We All Scream For Ice Cream

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Informationen

OT:We All Scream For Ice Cream

ca. 57 Minuten

USA 2007

Regie

  • Tom Holland
Darsteller

  • William Forsythe
  • Colin Cunningham
  • Tim Henry
  • Ingrid Tesch
  • u.a.

We All Scream For Ice Cream

Story

Der geistig zurückgebliebene Buster (William Forsythe) ist ein liebenswürdiger und friedvoller Einzelgänger, der als Clown verkleidet in seinem Eiswagen durch die Gegend tuckert und allen Kindern mit seinen Köstlichkeiten und seinen Zaubertricks ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Doch eine Clique von Jugendlichen, die sich "The West End Bunch" nennt, will dem unbeholfenen und stotternden Mann einen Streich spielen, der jedoch gehörig nach hinten losgeht. Statt ihn zu demütigen, kostet der Scherz Buster das Leben.

Die Jahrzehnte vergehen und aus den Kindern von damals werden Familienväter, die mit dem Geschehenen so gut es nun mal geht abgeschlossen haben. Eines Tages verschwinden plötzlich zwei Mitglieder der Ehemaligen Clique spurlos. Als dann immer wieder ein altbekanntes Eiswagengebimmel zu hören ist, wird Layne (Lee Tergesen), einem der Verantwortlichen von damals und mittlerweile Vater zweier Kinder, klar, dass Buster aus dem Jenseits zurückgekehrt ist, um eine alte Rechnung zu begleichen…

Kritik

Neben vielen anderen bekannten Regisseuren aus dem Horrorbereich ließ sich auch ein gewisser Tom Holland auf den Regiestuhl bitten, um eine Episode für die zweite Staffel der erfolgreichen "Masters of Horror" Reihe zu realisieren. Holland ist in diesem Metier alles andere als ein Unbekannter, auch wenn er sich für "We All Scream for Ice Cream" aus einem langen Ruhestand holen ließ. Nachdem er in den 80ern die durchaus erfolgreichen Streifen "Chucky" und "Fright Night" realisierte, folgten einige unbedeutendere Streifen, bevor sich Holland Mitte der 90er an die Stephen King Adaptionen "Langoliers" und "Thinner" wagte, mit denen er es sich bei vielen verscherzte und sich damit selbst aus dem Filmgeschäft beförderte. "We All Scream for Ice Cream" ist nach all den Jahren zwar alles andere als ein überragendes Comeback, reiht sich aber zumindest in die Mittelklasse der sonstigen "Masters of Horror" Folgen ein. Die Story erinnert zu Beginn leicht an eine der bekanntesten Geschichten Stephen King’s. Ein mörderischer Clown, eine Gruppe erwachsener Männer, die sich ihrer Vergangenheit stellen muss, all das hat der erfolgreiche Horror-Schrifststeller bereits in seinem ebenfalls verfilmten "Es" verarbeitet. Dennoch fällt ein direkter Vergleich zwischen King’s Mammutwerk und dem nur 57 minütigen Horror-"Kurzfilm" von Tom Holland alles andere als leicht, da beide andere Wege einschlagen und sich "We All Scream for Ice Cream" zudem weitaus weniger ernst nimmt. Damit wäre allerdings auch schon eines der größten Probleme dieser "Masters of Horror" Folge angesprochen, denn sie schafft es über die komplette Laufzeit leider nicht, ein Gefühl des Horrors entstehen zu lassen. Die Geschichte wird flüssig, nach gewohnten Mustern und niemals wirklich langatmig erzählt, doch das war es dann auch schon. Ein spannender Horrorfilm sieht sicherlich anders aus. Der interessante Kern der Story gerät durch die altbackene Erzählweise schnell zum vorhersehbaren Durchlaufen alter Klischees, die zwar auch bei der x-ten Präsentation noch irgendwie schmecken, ihren eigentlichen Sättigungswert aber längst verloren haben. Schade ist dies aus dem Grund, da man aus den vorliegenden Möglichkeiten wesentlich mehr hätte machen können. Der Clown, dessen Anwesenheit sich stets durch ein rapides Abfallen der Temperatur ankündigt und dessen nebelschwadenumhüllter Eiswagen durchaus das gewisse Etwas mit sich bringt, will nicht so recht für Angst und Schrecken sorgen, daran ändert auch das solide Schauspiel von William Forsythe unter dem dicken MakeUp nichts. Wesentlich besser gelang es da, die sympathische Seite des Clowns zu Lebzeiten einzufangen. Vielleicht liegt es gerade daran, dass man dem anfänglich überaus liebenswürdigen, stotternden und kinderlieben Eisverkäufer die spätere Transformation zum bösen Rächer aus dem Jenseits nicht ganz abkaufen möchte. Die Erzählung kommt ohne viele Überraschungen aus und trumpft lediglich im Finale so richtig auf. Die Rache des Clowns ist zwar kreativ und einfallsreich, so verteilt er Eis-Voodoopuppen an die Kinder seiner ehemaligen Peiniger, hätte aber durchaus mehr Spielraum für blutige Effektarbeiten geboten. Dass es das Team um Tom Holland verstand, überzeugende FX in den Kasten zu bringen, wird in einer Sequenz deutlich, in der eines von Busters Opfern regelrecht blutig in sich zerschmilzt, allerdings hätte man sich als Zuschauer mehr als nur einen derartigen Effekt gewünscht. Auch die Spannung hält sich großteils dezent in Grenzen, da man mit Lee Tergesen nicht wirklich den charmantesten Sympathieträger für die Hauptrolle besetzte und auch alle anderen Rollen eher blass bleiben. "We All Scream for Ice Cream" liefert solide Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger. Was der Zuschauer hier serviert bekommt, ist sicherlich nicht das Schlechteste, was die "Masters of Horror" bislang hervorgebracht haben, hätte aber durchaus auf mehr hoffen lassen. Die Geschichte um den zombiefizierten Eiswagenfahrer und seine frostige Rache hätte noch sehr viel mehr Spielraum für Spannung und Horror geboten, was leider deutlich zu kurz kommt. Dennoch werden all jene, die Spaß an derartigen Horror-Kurzfilmen haben, hier immerhin auf durchschnittlichem Niveau bedient, als Totalreinfall ist "We All Scream for Ice Cream" keinesfalls zu betrachten.

Bewertung

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Spannung 3.gif
Story 3_5.gif
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Atmosphäre 3.gif
Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

Silent Scream

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OT:The Retreat

ca.85 Minuten

USA 2005

Regie

  • Matt Cantu
  • Lance Kawas
Darsteller

  • Melissa Schuman
  • Scott Vickaryous
  • Shanti Lowry
  • Michael McKiddy
  • u.a.

Silent Scream

Story

Rund ein Dutzend typischer Studenten, unter ihnen die üblichen Proleten, ewigen Jungfrauen und permanent mit gespreizten Beinen durch die Gegend laufenden Schlampen werden von ihrem Psychologieprofessor Barren (Peter Carey) übers Wochenende auf eine Waldhütte eingeladen. Die Hütte befindet sich auf einer Insel, welche wiederum nur mit einem Boot zu erreichen ist. Einige der sexhungrigen und vergnügungssüchtigen Teenager kommen auf die Idee, einen Tag früher zu der Hütte zu fahren, um das geplante Besäufnis schon einmal in die Wege zu leiten. Kaum angekommen werden sie allerdings von einem Parka-tragenden Killer brutal ermordet. Als am nächsten Tag die restlichen Studenten eintreffen, haben sie keine Ahnung, was mit ihren Freunden geschehen ist, doch auch sie sollen schon bald Bekanntschaft mit dem Psychopathen schließen…

Kritik

Das Horrorgenre lebt zu großen Teilen nur davon, sich selbst immer und immer wieder bis zum Erbrechen zu wiederholen. In gewisser Weise funktioniert das auch so lange gut, bis selbst den größten Schnarchnasen irgendwann klar wird, dass das, was sie da gerade sehen, schon tausende Male zuvor da war. Hatten Teeniehorrorfilme zu Zeiten von "Scream" oder "Düstere Legenden" noch einen guten Ruf, sind sie heute heute kaum noch ernst zunehmen, da mittlerweile derart viele Plagiate den Markt überschwemmt haben, dass eine klare Übersicht schlichtweg nicht mehr möglich ist. "Silent Scream", so nennt sich nun ein weiterer, überaus dreister Versuch, aus altbekannten Versatzstücken Kapital zu schlagen. Die Macher dieses Werkes, Matt Cantu und Lance Kawas, beide sowohl als Regisseur, wie auch als Drehbuchautor tätig, hielten es augenscheinlich für eine fantastische, unbedingt zu realisierende Idee, der Horrorgemeinde noch einmal einen billigen Teenie-Horror Abklatsch aufzutischen, weil es davon in der letzten Zeit ja so wenige zu sehen gab. Hätten sie einen Teil des ohnehin schon geringen Budgets lieber in einen talentierten Drehbuchschreiber investiert, möglicherweise wäre dann ja noch etwas zu retten gewesen.

So lässt sich die Story von "Silent Scream", bzw. "The Retreat", so der Originaltitel, nur in einem Wort zusammenfassen: Unglaublich. Genau das ist es. Absolut unglaublich, dass so etwas im Jahre 2005 tatsächlich noch als Handlung für einen Horrorfilm herhalten muss. Sicherlich, als Fan des Genres ist man es bereits gewohnt, nicht zu viel Erwartungen in eine einfallsreiche Handlung zu stecken, doch das, was sich die beiden Regisseure bei "Silent Scream" geleistet haben, ist wirklich unter aller Kanone. Was wir hier haben ist ein einziges, großes, ätzendes und übelriechendes Klischee. Ein Haufen notgeiler und über Fürze lachender Vollidioten trifft sich übers Wochenende in einer Waldhütte und wird dann umgebracht. That’s it. Nicht sehr geistreich, oder? Leider nein. Und es kommt noch schlimmer, so erzählt der Streifen diese Story im Prinzip sogar zweimal. Es kommen nämlich nacheinander zwei Gruppen Studenten an und immer wieder ist der Ablauf der selbe. Es wird gekifft und gesoffen, übers Vögeln sinniert oder selbiges gar ausgeübt, bevor es dann ans Sterben geht.

Der Teeniehorrorfilm hat sich über die Laufe der Jahre immer mehr selbst als ernstzunehmendes Subgenre disqualifiziert, weil es die unterschiedlichsten Regisseure immer wieder fertig brachten, genau die selben, alten Klischees aufs Neue zu verwenden. So kam es, dass man als Fan des Horrorfilms irgendwann von selbst von der Teenie-Sparte weggeekelt wurde. "Silent Scream" hat deshalb kein leichtes Los gezogen, weil er es tatsächlich schafft, beinahe alle nur möglichen Klischees des gesamten Genres in nur 85 Minuten unterzubringen. So nutzt der weibliche Cast jede sich bietende Gelegenheit, sich Obenrum freizumachen, während die Jungs dagegen nur an das Eine denken und folglich auch nur dieses Gesprächsthema besteht. Des weiteren ist die Identität des anscheinend grundlos mordenden Killers bis kurz vor Ende unklar. Wie in den bekannten Vorbildern scheint es unmöglich zu sein, dem Parka tragenden Mörder den Garaus zu machen. Egal, ob auf diesen etliche Male eingedroschen wurde oder ob er sogar in einen Kugelhagel gerät, er steht immer und immer wieder auf.

Wie soll man nun an einem Film seine Freude haben, den man im Schlaf vorhersagen kann? Man glaubt zu absolut jeder Sekunde, das, was sich da abspielt, schon zigfach gesehen zu haben und so stellt sich schnell Langeweile ein. Dabei ist "Silent Scream" handwerklich nicht einmal überaus schlecht gemacht. Die vorhersehbare Slashergeschichte in einem verschneiten Waldgebiet ist solide gefilmt und bietet einige blutige Morde. Eine Frau wird in zwei Hälften gerissen, ein junger Mann bekommt eine Axt ins Gesicht geschmettert und vieles mehr. Die Freigabe ab 18 Jahren hat sich "Silent Scream" verdient und glücklicherweise befindet sich auch der Bodycount in einem recht hohen Bereich. Leider können aber auch die besten Effekte nichts mehr retten, wenn sie in einen öden und keineswegs atmosphärischen Film gebettet wurden.

Was gibt es mehr zu sagen? Zum Cast möchte ich keine Worte verlieren, er besteht aus den üblichen Jungschauspielern, wie man sie in jedem Teeniehorrorfilm vorfindet. Wer aber könnte wirklich seine Freude an "Silent Scream" haben? Für ein in Sachen Horrorfilm gänzlich unerfahrenes Publikum ist das Machwerk durchaus geeignet, alle anderen sollten sich nach besserer Ware umsehen. Der Film ist nicht spannend, sondern im Schlaf vorhersehbar und bis auf einen potentiell kultigen Spruch ("Wie soll sich mein Schließmuskel entspannen, wenn mich die Leiche von …. anstarrt?!") bietet er auch rein gar nichts zu lachen. Schade drum, da können auch die ganz passabel aussehenden Gore- und Splatterszenen nicht mehr viel herumreißen.

Wer sich gerne selbst quält oder es liebt, sich im Nachhinein über ausgegebenes Geld zu ärgern, der sollte, nein, darf sich "Silent Scream" nicht entgehen lassen. Für alle anderen gilt indessen: Finger weg von diesem Machwerk! In letzter Zeit gab es wirklich schon genug einfallslose Teeniehorror-Schundwerke, da muss man sich diesen lieblosen Auswurf nicht auch noch antun. Wer auf alles abfährt, in dem reichlich Blut spritzt, der wird um "Silent Scream" nicht herumkommen, doch einen guten Film machen einige blutige Szenen noch lange nicht.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • Ripper – Brief aus der Hölle

Scream 2

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Informationen

OT:Scream 2

ca.116 Minuten

USA 1997

Regie

  • Wes Craven
Darsteller

  • Neve Campbell
  • David Arquette
  • Courteney Cox
  • u.a.

Scream 2

Story

Nach den verheerenden Geschehnissen von Woodsboro sind zwei Jahre vergangen. Die Fernsehtante Gale Weathers hat zwischenzeitlich die ganze Sache in Buchform aufgearbeitet. "The Woodsboro Murders" heißt das Produkt, das bald darauf auch unter dem Namen "Stab" verfilmt wird. Die erste Vorführung läuft aber alles andere als erfolgreich, da einige Premierenbesucher ermordet werden.

Bald stellt sich heraus, dass wieder ein maskierter Killer unterwegs ist und er es wieder auf die junge Sidney Prescott abgesehen hat. Die College-Studentin muss sich mal wieder ernsthafte Sorge um ihr Überleben machen, da mal wieder jeder aus ihrer näheren Umgebung der Mörder sein könnte…

Kritik

Klar, dass nach dem Erfolg von "Scream" eine Fortsetzung her musste, um die neue Generation von Slasher-Fans noch mal zur Kasse zu bitten. Und "Scream 2" geht es nicht besser als anderen Sequels. Als Kopie schnell in den Kasten gebracht. Dabei ist es irgendwie logisch, dass man die Innovation aus einem ersten Teil nicht transportieren kann. Wenn man eine neue Idee hat, macht es ja keinen Sinn einen Nachfolger zu drehen. So muss man sich halt mit dem zufrieden geben, was Kult-Regisseur Craven zum Besten geben kann. Hat man beim Betrachten Teil 1 im Kopf, enttäuscht "Scream 2" doch sehr. Löst man sich allerdings vom Original und vergleicht ihn mit Genre-Kollegen, kann man ihm durchaus etwas Positives abgewinnen.

Das Drehbuch ist natürlich dünn, da es in der Hauptsache natürlich wieder um die Jagd auf Sidney und ihre Leidensgenossen geht. Das Drumherum ist nett gestaltet und versteht es einen in einigen Situationen gut zu unterhalten. Ein Problem gibt es aber mit den Charakteren, die zum großen Teil bekannt sind und somit nicht unbedingt für Neuerungen sorgen. Neu ist zwar, dass das "Buffy"-Sternchen Sarah Michelle Gellar mit von der Partie ist, aber nur kurz und nicht sonderlich auffällig. Schauspielerisch kann irgendwie keiner so richtig überzeugen. Man merkt, dass niemand dabei ist, der total talentfrei ist, allerdings kann auch keiner der Haupt-Akteure wirklich überzeugen. Alles andere ist Beiwerk und wartet auf seine Abschlachtung. Heather Graham und Luke Wilson spielen als „Gaststars“ Kleinrollen, die nichts zur Sache zun.

Viel Blut gibt es allerdings, wie in den anderen Teilen auch, nicht zu sehen. Die Spannung, die Atmosphäre, die lustigen Einlagen und die Schockeffekte gleichen denen aus „Scream“, nur die Story und vor allem der Schluss sind wesentlich schwächer. Daher wird „Scream 2“ wohl nur den Fans der Reihe richtig gefallen. Slasher-Freunden kann er gefallen, Film-Freunden aber wohl nur weniger, denn „Scream 2“ ist der schlechteste Teil der Triologie.

Bewertung

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Gesamt 2_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Scream 1+3

Scream 3

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Informationen

OT:Scream 3

ca.112 Minuten

USA 2000

Regie

  • Wes Craven
Darsteller

  • Neve Campbell
  • David Arquette
  • Courteney Cox
  • u.a.

Scream 3

Story

"Stab" ist in die Jahre gekommen und mittlerweile beim dritten Teil angelangt. Dieser wird gerade gedreht und soll ebenso erfolgreich wie die ersten beiden Filme werden, in denen die Morde von Woodsboro auf Zelluloid gebracht wurden.

Schon bald beginnt ein maskierter Irrer die Drehumgebung unsicher zu machen. Wieder mit der altbekannten Maske gekleidet und mit den gleichen Absichten wie in den beiden Teilen zuvor. Diesmal scheint sich der Mörder die Opfer allerdings nicht zufällig auszusuchen, er hat einen Plan. Genau wie es im Drehbuch zu "Stab 3" geschrieben steht, tötet er die Darsteller. An den Tatorten hinterlässt der Wahnsinnige Fotos. Von einer Frau, die sich später als die Mutter von Sidney rausstellt, dem Mädchen, auf den es die ersten Masken-Killer abgesehen hatten.

Sidney hat sich aus gutem Grund zurückgezogen. Sie arbeitet nun als Telefonseelsorgerin, in einer einsamen Gegend, wo sie niemand kennt. Allerdings plagen sie Alpträume, in denen immer wieder ihre Mutter auftaucht. Haben die Träume vielleicht etwas mit dem bevorstehenden Treffen mit dem maskierten Killer zu tun?

Kritik

Nach dem etwas ernüchternden Teil 2 kommt die Scream-Triologie wieder in Schwung und erfährt mit dem dritten Teil einen würdigen Abschluss. Es mag vielleicht daran liegen, dass man im zweiten Teil noch Innovatives erwartet hat und bei diesem Teil schon definitiv wusste, was auf einen zukommt.

Auch hier trifft man wieder auf die gewohnten Gesichter, die sich zwar schauspielerisch nicht mehr steigern können, dennoch aber wie alte Bekannte wirken und somit einen durchweg positiven Eindruck hinterlassen. Neue Gesichter gibt es natürlich auch wieder, allerdings ohne eine schauspielerische Ausnahme im positiven Sinne. Kleine Gastauftritte sind auch in "Scream 3" vorhanden, filmtechnisch aber ohne Bedeutung.

Vieles gleicht natürlich den beiden Vorgängern, anders ist allerdings das unsere Protagonisten erst später auftauchen und das der Film im Film im Vordergrund steht. Storytechnisch gibt es einige lustige Elemente, wo die Originale ihren Doubles gegenüberstehen und zusammen in die ein oder andere kuriose Situation geraten. „Scream 3“ ist glücklicher weise wieder etwas witziger geworden, vielleicht sogar der Film der Triologie, der die meisten Schmunzler provoziert.

Mehr Witz – Weniger Gewalt. Das ist leider das Motto von „Scream 3“. Leider natürlich nur für Fans von Spezialeffekten. Die Teile 1 und 2 haben ja auch schon nicht besonders viel Gemetzel gezeigt, zumindest wenn man ihn mit Genre-Partnern vergleicht, in Teil 3 wurde nun aber fast komplett auf die Darstellung der verschiedenen Tötungen verzichtet. Auslöser hierfür war wahrscheinlich das Schulmassaker von Littleton. Im April 1999 erschossen zwei Schüler in einer Schule in Littelton, im US-Bundesstaat Colorado, 12 Schüler und einen Lehrer. Aufgrund dieser Tatsache wurde „Scream 3“ wohl entschärft, was von der FSK glatt mit einer Freigabe ab 16 Jahren belohnt wurde.

Wie schon gesagt, ist der Abschluss der Trilogie um einiges besser als Teil 2, reicht aber natürlich nicht an den Ursprungsfilm heran.

Bewertung

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Spannung 3_5.gif
Story 3_5.gif
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Atmosphäre 3.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Scream 1+2

Scream

0

Informationen

OT:Scream

ca.107 Minuten

USA 1996

Regie

  • Wes Craven
Darsteller

  • Neve Campbell
  • David Arquette
  • Courteney Cox
  • u.a.

Scream

Story

Die Schülerin Casey hat gerade etwas Popcorn auf den Herd geschmissen und will sich offensichtlich einen netten Abend machen. Doch dann klingelt unverhofft das Telefon. Am anderen Ende der Leitung ist ein unbekannter Mann, der ihr erst Angst und dann den Gar aus.

Die Schüler der Schule in dem kleinen Kaff Woodsboro sind natürlich entsetzt und ab sofort auf der schwarzen Liste des Killers, die der maskierte Mann fleißig abarbeitet. Auch die 17jährige Sidney steht offenbar kurz vor dem Abschluss ihres Lebens. Das hübsche Mädchen will sich dem bevorstehenden Ende aber nicht willenlos hingeben und sagt dem unbekannten Killer den Kampf an…

Kritik

1996 gilt als das Jahr, in dem das oft verfilmte Slasher-Genre eine neue Richtung eingeschlagen hat. Kein geringerer als Horror-Ikone Wes Craven ermöglichte es einer neuen Generation, sich für maskierte Psychopaten, die lustig das Messer schwingen, zu begeistern. Das Slasher-Genre war zwar nie richtig tot, doch in den Weiten des B-Movies verschwunden und entsprechend gebrandmarkt. Nightmare-Regisseur Craven hat eigentlich nicht besonders viel anders gemacht, als seine Kollegen. Alles wurde bloß etwas peppiger, poppiger und visueller.

Der eigentliche Kern der Story ist sicherlich auch nicht für den großen Erfolg des Films verantwortlich: Ein Killer, eine Maske, ein Messer und einige Opfer. Das war es im Großen und Ganzen. Dazu gesellen sich einige Logikfehler und, was auch nicht für Überraschungen sorgt, extreme Übertreibungen. Allerdings wurde das Ganze gut umgesetzt und geschickt in Szene gebracht. Das hat den Vorteil, dass Wörter wie Langeweile, Dummdialoge oder Schwachsinn nicht in den niedergeschriebenen Wortschatz des betreffenden Kritikers gehören. Die Mischung aus Schocker und Komödie ist Craven eindrucksvoll gelungen, ohne das der Filme wie eine Persiflage des Slasher-Films wirkt.

Die Rollen der Darsteller werden so vorgestellt, dass der Zuschauer einen guten Überblick von dem Geschehen bekommt und bei Bedarf mit den Not leidenden Protagonisten mitleiden kann. Zudem kann man lustig raten, wer sich hinter der Maske versteckt. Die Angelegenheit wurde recht intelligent gelöst und es ist nahezu unmöglich, den Täter bereits vorher zu entlarven. Nicht wie in vielen Genre-Beiträgen, in denen schon nach wenigen Minuten klar ist, wer für die Morde infrage kommt. Auch positiv zu erwähnen ist die Tatsache, dass der Film sich zu keinem Zeitpunkt ernst nimmt. Der bereits angesprochene komödiantische Teil, der nicht gerade gering ist, tut das Seinige dazu.

Darstellerisch kann man kaum kritisierende Worte finden. Barrymore, Campbell und Co. glänzen zwar eher durch ihre optischen Reize, die gezeigten Leistungen sind aber als gut einzuordnen. Sicherlich werden die beteiligten Schauspieler, nach den gezeigten Leistungen, nie wichtige Preise abstauben, dennoch freut man sich in anderen Filmen, auf ihre Gesichter zu treffen. Nach dem Motto: Guck mal. Das ist doch der/die aus "Scream".

"Scream" ist sicherlich ein Meilenstein des neuen Slasher-Kinos und gilt als Motivator für Szene-Regisseure. Er ist unterhaltsam, witzig und auch die Schock-Effekte kommen nicht zu kurz. Neben einigen älteren Klassikern ist er das Aushängeschild eines beliebten Subgenres des Horror-Films geworden.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • Scream 2+3

Don’t Scream… Die – Spur in den Tod

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Informationen

OT:There’s Nothing Out There

ca.90 Minuten

USA 1991

Regie

  • Rolfe Kanefsky
Darsteller

  • Craig Peck
  • Wendy Bednarz
  • Mark Collver
  • u.a.

Don

Story

Eine sehr verwirrendes Intro zeigt eine junge Frau, Sally, die wie irre durch eine Videothek rennt, dann erwacht sie und kommt mit ihrem Auto von der Straße ab. Kurze Zeit später macht sie Bekanntschaft mit einem merkwürdigen kleinen Monster…

David, Janet, Dorean, Jim, Mike, Nick und Stacy, 7 junge Teenager wollen ihre Ferien in der Waldhütte von Nicks Eltern verbringen. Auf der Fahr dorthin kommen sie an einer Polizeistreife vorbei, die sich gerade Sally vollkommen demolierten Wagen ansieht, von Sally fehlt jede Spur. Mike möchte daraufhin sofort umkehren, da er ein Horrorfilmfreak ist und es als Zeichen eines jeden guten Horrorfilmes erkennt, jedoch lässt sich Gruppe nicht beirren und fährt weiter. In der Hütte angekommen ist Mike noch immer nicht besonders begeistert davon hier zu bleiben, ständig hört er irgendwo Geräusche, die andern halten ihn für übergeschnappt. Als eine Gruppe von Punks an der Hütte auftaucht sieht Mike auch darin wieder einen Wink des Schicksals, er denkt, dass diese Gruppe wohl die idealen Opfer eines Horrorfilms gewesen wären und da sie mit ihnen geredet hatten, nimmt er nun wieder einmal an, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass sie die nächsten sein werden. [Tolle Logik!].

Die Nacht bricht schließlich herein und alle außer Mike scheinen sich gut zu amüsieren, man bedenke ebenfalls, dass Mike der einzige Single ist, die anderen Pärchen vergnügen sich prächtig! Auch ein merkwürdig aussehender Schleim an einer heruntergefallenen Pfanne ändert nichts an der Stimmung. Um endlich Ruhe vor Mike zu bekommen, sperren sie ihn schließlich über Nacht in den Keller des Hauses ein. Währenddessen machen Janet und David einen Spaziergang in den dunklen Wald. David wird zum Opfer Nummer 1 und Janet kann fliehen, knallt jedoch an einen Baum und ist erst mal ohnmächtig. Ihr Fernbleiben wird erst am nächsten Morgen entdeckt. Außerdem ist Mike verschwunden. Im Keller eingesperrt machte nämlich auch er Bekanntschaft mit dem Monster, konnte jedoch fliehen. Dabei setzte er jedoch den Keller unter Wasser und Nick muss nun genervt in die Stadt fahren um einen Klempner zu holen.

So, bleiben noch 3 im Haus übrig und natürlich taucht unser Monster wieder auf, diesmal geht ihm Jim in die Fänge und Mike erscheint ebenfalls wieder auf der Bildfläche. Als er nun Jim helfen will, muss er mit ansehen, wie dieser vor ihm buchstäblich zerläuft und sich in eine schmierige Substanz auflöst. Mike gelingt es zunächst sich mit den Mädchen in Sicherheit zu bringen, denn das Monster mag keinen Rasierschaum [näher gehe ich hierauf nicht ein!]. Jedoch hatte das Monster eine Art hypnotischen Blitz beim Kampf ausgesendet und Dorean blickte hinein. Es kommt erneut zu einem Kampf, diesmal Mike und Stacy gegen Dorean, wobei diese ihren Kopf verliert!

Mike und Stacy wollen sich schließlich im Keller verbarrikadieren, es wird wieder schnell Nacht und Nick kehrt aus der Stadt zurück, die beiden fliehen wieder aus ihrem Versteck um Nick zu warnen, der Fassungslos vor dem Chaos steht und nun ebenfalls Bekanntschaft mit dem Monster macht, er kann jedoch mittels einer „genialen“ Indiana Jones Einlage [er hangelt sich übers Mikrophon] entkommen. Die 3 flüchten im Auto, jedoch fährt das Monster sehr bald blitzschleudernd auf der Motorhaube mit und die 3 steuern in einen See…

Kritik

Nun ja, zumindest hatte dieser Film etwas mehr Story, als der letzte über den ich berichtete, aber dennoch war das nix mehr zu machen! Der Film ist Schrott! Tapfer hielt ich auch diesmal bis zum Ende durch und wieder einmal konnte der Film mir nichts anderes als ein müdes gähnen oder schmunzeln entlocken! Atmosphäre war gleich Null! Als Kulisse diente eben nur dieses kleine Waldhäuschen und ein paar Außenaufnahmen, die jeder Leihe genauso hinbekommen hätte.

Die Darsteller waren ebenfalls unterste Schublade und man sehnt sich nur so herbei, dass das Monsterchen denen endlich den Gar aus macht! Das Monster übrigens war ebenfalls eine allenfalls bessere Witzfigur und ließ mich doch sehr an Critters erinnern, ein kleiner Gnom mit Fangarmen der grünen Schleim absondert, toll! Die grünen hypnotischen Blitze die es ausschickte, wurden mit Hilfe von der Einblendung grüner Lichtstrahlen erzeugt, die an alte King Kong/Godzila -Filme der billigen Machart erinnerten. Mit der Musik war es das gleiche.

Einziger halbwegs erträglicher Lichtblick war das Zerlaufen der Leiche von Jim, ansonsten sah man eher wenig, einmal davon abgesehen dass ich mich manchmal fragte, ob ich mir denn hier einen Horrorfilm oder ein billiges Sexfilmchen ausgeliehen hätte. Mit der Horrorfilmlogik von Horrorfreak Mike kam ich ebenfalls nicht so besonders zurecht! Vielleicht habe ich auch bisher noch nicht genug Horrorfilme gesehen, um mit dieser Art Logik klar zu kommen (vielleicht muss man erst ALLE Horrorfilme auf der Welt dazu gesehen haben! Ich habe schon viele gesehen und dennoch!). Der Film taugt allenfalls als Kinderschreck für Kleinkinder, ab einem Alter von 10 Jahren würde ich sagen findet diesen Film hier niemand mehr gruselig! Er verfehlt sowohl bei Splatterfans als auch bei Horrorfans seine Wirkung!

FAZIT: Finger weg davon! Film wirkt einschläfernd!!!

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • Scream
  • Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast

Boo – Scream And Run

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Informationen

OT:Boo!

ca. 89 Minuten

USA 2005

Regie

  • Anthony C. Ferrante
Darsteller

  • Trish Coren
  • Rachel Harland
  • Jilon Ghai
  • Happy Mahaney
  • u.a.

Boo - Scream And Run

Story

An Halloween kommen einige junge Männer auf die Idee, ihren Freundinnen mal nach allen Regeln der Kunst Angst einzujagen. So steigen sie in das stillgelegte Santa Mira Memorial Krankenhaus ein, um das sich zahlreiche Gerüchte ranken. Insbesondere vom dritten Stock wird behauptet, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht. So sollen dort einst gewalttätige Irre untergebracht gewesen sein, bis einer von ihnen ein Feuer legte, wodurch viele Menschen ihren Tod fanden. Das richtige Ambiente für eine schaurige Halloween-Tour also. Schnell müssen die jungen Menschen aber feststellen, dass irgendwas in den dunklen Gängen und Räumen des Krankenhauses auf sie lauert, das sich mit einem rationalen Verstand nicht erklären lässt und bösartige Ziele verfolgt. Einer nach dem anderen fällt der dunklen Macht zum Opfer, die in dem labyrinthartigen Gebäude beheimatet ist…

Kritik

Es ist doch immer wieder schön zu sehen, dass sich manche im Filmgeschäft arbeitende Personen nicht nur auf eine einzige Tätigkeit beschränken, sondern ihre Kreativität auch in anderen Bereichen zum Einsatz bringen wollen. Innerhalb des Horrorgenres ist es nicht selten der Fall, dass sich Effektspezialisten irgendwann als Regisseure oder Drehbuchautoren versuchen, bei Anthony C. Ferrante war sogar beides der Fall. Bevor der Gute auf die Idee kam, sich auch selbst einmal an einem Film zu versuchen, entwarf er die Effekte für namhafte Horrorwerke wie "The Dentist" 1 & 2, "H.P. Lovecrafts Necronomicon" oder "Faust: Love of the Damned". Wie es aber schon bei anderen Effektekünstlern so oft der Fall war, hätte Anthony C. Ferrante bei seinen Leisten bleiben und das Drehbuch denen überlassen sollen, die etwas davon verstehen. So erweist sich "Scream and Run" nämlich recht schnell als altbekannte Mixtur aus Teeniehorror und Geistergeschichte.

Dass die Story von ein paar Jugendlichen handelt, die an Halloween für etwas Gruselstimmung sorgen wollen, ist so weit zwar altbekannt, aber nicht verkehrt, denn bis zu diesem Punkt steht es dem Autor noch frei, im Folgenden mit viel Einfallsreichtum glänzen zu können. Wenn sich die Handlung dann aber in ein stillgelegtes Krankenhaus verlagert, machen sich bereits erste Befürchtungen breit, denn selbiges gab es in letzter Zeit schon so viele Male, dass es den meisten Horrorfans schon zum Hals raushängen dürfte. Und klischeebeladen geht es dauerhaft weiter: Die "Jugendlichen" sind nicht ganz so nervend wie in anderen Genreproduktionen, wurden aber genau so mies geschrieben und können kaum mit Tiefe glänzen. Die schaurigen Momente in diesem Machwerk entspringen dem Lehrbuch, die blutigen Szenen werfen schnell die Frage auf, wie das amerikanische R-Rating zustande kam (was bei uns in diesem Fall einer FSK 16 entspricht).

Schnell wird klar, dass "Boo!" uns nicht nur eine Geschichte einiger Jugendlicher erzählt, die in einem alten Krankenhaus von Geistern erschreckt werden, natürlich muss das Ganze auch noch eine Vorgeschichte, bzw. einen Nebenplot haben. In diesem Fall erinnert dieser sehr an "Hounted Hill", erzählt uns "Scream and Run" doch stückchenweise immer wieder von den Geschehnissen, die zu der Schließung des Santa Mira Memorial Krankenhauses geführt haben. Da hätten wir die üblichen Irren, die das Gebäude ausgerechnet um drei Uhr niedergebrannt haben, weshalb fortan der dritte Stock verflucht ist. Klingt logisch? Nun, das muss es von mir aus gar nicht sein, doch etwas mehr Einfallsreichtum wäre schon wünschenswert gewesen. Vor allem aber würde ich es sehr befürworten, dass endlich mal etwas vom derzeitigen Terrorkino-Revue à la "The Hills Have Eyes" auf die langweiligen Geistergruselfilmchen übergehen würde. Natürlich ist es in erster Linie das Bestreben derartiger Filme wie "Scream and Run", auf Atmosphäre und wohl dosierten Schauer zu setzen, doch etwas mehr Härte würden derartigen Machwerken sehr gut tun. Verglichen mit aktuellen Top-Horrortiteln wie dem eben genannten und der "Saw" Reihe beispielsweise ist "Boo!" nämlich ein Kandidat für die Kinderstunde.

Ich habe in keinster Weise etwas gegen Nachahmungen japanischer Geisterstreifen, doch dieses Subgenre benötigt Innovation und neue Ideen mehr als jedes andere, denn nach drei Geisterfilmen nach dem gleichen Schema wird es bereits sterbenslangweilig. So steht "Boo!" leider nicht gerade im besten Licht da, da Regisseur und Drehbuchautor Anthony C. Ferrante ausschließlich auf bewährtes setzt und dies nur in mittelmäßiger Ausführung präsentiert. Kamera, Ausstattung und die spärliche Ausleuchtung des unheimlichen Krankenhauses wissen durchaus zu gefallen, können die öde Story aber auch nicht über die Runden bringen. Als nervend empfand ich sogar die "Zombies", die immer dann entstehen, wenn die Protagonisten mit einer schleimigen, blutähnlichen Substanz in Berührung geraten und anschließend Stück für Stück auseinanderfallen. Anschließend ergreifen Geister den Körper der Verstorbenen, doch das wurde von Ferrante leider alles andere als unheimlich in Szene gesetzt.

Die Schauspieler sind durchaus in der Lage, Gefühle wie Angst oder Panik überzeugend darzustellen, doch sympathisch wird einem dennoch kein einziger aus dem Cast. Hauptdarstellerin Trish Coren ist die typische, von Visionen geplagte Lead-Actress, wie es sie schon unzählige Male zu sehen gab und kann deshalb nicht einmal mehr durch ihr hübsches Äußeres überzeugen. Der einzige Schauspieler, bei dem mich sowohl Darbietung, wie auch die zu spielende Rolle begeistern konnten, ist Serienheld Arlo Ray Baines, der als Dynamite Jones einst bösen Schurken wie Count Pimpula (!!!) das Handwerk legen musste. Gespielt wird diese Figur von Dig Wayne, welcher kein zweiter De Niro ist, aber zumindest eine positive Abwechslung zur restlichen Besetzung von "Scream and Run" darstellt.

Tja, leider ist "Scream and Run" nichts anderes als typischster US-Horror-Mainstream, der sowohl vom eigenen Teenieslashermarkt, wie auch von den japanischen Geisterfilm-Vorbildern abkupfert wurde und dabei bestenfalls diejenigen begeistern kann, die sich vielleicht einmal im Monat einen Horrorfilm ansehen und dadurch im Genre noch nicht so sehr bewandert sind. Alle anderen werden hier aber nur etwas zu sehen bekommen, was einem in den letzten Jahren schon viel zu oft serviert wurde. Die Musik und Soundeffekte sorgen für Stimmung, die Kulissen sind ordentlich, das Tempo des Films annehmbar. Wäre da nur eine bessere Handlung, hätte Anthony C. Ferrante hiermit ein wirklich gutes B-Movie gelingen können. So aber wurde aus "Scream and Run" aber leider nur ein Film, den man sich bestenfalls dann ansehen kann, wenn alles andere wirklich schon vergriffen ist. Und selbst dann ist es vermutlich eine bessere Idee, auf einen alten Horrorfilm zurückzugreifen, den man zwar schon kennt, von dem man aber auch Qualität erwarten kann.

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 3.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 2_5.gif
Atmosphäre 3_5.gif
Gesamt 2_5.gif

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