splatterfilm, der streng gesehen sogar gar kein Splatterfilm ist und das obwohl die Effekte sehr selbstzweckhaft gezeigt werden.

Meine Meinung basiert auf der ungeschnittenen niederländischen DVD von dem Label Japan Shock, die ich jedem interessierten nur empfehlen kann. Die Scheibe hat mich Neu und OVP 11 Euro gekostet, 11 Euro die jeden Cent wert sind. Die Bild und Tonqualität ist für ein Film dieser Sorte hervorragend und lässt keine Wünsche übrig. Der Film ist zwar nur in japanisch mit englischen Untertiteln, aber das macht bei diesem Film überhaupt nichts. Ich selber habe wirklich nur mittelmäßige Englischkenntnisse und komme bei manchen Filmen manchmal schon etwas ins Grübeln, aber bei „Naked Blood“ habe ich wirklich jeden einzelnen Satz problemlos verstanden. Abgesehen davon wird sowieso nicht übermäßig viel geredet, da der Film hauptsächlich von seinen Bildern lebt. Extras gibt es leider bis auf eine Bildergalerie keine, aber das kann man verschmerzen. Ansonsten gibt es über die Scheibe eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Ich bin jedenfalls froh, dass der Film überhaupt in einem westlichen Land erschienen ist. Lustig finde ich, dass der Film in Holland ab 16 freigegeben ist und hierzulande nicht einmal erschienen ist. Armes Deutschland!!!

Ansonsten ist mir nur noch das Tape vom selbigen Label bekannt. Eine deutsche Veröffentlichung wird es wahrscheinlich niemals geben, da es kein deutsches Label mit unserem Jugendschutz (oder besser gesagt Erwachsenenschutz) wagen würde den Film hier zu veröffentlichen und Astro ist ja inzwischen Marketting und bringt leider keine solche Filme mehr raus. Das einzige was man hoffen kann ist eine österreichische oder schweizerische Veröffentlichung, was ich persönlich aber auch nicht glaube. Immerhin hat der Film ja bald schon 10 Jahre auf dem Buckel und wäre sonst ja schon lange veröffentlicht worden. Ist mir aber auch egal, die NL DVD reicht mir vollkommen.

Jeder der auf abgedrehte asiatische Filme steht und auch nichts gegen ein paar hammerblutige Szenen hat, sollte diesen Film so schnell wie möglich sehen. Alle anderen bitte einen großen Bogen drum machen. Ich vergebe eine 8 von 10( laut ofdb Wertung). Für die Höchstwertung reicht es dann doch nicht ganz. Vielleicht bekommt er die ja, wenn ich den Streifen ein zweites mal gesehen habe (ähnlich wie bei „Audition“). Ich bin jedenfalls begeistert von dem Film!

Bewertung

Splatter 6.gif
Spannung 4_5.gif
Story 5_5.gif
Ekelfaktor 6.gif
Atmosphäre 5.gif
Gesamt 5_5.gif

Ähnlicher Film:

Naked Fear 2

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2009
Laufzeit ca. 83 Minuten
Regie Jon Bonnell
Darsteller James Ray Kathleen Benner Michael Harrelson Ashley Francis u.a.
Bild
  • 2
  • 35:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • DTS
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 18
Naked Fear 2

Story

Ridley Thompson ist ein verabscheuenswerter, sadistischer Mistkerl, dessen Hobby es ist, Menschen zu töten. Er wohnt im Süden der USA und hat sich in die hübsche Valora verliebt, die er im Internet auf einer MySpace-ähnlichen Plattform bemerkte. Er entführt sie und will viel Zeit mit ihr verbringen. Die gefesselte und körperliche misshandelte Valora hat allerdings einiges dagegen einzuwenden. Die gründliche Überlebensausbildung durch ihren Großvater kommt ihr da gelegen. Kann sie sich aus den Griffen des bösen Ridley befreien?

07_2010_naked_fear_2_1.jpg07_2010_naked_fear_2_2.jpg

Kritik

Angelehnt an den Film „Naked Fear“(2007) befasst sich auch dieser in New Mexico spielende Film mit einem Frauenmörder. Aber ein richtige Sequel ist er nun auch wieder nicht, denn kein einziger Schauspieler dieses ersten Films ist hier mit an Bord. Ein Blick auf die beiden möglichen englischen Originaltitel „Match.Dead“ und „The Abductor“ zeigt uns, dass es diesen zweiten Teil wohl nur im Kopf des Übersetzers gab. Also tut „Naked Fear“ hier nicht viel zur Sache, folgend kann man sich diesen Film auch gucken, ohne je „Naked Fear (1)“ vor die Linsen bekommen zu haben.

Zu unser aller Glück geht es zwischendurch rein optisch ganz schön zur Sache: abgekniffene oder abgeschossene Zeigefinger, deutlich gebrochene Nasen und viele Kopfschüsse, bei denen an Blut nicht gespart wurde. Definitiv eine der Lichtseiten dieses Films. Aber auch eine der wenigen.

Ein weiterer wäre Regisseur Jon Bonnell. Kaum Erfahrung (lediglich „Star Quest: The Odyssey“), kaum Geld zur Verfügung (Wie das bei Low Budget Produktionen ja nun mal so ist) und trotzdem ein für diese Verhältnisse sehenswerter Film.Allerdings fällt dieser Unerfahrenheit auch sämtliche Spannung zum Opfer. Ab und zu flammt sie zwar auf, aber wirklich gefesselt wird man nicht, obwohl der Protagonist ein begnadeter Fessler ist.

Selbiger füllt den Film übrigens gut. Falls es die Absicht von James Ray („Star Quest: The Odyssey“, …) war, möglichst misanthropisch rüberzukommen und gehasst zu werden, macht er alles richtig. Man würde stellenweise am liebsten selbst in den Fernseher steigen und diesem verachtenden Kerl gehörig eins auf die Kauleiste geben! Die anderen Schauspieler machen ihre Aufgabe gut, fallen nicht weiter durch Gutes oder Schlechtes auf.

Wer sich also hier auf einen Kauf einlässt, der sollte nicht zu viel erwarten. Allerdings sollte man auch nicht glauben, dass dieser Film gar nichts zu bieten hat. Er bereitet eine durchaus neue Situation, aus der sich die Hauptdarstellerin in einem ziemlich komischen Ende befreit. Außerdem weiß er auf seine eigene Art zu unterhalten und er ist bestimmt auch dazu in der Lage, die Langeweile zu erschießen.

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DVD

Es begrüßt uns schon zu Beginn ein einfallsreich gestaltetes Menü. Das Zusatzmaterial ist auf den Standard beschränkt, beeindruckt nicht allzu sehr. Bild- und Tonqualität sind in Ordnung, allerdings eher dem Low-Budget-Standard entsprechend. Dementsprechend sind die Synchronsprecher nicht immer überzeugend.

Bewertung

Splatter 2010_4.gif
Spannung 2010_1.gif
Story 2010_3.gif
Ekelfaktor 2010_2.gif
Atmosphäre 2010_3.gif
Tonqualität 2010_4.gif
Bildqualität 2010_4.gif
Zusatzmaterial 2010_2.gif
Gesamteindruck 2010_2_5.gif