30.000 Meilen unter dem Meer

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Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 82 Minuten
Regie Gabriel Bologna
Darsteller Lorenzo Lamas Natalie Stone Sean Lawlor Kim Little u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1 (anamorph/16:9)
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 16
30.000 Meilen unter dem Meer

Story

Als ein amerikanisches Atom-U-Boot verschwindet, wird ein zweites Unterwasser-Boot losgeschickt, um es in der Nähe des Marianas-Graben zu bergen. Doch der Plan geht nicht ganz so auf, wie man sich das vorgestellt hat. Die Besatzung des Rettungsschiffs wird gefangen genommen und auf das U-Boot des seltsamen Kapitän Nemo, der Nautilus, gebracht.

An eine Bergungsaktion ist von da an nicht mehr zu denken. Denn der verrückte Wissenschaftler hat verrückte Sachen mit den Entführten vor…

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Kritik

Unbekannt dürfte die Geschichte um Kapitän Nemo und seine Nautilus nicht sein. Die Geschichte(n) von Jules Verne wurden ja schon einige Male verfilmt und auch zu Papier gebracht. Was an dem Film „30.000 Meilen unter dem Meer“ neu ist, ist die Tatsache, dass es wohl noch nie so eine unmotivierte und dilettantische Verfilmung zum Thema gab.

Anfangs bekommt man schön Unterwasseraufnahmen gezeigt, die einen noch hoffen lassen, dass der Film für gute Unterhaltung sorgt. Man freut sich auf mehr solches Material. Doch das gibt es im Verlauf nur noch allzu wenig. Low-Budget ist danach angesagt. Sowohl als auch. Denn die Geschichte von Jules Verne wurde für die Neuverfilmung nicht sonderlich ausgearbeitet. Das Drehbuch ist etwas plump und von zahlreichen Dialogen geprägt. Die sind dann so, wie man es für eine Billigproduktion erwarten darf: billig. Es passiert fast nichts, gequatscht wird aber, als ob es kein Morgen geben würde. Und leider ist die deutsche Synchronisation nicht sonderlich gut gelungen. Im Original kann man das Gelabere noch einigermaßen ertragen, in der Muttersprache bereitet einem das Lauschen Probleme. Der bekannteste Darsteller im Film, Lorenzo Lamas, hat eine Stimme bekommen, die überhaupt nicht zu ihm passt. Getoppt wird das nur noch durch die Synchronstimme eines Latino-Bordmitglieds. Sein Gebrabbel ist dermaßen unpassend, dass man es nur schwer in Worte fassen kann.

Aber kommen wir zurück zu der eigentlichen Geschichte. Wie gesagt, sind die Dialoge dominierend. Und die eigentlichen Geschehnisse taugen nicht wirklich dazu, die anhaltende Langeweile zu unterbrechen. Es gibt zwar hier etwas und da etwas, eine richtige und vor allem gute Story sieht aber anders aus.

Darstellerisch wird zwar auch nicht gerade hochwertiges präsentiert, man sieht aber allerdings, dass die engagierten Schauspieler den Job erlernt haben und ein gewisses Talent mitbringen. Lorenzo Lamas („Snake Eater“, „The Hitchhiker“ uva.) ist ohne Frage das Aushängeschild des Streifens und wird auf der DVD entsprechend präsentiert. Seine Leistungen gehen durchaus okay, allerdings werden diese durch die deutsche Synchronstimme arg getrübt.

Unterm Strich ist „30.000 Meilen unter dem Meer“ ein Film, dem der unbekannte Regisseur Gabriel Bologna keinerlei Leben einhauchen kann und der über weite Strecken einfach nur langweilig ist. Dazu kommt das Problem mit der deutschen Synchronisation, das ja immerhin mit der Original-Tonspur umgangen werden kann. Aber auch so ist es ein Streifen, dessen Kauf auf DVD kaum lohnt. Hätte man versucht, die Geschichte etwas trashiger anzulegen, wäre sicherlich auch etwas mehr Freude bei der Betrachtung aufgekommen. So ist der Film aber nicht viel mehr als eine langweilige Billigproduktion.

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DVD

Die technische Qualität der deutschen DVD ist erstaunlich gut. Zwar nicht überragend gut, aber besser als der Film. Das Bild verfügt über genügend Schärfe und nur wenig Rauschen. Der Ton geht okay, ist aber nicht immer richtig abgemischt. Zumindest in der deutschen Fassung. Das 2.0 Original ist zwar nur in Stereo vorhanden, dafür aber deutlich besser abgestimmt.

Als Extras hat man sich im Hause Schröder-Media für folgende Medienbeiträge entschieden: Den originalen Trailer, Bloopers („lustige“ Szenen 2:22 Minuten), ein Making Of (6:25 Minuten) und eine Trailer-Show. Zudem kann man sich noch einen Audiokommentar mit einigen Beteiligten anhören. So richtig überzeugend ist das komplette Bonus-Material zwar nicht, aber durchaus ordentlich.

Bewertung

Splatter 2011_1.gif
Spannung 2011_1_5.gif
Story 2011_2.gif
Ekelfaktor 2011_1.gif
Atmosphäre 2011_2.gif
Tonqualität 2011_4_5.gif
Bildqualität 2011_5.gif
Zusatzmaterial 2011_4.gif
Gesamteindruck 2011_1_5.gif

Ähnlicher Film:

  • 20.000 Meilen unter dem Meer

Unter Wölfen

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Informationen

OT:Unter Wölfen

ca.82 Minuten

Deutschland 2005

Regie

  • Daniel Hedfeld
  • René Sydow
Darsteller

  • Jochen Kolenda
  • Sebastian Sommerfeld
  • Kathrin Hildebrand
  • Martin Brauer
  • Wolfgang Krassnitzer
  • u.a.

Unter Wölfen

Story

Bei einem Jagdausflug in Tschechien wollen sich ein paar deutsche Arbeitskollegen inklusive Boss vergnügen. Alles ist bestens vorbereitet und bei einigen Schießübungen auf Bierdosen wird sich der nötige Mut angeschossen. Am Tag der Jagd verstreuen sich die fünf männlichen Jäger im Wald und hoffen, dass ihnen etwas Fettes vor die Flinte läuft. Denn derjenige, der nichts mit heimbringt, muss die abendliche Tellerwäsche übernehmen. Also genug Motivation für alle.

Nach wenigen Minuten sind auch schon die ersten Schüsse zu hören. Anspannung macht sich breit. Und dann der erste Blattschuss. Allerdings trifft es kein Tier, sondern den Firmenchef. Erst sieht alles nach einem unglücklichen Jagdunfall aus, doch dann verstrickt sich die Sache in einem Sumpf aus gegenseitigen Schuldzuweisungen. Eine reine Weste scheint niemand der beteiligten Personen zu haben und so läuft die Sache sukzessive außer Kontrolle.

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Kritik

Der erste abendfüllende Beitrag der Jungregisseure Daniel Hedfeld und René Sydow darf durchaus als Erfolg gewertet werden. Als Abschlussarbeit wollten sie mehr bieten, als ihre Studienkollegen, und haben sich an einem Langfilm (alle anderen drehten Kurzfilme) versucht. Mit einem gut durchdachten Drehbuch und einer Mini-DV Kamera ging es dann in die sauerländischen Waldgebiete, die sich als Kulisse angeboten haben.

Was der Betrachter dann schlussendlich zu sehen bekommt, ist auf jeden Fall mehr als man erwarten darf. Der Anfang zieht sich zwar ein bisschen, wird durch die schönen Naturaufnahmen aber aufgewertet. In vielen Dialogen stellen sich die Protagonisten ausreichend vor, um Leben in den Film zu bringen. Einige der Dialoge sind durch die minderwertige Technik nicht ganz so gut zu verstehen, Freunde des No-Budget-Films und anderer Billigst-Produktionen können damit aber ganz gut leben. Denn es gibt viele Filme aus diesem Bereich, wo das Gesprochene weniger verständlich aus den Boxen kommt.

Ungefähr nach der Hälfte der knapp 80minütigen Spielzeit nimmt der Film Fahrt auf, und lässt die zuvor gesehenen Längen schnell vergessen. Die Darsteller machen zwar in einigen Szenen, durch eher mittelprächtige Schauspielkunst, negativ auf sich aufmerksam, allerdings sei auch hier erwähnt, dass sicherlich 90% der artverwandten Filme über schlechtere Akteure verfügen. Das Verwirrspiel um den Mord nimmt im Verlauf stark zu, sodass ein Mitraten ziemlich zwecklos wird. Dies und die Tatsache, dass im Film zumeist unverbrauchte Ideen verwurstet werden, macht „Unter Wölfen“ zu einem guten Film, der ein wenig an einen sonntagabendlichen Tatort erinnert. Allerdings wird sich dieser Streifen nicht für eine Ausstrahlung zur Prime Time anbieten, denn der Gewalt-Faktor ist doch recht hoch. Das FSK 16 geht aber dennoch in Ordnung. Neben dem Mord am Chef gibt es weitere „nette“ Szenen und sogar ein blutrünstiges Finale, auf das an dieser Stelle aber natürlich nicht näher eingegangen wird.

Sicherlich ist „Unter Wölfen“ nicht für den Mainstream geeignet, Filmliebhaber und Freunde des Horror-Films könnte er aber durchaus gefallen. Er wirkt frisch, relativ hart und verfügt über ein gutes Verwirrspiel inklusive eines gelungenen Abschlusses. Negativ ist lediglich die Musik in einigen, wenigen Szenen aufgefallen, da sie dort etwas zu hochfrequent aus den Boxen strömt. Den beiden Verantwortlich ist dies aber sicherlich leicht zu verzeihen.

Mit einer soliden Grundspannung, einer guten Atmosphäre und tollen Außenaufnahmen, die trotz Mini-DV gut gelungen sind, gehört „Unter Wölfen“ sicherlich zu den besseren Produktionen aus Deutschland. Das macht Mut und vielleicht sieht man bald mal wieder etwas von Daniel Hedfeld und René Sydow. Verdient hätten sie es.

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Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 4.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 1_5.gif
Atmosphäre 4.gif
Gesamt 4_5.gif

Ähnlicher Film:

Riverplay

Shutter – Sie sind unter uns

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Informationen

OT:Shutter

ca.98 Minuten

Thailand 2004

Regie

  • Banjong Pisanthanakun Parkpoom Wongpoom
Darsteller

  • Ananda Everingham
  • Natthaweeranuch Thongmee
  • Achita Sikamana
  • u.a.

Shutter – Sie sind unter uns

Story

Nach einer Hochzeitsfeier fährt Jane ihren angetrunkenen Freund Tun nach Hause. Durch eine Unachtsamkeit kommt es jedoch zu einem Unfall, wobei Jane ein junges Mädchen über den Haufen fährt. In Panik stachelt Tun seine Freundin zur Fahrerflucht an. Doch von nun an ist nichts mehr so, wie es mal war. Tun ist Photograf, und auf all seinen Bildern sind plötzlich seltsame Schatten zu sehen. Außerdem plagen ihn und seine Freundin von da an böse Alpträume. Als sie zum Unfallort zurückfahren, müssen sie feststellen, dass dort anscheinend niemals jemand überfahren wurde, denn niemand weiß von einem verletzten oder gar getötetem Mädchen.

Jane entdeckt zufällig ein altes Photo von Tuns Abschlussklasse und meint, das Mädchen aus ihren Alpträumen dort wieder zu erkennen. Sie stellt Nachforschungen nach dem Mädchen an. Die Grenzen zwischen Realität und Traum scheinen mehr und mehr zu verschwimmen. Dann begehen plötzlich die besten Freunde von Tun Selbstmord…

Kritik

Manchmal stößt man per Zufall auf wahrlich geniale Filme, so geschehen bei diesem Film!!! Als ich die Story las, fand ich, dass es ganz interessant klingen würde und ging ohne große Erwartungen an diesen Film heran. Ich wurde definitiv überrascht!!! Denn der Film ist einfach nur genial!!! Eine geniale Story, gedrückt wirkende Atmosphäre und Schockelemente an Stellen, wo man nicht damit rechnet, machen den Film einfach zu einem Erlebnis der besonderen Art. Spätestens wenn man einen wohligen Schauder oder leichte Gänsehaut verspürt, weiß man diesen Film zu würdigen, den ich mit Sicherheit noch lange nicht zum letzten Mal gesehen habe!

Bereits seit Ju-On (das Original, nicht dieser Sarah-Michelle-Gellar Remake-Schund), the Eye, Uzumaki, Battel Royale, the Ring etc. ist klar, dass, was Horrorfilme angeht, asiatische Filme oftmals für Überraschungen gut sind, und selbst Hollywoodfilme mit Million-Budgets dennoch nur selten in Sachen Originalität und Gruselfaktor mit ihnen mithalten können! Shutter ist das Regiedebüt von Banjong Pisanthanakun und Parkpoom Wongpoom – Respekt! Bleibt nur zu hoffen, dass noch mehr Filme dieser Art von den beiden kommen werden!!!

Die Story von Shutter ist einfach nur genial, fesselt einen von Anfang bis Ende und hält auch durchweg einige Überraschungen bereit! Meine Inhaltsangabe ist deswegen auch recht knapp gehalten, denn ich wollte euch nicht zu viel im Voraus verraten. Hier kommen keine bösen Waffen zum Zuge, nein hier spielt ein einfacher Fotoapparat eine wichtige Rolle, denn wer hat noch nie ein überbelichtetes Bild oder irgendwelche Schatten im Bild gehabt, die er eigentlich gar nicht photographieren wollte? Nur ein technischer Defekt? Eine Unachtsamkeit? Oder steckt vielleicht doch mehr dahinter? Dies ist eine der Hauptfragen, um die es in Shutter geht.

Wer Angst hat, hier würde zu viel Blut fließen, den kann ich auch beruhigen, denn Shutter setzt mehr auf psychische Schockelemente und regt zum nachdenken an. Wer leicht schreckhaft ist und sich schnell gruselt, sollte den Film vielleicht besser meiden! Vor allem wer sich von der schwarzhaarigen-aus-dem Fernseher-herauskomm-Frau („Samara“) aus The Ring gruselte, wird unter Garantie hier seine wahre Freude haben! Zur Verstärkung des Gruselgefühles: Einige der „Geisterbilder“ wurden von Privatleuten für den Film zur Verfügung gestellt, wird zumindest im Abspann erwähnt…ob da auch echte Aufnahmen dabei sind oder nicht, überlasse ich eurer Phantasie!

Die Darsteller sind mir mal wieder vollends unbekannt, alleine mit den Namen tue ich mir schon sehr schwer!!! Aber dennoch passen alle in ihre Rollen und ich wüsste nichts zu verbessern! Es gibt keine kreischenden nun-stirb-schon-endlich-Tussen und auch ansonsten kommen die Angst/Panikszenen etc. sehr realistisch rüber!

Negatives über diesen Film zu berichten gibt es eigentlich nicht wirklich, höchstens dass ich es etwas seltsam von der Story her fand, als Jane und Tun am Tag nach dem Unfall zur Unfallstelle zurückfahren, wo gerade Reparaturarbeiten an einer Plakatwand im Gange sind, die die beiden am Abend zuvor platt gemacht haben und sie sich erkundigen, was denn passiert sei…so in einem total demolierten Wagen: „Und es gab wirklich keine Verletzten?“ Aber nun gut, das ist nicht weiter schlimm und immerhin somit auch etwas spaßig!

FAZIT:

ANSCHAUEN!!! Zumindest jeder, der sich gerne etwas gruselt und dem es danach nichts ausmacht wieder einen Photoapparat in die Hand zu nehmen… denn man weiß ja schließlich nie, was man da wirklich photografiert;-)

Bewertung

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Story 6.gif
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Gesamt 6.gif

Ähnlicher Film:

Nackt unter Kannibalen

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Informationen

OT:Emanuelle e gli ultimi Cannibali

ca.87 Minuten

Italien 1977

Regie

  • Joe D’Amato
Darsteller

  • Laura Gemser
  • Susan Scott
  • Gabriele Tint
  • u.a.

Nackt unter Kannibalen

Story

Die Sensationsreporterin Emanuelle ist im Auftrag ihrer Zeitung in geheimer Mission in einer Psychiatrie. Sie kann sensationelle Fotos von einem Mädchen machen, dass einer Schwester die Brust abgebissen hat. Dieses Mädchen hat eine Tätowierung, die drauf schließen lässt das sie aus einer kannibalischen Sekte kommt. Eigentlich ist der Kannibalenstamm der diese Tätowierungen vornahm ausgestorben und das macht Emanuell richtig wissensdurstig.

Sie vermutet jetzt auch das die Story eine Sensation werden könnte und ihr Anerkennung und Reichtum beschert. Deswegen sucht sie Mark Lester auf, der Experte auf dem Gebiet des Kannibalismus ist. Die beiden machen sich auf in das Gebiet des Amazonas um nach dieser längst verschwunden gedachten Kannibalenrasse zu suchen. Zusammen mit einem gemischten Grüppchen müssen Emanuelle und Mark die ersten Rückschläge hinnehmen. Das lebenswichtige Boot verschwindet und nachdem sie den ersten Kontakt mit den Menschenfressern hatten wird ihr Team immer kleiner. Emanuelle interessiert jetzt nicht mehr die Geschichte nach der sie recherchiert hat sondern das nackte Überleben, die Kannibalen sind natürlich anderer Auffassung…

Kritik

Wie man sicherlich bemerkt, handelt es sich bei diesem Streifen um eine Vermischung der beiden Genre Kannibalen- und Erotikfilm. Emanuelle ist die Person, die auch schon in der gleichnamigen Filmreihe mitgespielt hat und wird auch wieder von der attraktiven Laura Gemser gespielt wird.

Wer Joe D´Amato kennt, der weiß auch sicherlich was auf einen zukommt. Der Film ist sehr auf die alten Filme der „Black Emanuelle“ zugeschnitten und meistens muss man beobachten wie die Protagonisten sich lieben. Das mag ja nicht schlecht sein aber eigentlich habe ich mir diesen Film zugelegt um ein paar fressende Kannibalen zu beobachten. Diese gibt es zwar auch, sie geraten aber ehr in den Hintergrund des Films.

Die Vermischung der Genres kommt mit Sicherheit daher, weil in den 70er Jahren sowohl die „Black Emanuelle“ als auch die Kannibalenstreifen erfolgreiche Filme waren. Ob dieser Film auch erfolgreich war weiß ich nicht, ich kann es mir aber eigentlich nicht vorstellen.

Im Film selber geht es recht langweilig zu und auch die Menschenfresser kommen recht spät vor die Kamera um einige Eindringlinge zu verspeisen. Das Ende ist dann so ziemlich das Hinterletzte, ich will aber nicht zuviel verraten…

Bringen wir es auf den Punkt: „Nackt unter Kannibalen“ ist ein Film, der absolut überflüssig ist, schlechte aber gutaussehende Schauspieler hat, eine langweilige Story besitzt die mit einigen Goreszenen interessanter werden soll und der dem Betrachter genau das zeigt, was er nicht sehen will.

Bewertung

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Story 1.gif
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Atmosphäre 2.gif
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Mondo Cannibale – Nackt unter Wilden

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Informationen

OT:El Tesoro de la diosa blanca

ca.87 Minuten

Spanien 1983

Regie

  • Jess Franco
Darsteller

  • Katja Bienert
  • Dan Villers
  • Olivier Mathot
  • u.a.

Mondo Cannibale - Nackt unter Wilden

Story

Bob ist auf der Suche nach einem den Überbleibseln eines Diamantenraubes. Diese sind ausgerechnet in einem Gebiet versteck, über das ein Eingeborenenstamm regiert. Selbstverständlich gerät Bob in die Fänge der Wilden und die wollen ihn wegen dem Betreten ihres Territoriums den Kopf abschlagen. Doch plötzlich tauch wie aus dem nichts eine weiße Frau auf, die ihn vor dem Schlimmsten bewart. Das Mädchen bringt Bob zu dem ebenfalls weißen Anführer des Stammes und der sagt ihm das er gehen darf, er solle aber nie wieder hier auftauchen da er sonst getötet wird.

Zurück in seiner Heimatstadt angekommen berichtet er von diesem Vorfall. Die reiche Lady de Winter vermutet das es sich bei dem weißen Mädchen um ihre Nichte handelt könnte, die als Kind nach einem Flugzeugabsturz, dort in der Nähe, verschwunden ist.

Da Lady de Winter ein großes Interesse an dem Mädchen zeigt und sehr Reich ist, plant sie eine Expedition in das Gebiet, an der einige Leute teilnehmen sollen.

Allerdings haben nicht alle Expeditionsteilnehmer das gleiche Ziel, denn einige sind mehr an den Diamanten interessiert als an dem Mädchen. Doch als die Suchenden auf den Stamm der Wilden treffen scheint alles egal zu sein und ab nun zählt für die meisten nur das nackte Überleben…

Kritik

„Mondo Cannibale – Nackt unter Wilden“ ist mit Abstand der schlechteste Film aus dem Kannibalengenre. Eigentlich ist es auch gar kein Film dieses Subgenres, da in einem Kannibalenfilm Kannibalen enthalten sein sollten. Das ist hier aber nicht der Fall. Es gibt lediglich einen wilden Stamm, der aber nicht im geringsten die Absicht hat jemanden zu verspeisen. Daher gibt es auch keine Goreszenen diesbezüglich und auch sonst gibt es lediglich einen Szene im Film. Diese ist dann bezeichnenderweise auch eine Fernaufnahme einer Enthauptung, die so wie sie dargestellt ist eigentlich nichts mit einem Spezialeffekt zu tun hat.

Der 1000 Filme Macher Jess Franco zeigt sich auch bei diesem Film von der Seite, die ihm zweifelhaften Ruhm einbrachte. Fast alles, wobei er Regie führt, kann als billiger Trash bezeichnet werden und ist nicht wirklich etwas für Filmliebhaber. Auch in „Mondo Cannibale – Nackt unter Wilden“ zeigt er uns, wie man es nicht machen sollte. Die Story ist wirklich langweilig und bietet keinerlei Überraschungen. Überraschend schlecht sind allerdings die Schauspieler. Die weiblichen laufen die ganze Zeit nackt durch den Dschungel und Francos Kameramann versucht sie einigermaßen gut aussehen zu lassen, was aber meiner Meinung nach nicht sonderlich gelungen ist.

Man könnte den Streifen als schlechten Abenteuerfilm mit nicht geringem Erotikanteil bezeichnen. So etwas will aber logischerweise niemand sehen und so haben die Macher sich einfach den Kannibalennamen geklaut und auf Streifen angespielt, in denen die hübsche Laura Gemser zu sehen war.

Daher kann ich euch nur raten diesen Film zu meiden, es sein denn ihr seid ein verrückter Sammler wie ich.

Bewertung

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Atmosphäre 1.gif
Gesamt 1.gif

Ähnlicher Film:

Zombies unter Kannibalen

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Informationen

Originaltitel Zombie Holocaust
Länge 86 Minuten
Drehjahr 1979
Drehland Italien
Regie Frank Martin aka Marino Girolami
Schauspieler
  • Ian McCulloch
  • Alexandra Delli Colli
  • Donald O´Brien
Zombies unter Kannibalen

Story & Kritik

Ein Krankenhaus, mitten in New York, hat in letzter Zeit große Probleme, da immer wieder Körperteile von Toten entfernt werden. Professor Stafford und seine Assistentin Lori, eine Ärztin und Anthropologin, müssen bei einer Lehrobduktion feststellen, dass der Vorführleiche die Hand angetrennt wurde. Sie vermuten erst einen Studentenstreich doch als Lori in ihrer Wohnung ein angeknabbertes, menschliches Herz findet, ist sie sehr verängstigt.

Mit der Hilfe eines FBI Agenten gelingt es dem Professor und seiner Assistentin den Leichenteilräuber auf frischer Tat zu ertappen. Es ist Turan, ein Hilfsassistent, der sich gerade an einem Organ vergehen will. Im Moment seiner Entdeckung stürzt er sich aus dem Fenster. Sterbend, am Boden liegend kann er nur noch „Kito hat es befohlen“ flüstern, bevor er verstirbt. Lori entdeckt eine Tätowierung bei dem Verstorbenen, die daraufhin weißt, dass er Mitglied eines kannibalischen Opferkultes ist. Wenig später wird in die Wohnung von Lori eingebrochen und ein Kito-Opferdolch entwendet.

Um diese seltsamen Vorfälle zu untersuchen startet Lori eine Expedition zu einer Molukkeninsel, auf der dieser Opferstamm vermutet wird. Mit ihr reisen der FBI Agent Peter, die Sensationsreprterin Susan, deren Freund George und drei ortskundige Helfer. Als sie, über einige Umwege, auf der Insel angekommen sind, machen sie recht schnell Bekanntschaft mit den einheimischen Kannibalen. Erst findet Lori einen abgetrennten Kopf in ihrer Schlafunterkunft und bald darauf ist der erste Verlust zu beklagen. Einer der Helfer wurde in die Dunkelheit gezerrt und die nach ihm Suchenden können nur noch seiner verstümmelten Körper finden.

Die Gruppe muss nun ihr Camp auf der Insel Kito verteidigen, doch der Kampf scheint aussichtslos. Die zahlenmäßige Überlegenheit der Menschenfresser ist mit Macheten und Pistolen auf Dauer einfach nicht zu kompensieren. George und die beiden übriggebliebenen Helfer werden gefressen, Susan verschleppt und Lori sowie Peter können nur flüchten weil die Kannibalen plötzlich vor lauter Angst verschwunden sind. Im Dickicht sind nämlich Zombies aufgetaucht. Lori und Peter rennen in den Urwald und kommen an einem Missionshaus an, indem Doktor O´Brien bereits auf sie wartet. Er gibt ihnen den Tipp das ein Schlauchboot, nicht weit entfernt liegt und das damit die Flucht von der Insel gelingen könnte. Dem ist natürlich nicht so. Das Boot ist zwar tatsächlich am beschriebenen Ort aber eine Vielzahl von Zombies macht die Flucht unmöglich.

Also gehen die beiden zurück zur Mission. Als sie dort angekommen sind müssen sie etwas Schreckliches mit ansehen, dass ihre Überlebenschancen sinken lässt. Der Doktor ist dafür verantwortlich das es diese Zombies gibt. Er verpflanzt gesunde Gehirne in junge Körper. Auch die beiden Überlebenden sollen eine Teil seines Experimentes werden. Doch da gibt es ja noch die Kannibalen …

Im Kannibalenfilm ist ja schon viel Schabernack mit der Vermischung von Genres getrieben worden ( Laura Gemser lässt grüßen ), doch in „Zombies unter Kannibalen“ ist die Mischung dreier Horrorsubgenres wirklich gelungen. Wie der Titel schon erahnen lässt, geht es vornehmlich um Zombies und Kannibalen, wobei die Gewichtung aber deutlich bei den Kannibalen liegt. Der gute alte Dr. Frankenstein hat aber auch seine Finger im Spiel.

Im Vordergrund dieses Filmes stehen ganz klar die Splatter- und Goreszenen, die wirklich sehenswert sind und rundum gelungen. Sie verteilen sich über den ganzen Film und so ist es logisch das Fans solcher Filme zu keiner Minute langweilig wird. Die Story ist zwar recht flach, die Schauspieler sind nicht wirklich überzeugend und die Synchronisation ist einfach mies, dies ändert aber nichts an der Tatsache das „Zombies unter Kannibalen“ ein astreiner Unterhaltungsfilm für Eingesessene ist.

Berühmt wurde der Film durch die vielbeschriebene Außenborderszene, die es allein wert ist ihn zu gucken. Des weiteren ist positiv zu erwähnen das auf den Genreüblichen Tiersnuff komplett verzichtet wurde und so ist der Film noch sehenswerter als einige seiner Mitstreiter.

Ich persönlich halte „Zombies unter Kannibalen“ für einen der besseren Filme, der längst vergessenen Menschenfresserkultur. Daher gibt es von mir auch eine uneingeschränkte Empfehlung an alle Gleichgesinnten.

Bewertung

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Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 3_5.gif
Gesamt 4.gif

 

Jungfrau unter Kannibalen

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Informationen

Originaltitel Sexo Cannibale
Länge 89 Minuten
Drehjahr 1979/80
Drehland
  • Deutschland
  • Frankreich
  • Spanien
Regie Clifford Brown ( ein Pseudonym für den 1000 Filmemacher Jess Franco )
Schauspieler
  • Uschi Fellner
  • Al Cliver
  • Antonio de Cabo
Jungfrau unter Kannibalen

Story & Kritik

Irgendwo in Amerika ( zumindest denke ich das, es geht nicht aus dem Film hervor und ist auch nicht unbedingt wichtig ) lebt ein schillernder Star der Medienlandschaft. Laura Crawfort heißt sie und Laura kann keinen Schritt vor die Tür machen, ohne das ihr Reporter folgen. Sie hat schon viel Geld eingespielt aber ihrer Managerin ist das einfach noch nicht genug. Sie lässt Laura auf eine Dschungelinsel in Südamerika entführen um sie von dort aus, gegen ein Lösegeld freizulassen.

Dummerweise lebt auf der Insel ein kleines Kannibalenvölkchen, dass einen Gott namens Mochi verehrt. Mochi sieht ein wenig seltsam aus, da er einen menschlichen Körper mit Froschaugen besitzt. Ab und an holt sich dieser Mochi Menschenopfer, die er dann auf grausame weise frisst.

Laura ist mittlerweile auf der Insel eingetroffen. Mit ihr ist selbstverständlich ihre Entführerin gekommen und drei Handlanger, die sofort damit beginnen ein Nachtlager zu errichten. In dem wollen sie ihre Zeit bis zu der Lösegeldübergabe abwarten. Der Studiobesitzer, der mit Laura sein Geld verdient, ist allerdings nicht bereit das geforderte Geld zu zahlen. Er schickt lieber zwei Leute, Peter und Jack, los um Laura aus ihrer Gefangenschaft zu befreien.

Die Entführer haben aber mitbekommen das sich Peter und Jack auf der Insel befinden und sie brechen auf um sie zu suchen. Laura nutzt ihre Chance und flieht in den dichten Dschungel wo Mochi lebt. Er, die Entführer und die beiden Inselneulinge machen sich nun unabhängig voneinander auf die Suche nach Laura …

Dies ist sicherlich kein Film für schwache Mägen und für Leute die wenigstens ein bisschen filmisches Niveau brauchen. Der Kultregisseur Jess Franco hat mal wieder das gemacht, was er am besten kann! Er zoomt mit seiner Kamera ( die er neben der Regiearbeit führte ) auf filmwichtige Sachen wie Brüste und Zähne. Zahlreiche Ruckler gibt es auch wieder von ihm und wer ernsthaft glaubt, dass er mit dem Vorgängerfilm „Die blonde Göttin der Kannibalen“ schon das Schlechteste gesehen hat dann muss ich ihn korrigieren.

Franco hat uns hier wirklich einen Mist zusammengedreht wie man ihn selten vors Gesicht bekommt. Der Film besticht durch ein wenig Gewalt und sehr viel nackter Haut. Nicht schlimm genug das sämtliche Frauen nackt rumlaufen, nein, auch der hässliche Hauptdarsteller „Mochi“ zeigt uns die ganze Zeit über sein bestes Stück.

Genauso schlecht wie die Schauspieler sind die Dialoge, mit denen sie sich hin und wieder mal unterhalten. Es gibt zwar nicht sonderlich viele von ihnen aber das was man hören muss klingt so als habe es meist nicht den geringsten Zusammenhang.

Im Film selber kann man ja sehen was von der deutschen Zensur entfernt wurde und ich muss mir wieder mal die Frage stellen warum ganze Passagen herausgeschnitten werden, in denen lediglich gesprochen wird oder wo man eine Frau „oben-ohne“ beim Duschen sieht? Das ist und bleibt für mich unbegreiflich genau wie die Tatsache das ich es nicht nachvollziehen kann warum dieser Film damals beschlagnahmt wurde! Sicherlich enthält er einige Gewaltszenen aber was man heute so im Fernsehen oder Kino sieht ist mindestens zehnmal schlimmer.

Neben dem Kultstatus des Film hat mich positiv überrascht das es in diesem Streifen nicht den „Kannibalenfilmtypischen“ Tiersnuff gibt!

Bewertung

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Unter Wölfen

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Informationen

Darsteller
  • Jochen Kolenda
  • Sebastian Sommerfeld
  • Kathrin Hildebrand
  • Martin Brauer
  • Wolfgang Krassnitzer
Regie Daniel Hedfeld & René Sydow
Tonformat Deutsch DD 2.0
Bildformat 4:3 Fullscreen
Sprachen Deutsch
Untertitel Deutsch
FSK 16
Ländercode 2
Drehland Deutschland
Jahr 2005
Filmlänge 82 Minuten
Verleih Epix
Originaltitel Unter Wölfen
Unter Wölfen

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Die DVD kann hier bestellt werden:

Story

Bei einem Jagdausflug in Tschechien wollen sich ein paar deutsche Arbeitskollegen inklusive Boss vergnügen. Alles ist bestens vorbereitet und bei einigen Schießübungen auf Bierdosen wird sich der nötige Mut angeschossen. Am Tag der Jagd verstreuen sich die fünf männlichen Jäger im Wald und hoffen, dass ihnen etwas Fettes vor die Flinte läuft. Denn derjenige, der nichts mit heimbringt, muss die abendliche Tellerwäsche übernehmen. Also genug Motivation für alle.

Nach wenigen Minuten sind auch schon die ersten Schüsse zu hören. Anspannung macht sich breit. Und dann der erste Blattschuss. Allerdings trifft es kein Tier, sondern den Firmenchef. Erst sieht alles nach einem unglücklichen Jagdunfall aus, doch dann verstrickt sich die Sache in einem Sumpf aus gegenseitigen Schuldzuweisungen. Eine reine Weste scheint niemand der beteiligten Personen zu haben und so läuft die Sache sukzessive außer Kontrolle.

Kritik

Der erste abendfüllende Beitrag der Jungregisseure Daniel Hedfeld und René Sydow darf durchaus als Erfolg gewertet werden. Als Abschlussarbeit wollten sie mehr bieten, als ihre Studienkollegen, und haben sich an einem Langfilm (alle anderen drehten Kurzfilme) versucht. Mit einem gut durchdachten Drehbuch und einer Mini-DV Kamera ging es dann in die sauerländischen Waldgebiete, die sich als Kulisse angeboten haben.

Was der Betrachter dann schlussendlich zu sehen bekommt, ist auf jeden Fall mehr als man erwarten darf. Der Anfang zieht sich zwar ein bisschen, wird durch die schönen Naturaufnahmen aber aufgewertet. In vielen Dialogen stellen sich die Protagonisten ausreichend vor, um Leben in den Film zu bringen. Einige der Dialoge sind durch die minderwertige Technik nicht ganz so gut zu verstehen, Freunde des No-Budget-Films und anderer Billigst-Produktionen können damit aber ganz gut leben. Denn es gibt viele Filme aus diesem Bereich, wo das Gesprochene weniger verständlich aus den Boxen kommt.

Ungefähr nach der Hälfte der knapp 80minütigen Spielzeit nimmt der Film Fahrt auf, und lässt die zuvor gesehenen Längen schnell vergessen. Die Darsteller machen zwar in einigen Szenen, durch eher mittelprächtige Schauspielkunst, negativ auf sich aufmerksam, allerdings sei auch hier erwähnt, dass sicherlich 90% der artverwandten Filme über schlechtere Akteure verfügen. Das Verwirrspiel um den Mord nimmt im Verlauf stark zu, sodass ein Mitraten ziemlich zwecklos wird. Dies und die Tatsache, dass im Film zumeist unverbrauchte Ideen verwurstet werden, macht „Unter Wölfen“ zu einem guten Film, der ein wenig an einen sonntagabendlichen Tatort erinnert. Allerdings wird sich dieser Streifen nicht für eine Ausstrahlung zur Prime Time anbieten, denn der Gewalt-Faktor ist doch recht hoch. Das FSK 16 geht aber dennoch in Ordnung. Neben dem Mord am Chef gibt es weitere „nette“ Szenen und sogar ein blutrünstiges Finale, auf das an dieser Stelle aber natürlich nicht näher eingegangen wird.

Sicherlich ist „Unter Wölfen“ nicht für den Mainstream geeignet, Filmliebhaber und Freunde des Horror-Films könnte er aber durchaus gefallen. Er wirkt frisch, relativ hart und verfügt über ein gutes Verwirrspiel inklusive eines gelungenen Abschlusses. Negativ ist lediglich die Musik in einigen, wenigen Szenen aufgefallen, da sie dort etwas zu hochfrequent aus den Boxen strömt. Den beiden Verantwortlich ist dies aber sicherlich leicht zu verzeihen.

Mit einer soliden Grundspannung, einer guten Atmosphäre und tollen Außenaufnahmen, die trotz Mini-DV gut gelungen sind, gehört „Unter Wölfen“ sicherlich zu den besseren Produktionen aus Deutschland. Das macht Mut und vielleicht sieht man bald mal wieder etwas von Daniel Hedfeld und René Sydow. Verdient hätten sie es.

DVD

DVD-Specials:

Original Trailer, Interviews, Outtakes, Hinter den Kulissen, Audiokommentar, Epix- Trailer- Show, animiertes Hauptmenü

Die mittelprächtige Bild- und Tonqualität wird mit sehr guten Extras kompensiert. Neben dem Original-Trailer, der üblichen Trailershow und dem gut gelungenen Hauptmenü, gibt es sehr ausführliche Zusatzmaterial. Im Interview erzählen die Macher wie der Dreh zustande kam und wie der Film in den Kasten gebracht wurde. Auch das restliche Material gibt interessante Sachen preis. Für eine kleine Produktion sind die Extras wirklich vorbildlich.

Bewertung

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Story 6.gif
Spannung 4.gif
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Atmosphäre 4.gif
Ton 4.gif
Bild 5.gif
Features 5.gif
Gesamt 5.gif