Lizard Woman

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Informationen

OT:Tuk kae phii

ca.94 Minuten

Thailand 2004

Regie

  • Manop Udomdej
Darsteller

  • Rungravee Brijindakul
  • Pete Thongchua
  • Kowit Wathanakul
  • u.a.

Lizard Woman

Story

Ein Forscherteam, bestückt mit Wissenschaftlern aus Thailand und Japan, hat den Auftrag bekommen ein Höhlensystem zu erforschen. Bei den Untersuchungen in den unterirdischen Gängen finden sie eine merkwürdige Truhe, die einen mysteriösen Hintergrund zu haben scheint. Sie bergen die Kiste, doch auf dem Rückweg fällt sie eine Schlucht hinunter und wird zerstört.

Was die Forscher zu diesem Zeitpunkt nicht wissen: In der Kiste waren die Geister dämonischer Reptilien gefangen, die alsbald, in Form von Geckos, auf die Forscher jagt machen. Aber nicht nur das. Es kommt sogar soweit, dass die Geister von den Menschen direkt Besitz ergreifen. Ein tödliches Spektakel steht bevor…

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Kritik

Der effektvolle Horrorfilm „Lizard Woman“ des thailändischen Regisseurs Manop Udomdej ist aus technischer Sicht sicherlich eine Augenweide. Da, wo es diesem B-Movie an Innovationen hapert, kommt es immer wieder zu Effekten, die das etwas laue Drehbuch kompensieren. Wie es für Filme aus der Asiatischen- Region üblich ist, ist das Geschehen nicht immer leicht zu verfolgen. Gerade weil uns Europäern der Umgang mit den gezeigten, mystischen Sachen meist fremd ist. So kommt es dann meist zu ungewollter Langeweile, was bei „Lizard Women“ allerdings nur selten der Fall ist. Immer wieder rücken Verwandlungen von Menschen in Zombies in den Vordergrund und noch häufiger sind die kleinen Lizards, die Geckos zu sehen.

Und diese sind alles andere, als den Menschen nett gesinnt. Trotz das viele Aufnahmen als CGI, vom Computer, erstellt wurden, sehen die kleinen Biester interessant aus. Man weiß nicht so recht ob man sie nett oder schrecklich finden soll, entscheidet sich aber meist für letzteres. Sie beißen sich nämlich einige Mal in Gesichtern der Menschen fest und zeigen, dass sie durchaus über einen großen Hunger verfügen.

Zudem kommt es immer wieder zu einigen Schockeffekten, die es in sich haben. Die Atmosphäre ist über weite Strecken recht dicht, wenn auch die Spannung in einigen Passagen etwas zu wünschen übrig läst. Vielleicht hätte es dem Film geholfen, wenn man die Charaktere etwas deutlicher durchleuchtet hätte, sodass der geneigte Betrachter sich etwas mehr in die leidenden Figuren rein versetzten kann. Aber das ist leider nicht der Fall. Die Darsteller werden aufgrund der eben angesprochenen „Charakterlosigkeit“ nicht sonderlich gefordert, machen ihre Sache aber ganz gut. Lediglich die Synchronisation muss etwas bemängelt werden, was aber keine Seltenheit bei Filmen aus Fernost ist. Und im Übrigen gibt es viele filmische Beiträge aus dieser Region, die wesentlich schlechter vertont wurden.

„Lizard Women“ ist sicherlich nichts für die breite Masse der Filmfans, aber Freunde des asiatischen Kinos und des B-Films werden sicherlich in ihm etwas Außergewöhnliches finden, dass man so nicht alle Tage sieht. „Lizard Women“ macht bedingt Spaß und ist recht unterhaltsam.

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Bewertung

Splatter 2_5.gif
Spannung 3.gif
Story 3_5.gif
Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 4_5.gif
Gesamt 4.gif

Ähnlicher Film:

Krai Thong

Guinea Pig 4 – Devil Woman Doctor

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Informationen

OT:Ginî piggu 4: Pîtâ no akuma no joi-san

ca. 48 Minuten

Japan 1990

Regie

  • Hajime Tabe
Darsteller

  • Eve
  • Masami Hisamoto
  • Nezumi Imamura
  • Peter
  • u.a.

Guinea Pig 4 - Devil Woman Doctor

Story

Eine verrückte, transsexuelle Ärztin stellt uns in diesem Teil der "Guinea Pig" Reihe die skurrilsten Krankheiten der Welt vor. Von einer Familie, deren Köpfe bei Aufregung explodieren, über einen Mann, dessen rechte Hand ein gefährliches Eigenleben führt, bis hin zu einem armen Kerl, dem das Herz quer durch seinen Körper wandert ist hier alles vertreten. Die Ärztin hilft, wenn es denn sein muss, gerne mal mit, die Fälle interessanter zu gestalten, was meist zum Tod der Betroffenen führt.

Kritik

Kaum eine Reihe im Horrorgenre hat es bisher so geschafft, auf sich reden zu machen, wie eben "Guinea Pig". Zahlreiche Gerüchte ranken sich um die Streifen. Von den ersten beiden nahm man sogar mal eine Zeit lang an, dass es sich dabei um echte Snuffvideos handeln würde. Dieser Meinung war auch Charlie Sheen, dem Anfang der 90er eine Kopie von "Flowers of Flesh & Blood" in die Hände fiel und der das Video dann an das FBI weitergab. Dadurch erlangte die Serie weltweiten Ruhm. Doch auch negatives kommt mit dem unbestreitbaren Erfolg der Filme daher. So ließ sich der japanische Frauenmörder Tsutomo Miyazaki, der mehrere Frauen bestialisch tötete, bei einem seiner Morde unzweifelhaft von "Flowers of Flesh & Blood" inspirieren. Bei einer Untersuchung der Wohnung des Mörders fand man mehrere tausend Gewaltfilme, darunter eben auch die "Guinea Pig" Streifen, was für deren Macher natürlich ein harter Schlag war. Ziel der Filme war es immer, den Splatterfans etwas zu bieten, was diese an ihr Maximum bringen würde, etwas, das es so noch nicht zu sehen gab. Nach der Sache mit Tsutomo war allerdings ein Umdenken angesagt und so wurde der letzte Teil der Reihe zu einer reinen, wenn auch sehr blutigen, Slapstickkomödie. Schon der dritte Teil "He Never Dies" hat bewiesen, dass Japan Home Video, die die Rechte an der Serie nach den ersten beiden Filmen übernahmen, eine humorvollere Ader als ihre Vorgänger Orange Video House haben. Wo nämlich die ersten beiden Filme, "Devil’s Experiment" und "Flowers of Flesh & Blood" in verstörender Härte und im Look eines realen Snuff-Films die brutale Folter und den schließlichen Mord an einer Frau zeigten, hatte "He Never Dies" rein gar nichts mehr mit dieser Thematik zu tun. Darin lernten wir einen Mann kennen, der seinem Leben unbedingt ein Ende bereiten will, dem dies aber nie so ganz gelingt. Diese Schiene befuhren Japan Home Video schließlich weiter. "Mermaid in a Manhole", "Android of Notre Dame" und "Devil Woman Doctor" sind zwar noch immer überaus blutige und zum Teil auch abstoßende Filme, aber sie erreichen lange nicht die Härte der berüchtigten ersten beiden Teile. Um noch schnell einen Fehler aus der Welt zu schaffen, dem wohl die meisten Deutschen schon erlegen sind: Bei "Devil Woman Doctor" handelt es sich nicht, wie im Dt. Titel angegeben, um den vierten, sondern um den letzten, also den sechsten Teil. Die Reihenfolge, in der die Filme gedreht wurden, sieht demnach wie folgt aus: Devil’s Experiment (1985)

Flowers of Flesh & Blood (1985)

He Never Dies (1986)

Mermaid in a Manhole (1988)

Android of Notre Dame (1988)

Devil Woman Doctor (1990) Wie ich bereits in der Einleitung erwähnte, gehört "Devil Woman Doctor" zu den Tiefpunkten der Reihe. Das Hauptproblem hierbei ist schlicht und ergreifend, dass der Film sich selbst zu keiner einzigen Sekunde ernst nimmt und absolut lächerlich daherkommt. Alles wirkt vielmehr wie eine Amateuer-Splattstick-Produktion, als ein harter Sicko, an was man bei dem Titel "Guinea Pig" zuerst denkt. Sinn und Zweck dieses Machwerks dürfte gewesen sein, diversen Anschuldigungen nach der Sache mit Tsutomo Miyazaki etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen. Leider muss man aber sagen, dass das Resultat eine Verarsche an allen Fans der ersten Teile ist. Die Grundidee des Kurzfilms ist dabei eigentlich gar nicht so schlecht. Eine geisteskranke Transvestiten führt uns diverse Krankheiten vor. Klingt nett und lässt auf eklige, kotzreitzhervorrufende Bilder à la "Mermaid in a Manhole" hoffen, doch leider: nichts da. Anstatt dem Zuschauer wirklich ekelerregende, und somit für die Reihe typische, Krankheiten zu zeigen, präsentieren sich die 47 Minuten Laufzeit als purer Trashmarathon. Da hätten wir sprechende Exkremente, meterlange Brustwarzen, die an seinem Träger herunterbaumeln, eine Vorhaut, die nicht aufhören will zu wachsen, ein Herz, dass einem Mann plötzlich in die Füße hinunterrutscht, ein Tattoo, dass des öfteren seine Position verändert und gerne in diversen Körperöffnungen verschwindet und noch viel mehr Schwachsinn in dieser Art. Das Ganze war wohl gut gemeint, aber, es tut mir leid, ich konnte über diese Ansammlung an purem Nonsens nicht lachen. Atmosphäre kommt dank den untalentierten Schauspielern und der billigen Video-Optik nie auf und selbst die Splattereffekte sind nicht mehr so zahlreich wie erwartet. Wenn man mal was zu sehen bekommt, wie etwa eine Gabel, die sich durch die Hand eines Mannes bohrt, oder andere spaßige Kleinigkeiten, dann sieht es zwar realistisch aus, aber alles in allem kommt der Gore hier viel zu kurz. Wo "Flowers of Flesh & Blood" den Ruf des wohl realistischten Gorefilms aller Zeiten trägt, ist dieses Machwerk hier nur noch ein billiges Zwischending aus gelegentlichem Funsplatter und absolut nicht lustigen Slapstickeinlagen. Schade.

Nicht nur die hier vorgestellten Krankheiten, sondern leider auch das ganze Machwerk ist überaus kurios und hat keinerlei Existenzberechtigung. Dass ein Wahnsinniger durch "Flowers of Flesh & Blood" zu seinen Taten animiert wurde, ist sowohl tragisch wie auch bedenklich, doch es ist noch lange kein Grund, eine tendenziell interessante Reihe so verkommen zu lassen. Ich bin definitiv kein großer Fan der "Guinea Pig" Streifen, doch gegen "Devil Woman Doctor" war bislang jeder andere Teil noch die reinste Offenbarung. Amüsant und blutrünstig will der Streifen daherkommen, schafft es aber nur, den Zuschauer über 47 Minuten tödlich zu langweilen und zu nerven.

Das Unterhaltsamste an dem Machwerk waren die wenigen Minuten nach dem Abspann, in denen sich die Darsteller nach den Dreharbeiten tellergroße mit Blut gefüllte Utensilien ins Gesicht klatschen und dabei alle einen Heidenspaß haben. Was dies für den restlichen Film bedeutet, überlasse ich eurer Vorstellungskraft…

Bewertung

Splatter 2.gif
Spannung 1.gif
Story 1_5.gif
Ekelfaktor 3.gif
Atmosphäre 1.gif
Gesamt 1_5.gif

Ähnlicher Film:

  • Guinea Pig 1-6

Deer Woman

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Informationen

OT:Deer Woman

ca.55 Minuten

USA 2005

Regie

  • John Landis
Darsteller

  • Brian Benben
  • Anthony Griffith
  • Cinthia Moura
  • Sonja Bennett
  • u.a.

Deer Woman

Story

Die Polizei wird zu einem mysteriösen Fall gerufen: Ein Trucker wurde in seinem LKW ermordet. Aber nicht so, wie die Polizei es gewöhnt ist. Die Leiche ist völlig entstellt und lange war gar nicht klar, dass es sich sicher um einen menschlichen Körper handelt. Mit dem Fall wird Detective Dwight Farraday beauftragt, der ungewollt Spezialist für Tierattacken geworden ist, da der tote Körper Spuren von Hufen trägt. Befragte Augenzeugen haben den Mann zuvor mit einer auffällig hübschen Frau gesehen, die nicht weiter bekannt ist. Dieser Hinweis aus der Bevölkerung ist dann für den Polizeipräsidenten "Einhorn" Grund genug, Farraday von dem Fall abzuziehen und einen "richtigen" Officer zu beauftragen. Farraday forscht allerdings auf eigene Faust weiter, da er sicher ist, dass die unbekannte Frau nicht als Täterin in Frage kommt. Und er soll Recht behalten… irgendwie zumindest…

deer_woman_1.jpg

Kritik

Wenn man sich die Biografie von Regisseur John Landis mal genauer betrachtet, muss man zweifelsfrei zum Schluss kommen, dass er nicht gerade ein reinrassiger Horror-Regisseur ist. Mit Filmbeiträgen wie "Kentucky Fried Movie" oder beispielsweise auch "Der Prinz aus Zamunda" hat er eher die Lachmuskeln des Betrachters gefordert. Und er hat es sich nicht nehmen lassen, in "Deer Woman" einige lustige Elemente einzubauen. Das Drehbuch konnte natürlich nur ein Blutsverwandter von John Landis schreiben, damit dessen Witz auch zum tragen kommt. Sohn Max hat eine gute Vorlage verfasst, die dann vom Vater zu einem guten Film gemacht wurde. Das komödiantische dominiert nicht unbedingt, zeigt sich aber in einigen Szenen – und das nachhaltig. Zum Beispiel eine Szene, in der sich der Protagonist vorstellt, wie der Mord im Truck zustande kam: Der LKW-Fahrer und eine hübsche Frau gehen küssend aus einer Kneipe, dann steigen sie in seinen Truck ein, wo die Dame ihn mit einem Rehbein verdrischt. Die Kamera schwenkt zurück auf das Gesicht des Polizisten, der für seine eigene Vorstellung nur ein Kopfschütteln übrig hat. Von diesen Szenen gibt es dann noch ein paar weitere, zum Beispiel eine, wo der Fahrer von einem Hirsch getötet wird, der dann die Frau entführt. Wirklich sehr, sehr witzig! Der Horror kommt bei all der Komik auch nicht zu kurz. Die Frage nach dem Täter wird erst gegen Ende beantwortet, was einerseits eine gruselige Stimmung verbreitet und andererseits nicht schlecht für die Spannung ist. Die Hintergründe für die Tat sind auch sehr interessant und innovativ, an dieser Stelle soll jetzt allerdings nicht zuviel auf die Thematik eingegangen werden, um dem potentiellen Betrachter die Spannung nicht zu nehmen. Darstellerisch befinden sich die Protagonisten in einem gesunden Mittelmaß. Es werden keine Überleistungen und auch kein Stuss geboten. Lediglich die "Deer Woman" spielt etwas zurückhaltend, was allerdings an ihrer Rolle liegt. Alles in allem ist "Deer Woman" eine sehr unterhaltsame Folge der "Masters Of Horror" Serie. Sie ist wie viele andere auch, ganz anders als die anderen, was ja gewissermaßen den Reiz der Reihe ausmacht. John Landis ist es gelungen, zwei Genres zu verbinden, die eigentlich gar nicht mal so leicht zu verbinden sind. Aber das steckt ja nun mal in seinem Blut und für das Gelingen bürgt er mit seinem guten Namen.

Bewertung

Splatter 3.gif
Spannung 5.gif
Story 4.gif
Ekelfaktor 4_5.gif
Atmosphäre 4_5.gif
Gesamt 5.gif

Ähnlicher Film:

Deer Woman

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Informationen

Darsteller
  • Brian Benben
  • Anthony Griffith
Regie John Landis
Tonformat
  • Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat 16:9
Sprachen
  • Deutsch
  • English
Untertitel Deutsch
FSK 16
Ländercode 2
Drehland USA
Jahr 2005
Filmlänge 55 Minuten
Verleih SPLENDID
Originaltitel Deer Woman
Deer Woman

0806_Deer_Woman_cover_klein.jpg

Story

Die Polizei wird zu einem mysteriösen Fall gerufen: Ein Trucker wurde in seinem LKW ermordet. Aber nicht so, wie die Polizei es gewöhnt ist. Die Leiche ist völlig entstellt und lange war gar nicht klar, dass es sich sicher um einen menschlichen Körper handelt. Mit dem Fall wird Detective Dwight Farraday beauftragt, der ungewollt Spezialist für Tierattacken geworden ist, da der tote Körper Spuren von Hufen trägt.

Befragte Augenzeugen haben den Mann zuvor mit einer auffällig hübschen Frau gesehen, die nicht weiter bekannt ist. Dieser Hinweis aus der Bevölkerung ist dann für den Polizeipräsidenten "Einhorn" Grund genug, Farraday von dem Fall abzuziehen und einen "richtigen" Officer zu beauftragen.

Farraday forscht allerdings auf eigene Faust weiter, da er sicher ist, dass die unbekannte Frau nicht als Täterin in Frage kommt. Und er soll Recht behalten… irgendwie zumindest…

Kritik

Wenn man sich die Biografie von Regisseur John Landis mal genauer betrachtet, muss man zweifelsfrei zum Schluss kommen, dass er nicht gerade ein reinrassiger Horror-Regisseur ist. Mit Filmbeiträgen wie "Kentucky Fried Movie" oder beispielsweise auch "Der Prinz aus Zamunda" hat er eher die Lachmuskeln des Betrachters gefordert. Und er hat es sich nicht nehmen lassen, in "Deer Woman" einige lustige Elemente einzubauen.

Das Drehbuch konnte natürlich nur ein Blutsverwandter von John Landis schreiben, damit dessen Witz auch zum tragen kommt. Sohn Max hat eine gute Vorlage verfasst, die dann vom Vater zu einem guten Film gemacht wurde. Das komödiantische dominiert nicht unbedingt, zeigt sich aber in einigen Szenen – und das nachhaltig. Zum Beispiel eine Szene, in der sich der Protagonist vorstellt, wie der Mord im Truck zustande kam:

Der LKW-Fahrer und eine hübsche Frau gehen küssend aus einer Kneipe, dann steigen sie in seinen Truck ein, wo die Dame ihn mit einem Rehbein verdrischt. Die Kamera schwenkt zurück auf das Gesicht des Polizisten, der für seine eigene Vorstellung nur ein Kopfschütteln übrig hat. Von diesen Szenen gibt es dann noch ein paar weitere, zum Beispiel eine, wo der Fahrer von einem Hirsch getötet wird, der dann die Frau entführt. Wirklich sehr, sehr witzig!

Der Horror kommt bei all der Komik auch nicht zu kurz. Die Frage nach dem Täter wird erst gegen Ende beantwortet, was einerseits eine gruselige Stimmung verbreitet und andererseits nicht schlecht für die Spannung ist. Die Hintergründe für die Tat sind auch sehr interessant und innovativ, an dieser Stelle soll jetzt allerdings nicht zuviel auf die Thematik eingegangen werden, um dem potentiellen Betrachter die Spannung nicht zu nehmen. Darstellerisch befinden sich die Protagonisten in einem gesunden Mittelmaß. Es werden keine Überleistungen und auch kein Stuss geboten. Lediglich die "Deer Woman" spielt etwas zurückhaltend, was allerdings an ihrer Rolle liegt.

Alles in allem ist "Deer Woman" eine sehr unterhaltsame Folge der "Masters Of Horror" Serie. Sie ist wie viele andere auch, ganz anders als die anderen, was ja gewissermaßen den Reiz der Reihe ausmacht. John Landis ist es gelungen, zwei Genres zu verbinden, die eigentlich gar nicht mal so leicht zu verbinden sind. Aber das steckt ja nun mal in seinem Blut und für das Gelingen bürgt er mit seinem guten Namen.

DVD

DVD-Specials:

Auf die DVD wurden auch wieder gelungenen Standards

"Behind The Scenes" gepresst, die sehr unterhaltsam

und informativ sind. Zudem gibt es Wissenswertes

auf Texttafeln und natürlich Trailer.

Bewertung

Splatter 3.gif
Story 6.gif
Spannung 4.gif
Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 5.gif
Ton 5.gif
Bild 5.gif
Features 5.gif
Gesamt 5.gif

Lizard Woman

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Informationen

Darsteller
  • Rungravee Brijindakul
  • Pete Thongchua
  • Kowit Wathanakul
Regie Manop Udomdej
Tonformat Deutsch DD 5.1; Thailändisch DD 2.0
Bildformat 1.85:1 (16:9)
Sprachen
  • Deutsch
  • Thailändisch
Untertitel Deutsch
FSK 16
Ländercode 2
Drehland Thailand
Jahr 2004
Filmlänge 94 Minuten
Verleih MC ONE
Originaltitel Tuk kae phii
Lizard Woman

0706_Lizard_Woman_cover_klein.jpg

Die DVD kann hier bestellt werden:

Story

Ein Forscherteam, bestückt mit Wissenschaftlern aus Thailand und Japan, hat den Auftrag bekommen ein Höhlensystem zu erforschen. Bei den Untersuchungen in den unterirdischen Gängen finden sie eine merkwürdige Truhe, die einen mysteriösen Hintergrund zu haben scheint. Sie bergen die Kiste, doch auf dem Rückweg fällt sie eine Schlucht hinunter und wird zerstört.

Was die Forscher zu diesem Zeitpunkt nicht wissen: In der Kiste waren die Geister dämonischer Reptilien gefangen, die alsbald, in Form von Geckos, auf die Forscher jagt machen. Aber nicht nur das. Es kommt sogar soweit, dass die Geister von den Menschen direkt Besitz ergreifen. Ein tödliches Spektakel steht bevor…

Kritik

Der effektvolle Horrorfilm „Lizard Woman“ des thailändischen Regisseurs Manop Udomdej ist aus technischer Sicht sicherlich eine Augenweide. Da, wo es diesem B-Movie an Innovationen hapert, kommt es immer wieder zu Effekten, die das etwas laue Drehbuch kompensieren. Wie es für Filme aus der Asiatischen- Region üblich ist, ist das Geschehen nicht immer leicht zu verfolgen. Gerade weil uns Europäern der Umgang mit den gezeigten, mystischen Sachen meist fremd ist. So kommt es dann meist zu ungewollter Langeweile, was bei „Lizard Women“ allerdings nur selten der Fall ist. Immer wieder rücken Verwandlungen von Menschen in Zombies in den Vordergrund und noch häufiger sind die kleinen Lizards, die Geckos zu sehen.

Und diese sind alles andere, als den Menschen nett gesinnt. Trotz das viele Aufnahmen als CGI, vom Computer, erstellt wurden, sehen die kleinen Biester interessant aus. Man weiß nicht so recht ob man sie nett oder schrecklich finden soll, entscheidet sich aber meist für letzteres. Sie beißen sich nämlich einige Mal in Gesichtern der Menschen fest und zeigen, dass sie durchaus über einen großen Hunger verfügen.

Zudem kommt es immer wieder zu einigen Schockeffekten, die es in sich haben. Die Atmosphäre ist über weite Strecken recht dicht, wenn auch die Spannung in einigen Passagen etwas zu wünschen übrig läst. Vielleicht hätte es dem Film geholfen, wenn man die Charaktere etwas deutlicher durchleuchtet hätte, sodass der geneigte Betrachter sich etwas mehr in die leidenden Figuren reinversetzten kann. Aber das ist leider nicht der Fall. Die Darsteller werden aufgrund der eben angesprochenen „Charakterlosigkeit“ nicht sonderlich gefordert, machen ihre Sache aber ganz gut. Lediglich die Synchronisation muss etwas bemängelt werden, was aber keine Seltenheit bei Filmen aus Fernost ist. Und im Übrigen gibt es viele filmische Beiträge aus dieser Region, die wesentlich schlechter vertont wurden.

„Lizard Women“ ist sicherlich nichts für die breite Masse der Filmfans, aber Freunde des asiatischen Kinos und des B-Films werden sicherlich in ihm etwas Außergewöhnliches finden, dass man so nicht alle Tage sieht. „Lizard Women“ macht bedingt Spaß und ist recht unterhaltsam.

DVD

DVD-Specials:

Interviews, Trailer, Bildergalerie

Zur Rezension lag lediglich die Presse-DVD vor

Bewertung

Splatter 3.gif
Story 6.gif
Spannung 3.gif
Ekelfaktor 5.gif
Atmosphäre 5.gif
Ton 5.gif
Bild 5.gif
Gesamt 4.gif