The Vampire Hunter

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Informationen

OT:The Witches Hammer

ca.91 Minuten

GB 2006

Regie

  • James Eaves
Darsteller

  • Stephanie Beacham
  • Claudia Coulter
  • Andrew Cullum
  • Tom Dover
  • u.a.

The Vampire Hunter

Story

Die junge Rebecca liegt im Sterben und wird von der geheimnisvollen Organisation "Project 571" gerettet. Allerdings mittels einer Genmanipulation die zur Folge hat, dass sie nun eine Vampirjägerin ist und sich ihrer neuen Identität voll hingeben muss. Nach ihrer intensiven Ausbildung muss sie sich auf die Suche nach einem Obervampir machen, um diesen zur Strecke zu bringen. Der Vampir-Meister will nämlich mittels einer alten Zeremonie die „blutsaugenden Seelen der ewigen Verdammnis“ auf die Menschheit loslassen.

Dies würde das Ende der Menschheit bedeuten, was es natürlich zu verhindern gilt. Aber die Rettung der Menschheit soll für Rebeccas kein Spaziergang werden. Sie muss erst das Buch „Hexenhammer“ finden und dann versuchen den Gegner zu erledigen…

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Kritik

„The Vampire Hunter“, ist ein B-Movie, für den offensichtlich nicht viel Geld zur Verfügung stand. Das ist der erste und bleibt auch der letzte Eindruck nach Betrachtung des Werks von Regisseur James Eaves, der immerhin schon für die gute Produktion „Diagnosis“ (2001) und den unbekannten Genre-Beitrag „Hellbreeder“ (2003) verantwortlich war.

Die Grundidee von „The Vampire Hunter“, ist sicherlich nicht die schlechteste, die Umsetzung macht einem allerdings Angst. Seltsamerweise sehen manche Einstellungen recht professionell aus, bei anderen muss sich der Betrachter aber unweigerlich mit einem leichten Klapps auf die Stirn davon überzeugen, dass er wach ist und solch einen Unsinn nicht geträumt hat. Selbst Freunde von Billigstproduktionen bekommen hier noch etwas zu sehen, was sie wohl zuvor noch nie gesehen haben. Klar, wenn kein Geld da ist, ist es schwierig etwas vernünftiges herzustellen. Aber man kann immerhin im Umfang seines Kapitals handeln und nicht so tun, als ob man einen 100 Million Dollar Streifen dreht.

Diesen Eindruck hat man nämlich manchmal und wenn man es genau nimmt, ist das ganz schön peinlich für die Macher. Wenn man zum Beispiel irgendwelche Kämpfe sieht, von denen es viel zu viele gibt, sieht das Duellieren echt bescheuert und unglaubwürdig aus. Ebenso wie die zahlreichen CGI Effekte, die wirklich unter alles Sau sind. Jedes Computerspiel hat heute bessere Effekte. Da möchte man echt mal Mäuschen spielen und zuhören, was die Herren und Damen Zuständigen beim Schnitt dazu sagen. Sagen sie wohl: „Ist echt gut geworden“ oder eher „Meine Güte. Diesen Schrott wird sich bestimmt niemand freiwillig angucken“. Letzteres macht wohl eher Sinn.

Und das ist echt schade, da die Idee, wie bereits erwähnt, gar nicht mal so schlecht ist und einige Stellen auch durchaus gut zu beobachten sind. Sehr gut gelungen sind die Rückblenden, die auch einiges an Informationen transportieren. Es gibt auch interessantes Drumherum, das stellenweise richtig Spaß macht. Aber dann gibt es immer wieder diese Aussetzer. Auch bei den Darstellern sind einige Sachen zu beobachten, die man sonst nur in extrem wenigen Produktionen zu Gesicht bekommt. Und die siedeln sich meist freiwillig in der Trash-Ecke an. Bis auf ein, zwei Ausnahmen ist nur Schrott am Set. Auch hier muss es für die Beteiligten peinlich gewesen sein, sich das aufgenommene Material noch einmal anzugucken. Zum Beispiel als unsere Hauptdarstellerin unsanft zu Boden gehen muss, man als Betrachter aber schnell merkt, dass sie sich nicht wehtun will. Und wie gesagt, dass Ganze versucht ernst daherzukommen, was der Sache sämtliche Witzigkeit nimmt.

Freunden von Billig-Produktionen wird „The Vampire Hunter“ sicherlich nicht das geben, wonach man allzu oft sucht. Kreativität. Die Logik-Fehler in der Handlung, die Darsteller und das miese Drumherum kann man ja noch vergessen, aber wenn der Film eiskalt auf Möchtegern-Hollywood-Produktion macht, ist der Spaß vorbei. Es wird zwar versucht durch einige coole Sprüche Spaß in die Sache zu bringen, dies gelingt aber nicht wirklich. Auch kommt keinerlei trashige Note auf.

Es ist eigentlich schade, dass aus „The Vampire Hunter“ nicht mehr geworden ist als ein Filmchen, dass wohl in den Regalen der Verkaufshallen und Videotheken verrotten wird. Und das nicht zu Unrecht. Potential steckt in der Geschichte, doch die stümperhafte Umsetzung macht viel kaputt.

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Bewertung

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Ähnlicher Film:

BloodRayne

Vampire Clan – Vom Blut berauscht

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Informationen

OT:Vampire Clan

ca.83 Minuten

USA 2002

Regie

  • John Webb
Darsteller

  • Drew Fuller
  • Gina Collis
  • Ian Covell
  • u.a.

Vampire Clan - Vom Blut berauscht

Story

Die junge Jeni kommt spät abends nach hause und ist froh, dass ihre Eltern offensichtlich schon schlafen. So können sie nicht mitbekommen, dass es bei ihr etwas länger gedauert hat. Als sie in ihr Zimmer geht bemerkt sie, dass ihre Telefonschnur gekappt wurde, was sie natürlich merkwürdig findet. Die Schuld wird aber schnell auf die Schwester geschoben.

Kurze Zeit später geht ins Wohnzimmer und sieht von hinten, wie ihr Vater im Sessel sitzt. Als sie näher kommt, merkt sie, dass ihm der Schädel mehrfach eingeschlagen wurde. Jeni alarmiert die Polizei, die auch kurze Zeit später eintrifft. Die Schutzmänner bemerken zum einen, dass auch ihre Mutter getötet wurde und zum anderen das Jenis Schwester Heather nicht da ist. Die Schutzmänner vermuten eine Entführung. Diese Idee löst sich aber in Wohlgefallen auf, da eine Freundin von Heather eintrifft und behauptet, dass das Mädchen mit den mutmaßlichen Mördern verschwunden sei.

Der Anführer der Bande sei ein gewisser Rod Ferrel, der glaubt ein Vampir zu sein.

Die Polizei sucht nun nach diesen gewissen Rod Ferrel und spürt in nach kurzer Zeit in einem kleinen Hotel auf. Die anschließende Verhaftung ist quasi das Ende des Films, doch nun werden Geschehnisse aus der Vergangenheit des Vampir-Anführers gedanklich rekonstruiert…

Kritik

Auf der Grundlage einer wahren Geschichte ist "Vampire Clan" entstanden und da wundert es eigentlich niemanden, dass gar keine Vampire in dem Streifen auftauchen. Lediglich eine Gruppe junger Leute, die sich für Blutsauger halten. Sie haben keine Vampir-Zähne, keine Probleme mit Knoblauch oder Tageslicht und unsterblich sind sie wohl auch nicht. Wäre die ganze Geschichte um den Clan, der 1996 so, oder so ähnlich mordete, nicht in Amerika aufgepuscht worden, wäre dieses Filmchen sicherlich nie entstanden. So muss man, wenn man denn will, dass Geschehen über sich ergehen lassen.

Das Ganze dreht sich in der Hauptsache um den bleich geschminkten Protagonisten Rod, der als halbstarker Anführer auftritt. In seinem hörigen Gefolge befinden sich der schwer verwirrte Scott, die beiden Mädchen Charity sowie Dana und natürlich Heather, die mit dem Leader angebandelt hat. Die Crew steht fest hinter Rod, der ihnen versprochen hat, dass sie auch in den Clan der Vampire aufgenommen werden. Heather schlürft deswegen auch schon kräftig Blut, allerdings aus einer Wunde in Rods Hand, die er selbst mit einem Fingernagel geöffnet hat. Die jungendliche Gruppe macht im Laufe des Films triviales Zeug, was wohl andere Jungendliche auch machen. Daher entsteht auch nicht mal ein Hauch von Spannung. Atmosphärisch bekommt man ebenso viel, respektive wenig geboten. Lediglich eine Szene lässt den Bogen der Spannung noch mal etwas biegsamer werden. Und zwar als es der Familie von Heather und Jeni an den Kragen geht. Hier gibt es dann auch einige etwas härtere Szenen, die schön blutig sind, sich allerdings im Off abspielen. Sie sind also nichts für Freunde des Spezialeffekts.

Darsteller Drew Fuller, der die Hauptrolle abbekommen hat, spielt sich aggressiv in den Vordergrund der Crew. Dumm nur, dass man ihm keinerlei Talent zusprechen kann, denn sowohl Mimik als auch Gestik sind viel zu übertrieben dargestellt. Das spielt einer True-Crime-Geschichte natürlich nicht sonderlich in die Karten, da ihr ein Stück Glaubwürdigkeit genommen wird. Der Rest der Darsteller ist im Gegensatz zu Fullers Gehampel fast schon zu vernachlässigen. Die Bandbreite des Gespielten ist zwar hoch, allerdings glänzt niemand mit besonders guten oder auffällig schlechten Leistungen. Den angesprochenen Protagonisten ausgenommen.

Und was kann einen solchen Film dann noch retten? Schwere Frage. Es gibt keine Spannung, eine Atmosphäre will sich nicht aufbauen und die Darsteller sind eher schlecht als recht. Zudem hat das Ganze nicht mal ansatzweise für Freunde des Vampirismus parat, die aufgrund des Titels durchaus in Versuchung geraten könnten, sich diesen Film zuzulegen. Selbst Interessierte des True-Crime-Film finden hier nichts Interessantes. Zwar ist die Synchronisation gut gelungen, was für einen solchen Low-Budget Film nicht unbedingt üblich ist, und die Kameraarbeit ist ganz solide, dass war es dann aber auch schon an positiven Eindrücken.

Da kann man also nur zum Schluss kommen: Zeitverschendung pur.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

Twilight Vampire Cop

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Informationen

OT:Nick Knight

ca.89 Minuten

USA 1989

Regie

  • Farhad Mann
Darsteller

  • Rick Springfield
  • Allison Barron
  • Al Berry
  • David Byrd
  • u.a.

Twilight Vampire Cop

Story

Nick Knight ist der Ritter der Night. Er ist ein herzensguter Cop, der immer die Nachtschicht übernimmt, weil er nun mal ein Vampir ist. Ein Vampir, der wieder ein Mensch werden will. Er hasst es nicht lieben zu können, keine Gefühle zu haben. Mit seinen Superkräften hat er allerdings schon viele Auszeichnungen erhalten und ist somit ein berühmter Polizist in L.A. geworden. Als eine Reihe von Morden die Stadt in Rätsel stürzt, weil sämtliche Leichen blutleer sind, erfährt Nick, dass es ohne seine übernatürliche Macht nicht geht. Findet er sich mit seiner Lage ab und gelingt es ihm, den Fall aufzuklären?

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Kritik

Der Film zur relativ unbekannten Serie „Knightwatch“ überzeugt mit Spannung und Unterhaltung. Ganz ohne Langeweile beginnt, verläuft und endet der Film. Ergänzt durch ein paar lustige Szenen mausert sich der Film zu einem kleinen Special für Vampirfans, die von den Meyer’schen Vampirmythen gelangweilt sind. Aus der heutigen Sicht kann man da gut sagen, dass dieser Film back to the roots geht. Special Effects sind für die späten 80er Jahre auf einem guten Niveau. Man könnte sich allerdings sämtliche Haare ausreißen, wenn man die Vampire fliegen sieht. Denn irgendwie sieht das schon amateurhaft aus. Das ist allerdings der einzige kleine Makeup-Fehler, der wieder gut gemacht wird, wenn man aus der ersten Person mit Nick über L.A. fliegt. Der unbekannte Regisseur Farhad Mann („Devil‘s Dairy“, „Die Tür zur Dunkelheit“) hat sich mit dem Rockstar und Schauspieler Rick Springfield („Kampfstern Galactica“, „Legion: Experiment des Todes“) einen echten Hingucker als Hauptdarsteller ins Boot geholt, der allerdings auch der einzige wirklich durch Qualität auffallende Schauspieler in diesem Streifen ist. Der Rest der Truppe meistert den Job routiniert. Für einen Vampirfilm fließt allerdings viel zu wenig Blut. Nick ist zwar ein friedlicher Vampir, aber schließlich braucht er den Saft des Lebens ja um zu leben. Und leider sind jene, in denen Nick Tierblut aus Gläsern oder Flaschen trinkt, dann auch die einzigen Szenen, in denen man den flüssigen, roten Saft sehen kann. Irgendwie traurig. Aber naja.. Immerhin sieht man manchmal eine kleine Schießerei, die den Actionfans unter uns als kleines Bonbon bereitet wird. Auch die ein oder andere Prügelei mit Nick wird geboten. Wie schon gesagt ist dieser Film nicht nur etwas für Leute, die auch die Serie kennen. Auch ohne Vorwissen lässt er sich genießen. Daher ist „Twilight Vampire Cop“ auf jeden Fall ein Geheimtipp!

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Bewertung

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Ähnlicher Film:

Knightwatch (Die Serie)

Shadow Of The Vampire

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Informationen

OT:Shadow Of The Vampire

ca.91 Minuten

USA 2000

Regie

  • Elias Merhige
Darsteller

  • John Malkovich
  • Willem Dafoe
  • Cary Elwes
  • u.a.

Shadow Of The Vampire

Story

Der Filmemacher Murnau will unbedingt einen Film erschaffen, der die Realität detailgetreu abbildet. Besonders von Bram Stokers Dracula war er stets begeistert. Als die Erben Stokers jedoch sein Gesuch ablehnen, Dracula zu verfilmen, benennt er die Darsteller einfach um. Er veränderte die Namen und sein „Dracula“ lebt in Tschechien, anstatt in Transsylvanien. Mit diesen „kleinen“ Veränderungen macht er sich ans Werk. Eine bekannte, zickige Schauspielerin („Greta“) übernimmt die Hauptrolle (die zugleich zum letzten Opfer des Nosferatu werden soll). Murnau greift auch gerne mal zu härteren Mitteln, um seinen Film realer wirken zu lassen. So zögert er auch nicht davor seine Schauspieler (sowie eine Katze) mit Laudanum (Opium- Alkohol- Elixier ) voll zu pumpen. Sein größter Clou gelingt ihm mit dem Darsteller seines Vampirs. Die Leute am Set sind zunächst begeistert. Max Schreck ist der Name des angeblichen Nosferatu. Alle kaufen ihm den Vampir auf Anhieb ab. Sein Aussehen besticht sofort (lange Fingernägel, spitze Ohren, Buckel, eingefallene Wangen…). Alle halten ihn für einen hervorragenden Schauspieler.

Murnau macht seinem Team weiß, dass Schreck ein Schauspieler ist, der sich voll und ganz in seine Rolle integriert, der eins wird mit seiner Rolle. Daher darf auch nur nachts gedreht werden. Doch dann wird der Kameramann „krank“, ein Ersatz muss her. Nach und nach verschwinden weitere Mitglieder der Filmcrew und bei einem nächtlichen Saufgelage des Produzenten und des Drehbuchautors gesellt sich Schreck dazu und fängt plötzlich eine Fledermaus und trinkt deren Blut (armes Ding!). Die merkwürdigen Geschehnisse häufen sich und immer mehr tritt der Verdacht auf, dass Schreck tatsächlich ein Vampir ist.

So, hier bitte aufhören zu lesen, wenn ihr nicht das bisschen Spannung genommen bekommen wollt:

Schreck ist natürlich tatsächlich ein Vampir. Er hat mit Murnau einen Pakt geschlossen, indem dieser ihm ein ewiges Leben auf der Leinwand, sowie die Schauspielerin Greta verspricht, die Schreck unbedingt haben will. Dass Schreck jedoch alle Filmcrewmitglieder nach und nach killt, ist nicht vereinbart, lässt sich jedoch nicht verhindern. Murnau ( ertränkt inzwischen seinen Frust mit Laudanum) ist zwar sauer deswegen, kommt jedoch nicht gegen den Vampir an. Dieser spielt seine Rolle weiter bis zum großen Finale. Murnau ist besessen von seinem Film und will ihn um jeden Preis zu Ende drehen. Bei der großen Schlussszene, wo Schreck nun endlich auf seine Greta trifft, kommt es zum Eklat. Greta sieht dass Schreck kein Spiegelbild besitzt. Murnau spritzt ihr Laudanum in die Venen um sie zu betäuben und Schreck tötet sie. Als der Kameramann und der Produzent dazwischen gehen wollen, tötet Schreck auch sie, während Murnau die Kamera weiter bedient…

Kritik

Es tut mir wirklich leid das sagen zu müssen, aber der Film ist großer Mist! Gut, ich muss gestehen, dass ich mir noch niemals Nosferatu angesehen habe, jedoch liegt das an meiner Abneigung gegen schwarz-weiß Filme. Ich hätte mir schon ein bisschen mehr davon erhofft. Der Film wirkte lächerlich. Die Schauspieler waren grausig! Willem Dafoe („Max Schreck“) wirkt eher lächerlich, einen Vampir kaufe zumindest ich ihm nicht ab! Sein Auftreten ist eher das eines greisen alten Mannes, der mühsam versucht mit seinen Hasenzähnen (keine Vampirzähne!) am leben zu bleiben. Dass ausgerechnet diese gebrechliche Gestalt ein Vampir sein soll… also bitte!!! Gedanken wie „Wo ist mein Gebiss“, „Bringt mich bitte ins Altersheim“ und dergleichen kommen einem ungewollt in den Kopf. Wie bitte schön schafft es dieses Etwas so viele Leute zu töten (und das auf so plumpe Art und Weise!). Er schleppt sich grunzend durchs Bild… seine Bewegungen sind karg und man kann einfach nicht anders als zu lachen oder sofort das Kino zu verlassen! Einen Vampir stelle ich mir weit anders vor!

Ebenfalls blöd fand ich den extrem langen Vorspann des Films… es dauert eine halbe Ewigkeit, bis endlich alle Namen durchs Bild sind und der Film startet. Lustig dagegen dann die Einspielungen zwischen den damaligen Filmszenen und den Dreharbeiten (meine Güte, was trugen die damals für Schminke und Klamotten!). Alles in allem kann ich Euch nur abraten Euch diesen Film anzusehen. Es waren zumindest bei mir die längsten 95 Minuten meines Lebens.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • Nosferatu – Eine Sinfonie des Grauens

Robo Vampire

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Informationen

OT:Robo Vampire

ca.87 Minuten

Hongkong, USA 1988

Regie

  • Joe Livingstone
Darsteller

  • Robin Mackay
  • Nian Watts
  • Harry Miles
  • Joe Browne
  • u.a.

Robo Vampire

Story

Ein Rauschgiftring treibt in Hongkong sein Unwesen. Ein chinesischer Zauberer und seine hüpfenden Vampir-Zombies helfen dem Ring die Drogen unters Volk zu bringen. Die Polizei oder zumindest eine Sicherheitstruppe kämpft dagegen an, scheint aber unterlegen. Zumindest stirbt einer der Guten. Aber zu seinem Glück ist gerade ein Forscher in der Nähe, der einen Cyborg erschaffen und nun gleiches mit dem frisch Verstorbenen vorhat. Nun soll der neue Robo den Vampiren und deren Drogenring den Garaus machen.

So, oder so ähnlich hat es sich wohl abgespielt…

Kritik

Wie man vielleicht erkennen kann, ist es gar nicht mal so einfach den Inhalt zusammenzufassen und wiederzugeben. Dies liegt an der Tatsache, dass das Geschehen wirr, dumm und dermaßen unlogisch ist, dass es kaum in Worte zu fassen ist. Diese Thomas Tang Produktion ist wohl einer der Filme, mit dem meisten Trash-Gehalt. Und dabei sieht es gar nicht mal so aus, als ob Tang vorhatte, einen Trash-Film zu drehen… Aber für seine Besonderheiten ist der Mann aus Hongkong ja bekannt.

Besonders schwierig ist es dem Verlauf des Films zu folgen. Denn immer wieder tauchen irgendwelche neuen Leute auf, die nicht in den Film passen und Handlungsstränge einläuten, die ebenfalls nichts mit der Sache zutun haben – zumindest wenn man es gewohnt ist Filme zu gucken, die etwas erzählen wollen. So eine Art Handlung ist also nicht vorhanden. Nur verschiedene Szenen, die meist nichts miteinander zu tun haben. Dabei werden immer wieder verschiedene Genre geschnitten, als ob es nicht schon genug wäre, zusammenhangloses Material zusammen zuschneiden. Eins gibt es aber ziemlich konstant: Einen auf die Mütze. Es gibt zahlreiche Kampfszenen, die irgendwie dann auch gut zum Plot passen, da man in solchen Schläge- und Schießereien nicht sehr oft nach Sinn suchen muss.

Zwischendurch kommt es in dieser Trash-Perle dann zu einigen Auftritten, bei denen man sich als Betrachter unweigerlich vor den Kopf hauen muss. Allen voran die Vampire, die sich in einer nie zuvor gesehenen Art und Weise bewegen. Mal abgesehen von Otto dem Komiker. Sie haben die Arme ausgestreckt und sich nur imstande zu hüpfen… Das sie dann noch Affenmasken beziehungsweise Pizzateig im Gesicht tragen, gerät aufgrund der Bewegungsweise schon fast in den vernachlässigbaren Hintergrund. Der Protagonist schafft es auch immer wieder, dem Trash-Fan ein lautes Grinsen zu entlocken. Sein Roboter-Kostüm ist dermaßen schlecht… Ein Trainingsanzug mit Metallfarbe bemalt… was man natürlich kaum sieht, da sich das Metall halt wie Stoff verhält. Und die passenden Geräusche gibt es dann natürlich auch noch dazu. Nicht mal ansatzweise ähneln sie Motoren- oder Getriebegeräuschen, dass kann aber auch das Werk der recht verhunzten deutschen Synchronisation sein.

Spezialeffekte im Sinne von Splatterszenen gibt es eigentlich nicht. Nur eine am Anfang, als jemanden die Schulter rausgerissen wird. Da denkt man eventuell noch, dass dies ein netter Splatter-Streifen sein könnte, was sich dann aber relativ zügig erledigt.

Spannung und Atmosphäre sind aufgrund der schnellen Handlungswechsel eigentlich nicht vorhanden. Schauspieltechnische Talente können auch nicht auf sich aufmerksam machen, allerdings sind charakterlosen Rollen auch recht anspruchslos.

„Robo Vampire“ ist ein ziemlich einzigartiger Trash-Streifen, der an Dilettantismus wohl kaum zu überbieten ist. Aber das macht ihn für Freunde des Trash-Films natürlich aus. Die Lachmuskeln werden schon arg in Anspruch genommen. Allerdings gibt es auch nicht wenige Szenen, die einfach nur langweilig und vor allem uninteressant sind. Aber wer sich mal einen Film ansehen will, den man auch mit ein paar Bier in der Rübe „verstehen“ kann, ist mit „Robo Vampire“ der billigsten „Robocop“-Kopie, mit Vampiren, Zombies und anderem Getier, bestens bedient.

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • Counter Destroy

John Carpenters Vampire

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Informationen

OT:Vampire: Los Muertos

ca.90 Minuten

USA 2002

Regie

  • Tommy Lee Wallace
Darsteller

  • Jon Bon Jovi
  • Cristián de la Fuente
  • Natasha G. Wagner
  • Arly Jover
  • u.a.

John Carpenters Vampire

Story

Derek Bliss ist Vampirjäger im Dienste des Vatikan. Eines Tages erhält er einen neuen Auftrag: Seltsamerweise werden immer mehr Vampirjäger tot aufgefunden und er soll der Sache auf den Grund gehen. Zunächst führt ihn sein Auftrag in ein altes Kloster, wo auch das schwarze Kreuz aufbewahrt wird. [Anmerkung: Dieses Kreuz tauchte bereits im ersten Teil auf. Durch ein spezielles Ritual können Vampire damit Unbesiegbarkeit erlangen und auch am Tage umherwandeln]. Von einem Priester erfährt, er, dass er für seinen Auftrag ein neues Team zusammenstellen sollte, da die Aufgabe für einen alleine zu schwierig erscheint. Der Priester nennt Derek einige Leute und so macht er sich auch sogleich auf den Weg zu diesen.

Seltsamerweise kommt ihm jedoch immer jemand zuvor. Denn sobald er bei den Jägern ankommt, wurden diese bereits von jemandem brutal ermordet. In Mexiko macht er schließlich die Bekanntschaft eines 16-jährigen Jungen, der sich sogar als Hilfe für Derek herausstellt und ihm bei der Ermordung einiger sich in einer Kirche verschanzten Vampire hilft. Allerdings auch auf Drängen und Bitten des Jungen, nimmt er ihn nicht weiter auf seinem Weg mit.

Derek macht sich schließlich zum letzten noch fehlenden Jäger auf, der nebenbei in einem Diner als Koch arbeitet. Als Derek dort ankommt, lebt dieser sogar noch und bittet Derek noch kurz an der Bar Platz zu nehmen. Dort sitzend lernt Derek eine junge Frau namens Zoe kennen und sie ist ihm von Anfang an sympathisch, bis er schließlich bemerkt, dass auch sie eine Untote ist. Er geht kurz auf die Toilette und als er zurückkehrt, sind alle Menschen in dem Diner tot. Ein richtiges Blutbad wurde hier angerichtet und von Zoe fehlt jede Spur. Derek macht sich schließlich wieder auf den Weg und unterwegs trifft er erneut auf Zoe und die beiden kommen ins Gespräch. Das seltsame an Zoe ist nämlich, dass sie obwohl sie von einem Vampir gebissen wurde und im Grunde tot ist, am Tage herum laufen kann. Zoe erzählt ihm schließlich von einem Medikament, durch das sie den Vampir in sich unterdrücken kann und als Derek von Zoes Visionen erfährt, nimmt er sie kurzerhand einfach mit.

Eine ihrer Visionen beinhaltet das Kloster mit dem schwarzen Kreuz und so machen sie sich wieder auf den Weg dorthin. Leider ist es jedoch zu spät. Das Kreuz wurde gestohlen und alle sind tot. Die Vampire haben eine richtige Blutorgie mit ihren Opfern gefeiert. Nur ein junger Priester namens Rodrigo, hat überlebt und schildert ihnen von der Bluttat. Una eine Meistervampirin hat sich nämlich das Kreuz unter den Nagel gerissen und strebt nach mehr Macht.

Nach und nach entsteht somit Dereks neues Team für die Jagd. Zu Derek, Zoe und Pater Rodrigo stoßen noch der mexikanische Junge Lupo, sowie ein dunkelhäutiger stark bewaffneter Kollege von Derek [Namen habe ich leider vergessen] und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn niemand weiß, wann Una das Ritual durchführen wird und ob es ihr gelingen wird am Tage umher zu laufen. Außerdem was geschieht, falls Zoe mal ihre Pillen vergessen sollte…

Kritik

Ich war damals von „John Carpenters Vampire“ sehr begeistert und liebe den Film selbst heute noch. Bei „Vampire – los muertos“ handelt es sich nun um den 2. Teil zu besagtem Meisterwerk. Leider konnte der Film allerdings nicht so ganz meine Erwartungen erfüllen. Allerdings ist er dennoch nicht schlecht. Man sollte halt nicht zu viel von einer Fortsetzung erwarten. „Vampire – los muertos“ ist im Grunde ein Film für sich. Außer der Geschichte um das schwarze Kreuz und dass es hierin um Vampire geht, hat der Film nämlich nichts mehr mit dem ersten zu tun.

Actionreich ist der Film allerdings schon ziemlich. Sogar einige wirklich schöne blutige Szenen sind enthalten, was mich teilweise mal wieder an der FSK- Freigabe verwundert (der Film ist offiziell frei ab 16). Man sieht durchaus, wie diverse Köpfe herumfliegen, Vampire verbrennen und jemandem die Zunge abgebissen wird. Auf eine nähere Beschreibung dieser Szenen werde ich allerdings verzichten, da dies ja hier bei Ciao nicht mehr gewünscht wird. Die Kameraführung stammt übrigens von Tommy Lee Wallace, der auch schon bei Halloween 3 am Werke war und dort sein Debüt hinlegt.

Die Schauspieler: Ich muss gestehen, dass ich als ich vor kurzem schon gehört habe, wer hier die Hauptrolle spielt, war ich mehr als nur verwundert. Denn ausgerechnet Musiker Jon Bon Jovi wurde für die Rolle des Derek Bliss arrangiert. Nun denn, er schlug sich noch recht passabel. Auch wenn ich der Meinung bin, dass es wesentlich bessere Schauspieler für diese Rolle gegeben hätte. Die übrigens Schauspieler sind mir mal wieder recht unbekannt, da ich auf so etwas ohnehin nicht sonderlich acht gebe.

Sehr schön ist übrigens die Atmosphäre gelungen. Vielerlei schöne Ruinen sind zu sehen. Irgendwie erscheint der Film so ein bisschen wie eine Mischung aus Vampirfilm und Western. Ein paar Dinge aus dem ersten Teil wurden ebenfalls ein wenig kopiert. So schlafen auch hier die Vampire im Wüstensand, die Technik Vampire zu töten ist ebenfalls unverändert geblieben und manchmal sehnt man sich sogar fast schon danach, dass bei einer Einstellung plötzlich Meistervampir Valek auftauchen würde, da eine Szene genauso wie im ersten Teil ausschaut. Aber leider geschieht dies natürlich nicht.

^v^ FAZIT: ^v^

Alles in allem ein durchaus sehenswerter Vampirfilm. Allerdings begeht nicht den Fehler, ihn mit dem ersten Teil zu vergleichen. Sollten Leute unter euch sein, die noch keinen dieser beiden Filme gesehen haben, so rate ich ihnen mit diesem hier zu beginnen und sich dann erst den ersten anzuschauen. Denn dann ist die Erwartungshaltung einfach eine andere!

Bewertung

Splatter 4.gif
Spannung 6.gif
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Atmosphäre 5.gif
Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

Jean Rollins Vampire

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Informationen

OT:Le Deux Orphelines Vampires

ca.103 Minuten

Frankreich 1995

Regie

  • Jean Rollin
Darsteller

  • Isabelle Teboul
  • Alexandra Pic
  • Brigitte Lahaie
  • u.a.

Jean Rollins Vampire

Story

Die beiden jugendlichen Waisen Henriette und Louise sind der ganze Stolz der Schwester Oberin des katholischen Waisenhauses. Mit besonderer Fürsorge kümmert sie sich um die beiden bildhübschen Mädchen, denn schließlich sind sie blind und scheinbar völlig hilflos. Doch ist dieses nur tagsüber der Fall. Des nachts nehmen die beiden Mädchen als Vampire ihre Umwelt in blauem Farbton war und können sich somit unbeschwert bewegen, die am Tage für sie verborgene Schönheit der Umgebung, vornehmlich Friedhöfen, genießen und natürlich ihren Blutdurst stillen. Auf ihren Reisen durch die Dunkelheit begegnen sie dabei verschiedenen Kreaturen der Nacht und philosophieren über ihre eigene Herkunft und ihre Daseinsfunktion im Universum.

Als sie von einem Augenarzt zur näheren Untersuchung in dessen Haus einquartiert werden und dieser kurze Zeit später für einige Tage verreist, erfahren sie neue Art von Freiheit, da sie ihre nächtlichen Ausflüge ausdehnen können. Da sie die nun liebgewonnene Selbstständigkeit nicht ohne weiteres wieder hergeben wollen, kommt es bei der Rückkehr des Arztes zu einer Katastrophe…

Kritik

Der Vorspann mit seinen mittelalterlich Gemälden und sinnlich schönen, dennoch düsteren Musik, weckt sicherlich sofort die Neugier eines jeden, v.a. vampiristisch angehauchten Horror-Fans, und lässt, angesichts des für seine Vampirotik-Filme bekannten Regisseurs Jean Rollin einen Gothic-Vampir-Film mit reichlich Sex und Gewalt erwarten. Doch weit gefehlt:

Bei TWO VAMPIRE ORPHANS handelt es sich weniger um einen Grusel- oder Horrorfilm, als vielmehr um ein melancholisches Drama, bei dem das Motiv der Dualität des Vampirlebens sehr interessant und innovativ abgewandelt wird. Beschränkte sich das Dasein von Vampiren in bisherigen Verfilmungen aufgrund der Unverträglichkeit von Sonnenlicht auf ein Leben in der Nacht, so geben die beiden hier dargestellten Vampir-Waisen dem oftmals in Bezug auf den Vampir verwendeten Begriff „Geschöpf der Dunkelheit“ eine völlig neue Bedeutung: Die beiden Titelfiguren existieren ganztägig jedoch stets nur in Dunkelheit. Tagsüber aufgrund von Blindheit (Dunkelheit) in ihrem Dasein beeinträchtigt, können sich die beiden Vampirinnen des Nachts unter Rückgewinnung ihres Sehvermögens dann frei entfalten.

JEAN ROLLIN’S VAMPIRE (der deutsche Titel, sicherlich extra für den 08/15-Horror-Fan in Anlehnung an „John Carpenter’s Vampire“ gewählt, ist mal wieder ein typisches Beispiel für die kommerzielle Neukreation eines Titels, auf Kosten des viel bezeichnenderen Original-Titels) lebt in erster Linie von der grandiosen schauspielerischen Leistung seiner beiden wunderschönen Hauptdarstellerinnen. In ihren weißen Nachthemden tänzelnd über die Gräber des Friedhofs laufend, verkörpern sie den Inbegriff des weiblichen Vampirs, könnten so jedoch auch einer David Hamilton-Verfilmung entsprungen sein.

Einen besonderen Respekt muss man Isabelle Teboul und Alexandra Pic zollen, wenn sie auswendig ihre ellenlangen philosophischen Texte oftmals im Wechselspiel in ein und derselben Kameraeinstellung ohne jegliche Schnitte vortragen. Das hat schon wirklich etwas von theatralischen Gedichtvorträgen auf höchstem Niveau. Auch inhaltlich und stilistisch überzeugen die Dialoge auf weiter Linie. Wenn sie als Geschöpfe der Dunkelheit z.B. über ihre Herkunft und vermeintliche Relation zu aztekischen Göttern philosophieren, strotzen diese Passagen nur so voller Metaphern (z.B. zum Thema Blut).

Insgesamt bedient sich Jean Rollin auch bei der Umsetzung seines literarischen Stoffes (The Two Vampire Orphans ist die Verfilmung eines Teils seines fünfteiligen Zyklus über die beiden Vampirweisen Henriette und Louise) einer Vielzahl an künstlerischer Elemente und Stilmittel (die Blauunterlegung im Kontrast mit anderen, grell betonten Farben erinnert in einzelnen Szenen mitunter an die Farbexperimente Dario Argentos, z.B. in SUSPIRIA), die jedoch mitunter auf den Normalkonsumenten als Kitsch oder gar Klamauk wirken dürften. Insbesondere die Darstellung der „Geschöpfe“ der Nacht, eine Werwölfin, ein weiblicher Ghoul, allen voran aber eine Vampirkönigin im Abendkleid mit Fledermausflügeln erweckt mitunter eher Assoziationen an den „Cirque des Soleil“, als an einen Horror-Film…

Für tiefgründige Analysen dürfte der Film jedoch eine Menge Stoff liefern.

Im Gegensatz zu seinen anderen thematisch ähnlich gelagerten Streifen um weibliche Vampire, bietet Jean Rollin in diesem Werk nur ein Minimum an nackter Haut oder expliziter Gewalt. Die Szenen sexueller, homoerotischer Darstellung, wie für Filme dieses Genres ja fast obligatorisch, beschränken sich hier eher auf Anspielungen, verfehlen aber gerade durch ihren dezenten Einsatz ihre Wirkung nicht, sondern verstärken diese sogar noch. Gleiches gilt für die für einen Vampirfilm relativ blutarmen Gewaltszenen. Diese sind ebenfalls (mit Ausnahme eines Messerstichs) nur angedeutet. Da sie zudem teilweise stark theatralisch übertrieben dargestellt sind, ist der Verzicht auf explizite Gewalt seitens Rollin wohl weniger auf das geringe Budget zurückzuführen, sondern liegt wohl eher daran, dass der Regisseur das Hauptaugenmerk auf den erzählerischen und dramatischen Part der Geschichte selbst lenken möchte.

Leider krankt die Umsetzung der wenigen Effekt-Szenen dann allerdings an dem wohl sehr eng bemessenen Budget, sodass das Ganze in manchen Szenen schlichtweg billig wirkt. Die ohnehin spärlich in Szene gesetzten Effekte sind wirklich unterstes Amateur-Niveau. Da bewegt sich der „tote“ Hund mit aufgeklebter Bisswunde, für die Herrichtung einer „verwesten Leiche“ diente anscheinend eine schwarz angemalte Schaufensterpuppe mit angeklebten Haaren und Zähnen… Da diese jedoch ohnehin eher als schnödes, unvermeidbares Beiwerk anzusehen sind, lässt sich über diese Mängel jedoch leicht drüber hinwegsehen.

Jean Rollin hat allerdings mit der Auswahl seiner Schauplätze auch diesmal wieder ein glückliches Händchen bewiesen. So hat er für die Dreharbeiten u.a. einen in Frankreich real existierenden, imposanten Friedhof mit majestätischen Grabmalen und Statuen aufgetan, der jedoch leider im Film sehr kurz und auch nur ausschnittsweise zu sehen ist.

Erschreckend allerdings der Kurz-Auftritt von Brigitte Lahaie. Frankreichs Porno-Actrice der 70er Jahre scheint in die Jahre gekommen zu sein und sieht trotz Make-Up derart verlebt aus, dass man den Glanz ihrer frühen Tage nur schwerlich erahnen kann.

Insgesamt gesehen ein ziemlich zwiespältiges Teil: Fans von herkömmlichen Horror-Filmen werden sicherlich sehr schnell abschalten, Freunde des etwas künstlerischen und lyrischen Horrors dürften begeistert sein.

Für Rollin-Fans ist der Film ohnehin Pflichtstoff!!! 😉

Bewertung

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Ähnlicher Film:

  • Lady Dracula
  • oder andere Jean Rollin–Filme

Dinner With The Vampire

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Informationen

OT:A cena col vampiro

ca.87 Minuten

Italien 1988

Regie

  • Lamberto Bava
Darsteller

  • Isabel Russinova
  • George Hilton
  • Patrizia Pellegrino
  • Riccardo Rossi
  • u.a.

Dinner With The Vampire

Story

Vier junge Leute lernen sich bei einem Casting kennen, in dem die vier jeweils unterschiedliche Leistungen erbringen müssen. Es ist für jeden einzelnen nicht sonderlich gut gelaufen aber wie es der Zufall so will werden ausgerechnet die vier neuen Freunde ausgewählt. Sie dürfen jetzt in das Schloss des Starregisseuren Yurek fahren um ein persönliches Gespräch mit ihm zu führen und wenn sie Glück haben wirken sie in seinem neuen Meisterwerk mit. Im Schloss angekommen treffen sie zuerst auf den buckligen Butler Yurek`s und der verkündet ihnen das der Meister noch schläft, obwohl es eigentlich helllichter Tag ist… Die Gruppe soll sich bis zum Erwachen des Starregisseurs einen Film von ihm angucken. Es ist ein alter schwarz/weis Film, in dem es um einen Vampir und dessen Tod geht. Allerdings erfahren die Jugendlichen nicht wie man den Vampir tötet, da die Filmrolle kurz vor dem Ende reißt. Das die Rolle gerissen ist stört eigentlich niemanden, denn alle freuen sich das Yurek kurz danach höchstpersönlich erscheint. Was sie allerdings von Yurek erfahren freut sie weniger. Er ist der letzte lebende Vampir und hat es satt weiter auf diesem Planeten zu verweilen. Selber kann er sich nicht töten und so hat er die Jugendlichen eingeladen, damit sie das erledigen. Die vier sind etwas verwirrt aber als sie weiter erfahren das eigentlich nur das menschliche in Yurek sterben will und das der Vampir alles geben wird um zu überleben, macht sie das nicht gerade ruhiger. Ein Kampf beginnt, der bis zum Morgen dauern soll und dessen Ausgang völlig offen ist …

Kritik

Lamerto Bava, der mir den Filmen „Dämonen 2“ von 1985 und „Dämonen“ der ein Jahr später im Kasten war bekannt wurde, betritt mit diesem Streifen Neuland. Nicht nur das „Dinner with the Vampire“ eine Fernsehproduktion war, nein er drehte diesen Film sogar als Vampirkomödie. Daher kann man schon erkennen das dieser Streifen weniger Splatter enthält als seine Dämonen streifen, dass FSK 18 ist aber durchaus gerechtfertigt. Es gibt drei bis vier Szenen, die ganz klar erkennen lassen das Bava der Macher dieses Vampirstreifens war. Die Komik wird sehr deutlich als die Jugendlichen versuchen den Vampir zu töten. Erst wird ein Kreuz benutzt um den Blutsauger abzuschrecken, der zeigt ihnen aber seinen Glücksbringer, den er um den Hals trägt. Ein goldenes Kreuz und als sie ihm einen Holzpfahl durch sein Herz treiben zieht er sich diesen selber wieder raus und fragt die vier ob sie sich noch gar keine Gedanken gemacht haben das Vampire sich auch weiterentwickeln können. Es gibt aber noch eine handvoll weitere Szenen, die dem Film zwar etwas die Spannung rauben, so aber den Betrachter etwas entkrampfen. Von der Story her ist der Film recht anspruchslos und die Schauspieler bieten auch nicht gerade einen Hochgenuss aber der Unterhaltungswert mach das locker wett. Man sollte also nicht zuviel erwarten, auch wenn der Regisseur einen durchaus bekannten Namen trägt. Für Vampirfans ist dieser Film meiner Meinung nach gar nicht geeignet da das Vampirgenre nur als lustige Vorlage dient und hier alle, in tausenden von Jahren, aufgestellte Regeln einfach missachtet werden.

Bewertung

Splatter 3.gif
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Ähnlicher Film:

Blutrausch der Vampire

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Informationen

OT:Der Fluch der grünen Augen

ca. 85 Minuten

BRD, Jugoslawien 1964

Regie

  • Akos von Rathonyi
Darsteller

  • Adrian Hoven
  • Wolfgang Preiss
  • Karin Field
  • u.a.

Blutrausch der Vampire

Story

In einem kleinen osteuropäischen Dorf kommt es zu merkwürdigen Begebenheiten. Seit vor einem halben Jahr der menschenscheue Prof. von Adelsberg in das leerstehende Schloß einzog, sind bereits sechs junge Mädchen tot aufgefunden worden, wobei dann auch noch stets der Strom ausfiel. Und es ist nicht einmal bekannt, ob es sich dabei um Mord handelt.

Aus diesem Grund wird Inspektor Frank Dorin in das Dorf geschickt, um die Vorgänge zu erhellen. Schon in seiner ersten Nacht dort wird ein weiteres Mädchen, Maria, getötet. Während der Dorfarzt permanent Herzversagen in die Todesscheine einträgt, glaubt die einheimische Bevölkerung, dass hier Vampire am Werk waren. Frank wird vom Professor in das Schloss eingeladen, wo er sich in Karin, die Sekretärin des Profs verliebt, die sich schon darauf freut, das Schloss bald wieder verlassen, denn der Professor erscheint schon sehr merkwürdig und ein Spiegelbild hat er auch nicht…

Unterdessen verschwindet Marias Leiche, um später mit anderen Kleidern auf dem Boden eines Brunnens gefunden zu werden. Wird es Frank gelingen, Karin aus dem Schlossverlies zu befreien? Ist Maria zum Vampir geworden? Gelingt es dem Inspektor, die Mordserie zu beenden?

Kritik

„Blutrausch der Vampire“ ist ein hochgradig spekulativer Titel, mit dem die Fa. „Procusa-Video“ wohl Anfang der 80er Videothekenkunden dazu bewegen wollte, für diesen Geld auszugeben. Eigentlich heisst der Film nämlich „Der Fluch der grünen Augen“. Die Kassette ist ultraselten und wohl reichlich teuer. Zum Glück war jemand so nett, mir eine Kopie zuzuleiten. Leider wies die Kopie ein hochgradig verzerrtes Bild auf, so dass die Vorgänge auf dem Bildschirm manchmal mehr erahnt werden müssen, als dass man sie sieht.

Und so fällt es doch recht schwer, sich wirklich eine Meinung zu dem Film zu bilden. Der Film entfaltet schon einen gewissen trashigen Charme, zu dem auch die Schwarz-weiß-Fotografie ihren Teil beiträgt. Gelegentlich sieht man mal die Schatten der Vampire (mehr war wohl aus Kostengründen nicht drin), die Handlung spielt entweder im Schloß (nur echt mit Geheimgängen und Kellerverlies) oder im Dorfgasthof, und am Schluß geht das Böse in Flammen auf (so einfach geht das!). Immer wieder wird man die zeitgleich laufende Edgar-Wallace-Reihe erinnert, die damals ja auch noch schwarz-weiß war und deren Handlung sich auch gerne in Schlössern abspielte.

Adrian Hoven galt als Frauenschwarm des deutschen Kinos, bevor er dann später zum Hexenfolterer mutierte. Soweit ist es hier noch nicht, und so darf er sich nicht nur um den Fall, sondern auch um die blonde Karin Field kümmern.

Wolfgang Preiss war seinerzeit bekannt als Titeldarsteller der damals wiederaufgenommenen Dr. Mabuse-Filme, womit er sich wohl für die Besetzung des Professors empfahl: Wer versucht, die Weltherrschaft zu erringen, dürfte wohl kaum Probleme haben, sich in einem abergläubischen Dorf Respekt zu verschaffen… Allerdings war Preiss mit dem Film nicht so wirklich glücklich: In einem Interview mit der „Splatting Image“ sagte er „Ich schäme mich für diesen Film“ und erklärt weiter, dass er vor der Straße sogar sein Gesicht verbarg, weil ihm der Film zu peinlich war!

Eine Nacktszene, bei der sogar Schamhaare zu sehen sind (huch!) und eine Szene, in der ein Mann, von einem herunterkommenden Gitter durchbohrt wird, dürften dem Film seinerzeit auf jeden Fall eine 18er Freigabe der FSK eingebracht haben. Heute ist der Film für Nostalgiefanatiker durchaus einen Blick wert, wenn ihn das Fernsehen mal ausgraben würde. Die Suche nach der Videokassette dürfte aufgrund deren Seltenheit wohl erfolglos bleiben und selbst wenn man auftreiben kann: Das Geld ist anderweitig sicherlich besser angelegt.

Bewertung

Aufgrund der leider etwas sehr dürftigen Bild- und Tonqualität, die den Filmgenuss deutlich getrübt hat, ist eine faire Bewertung leider nicht möglich

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Im Nachtclub der Vampire

0

Informationen

Verlag: Lübbe

ca. 48 Minuten

Deutschland 2000

RegieOliver Döring
Sprecher

  • Frank Glaubrecht
  • Joachim Kerzel
  • Karl-Heinz Tafel
  • Fred Bogner
Im Nachtclub der Vampire

Story

Donnerstag 23:45 – Soho, London Bereits seit einer Weile irrt Ted Willard ängstlich durch dunkle Nebengassen des nächtlichen Soho. Da ist er froh, als ihn der Schein einer Neonlampe in den vielversprechenden Nachtclub Shocking Palace führt. Der Abend verspricht heiß zu werden, denn wie ihm mehrere aufreizende, junge Damen erklären, wird jede Nacht eine von ihnen an einen Kunden verlost und wie es den Anschein hat, ist Ted der einzige Gast. Doch zu dem erhofften Vergnügen soll der Mitvierziger nicht mehr kommen. Als um Punkt Mitternacht die Rollos hinunterschießen und das Licht erlischt, sieht sich Ted plötzlich zähnefletschenden Vampiren gegenüber… Donnerstag 20:30 Burner Street Die junge Deutsche Marina Held ist zum ersten Mal in London und kann es kaum erwarten, die Metropole und all ihre Sehenswürdigkeiten zu erleben. Nachdem sie sich bei ihrer Gastmutter, Clara Sanders vorstellte und einquartierte, geht es sogleich ins schillernde Nachtleben. Die Deutsche ist überwältigt von all dem bunten Treiben des Londoner Nachtlebens. Nach einiger Zeit kommt die junge Frau von den belebten Hauptstraßen ab und landet in diversen Seitengassen, fernab der Menschenmassen. Prompt wird sie von einem widerlichen Zuhälter angesprochen, der ihr unmissverständliche Angebote macht. Natürlich weist Marina diese entschieden zurück, doch das lässt sich der Zuhälter nicht gefallen und verfolgt die Deutsche. Diese findet sich auf ihrer Flucht plötzlich vor einem Nachtclub, dem Shocking Palace wieder. In ihrer Not späht die Frau durch die heruntergelassenen Jalousien, in der Hoffnung, Hilfe zu finden. Was sie dann allerdings sieht, lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren. Sie sieht 3 junge, knapp bekleidete, blutverschmierte Frauen, die einen kleinen, dicken Mann in einen Sarg hieven. Marina entfährt ein schriller Schrei. Ein Fehler. Die Frauen hatten sie bemerkt. Marina rannte wie noch nie ihrem Leben und konnte mit dem Schrecken davonkommen. Freitag, 8:30 Scottland Yard. Nach diesem grausamen Schauspiel wendet sich Marina in ihrer Not an Scotland Yard und wird dort einem gewissen John Sinclair zugestellt, der Experte für derlei Ereignisse zu sein scheint. Ein solcher ist auch bitter nötig, denn die Vampirfrauen aus der Bar machen von nun an unbarmherzig Jagd auf die junge Frau. John Sinclair, der Erfahrung mit Vampiren und Dämonen aller Art hat, setzt alles daran, Marina zu helfen und stattet dem Shocking Palace kurz darauf selbst einen Besuch ab…

Kritik

Dies ist er. Der Auftakt für eine der erfolgreichsten Hörspielserien, der mittlerweile schon wieder 8 Jahre auf dem Buckel hat und dennoch um keinen Tag gealtert zu sein scheint, wenn man ihn zum dutzendsten Mal in den Player legt. Zwar folgten mittlerweile schon über 40 weitere Titel diesem, mehr als gelungenen, Einstand in die Welt John Sinclairs – und doch zeichnen sich bei "Nachtclub der Vampire" kaum merkliche Altersschwächen ab. Natürlich handelt es sich hierbei, gemessen an zahlreichen, noch folgenden Highlights, noch nicht um eine der besten Folgen überhaupt, allerdings muss dabei auch berücksichtigt werden, dass "Im Nachtclub der Vampire" in erster Linie als Einstieg in die Welt John Sinclairs dienen sollte und deshalb noch keine, all zu tief gehende Story erzählt werden konnte, zumal man sich auch an die Vorlage Jason Darks hielt, welche ebenfalls Band 1 der John Sinclair Romanreihe darstellte. Im Vergleich zu diesem nahm sich Oliver Döring allerdings einige Freiheiten und nahm eine grundlegende Modernisierung vor, was dem John Sinclair Universum allerdings nicht schadet. Das Erstaunliche: Aus einer prinzipiell durchaus flachen Story wurde hier mit den Mitteln sehr viel herausgeholt, die mittlerweile das Markenzeichen der Edition 2000 bilden: Eine atemberaubend gute Inszenierung und erstklassige Sprecher lassen den Hörer beinahe vergessen, dass er lediglich gesprochenen Worten lauscht. Durch eine äußerst bildliche Sprache, einen lebhaften Vortrag der Texte und eine stets sehr passende Geräuschkulisse entstehen die besprochenen Szenerien und Handlungen problemlos vor dem inneren Auge. Die Edition 2000 ist Kino für die Ohren, treffender könnte man es nicht formulieren. Im Unterschied zu so manch späteren Folgen wird das Team um Oliver Döring der Bezeichnung Gruselhörspiel hier noch voll und ganz gerecht. Bereits die Anfangssituation, in der ein Mann in einer abgelegenen Bar von drei Vampirfrauen brutal ermordet wird, erzeugt eine unheimlich intensive Atmosphäre, von der so manche Horrorfilme nur träumen könnten. Durch die perfekte Abmischung und Einbringung allerlei Hintergrundgeräuschen hat man beinahe das Gefühl, dem Gehörten selbst beizuwohnen. Der Mord selbst wurde auch durchaus rabiat vertont, so dass es nicht wundert, dass die Hörspiele ab 16 Jahren empfohlen wurden. Doch ist es nicht nur Grusel, der hier im Vordergrund steht. In erster Linie bietet "Im Nachtclub der Vampire" verdammt gute Unterhaltung. Spannend, zum Teil amüsant und immer einfallsreich. Diese Folge hält wieder einige Highlights für den Hörer parat. Neben der sehr atmosphärischen Eingangssequenz wäre da vor allem Johns Besuch des Shocking Palace zu nennen, der sich bei seiner Tarnung zwar reichlich Mühe gibt, diese durch ein ungeschicktes Verhalten allerdings beinahe auffliegen lässt. Es ist zu bemerken, dass John noch nicht die Erfahrung späterer Folgen sein Eigen nennt, in denen er sich mit wesentlich stärkeren Gegnern als drei Vampirfrauen zurechtkommen muss. Dennoch und gerade deshalb macht "Im Nachtclub der Vampire" aber um so mehr Spaß: Wir lernen John Sinclair als charismatischen Geisterjäger kennen, der immer einen passenden Spruch auf den Lippen hat. Die Entscheidung, Frank Glaubrecht diese Rolle sprechen zu lassen, war vermutlich die Beste, die Oliver Döring treffen konnte. Viele kennen Glaubrecht noch als die deutsche Stimme des letzten James Bond, Pierce Brosnan, weshalb man wohl im ersten Moment den 007 Agenten vor Augen hat, wenn man Glaubrechts Worten lauscht. Schnell schafft es der Sprecher aber, jede Vergleiche abzulegen und seinen John Sinclair zu einer eigenen Figur zu entwickeln. Einen besseren Sprecher als Glaubrecht hätte man für Sinclair nicht finden können. Frank Glaubrecht IST John Sinclair und spricht diesen in derartiger Brillanz, dass man sich keinen anderen für diese Rolle wünschen würde. Eine weitere Top-Besetzung ist die des Erzählers. Hierfür holte man Joachim Kerzel ans Mikrofon, der in erster Linie durch die deutsche Synchronisierung Jack Nicholsons bekannt sein dürfte. Kerzel ist bislang bei jeder John Sinclair Folge als Erzähler zur Stelle gewesen, was für die Reihe von enormer Wichtigkeit ist. Mit seiner tiefen, klar verständlichen und einmaligen Stimme spricht Kerzel die Erzählpassagen mit einer derartigen Treffsicherheit, dass man sich sofort in die Story hineinversetzen kann. Hektische Passagen bringt Kerzel ebenso glaubhaft rüber wie ruhige Erzählmomente und somit ist auch er eine Idealbesetzung und von seinem Part nicht mehr wegzudenken. Neben dem Stamm-Ensemble Glaubrecht und Kerzel überzeugen in "Nachtclub der Vampire" noch Silke Haupt als Marina, sowie Friederike Klebert und Sibylle Kuhne als ebenso betörende, wie dämonische Vampirdamen. Hier war es sicherlich die richtige Entscheidung, die Stimmen nicht zu verzerren, sondern die Sprecherinnen mit ihren normalen Stimmen agieren zu lassen, da Klebert und Kuhne die bissigen Blutsaugerinnen glaubhaft sprechen. Silke Haupt letztendlich spricht sich als Marina in gute Erinnerung und so ist es kein Wunder, dass sie in späteren Folgen für eine tragende Hauptrolle besetzt wurde und fortan für Shao, die Freundin Sukos, besetzt wurde. Zugegeben: Mit einigen, noch folgenden Hörspielen der Edition 2000 kann "Im Nachtclub der Vampire" nicht mithalten, dazu ist die Story dann doch eine Spur zu flach. Als Einstieg in die riesige Welt des John Sinclair hätte die Folge allerdings nicht besser gestaltet werden können. Man taucht sofort in das erste Abenteuer John Sinclairs ein, bekommt Grusel, Witz und etwas Spannung geboten. Wie ein Film spielt sich das Gehörte dank der perfekten Geräuschkulisse und den Stimmen bekannter Synchronsprecher vor dem inneren Auge ab und lädt dazu ein, das Sinclair-Universum mit weiteren Hörspielen zu erkunden, was auch der ersten Erwähnung eines anstehenden Super-Dämonen zu verdanken ist, den wir sehr bald noch kennen lernen sollen. Als Erstling macht "Im Nachtclub der Vampire" absolut alles richtig. Erwähnung verdient letztendlich auch noch der grandiose Darkwave-Track "Age of Darkness" der Band Cain, der das Hörspiel nach 48 Minuten furios enden lässt. Review by Crapkeeper Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

Übersicht

Bewertung

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Spannung books_5.gif
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