The Untold Story

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Informationen

OT:Ba Xian fan dian zhi ren rou cha shao bao

ca.96 Minuten

Hongkong 1992

Regie

  • Danny Lee
  • Herman Yau
Darsteller

  • Anthony Wong Chau-Sang
  • Emily Kwan
  • Danny Lee
  • Julie Lee
  • u.a.

The Untold Story

Story

Der ewig mies gelaunte Mr. Wong, Besitzer eines Schnellimbissrestaurant in Hongkong, kann sich nicht über mangelnde Kundschaft beschweren. Kein Wunder, serviert er doch schließlich die leckersten Fleischpasteten in der Stadt.

…Und der geneigte Horrorfan kann sich schon denken, welche Zutat diese Leckereien so einzigartig macht: Wong, chronischer Betrüger beim Glücksspiel, seinen Gästen und sonstiger Umwelt nicht unbedingt die Freundlichkeit in Person und als Chef weit davon entfernt, Kandidat für den "Arbeitgeber des Monats" im nächsten Gewerkschaftsmagazin zu werden, ist um jeden Preis gewillt, ein finsteres Geheimnis um seine Person zu bewahren. Schon bald sorgt Wong mit seinem Hackebeil dafür, dass sich seine neugierigen und aufmüpfigen Angestellten voll mit dem von ihnen angebotenen Produkt identifizieren können…

Obwohl Wong bei der Verwertung und Entsorgung seiner Opfer sehr penibel ist, begeht auch er Fehler, sodass ihm eine ziemlich chaotische Abteilung der Polizei auf die Schliche kommt. Nach dessen Verhaftung sind die Beweise für Wongs Schuld zwar erdrückend, jedoch fehlt den Cops noch ein Geständnis. Da das Schweigen natürlich Ehrensache für einen Routinekiller ist, müssen schon bald drastischere Maßnahmen ergriffen werden…

Kritik

Gäbe es einen Oscar für den besten Film- Bösewicht: Es könnte nur einen Sieger geben: Anthony Wong, Oberfiesling des asiatischen Kinos, der in "THE UNTOLD STORY" sogar Olaf Kling aus der Lindenstraße wie Jesus persönlich erscheinen lässt. Selten wurde ein ohnehin durch und durch schlechter Charakter, so dermaßen intensiv fies dargestellt, wie in diesem Film.

Die Splattereinlagen, die aber nicht unbedingt die eigentliche Grausamkeit des Filmes ausmachen, sind stellenweise nur angedeutet. Es bleibt somit der eigenen Phantasie genug Spielraum übrig, sich individuell Vorstellungen von der Skrupellosigkeit Wongs zu machen. Die mit unvergleichbarer Abgebrühtheit und Härte durchgeführte Auslöschung der Familie des Arbeitgebers wird allerdings sicherlich selbst den hartgesottensten Splatterfans auf den Magen schlagen. Erschreckend anzusehen ist aber auch die langsam aber sicher ablaufende Verwandlung der Polizei, die sich nach und nach bei ihren Verhörmethoden den Grausamkeiten des Verdächtigen anpasst, wodurch die Grenzen zwischen gut und böse fließend werden.

The Untold Story ist neben Men behind the Sun, Dr. Lamb und The Ebola Syndrome sicherlich einer der bekanntesten Cat. 3 Filme aus Hongkong. Da das Hongkong der 80er / 90er Jahre im Gegensatz zu "good old armes Deutschland" Begriffe wie Kunst- und Meinungsfreiheit ernstnahm, gab es auch im Bereich der Medien keine staatliche Zensur, wie sie hierzulande eindeutiger Weise erfolgt. Ähnlich der hiesigen FSK wurden Filme in verschiedene Kategorien eingeordnet: Category 0,1,2 altersbedingt nach Inhalt. Die Category 3 wiederum, pauschal eingeordnet für Erwachsene, bezieht sich auf Darstellung expliziter Gewalt- und Sexszenen, die den katholischen Filmdienst in Deutschland vor lauter Kotzen von seinem rituellen "Nach dem Konsum des Filmes XY verspürte ich vor lauter Ekel einen unheimlichen Drang, mich zu waschen"- Geplänker abhalten würden.

Kein Wunder also, dass The Untold Story hierzulande nur als Original Version in cantonesisch mit englischen Untertitel zu bewundern ist. Das sollte allerdings kein großes Problem sein: Die Bild-Gewalt spricht für sich…

Fazit:

To avoid fainting: Keep repeating: It‘ s only a movie, It‘ s only a movie, It‘ s only a movie… Das ultimative Böse intensiv und kurzweilig dargestellt in Form einer einzigen Person. Garantiert nichts für schwache Gemüter. Ein Fest aber für alle, die sich "Das Schweigen der Lämmer" als Splatterversion gewünscht haben…

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 5.gif
Story 5.gif
Ekelfaktor 6.gif
Atmosphäre 5_5.gif
Gesamt 5_5.gif

Ähnlicher Film:

Dark Prince- The True Story Of Dracula

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Informationen

OT:Dark Prince: The True Story Of Dracula

ca.88 Minuten

USA 2000

Regie

  • Joe Chappelle
Darsteller

  • Rudolf Martin
  • Jane March
  • Roger Daltrey
  • u.a.
Dark Prince- The True Story Of Dracula

Story

Im Jahre 1431 wurde Vlad III. in der Festungestadt Schäßburg (Transsilvanien) geboren. Bei seiner Geburt soll eine Marienstatur angefangen haben Blutstränen zu weinen. Sein Vater Vlad der II. war Mitglied des Drachenordens, wodurch er den Beinamen Dracul erhielt. Dracula bedeutet soviel wie „Sohn des Drachen“. In Schäßburg lebte Vlad II. mit seiner Familie im Exil, bis er im Jahre 1435 Alexander, den Woiwoden der Walachei stürzen konnte und somit an dessen Stelle den Thron besteigen konnte. Da die Walachei damals eine Art Spielball für Ungarn und die Türkei war, gelang es Vlad II. durch seine geschickte Politik, sich die Herrschaft über 12 Jahre lang zu bewahren.

1441 wurden seine beiden Söhne Vlad III. und Ragon von den Türken entführt und an den Hof des türkischen Sultans gebracht. Dort wurde Vlad jahrelang gefoltert, während sein jüngerer Bruder zum Spielzeug des Sultans wurde. Hier lernte Vlad auch wie man Grausamkeit als ein Mittel der Politik einsetzten kann. 1447 wurde Vlads Vater von adligen Landsleuten ermordet, indem sie ihn lebendig begruben. Kurze Zeit später wurde Vlad aus der Gefangenschaft des Sultans entlassen und er kehrte in die Ländereien seines Vaters zurück um dort seinen Thron zurückzuerobern.

Er nahm Lydia, eine römisch-katholische Adlige zur Frau, welche ihm einen Sohn schenkte. Durch diese Vermählung schlug er sich jedoch den Zorn der orthodoxen Mönche seines Landes zu. Vlad herrschte sehr streng und wurde bald für vielerlei Gräueltaten bekannt. So liebte er es z.B. seine Feinde pfählen zu lassen und dann unter den Gepfählten sein Frühstück einzunehmen. Hierdurch erhielt er auch den Beinamen „Tepez“ – der Pfähler.

Als seine Frau die Wahrheit über ihn entdeckt wird sie fast verrückt und so schickt Vlad sie zunächst in ein Kloster. Von dort kehrt sie jedoch bald wieder zurück, da er ihren Beistand erbittet. Als bei einem Kampf gegen die Türken Vlad schwer verletzt wird, scheint es zunächst so, als ob er tot sei und man lässt seiner Frau von seinem Tode berichten. Jedoch stellt sich dies als Irrtum heraus und Vlad kehrt sehr lebendig an seinen Hof zurück. Als seine Frau ihn sieht, stürzt sie sich vom Burgturm, da sie sich nun vollends für verrückt hält.

Er herrschte nur 6 Jahre lang, und dennoch war er als extrem grausamer Fürst bekannt. Im Jahre 1462 wurde Vlad auf Geheiß des ungarischen Königs Matthias Corvinus auf die Hochburg Visegrád nach Ungarn gebracht und unter „Hausarrest“ gestellt. 1476 jedoch wurde er wieder freigelassen und er erhielt all seine Ämter und Würden wieder zurück.

1 Jahr später wurde er von einem orthodoxen Mönch in einen Hinterhalt gelockt und dort von seinem eigenen Bruder erschlagener. Kurze Zeit später war seine Leiche jedoch verschwunden. Als sein Grab in diesem Jahrhundert geöffnet wurde, war es leer.

Kritik

Dieser Film ist mal wieder nicht leicht zu beschreiben für mich. Zum einen war ich schon alleine davon begeistert, dass es einen Film über Vlad Dracul, alias „Dracula“ (wörtlich übersetzt: „Sohn des Drachen“) gibt und ich musste diesen Film einfach sehen! Die Gründe dafür sind einfach, ich würde mich ein klein wenig als Vampirfreak bezeichnen und interessiere mich daher auch sehr für die Hintergründe, die den Vampirmythos begleiten.

Vlad Tepez wurde schließlich nicht zuletzt aufgrund des Romans „Dracula“ von Bram Stoker zum Inbegriff des Vampirisum, Teile seines Lebens wurden immer wieder in Vampirfilmen erwähnt oder dienten als Schauermärchen und Legenden. Nur weniges ist wirklich durch Schriften aus der damaligen Zeit belegt und vieles wurde auch einfach nur erfunden. Auch der Film befasst sich damit, wie schnell eine wahre Geschichte umgewandelt wird, um sie noch schrecklicher zu machen. So sieht man z.B. Vlad bei den Gepfählten sein Frühstück einnehmen und man sieht sehr deutlich, dass er dabei einen Krug mit Wasser oder Weißwein trinkt. Das ganze wurde dann im Volke weiter gesponnen, dass er das Blut seiner Opfer zum Frühstück getrunken habe. Dies und noch andere Geschichten tauchen sehr oft im Film auf und Vlad selber ist reichlich amüsiert über diese ganzen Geschichten über sich. Ich finde der Regisseur hat dies sehr gut in dem Film verarbeitet.

Der Film hält sich auch ziemlich an die Fakten, die auch mir bekannt sind, jedoch manche Dinge gehen mit dem mir bekannten auch auseinander. Ich bin mir daher nicht ganz sicher, ob nicht doch so einige Dinge für den Film umgeschrieben wurden oder nicht. Ich werde noch ein wenig weiterforschen und dann gegebenenfalls diesen Bericht noch einmal überarbeiten.

Einen Vampirfilm im klassischen Sinne darf man jedoch nicht erwarten und auch Horrorfilmfreaks kommen nicht so ganz auf ihre Kosten. Ein paar recht brutale Szenen sind zwar durchaus auch enthalten. Besonders die Kampfszenen finde ich sehr gelungen, jedoch ist dies hier vielmehr ein Historienfilm. Es wird niemand gebissen und Dracula trinkt auch nicht das Blut seiner Opfer. Der Film versucht einem halt das Leben der Person Dracula näher zu bringen.

Die Atmosphäre des Films ist sehr gut gelungen. Die Landschaftsaufnahmen sind grandios und auch ein paar sehr schöne Effekte sind vorhanden. Das einzigste was mich bei diesem Film sehr gestört hat, war lediglich der Synchronsprecher des Dracula. Es kann doch wirklich nicht angehen, dass man sich für einen Film so viel Mühe gibt und dann bei der Übersetzung einen solchen Laien nimmt, der absolut nicht zu der Person passt und der eine so dermaßen monotone Stimme hat, dass man beim zuschauen fast einschlafen könnte. Seit „Angel of the Night“ habe ich nichts solch schlechtes mehr gehört. Zum Glück habe ich mir den Film auf DVD angeschaut und konnte so gelegentlich auf den englischen Originalton umschalten. Dort war die Stimme sehr viel authentischer!

^v^ FAZIT: ^v^

Ich empfehle den Film wirklich nur richtigen Vampirfreaks, die sich für die Hintergründe der Draculagestalt interessieren. Allen anderen kann ich den Film leider

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Bewertung

Splatter 1.gif
Spannung 4.gif
Story 5.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 5.gif
Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

Dark Prince – The True Story Of Dracula

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Informationen

OT:Dark Prince: The True Story Of Dracula

ca.88 Minuten

USA 2000

Regie

  • Joe Chappelle
Darsteller

  • Rudolf Martin
  • Jane March
  • Roger Daltrey
  • u.a.
Dark Prince - The True Story Of Dracula

Story

Vlad Dracul ist ein junger, gut aussehender Prinz von Rumänien. Allerdings hat er in der Vergangenheit sehr schwere Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Sein Vater wurde verraten und lebendig begraben, seinen Bruder wurde als Sklave gehalten und von einem türkischen Sultan missbraucht und er selbst saß jahrelang in türkischer Gefangenschaft.

Nun ist er aber wieder zurück in seinem Land in herrsch über dieses mit eiserner Faust. Ohne Kompromisse lässt er Menschen töten, die ihm feindlich gesinnt sind und lässt deren grausam zugerichtete Leichen öffentlich ausstellen. Meist sind die Opfer Türken, die er pfählen lässt und ihm ist merklich anzusehen, dass er aus reinem Hass handelt.

Doch der harte Heerscher hat neben seinem Problemen mit dem Feind ein weiteres, dass er seinem Vater zu verdanken hat. Es ist im nämlich nicht vergönnt zu sterben…

Kritik

Also besonders gut gefallen hat mir der Film nicht. Als ich zuerst auf das DVD Cover schaute, ging ich eigentlich davon aus, dass es sich bei „Dark Prince – The True Story of Dracula“ um einen Vampirfilm handelt. Der Name „Dracula“ ist ja durchaus ein Begriff für dieses Subgenre des Horrorfilms. Auch das mystisch gestaltete Cover lässt einen denken das es hierbei um Blutsauger geht aber gesaugt wird in diesem Streifen nicht.

Vielmehr wird versucht die damalige Geschichte von Vlad Tepes zu erzählen, der ja als „Der Pfähler“ dem ein oder anderen ein Begriff sein könnte. Ob dies gelungen ist will ich gar nicht erst bewerten, da mir das Hintergrundwissen fehlt aber ich kann sagen, dass zumindest eine gute Atmosphäre erzeugt wurde und man sich gut in das 15. Jahrhundert reinversetzten kann.

Allerdings hat der Film neben der guten Atmosphäre und gut gelungenen Kulissen sonst nur noch wenig zu bieten. Eine Langeweile überfiel mich fast die kompletten 88 Minuten. Sie wurde nur durch einige Kampfszenen verdrängt, in denen sogar ein wenig gesplattert wurde, die Betonung liegt hierbei aber auf ein wenig.

Neben den nur mittelmäßigen Schauspielern und Dialogen ist die deutsche Synchronisation des Protagonisten zu nennen. Sie wirkt absolut unnatürlich und ist so monoton, dass man denken könnte das hier „Prinz Valium“ und nicht „Prinz Dracula“ spricht. Die Aufnahme ist wirklich so schlecht das man sich auf gar keinen Fall vor ihr fürchtet sondern wohl ehr einen Lachkrampf bekommt.

Der Regisseur dieses Streifens ist vor „Dark Prince – The True Story of Dracula” schon zwei mal durch, von ihm gedrehte, Horrorfilme zu zweifelhaftem Ruhm gekommen. Er ist für „Halloween VI“ und „Phantoms“ verantwortlich, die beide keinen guten Ruf in der Szene besitzen.

Schlussendlich bleibt mir noch, euch vor dem Film zu warnen, es sei denn ihr steht auf langweilige Historienfilme und lustige Synchronisationen.

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Bewertung

Splatter 1.gif
Spannung 1_5.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 1_5.gif

Ähnlicher Film:

A Chinese Torture Chamber Story

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Informationen

OT:Man qing shi da ku xing

ca. 93 Minuten

Hongkong 1995

Regie

  • Bosco Lam
Darsteller

  • Yvonne Yung Hung
  • Kwong Leung Wong
  • Lawrence Ng
  • Julie Lee
  • u.a.

A Chinese Torture Chamber Story

Story

Im China des 18. Jahrhunderts wird Little Cabbage (Yvonne Yung Hung) angeklagt, zusammen mit ihrem Geliebten Yang (Lawrence Ng) ihren Ehemann Got Siu-Tai (Kwong Leung Wong) umgebracht zu haben. Ihr wird vorgeworfen, Got Siu-Tai eine Überdosis an Potenzmitteln verabreicht zu haben, wodurch dessen gigantischer Penis explodierte. Little Cabbage und Yang schwören allerdings, unschuldig zu sein, woraufhin der vorsitzende Richter (Siu-Kei Lee) entscheidet, die Beiden foltern zu lassen, um sie so zu einem Geständnis zu bewegen. Im Verlaufe der äußerst schmerzhaften Verhandlung kommen mehr und mehr Wahrheiten ans Tageslicht, die die Frage aufwerfen, ob die beiden Verliebten wirklich die Mörder sind. So lebte Little Cabbage einst als Konkubine bei Yang und dessen Frau (Ching Mai), wo sie nicht selten Zeugin der ausschweifenden Sexualität der Beiden wurde. Dennoch blieb es Yang’s Frau nicht unbemerkt, dass ihr Gatte längst ein Auge auf die hübsche Little Cabbage geworfen hatte, was sie nicht ertragen konnte. Als Yang das Haus irgendwann für ein paar Tage verließ, verkaufte seine Frau Little Cabbage an Got Siu-Tai weiter, in der Hoffnung, dass dieser sie mit seinem riesigen Geschlechtsteil versehentlich töten würde. Miss Yang indes hat trotz ihrer eigenen Eifersucht ebenfalls einen Liebhaber, der sie regelmäßig nach allen Regeln der Kunst befriedigt. Es kommt zu weiteren, undurchsichtigen Verstrickungen, doch es steht immer noch die Frage im Raum, wer nun eigentlich Got Siu-Tai’s Penis zur Explosion brachte? Grausame Folter vor Gericht bringt letztendlich die überraschende Wahrheit zu Tage…

Kritik

"Oh mein Gott"

– das war der einzige, klare Gedanke, den ich fassen konnte, nachdem ich mir "A Chinese Torture Chamber Story" angesehen habe. Zwar war ich der festen Überzeugung, schon alles gesehen zu haben, was die härtere Filmwelt einem bieten kann – von den übelsten Kannibalenreißern, bis hin zu Yakuzas, die sich zum Lustgewinn ihre eigene Zunge abschneiden – doch was ich mir gestern angetan habe, übertrifft dies noch. Es haben sich mir derart viele Eindrücke und Erinnerungen zum Film eingebrannt, die erst einmal verarbeitet werden müssen, deshalb zuerst so viel: "A Chinese Torture Chamber Story" ist eine völlig verrückte Mixtur aus hartem Folterfilm, abgedrehter Komödie, die Grenzen der Realität überschreitendem Softsex und schließlich bietet der Film noch die typischen Elemente eines ostasiatischen Kampffilmes. Dies wird alles derart über den Haufen geworfen, dass es schwer fällt, dabei noch einen klaren Kopf behalten zu können, doch nachdem ich die Inhaltsangabe des Films bis ins Detail studiert habe, fiel es mir verhältnismäßig leicht, der Handlung folgen zu können. Von dem Regisseur des Films, Bosco Lam, habe ich übrigens zum ersten Mal gehört, so dass ich nicht all zu viel über ihn berichten kann. In Hongkong hat der Gute schon einige Filme veröffentlicht, von denen aber nur "A Chinese Torture Story" bei uns halbwegs bekannt ist.

Und das nicht ohne Grund! Vordergründig handelt es sich hierbei natürlich um einen typischen Vertreter der Cat. III, der es sich zur Aufgabe macht, innerhalb von 90 Minuten möglichst viele Sex- und Gewaltszenen zu zeigen. Bosco Lam allerdings zu unterstellen, dass die Story dabei keine Rolle spielen würde, wäre in diesem Fall jedoch ungerecht. Wenn man den Streifen mal objektiv mit anderen Sickos dieser Art vergleicht, wird man schnell feststellen, dass es sich hierbei um einen eher untypischen Vertreter dieses Genres handelt. Wieso? Nun, während etwa "The Untold Story", um nur mal ein Beispiel zu nennen, einfach nur krank und knallhart daherkommt, gibt "A Chinese Torture Story" nicht all zu viel auf eine menschenverachtende Atmosphäre, wie man sie sonst aus derartigen Filmchen kennt. Das geht sogar so weit, dass die im Grunde wirklich grausamen Folterszenen durch den ausgesprochen hohen Humoranteil im Film fast schon ihre abstoßende Wirkung verlieren. Dies ist eigentlich schade, denn Bosco Lam ließ sich wirklich einiges einfallen, um seinen Zuschauern den Magen umzudrehen. So werden wir unter anderem Zeuge, wie ein Mann an eine kochend heiße Kesselwand gebunden wird, einer Frau spitze Gegenstände unter die Fingernägel geschoben werden, einem anderen mit Hilfe von heißem Zinn die Haut abgelöst wird, oder sich eine Frau über ein Nagelbrett rollen muss. Natürlich war dies nur ein minimaler Einblick, die Palette an Perversitäten ließe sich noch um einiges fortsetzen (Das auf den ersten Blick hübsche Cover, das ihr oben sehen könnt, stellt übrigens ebenso eine heftige Foltermethode dar, die ich eurer Fantasie überlasse). Während diese Folterszenen alle im Laufe der Gerichtsverhandlung, also in der Gegenwart gezeigt werden, befährt "A Chinese Torture Chamber Story" in seinen Rückblenden in die Vergangenheit eine völlig andere Schiene. Hier sehen wir, wie Little Cabbage kurz nach dem Tod ihrer Eltern Yang kennen lernt, in dessen Haus sie fortan mit einigen anderen Bediensteten arbeitet. Dieser wirft allerdings ein Auge auf sie und so kommt Got Siu-Tai ins Spiel, der von Yang’s Frau dazu angeheuert wurde, Little Cabbage freizukaufen und zu heiraten. Diese etwas verwirrende Handlung spinnt sich in ihrer Komplexität noch um einige Ecken weiter und überschüttet einen geradezu mit wahnwitzig verrückten Einfällen. Einige Beispiele gefällig? – Got Siu-Tai ist für seinen gigantischen Penis bekannt und mit diesem sogar in der Lage, eine Ratte totzupinkeln, was uns eindrucksvoll gezeigt wird. Ebenso dürfte die Menge seines Ejakulats vermutlich jeden Elefanten vor Neid erblassen lassen.

– Im späteren Verlauf des Films lernen wir ein Paar kennen, das in einem abgelegenen Waldstück lebt, wo sie sich in bester Martial Arts Manier regelmäßig verprügeln, nur um dann hemmungslosen Sex zu haben. Was nun noch relativ normal klingt, ist ein sehr ungewohnter Anblick, wenn die Beiden losgelöst von jeder Schwerkraft durch die Luft fliegen, um so den wildesten Sex zu haben. Spätestens bei Kampfrufen wie "Oral Attack!" dürfte wohl jedem klar sein, dass man derartige Szenen, die es im Film zuhauf gibt, besser nicht ernst nehmen sollte.

– In einer anderen Szene ist Little Cabbage gerade gezwungenermaßen bei Got Siu-Tai eingezogen, wo sie es sich in seinem Bett gemütlich machen will, als ein unsichtbarer Eindringling in Got Siu-Tai’s Haus eindringt. Dieser sieht es vor, Little Cabbage zu vergewaltigen, was Got Siu-Tai natürlich gar nicht gefällt. In einem Akt der Selbstaufopferung befriedigt Got Siu-Tai den unsichtbaren Eindringling in sekundenschnelle oral, so dass dieser die Lust daran verliert, Little Cabbage zu vergewaltigen. Verrückt? Ja! Natürlich sind abgefahrene Streifen aus Japan und Hongkong keine Seltenheit, aber das Faszinierende an "A Chinese Torture Chamber Story" ist seine abstrakte Vermischung verschiedener Genretypen zu einem einzigen, großen Wahnsinnsakt. Für den Otto-Normalverbraucher dürfte die gezeigte Gewalt im Film selbstverständlich um einiges zu grausam sein, doch wer sich in der Materie auskennt, wird den Streifen aufgrund seiner humorvollen und abgedrehten Seite sofort zu schätzen wissen. Hinzu kommt, dass die mir alle unbekannten Schauspieler ihre Sache sehr überzeugend machen. Mein einziger Anklagepunkt ist deshalb die sehr verworrene Story, der man ohne sehr viel Konzentration wohl nicht folgen kann.

Obwohl "A Chinese Torture Chamber Story" die Grenze des guten Geschmacks nicht selten überschreitet, wäre es doch falsch, den Film als typischen Vertreter brutaler Cat. III Streifen abzustempeln. Natürlich spielt die Gewalt eine wichtige Rolle und kommt durch unmenschliche Akte der Folter zum Ausdruck, bei denen einem zart besaiteten Menschen sofort schwarz vor Augen werden würde, doch Bosco Lam hat hiermit viel, viel mehr geschaffen. "A Chinese Torture Chamber Story" ist ebenso Komödie, wie Folterfilm, in der Diskussionen über Penisgrößen und Brustimplantate genau so wenig fehlen dürfen wie Genitalexplosionen. Ich jedenfalls hatte mit diesem Streifen durchaus meinen Spaß und bin schon sehr gespannt, was mir der zweite Teil bieten wird.

Bewertung

Splatter 4.gif
Spannung 3_5.gif
Story 5.gif
Ekelfaktor 4.gif
Atmosphäre 3_5.gif
Gesamt 4.gif

Ähnlicher Film:

  • A Chinese Torture Chamber Story 2

Caligula 2 – The Untold Story

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OT:Caligola: La storia mai raccontata

ca. 122 Minuten

Italien 1982

Regie

  • Joe D’Amato
Darsteller

  • David Brandon
  • Laura Gemser
  • Oliver Finch
  • Charles Borromel
  • u.a.
Caligula 2 - The Untold Story

Story

Der römische Kaiser Caligula (David Brandon) regiert Rom mit harter Hand. Er ist bekannt und gefürchtet für seine unstillbare Gier nach Gewalt und hat sich durch seine Tyrannei selbst im Senat schon viele Feinde gemacht. Eines Tages geht Caligula aber zu weit, als er ein junges Paar aufgreift, die junge Livia (Fabiola Toledo) vergewaltigt und ihren Freund zwingt, dabei zuzusehen. Im Anschluss tötet er beide. Als die Priesterin Miriam (Laura Gemser), die eine gute Freundin von Livia war, davon Wind bekommt, schwört sie Rache. Sie lässt sich zur Hure ausbilden und in Caligula’s Palast einschleusen, wo sie in der folgenden Zeit unglaubliche Orgien der sexuellen Ausschweifungen miterleben darf. Als sie sich dann aber in den Tyrannen verliebt, wird die Situation gefährlich…

Kritik

Mit „Caligula“ entstand im Jahr 1980 ein Film, der schnell auf sich reden machte und auch heute noch als die beste Verfilmung um den wahnsinnigen Kaiser bezeichnet wird. Regisseur Tinto Brass verstand es, Sex und Gewalt gekonnt zu vermischen, dennoch wurde der Streifen seinerzeit ein Flop. In Folge dessen stand auch die zwei Jahre später erschienene Fortsetzung unter keinem sehr guten Stern. Der Film, der inhaltlich nicht den Vorgänger fortführt, sondern eine eigene Interpretation des tyrannischen Caligula erzählt, wurde von einem gewissen David Hills inszeniert. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich allerdings kein anderer als Joe D’Amato, der natürlich jedem Horrorfilmfan ein Begriff ist. Durch Filme wie „Nackt unter Kannibalen“, „Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf“, „Porno Holocaust“ oder „Man-Eater“ machte sich D’Amato einen Namen. Dabei waren es nicht nur Horrorfans, die Gefallen an seinen Werken fanden, sondern auch Freunde der Pornographie, welche nicht selten ein Bestandteil in D’Amato’s Werken ist.

So war es sicherlich nicht die schlechteste Wahl, ausgerechnet diesen Schmuddelfilmer für eine Fortsetzung von „Caligula“ zu verpflichten, denn mit dem, was in einer derartigen Produktion verlangt wird, kennt sich D’Amato aus wie kaum ein zweiter. Erwähnenswert ist, dass „Caligula 2 – The Untold Story“ zu einem seiner aufwändigsten Filme wurde und auf einen Schlag all das verbindet, was für diesen Namen steht. Es wird genau so gefoltert, wie es detaillierten Sex zu sehen gibt und all das in einer durchaus zufriedenstellenden Inszenierung. Die Sets wirken glaubwürdig, wobei sie natürlich nicht mit einem „Gladiator“ verglichen werden können. Dennoch entsteht ein nachvollziehbares Bild des alten Rom. Außerdem können sich auch die Kostüme und sonstigen Ausstattungen sehen lassen, hierbei haben die Verantwortlichen gute Arbeit geleistet.

Der Film verfügt mit 125 Minuten über eine beinahe erschlagende Länge. Dennoch vollführte D’Amato das Kunststück, dass man sich als Zuschauer in den zwei Stunden kaum langweilt. Das wiederum liegt nicht zuletzt daran, dass „Caligula 2 – The Untold Story“ von seinen anstößigen Szenen lebt und man stets auf die nächste haarsträubende Provokation wartet. Und was das angeht, ließ sich D’Amato wahrlich nicht lumpen und präsentiert all das, was schon den Vorgänger berühmt machte noch eine Spur extremer. Die Gewaltszenen sind überaus heftig, so wird ein schreiender Mann zum Beispiel so lange anal mit einem Speer penetriert, bis dieser aus der Schulter wieder austritt. Einem anderen werden die Sehnen an Arme und Beine durchtrennt und die Zunge herausgeschnitten. Für zart besaitete ist dieses Werk also in keinster Weise zu empfehlen. Wer sich an pornographischen Szenen erfreuen kann, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten, denn im Verlauf des Films kommt es zu einer riesigen Orgie, in der jeder mit jedem kopuliert und Geschlechtsteile von der Kamera ohne Scheu eingefangen werden. Blowjobs, Vaginalverkehr und Ejakulationen werden hemmungslos zelebriert. Für weitaus mehr Wirbel sorgte allerdings eine ganz andere Szene. Ganz im Stil von „Emanuelle in America“ ist hier zu sehen, wie eine Frau ein Pferd befriedigt, was eindeutig nicht gestellt, sondern tatsächlich so gefilmt wurde. Ich hatte kein Problem mit der Szene, sondern denke, dass sie sehr gut zum schmuddeligen Charakter des Films passt.

Nun stellt sich einem aber die Frage, was „Caligula 2 – The Untold Story“ neben kontroversen Sex- und Gewaltszenen zu bieten hat, denn natürlich machen derartige Anstößigkeiten noch nicht einmal die Hälfte der 125 Minuten Spielzeit aus. Wer sich nun aber fürchtet, dass die restliche Handlung nur als Aufhänger für die restlichen Schmuddeleien gedreht wurde, kann diese Bedenken wieder zerstreuen. Auch wenn die hier geschilderten Ereignisse frei erfunden wurden, weiß man, dass der echte Caligula damals tatsächlich einem derartigen Lebensstil frönte und so sind die Schilderungen nicht einmal so weit hergeholt. „Caligula 2 – The Untold Story“ lebt über weite Strecken von seinem Hauptdarsteller David Brandon, der die Rolle des Scheusals und Tyrannen wunderbar unsympathisch verkörpert. Durch einige surreale Traumsequenzen wird verdeutlicht, dass sich Caligula immer mehr dem Wahnsinn nähert, was Brandon gut verkörpern konnte. Die anderen Darsteller machen ihre Sache auch passabel, bis auf Laura Gemser. Von der bekannten Schönheit weiß man ja unlängst, dass sie nicht viel mehr kann, als ihren Körper zur Schau zur stellen, ansonsten schlendert sie emotionslos durch die Szenen. Nicht umsonst gilt Gemser aber als eine der Ikonen des Erotikfilms.

Mit „Caligula 2 – The Untold Story“ wird ohne Frage nicht jeder etwas anfangen können. Man muss schon etwas für nicht ganz leicht verdauliche Exploitationware übrig haben, um hier unterhalten zu werden, doch ich hatte durchaus meinen Spaß mit dem Ganzen. Joe D’Amato hat hiermit nicht sein persönliches Meisterwerk abgeliefert, wie oftmals behauptet wird, aber schlecht ist der Streifen andererseits auch nicht. Insbesondere muss man ihm zugestehen, dass er trotz seiner zwei Stunden kaum langweilt. Bis auf die Sex- und Gewaltszenen bleibt einem hier aber dennoch nicht viel in Erinnerung.

Bewertung

Splatter 3.gif
Spannung 3_5.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 4_5.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Caligula

Story of Ricky

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Informationen

Originaltitel Story Of Ricky / Riki-Oh / God Of The Knife / Caged Fury
Länge 84 Minuten das Original + 11
Drehjahr 1992
Drehland Hongkong
Regie Nam Nai Choi
Schauspieler
  • Fan Sui Wong
  • Yakuri Oshima
Story of Ricky

Story & Kritik

Der Film spielt in der nahen Zukunft. Eigentlich ist das Jahr 2002 aber gedreht wurde er schon 10 Jahre früher. Ricky Ho ist wegen Mordes zu einer zehnjährigen Gefängnisstrafe verurteilt und muss seinen Strafe nun in einem privatem Gefängnis absitzen. Da die wirtschaftliche Lage der Erde nicht sonderlich rosig aussieht ( wie wahr ) wurden die staatlichen Organisationen privatisiert, was sich auf die Insassen im Gefängnis nicht sonderlich positiv auswirkt.

Die Wärter sind äußerst unfair und aggressiv und auch die Lage unter den Häftlingen ist sehr angespannt. Brutalität steht an der Tagesordnung und dies hat zur Folge das der ein oder andere den Löffel abgibt. Ricky ist nicht bereit sich das länger mit anzusehen und versucht für Ordnung und Gerechtigkeit zu sorgen. Dies bringt allerdings auch einige Leichen mit sich, da Ricky übermenschliche Kräfte besitzt, die ihm von seinem Onkel antrainiert wurden. Er wird dem Gefängnisboss vorgeführt der ab nun an versucht den Widersacher zu töten. Ricky aber kann sich immer wieder aus Situationen befreien, die eigentlich mit seinem Tod hätten enden müssen.

Als der Gerechtigkeitskämpfer mitbekommt das es sich bei dem Gefängnis auch noch um einen Drogenumschlagplatz handelt setzt er alles daran den Knast und seine Verantwortlichen zu zerstören …

Zwar sind in dieser Videoversion nicht unbedingt die Szenen enthalten, die ihn so berühmt gemacht haben aber ekelig und vor allem brutal ist er auch in der Cut-Version. Wenn ich bedenke das noch ganze 11 Minuten fehlen dann bin ich jetzt schon mal auf die DVD Version gespannt, die ich mir mit Sicherheit noch im Laufe der nächsten Zeit zulegen werde.

Der Film an sich lässt sich, glaube ich, als typisch „Eastern“ einstufen. Karate steht im Vordergrund der Kampfszenen und Sprünge von mehreren Metern sind auch vorhanden. Aber ich denke das gerade diese gewollt übertriebenen Szenen den Film doch relativieren. Wie gesagt ist er wirklich brutal aber in vielen Szenen ist eine gewisse Komik eingebaut, sodass man sich keine Gedanken machen muss sondern sich beruhig zurücklegen kann um diesen Splatterfilm zu bewundern.

Schauspielerisch und dialogtechnisch gehört „Story of Ricky“ sicherlich nicht zu den Glanzwerken des modernen Films aber jeder Freund des Genres weiss wie wichtig das für den Film ist, denn es ist absolut unwichtig.

Die Story ist eigentlich relativ normal gehalten, was heißt das keine ungewöhnlichen Sachen auftauchen. Daher war ich super erstaunt, dass am Ende der Gefängnisdirektor zu einem karatekämpfenden Monster mutiert, welches sich dann mit Ricky im Endkampf prügelt.

Den Film an sich möchte ich gerne weiterempfehlen, allerdings solltet ihr darauf achten das ihr eine uncut Fassung in die Finger bekommt. Es gibt da eine auf Video von „Screen Power“ und zwar ist diese als „Director´s Cut“ ausgezeichnet und die DVD Fassung von Laser Paradise. Diese Version kann ich nur verrückten Sammlern wie mir empfehlen …

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 2_5.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 4_5.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 4.gif

Dark Prince- The True Story Of Dracula

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Informationen

OT:Dark Prince: The True Story Of Dracula

ca.88 Minuten

USA 2000

Regie

  • Joe Chappelle
Darsteller

  • Rudolf Martin
  • Jane March
  • Roger Daltrey
  • u.a.
Dark Prince- The True Story Of Dracula

Story

Im Jahre 1431 wurde Vlad III. in der Festungestadt Schäßburg (Transsilvanien) geboren. Bei seiner Geburt soll eine Marienstatur angefangen haben Blutstränen zu weinen. Sein Vater Vlad der II. war Mitglied des Drachenordens, wodurch er den Beinamen Dracul erhielt. Dracula bedeutet soviel wie „Sohn des Drachen“. In Schäßburg lebte Vlad II. mit seiner Familie im Exil, bis er im Jahre 1435 Alexander, den Woiwoden der Walachei stürzen konnte und somit an dessen Stelle den Thron besteigen konnte. Da die Walachei damals eine Art Spielball für Ungarn und die Türkei war, gelang es Vlad II. durch seine geschickte Politik, sich die Herrschaft über 12 Jahre lang zu bewahren.

1441 wurden seine beiden Söhne Vlad III. und Ragon von den Türken entführt und an den Hof des türkischen Sultans gebracht. Dort wurde Vlad jahrelang gefoltert, während sein jüngerer Bruder zum Spielzeug des Sultans wurde. Hier lernte Vlad auch wie man Grausamkeit als ein Mittel der Politik einsetzten kann. 1447 wurde Vlads Vater von adligen Landsleuten ermordet, indem sie ihn lebendig begruben. Kurze Zeit später wurde Vlad aus der Gefangenschaft des Sultans entlassen und er kehrte in die Ländereien seines Vaters zurück um dort seinen Thron zurückzuerobern.

Er nahm Lydia, eine römisch-katholische Adlige zur Frau, welche ihm einen Sohn schenkte. Durch diese Vermählung schlug er sich jedoch den Zorn der orthodoxen Mönche seines Landes zu. Vlad herrschte sehr streng und wurde bald für vielerlei Gräueltaten bekannt. So liebte er es z.B. seine Feinde pfählen zu lassen und dann unter den Gepfählten sein Frühstück einzunehmen. Hierdurch erhielt er auch den Beinamen „Tepez“ – der Pfähler.

Als seine Frau die Wahrheit über ihn entdeckt wird sie fast verrückt und so schickt Vlad sie zunächst in ein Kloster. Von dort kehrt sie jedoch bald wieder zurück, da er ihren Beistand erbittet. Als bei einem Kampf gegen die Türken Vlad schwer verletzt wird, scheint es zunächst so, als ob er tot sei und man lässt seiner Frau von seinem Tode berichten. Jedoch stellt sich dies als Irrtum heraus und Vlad kehrt sehr lebendig an seinen Hof zurück. Als seine Frau ihn sieht, stürzt sie sich vom Burgturm, da sie sich nun vollends für verrückt hält.

Er herrschte nur 6 Jahre lang, und dennoch war er als extrem grausamer Fürst bekannt. Im Jahre 1462 wurde Vlad auf Geheiß des ungarischen Königs Matthias Corvinus auf die Hochburg Visegrád nach Ungarn gebracht und unter „Hausarrest“ gestellt. 1476 jedoch wurde er wieder freigelassen und er erhielt all seine Ämter und Würden wieder zurück.

1 Jahr später wurde er von einem orthodoxen Mönch in einen Hinterhalt gelockt und dort von seinem eigenen Bruder erschlagener. Kurze Zeit später war seine Leiche jedoch verschwunden. Als sein Grab in diesem Jahrhundert geöffnet wurde, war es leer.

Kritik

Dieser Film ist mal wieder nicht leicht zu beschreiben für mich. Zum einen war ich schon alleine davon begeistert, dass es einen Film über Vlad Dracul, alias „Dracula“ (wörtlich übersetzt: „Sohn des Drachen“) gibt und ich musste diesen Film einfach sehen! Die Gründe dafür sind einfach, ich würde mich ein klein wenig als Vampirfreak bezeichnen und interessiere mich daher auch sehr für die Hintergründe, die den Vampirmythos begleiten.

Vlad Tepez wurde schließlich nicht zuletzt aufgrund des Romans „Dracula“ von Bram Stoker zum Inbegriff des Vampirisum, Teile seines Lebens wurden immer wieder in Vampirfilmen erwähnt oder dienten als Schauermärchen und Legenden. Nur weniges ist wirklich durch Schriften aus der damaligen Zeit belegt und vieles wurde auch einfach nur erfunden. Auch der Film befasst sich damit, wie schnell eine wahre Geschichte umgewandelt wird, um sie noch schrecklicher zu machen. So sieht man z.B. Vlad bei den Gepfählten sein Frühstück einnehmen und man sieht sehr deutlich, dass er dabei einen Krug mit Wasser oder Weißwein trinkt. Das ganze wurde dann im Volke weiter gesponnen, dass er das Blut seiner Opfer zum Frühstück getrunken habe. Dies und noch andere Geschichten tauchen sehr oft im Film auf und Vlad selber ist reichlich amüsiert über diese ganzen Geschichten über sich. Ich finde der Regisseur hat dies sehr gut in dem Film verarbeitet.

Der Film hält sich auch ziemlich an die Fakten, die auch mir bekannt sind, jedoch manche Dinge gehen mit dem mir bekannten auch auseinander. Ich bin mir daher nicht ganz sicher, ob nicht doch so einige Dinge für den Film umgeschrieben wurden oder nicht. Ich werde noch ein wenig weiterforschen und dann gegebenenfalls diesen Bericht noch einmal überarbeiten.

Einen Vampirfilm im klassischen Sinne darf man jedoch nicht erwarten und auch Horrorfilmfreaks kommen nicht so ganz auf ihre Kosten. Ein paar recht brutale Szenen sind zwar durchaus auch enthalten. Besonders die Kampfszenen finde ich sehr gelungen, jedoch ist dies hier vielmehr ein Historienfilm. Es wird niemand gebissen und Dracula trinkt auch nicht das Blut seiner Opfer. Der Film versucht einem halt das Leben der Person Dracula näher zu bringen.

Die Atmosphäre des Films ist sehr gut gelungen. Die Landschaftsaufnahmen sind grandios und auch ein paar sehr schöne Effekte sind vorhanden. Das einzigste was mich bei diesem Film sehr gestört hat, war lediglich der Synchronsprecher des Dracula. Es kann doch wirklich nicht angehen, dass man sich für einen Film so viel Mühe gibt und dann bei der Übersetzung einen solchen Laien nimmt, der absolut nicht zu der Person passt und der eine so dermaßen monotone Stimme hat, dass man beim zuschauen fast einschlafen könnte. Seit „Angel of the Night“ habe ich nichts solch schlechtes mehr gehört. Zum Glück habe ich mir den Film auf DVD angeschaut und konnte so gelegentlich auf den englischen Originalton umschalten. Dort war die Stimme sehr viel authentischer!

^v^ FAZIT: ^v^

Ich empfehle den Film wirklich nur richtigen Vampirfreaks, die sich für die Hintergründe der Draculagestalt interessieren. Allen anderen kann ich den Film leider

Weitere Informationen:

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Bewertung

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Fragile – A Ghost Story

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Informationen

OT:Fragile

ca.97 Minuten

Spanien 2005

Regie

  • Jaume Balagueró
Darsteller

  • Calista Flockhart
  • Richard Roxburgh
  • Elena Anaya
  • u.a.

Fragile - A Ghost Story

Story

In einem alten, baufälligen Krankenhaus, welches auf einer einsamen spanischen Insel liegt, warten acht lungenkranke Kinder und deren Pfleger auf die baldige Evakuierung. Das Obergeschoss ist schon seit Jahren nicht mehr in Benutzung und auch die unteren Räume sind morsch und marode. Trotz des baldigen Endes des Hospitals wird mit Schwester Amy eine neue Pflegekraft eingestellt. Amy hat gerade ein traumatisches Erlebnis verarbeitet und geht mit vollem Elan an ihre neue Arbeit. Ihre Arbeit wird aber je gestört, als plötzlich seltsame Dinge vor sich gehen. Nicht nur das das Inventar seltsame Töne von sich gibt, es kommen auch seltsame Geräusche aus dem Obergeschoss der Abteilung. Zudem ereignen sich auf der Kinderstation seltsame, schmerzhafte Vorfälle. Einige der Kinder glauben an einen Geist, der das "Mechanische Mädchen" genannt wird. Die älteren Pfleger raten Amy, sich nicht in die Sache hineinzusteigern, doch aufgrund ihrer Vergangenheit setzt sie alles daran, Schmerz und Pein von den Kindern fernzuhalten.Doch die neue Schwester wird mit etwas konfrontiert, dass schmerz- und leidbringender ist, als alles, was sie sich je hätte vorstellen können…

Kritik

Kein geringerer als Jaume Balagueró ist der Regisseur des spanischen Gruselfilm „Fragile – A Ghost Story“. Balagueró, der schon für die beiden bemerkenswerten Horror-Filme „Darkness“ und „The Nameless“ den Regie-Stab schwang, versteht es den Betrachter in den Bann des Filmes zu ziehen. Und dabei sieht es bei „Fragile – A Ghost Story“ erst gar nicht so aus, als ob er das Zeug zu einem unterhaltsamen Schocker hat. Der Film kommt nämlich nur schwer in die Pötte. Allerdings bemerkt man gleich, dass Jaume Balagueró eine dichte Atmosphäre aufbauen will. Die erste Hälfte des Films bringt nicht viel Interessantes mit sich. Es wird hier ein bisschen was vom Krankenhaus, da ein bisschen oberflächliches von der erwachsenen Protagonistin erzählt und halt darauf hingewiesen, dass in dem verfallenen Krankenhaus etwas nicht in Ordnung ist. Die subtile Herangehensweise des Regisseurs, gepaart mit der herrlich heruntergekommenen Kulisse, verbreitet aber bereits eine ängstliche Stimmung, bei der man sich angespannt die Frage stellt, was da denn noch kommen mag. Und dann, nach etwa 45 Minuten kommt dann das, was man nicht erwartet hat. Ein Horror-Trip startet. Er führt in die Welt des Vergessens, des Schmerzes und der Einsamkeit. Allerdings nicht mit oberflächlichen Bildern präsentiert sondern, wie auch schon beim Stimmungsaufbau, subtil erarbeitet. Das Balagueró nicht in der Welt des Realen bleibt, ist wurscht. In bester Hideo Nakata Manier wird ein Wesen erschaffen, das durch sein Leid einen Weg zurück zu den Lebenden findet. „Fragile – A Ghost Story“ ähnelt „Ring“ sonst aber eher weniger. Neben der sehr dichten Atmosphäre gibt es auch ziemlich spannende Szenen und den ein oder anderen Schockeffekt. Harte Effekte werden nicht zur Verdeutlichung verschiedener Situationen benutzt, allerdings gibt es reichlich unappetitliche Einstellungen, die auf ihre eigene Art und Weise auch recht hart sind. Sicherlich würde sich jede Mutter ein Kissen vor ihr Gesicht werfen, wenn sie mit ansehen müsste, wie einem kleinen Mädchen die Knochen gebrochen werden… Hauptdarstellerin Calista Flockhart, die bis dato eher in bekannteren TV-Serien auf sich aufmerksam machte, liefert in „Fragile – A Ghost Story“ eine solide Arbeit ab. Ihre Rolle bleibt stets glaubhaft, auch wenn sie den ein oder anderen schweren Moment spielen muss. Es ist schon erstaunlich, dass Jaume Balagueró schon wieder so einen guten Beitrag zum Horror-Genre beigetragen hat und trotzdem immer noch nicht so richtig bekannt geworden ist. Wenn er seinem Stil treu bleibt, dürfte sich das in den nächsten Jahren wohl ändern. Denn Fans des Horror-Films freuen sich schließlich immer wieder auf neue, innovative Beiträge zum Genre. „Fragile – A Ghost Story“ ist auf jeden Fall ein Film, den sich Freunde von Grusel-Schockern angucken sollten. Er braucht sich nicht hinter den populären Genre-Beiträgen aus Japan und deren amerikanischen Verwurstungen zu verstecken.

Bewertung

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Atmosphäre 5_5.gif
Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

Fragile – A Ghost Story

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Informationen

Darsteller
  • Calista Flockhart
  • Richard Roxburgh
  • Elena Anaya
Regie Jaume Balaguero
Tonformat Deutsch DD5.1; Englisch DD5.1
Bildformat
  • 16:9; 2
  • 35:1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
FSK 16
Ländercode 2
Drehland Spanien
Jahr 2005
Filmlänge 97 Minuten
Verleih Splendid
Originaltitel Fragile
 Fragile - A Ghost Story

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Die DVD kann hier bestellt werden:

Story

In einem alten, baufälligen Krankenhaus, welches auf einer einsamen spanischen Insel liegt, warten acht lungenkranke Kinder und deren Pfleger auf die baldige Evakuierung. Das Obergeschoss ist schon seit Jahren nicht mehr in Benutzung und auch die unteren Räume sind morsch und marode. Trotz des baldigen Endes des Hospitals wird mit Schwester Amy eine neue Pflegekraft eingestellt. Amy hat gerade ein traumatisches Erlebnis verarbeitet und geht mit vollem Elan an ihre neue Arbeit.

Ihre Arbeit wird aber je gestört, als plötzlich seltsame Dinge vor sich gehen. Nicht nur das das Inventar seltsame Töne von sich gibt, es kommen auch seltsame Geräusche aus dem Obergeschoss der Abteilung. Zudem ereignen sich auf der Kinderstation seltsame, schmerzhafte Vorfälle. Einige der Kinder glauben an einen Geist, der das "Mechanische Mädchen" genannt wird. Die älteren Pfleger raten Amy, sich nicht in die Sache hineinzusteigern, doch aufgrund ihrer Vergangenheit setzt sie alles daran, Schmerz und Pein von den Kindern fernzuhalten.

Doch die neue Schwester wird mit etwas konfrontiert, dass schmerz- und leidbringender ist, als alles, was sie sich je hätte vorstellen können…

Kritik

Kein geringerer als Jaume Balagueró ist der Regisseur des spanischen Gruselfilm „Fragile – A Ghost Story“. Balagueró, der schon für die beiden bemerkenswerten Horror-Filme „Darkness“ und „The Nameless“ den Regie-Stab schwang, versteht es den Betrachter in den Bann des Filmes zu ziehen. Und dabei sieht es bei „Fragile – A Ghost Story“ erst gar nicht so aus, als ob er das Zeug zu einem unterhaltsamen Schocker hat. Der Film kommt nämlich nur schwer in die Pötte. Allerdings bemerkt man gleich, dass Jaume Balagueró eine dichte Atmosphäre aufbauen will.

Die erste Hälfte des Films bringt nicht viel Interessantes mit sich. Es wird hier ein bisschen was vom Krankenhaus, da ein bisschen oberflächliches von der erwachsenen Protagonistin erzählt und halt darauf hingewiesen, dass in dem verfallenen Krankenhaus etwas nicht in Ordnung ist. Die subtile Herangehensweise des Regisseurs, gepaart mit der herrlich heruntergekommenen Kulisse, verbreitet aber bereits eine ängstliche Stimmung, bei der man sich angespannt die Frage stellt, was da denn noch kommen mag. Und dann, nach etwa 45 Minuten kommt dann das, was man nicht erwartet hat. Ein Horror-Trip startet. Er führt in die Welt des Vergessens, des Schmerzes und der Einsamkeit. Allerdings nicht mit oberflächlichen Bildern präsentiert sondern, wie auch schon beim Stimmungsaufbau, subtil erarbeitet. Das Balagueró nicht in der Welt des Realen bleibt, ist wurscht. In bester Hideo Nakata Manier wird ein Wesen erschaffen, das durch sein Leid einen Weg zurück zu den Lebenden findet. „Fragile – A Ghost Story“ ähnelt „Ring“ sonst aber eher weniger.

Neben der sehr dichten Atmosphäre gibt es auch ziemlich spannende Szenen und den ein oder anderen Schockeffekt. Harte Effekte werden nicht zur Verdeutlichung verschiedener Situationen benutzt, allerdings gibt es reichlich unappetitliche Einstellungen, die auf ihre eigene Art und Weise auch recht hart sind. Sicherlich würde sich jede Mutter ein Kissen vor ihr Gesicht werfen, wenn sie mit ansehen müsste, wie einem kleinen Mädchen die Knochen gebrochen werden…

Hauptdarstellerin Calista Flockhart, die bis dato eher in bekannteren TV-Serien auf sich aufmerksam machte, liefert in „Fragile – A Ghost Story“ eine solide Arbeit ab. Ihre Rolle bleibt stets glaubhaft, auch wenn sie den ein oder anderen schweren Moment spielen muss.

Es ist schon erstaunlich, dass Jaume Balagueró schon wieder so einen guten Beitrag zum Horror-Genre beigetragen hat und trotzdem immer noch nicht so richtig bekannt geworden ist. Wenn er seinem Stil treu bleibt, dürfte sich das in den nächsten Jahren wohl ändern. Denn Fans des Horror-Films freuen sich schließlich immer wieder auf neue, innovative Beiträge zum Genre.

„Fragile – A Ghost Story“ ist auf jeden Fall ein Film, den sich Freunde von Grusel-Schockern angucken sollten. Er braucht sich nicht hinter den populären Genre-Beiträgen aus Japan und deren amerikanischen Verwurstungen zu verstecken.

DVD

DVD-Specials:

Featurette: Fragile

B-Roll

Making of…

Fragile Trailershow

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Bewertung

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Spannung 5.gif
Ekelfaktor 4.gif
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