Tromeo und Julia

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OT:Tromeo & Juliet

ca.114 Minuten

USA 1996

Regie

  • Lloyd Kaufman
Darsteller

  • Jane Jensen
  • Will Keenan
  • Valentine Miele
  • u.a.

Tromeo und Julia

Story

Seit Ewigkeiten sind die Familien Que und Capulet verfeindet. Die beiden Familienoberhäupter hatten seiner Zeit zusammen eine Filmfirma doch aus Missgunst und krimineller Energie ist ein großer Streit entstanden. Von diesem Hass sind Tromeo Que und Julia Capulet allerdings nicht betroffen. Die beiden hübschen Jugendlichen haben sich unsterblich ineinander verliebt, sie können diese Liebe aber nicht öffentlich ausleben.

Julia ist nämlich dem hässlichen Sohn eines Fleischfabrikanten versprochen und soll sich mit diesem vermählen. Sie will sich natürlich nicht auf dieses Versprechen einlassen, doch ihr Vater besteht darauf, weil er sich durch die Hochzeit einen finanziellen Vorteil verspricht.

Die Beziehung zwischen Tromeo und Julia scheint also zum Scheitern verurteilt zu sein, aber die Liebe der beiden gibt dem Druck nicht nach. Sie schmieden einen Plan, wie sie der anstehenden Hochzeit entgehen können, bei diesem kommt es aber zu Mord und Todschlag zwischen den beiden verfeindeten Häusern. Die Liebe zwischen den beiden soll um jeden Preis zerstört werden, und es sieht so aus, als solle dies gelingen…

Kritik

Troma ist doch immer wieder für eine Überraschung gut! Nach zahlreichen Erfolgen im Trash-Bereich haben sich die Jungs an ein bekanntes Werk gemacht und haben dies erfolgreich parodiert. Zwar war mir die Hintergrundstory weniger bekannt, da ich ähnlich wie der damals eingesperrte Big Brother Slatko, kein Fan von Shakespeare bin, aber ich kann euch sagen, dass es die Macher mal wieder hinbekommen haben ein kultigen Trashfilm auf den Markt zu bringen. Freundlicherweise ist die deutsche Ausgabe von Troma Deutschland dann auch noch uncut.

Der Film selber ist die Unterhaltung pur. Zwar gibt es einige Szenen in denen die Originalszenen sehr detailgetreu nachgestellt werden (das hoffe ich zumindest), die etwas langweilen, der Rest ist aber erste Sahne. Es gibt zahlreiche Splattereffekte und massig lustige Szenen, welche die Anarcho-Kids zeigen und ihr tägliches Leben. Selbstverständlich gehören Sex, Drogen und Rock´n´Roll dazu, die Jugendlichen haben aber auch keine Probleme damit sich mal eben ein Brustwarzenpearcing zu stechen ( und das in Großaufnahme )…

Die Schauspieler sind logischerweise alles Laien, denn professionelle Schauspieler wären wohl kaum den Anforderungen gerecht geworden. Wer Troma Filme kennt, der weiß was ich meine. Besonders kultig ist auch die Filmmusik, die unter anderem mit Stars wie Motörhead begeistert, dessen Leader Lemmy sogar einen kleinen Gastauftritt zu Beginn hat.

Ich finde den Film einfach nur gelungen, da er wirklich sehr witzig, splattrig und kultig ist. In Deutschland bekommt man ausnahmsweise mal die längste Version, die international zu erhaschen gibt.

Für Fans des Trashfilms ist „Tromeo und Julia“ sicherlich ein muss, Splatterfans werden auch auf ihre Kosten kommen aber Freunde der „normalen“ Unterhaltung werden diesen Film für den hinterletzten Schrott halten – Das ist Troma.

Bewertung

Splatter 3_5.gif
Spannung 2.gif
Story 3.gif
Ekelfaktor 3_5.gif
Atmosphäre 3.gif
Gesamt 3.gif

Ähnlicher Film:

  • Troma…

Die Schlangengrube und das Pendel

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OT:Die Schlangengrube und das Pendel

ca.81 Minuten

Deutschland 1967

Regie

  • Harald Reinl
Darsteller

  • Lex Barker
  • Karin Dor
  • Christopher Lee
  • Carl Lange
  • u.a.
Die Schlangengrube und das Pendel

Story

Im Jahre 1801 entführte der grausame Graf Regula zwölf Jungfrauen auf seine „Blutburg“ im Sandertal und folterte sie dort in einem geheimnisvollen Ritual, von dem er sich ewiges Leben versprach, zu Tode. Sein 13. und letztes Opfer, die Baroness von Brabant konnte seinen Fängen entkommen und sich dem Richter Reinhard von Marienberg offenbaren. In einem Schauprozess wurde der Graf des Mordes angeklagt und öffentlich hingerichtet, nicht ohne vorher noch die obligatorischen Verfluchungen auszusprechen.

35 Jahre später erhalten die Baroness Luise von Brabant und der Anwalt Roger Montelise, die Nachfahren der beiden Schlüsselpersonen des damaligen Falls, jeweils eine mysteriöse Einladung auf eben jenes Schloss des schrecklichen Grafen. Zusammen mit der Zofe der Baroness, sowie einem etwas dubiosen Geistlichen, machen sie sich auf den Weg zum Schloss. Dort angekommen erkennen sie sehr bald den wahren Grund der Einladung: Graf Regula, von seinem untoten Diener Anatol zurück ins Leben gerufen, will mit Luise als 13. Opfer sein Ritual vollenden und seine Racheschwüre einlösen..

Kritik

Harald Reinl, eigentlich eher für die filmische Aufarbeitung der Kriminalgeschichten von Edgar Wallace, sowie „Dr. Mabuse“, „Jerry Cotton“- oder „Karl May-„ Filme zuständig, nahm sich bei seinem „Die Schlangengrube und das Pendel“ einer klassischen Erzählung Edgar Allan Poes an.

Schon der Beginn ist sehr stimmungsvoll: Von einem muskelbepackten Henker in schmucker roter Maske und ebenso roter Stretchhose wird Graf Regula aus dem Verließ geschliffen, bekommt von Lex Barker mit niedlicher Isaac-Newton-Gedächtnis-Perücke die Leviten gelesen und gleichzeitig noch eine goldene Maske mit innenseitigen Metallspitzen verpasst. Nachdem diese REGULArien erledigt sind, warten auch schon 4 PS auf den Grafen, der sich danach hin- und hergerissen fühlt.

Der nun erfolgende Zeitsprung der Handlung über 35 Jahre wird dabei mit einem sehr gelungenen Übergang bewerkstelligt: Die eben noch dargestellte Einstellung der Hinrichtung geht langsam in eine gemalte Darstellung über. Der Bildausschnitt erweitert sich. Ein Leierkastenmann mit Holzbein unterhält die Menschen mit einem Reimgesang über die Taten des Grafen Regula und illustriert seine Texte mit den für diese Zeit typischen Schautafeln.

Man sieht, hier wird Atmosphäre noch groß geschrieben. Die wunderbaren Einstellungen, wenn die Kutsche, nachdem sie durch einen farbenprächtigen Sonnenuntergang gefahren ist, einen nebelverhangenen Geisterwald passiert, sollte sich wirklich kein Horror-Fan entgehen lassen. Wunderschön, wie dort die Körper Dutzender Gehenkter munter an den Ästen baumeln oder aus knorrigen Bäume menschlichen Körperteilen heraus zu wachsen scheinen.

Überhaupt haben die Requisiteure ganze Arbeit geleistet. Allein die charmant-gruseligen Kulissen im Schloss des Grafen jagen einem wohlige Schauer über den Rücken. In bester Manier traditioneller HAMMER- Produktionen wird das gesamte Repertoire klassischer Horrorfilme bemüht: Knarrend rumpelnde Falltüren, Geheimgänge deren Felswände mit hunderten von Totenschädeln verziert sind, Ritterrüstungen samt verwestem Inhalt, an den Wänden dämonische Gemälde, die der Staffelei Hieronymus Boschs entsprungen sein könnten. Selbstverständlich darf dann auch die obligatorische Folterkammer inklusive Frankenstein’schem Laboratorium mit viel Blubber- Zeug nicht fehlen. Eine sehr schöne Idee der Requisite war es dann auch noch, die verschlissenen zwölf Jungfrauen als Kulisse in ihrer jeweiligen Ablebens- Pose im Hintergrund aufzubauen. Sehr makaber aber gleichzeitig auch erheiternd anzusehen, wie die Damen dort blutüberströmt auf ihren Foltergeräten rumhängen.

Zu den Schauspielern selber und deren Können braucht man wohl kaum noch etwas sagen. Christopher Lee darf, wenn auch diesmal ohne Umhang und Hauer, auch hier dem Blute frönen und später zu Kreuze kriechen. Frau Dor, zur Zeit der Entstehung des Films gerade mit Regisseur Reinl verheiratet, macht (wie immer) mit den wohl schönsten Augen des deutschen Films gute Miene zum bösen Spiel. Und Lex Barker gibt einmal mehr den Helden, hier jedoch weniger mit der „Shatterhand“, als vielmehr mit detektivischem Gespür. Bleibt noch Vladimir Medar, der als Gauner im Paterkostüm auch als „Ivan Rebroff“- Double durchgehen könnte und mit seiner herzlichen Art für die leichten komödiantischen Ansätze sorgt.

Einzig der Soundtrack, der eher an die Musik eben jener Wallace-Verfilmungen Reinls erinnert, wirkt ein wenig verloren. Ein etwas theatralischer, bombastischerer Sound, wie bei vielen englischen oder amerikanischen Horrorfilmen dieser Zeit, hätte die schöne Grundstimmung des Films noch besser untermalt.

Nichtsdestotrotz tut dieses kleine Manko dem schönen Gesamteindruck des Film keinen großen Abbruch. „Die Schlangengrube und das Pendel“ sorgt mit seinem Charme, stellenweise unfreiwillig komischen Einlagen und einem Flair, der dem der alten Edgar-Wallace Filmen nahe kommt, für ein nostalgisches Wonnegefühl beim Zuschauer, fast so wie beim Betrachten alter Kinderfotos.

Am besten zu genießen im grünen Salon, bei flackerndem Kaminfeuer, die Füße auf den Kopf des Bärenfell- Fußabtreters hochgelegt und munter im Schaukelstuhl den Cognac-Schwenker geschwungen. Falls derartiges nicht vorhanden, tut es selbstverständlich auch das heimische Wohnzimmer, ein Sofa mit Nackenröllchen und eine Pulle Bier 😉 Wohl bekomm’s!!

Fazit: Christopher Lee, Karin Dor und Lex Barker in einer Edgar Allan Poe – Adaption in bester HAMMER-Manier. Ein Muss für Freunde des klassischen Gothic Horrors!!!

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 3_5.gif
Story 4.gif
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Atmosphäre 5.gif
Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

  • Andere Hammer-Filme

The Prey – …und der Tod wartet schon

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OT:The Prey

ca.95 Minuten

USA 1980

Regie

  • Edwin Brown
Darsteller

  • Debbie Thureson
  • Steve Bond
  • John Leslie
  • Lori Lethin
  • u.a.

The Prey - ...und der Tod wartet schon

Story

Eine Gruppe Jugendliche will in den Bergen vom Alltag loskommen. Sie suchen den Spaß und das Abenteuer in der freien Natur und sind frohen Mutes. Zumindest so lange, bis sich ihre erhoffe Situation in eine unverhoffte wandelt. Denn in den einsamen Bergen geht ein Mörder um. Ein Mörder, der unverzüglich Jagd auf die Reisenden macht.

Die Gejagten erfahren, dass es sich bei dem Killer um einen entstellten Zigeuner handelt. Der Mann und seine Sippe wurden vor vielen Jahren von Einheimischen Überfallen. Weil eine Zigeunerin ein Verhältnis mit einem hiesigen Pferdezüchter hatte. Daraufhin wurde versucht, die Zigeunersippe auszurotten. Nur dieser eine Mann, der damals noch ein kleiner Junge war, hat überlebt und ist immer noch voller Zorn auf die Welt.

Und, ob sie es wollen, oder nicht, die urlaubenden Jugendlichen müssen jetzt für die Gräueltaten aus der Vergangenheit herhalten…

Kritik

Der Eine geht arbeiten und spielt als Ausgleich Tennis und ein Anderer lebt im Wald und tötet Touristen. Wenn Letzteres mal nicht ein aufgabenvoller Lebensinhalt ist…

Aber so sind sie, die Horror-Filme respektive die Gedanken ihrer Drehbuchautoren. Es werden abstruse Kreaturen geschaffen, die sich dann auf dem Bildschirm zum Deppen machen müssen. Wie eben unser Zigeunerjunge. Er lebt zurückgezogen im Geäst und wartet auf harmlose Teenager, denen der urhässliche Hüne, der mehr als zwei Meter misst, auflauert. Klar, mit einen Größe von über 200cm ist man nicht gerade prädestiniert um ein Lauerjäger zu sein, den Drehbuchautoren von „Prey“, der in der deutschen Videoversion des Label UFA den treffenden Namen „…und der Tod lauert schon“ bekommen hat, war das aber offensichtlich egal.

Man muss eh vermuten, dass die Macher eigentlich eine Tierdokumentation in den Kasten bringen wollten, vom Chef aber den Auftrag bekommen haben, was gruseliges zu machen. Denn allerlei Getier taucht immer wieder auf der Matschscheibe auf: Geier, Frösche, Schlangen, Schmetterlinge, es wird wirklich jede Lebensform gezeigt, die durch die hiesigen Wälder kreucht und fleucht.

Am Anfang wird einem noch mit netten Geschichten am Lagerfeuer der Eindruck suggeriert, dass der Film was taugen könnte. Doch man merkt schnell, dass das Gelaber langweilt. Es gibt eine Menge uninteressantes Zeug, dass seinen Höhepunkt beim Rückblick auf die Vorgeschichte erreicht. Zigeunertänze über mehrere Minuten lassen einen über die Vorspultaste des Abspielgeräts nachdenken. Doch Vorsicht: Man könnte die Schlüsselszene verpassen, die sich, treffender weise, beim Bumsen abspielt.

Es gibt kaum Spannung, kaum Szenen die Atmosphäre erzeugen können und einen Langweiler nach dem nächsten. „The Prey“ ist mit 95 Minuten mehr als ne halbe Stunde zu lang. Hier und da gibt es immer wieder schöne Aufnahmen vom Wald, den Bergen und der restlichen Natur, die filmtechnisch aber natürlich überhaupt nichts rausreißen können.

Für Freunde des blutigen Spezialeffekts gibt es leider auch nicht viel zu sehen. Nur einen, der nicht mal sehr echt aussieht. Die Kamera schafft es in den übrigen Situationen, im richtigen Moment abzudrehen. Die ein oder andere Szene lässt vielleicht auch darauf schließen, dass der Film im Nachhinein noch mal mit der Schere der Jugendschützer bearbeitet wurde.

Regisseur Edwin Brown, der sich neben diesem Horror-Streifen nur im Porno-Gewerbe versuchte, versucht gegen Ende den Film etwas voranzutreiben, sodass er wenigstens gut im Gedächtnis bleibt. Mit schrillen Tönen, Zeitlupen und ein paar wenigen Kameraexperimenten. Zudem tritt auch der böse Unbekannte erstmals in Erscheinung. Aber der Auftritt ist nicht gruselig, sondern extrem albern.

Technisch ist „The Prey“ ein bisschen besser als ein B-Movie und die schauspielerischen Leistungen gehen überraschenden Weise in Ordnung. Aufgrund der lahmen Story aber doch eher in die Kategorie des B-Films einzuordnen. „… und der Tod wartet schon“ ist somit ein passend gewählter Titel vom deutschen Vertrieb. Denn die waren sich wohlmöglich sicher, dass in einer verstaubten Videothek der filmische Tod schon auf dieses Dingen hier wartet.

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 2_5.gif
Story 2.gif
Ekelfaktor 2.gif
Atmosphäre 2_5.gif
Gesamt 2.gif

Ähnlicher Film:

  • Blutiger Sommer – Das Camp des Grauens

Dracula und seine Bräute

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Informationen

OT:The Brides Of Dracula

ca. 81 Minuten

GB 1960

Regie

  • Terence Fisher
Darsteller

  • Peter Cushing
  • Martita Hunt
  • Yvonne Monlaur
  • Freda Jackson
  • David Peel
  • u.a.

Dracula und seine Bräute

Story

Marianne Danielle, eine junge französische Lehrerin, ist auf dem Weg in ein Mädcheninternat, wo sie eine neue Anstellung bekommen hat. Nach der langen Reise von Frankreich nach Transsylvanien wird sie kurz vor dem Ziel noch einmal aufgehalten, da ihre Kutsche ohne sie weiterfährt, und kehr in das Schloss der Baronin Meinster ein, die ihr Hilfe in der seltsamen Situation angeboten hat. Die junge Französin erfährt, dass die Baronin einen Sohn hat, der wahnsinnig sein soll und deswegen in seinem Zimmer angekettet ist. Marianne Danielle will das aber nicht glauben, als sie den jungen Baron sieht und vor lauter Mitleid befreit sie ihn von seinen Ketten. Dies soll sich im Nachhinein allerdings als schwerwiegender Fehler herausstellen, da der nun entflohene Baron ein Vampir ist, der sich alsbald daran macht, seiner Mutter und anderen Personen das Blut auszusaugen. Glücklicherweise ist aber der Vampirjäger Dr. van Helsing in der Nähe. Als er von Vorfällen hört, macht er sich auf die Jagd nach dem Vampir, um der Mordserie ein Ende zu machen…

Kritik

"Dracula", zumindest der Hammer-Dracula in Person des Christopher Lee, ist 1957 von Regisseur Terence Fisher filmtechnisch vernichtet worden. Doch die Erfolgsproduzenten des englischen Hammer-Studios wollten weiter auf der Welle des Erfolges schwimmen, die der erste Teil auslöste. Christopher Lee wurde nicht mehr eingesetzt, dafür durfte der junge, unerfahrene und uncharismatisch wirkende David Peel in die viel zu großen Fußstampfen treten. Peel versteht es zwar ganz gut, seine Rolle glaubhaft auf die Leinwand zu bringen, doch einem Vergleich mit dem legendären Lee hält er nicht stand. Vielleicht auch weil seine Rolle etwas seltsam daherkommt. Er ist offenbar schon als Vampir geboren, da er seit seiner Jugendzeit Auffälligkeiten aufwies, was im Film aber nur verschleiert rüberkommt. Glücklicherweise haben die Macher aber nicht auf Peter Cushing als van Helsing verzichtet. Cushing gibt "Dracula und seine Bräute" mit seiner herausragenden schauspielerischen Klasse, wieder dieses gewisse Etwas, was "Dracula" berühmt und beliebt gemacht hat.

"Dracula und seine Bräute" beginnt sehr atmosphärisch und bereitet den Betrachter langsam auf das Vampirgeschehen vor. Vielleicht sogar zu langsam, da es doch sehr lange dauert bis der Vampir in Freiheit gelangen kann und sich an seinen ersten Opfern labt. Die Langatmigkeit ist jedoch weitestgehend vorbei, wenn der Vampir seiner Gefangenschaft entflieht. Hier und da gibt es zwar immer noch Szenen, die weniger interessant sind, die meisten Einlagen wissen aber zu überzeugen. Der Spannungsbogen fällt recht flach aus und erschreckende Momente sucht man vergebens, dafür gibt es aber eine sehr dichte Gruselatmosphäre am Schluss, ähnlich wie im Vorgängerfilm, in dem sie aber wesentlich weiter verbreitet war. Schade ist, dass es keine wirklich guten Auftritte des Obervampirs gibt. Dracula hat da schon mehr für spannende und gruselige Momente gesorgt. Auch die weiblichen Blutsauger können nicht wirklich für Aufsehen sorgen. Gut dahingegen ist der Auftritt des Doktor van Helsing, der in einer Situation besonders schwer zu kämpfen hat. Und das nicht nur mit den mäßigen Spezialeffekten, die aufgrund ihres Alters aber durchaus hinnehmbar sind. Darsteller Peter Cushing muss schon alles geben, um sich einigermaßen aus der angesprochenen Szene herauszuspielen, dies will ihm aber perfekt gelingen. Auch wenn Christopher Lee nicht mit von der Partie ist, kann man sich "Dracula und seine Bräute" durchaus angucken. Erstens weil er ein Klassiker ist, zweitens weil ein grandioser Peter Cushing mitspielt und drittens weil der Film durchaus unterhaltsam ist. Zwar mit Schwankungen im Unterhaltungsfaktor, die kann er aber mittlerweile durch seinen schönen, alten Look wettmachen.

Bewertung

Splatter 1.gif
Spannung 3_5.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 1.gif
Atmosphäre 4_5.gif
Gesamt 4.gif

Ähnlicher Film:

Und wieder ist Freitag der 13.

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Informationen

Originaltitel Friday the 13th Part 3
Länge 91 Minuten
Drehjahr 1982
Drehland USA
Regie Steve Miner
Schauspieler
  • Dana Kimmell
  • Paul Kratka
  • Richard Brooker
Und wieder ist Freitag der 13.

Story & Kritik

In den ersten 5 Minuten sehen wir noch mal das Ende von Freitag der 13. Teil 2 mit einer kleinen Änderung. Und zwar als Jason die Machete in die Schulter bekommt und zu Boden sickert, kriecht er zum Kopf seiner toten Mutter. Dann geht der Film los und zwar in einem kleinen Laden in der nähe des Camp Crystal Lake in dem eine Frau zusammen mit ihrem Mann tätig ist.

Die Frau schickt ihren Mann in die Scheune um etwas zu hohlen. Dann taucht Jason auf und schlägt ihm eine Axt in den Bauch. Danach tötet er die Frau.

Ein Tag später fahren wieder ein paar (dumme) Teenager ins Camp Crystal Lake um sich zu amüsieren. Unter ihnen ist einer der eine vorliebe für blöde Scherze hat. Er tut zum Beispiel so als ob er mit einer Axt im Kopf auf dem Boden liegt und macht es so professionell, dass alle erschrecken. Aber später wird er sehen was er davon hat…

Ja was gibt’s sonst noch zu sagen? Ein paar Rocker tauchen auf, randalieren ein bisschen im Camp und werden von Jason als erstes getötet. Sonst das übliche: Alle bis auf einer oder zwei kratzen ab und mit denen kommt es dann zum Showdown (wie immer)!

Ja also! Freitag der 13. Teil 3 ist wie immer eine Kopie aber trotzdem voll cool. Man muss dazu sagen, dass es ab Teil 3 ziemlich hart wird im gegensatz zu Teil 1 und 2! Zum Beispiel wird einem der Kopf so stark zusammengedrückt, bis ihm das Auge rausfetzt oder einem wird mit einem gezielten Schlag die Hand abgeschlagen und man sieht den Knochen und sehr viel Blut. Aber trotz der ganzen Splatterszenen kommt die Spannung auch nicht zu kurz. Der ganze Film steht auf Hochspannung wie auch in Teil 1 und 2. Aber man muss dazusagen, dass es auch mehr Tote gibt und wie schon gesagt es wird diesmal härter.

Sonst kann ich nur sagen wer Freitag der 13. Fan ist und den Film noch nicht gesehen hat, der hat wirklich etwas verpasst, auch deswegen weil Jason das erste Mal mit Hockeymaske auftaucht. Sonst kann ich auch allen anderen den Film empfehlen, vorausgesetzt sie bekommen nich bei Filmen wie Scream Angst und denken Scream ist brutal. Solche Leute sollten die Finger von alle Freitag Teilen lassen! Und noch ein positiver Punkt ist, das das Mädchen am Schluss nicht wegrennt als Jason auf dem Boden liegt sondern in versucht zu erhängen.

Bewertung

Splatter 4_5.gif
Spannung 5.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 4_5.gif
Atmosphäre 5.gif
Gesamt 5_5.gif

Und wieder ist Freitag der 13.

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Informationen

Originaltitel
  • Friday the 13th
  • Part 3 – 3D
Länge 91 Minuten
Drehjahr 1982
Drehland USA
Regie Steve Miner
Schauspieler
  • Terry Ballard
  • Richard Brooker
  • Gloria Charles
Und wieder ist Freitag der 13.

Story & Kritik

Und wieder ist Freitag der 13. … und der Film fängt genau da an wo der zweite aufgehört hat. Sprich – die ersten fünf Minuten sind fast 1:1 aus dem Vorgänger von dem dritten Teil dieser Serie genommen worden.

Danach geht es dann so los, wie man Jason kennt.

Ein älteres Ehepaar, dass am Camp Crystal Lake wohnt, muss als erstes Bekanntschaft mit dem grausamen Mörder machen. Sie haben natürlich keine Chance gegen Jason und gehen grauenvoll zugrunde.

Szenenwechsel : Acht Teenager machen sich auf den Weg um ein paar Tage in der Wildnis zu verbringen. Sie haben sich im Camp Crystal Lake einquartiert um sich dort zu amüsieren. Doch plötzlich kommt einer der acht blutüberströmt, mit einem Beil im Kopf, in das Haus. Panik bricht aus aber der Verletzte hat diesen Vorfall nur vorgetäuscht indem er sich eine Perücke mit Hackebeil aufgesetzt hat. Er fand seine Aktion zwar ziemlich witzig, der Rest der Gruppe allerdings nicht.

Später bekommt die Gruppe Ärger mit einer Rockergruppe. Bei einem Einkauf werden sie von den Motorradfahren angepöbelt und die Aktion endet darin das eins der Motorräder der Rocker mit einem Auto überfahren wird. Diese schwören Rache und machen sich zu dritt auf ins Camp Crystal Lake um es den Urlauber heimzuzahlen. Doch als die drei in der ansässigen Scheune angekommen sind um etwas vorzubereiten wartet Jason schon auf sie und bringt einen nach dem anderen um.

Nun sind die Bewohner des Camp Crystal Lakes an der Reihe und auch von ihnen muss einer nach dem anderen den Löffel abgeben. Jason scheint nicht zu stoppen zu sein und die Anzahl der ehemalig acht Besucher verringert sich im nu …

Dieser dritte Teil der Reihe ist mit Sicherheit neben dem vierten einer der brutalsten und somit ist die Beschlagnahmung wohl berechtigt, wenn es dazu überhaupt eine Berechtigung gibt. Am 22.06.1988 meinte die deutsch Staatsanwaltschaft diesen Streifen zu beschlagnahmen um ihn dem deutschen Volke vorzuenthalten. Sicherlich gibt es immer wieder viel Diskussionsstoff über dieses leidige Thema aber Fakt ist das man ihn in Deutschland seit diesem Zeitpunkt nicht mehr vertreiben darf.

Der Film selbst ist wenig anders wie die anderen ( Nach dem Motto “Kennst du einen kennst du alle“ ) aber eine gewisse Faszination geht von allen 10 Teilen aus. Gut Jason X, also den bisher letzten Teil, habe ich noch nicht gesehen aber wie ich bis jetzt nachlesen konnte soll er auch wieder das gleiche Schema besitzen. Das wirklich besondere an diesem Film ist das er seiner Zeit in 3D präsentiert wurde, die Effekte kann man aber auf Video nicht erkennen, man sieht nur in einigen Szenen wie einzelne Gegenstände in Richtung Kamera schnellen. Mit solchen Aktionen wollte man damals das Kinopublikum richtig erschrecken. Ob das allerdings gelungen ist vermag ich nicht zu behaupten, da ich noch nie einen solchen Streifen im Kino bewundern durfte.

Aber sonst, wie gesagt, das gleiche Strickmuster : Teenies besuchen das Camp am Crystal Lake, Jason kommt vorbei und letztlich werden alle bis auf einen gekillt, der Jason dann bis zum nächsten Teil ruhigstellt.

Die gut gelungenen Splatterszenen lassen die flache Story und die miesen Schauspieler vergessen und eine gute Atmosphäre, sowie Spannung, sorgt dafür das man sich bei der ein oder anderen Szene erschreckt. Die meisten Szenen sind zwar, wie immer, zu erahnen aber selbst ich habe mich einige male erschrocken. Für die Leute die den Film kennen kann ich sagen das ich mich am meisten am Schluss erschreckt habe als das Mädchen im Boot sitzt …

Der dritte Teil ist auch der, indem Jason seine Eishockeymaske bekommt und zusätzlich den bekannten Riss in ihr. Mit der Maske ist Jason unsterblich geworden und selbst Leute die weniger auf dieses Genre stehen müssten sie schon mal irgendwo gesehen haben.

Fans der Reihe kann ich den Film nur empfehlen, auch wenn er nur schwer zu bekommen ist.

Bewertung

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Atmosphäre 4.gif
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Nackt und zerfleischt

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Informationen

Originaltitel Cannibal Holocaust
Länge 95 Minuten
Drehjahr 1979
Drehland Italien
Regie Ruggero Deodato
Schauspieler
  • Robert Kerman
  • Francesca Ciardi
Nackt und zerfleischt

Story & Kritik

Wir befinden uns im Jahre 1979 in Südamerika. Ein Reporterteam, dass aus 3 Männern und einer Frau bestehet kommt gerade aus Afrika zurück. Die 4 beschließen als nächstes in einen Dschungel in Südamerika zu gehen und eine Reportage über Kannibalen zu machen. Sie nehmen natürlich Waffen mit, weil die Kannibalen ja angeblich sehr gefährlich sein sollen. Einer von dem Team hat eine Videokamera und filmt jeden Schritt, den die anderen machen. Und ich meine Damit wirklich jeden Schritt. Also steigen die vier in das Flugzeug und fliegen los und das ist auch das letzte was man von ihnen weiß.

Man hat inzwischen schon seit sechs Monaten nichts mehr von den vier Reporten gehört. Deshalb macht sich ein kleines Rettungsteam auf den Weg um nach den Verschollenen zu suchen. Unterwegs habe sie ein paar Auseinandersetzungen mit den Eingeborenen. Als die Eingeborenen merken, dass das Rettungsteam friedlich ist, kommt man mit einander mehr oder weniger ins Gespräch. Man stellt fest, dass die Eingeborenen eigentlich ziemlich freundlich gegenüber Fremden sind. Es gibt aber immer noch keine Spur von den Reportern. Am nächsten Tag findet aber einer aus dem Rettungsteam einen Haufen Knochen und Schädel und irgendwo dazwischen eine Videokamera.

Wieder zurück in der Zivilisation. Die Reporter sind tot, aber man ist ganz wild darauf, was sie gefilmt haben. Und zwar so wild, dass man es gleich im Free TV senden will, ohne den Streifen vorher anzuschauen. Einer der Angestellten kann es nicht lassen, er muss den Film anschauen. Was er aber darauf sieht, wird er wohl nie wieder vergessen.

Also die Reporter gehen in den Dschungel um die Kannibalen zu filmen. Natürlich machen sie auch unterwegs Blödsinn mit der Videokamera. Im Kannibalendorf angekommen, müssen sie feststellen, dass die Kannibalen gar nicht so aggressiv und unfreundlich sind wie erwartet. So ein Pech für die Reporter, denn dann wird das mit der Reportage über aggressive Kannibalen auch nichts. Also beschließt man einen Angriff eines anderen Stammes zu simulieren und natürlich alles zu Filmen. Dabei benehmen sich die Reporter wie die letzten Dreckschweine! Entschuldigung für die Wortwahl, aber glaubt mir es stimmt! Bei der Prozedur wird das Dorf abgefackelt, ein paar Frauen vergewaltigt und ein paar Kannibalen getötet. Irgendwann reicht es den Kannibalen dann und sie schlagen grausam zurück…

Wie oben schon gesagt ist „Nackt und zerfleischt“ ein weltbekannter Film, vor allem bei den Kritikern. Er ist wohl der schockierendste Film der je gedreht worden ist und das macht ihn weltbekannt. Vor allem wohl auch deswegen, weil er in über 50 Ländern verboten ist. Durch diese ganzen Titel, die der Film mit sich schleift werden Leute, wie ich, doch recht neugierig und holen sich den Film. Ich kann gleich sagen! Die eine hassen ihn, die anderen finden ihn sehr gut! Ich schließe mich denen an, die ihn sehr gut finden, aber was ist an dem Film so schlimm? Ich versuche ihn jetzt einfach mal objektiv zu betrachten.

Ich würde sagen, der Film ist in zwei Hälften aufgeteilt. In den ersten fünf Minuten erfahren wir etwas über die vier Reporter, wie sie aus Afrika kommen, sich auf den Weg in den Dschungel machen und dann für sechs Monate verschwinden. Sonst sehen wir in den ersten 45 Minuten eigentlich nur wie das Rettungsteam die vier Vermissten sucht und schließlich den Film finden. Man kann sagen die ersten 45 Minuten kommen wie ein Abendteuerfilm rüber. Ganz anders wird es aber in der zweiten Hälfte des Films! In den zweiten 45 Minuten wird nämlich das aufgenommene Videoband der Reporter angeschaut. Und hier sehen wir eine Grausamkeit nach der anderen. Und zwar können wir hier miterleben, wie sich die Reporter aufführen nur um eine Story zu bekommen. Aber die Kannibalen kapieren schnell worum es geht und schlagen grausam zurück.

Der Film baut eine sehr gute Atmosphäre auf und das liegt vor allem daran, dass in der zweiten Hälfte alles so leicht wie ein Amateurvideo rüberkommt. Blairwitch Projekt lässt grüßen *gg*! Ich meine damit, dass manchmal die Kamera wackelt oder kurz ausfällt, und und und. Das alles kommt sehr gut rüber, so dass man das Gefühl bekommt man sei dabei. Der Film hat aber auch ein paar ziemlich eklige Szenen, was für dieses Genre aber durchaus normal ist.

Neben all der Splatterszenen, die echt gut gelungen sind, bringt der Film auch noch eine richtige Botschaft mit sich. Und zwar sollte sich jeder nach dem Film mal eines überlegen: Wer sind eigentlich die Kannibalen? Die oder wir selber?

Man kann nämlich richtig beobachten, wie sich die zivilisierten Menschen benehmen, wenn es keine Gesetze gibt. Die Reporter denken einfach: Hier im Dschungel können wir machen was wir wollen, ohne dafür Rechenschaft ablegen zu müssen. Der Film soll deshalb eine Art Gesellschaftskritik darstellen. Von vielen wird die Gesellschaftskritik gar nicht gesehen und der Film wird als Schund abgestempelt. Deshalb gilt, wenn ihr „Nackt und zerfleischt“ anschaut, dann das Hirn bitte nicht ganz ausschalten!

Ein sehr dicker Kontrapunkt bekommt der Film von mir aber. Und zwar wegen den Tiersnuffszenen. Leider ist es wahr! In „Nackt und zerfleischt“ mussten leider bei den Dreharbeiten echte Tiere sterben. Meine Meinung nach eine Riesen Schweinerei, die niemand sehen will. Der Regisseur ist deshalb auch vor Gericht gekommen und bekam ein Jahr Drehverbot.

Sonst aber ist „Nackt und zerfleischt“ ein sehr gelungener Film, der gleichzeitig ein kleines Meisterwerk ist. Die Story von dem Film ist wirklich sehr gut durchdacht und die Schauspieler wirken recht überzeugend. Außerdem ist wie oben schon erwähnt die Atmosphäre einfach genial! Nur die Tiersnuffszenen ziehen den Film ziemlich runter!

Bewertung

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Lovelorn – Und die Rache des Pharao

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Informationen

Drehland Deutschland
Drehjahr 2002
Laufzeit ca. 92 Minuten
Regie Thomas Frick
Darsteller Misel Maticevic Eva Haßmann Reiner Schöne Horst Buchholz u.a.
Bild 16:9
Ton DD5.1
Sprachen Deutsch
Untertitel
LC 2
FSK 16
Lovelorn - Und die Rache des Pharao

Story

Privatdetektiv Nils Lovelorn ist ein eisenharter Ermittler. Ein kanllharter Typ, dem kein Fall zu schwierig erscheint. Nur in der Liebe läuft es bei ihm nicht so glatt, da seine Angebetete schon mal auf einen Mistkerl scharf ist. Je schlimmer desto besser.

Der neuste Fall fordert Lovelorns volle Konzentration. Sein Onkel, Professor Svedenborg, der seines Zeichens Nobelpreisträger ist, schickt ihn mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit. Dort soll er verhindern, dass ein verrückter Pharao die Zukunft zerstört…

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Kritik

Teil drei der deutschen B-Movie-Reihe „Planet B“ namens „Lovelorn – Und die Rache des Pharaos“ bildet den Abschluss eines Projektes, der Jahre 2001 und 2002, welches erst im Jahre 2010 kommerziell auf DVD ausgewertet wurde. Nachdem die ersten beiden Teile „Antrage – Der Ameisenmann“ und „Mortal Beauty – Fluch der Schönheit“ durchaus sehenswert sind, aber nicht mehr als Durchschnittsfilme darstellen, kommt mit dem Abschluss der Trilogie der beste der Teile daher.

Und dies, da er mit Sicherheit die schrägste Story der Reihe bietet, die mit seltsamsten Sachen gespickt ist und einige Lacher bereitstellt. Richtig trashig geht es zuweilen zur Sache, so, wie man es sich von Beginn der Trilogie an erhofft hat. Die Geschichte um Detective Nils Lovelorn ist durchaus ungewöhnlich. Irgendwie kommt es einem so vor, als befinde man sich in einem Comic. Ähnlich wie bei Sam Raimis Film „Darkman“. Es macht großen Spaß dem Geschehen zu folgen. Und dabei stehen die Sterne am Anfang gar nicht gut. Denn deren Konstellation, die circa alle 3500 Jahre so ist, sorgt dafür, dass ein alter Pharao die Chance erhält, die Welt zu zerstören. Analog zum alten Ägypter gibt es natürlich einen Held, der alles dafür gibt, dass die Erde am leben bleibt: Detective Nils Lovelorn. Die sich daraus ergebenden Abläufe sind ziemlich schräg und nett zu verfolgen.Die Rolle von Detective Nils Lovelorn wird von Misel Maticevic solide runtergespielt. Mit allem, was dazu gehört. Nobelpreisträger Professor Svedenborg, eine auch nicht gerade unwichtige Rolle im Streifen, wird von Horst Buchholz („Mörderbienen greifen an“) wiedergegeben. Er und seine beiden Wissenschafts-Kollegen sind der Blickfang des Films. Wenn die Herren im gesetzten Alter mit einem Elektrorasierer, an den eine Gabel montiert ist, durch die Zeit telefonieren, ist das mehr als nur nett anzusehen. Man merkt, dass die Herren Spaß am Spiel haben.

Die Zeitreise des Protagonisten ist dann genau so schräg und originell, wie man sich das vorstellt. Mittels Autoscooter geht es viele hundert Jahre in die Vergangenheit. Bis es soweit ist, muss man allerdings auch einige nicht so dramatische Momente an sich vorbeiziehen lassen. Man darf auch nicht denken, dass man es mit einer Handlung wie beispielsweise „Zurück in die Zukunft“ zu tun bekommt. Gewiss nicht. Hier wurde weniger Wert auf die Story, sondern eher auf das Drumherum gelegt.

Zum Drumherum gehören natürlich auch die Kulissen, die allesamt im Studio zu Babelsberg entstanden sind. Man sieht es ihnen nicht immer an, denn ein manches Mal glaubt man, dass sich die Protagonisten wirklich im fernen Ägypten aufhalten könnten. Für eine Low-Budget-Produktion ist das schon ordentlich. Ordentlich gesplattert wird nicht. Das braucht der Film auch nicht. Dafür gibt es aber ein paar visuelle Effekte, die stellenweise extrem trashig daherkommen. Nach Betrachtung aller drei Teile der „Planet B Edition“ hat man zwar die Sicherheit etwas anderes gesehen, einen vierten Teil der Reihe braucht man dann aber nicht unbedingt. Das Projekt ist interessant zu verfolgen, als Freund des B-Films greift man dann aber doch lieber zu den amerikanischen Produktionen. Immerhin haben Leute wie Charles Band, Lloyd Kaufman, Roger Corman oder Terence Fisher jahrelange Erfahrung mit der Erschaffung filmischen Schrotts. Nichts desto trotz ist „Lovelorn – Und die Rache des Pharaos“ ein guter Film aus deutschen Landen. Er ist sogar ein guter Trash-Film, der an Klassiker des Genres heranreicht. Zwar mit kleinen Schwächen beim Tempo und stellenweise auch dem Unterhaltungswert, für eine deutsche Produktion kann er aber überzeugen. Regisseur Thomas Frick hat bei seinem ersten Langfilm-Job gute Arbeit geleistet. Auch wenn Freunde des Mainstreams natürlich eine völlig andere Meinung haben werden.

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DVD

Die DVD kommt in einer soliden Bild- und Tonqualität daher. Von einem perfekten Bild ist man zwar etwas weit entfernt, die tut der Sache aber keinen Abbruch. Der Sound ist ebenfalls okay. Auf große Klang-Effekte muss man verzichten. Als Extras gibt es einen Audiokommentar, Trailer, Interviews, Setfotos, Outtakes und ein Making Of. Das Angebot ist nicht nur reichhaltig, sondern auch interessant zu betrachten.

Bewertung

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Spannung 2010_3_5.gif
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Atmosphäre 2010_3_5.gif
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