Amityville 6 – Face Of Terror

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Informationen

OT:Amityville 1992: It’s About Time

ca. 91 Minuten

USA 1992

Regie

  • Tony Randel
Darsteller

  • Stephen Macht
  • Shawn Weatherly
  • Megan Ward
  • u.a.

Amityville 6 - Face Of Terror

Story

Es ist eine kalte regnerische Nacht als Jacob, Familienvater von einem Sohn und einer Tochter, von einem mehrtägigen New York Aufenthalt nach Hause kommt. Seine beiden Kinder sind grob geschätzt so zwischen 16 und 18 Jahre alt. Jacob hat aber etwas ganz Besonders mitgebracht, was sein Heim in Zukunft verschönern soll. Es handelt sich um eine alte Standuhr, die er sofort über den Kamin stellt. Die Uhr stammt aus einem alten Haus, oder besser gesagt aus dem uns bekannten Spukhaus in Amityville, das abgerissen werden soll. Was keiner der Familie weiß, ist das die Uhr ein dämonisches Eigenleben führt. Der Erste der von diesem Eigenleben zu spüren bekommt ist der Sohn Rusty. Am selben Abend nämlich geht dieser Spazieren und als er wieder nach Hause kommt steht auf einmal der Nachbarshund im Wohnzimmer und bellt die Uhr an. Als Rusty das Licht anmacht ist plötzlich das ganze Wohnzimmer zu einem anderen sehr alten Raum geworden, der aber genauso schnell wieder verschwindet wie er aufgetaucht ist. Rusty denkt er hätte sich das alles nur eingebildet und geht ins Bett. Am nächsten Tag passiert ein weiteres Unglück. Vater Jacob geht Joggen, wird aber unterwegs sehr schwer vom Nachbarshund angefallen, der ihm schier das Bein abbeißt. Jacob kann sich gerade noch retten indem er mit einer zerbrochenen Flasche dem Hund die Schnauze zertrümmert, muss aber sofort ins Krankenhaus. Daraufhin geht Jacobs Freundin Andrea und Sohn Rusty zur Nachbarin, aber die weiß von nichts und der Hund hat keinen einzigen Kratzer. Am selben Abend hat Rusty dann wieder ein unerklärliches Erlebnis. Er sitzt mit Andrea und Schwester Lisa am Abendtisch als es ist gerade sechs Uhr wird. Er steht auf um das Telefonbuch zu holen, dass Andrea von ihm verlangt, bleibt aber unterwegs neben der neuen Uhr stehen. Als er wenige Sekunden später wieder zum Tisch zurück geht ist es auf einmal dunkel und drei Stunden später… Andrea wundert sich wo er so lange war, aber Rusty weiß das er nur wenige Sekunden weg war. Er kann sich das alles nicht erklären und ist der Meinung im Haus spukt es, was ihm aber natürlich keiner glaubt. Er hat aber recht, denn in der selber Nacht passiert das nächste unheimliche Phänomen, dass aber diesmal Andrea und Lisa trifft. Das Grauen nimmt schließlich seinen Lauf, wird Nacht für Nacht immer stärker und Vater Jacob benimmt sich immer seltsamer. Als Rusty und Andrea dann herausfinden das alles an der Uhr liegt, ist schon alles zu spät. Oder doch nicht?

Kritik

Spukhausfilme gibt es wie Sand am Meer, allerdings sind 70 Prozent davon Schrott, oder haben ein total bescheuertes Ende obwohl der eigentliche Film gut war. Am meisten denke ich hierbei an den Film „Ghost Ship“. Der ganze Film ist sehr spannend und gut aufgebaut, hat aber wohl eines der bescheuertsten Filmenden aller Zeiten. Zwei weitere Kandidaten auf die das zutrifft sind „Haunted Hill“ und „Das Geisterschloss“. Bei denen ist es zwar nicht ganz so extrem wie bei „Ghost Ship“, aber sie haben dennoch ein total unbefriedigendes Ende. Es gibt nicht viele Geisterhausfilme, die man als sehr gut bezeichnen kann, aber wenn mich einer fragt welche Filme dieser Art ich am besten finde, dann würde „Amityville – Face of Terror“ ganz sicher mit dabei sein. Zugegeben, der Film beginnt etwas lahm, sodass man in der ersten halben Stunde nur wenig von der verfluchten Uhr zu sehen bekommt. Das finde ich aber nicht weiter schlimm, denn in der Zeit lernt man sehr gut die einzelnen Charaktere der Familie kennen, die Anfangs eigentlich alle Recht sympathisch sind. Okay Rusty ist vielleicht manchmal etwas seltsam, aber man muss bedenken das er den Tod seiner Mutter hinter sich hat. Die Hautrollen sind Rusty und Jacobs Exfreundin Andrea, was aber erst im Laufe der Zeit deutlich wird. Durch die gute schauspielerische Leistung, man bedenke es handelt sich um einen Horrorfilm, kann man sich sehr gut mit Rusty und Andrea identifizieren und durch diese Tatsache bleibt der Film auch immer interessant. Nachdem Jacob dann von dem Hund angefallen wurde und daheim verletzt im Bett liegt, geht der Film dann richtig los. Die Uhr hat das Böse in Jacob geweckt was man nach und nach immer deutlicher erkennen kann. Zudem passieren immer mehr dumme Sachen, die jeden einzelnen betreffen. Räume verändern sich, die Zeit bleibt stehen, Sachen bzw. Personen verschwinden und tauchen auf einmal wieder auf. Die Uhr verändert, gegen alle Gesetzt der Logik, die Zeit. Dazu kommt noch das sich Sachen von alleine bewegen oder seltsame Phänomene geschehen (mit anderen Worten, der typische Amityville Horror). Die böse Macht in der Uhr schreckt dabei auch nicht vor blutigen Zwischenfällen oder besser gesagt Morden zurück. Noch ehe man sich versieht befinden wir uns im sehr interessanten Showndown, der von einem wirklich genialen Ende, so wie ich es lange nicht mehr in einem Film dieses Genres gesehen hab, endet. Was passiert verrate ich natürlich nicht, aber damit rechnet wohl keiner. „Face of Terror“ baut sehr schnell eine dichte Atmosphäre auf, sogar am Anfang wo noch nicht so viel passiert. Allein schon wenn man Nachts die Uhr sieht, wie sich die Zahnräder bewegen und so und dabei eine horrorhafte Musik erklingt, ist für Spannung gesorgt. Schon der Anfang, wenn die Namen kommen ist sehr gut gemacht, so dass der Zuschauer schon im Vorfeld erahnen kann das dies ein guter Film wird. Es gibt teilweise extrem spannende Szenen, in denen dann nicht einmal was passiert und andere die mit einem Schock enden. Hierbei denke ich besonders an die Spiegel und an die Badenwannenszene. Aber das sind lange nicht die Einzigen. Auch die Darstellung des Modells das Jacob den ganzen Film über baut und man erst ziemlich am Ende des Films zu sehen bekommt, ist interessant und vor allem wie es sich auf die Realität überträgt. Tony Randel hat ohne Zweifel mit diesem sechsten Teil der Reihe nicht einfach nur eine Kopie der alten Teile fabriziert, sondern auch neue Elemente eingebaut. Die Böse Macht in der Uhr wird nicht, wie üblich, damit erklärt, dass es so ist weil sie im verfluchten Haus stand. Nein, die Erklärung ist diesmal viel origineller. Auch bietet der Film eine andere Art von Spukhaushorror als bisher. Ich kann zwar nicht genau sagen was, aber der Film unterscheidet sich einfach von den Vorgängern. Noch ein paar Worte zum Splatter. Zu aller erst muss ich sagen, dass es diesmal wirklich seltsam ist, wie ich auf diesen Film kam. Früher dachte ich es gäbe nur 3 „Amityville“ Teile, wobei ich den ersten mittelmäßig, den zweiten gut und den dritten ebenfalls mittelmäßig finde. Irgendwann dann habe ich bei www.OFDB.de etwas über diese Filme nachgeschaut und musste total überrascht feststellen das es 8 Teile gibt. Alle sind ab 16 und 18 nur dieser Teil ist indiziert. Die Indizierung des sechsten Teils, die im übrigen total ungerechtfertigt ist, war praktisch der Auslöser das ich mir alle Teile dieser Reihe, die mir zuvor relativ egal war, gekauft habe. Aber genug erzählt, interessiert sowieso keinen. Man kann mit recht behaupten das es sich bei diesem Film um den blutigsten Teil der Reihe handelt. Die Szenen mit Jacobs Bein sind beispielsweise wirklich eklig geworden. Am Anfang ist es noch ein Fleischwunde, die aber im Verlaufe des Film immer größer wird und eitert ohne Ende. Vergleichbar mit dem Geschwür der Meerjungfrau aus „Guinea Pig 6“, nur nicht in diesem Ausmaß. Dann gibt es da noch eine Szene in der ein Junge im Boden versinkt und von einer widerlichen schleimigen Flüssigkeit absorbiert wird (siehe Cover des Films). Sonst gibt es da noch das ein oder andere blutige Detail im Film, dass das FSK 18 sicherlich rechtfertigt und man unter 14 auch nicht unbedingt sehen braucht. Richtig brutal und jugendgefährdend wird es aber nie und von daher halte ich die Indizierung für totalen Blödsinn. Nebenbei bemerkt sind die Effekte ganz gut gelungen und wirken keinesfalls künstlich. Jetzt denken wahrscheinlich viele von euch „Mann das muss ja ein cooler Horrorfilm sein, den muss ich mir so schnell wie möglich holen“. Dabei wären wir schon bei Hauptproblem des Films. Er ist total unbekannt und die Tatsache das es nur eine deutsche Fassung gibt und zwar als VHS, die zu allem Überfluss auch noch indiziert ist, machen die Sache nicht gerade besser. Wie soll ein Film auch bekannt werden wenn es weder eine DVD noch eine Neuauflage auf VHS gibt. Bisher hat noch nicht einmal ein Sender den Film im Fernsehen ausgestrahlt, was für mich auch total unverständlich ist da die Teile 1,2,3 und 8 regelmäßig gezeigt werden. „Face of Terror“ wird wohl auf ewig im Archiv der unbekannten Horrorfilm bleiben, obwohl er einer der besten Filme seiner Art ist. Ich hoffe mal das dieser Bericht dies wenigsten ein kleines bisschen ändert. Wie schon gesagt, eine DVD von dem Film gibt es nicht und wie es aussieht wird sich daran auch nichts ändern. Meine Meinung basiert auf der deutschen VHS Fassung von Empire, die komplett ungeschnitten ist. Es ist die einzige deutsche Fassung die es gibt und leider auch die einzige die bei OFDB eingetragen ist. Die Bild und Tonqualität ist in Ordnung, sodass man sich das Tape ohne bedenken kaufen kann. Es zu finden ist die nächste Stufe, da es inzwischen sehr rar geworden ist. Ich hatte Glück und bekam es in sehr gutem Zustand für 12 Euro. Seitdem aber habe ich es nirgendwo mehr gesehen. Wenn ihr also Interesse an diesem Film habt müsst ihr euch unter Umständen schon mit ewigen Suchen abplagen. An dieser Stelle möchte ich noch ein paar Worte zu den „Amityville“ Filmen allgemein sagen. Diese Filme werden von den meisten Leuten unterschätzt oder belächelt. Okay, der ein oder andere Teil ist wirklich mittelmäßig bis schlecht, aber es gibt auch Folgen die man als gut bis sehr gut bezeichnen kann. Dabei denke ich an die Teile 2, 4, 8 und diesen Teil 6 hier. Dieser Teil 6 ist sogar von allen Teilen meine Lieblingsfolge. Offiziell gesehen ist dies übrigens der fünfte Teil der Reihe. Inoffiziell aber wie ihr an meinem Bericht sehen könnt der sechste, da im Zeitraum zwischen diesem Film und Teil 4 ein weiterer Teil mit dem Namen „The Amityville Curse“ gedreht wurde, der aber aus der Reihe fällt und deshalb von vielen nicht mitgezählt wird. „Amityville – Face of Terror“ ist in meinen Augen ein sehr guter Horrorfilm, den jeder Horrorfan mal gesehen haben sollte. Versucht das Empire Tape zu bekommen, denn es lohnt sich wirklich. Ich jedenfall bin froh, dass das Tape in meinem Regal steht und ich möchte es auch nie mehr missen.

Bewertung

Splatter 3_5.gif
Spannung 5.gif
Story 4_5.gif
Ekelfaktor 4_5.gif
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Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

  • House – Das Horrorhaus

12 Days Of Terror

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OT:12 Days Of Terror

ca. 85 Minuten

Südafrika 2004

Regie

  • Jack Sholder
Darsteller

  • Colin Egglesfield
  • Mark Dexter
  • Jenna Harrison
  • John Rhys-Davies
  • u.a.

12 Days Of Terror

Story

Im Jahr 1916 durchlebt New Jersey einen extrem heißen Sommer, während in Europa der Krieg tobt. Die Bewohner eines kleinen Küstenortes leiden sehr unter der Hitze und nutzen deshalb jede Möglichkeit, die sich ihnen bietet, um am Strand schwimmen zu gehen. Alex (Colin Egglesfield) ist als Rettungsschwimmer dafür verantwortlich, auf die Badegäste aufzupassen und diesen Job erledigt er auch überaus verantwortungsbewusst. Eines Tages ereignet sich etwas, womit niemand gerechnet hätte. Ein Hai nähert sich dem Badestrand und greift einen Schwimmer an, der darauf an seinen Verletzungen stirbt.

Für Alex ist klar, dass schnellstens etwas geschehen muss, damit nicht noch mehr Menschen zu Schaden kommen. Doch trotz der offensichtlichen Gefahr, weigert sich der Bürgermeister, den Strand schließen zu lassen. Mit der Behauptung, dass es ebenso gut ein Torpedo von einem Deutschen U-Boot gewesen sein könnte, übersieht der Bürgermeister die drohende Gefahr, um die Touristen nicht zu verlieren. Das jedoch soll bald Konsequenzen haben, denn natürlich schlägt der Hai erneut zu. Zusammen mit einem erfahrenen Captain (John Rhys-Davies) macht es sich Alex zur Aufgabe, den Hai aufzuhalten…

Kritik

Zugegeben: Die Story von "12 Days of Terror" hat schon so einen Bart, dass man den Film im ersten Augenblick am liebsten im Regal liegen lassen würde. Bereits Spielberg erzählte vor vielen Jahren exakt die selbe Geschichte, woraufhin es im viele gleich taten und immer wieder den selben Brei anrührten. Dennoch gibt es genau zwei Gründe, wieso ich mir von "12 Days of Terror" doch noch ganz gute Unterhaltung erhoffte. Zum Einen, weil er auf Tatsachen beruht, die sich so wirklich 1916 abgespielt haben und zudem weil Jack Sholder für die Inszenierung verantwortlich war. Sicherlich werden nur die wenigsten etwas mit diesem Namen anfangen können, doch eingefleischte Horror-Nerds werden sich dabei sofort an Filme wie "Nightmare 2" oder "Arachnid" erinnern.

Gerade in Zeiten, in denen jeder drittklassige Horrorfilm mit der Werbezeile "Nach einer wahren Begebenheit" das Publikum zu ködern versucht, sollte man in dieser Hinsicht immer äußerst vorsichtig sein. Wie ich allerdings in Erfahrung bringen konnte, haben sich die in "12 Days of Terror" geschilderten Ereignisse wirklich so ähnlich zugetragen. Es wurde auch bereits ein Buch darüber geschrieben, in welchem die tatsächlichen Ereignisse niedergeschrieben wurden. Das ist an und für sich sicherlich ein Pluspunkt, doch realistisch betrachtet bringt es einen Film nicht weiter, wenn er auf einer wahren Begebenheit beruht, seinem Publikum aber nicht viel bieten kann.

Die tolle Anfangssequenz hat dafür gesorgt, dass ich dem Ganzen zuerst sehr zugetan war. Uns werden Aufnahmen aus dem frühen 20. Jahrhundert zur Zeit des Krieges gezeigt, was mit einer passenden Musik unterlegt ist, dazu erzählt uns Alex dann die Geschichte seiner Heimatstadt. Bis dato waren meine Erwartungen noch ziemlich hoch, doch die Ernüchterung sollte sich dann bald melden. Der Streifen präsentiert sich in einem eher günstigen B-Movie Look und scheint 1:1 von "Der Weiße Hai" kopiert zu sein. Natürlich war "Der Weiße Hai" damals von den Ereignissen 1916 beeinflusst, keine Frage. Doch als Verfilmung kam er nun einmal lange vor "12 Days of Terror". Das Plagiat ist hierbei ganz klar Jack Sholder’s Werk und nicht Spielberg’s, da erstgenannter absolut keine eigenen Ideen in seinen Streifen einbringt.

Schon der Hauptdarsteller wird als viel zu gutmütig dargestellt und wirkt mit seiner weißen Weste und seinem tollen Charakter absolut unglaubwürdig. Es ist nicht so recht verständlich, wieso sich der einfache Rettungsschwimmer plötzlich als Haijäger sieht und es mit dem gefährlichen Tier aufnimmt. Auch alle anderen Figuren die im Film auftauchen wirken klischeehaft und so schon tausende Male gesehen. Die Schauspieler können an dieser Stelle nicht viel herumreißen. Colin Egglesfield erfüllt den Hauptpart, wie es von ihm gefordert wurde, kann dabei aber keineswegs überragen. Lediglich John Rhys-Davies’s Schauspiel würde ich als zufrieden stellend bezeichnen. Der Gute war auch schon in der "Herr der Ringe" Trilogie als Gimli zu sehen und konnte in über 100 Filmen Erfahrungen anhäufen. Er agiert in "12 Days of Terror" als alter Seebär, was gut zu ihm passt.

Enttäuschend ist an "12 Days of Terror" insbesondere die gravierende Spannungsarmut. Sholder schuf hiermit keinen gänzlichen Langweiler, aber dennoch einen Film, der sich lasch dahinzieht und nie wirklich begeistern kann. Mal wird ein Badegast beim Schwimmen von einem Hai geschnappt, dann werden wir wieder von Alex‘ Vergangenheit unterrichtet, bis wir dann wieder den kläglichen Versuch eines Spannungsaufbaus miterleben müssen. Tut mir leid, aber nach unzähligen Haifilmen ist es irgendwann nicht mehr unheimlich, wenn plötzlich eine Haiflosse aus dem Wasser auftaucht und auf einen hilflosen Schwimmer zuschnellt. Alles, was Sholder bietet, hat man so schon gesehen.

Auch splattertechnisch hält sich das Werk übrigens zurück. Hier und da gibt es mal einen Beinstumpf oder etwas aufsprudelnde rote Farbe zu sehen, doch das ist alles kaum der Rede wert.

"12 Days of Terror" ist nicht ganz so schlecht, wie manch einer nun vielleicht annimmt doch leider auch weit davon entfernt, als innovativer Tierhorrorfilm durchzugehen. Nur weil das Ganze auf wahren Ereignissen beruht, heißt das noch lange nicht, dass man als Regisseur ein 08/15 Programm abspielen darf, das so schon etliche Male zuvor zu sehen war. Sollte der Streifen irgendwann mal im TV gezeigt werden, kann man durchaus mal reinschalten, doch ein DVD-Kauf lohnt sich hier nicht wirklich.

Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 2.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 2.gif
Gesamt 2_5.gif

Ähnlicher Film:

The 3 Faces Of Terror

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OT:I Tre volti del terrore

ca.84 Minuten

Italien 2004

Regie

  • Sergio Stivaletti
Darsteller

  • John Phillip Law
  • Riccardo Serventi Longhi
  • Elisabetta Rocchetti
  • Emiliano Reggente
  • u.a.

The 3 Faces Of Terror

Story

Die drei Freunde Sandra (Ambre Even), Marco (Riccardo Serventi) und Carlo (Emiliano Reggente) sind mit dem Nachtzug unterwegs und schlafen irgendwann ein. Als sie wieder zu sich kommen, stellen sie fest, dass eine weitere Person ihr Zugabteil betreten hat. Diese stellt sich als Professor Peter Price (John Phillip Law) vor und meint, ein professioneller Hypnotiseur zu sein. Er zeigt den drei neugierigen, jungen Leuten eine seltsame, kleine Metallkugel und behauptet, dass diese in der Lage wäre, jedem Menschen eine ganz individuelle Geschichte zu erzählen.

Marco schlüpft in seiner Vision in die Haut eines Grabräubers, der sich unwissend den Fluch einer Mumie auflastet und in der folgenden Vollmondnacht zu einem blutgierigen Werwolf wird..

Sandra hingegen gerät in ihrer Vision in die Hände des Schönheitschirurgen Dr. Henry Fischer, nichts ahnend, dass sie es mit einem gemeingefährlichen Psychopaten zu tun hat. Ehe sie es sich versieht muss sie nicht nur um ihr Leben, sondern auch um ihre Haut fürchten..

In der letzten Geschichte, die die mysteriöse Kugel offenbart, begeben sich drei Jugendliche zu einem einladenden See, um dort ein Wochenende lang Spaß zu haben. Als sie allerdings von einem unheimlichen Mann gewarnt werden, sich in höchster Gefahr zu befinden, schenken sie seiner Aussage keinen Glauben. Ein großer Fehler, denn kurz darauf befinden sie sich auf der Speisekarte einer gefährlichen, schlangenähnlichen Kreatur..

Kritik

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Horrorfans "The 3 Faces of Terror" auf den ersten Blick sicherlich in den Regalen stehen lassen werden, weckt das Cover doch leichte Erinnerungen an die etlichen Teenieslasher, die in den letzten Jahren jedwede Innovation im Genre überschatteten. Mit Werken wie "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast" und dergleichen hat diese italienische Produktion allerdings nichts gemeinsam. Dies wird Kennern schon dann klar, wenn sie den Namen des Regisseurs lesen, denn Sergio Stivaletti ist alles andere als ein Unbekannter. Für unglaublich viele italienische Genreklassiker (u.a. "Phenomena", "Dellamorte Dellamore", "Dämonen 2", "Terror in der Oper") kreierte er schon die blutigen Special Effects, auf dem Regiestuhl nahm er allerdings erstaunlicherweise erst zweimal platz. Einmal bei "Wax Mask" (dort allerdings eher als Ersatz für den verstorbenen Lucio Fulci) und eben 7 Jahre später noch einmal für den hier besprochenen "The 3 Faces of Terror".

Dass Effektspezialisten nicht immer Ahnung davon haben, wie man eigenhändig einen guten Streifen auf die Beine stellt, das wurde im Horrorgenre schon vielfach bewiesen, doch glücklicherweise stellt sich "I Tre volti del terrore", so der Originaltitel des Films, nicht als Enttäuschung heraus. Das wird mit Sicherheit dadurch begünstigt, dass es sich Stivaletti mit der hier erzählten Story schon im Voraus leicht gemacht hat, denn Episodenfilme haben im Vergleich zu Werken mit nur einem Plot einen klaren Vorteil: Es muss nicht krampfhaft versucht werden, eine konstante Spannung aufgebaut zu werden, da jede der drei Geschichten quasi ein Film für sich ist. Dadurch ist auch relativ ausgeschlossen, dass der Streifen allzu langweilig wird, denn bei drei unterschiedlichen Geschichten ist ein gewisses Maß an Abwechslung vorprogrammiert. Ob nun also als kleine Starthilfe, oder gänzlich ohne Hintergedanken, Fakt ist, dass die Entscheidung, einen Episodenfilm zu drehen, genau die richtige war.

Wie bei der Serie "Tales From The Crpt" oder den "Creepshow" Verfilmungen dient hier auch wieder eine Rahmenhandlung als Aufhänger für die drei Episoden. Diese ist an und für sich nichts all zu besonderes, bietet zum Ende hin allerdings noch einen fantasyreichen Twist, der wirklich sehr schön inszeniert wurde. Dennoch ist diese umrahmende Handlung um die drei Zugpassagiere eher unwichtig, da sich der Film meist auf seine drei Kurzgeschichten konzentriert. Obwohl ich an dieser Stelle durchaus auch etwas zu kritisieren habe, möchte ich dennoch zuerst mit dem Positiven beginnen: Die Geschichten sind allesamt einfallsreich und spannend und warten außerdem mit einigen blutigen Effekten auf. Ganz egal ob nun die klassische Werwolfgeschichte, die Story um den verrückten Chirurgen oder die letzte Erzählung mit einem riesigen Monster. Abwechslung bekommt man durchaus geboten. An der Inszenierung lässt sich eigentlich nur bemängeln, dass das Bild einen recht billigen Eindruck macht und man in den ersten Momenten eher an einen Amateurfilm erinnert wird. Glücklicherweise kann "The Three Faces of Terror" dies aber durch andere Aspekte wieder wett machen, etwa der wunderbaren Musik. Hier hat sich der Verantwortliche, Maurizio Abeni, sehr an den alten, italienischen Horrorfilmen angelehnt und dadurch einen Soundtrack geschaffen, der jeden Genrekenner sofort begeistern wird.

Die Splattereffekte und sonstigen Ekelszenen sehen alle ordentlich aus, sind aber längst nicht so ausufernd, wie man es von einem Stivaletti erwarten würde. Es war eindeutig nicht die Absicht des Regisseurs, einen reinen Splatterfilm abzuliefern, denn dafür reicht das hier Dargebotene nicht aus. Dennoch gibt es einige sehr schöne FX-Arbeiten zu bewundern, so zum Beispiel die wunderbar altmodische Verwandlung in einen Werwolf oder das Ablösen einer Gesichtshaut. Für zart besaitete ist der Streifen vielleicht nicht gerade zu empfehlen, doch Splatterfans könnten angesichts der relativ wenigen Effekte dennoch ein wenig enttäuscht sein.

Zu den Schauspielern letzten Endes möchte ich nicht viele Worte verlieren. Es dürfte niemanden überraschen, dass ich keinen der Akteure kannte, doch dafür haben sie ihre Sache ganz passabel gemacht, insbesondere John Phillip Law als Professor Peter Price.

Die Italiener haben mit "The 3 Faces of Terror" bewiesen, dass sie noch immer in der Lage sind, solide Horrorkost abzuliefern. Sicherlich wird in 20 Jahren niemand dieses Werk als Klassiker bezeichnen, doch wer auf die Filme von Argento, Fulci usw. steht, kann hiermit dennoch nicht viel falsch machen. Die drei Kurzgeschichten sind allesamt stimmig und atmosphärisch, der Streifen gesamt ist überaus kurzweilig und zu keinem Zeitpunkt langweilig. Wenn Sergio Stivaletti dieses Niveau hält, wäre ich über weitere Regiearbeiten überaus erfreut.

Bewertung

Splatter 3.gif
Spannung 4.gif
Story 4_5.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 4.gif
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Ähnlicher Film:

Voyage Of Terror

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OT:Voyage Of Terror

ca.90 Minuten

BRD, Kanada, USA 1998

Regie

  • Brian Trenchard-Smith
Darsteller

  • Lindsay Wagner
  • Michael Ironside
  • Martin Sheen
  • Horst Buchholz
  • u.a.

Voyage Of Terror

Story

An Bord der „Orion Star“, einem Kreuzfahrtschiff, befindet sich unter den zahlreichen Passagieren ein Mutter-Tochter Gespann, das die Reise nutzen will, um endlich mal etwas gemeinsam zu unternehmen. Doch das angeschlagene Verhältnis soll sich noch nicht bessern, da die Mutter und Virologin, Stephanie Tauber, bald in den Mittelpunkt rückt.

Ein Passagier hat sich nämlich bei einem Festlandausflug einen Virus eingefangen. Der ursprüngliche Wirt, eine Stechmücke ist zwar nicht mit an Bord des Schiffes gekommen, doch reicht es, dass der betroffene Mensch zurück an Bord kommt und über das weitverzweigte Belüftungssystem viele Leute ansteckt.

Die amerikanische Regierung stellt das Schiff unter Quarantäne. Durch diesen Umstand kommt es zu vielen Toten auf dem Schiff. Doch der gegen Viren geimpften Virologin gelingt es, das Virus zu isolieren und zu bestimmen. Sie findet raus, dass es eine Möglichkeit gibt, dem Virus den Garaus zu machen, dafür benötigt sie aber externe Hilfe. Und die ist nicht in Aussicht, da sich das Weiße Haus darin versucht, eine andere Lösung auszuarbeiten: Die Zerstörung der „Orion Star“…

Kritik

Ein wohlklingender Titel, eine Besetzung, die sich sehen lassen kann und eine Thematik, die zwischen „Ghostship“, „Titanic“ und Outbreak“ liegt – Muss das nicht zwangsläufig ein Hit werden? Mit Nichten! Denn, was einem in der deutsch-amerikanischen Produktion gezeigt wird, ist nicht gerade unterhaltsam. Nicht für Freude des Dramas, des Horror-Films, des Katastrophen-Films und erst recht nicht für gewöhnliche Filmfreunde.

Die Story bietet zwar eine gute Vorlage, doch die Umsetzung ist mangelhaft bis ungenügend. Es ist kaum zu glauben, dass der Deutsche Steuerzahler dieses Werk mitfinanziert hat. Im Mittelpunkt des Plots steht eine Ärztin, die zufälligerweise Virologin ist und ihre Tochter, die ein gestörtes Verhältnis haben. Die Muter arbeitet einfach zuviel, hat sich aber überreden lassen eine Kreuzfahrt mitzumachen. Auf dieser kommt es dann „zufällig“ zu einem Angriff eines bis dato unbekannten Killervirus, der sich rasend und offensichtlich sehr wählerisch verbreitet. Dumm, dass die Mama jetzt arbeiten muss, da die Tochter deswegen ziemlich angepisst ist. Es ist ja auch eine Unverschämtheit sich um Kranke zu kümmern und seine Zeit nicht mit einer pubertierenden Göre zu verbringen.

So ähnlich dämlich geht die Geschichte dann weiter. Die Ärztin entwickelt eine Methode, wie der betroffene Körper die Viren tötet… Doch die Amerikanische Regierung erlaubt es nicht, die Quarantäne aufzuheben, obwohl der Präsident total nett, total verständnisvoll und total sympathisch ist. Er ist leider die Geisel eines Angestellten, der den guten Ruf seine Vorgesetzten zerstören und eine Wiederwahl somit verhindern will…

Seltsamerweise passen sich die Darsteller der Inszenierung an. Martin Sheen („Apocalypse Now“, “Dead Zone”), seines Zeichens berühmter Hollywood-Star und Vater von Hollywood-Stars, spielt die Rolle des bösen Mannes im Weißen Haus wirklich schlecht. Ebenso wie Meuterei-Anführer Michael Ironside („Scanners – Ihre Gedanken können töten“, „Watchers“, „Maschinist“) und Hauptdarstellerin Lindsay Wagner („Ricochet – Der Aufprall“, „Virus“). Ebenso Laienhaft wird die „Nebenrolle“ des Kapitäns in den Kasten gebracht. Von keinem geringerem als Horst Buchholz („Mörderbienen greifen an“) gespielt. Das kollektive Versagen ist wirklich erschreckend und kann eigentlich nur mit der schlechten Küche an Bord oder der miesen Gage zu tun haben…

Des weiteren muss man sich die Frage stellen, warum Regisseur Brian Trenchard-Smith sich bereit erklärt hat, diesen Film zu drehen und was er sich dabei gedacht hat. Dass er es eigentlich besser kann, hat er ja bereits mit Filmen wie „Insel der Verdammten“ oder beispielsweise „Leprechaun – Tödliches Spiel in Vegas“ gezeigt.

Noch schlechter als die Darsteller und die Regiearbeit sind die Spezialeffekte, die wenigstens mal einen mitleidigen Lacher hervorrufen. Wenn man bedenkt, dass der Streifen im Jahre 1998 hergestellt wurde, muss man sich aufgrund der miesen technischen Umsetzung schon arg wundern. Wundern darf man sich im übrigen auch über so geniale Einfälle wie ein rückwärts fahrendes Schiff, welches einem Torpedo ausweicht… wirklich ganz großes Tennis…

"Schreckensfahrt der Orion Star", so der Alternativtitel, unter dem dieses „Meisterwerk“ in der ARD lief, ist wirklich nichts für Freunde des Films oder jene, die es noch werden wollen. Für Horror-Fans gibt es trotz der Thematik nicht viel zu sehen. Hier und da stirbt zwar mal ein Passagier, dies wurde aber dem Jugendschutz gerecht in den Kasten gebracht. Warum der Film nicht ab 12 sondern erst ab 16 Jahren freigegeben ist, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden.

Der Film ist auf jeden Fall Zeitverschwendung und selbst die mutigsten Trash-Fans bekommen kaum etwas zu bestaunen, da das Drumherum um die „Spezialeffekte“ einfach zu einschläfernd, respektive peinlich ist.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Terror Train

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Informationen

OT:Terror Train

ca.97 Minuten

Kanada, USA 1980

Regie

  • Roger Spottiswoode
Darsteller

  • Jamie Lee Curtis
  • Ben Johnson
  • David Copperfield
  • Hart Bochner
  • u.a.

Terror Train

Story

Silvester bei den Medizinstudenten eines amerikanischen College. Die Verbindung "Epsilon Phi Omega" lädt zur traditionellen Jahres-Entjungferung ein. Feiern, Ficken, Fröhlichsein. Jeder kann, soll, ja MUSS seine Unschuld spätestens in dieser Nacht verlieren oder steht für den Rest des Studiums als Loser da.

Die beiden Spaßvögel Doc und Moe nutzen die Gunst der Stunde, um den unerfahrenen Streber Kenny mal so richtig bloßzustellen. Sie überreden Moe’s Freundin Alana, den unbeholfenen jungen Mann zu becircen. Als er sich dann nervös und halbnackt auf sein erstes Schäferstündchen freut, ist er gar nicht so begeistert, als da plötzlich eine fette aufgedunsene Frauenleiche im Liebesbett liegt. Kenny dreht durch und kommt in die Psychiatrie.

Drei Jahre später:

Da der Scherz damals wohl doch ein bisschen arg daneben war, müssen die Omegas auf ihre freizügigen Feten an der Uni verzichten. Als Ersatz hat Doc eine Fahrt in einem Party-Zug organisiert. Kostümfest ist angesagt, mit eigens engagierter Disco-Combo und Zauberer. Ansonsten, wie gehabt: Feiern, Ficken, Fröhlichsein…

Alle haben ihren Spaß. Bis plötzlich die erste Leiche gefunden wird. Ein unheimlicher Mörder geht um. Ist es Kenny, der sich rächen will? Oder der mysteriöse Zauberer?

Der Zug rollt unaufhaltsam durch die Nacht. Kein Funkkontakt. Keine Hilfe weit und breit… Und das Monster im Nachtexpress holt sich ein Opfer nach dem anderen…

Kritik

Es fährt ein Zug nach nirgendwo… …mit einem Toten auf dem Klo…

Hercule Poirot hatte einst leichtes Spiel bei der Aufklärung des "Mord im Orient-Express". Ein Zug, ein Mörder. Keine Chance für den Täter, dem cleveren dicken Mann mit dem Monokel zu entkommen. Aber im Terror-Train müsste wohl selbst der Meisterdetektiv passen: Hier hätte er es schließlich nicht mit wohlerzogenen Ladies und Gentlemen der englischen Schule zu tun, sondern mit saufenden Studenten des amerikanischen College!!! Und dazu noch mit einem Mörder in Graucho Marx – oder Frosch-Kostüm.

Hier kann man nicht mal eben von Fahrgast zu Fahrgast gehen, ihm die Pistole oder Meerschaumpfeife auf die Brust setzten und ihn souverän als Mörder entlarven. Nein, hier im Terror-Train kriegt man bei derartig plumpen Verhalten mal gepflegt ’ne Axt innen Balg gekloppt…

Okay, jetzt gibt es hier auch keinen Hercule Poirot, keine klassische Mörderstory und keine heimtückischen Habgiermorde bei Agatha Christie. Dafür aber immerhin einen Zug, einen Maniac-on-the-Loose … …und Jamie Lee Curtis.

Und das reicht doch eigentlich auch schon aus für einen gelungenen und spannenden Thriller. Jamie Lee spielt die Hauptrolle wie immer sehr souverän und sexy wie eh und je. Sie ist als Schauspielerin ohnehin eine absolute Bereicherung für jeden Film.

Währen Jamie Lee VERzaubert, zaubert ein anderer Prominenter in einer erweiterten Gastrolle: David Copperfield in jungen Jahren gibt einige faszinierende Kostproben seines Könnens zum besten und lockert die Handlung zwischendurch etwas auf. Nebenbei darf er noch als Charmeur der Jamie den Hof machen und dem Zuschauer die Worte angesichts der saufenden Burschenschaft aus dem Mund nehmen: "Armselige Typen… Was die so reden…" 😉

Ach ja: Wer weiß… Vielleicht ist der Magier auch noch der Mörder???…

Neben David Copperfield gibt sich noch eine weitere Showgröße ein Stelldichein: Larry Cohen tritt als Musikus mit Discocombo auf. Natürlich werden hier die üblichen Klischees des Studi-Teenie-Horrors vollstens bedient. Die coolen Typen (natürlich schön und sportlich), auf die sämtliche Bräute (natürlich sexgierig) stehen, sind selbstverständlich stets schön fies zu den Strebern (natürlich naiv und mit überdimensionalen Brillen).

Jetzt fragt man sich, warum solche Filme nicht in Deutschland spielen können. Saufende Burschenschaften und Bimmelbahnen gibt es doch hier zu Genüge!!?? Ganz einfach: Die Schaffner HIER IM FILM sind locker drauf, krisengeschult, psychologisch bewandert und auch dann präsent, wenn es nicht bloß um die Kontrolle der Fahrkarten in überfüllten Zügen geht…

Der Oberschaffner hat sogar noch ein kriminalistisches Gespür:

Jamie: "Wer hat das nur getan?"

Schaffner: "Vermutlich jemand, der mit Drogen voll war. Oder mit Alkohol."

Jamie: "Nein. Mit solchen Leuten hab ich Erfahrung. Die tun sowas nicht!"

Schaffner: "Vielleicht auch nur ein armer Irrer, der einfach eingestiegen ist!"

In jedem steckt eben ein kleiner Hercule Poirot 😉

Der Showdown ist Terror-Kino vom Feinsten. Jamie Lee Curtis darf mal wieder zeigen, warum John Carpenter sie einst als Scream-Queen für seinen "Halloween" engagierte. Grund zum Schreien hat Jamie Lee leider nicht allzu oft. Mit Ausnahme des Endes tauchen nicht sonderlich viele Action- und Terror-Szenen auf. Die Mordsequenzen sind meist nur angedeutet, teilweise wahrscheinlich auch leicht gekürzt. Allerdings sind sie ohnehin eher als Beiwerk anzusehen. Der Spannung tut dies jedenfalls keinen Abbruch.

Terror-Train fügt sich nahtlos ein in die Reihe von 70er / 80er Slashern und Teenie-Horror-Streifen. Er hebt sich jedoch qualitativ auf jeden Fall von den ganzen Freitag-der-13-Epigonen und Halloween-Plagiaten ab!! Fazit: Copperfield zaubert, Curtis schreit, Killer meuchelt… "Terror-Train" – ein gelungener kurzweiliger 80s-Slasher. Die bessere Alternative zu Halloween 15 oder Freitag Teil 768…

Bewertung

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Story 3.gif
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Ähnlicher Film:

Terror in der Oper

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Informationen

OT:Opera

ca.107 Minuten

Italien 1987

Regie

  • Dario Argento
Darsteller

  • Cristina Marsillach
  • John Charleson
  • Urbano Barberini
  • u.a.

Terror in der Oper

Story

In der Mailänder „Scala“ soll in der neuen Saison das Stück „Macbeth“ aufgeführt werden. Die Vorbereitungen sind so gut wie abgeschlossen und alles freut sich auf die erste Show, als es plötzlich zu einem Unfall kommt. Die temperamentvolle und etwas übergewichtige Protagonistin wird auf der Strasse von einem Auto erfasst, was ihren Auftritt in wenigen Stunden unmöglich macht.

Nun muss die junge, unerfahrene Betty herhalten und den Part der Diva übernehmen. Betty ist erst gar nicht von der neuen Situation angetan, da sie sich selbst nicht für die richtige hält, um diese Rolle sachgerecht auszuschmücken. Ihr und den Beteiligten bleibt aber letztlich keine andere Wahl und so versuchen sie ihr bestes zu geben, um das Publikum nicht zu enttäuschen.

Ihr erster Auftritt wird ein voller Erfolg, der vom begeisterten Publikum mit Unmengen von Applaus honoriert wird, doch hat er einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. Ein Mann aus dem technischen Team kommt bei einem Unfall ums Leben und es hat ganz den Anschein das dieser Unfall herbeigeführt wurde. Später am Abend, kommt es dann zu einem weiteren Zwischenfall, bei dem Bettys Opernkleid zerschnitten wird. Es hat ganz den Anschein, als sei ein Fremder in das Gebäude eingedrungen, der etwas gegen die junge Frau hat.

Dieser Verdacht stellt sich als nicht ganz unbegründet dar, denn am gleichen Abend kommt es zu einem eiskalten Mord, bei dem die hübsche Betty, im wahrsten Sinne des Wortes, Augenzeuge wird. Sie hat den Abend mit ihrem Freund verbracht, der das gemeinsame Zimmer kurze Zeit verlässt. Als er wieder zurückkommt, sieht er seine Freundin an eine Säule gefesselt, mit Rasierklingen unter den Augen, sodass sie diese nicht mehr schließen kann. Nun muss sie mit ansehen, wie ein in schwarz gehüllter Mann ihren Freund abmurkst. Nachdem sie sich aus der misslichen Situation befreien kann, ist ihr klar das der Fremde ihr nach dem Leben trachtet.

Die Opernshow wird allerdings nicht abgesagt, sie soll die nächsten Tage weiterhin stattfinden. Die Polizei stellt lediglich einen ihrer Männer ab, der Betty in zivil bewachen soll. Doch weitere Morde geschehen und die, für die Oper dressierten, Raben rücken immer mehr in den Mittelpunkt.

Aber die Tiere können doch nichts mit der Tat zu tun haben…

Kritik

Der italienische Meisterregisseur, der vor diesem Film für Streifen wie zum Beispiel „Suspiria“, „Inferno“ und „Tenebrae“ verantwortlich war, trägt den Beinamen Meister wohl nicht zuletzt weil er uns 1987 mit dem Film „Terror in der Oper“ ein wahrhaftes Meisterwerk des Horrorgenres abgeliefert hat. Man erkennt schnell das hier von vorne bis hinten alles passt, natürlich abhängig von dem Verstümmelungsgrad der Version und das es ein Film ist, der perfekt in Szene gesetzt wurde, was für das Horrorgenre ja nicht unbedingt üblich ist.

Schon die Kulissen sind wirklich sehenswert, denn erfreulicherweise wurde für diesen Film das original Opernhaus zu Verfügung gestellt, das ihm diese glanzvolle Atmosphäre gibt, die er benötigte um das Gezeigte glaubhaft rüberzubringen. Man kann wunderschönen Klängen lauschen, die in den Räumen natürlich wunderbar hallen und zudem ist jeder Auftritt vor Publikum sehr mächtig, da wirklich viele Statisten bei diesem Film zugegen waren, was „Terror in der Oper“ natürlich umso sehenswerter macht.

Splattertechnisch bekommt man natürlich auch einiges geboten (wenn man die richtige Fassung besitzt) und gepaart mit Argentos genialer Fähigkeit, die Kamera wie kein Zweiter kreisen zu lassen, sieht man hier Sachen, die einen selbst als erfahrenen Splatterfan erstaunen lassen. Zu nennen wäre hier die Szene in der eine Frau durch den Türspion guckt und dabei eine Kugel ins Auge geschossen bekommt. Das sieht wirklich fantastisch aus und ist Tricktechnisch mit das Beste was ich bis jetzt bewundern durfte. Es gibt aber natürlich auch weniger blutige Kamerafahrten, wie zum Beispiel fliegende Raben aus der Ich-Perspektive. Argento ist neben Sam Raimi ( „Tanz der Teufel“ ) wohl derjenige, der den Bildeinfänger am besten in Szene setzten kann.

Neben der schon genannten Szene mit dem Türspion gibt es aber noch viele weitere Spezialeffekte, die durch die Bank sehr sehenswert sind. Was an „Terror in der Oper“ noch besonders ist, ist die Tatsache das der Killer die junge Opernsängerin fesselt um sie so an seinen Gräueltaten teilhaben zu lassen. Eigentlich hat er ja die Absicht sie zu töten, doch ihm bereitet es offensichtlich auch Spaß, die junge Frau zu quälen. Das er dies in einer besonderen Art und Weise macht spricht wiederum für den Film. Der Killer bringt nämlich Rasierklingen unter den Augen der Sängerin an, sodass diese ihre Augen nicht schließen kann und zwangsweise mit ansehen muss, was der Killer seinen Opfer zufügt. Dabei wird beim Betrachter schon ein komisches Gefühl ausgelöst, dass den Film sehr intensiv werden lässt.

Auch die Schauspieler, die Argento wählte, sind gut und sehr überzeugend in ihren Rollen. Sicherlich sind sie keine Anwärter auf irgendwelche internationalen Preise, sie machen aber auch nichts kaputt, was bei Filmen diese Genres ja nicht unwichtig ist, da es zahllose Beispiele dafür gibt, dass Schauspiellaien einen eigentlich ganz ansehnlichen Film zugrunde machten. Alles in allem ist „Terror in der Oper“ ein durchweg genialer Streifen des Kultregisseurs, der in diesem Bereich seinesgleichen sucht. Selbst jene, die sich nur wenig für eine Oper begeistern können, wird er gefallen, denn er ist sehr spannend, perfekt in Szene gesetzt und spart nicht mit Kunstblut…

Absolut empfehlenswert!

Zu erwähnen ist noch das es sich bei meiner Version des Films um einer Doppel-VHS Auflage des Labels JPV Austria handelt, die zum einen eine deutsche Fassung bietet die alle Gewaltszenen beinhaltet und zu einen eine etwas längere, komplett ungeschnittene, die nur einige Dialoge mehr aufweist. Billig ist dieses Sammlerstück zwar nicht, aber extrem empfehlenswert.

Bewertung

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Spannung 4_5.gif
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Ekelfaktor 4_5.gif
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Ähnlicher Film:

Terror Eyes

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Informationen

OT:Night School

ca.84 Minuten

USA 1981

Regie

  • Ken Hughes
Darsteller

  • Leonard Mann
  • Rachel Ward
  • Drew Snyder
  • Joe Sicar
  • u.a.

Terror Eyes

Story

Eine grauenvolle Mordserie hält die Stadt Boston in Atem. Die Opfer, überwiegend junge Frauen, werden enthauptet aufgefunden. Ihre abgetrennten Köpfe sind jeweils vom Täter bewusst in irgendeine Form von Wasser platziert worden. Bei seinen Recherchen entdeckt der Police-Detective Judd Austin einen scheinbaren Zusammenhang zwischen den Opfern: Fast alle waren Schülerinnen eines Frauen-Colleges. Alle Indizien deuten auf den umtriebigen Anthropologie-Professor Millett als Mörder hin, dessen Forschungsarbeit sich mit den Kopfjägern Neu Guineas und deren rituelle Enthauptungszeremonien befasst. Versucht Millett auf diese Art und Weise, seine geheimen Liebschaften zu einigen Studentinnen zu vertuschen, um seine eigene feste Liaison mit Eleanor nicht zu gefährden?

Oder sind die Mädchen doch Opfer des einschlägig als sexuell gestört bekannten Hilfskellners der Studentenkneipe geworden??…

Kritik

Wir schreiben das Jahr 1981: Waren das noch Zeiten, als man die Filmfans noch mit simple inszenierten Thrillern ohne „Matrix-Effekte“ oder ein Psychologie-Studium bedingendes undurchschaubares Drehbuch unterhalten konnte…

TERROR EYES ist eben ein solches kleines, einfaches Filmchen, dass mit minimalem Aufwand ein ganz passables Ergebnis abliefert.

Dabei ist TERROR EYES weniger ein Horror-Film, sondern eher ein typischer Kriminalfilm mit Slasher-Thematik, der, auch wenn er nicht Italien kommt, durchaus auch als Giallo bezeichnet werden kann. Der Film baut seine Spannung dadurch auf, dass er in der Anfangsphase, als sich noch kein Verdächtigenkreis abzeichnet, den Betrachter ungewiss darüber lässt, wann und wo der Täter wieder zuschlägt. Somit könnte es also jeden gerade vorgestellten Charakter treffen. Dabei streut der Film sehr geschickt auch einige Finten. Doch sehr schnell scheint sich dann der Verdacht gegenüber den Schürzenjäger Millett zu erhärten, so dass der Film zum Ende hin nur noch leidlich durch ein paar (offensichtliche) Irrwege versucht, den Betrachter zu verwirren.

Die Auflösung der ganzen Geschichte haut dann letztendlich auch niemanden richtig vom Hocker.

Gerade aber aufgrund seiner relativ einfachen Story und insbesondere auch dadurch, dass im Schnellverfahren gängige Klischees bedient werden (der Spanner-Hilfskellner ist natürlich geistig zurückgeblieben, die Direktorin des Frauen-Colleges ist lesbisch…), wird der Film jedoch zu keiner Zeit wirklich langweilig, sondern kann den Betrachter über die gesamte Spielzeit gut unterhalten.

Die vorliegende deutsche Fassung von VMP- Video scheint uncut zu sein, zumindest sehen die Übergänge bei den Gewalt-Szenen künstlerisch so gewollt zu sein, da die Szenenabfolge stimmig ineinander übergeht. Die Morde werden dadurch nur angedeutet, sodass der Film trotz seiner Thematik relativ blutarm rüberkommt, wenngleich es doch einige separierte Köpfe kurz zu begutachten gibt. Es erübrigt sich wohl, zu fragen, was Regisseure wie Lucio Fulci aus diesem Stoff gemacht hätten…

Fazit: Straighter, wenn auch unspektakulärer Thriller mit Slasher-Thematik. Nette Unterhaltung!!

Bewertung

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Spannung 4.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 3_5.gif
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Gesamt 4.gif

Ähnlicher Film:

  • New York Ripper und ähnliche Giallos

The Terror – Schloss des Schreckens

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Informationen

OT:The Terror

ca.91 Minuten

USA 1963

Regie

  • Roger Corman
  • Francis Coppola
  • Jack Nicholson
  • Monte Hellmann
  • Mark Griffiths
Darsteller

  • Jack Nicholson
  • Boris Karloff
  • Sandra Knight
  • u.a.

The Terror - Schloss des Schreckens

Story

Der napoleonische Offizier André Duvalier hat sein Regiment verloren und irrt an der baltischen Küste umher. Eines Tages erreicht er das Schloss des Barons von Leppes und quartiert sich dort, gegen den Willen des greisen Hausherren, ein. Zuvor hatte er am Strand ein attraktives Mädchen kennen gelernt, das ihm nun auf einem Bild des Barons wieder vor die Augen tritt. Der Baron sagt allerdings, dass es sich bei der Frau um seine ehemalige Gattin handelt, die er vor über 20 Jahren ermordet hat.

André kann und will die Geschichte des mürrischen Barons nicht glauben, da er die schöne Frau mit seinen eigenen Augen gesehen hat. Auch eine alte Hexe, die er unterwegs trifft, verrät ihm, dass das von ihm gesehene Mädchen nicht existent ist. Aber der junge Offizier setzt seine Suche unbeirrt fort, und soll eine mysteriöse Entdeckung machen…

Kritik

Was kann man von einem Film erwarten, dem gerade vier Tage Drehzeit zugesprochen wurden? Eigentlich nicht viel, wenn da nicht der Meister des B-Movie, Roger Corman, die Finger im Spiel gehabt hätte. Corman war gerade dabei, die Poe-Adaption „Der Rabe – Duell der Magier“ zu drehen und hatte noch ein paar Drehtage mit Boris Karloff, sowie einige Filmkulissen, zur Verfügung.

Was macht man dann also? Richtig! Man dreht "mal eben" "The Terror – Schloss des Schreckens".

Und man sollte es nicht glauben, der Streifen ist gar nicht mal so schlecht. Zwar stehen vor allem Dialoge im Vordergrund, diese sind aber so gut in Szene gesetzt, dass kaum Langeweile oder langwierige Szenen auftauchen. Als Protagonisten hatte man damals den talentierten Schauspieler Jack Nicholson engagiert, der ja im Laufe seiner Karriere eine Menge Erfolge einheimsen sollte. Nicholson kommt zwar in "The Terror" nicht ganz an die schauspielerische Klasse heran, die ihn berühmt gemacht hat, ab und zu lässt er aber einen debilen Gesichtsausdruck zurück. Auf sein teuflisches Grinsen muss der Betrachter allerdings gänzlich verzichten, das hat Nicholson offensichtlich erst später perfektioniert. Dumm, für Fans des Hollywood-Stars ist nur, dass er in "The Terror" eine ziemlich unpassende Synchronstimme bekommen hat. Boris Karloff, der den Baron spielt, ist zwar vom Alter gezeichnet, agiert aber hervorragend und bringt seine Rolle viel glaubhafter rüber als Nicholson, der den Offizier mimt.

Aber das ist auch nicht wirklich tragisch, denn im Vordergrund des Films steht die recht dichte Gruselatmosphäre, die durch das Schloss, Szenen im Wald und malerische Landschaftsaufnahmen untermauert wird. Zugegebenermaßen sind einige Einstellungen etwas kitschig geraten, dies gibt einem aber das Gefühl, einen richtig alten Film zu betrachten und das ist "The Terror" nun mal… Der Film ist aber weitestgehend nicht unbedingt albern, eher so wie eine typische Corman-Produktion, gegen Ende kommen allerdings einige Trash-Szenen zusammen. Die Story an sich bietet eigentlich nichts, was es nicht schon zigfach gegeben hat. Die märchenhafte Erzählweise, gepaart mit den bereits angesprochenen optischen Vorteilen, macht es einem leicht, die Geschichte bis zum Schluss zu verfolgen. Man scheint zwar schon zu ahnen, was vor sich geht, sicher kann man sich aber zu keinem Zeitpunkt sein.

Erstaunlich sind noch einige Zahlen, die der Streifen so mit sich bringt: Vier Tage hat der Dreh gedauert, an dem nicht weniger als fünf Regisseure beteiligt waren. Es ist kaum zu erahnen, wie sich Roger Corman, Francis Coppola, Jack Nicholson, Monte Hellmann und Mark Griffiths die Arbeit aufgeteilt haben…

Alles in allem muss man nach dem Betrachten des Films zu der Erkenntnis kommen, dass "The Terror" zwar kein richtig guter, aber auch kein richtig schlechter Streifen ist, den man aufgrund der berühmten Beteiligten ruhig mal, in einer ruhigen Stunde, gucken kann. Er unterhält Freunde des Gruselkinos ebenso wie begeisterte Trash-Film-Liebhaber.

Bewertung

Splatter 1_5.gif
Spannung 3.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 2_5.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 3_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Der Rabe – Duell der Zauberer

Snakehead Terror

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Informationen

OT:Snakehead Terror

ca.93 Minuten

Kanada 2004

Regie

  • Paul Ziller
Darsteller

  • Bruce Boxleitner
  • Carol Alt
  • Chelan Simmons
  • Juliana Wimbles
  • u.a.

Snakehead Terror

Story

Zwei Jahre nachdem ein idyllisches Bergstädtchen am Rande eines Sees durch die unkontrollierte Vermehrung nicht heimischer wasser- und landlebender Raubfische, sogenannter Snakehead Fische, nur knapp einer ökologischen Katastrophe entgangen ist, kommt es zu mysteriösen Zwischenfällen: Die grausam verstümmelten Überreste eines Jäger und seines Hundes werden am Ufer des Sees gefunden. Bei einem Wettschwimmen wird ein Teenager von irgendeinem Lebewesen unter Wasser gezogen und getötet.

Der örtliche Sheriff Peters ahnt, dass die Tiefen des Sees ein Schreckliches Geheimnis bergen. Und tatsächlich findet er mit Hilfe der Biologin Lori Dale heraus, dass die Snakehead Fische, die angeblich damals durch Einsatz von Chemikalien und die Trockenlegung ausgerottet schienen, zurück sind. Durch Wachstumshormone, die ein naiver Wissenschaftler in das Gewässer geleitet hat, sind die Biester größer und blutrünstiger als je zuvor!!! Aus einer ökologischen Katastrophe ist eine direkte Bedrohung für die Menschen geworden.

Vergeblich versucht Peters, den verantwortlichen Bürgermeister von einer notwendigen Sperrung des Sees zu überzeugen, schließlich findet am Wochenende ein lukrativer Angelwettbewerb statt. Nicht nur die Teilnehmer der Veranstaltung befinden sich bald in akuter Gefahr, auch Peters‘ Tochter, die zusammen mit einigen Freunden selber Jagd auf die Fische macht, ist den blutgierigen Kreaturen plötzlich hilflos ausgeliefert. Zusammen mit Lori nimmt Peters den Kampf gegen den "SNAKEHEAD TERROR" auf…

Kritik

Die Dopingsünden des Käptain Iglo…

Als 1975 Steven Spielbergs "Der weiße Hai" ("Jaws", USA) in die Kinos kam, blieben die Badestrände der USA leer. Die Menschen mieden aus Furcht vor dem Grauen aus der Tiefe das Badewasser wie der Teufel das sprichwörtliche Weihwasser. 30 Jahre später, pünktlich zur Badesaison 2005 schickt sich nun SPLENDID mit seinem "SNAKEHEAD – TERROR" an, den deutschen Badegästen den Spaß an der Abkühlung im kühlen Nass gründlich zu verderben.

Fast unvermeidbar für einen Tierhorror-Film dieser Art strotzt der Film nur so von Filmzitaten und typischen altbekannten Klischees. Vom pflichtbewussten Polizeichef, über einen machtgierigen Bürgermeister hin zu sensationsgierigen Reportern, tollpatschigen Teenie-Gören bis hin zu irrsinnigen Wissenschaftlern ist wirklich alles vorhanden. Auch die Story um eigentlich für den Menschen harmlose, durch Genmanipulation zu blutrünstigen Bestien mutierte Viecher ist alles andere als neu.

Doch wie heißt es so schön: Lieber gut geklaut und neuverbaut, als neu erdacht und schlecht gemacht. Schon der Beginn des Films ist sehr stimmungsvoll, indem durch Einblendungen von Zeitungsartikeln und Pressemeldungen die vorangegangene Ökokatastrophe des Sees geschildert wird. Direkt danach geht es ab in die Vollen: Die ersten Opfer sind zu verzeichnen, die Charaktere werden kurz eingeführt, die Fische suchen sich neue Opfer, die Ordnungshüter gehen den Dingen auf den Grund, letztendlich geht die Jagd los. Zum Schluss dann der blutige Showdown, sogar mit Endmonster!!! Man sieht: Der Spannungsbogen ist gewaltig, für Langeweile keine Zeit!! So gehört es sich für einen guten Horrorfilm!!!

Wie einst Roy Scheider in "Jaws" muss auch hier der örtliche Polizeichef (sehr gut verkörpert durch den etwas in die Jahre gekommenen "Agentin mit Herz" ("Scarecrow and Mrs. King, USA, 1983)- Smartguy Bruce Boxleitner, inkl. leichtem Bauchansatz) versuchen den skeptischen Bürgermeister von einer Bedrohung überzeugen. Legte Scheider damals dem Stadtrat ein Foto von einem Haifischauge auf den Schreibtisch, so ist es in diesem Fall nun ein Snakehead- Zahn (gefunden bei der fast schon obligatorischen Autopsie).

Selbstverständlich stoßen auch hier die Cassandra-Rufe des besorgten Polizisten beim Stadtpräses auf taube Ohren, schließlich steht ja (natürlich…) am nächsten Wochenende ein publikumträchtiges Wettangeln an!!! Alles andere wäre ja auch langweilig!! 😉 Zu allem Überfluss plagen den alleinerziehenden Vater noch Beziehungsprobleme mit seiner Teenie-Tochter, die letztendlich dann sogar selbst in unmittelbare Lebensgefahr gerät. So entwickelt sich das Fischproblem also auch zu einem Privatkrieg und zu Peters‘ Chance endlich für seine Tochter da zu sein.

Neben Bruce Boxleitner erledigen auch die übrigen ihre Rollen durchaus passabel. Einzig Carol Alt wirkt als langbeinige Biologin mit hochhackigen Stiefeln und Cowboyhut etwas deplaziert. Als Reaktion auf Peters‘ Verwunderung, dass SIE der von der Regierung versprochene Biologie-Experte sei, meint sie in einer Szene "Biologen sind nicht alle glatzköpfig und bierbäuchig!" Schade eigentlich. Nichts gegen Emanzipation, aber in Filmen dieser Art bieten nun mal etwas verschrobenere Charaktere einen höheren Unterhaltungswert, als eine schön anzusehende, taffe Heldin. Man denke z.B. nur mal an Richard Dreyfuss‘ Auftritt als schräger Meeresbiologe im "Weißen Hai"…

Die Darstellung der Teenager in "SNAKEHEAD TERROR" ist dafür wirklich gelungen, zumal sie die oft eingeschlagenen Pfade ähnlicher Filme stellenweise verlässt. Hier gibt es keine "Nimm Drogen, hab Sex, dann holt Dich gleich die Hex" – Abstrafung, wie in herkömmlicher Teenie-Slashern. Im Gegenteil: Der vernünftige Freund der Polizistentochter lehnt ein Kampftrinken ab, schlägt stattdessen ein Wettschwimmen vor, um dabei dann als Fischfutter die endgültig letzte Niederlage seines Lebens zu kassieren…

Tierhorror-Filme besitzen den Vorteil, dass sie wohl in den seltensten Fällen besondere Schnittauflagen seitens der FSK vorgeschrieben bekommen, so dass blutige Special Effects sogar hierzulande zumeist ungeschnitten zu bewundern sind bzw. viele dieser Filme trotz herber Splattereinlagen mit einer Freigabe ab 16 Jahren davonkommen (Man denke hier z.B. an den äußerst blutigen, seinerzeit trotz 16er Freigabe indizierten "PIRANHA 2 – Fliegende Killer" ("Piranha 2: The Spawning", James Cameron, USA, 1981), dessen Idee mit den Attacken der Fische zu Wasser und zu Lande offensichtlich auch für "SNAKEHEAD TERROR" Pate gestanden hat). Das mag wohl in erster Linie daran liegen, dass die von Jugendschützern so oft angeführte Gefahr des "Nachahmungseffekts" hier kaum gegeben sein dürfte. Und wenn es dennoch heutzutage einem Teenager gelingen sollte, sich durch Genmanipulation ein paar überdimensionale Killerfische heranzuzüchten, dann dürfte ohnehin bald alles zu spät sein 😉

"SNAKEHEAD TERROR" kann mit wirklich gelungenen Spezialeffekten überzeugen, wobei man auf den übermäßigen Einsatz (billiger) Computereffekte, wie z.B. in "Anaconda" (Luis Llosa, Brasilien, Peru, USA, 1997) verzichtet, sondern den Weg einer funktionierenden Mischung aus Computer- und klassischen (Latex-)Effekten einschlägt. Mit einigen überraschenden Schockeffekten und gerade zum Schluss hin wirklich deftig blutigen Szenen, in denen die nun zu Lande attackierenden Fischen gleich zu Dutzenden mit Axt und Großkaliberflinte zu Fischstäbchen verarbeitet werden, kommen Käptain Iglo und Horrorfans gleichermaßen voll auf Ihre Kosten!!!

Lediglich die wirklich miserabel umgesetzten Computeranimationen vom Oberviech hätten sich die Verantwortlichen sparen können. Trash-Fans dürften hier jedoch ihre helle Freude haben, genauso wie an den merkwürdigen Fischaugen-Perspektiven, die die Kamera stellenweise bietet.

Ebenfall lustig anzusehen ist die Privat-Jagd der vier Teenies auf die Snakeheadmörderbande, die ihren Freund verspeist hat. Im Boot des Vaters eines "Stefan-Effenberg-vor-zwanzig-Jahren"-Lookalikes heizen sie über den See, bewaffnet mit Harpune und Kleinrevolver. Dabei folgen sie den Signalen eines hypermodernen Sonargerätes, dass die Fische in Form von niedlichen Pixeltierchen anzeigt. Eine Art light-Version von James Camerons "Aliens" (USA, 1986) ???

Wo wir nun mit "Stefan Effenberg" schon einen prominenten Beteiligten erkannt haben, darf auch der unterbelichtete Biologe nicht unerwähnt bleiben, der "es ja nur gut gemeint hat", als er durch die massenhafte Zugabe von Doping-Hormonen in das Wasser des Sees die Fischfauna desselben und somit die Anglerattraktivität des kleinen Städtchens ein bisschen in Schwung bringen wollte: Herbert Feuerstein!!! Naja, vielleicht ist William B. Davis gegenüber dem deutschen Comedy-Juwel etwas groß gewachsen, aber ansonsten wie aus dem Gesicht geschnitten!! 😉

Aufmerksame Zuschauer können dann während der Verfolgungsjagd zwischen Polizei und "Herbert Feuerstein" noch einen wunderschönen Filmfehler entdecken, der vom Amusementfaktor fast schon mit der berühmten Armbanduhr an der Hand eines Komparsen in "Ben Hur" (William Wyler, USA, 1959) vergleichbar ist.

"Das ist alles nur geklaut" sang einst die deutsche Popband "DIE PRINZEN". Angesichts der Vielzahl der Anlehnungen der Handlung an thematisch ähnlich gelagerte Klassiker des (Tier-) Horrorfilms trifft die Aussage dieses Songtitels durchaus auch auf "SNAKEHEAD TERROR" zu. Aufgrund seines hohen kurzweiligen Unterhaltungswertes und der fesselnden Spannung, verbunden mit einigen Splattermomenten und dem für solche B-Movie-Spektakel so charakteristisch- trashigem Charme, gilt für "Snakehead Terror" eindeutig eher die von NDW-Star "MARKUS" postulierte Devise "Ich will Spaß, ich geb‘ Gas!"

Fazit: Der Sommer ist da! Und passend dazu der "Snakehead Terror"!! – Unbeschwerter Tierhorror mit einer unterhaltsamen Mischung aus Spannung, Spaß, Ekel und trashiger Action!! Geheim-Tipp!!

Bewertung

Splatter 4.gif
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Story 3.gif
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Ähnlicher Film:

Blood Surf

Planet Terror

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Informationen

OT:Planet Terror

ca.105 Minuten

USA 2007

Regie

  • Robert Rodriguez
Darsteller

  • Freddy Rodríguez
  • Rose McGowan
  • Tom Savini
  • Quentin Tarantino
  • Bruce Willis
  • u.a.

Planet Terror

Story

Cherry Darling ist mit ihrem Job als GoGo-Tänzerin unzufrieden und kündigt kurzerhand eines Abends ihren Job um das zu tun, wozu sie ohnehin alle animieren – Stand-up Komikerin zu werden. In einem recht einsamen Steakhouse trifft sie schließlich auf ihren Ex-Freund El-Wray, der sich schließlich anbietet sie bis in die Stadt mitzunehmen.

Zur gleichen Zeit treffen sich auf einem abgelegenen Platz unweit der Stadt der Biochemiker Abby und Lt. Muldoon um ein illegales Giftgasgeschäft abzuwickeln, das mehr als schief geht. Muldoon und seine Männer wurden im Afghanistankrieg mit dem illegalen Giftgas DC2 infiziert und mutierten somit zu Zombies, einzig die Einnahme von weiteren DC2 – Dosierungen verlangsamt die zerstörerischen Nebenwirkungen des Giftgases. Als es zu einer Auseinandersetzung kommt und Abby um sein leben fürchtet, schieß er kurzerhand auf die Gastanks und setzt somit den Virus frei, der sich direkt in der unmittelbaren Umgebung freisetzt und die Menschen dort zu blutgierigen Zombies mutieren lässt.

Cherry und El-Wray werden schließlich auf ihrem Weg in die Stadt von Zombies angegriffen, die Cherry auch ihr Bein abreisen. El-Wray gelingt es sie zu vertreiben, bevor sie Cherry komplett auseinander nehmen können. Danach bringt er sie ins Krankenhaus, wo bereits die Auswirkungen der Zombiebrut zu erkennen sind, denn das Krankenhaus quillt schier über vor Verletzten.

Als die Verletzten im Krankenhaus langsam anfangen zu mutieren eskaliert die Situation endgültig und wieder muss El-Wray Cherry vor den Zombies retten. Um gehen zu können schraubt er ihr hierzu erst mal eine Holzstange als Beinersatz in den Oberschenkel, die später gegen eine speziell angefertigte Maschinenpistole ausgetauscht wird.

Inzwischen wimmelt es in der Stadt nur so von Zombies und die wenigen Überlebenden versammeln sich im Steakhouse um gemeinsam einen Weg aus der Stadt zu finden…

Kritik

Wenn Robert Rodrigues und Quentin Tarantino sich zusammen tun, so kann nichts Schlechtes dabei herauskommen. Diese Tatsache haben sie bereits bei „From dusk till dawn“ bewiesen und auch „Planet Terror“ folgt dieser Erfolgslinie!

In den USA waren in der 40er und 50er Jahren so genannte Grindhouses sehr beliebt. Diese meist kleinen Kinos veranstalteten Double Features von 2 Filmen zum Preis von einem. Als ein solches Double Feature geplant liefen auch Planet Terror und Death Proof am 06.04.07 in den USA im Kino an. Außerhalb der USA sind Double Features eher nicht die Regel und somit liefen beide Filme bei uns zu unterschiedlichen Terminen getrennt voneinander an. Was beide Filme jedoch gemeinsam haben sind die Namen Rodrigues und Tarantino, die 2 beachtlich gute Horrorfilmchen zu Tage führten.

Planet Terror ist auf gewisse Art und Weise ein besonderer Film, er wurde als eine Hommage an die alten Grindhousefilme gedreht, gleich zu Beginn gibt es erst mal einige Uralt-Trailer zu bestaunen und auch das Bildmaterial des Filmes wurde auf alt getrimmt, so durchziehen das Bild öfters Striemen, Filmrisse, amateurhafte Schnitte und man muss selbst mit dem Fehlen einer angeblichen Filmrolle rechnen, wodurch einige Szenen einfach nicht vorhanden sind. Das ganze ist jedoch vollste Absicht von Rodrigues und macht diesen Film einfach zu etwas Besonderem!

Die Story von Planet Terror birgt nichts wirklich neues, verfolgt sie doch das altbekannte Zombieepos, wo ein Giftgas austritt, das die Menschheit zu Zombies mutieren lässt. Dennoch gelingt es Rodrigues das Publikum zu fesseln. Sei es durch die bestens ausgewählten Darsteller oder durch die Untermalung mit allerlei schwarzem Humor. Besonders zu erwähnen wäre hierbei auch die Idee, der einbeinigen Cherry einfach als Ersatzbein eine speziell für sie angefertigte Maschinenpistole anzustecken, womit diese auch gekonnt umzugehen weiß. Wer nichts mit schwarzem Humor anfangen kann oder lieber auf den Ernst des Lebens spekuliert, der ist bei diesem Film völlig fehl am Platze und sollte ihn lieber gleich meiden. Bei Planet Terror heißt es nicht an das Realistische denken, sondern lieber sich entspannen und den Film genießen!

Die Darsteller besitzen keinesfalls B-Movie Niveau und bringen für viele sicherlich auch eine kleine Überraschung mit sich. Besonders gelungen natürlich Bruce Willis, der als Lt. Muldoon dieses Mal den Bösewicht spielen darf, was ihm wunderbar gelingt. Aber auch Quentin Tarantino ist in einer Nebenrolle zu sehen. Das männliche Publikum dürfte sich am meisten über Rose McGowan (Cherry) und Marley Shelton (Dr. Dakota) freuen, besonders Rose McGowan brilliert in ihrer Rolle als einbeinige Dame, die eine Vielzahl an unnützend Talenten besitzt 😉

Meine liebste Szene:

Ein Infizierter wurde in die Klinik eingeliefert, er ist noch bei vollem Bewusstsein und weiß nicht was mit ihm geschieht. Dr. Block erkennt den Ernst der Lage und schickt nach seiner Frau Dakota, die sogleich mit 3 Spritzen bewaffnet bei ihm eintrifft.

D: “Das sind meine 3 kleinen Freunde. Mein gelber Freund lindert den Einstich.“

Dakota sticht die Spritze in den Arm des Infizierten.

D: „Meinen blauen Freund werden Sie gar nicht spüren. Das bedeutet, dass mein gelber Freund bereits Wirkung zeigt. So schnell arbeiten meine Freunde.“

Dakota sticht die blaue Spritze in seinen Arm.

D: „Und nach meinem roten Freund…“

Dakota sticht die rote Spritze in seinen Arm.

D: „…werden sie mich nie wieder sehen!“

Patient fällt um – tot!

Die Action startet bereits gleich zu Beginn durch und lässt auch nicht nach, genau wie auch der Splattergehalt, weswegen er auch von der FSK-Stelle keine Jugendfreigabe erhielt. Es fließt Blut und das in großen Mengen, Menschen/Zombies werden erschossen, niedergemetzelt, ausgeweidet, Gliedmaßen abgerissen etc.. Nicht selten fühlt man sich an Peter Jackson´ s erste Erfolge wie Bad Taste oder Braindead zurückversetzt. In einer Szene kommt es z.B. bei einer Untersuchung im Krankenhaus dazu, dass Dr. Block einen Blut- und Eitergefüllten Abszess auf der Zunge eines Mannes ausdrückt und dieses eklige Gemisch ihm anschließend ins Gesicht spritzt. Nicht jedermanns Sache, jedoch für Splatterfreaks lustig anzusehen.

Fazit:

Genial!!!!!!! Ein Wort das zugleich den gesamten Film beschreibt, denn ich war mehr als nur begeistert und habe ihn sicherlich nicht zum letzten Mal gesehen. Leute die keinen Sinn für schwarzen Humor haben und/oder kein Blut sehen können, sollten ihn jedoch besser meiden. Für Horrorfilmfreaks ist er jedoch ein absolutes MUSS!!! Meine Empfehlung geht also an alle abgedrehten Filmfreaks die schwarzen Humor mit einer ordentlichen Portion Blutgehalt lieben!!!

Bewertung

Splatter 5.gif
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Story 5.gif
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Ähnlicher Film: