Aragami – Hyper Samurai Sword Action

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Informationen

OT:Aragami

ca.75 Minuten

Japan 2002

Regie

  • Ryuhei Kitamura
Darsteller

  • Takao Ôsawa
  • Masaya Kato
  • Kanae Uotani
  • Tak Sakaguchi
  • u.a.

Aragami - Hyper Samurai Sword Action

Story

Mit letzter Kraft und schwer verwundet können sich zwei Samurai aus der Schlacht in einen abgelegenen Tempel retten. Ein mysteriöser Krieger und seine Dienerin nehmen sich ihrer an. Während sein Gefährte den Verletzungen erliegt, ist der andere Samurai auf wundersame Weise schon binnen kürzester Zeit genesen. Doch nicht nur das: Sein Retter Aragami hat ihm nahezu Unsterblichkeit und enorme Kraft verliehen. Denn der Dämon in Menschengestalt sucht einen ebenbürtigen Gegner für ein Duell auf Leben und Tod…

Kritik

In sieben Tagen schuf Gott die Erde. Nur einen Tag länger Zeit hatte Regisseur Ryuhei Kitamura Zeit, um seinen Film „Aragami“ zu vollenden. Das nämlich war der Deal, den die beiden japanischen Filmemacher Yukihiko Tsutsumi („Chinese Dinner“) und eben Ryuhei Kitamura seinerzeit gemeinsam mit dem „Ring“-Produzenten Shin’ya Kawai abschlossen. Nach nur einer Woche sollte jeder von Ihnen einen kompletten Film präsentieren. Das Thema: Zwei Kontrahenten, ein Raum, ein Duell. Während sich Yukihiko Tsutsumi im „Duel-Project“ mit seinem Beitrag „2LDK“ dem Zickenterror widmete, schickte Ryuhei Kitamura mit „Aragami“ ganz traditionell zwei Samuraikrieger ins Rennen.

Das Resultat kann sich sehen lassen. Bei einer Länge von gerade einmal 75 Minuten bietet Kitamuras Kammerspiel genau die richtige Mischung aus Action und Dialogen – mal dramatisch, stellenweise aber auch witzig. Während sich das Duell zwischen den beiden Hauptdarstellern in der ersten Hälfte des Films fast ausschließlich auf Wortgefechte beschränkt, kreisen zum Ende hin spektakulär die Klingen.

Masaya Kato, der u.a in Takeshi Kitano’s „Brother“ (2000) und Takeshi Miike’s „Gozu“ (2003) mitwirkte, und Takao Osawa, den Ryuhei Kitamura später auch in seinem „Sky High“ (2003) einsetzte, machen sich als Kriegsgott Aragami bzw. namenloser Samurai gegenseitig das „ewige“ Leben schwer. Beide Darsteller spielen ihren Part mit einer derartigen Intensität, als seien sie mit ihrer Rolle im Film eins geworden. Sie nutzen die Anspannung und Konzentration durch die Strapazen der Dreharbeiten zum positiven Zwecke und übertragen sie auf ihre Filmcharaktere.

Obwohl die Handlung in ein und demselben Raum spielt, schafft es Ryuhei Kitamura durch Beleuchtung und insbesondere effektvolle Kameraeinstellungen den Film äußerst facettenreich zu gestalten. Dies kommt vor allem auch bei den Kampfszenen sehr gut zur Geltung, die einmal mehr sehr gut choreographiert sind. Und natürlich lässt es sich der Regisseur auch hier nicht nehmen, dem traditionellen „Chambara“-Thema, also dem Genre des japanischen Schwertkampf-Films, seinen ganz persönlichen modernen Stempel aufzudrücken, sei es durch schnelle Schnitte, rockigen Soundtrack oder einfach durch eine gelungene Pointe zum Schluss.

„Ein Film entsteht erst, wenn man sich quält“, gibt Ryuhei Kitamura im Making-Of zum Besten. Gequält haben sich bei „Aragami“, seinem Beitrag zum „Duel-Project“, definitiv alle Beteiligten. Schließlich ist nicht nur ein Film entstanden, sondern ein guter noch dazu…

Fazit: Kurze Produktionszeit, dennoch kein Schnellschuss. Rasante Schwert-Action und coole Dialoge. Ein „Highlander“ aus dem Land der aufgehenden Sonne.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 4.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 4.gif

Ähnlicher Film:

  • Azumi

Samurai Reincarnation

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Informationen

OT:Makai Tensho

ca.117 Minuten

Japan 1981

Regie

  • Fukasaku Kinji
Darsteller

  • Sonny Chiba
  • Hiroyuki Sanada
  • Kenji Sawada
  • u.a.

Samurai Reincarnation

Story

Japan im 17. Jahrhundert: Der Shogun Tokugawa lässt den christlichen Glauben verbieten. Christen werden verfolgt, ermordet. Die Regierungstruppen richten ein Blutbad an. Sie töten 37.000 Christen. Die abgetrennten Köpfe der Opfer werden auf Pfähle aufgespießt. Der Christenführer Shiro Amakusa wendet sich daraufhin von Gott ab. Um Rache zu üben geht einen Pakt mit dem Teufel ein. Als Dämon zieht er nun durchs Land, verführt weitere Krieger zur dunklen Seite. Gemeinsam mit ihnen will er den Shogun stürzen.

Der Samurai Jubei, ein exzellenter Schwertkämpfer, stellt sich ihm entgegen. Als die Dämonen seinen Vater in ihren Bann ziehen, um Jubei dadurch zu schwächen, beauftragt er einen Schwertmacher, ein spezielles Schwert anzufertigen: Ein böses Schwert. Denn nur das Böse kann das Böse besiegen…

Kritik

Die Stimme macht die Stimmung aus…

Zwischen Poesie und Peinlichkeit liegt häufig nur ein schmaler Grat. Ein schmaler Grat, der beim Film nicht selten von der Synchronisation gebildet wird. "Samurai Reincarnation" wandert auf diesem Grat.

Es ist wirklich erstaunlich, wie stark die Synchronisation den Gesamteindruck eines Films beeinflusst. In der deutschen Fassung sind einige Synchronstimmen arg gewöhnungsbedürftig und passen einfach nicht zu den jeweiligen Charakteren. Beispielsweise besitzt ausgerechnet der dämonische Christenführer eine etwas knabenhafte Stimme, wodurch seine Monologe und Beschwörungsformeln zu Beginn des Films eher lächerlich als unheimlich wirken. Auch die Stimmen der übrigen Charaktere kommen in der Originalversion wesentlich intensiver, kräftiger rüber, wirken dadurch ernsthafter, glaubwürdiger.

Selbst, wenn die gesprochenen Worte und die Untertitel üblicherweise identisch sind, haben die Dialoge dadurch unterschiedliche Aussagekraft. Je nachdem, für welche Version sich der Zuschauer nun entscheidet, bekommt er zwei unterschiedliche Filme geboten: In der deutschen Version einen Fantasy-Klamauk mit Schwertkampf- und Horrorelementen. In der Originalversion einen stimmungsvollen, düsteren Fantasy-Samurai-Film. Letzterer bietet die wesentlich bessere Unterhaltung.

Der Film beginnt verheißungsvoll: "Ein Schwert kann Tausende von Menschen gebären, es kann die Seelen der Toten ins Leben zurückbringen und die Teufel aus der Hölle holen." kündigen japanische Buchstaben (selbstverständlich deutsch untertitelt) das folgende Unheil an.

Kameraschwenk über ein Schlachtfeld, übersät mit Leichen. Tausende von abgehackten teils halbierten Köpfen, aufgespießt auf lange Stäbe. Sie ragen blutig in die Dämmerung. Eine stimmungsvolle Silhouette des Grauens, wie sie sich einige Jahre später auch in Francis Ford Coppola‘ s "Dracula" präsentiert. Ähnlich wie in "Dracula" ist auch hier das große Christensterben angesagt. Und auch hier wendet sich der bislang gläubige Christenführer zornig von seinem Gott ab, sucht Hilfe bei finsteren Mächten, um Rache zu nehmen.

Wie bei vielen japanischen Schwertkampf- und Samuraifilmen haben die Story und auch viele der Charaktere der Handlung einen historischen Hintergrund: Die große Schlacht in der Region Shambara, die Christenverfolgung, die Ermordung von 37.000 Christen, wahre Begebenheiten aus der japanischen Geschichte.

Sonny Chiba ist der Held des Films. Mit Schwert und Augenklappe macht er Jagd auf die Dämonen. Leider taucht er erst ab der zweiten Hälfte des Films auf. Noch kürzer ist der Auftritt von Chibas JAC-Schüler Hiroyuki Sanada: Er hat nur eine sehr kleine Rolle als einer der dämonischen Krieger. Während sich Sanada so gut wie völlig aus dem Getümmel zurückzieht, hat Sonny Chiba zumindest ein paar Kampfszenen. Er ist in seinem Element und kämpft in den Elementen. Ob im Wasser, am Strand oder im Feuer des niederbrennenden Tempels. Nun handelt es sich bei "Samurai Reincarnation" um einen Schwertkampf-Film, man weiß auch, welche Wunden ein Schwert einem Menschen zufügen kann, jedoch hält sich die Gewaltdarstellung in Grenzen. Zwar werden so manche Köpfe gespalten, das Ergebnis wird jedoch nur angedeutet.

"Samurai Reincarnation" besitzt wirklich sehr schöne Momente, wie oben genannte Eingangssequenz: Der Shogun-Tempel vor glutrotem Himmel. Ein getöteter Kriegsherr, erdrosselt mit den Haaren seiner Opfer, gebranntmarkt mit einem Kreuz auf seiner Stirn. Ein dämonischer Lanzenkämpfer, wie ein Vampir über einen nackten blutüberströmten Frauenkörper gebeugt. Die stimmungsvollen Bilder ziehen sich durch den ganzen Film. Besonders gelungen ist der Showdown zwischen Sonny Chiba und Oberdämon Kenji Sawada in dem brennenden Palast Edos.

Passend zu den schönen Bildern, der Soundtrack: Dezent, ruhig. Oftmals ist nur eine Flöte oder das Klappern von Hölzern zu hören.

"Samurai Reincarnation" ist zwar weit entfernt davon, als ein Meisterwerk des Schwertkampffilms in die Filmgeschichte einzugehen. Freunden japanischer Kampfkunst und Fantasy-Fans kommen jedoch gleichermaßen auf ihre Kosten.

Fazit: Sonny Chiba gegen die Mächte der Finsternis. "Samurai Reincarnation" ist unterhaltsames Fantasy-Schwertkampf-Kino, allerdings nur in der Originalversion…

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 3_5.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 4.gif

Ähnlicher Film:

Shoguns Ninja

Samurai Commando

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Informationen

OT:Samurai Commando – Mission 1549

ca.87 Minuten

Japan 2005

Regie

  • Masaaki Tezuka
Darsteller

  • Yosuke Eguchi
  • Kyoka Suzuki
  • Haruka Ayase
  • Masatô Ibu
  • u.a.

Samurai Commando

Story

Im Jahr 2003 führt das japanischen Militär ein Experiment durch. Ziel des Versuchs ist es, Militärtruppen durch die Zeit reisen zu lassen. Der Test gelingt und eine Einheit findet sich im Jahre 1547 wieder, wo sie prompt von einer Samurai-Armee angegriffen wird. Es scheint kein Zurück mehr zu geben. Zwei Jahre später soll eine Elitetruppe die verlorenen Soldaten zurückholen, doch dem Team bleibt nicht viel Zeit.

In der Vergangenheit angekommen, müssen sie feststellen, dass der japanische Oberst Matoba nun zum tyrannischen Anführer der Samurais aufgestiegen ist. Ein gnadenloser Kampf zwischen Schwertkämpfern und High-Tech-Einheiten beginnt…

samurai_commando_1.jpgsamurai_commando_2.jpg

Kritik

Mit „Time Slip – Tag der Apokalypse“ (Sengoku Jieitai) schuf Regisseur Mitsumasa Saito 1979 ein Science-Fiction-Abenteuer, das nicht nur wegen der Mitwirkung der japanischen Martial-Arts-Ikone Sonny Chiba, sondern vor allem aufgrund der interessanten Handlung bei Filmfreunden schnell zum Kultfilm avancierte. Durch eine Sonnenanomalie wurde eine Gruppe japanischer Militärs samt Waffenarsenal in das mittelalterliche Japan katapultiert und sah sich mit der ebenso fremden wie faszinierenden Kultur der traditionellen Samurai-Krieger konfrontiert.

Aus der durchaus reizvollen Ausgangssituation entwickelte Mitsumasa Saito seinerzeit ein nettes Abenteuerfilmchen, das zwar einige dramaturgischen Längen aufwies, letztlich jedoch gute Unterhaltung lieferte.

„Samurai Commando“ greift nun, über 25 Jahre später, den Stoff des Klassikers auf und versäumt es dabei, die dramaturgischen Schwächen des Originals abzustellen. Masaaki Tezuka’s Film aus dem Jahr 2005 kann nicht direkt als Remake des Sonny-Chiba-Actioners bezeichnet werden, vielmehr handelt es sich um eine Variation der Drehbuchvorlage, angepasst an die Sehgewohnheiten des heutigen Publikums. Während das Original seinen Unterhaltungswert neben den Kampfszenen vor allem aus dem Aufeinandertreffen der verschiedenen Kulturen bezog, sucht „Samurai Commando“ sein filmisches Heil in purer Action und CGI-Effekten und scheitert dabei. Die Schlachtenszenen sind spärlich gesät und reichen in ihrer Darstellung bei weitem nicht an die teilweise wirklich schön inszenierten Kampfsequenzen des Originals heran. Über die dargebotenen Computer-Animationen sollte man besser den Kimono des Schweigens legen. Sie wirken in ihrer schlichten Umsetzung wie Relikte aus den frühen 90er Jahren.

Insgesamt macht „Samurai Commando“ den Anschein einer schnell heruntergekurbelten TV-Produktion. Verstärkt wird dieser Eindruck zusätzlich durch die teilweise blasse Vorstellung der Schauspieler. Hier kann eigentlich kein Mime richtig überzeugen. Was allerdings am meisten stört, sind die teilweise haarsträubenden Drehbucheinfälle. Zugegeben, bei Filmen mit Zeitreise-Thematik empfiehlt es sich nicht, hohe Ansprüche an Realitätsnähe zu stellen, wenn dem Zuschauer jedoch weisgemacht werden soll, dass es ein leichtes sei, mal eben im mittelalterlichen Japan hochmoderne Raffinerien aus dem Boden zu stampfen, und am Ende sogar eine Atombombe ins Spiel kommt, dann kann sich dieser mit Recht ein wenig verschaukelt vorkommen.

Für einen anspruchslosen Filmabend ist „Samurai Commando“ ganz passabel. Für richtig gute Unterhaltung sei an dieser Stelle doch besser das Original empfohlen.

samurai_commando_3.jpgsamurai_commando_4.jpg

Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 2.gif
Story 1.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 2.gif
Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

Time Slip – Tag der Apokalypse

Samurai Commando

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Informationen

og_title OT: Samurai Commando
origin_date
  • Japan
  • 2005
duration ca. 87 Minuten
Regie Masaaki Tezuka
Darsteller Yosuke Eguchi Kyoka Suzuki Haruka Ayase Masatô Ibu
Bildformat Widescreen 1.85:1 (anamorph)
Tonformat Deutsch Dolby Digital 5.1; DTS Japanisch Dolby Digital 5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Japanisch
Untertitel
Ländercode code_2.jpg
Freigabe fsk_16.gif
Samurai Commando

Story

Im Jahr 2003 führt das japanischen Militär ein Experiment durch. Ziel des Versuchs ist es, Militärtruppen durch die Zeit reisen zu lassen. Der Test gelingt und eine Einheit findet sich im Jahre 1547 wieder, wo sie prompt von einer Samurai-Armee angegriffen wird. Es scheint kein Zurück mehr zu geben. Zwei Jahre später soll eine Elitetruppe die verlorenen Soldaten zurückholen, doch dem Team bleibt nicht viel Zeit.In der Vergangenheit angekommen, müssen sie feststellen, dass der japanische Oberst Matoba nun zum tyrannischen Anführer der Samurais aufgestiegen ist.

Ein gnadenloser Kampf zwischen Schwertkämpfern und High-Tech-Einheiten beginnt…

04_2007_Samurai_Commando_1.jpg04_2007_Samurai_Commando_2.jpg

Kritik

Mit „Time Slip – Tag der Apokalypse“ (Sengoku Jieitai) schuf Regisseur Mitsumasa Saito 1979 ein Science-Fiction-Abenteuer, das nicht nur wegen der Mitwirkung der japanischen Martial-Arts-Ikone Sonny Chiba, sondern vor allem aufgrund der interessanten Handlung bei Filmfreunden schnell zum Kultfilm avancierte. Durch eine Sonnenanomalie wurde eine Gruppe japanischer Militärs samt Waffenarsenal in das mittelalterliche Japan katapultiert und sah sich mit der ebenso fremden wie faszinierenden Kultur der traditionellen Samurai-Krieger konfrontiert.Aus der durchaus reizvollen Ausgangssituation entwickelte Mitsumasa Saito seinerzeit ein nettes Abenteuerfilmchen, das zwar einige dramaturgischen Längen aufwies, letztlich jedoch gute Unterhaltung lieferte.„Samurai Commando“ greift nun, über 25 Jahre später, den Stoff des Klassikers auf und versäumt es dabei, die dramaturgischen Schwächen des Originals abzustellen. Masaaki Tezuka’s Film aus dem Jahr 2005 kann nicht direkt als Remake des Sonny-Chiba-Actioners bezeichnet werden, vielmehr handelt es sich um eine Variation der Drehbuchvorlage, angepasst an die Sehgewohnheiten des heutigen Publikums. Während das Original seinen Unterhaltungswert neben den Kampfszenen vor allem aus dem Aufeinandertreffen der verschiedenen Kulturen bezog, sucht „Samurai Commando“ sein filmisches Heil in purer Action und CGI-Effekten und scheitert dabei. Die Schlachtenszenen sind spärlich gesät und reichen in ihrer Darstellung bei weitem nicht an die teilweise wirklich schön inszenierten Kampfsequenzen des Originals heran. Über die dargebotenen Computer-Animationen sollte man besser den Kimono des Schweigens legen. Sie wirken in ihrer schlichten Umsetzung wie Relikte aus den frühen 90er Jahren.Insgesamt macht „Samurai Commando“ den Anschein einer schnell heruntergekurbelten TV-Produktion. Verstärkt wird dieser Eindruck zusätzlich durch die teilweise blasse Vorstellung der Schauspieler. Hier kann eigentlich kein Mime richtig überzeugen. Was allerdings am meisten stört, sind die teilweise haarsträubenden Drehbucheinfälle. Zugegeben, bei Filmen mit Zeitreise-Thematik empfiehlt es sich nicht, hohe Ansprüche an Realitätsnähe zu stellen, wenn dem Zuschauer jedoch weisgemacht werden soll, dass es ein leichtes sei, mal eben im mittelalterlichen Japan hochmoderne Raffinerien aus dem Boden zu stampfen, und am Ende sogar eine Atombombe ins Spiel kommt, dann kann sich dieser mit Recht ein wenig verschaukelt vorkommen.Für einen anspruchslosen Filmabend ist „Samurai Commando“ ganz passabel. Für richtig gute Unterhaltung sei an dieser Stelle doch besser das Original empfohlen.

04_2007_Samurai_Commando_3.jpg04_2007_Samurai_Commando_4.jpg

DVD

Für die Rezension lag leider nur eine Presse-DVD ohne Extras vor.

Bewertung

Splatter 2007_stern.gif2007_stern_halb.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Story 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Spannung 2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ekelfaktor 2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Atmosphäre 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif
Ton
Bild
Extras
Gesamt 2007_stern.gif2007_stern.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif2007_stern_schwarz.gif

Samurai Reincarnation

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Informationen

Darsteller
  • Sonny Chiba
  • Hiroyuki Sanada
  • Kenji Sawada
Regie Fukasaku Kinji
Tonformat Deutsch Dolby Digital 5.1 Japanisch Dolby Digital 2.0
Bildformat
  • 16:9 / 1
  • 78:1
Sprachen
  • Deutsch
  • Japanisch
Untertitel Deutsch
FSK FSK freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG
Ländercode 2
Drehland Japan
Jahr 1981
Filmlänge ca. 117 Minuten
Verleih S PLENDID
Originaltitel Makai Tensho
Samurai Reincarnation

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Der Film kann hier bestellt werden

Story

Japan im 17. Jahrhundert: Der Shogun Tokugawa lässt den christlichen Glauben verbieten. Christen werden verfolgt, ermordet. Die Regierungstruppen richten ein Blutbad an. Sie töten 37.000 Christen. Die abgetrennten Köpfe der Opfer werden auf Pfähle aufgespießt.

Der Christenführer Shiro Amakusa wendet sich daraufhin von Gott ab. Um Rache zu üben geht einen Pakt mit dem Teufel ein. Als Dämon zieht er nun durchs Land, verführt weitere Krieger zur dunklen Seite. Gemeinsam mit ihnen will er den Shogun stürzen.

Der Samurai Jubei, ein exzellenter Schwertkämpfer, stellt sich ihm entgegen. Als die Dämonen seinen Vater in ihren Bann ziehen, um Jubei dadurch zu schwächen, beauftragt er einen Schwertmacher, ein spezielles Schwert anzufertigen: Ein böses Schwert. Denn nur das Böse kann das Böse besiegen…

Kritik

Die Stimme macht die Stimmung aus…

Zwischen Poesie und Peinlichkeit liegt häufig nur ein schmaler Grat. Ein schmaler Grat, der beim Film nicht selten von der Synchronisation gebildet wird."Samurai Reincarnation" wandert auf diesem Grat.

Es ist wirklich erstaunlich, wie stark die Synchronisation den Gesamteindruck eines Films beeinflusst. In der deutschen Fassung sind einige Synchronstimmen arg gewöhnungsbedürftig und passen einfach nicht zu den jeweiligen Charakteren. Beispielsweise besitzt ausgerechnet der dämonische Christenführer eine etwas knabenhafte Stimme, wodurch seine Monologe und Beschwörungsformeln zu Beginn des Films eher lächerlich als unheimlich wirken. Auch die Stimmen der übrigen Charaktere kommen in der Originalversion wesentlich intensiver, kräftiger rüber, wirken dadurch ernsthafter, glaubwürdiger.

Selbst, wenn die gesprochenen Worte und die Untertitel üblicherweise identisch sind, haben die Dialoge dadurch unterschiedliche Aussagekraft. Je nachdem, für welche Version sich der Zuschauer nun entscheidet, bekommt er zwei unterschiedliche Filme geboten: In der deutschen Version einen Fantasy-Klamauk mit Schwertkampf- und Horrorelementen. In der Originalversion einen stimmungsvollen, düsteren Fantasy-Samurai-Film. Letzterer bietet die wesentlich bessere Unterhaltung.

Der Film beginnt verheißungsvoll: "Ein Schwert kann Tausende von Menschen gebären, es kann die Seelen der Toten ins Leben zurückbringen und die Teufel aus der Hölle holen." kündigen japanische Buchstaben (selbstverständlich deutsch untertitelt) das folgende Unheil an.

Kameraschwenk über ein Schlachtfeld, übersät mit Leichen. Tausende von abgehackten teils halbierten Köpfen, aufgespießt auf lange Stäbe. Sie ragen blutig in die Dämmerung. Eine stimmungsvolle Silhouette des Grauens, wie sie sich einige Jahre später auch in Francis Ford Coppola‘ s "Dracula" präsentiert.

Ähnlich wie in "Dracula" ist auch hier das große Christensterben angesagt. Und auch hier wendet sich der bislang gläubige Christenführer zornig von seinem Gott ab, sucht Hilfe bei finsteren Mächten, um Rache zu nehmen.

Wie bei vielen japanischen Schwertkampf- und Samuraifilmen haben die Story und auch viele der Charaktere der Handlung einen historischen Hintergrund: Die große Schlacht in der Region Shambara, die Christenverfolgung, die Ermordung von 37.000 Christen, wahre Begebenheiten aus der japanischen Geschichte.

Sonny Chiba ist der Held des Films. Mit Schwert und Augenklappe macht er Jagd auf die Dämonen. Leider taucht er erst ab der zweiten Hälfte des Films auf. Noch kürzer ist der Auftritt von Chibas JAC-Schüler Hiroyuki Sanada: Er hat nur eine sehr kleine Rolle als einer der dämonischen Krieger. Während sich Sanada so gut wie völlig aus dem Getümmel zurückzieht, hat Sonny Chiba zumindest ein paar Kampfszenen. Er ist in seinem Element und kämpft in den Elementen. Ob im Wasser, am Strand oder im Feuer des niederbrennenden Tempels. Nun handelt es sich bei "Samurai Reincarnation" um einen Schwertkampf-Film, man weiß auch, welche Wunden ein Schwert einem Menschen zufügen kann, jedoch hält sich die Gewaltdarstellung in Grenzen. Zwar werden so manche Köpfe gespalten, das Ergebnis wird jedoch nur angedeutet.

"Samurai Reincarnation" besitzt wirklich sehr schöne Momente, wie oben genannte Eingangssequenz: Der Shogun-Tempel vor glutrotem Himmel. Ein getöteter Kriegsherr, erdrosselt mit den Haaren seiner Opfer, gebranntmarkt mit einem Kreuz auf seiner Stirn.Ein dämonischer Lanzenkämpfer, wie ein Vampir über einen nackten blutüberströmten Frauenkörper gebeugt. Die stimmungsvollen Bilder ziehen sich durch den ganzen Film. Besonders gelungen ist der Showdown zwischen Sonny Chiba und Oberdämon Kenji Sawada in dem brennenden Palast Edos.

Passend zu den schönen Bildern, der Soundtrack: Dezent, ruhig. Oftmals ist nur eine Flöte oder das Klappern von Hölzern zu hören.

"Samurai Reincarnation" ist zwar weit entfernt davon, als ein Meisterwerk des Schwertkampffilms in die Filmgeschichte einzugehen. Freunden japanischer Kampfkunst und Fantasy-Fans kommen jedoch gleichermaßen auf ihre Kosten.

Fazit: Sonny Chiba gegen die Mächte der Finsternis. "Samurai Reincarnation" ist unterhaltsames Fantasy-Schwertkampf-Kino, allerdings nur in der Originalversion…

DVD

DVD-Specials:

Bei der DVD von Splendid war der Schmalhans Schmiedkunstmeister:

Außer einer Programmvorschau bietet der Silberling keine Features.

Naja, das wichtigste ist zumindest vorhanden:

Der japanische Originalton mit einblendbaren deutschen Untertiteln!!

Bewertung

Splatter 2.gif
Story 3.gif
Spannung 3.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 4.gif
Ton 5.gif
Bild 5.gif
Features 1.gif
Gesamt 4.gif